Wanderrouten in der Finnmark

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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon torajiro » So, 27. Jan 2013, 18:32

Hui vielen Dank für die Links, besonders der erste ist spitze! Beim zweiten muss ich mich mal durchwurschteln was ich so verstehe :D. Nordland macht ihr mir gerade so richtig interessant, aber dennoch erst der Hohe Norden, dann der mittlere :D. Dennoch vielen Dank für eure Ratschläge :]
Und ja ich habe kein Auto (geschweige denn nen Lappen) ich verlass mich da voll und ganz auf meine Beine ^^

Edit: Wenn wir schonmal dabei sind. Hat vielleicht irgendwer mal eine Liste gemacht was derjenige für 2 Wochen trekking an Verpflegung mitgenommen hat? Ich neige dazu zu wenig und zu schwere Sachen mitzunehmen. Nen Gasbrenner wird sich sicher anbieten (hatte ich bisher nie dabei), weshalb ich mal ein paar Vorschläge einholen wollte, was man am besten mitnehmen könnte^^.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon Doris » So, 27. Jan 2013, 21:20

Hei,
ich hab noch etwas für Dich gefunden. In Alta gibt es eine Folkehøgskole für friluftsliv. Auf deren homepage http://www.oytun.no/index.php?lang=en gibt es Bilder und Videos und vielleicht können die Dir auch gute Tipps geben, wie Du von Alta aus weiterkommst? Ohne eigenes Auto kann es u.U schwierig werden.
LG Doris
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon arippich » So, 27. Jan 2013, 22:17

Wenn ich mir so die Hüttenabstände ansehe, wirst Du ein Zelt brauchen. Hast Du entsprechende Ausrüstung? Wir rechnen auf unseren Touren mit ~ 700-800g "Trockenfutter" pro Person/Tag. Es gibt Leute die ziehen mit deutlich weniger los, nehmen dann aber Hunger in Kauf. Bei 14 Tagen unbedingt 2 Tage Reserve (sowohl zeitlich, als auch von den Vorräten) einplanen.
Du wirst unterwegs nur schwer an Nachschub kommen, u.U. heißt das also Vorräte für die gesamt Zeit schleppen (was je nach Region in Norwegen of angesagt ist) - Wasser gibts überall.
Das ist eine Menge zu tragen, aber machbar.
Du hast geschrieben Du hast Wandererfahrung, hast Du auch schon Mehrtagestouren in so abgelegenen Gebieten gemacht? Im Falle von Problemen braucht man mehrere Tage zurück in die "Zivilisation", kein Handyempfang etc..
Willst Du Tour solo machen?

Doris hat es schon gesagt, es kann schwierig sein mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einstieg Deiner Wanderung zu kommen und am Ende wieder weg zu kommen.. Mit Deinen Füßen allein wird das nichts werden.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon Sápmi » Mo, 28. Jan 2013, 14:19

torajiro hat geschrieben:Die Sami würde ich auch gerne kennenlernen da ich mich für Ethnien interessiere die möglichst noch ein einfaches Leben führen mehr oder weniger unabhängig vom Kapitalismus leben und ihre Traditionen pflegen. Sprechen sie direkt norwegisch? Wenn ja dann sicher mit starken Dialekt oder? Mit Englisch werde ich da wohl keine Chancen haben, sollte ich ein paar Sami antreffen^^.


Mit den meisten Sámi kannst Du auch Englisch sprechen, kein Problem. Ich spreche selbst kein Norwegisch (verstehe nur passiv so Einiges), habe aber Nordsamisch gelernt und spreche das dann natürlich vor Ort. Vor allem in Kautokeino und Karasjok wird das quasi überall gesprochen, also auch auf der Post usw.


torajiro hat geschrieben: Inwiefern unterscheiden sich denn die Hüttensysteme von denen Norwegens? Gut Feuerstellen, aber sind die z.B. offen und für jeden zugänglich? In Norwegen muss man glaube ich Mitglied im DNT (hiess der Verband so?) sein und nen Schlüssel bekommen um in die Schutzhütten zu gelangen. Weiß jemand ob das für alle Unterkünfte da oben gilt?


Es gibt wohl auch andere Hütten, die unabhängig vom DNT sind. Was mich am DNT halt stört, ist die Tatsache, dass man ohne Mitgliedschaft überhaupt nicht in die Hütten reinkommt, auch nicht zu 'nem höheren Übernachtunsspreis, wie z. B. bei den STF-Hütten in Schweden. In FIN gibt es ganz kostenlose offene Hütten, natürlich entsprechend spartanisch eingerichtet (zum schlafen nur Holzpritschen usw.), und/oder eben die diversen Feuerstellen, wo man auch zelten kann und außer bei akuter Waldbrandgefahr auch ein Feuer machen darf ( in N gibt's da irgendwie strengere Regeln).
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon Sápmi » Mo, 28. Jan 2013, 14:25

arippich hat geschrieben:Es gibt in Norwegen viele gute Wandermöglichkeiten und ich halte die norwegischen Hütten für eindeutig die schöneren, die finnischen kenne ich allerdins nicht. Man munkelt aber die Hütten würden von West nach Ost immer schlechter :wink: .


Das hängt wohl vom Geschmack ab. Ich muss sagen, ich mag das Spartanische beim Wandern auch sehr, also wenn man alles hat, was man braucht, aber halt nicht mehr. :D

arippich hat geschrieben: man muss Mitglied sein um einen Schlüssel zu bekommen. Ohne Schlüssel, ist man darauf angewiesen, das ein DNT Mitglied die Hütte aufgeschlossen hat, kann auf weniger frquentierten Wegen auch im Sommer schief gehen.


Ja, das ist halt das Problem. Wenn man jetzt z. B. viel in den Nachbarländern unterwegs ist und mal so'nen Abstecher zu einer der norwegischen Hütten machen will (eventuell auch spontan ohne vorherige genaue Planung), lohnt sich ja kaum die DNT-Mitgliedschaft. Das finde ich halt beim STF besser (zumal da auch andere Hostelling-Mitgliedschaften. z. B. DJH anerkannt werden). Da ist man auch ohne jegliche Mitgliedschaft willkommen.
(vielleicht werde ich ja noch STF-Mitglied, denn das wird wiederum auch vom DNT anerkannt :wink: )
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon torajiro » Mo, 28. Jan 2013, 19:02

@Doris: Vielen Dank =)

@Arippich: Ja ich habe schon Mehrtagestouren gelaufen. U.a Schottland (was mehr oder weniger in die Hose ging, da es auch die erste Wanderung war^^) und jetzt letzten Sommer den Rennsteig im Thüringer Wald, welcher besser verlief, aber nicht optimal. Bisher hab ich nur ein Tarp, aber für Norwegen werde ich mir dann natürlich noch nen Zelt und ne Wassserdichte Jacke besorgen, auch mit dem Proviant werde ich besser haushalten zudem einen Bunsenbrenner zulegen.
Was ich vorallem aus meinen letzten Abenteuern gelernt habe ist mich vorher besser vorzubereiten, im körperlichen Sinne. Ist zwar komplett logisch und ein muss das zu machen, aber damals bin ich quasi von der Couch ins Gelände gegangen, was natürlich zu Schmerzen im Rückenbereicht führte. Deswegen mach ich seit einem Monat schon Muskelaufbautraining und zudem mich fit haltend.

@Sápmi: Klasse! Dachte die sprechen nur Samisch oder Norwegisch =). Sollte ich auf meiner Reise keine offenen Hütten vorfinden, schlaf ich halt im Zelt =). Aber auch ich mag die spartanischen Hütten lieber, so wie die Bothys in Schottland. Ne Wanderkarte hab ich natürlich auch schon im Visier, und bis September ists noch ne Menge Zeit, mich Körperlich und Geistig darauf vorzubereiten.

Beste Grüße und vielen Dank

torajiro =)

P.S ja es sollte eine solo tour werden, sofern sich keiner weiter findet der mitkommen will.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon arippich » Di, 29. Jan 2013, 17:44

Was ist denn schief gegangen, vielleicht kann man Dir Tipps geben?

Bei Rückenschmerzen würde ich eher an Probleme mit der Ausrüstung (Rucksack taugt nichts, passt nicht etc.) tippen, nicht auf mangelnde Fitniss. Zumindest nicht in Deinem Alter :wink:

Hast Du schon ein Zelt in Aussicht bzw was willst Du ausgeben? Schlafsack mit mindestens -5°C Komfortbereich und eine vernünftige Unterlage (EVA, selbstaufblasend ...) hast Du?
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon torajiro » Di, 29. Jan 2013, 18:10

Ich denke schon das ich nen ordentlichen Rucksack habe, ist von Meru und der Tragekomfort ist auch klasse. 25 kg hab ich damals etwa gestemmt, was ich eigentlich nicht als zu viel empfinde, weshalb ich denke dass es doch an der Fitness lag^^. Hatte den Rucksack damals bei Globetrotter.de erstanden, find ihn da aber nicht mehr (sind glaub ich 50 oder 60 liter). Es ist auch so dass ich bis vor eben ein paar Wochen mit Sport wenig am Hut hatte, zumal Uni bedingt dafür auch wenig Zeit blieb. Schlafsack habe ich und der hält bis -5°C. Isomatte habe ich eine einfache billige, hatte bisher auch keine Probleme damit, würdest du mir zu einer anderen raten (die nach Möglichkeit nicht allzu teuer ist :D)?
Nein bisher habe ich noch kein Zelt in Aussicht, nachdem in Schottland mein altes - sagen wir mal durch meine eigene Dummheit^^ - abhanden gekommen ist, bin ich auf Tarp umgestiegen, aus eher praktischen Gründen. Um einiges leichter, und vorallem sehr leicht zu verpacken. Bei Zelten ists immer das Problem das Material in Fülle wieder in die Verpackung zu bekommen, was bei diesem Zelt noch einigermaßen ging. Von Daher schrecke ich eigentlich eher von Zelten ab, aber für die Finnmark wirds wohl unumgänglich sein =). Von daher, wenn du vielleicht ein gutes 1-2 Mann Zelt empfehlen kannst, was möglichst nicht über 70€ hinausgeht (auch wenn das wohl eher utopisch ist) und auch was hält dann wäre ich dir sehr dankbar :D. Bis max. 100€ würde ich noch gehen^^. BTW. was heißt EVA wenn ich fragen darf?

Beste Grüße

torajiro =)
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon arippich » Mi, 30. Jan 2013, 1:12

25kg ist schon eine Ganze Menge. Für viele Rucksäcke ist das schon die Grenze zur Überladung. Wenn er dann nicht richtig passt und/oder eingestellt ist, kann das Probleme bringen.
Hast Du Dich im Landen beraten lassen (u.a. zwecks Einstellung), oder den Sack online gekauft?

Was den Schlafsack angeht, so ist das doch hoffentlich nicht der, mit dem Du Dir in Schottland den A. abgefroren hast - in der Finnmark wird es im September mit größter Wahrscheinlichkeit kälter. -5 Konfortemperatur muss der mindestens haben (oberer Komfortbereich nach EN, nicht die Grenztemperatur).
Selbst das kann im September zu wenig sein - wir hatten diese Jahr im Dovrefjell Ende September -10.

EVA ist ein hochwertiger, geschlossenzelliger Schaum, Handelsmarken sind z.B. Evazote: http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=113320.
So eine Matte zieht kein Wasser, isoliert sehr gut und ist mechanisch sehr belastbar.
Die Matte ist mindestens genauso wichtig wie der Schlafsack, die billigen Matten (i.d.R. PE) taugen nichts.

Für 70 Euro bekommst Du kein brauchbares Zelt, auch für 100 Euro nicht. Hier kannst Du allenfalls versuchen gebraucht was zu bekommen (Saleva, Tatonka, Rekja sind günstige Marken). Zelte die es im Baumarkt oder beim Discounter gibt, eigenen sich für Dein Vorhaben nicht. Sie beiten nicht den Wind-/Wetterschutz der nötig ist und sind i.d.R. auch zu schwer.
Vielleicht kannst Du was halbwegs venünftiges leihen?
Tarp kannst Du vergessen - sowohl was den Wetterschutz, der Windstabilität und Mückenschutz angeht.

Dir sollte klar sein, dass Du nicht wie in Schottland bei Problemen die Notrufnummer wählen kannst und wirst abgeholt.
Die Gegend in die Du vorhast zu gehen ist sehr abgelegen und selbst in einem Land mit so guter Infrastruktur wie Norwegen wirst Du unterwegs keinen Handyempfang haben.
Die sporadisch vorhandenen Wanderwege dort werden wenig begangen sein, mit Sicherheit nicht mit dem zu vergleichen was Du aus Schottland kennst.
Wir haben auf Touren in Nordnorwegen unterwegs oft 1 Woche lang keine Menschenseele getroffen. Und auch in Hüttembüchern waren die letzten Eintragungen regelmäßig auch im Sommer 1-2 Wochen her.
Nachdem ich mir mal unterwegs bei einem Sturz einen Finger ausgekugelt habe, habe ich jetzt immer einen Notfunksender (SPOT2) dabei, für den Fall der Fälle.

Ich würde mir an Deiner Stlle noch einmal überlegen, ob Du Dich nicht erst mal an eine kürzere Tour in etwas weniger abgelegene Gebiete (die trotzdem einsam sind, davon gibt's genug in N) mit besserer Infrastruktur machst, bevor Du die ganz große Tour in Norwegen planst.
Was Du auf jeden Fall immer machen solltest, ist Deine Tour/Routenplanung in Hütten von denen Du eventuell aufbrichst. Im Zweifel kann dann jemand Hilfe organisieren.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon Sápmi » Mi, 30. Jan 2013, 11:11

Als Unterlage benutze ich nach wie vor eine klassische Isomatte und fahre immer noch gut damit, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Was den Rest angeht, stimme ich arippich zu: Bei Sachen wie Rucksack, Zelt und Schlafsack sollte man nicht zuviel sparen (gilt übrigens auch für's Schuhwerk).
Also dann lieber was Gebrauchtes, aber ein Minimum an Qualität.
Zur Orientierung vielleicht ganz nützlich, wenn auch nicht vollständig:
http://www.zeltratgeber.de
http://www.schlfasackratgeber.de
Das Zelt sollte auf jeden Fall 2-wandig sein und im Idealfall sollte man nicht zuerst das Innenzelt aufbauen müssen (im strömenden Regen eher unangenehm).
Und beim Rucksack ist halt ein ordentliches Tragesystem das A und O.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon torajiro » Mi, 30. Jan 2013, 11:16

Den Sack hab ich online gekauft und ihn selbst so angepasst, dass er nicht hin und herrutscht.
Nein, den Schlafsack den ich damals in Schottland mithatte war noch aus meiner Schulzeit, mitlerweile hat dieser auch ausgedient. Der Neue den ich jetzt habe, quasi nach Schottland gekauft, hat die -5° Marke. Jetzt bin ich mir auch leider gar nicht so sicher ob dies nun der Obere Komfortbereich war oder die Grenztemperatur. Ich hab ihn gerade nochmal auf Globetrotter gefunden: http://www.globetrotter.de/de/shop/deta ... 0505&hot=0. Jedoch werde ich ehrlich gesagt nicht aus den Temperaturangaben schlau. Auf jeden Fall hatte ich damals auch was von -5° gelesen, was ich jetzt komischerweise nicht mehr finde.
In Schottlang ging eigentlich auch sogut wie alles schief was hätte schiefgehen können^^. Es war meine erste große Solotour auf fremden Gebiet, weshalb ich mir da vielleicht doch zu viel vorgenommen habe. Da mir bereits eine andere Userin hier im Forum davon abriet in die Finnmark zu gehen und du dies ebenso tust, bin ich geneigt den gutgemeinten Ratschlägen doch nachzukommen. Letztendlich ist es wohl vernünftiger als ständig seinen Dickkopf durchzusetzen (worin ich eigentlich sehr gut bin xD)^^. Die Isomatte sieht gut aus und werde ich mir auf jeden Fall abspeichern und bei Zeiten zulegen.

Was ich dich diesbezüglich dennoch fragen möchte ist, welches Zelt du mir empfehlen würdest, auch wenns deutlich über 100€ teuer ist. Gibt ja noch Geburtstage, wo ich mir dann was dazugeben lassen kann^^. Natürlich sollte es auch nicht extrem überteuert sein. Ich sag mal so, den bestmöglichsten Komfort für den kleinsten Preis :D.
Zum zweiten welche Region du empfehlen würdest für ne kleinere Tour. Ich hatte generell schon mit dem Gedanken gespielt vielleicht auch nur 10 Tage statt 14 dort zu verbringen. Das hatte jedoch eher terminliche Grüne, da ich im September und Oktober ne Menge Unikrams erledigen muss. Eine 7 Tagestour (inkl Hin- und Rückflug) wäre fürs erste mal vermutlich auch ausreichend, zumal sich dies auch ganz schön ziehen kann und ich die drei Wochen vor Norwegen auch nur Unterwegs bin^^.

Was mir neulich auch noch so durch den Kopf ging, ist die Frage ob es viele Bären und Elche in Norwegen gibt. Vor den Bären hab ich eigentlich weniger schiss, aber ich denke dass Elche im September gerade in der Brunftzeit sind und 600 kilo schweren Testosteron gesteuerten Bullen möchte ich nicht begegnen^^.
Und noch eine andere und zuweilen letzte Frage: Wie sieht es mit den Beeren im September aus :D. Sprich sind da noch massig vorhanden oder ist die "Blütezeit" mit dem August bereits beendet^^.

Vielen Dank für die Guten Ratschläge!

@Sápmi

Der zweite Link geht bei mir nicht. Fürs Schuhwerk hab ich auch nicht gesparrt^^. Meine sind von Mendel und 200€ teuer... Da ich damals zur Schottland Tour auch nicht zu viel Geld hatte musste ich irgendwo anders sparen, weshalb ich auch nur Halbvorbereitet losstiefelte^^.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon arippich » Do, 31. Jan 2013, 0:38

@Sápmi Evazote Matten sind klassische Isomatten, nur welche die was taugen (ich bin dafür allerdings inzwischen zu weich :D)

Der Sack ist mit einem unteren Komfortbereich (das ist der für Dich interessante, der obere ist für Frauen) von -2 angegeben. Finde ich für September grenzwertig.
Du solltest Dir aber auf jeden Fall eine vernünftige Isomatte kaufen.

Was das Zelt angeht, so habe ich Dir ein paar günstige Marken schon genannt. Eigene Erfahrungen habe ich vor allem mit Tatonka, selber habe ich welche die sind leider viel zu teuer.
Hatte ein Orbit 2 für meine Kinder (auch 2x in Norwegen). Die Zelte sind gut und auch das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.
z.B. das hier: http://www.tatonka.com/Produkte/Zelte/z ... vik-2/2550 könnte passen.

Die anderen beiden Marken kenne ich nicht selbst, aber Leute die damit zufrieden sind.

http://www.rejka.de/zeltuebersicht/trek ... gadir.html

http://www.salewa.de/product/2-personen/micra-tent

Zum Thema Rucksack einstellen/packen gibt es viel im Netz z.B. hier: http://www.bewaehrungsprobe.de/Rucksack-Packen

Zu Wandergebieten kann ich morgen abend was schreiben.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon Sápmi » Do, 31. Jan 2013, 13:48

Das mit den Temperaturangaben bei Schlafsäcken ist in der Tat eine Wissenschaft für sich und prinzipiell nur als vage Richtwertangabe zu verstehen.
Ich hatte auch mal einen Sommerschlafsack von Four Seasons (= der Vorgängername der heutigen Meru-Produkte) und damals gab's noch nur eine Komfort-Angabe, die dann auch einigermaßen für mich als Frau gepasst hat. Nach heutigen Angaben mit Unterscheidung müssten Männer noch 1 Grad kälter ertragen können, Frauen hingegen bräuchten 3 Wärmegrade mehr, also irgendwie voll der Unsinn.
Damals hieß es bis +5°C und das reichte für mich für die diversen lappländischen Sommer (allerdings nie später als Mitte August, außerdem schlafe ich auch öfter mal in Hütten :wink: ), nur nach 10 Jahren hat dann halt die Wärmeleistung doch nachgelassen und ich hab mir letztes Jahr einen etwas besseren Sommerschlafsack zugelegt (Ajungilak Nordic 3 seasons), bei dem schwankt die Komforttemperaturangabe zwischen +3 und -2 Grad, also bin ich einfach mal von ca. 0 Grad ausgegangen und das scheint dann auch ganz gut zu passen (die angegebene Obergrenze von +22°C ist allerdings völlig daneben, bei solchen Temperaturen decke ich mich ja zuhause im Bett nur noch mit 'nem dünnen Laken zu).
Allerdings ist das mit dem Temperaturempfinden ja immer so eine subjektive Sache und wenn man unsicher ist, sollte man sicher lieber mal was Wärmeres nehmen. Wenn's zu warm wird, kann man den Schlafsack ja immer noch aufmachen.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon arippich » Do, 31. Jan 2013, 14:29

Klar, mam kann man nur durch eigene Erfahrung ein Gefühl dafür bekommen, welchen Wärmebedarf man in etwa hat. Es ist aber hilfreich zumindest einen ungefähren Richtwert zu haben. Zudem hat jeder Hersteller vorher sein eigenes Süppchen gekocht und man konnte die Angaben nicht vergleichen.
Bei mir passen die Angaben (unterer Komfortwert) in etwa, meine Frau muss auf den oberen Komfortwert immer noch was draufschlagen.

Ich persönlich würde aber nie an die Grenze gehen, da der Wärmebedarf auch stark von äußeren Faktoren abhängt, die sich nicht planen lassen.
Ist man erschöpft und/oder durch Regen/Wind durchgekühlt ist es parktisch sich sicher aufwärmen zu können.
Bin zwar keine Frostbeule, aber habe keine Lust unterwegs zu frieren und habe mich auch schon bei Plusgraden im meinen -10°C Schlafsack gekuschelt und alles zugezogen, der mir normalerweise bis -10 (und wahrscheinlich noch drunter) reicht.

Bei Daunensäcken kommt hinzu, dass sie bei Feuchtigkeit (Kondens) in der Wärmeleistung nachlassen.
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Re: Wanderrouten in der Finnmark

Beitragvon Schnettel » Do, 31. Jan 2013, 17:51

torajiro hat geschrieben:...studiere momentan Geologie..
Hast du dir denn schon einmal Gedanken gemacht, was du als Geologe in der duenn besiedelten Finnmark arbeiten møchtest?

Doris hat geschrieben:Mir geht es ansonsten wie Arippich: meine Lieblingsfylke ist Nordland, deshalb wohne ich auch da :D
Jepp! :super:

torajiro hat geschrieben:Und ja ich habe kein Auto (geschweige denn nen Lappen) ich verlass mich da voll und ganz auf meine Beine ^^
Wenn du dann in die Finnmark - oder ueberhaupt in eine lændliche Gegend in Norwegen ziehen møchtest, bist du auf einen eigenen fahrbaren Untersatz angewiesen.

torajiro hat geschrieben:Was mir neulich auch noch so durch den Kopf ging, ist die Frage ob es viele Bären und Elche in Norwegen gibt. Vor den Bären hab ich eigentlich weniger schiss, aber ich denke dass Elche im September gerade in der Brunftzeit sind und 600 kilo schweren Testosteron gesteuerten Bullen möchte ich nicht begegnen^^.

Klar gibt es Bæren, Luchse, Vielfrasse und Wølfe auch in der Finnmark.
Der Bestand an Braunbæren hat sich in den letzten Jahren in Norwegen wie folgt entwickelt:
2008: 120
2009: 164
2010: 166
2011: 151
In diesem Link siehst du unten eine Karte mit der Verteilung von mænnlichen und weiblichen Bæren in Norwegen: http://www.rovdata.no/Brunbj%C3%B8rn/Be ... tatus.aspx

Hier hat es sich letzten August eine Bærenfamilie in einer Huette in der Finnmark gemuetlich gemacht: http://www.dagbladet.no/2012/08/06/nyhe ... /22849179/

Angst musst du vor Bæren aber eigentlich nicht haben.
Er rovdyr farlige?
Som oftest vil rovdyr forsøke å unngå mennesker, men det kan oppstå situasjoner hvor bjørn eller ulv kan opptre truende overfor mennesker. Dette vil i hovedsak være situasjoner hvor rovdyret føler seg truet eller er skadet, eller når rovdyret har unger i nærheten og dermed vil skremme bort inntrengere og forsvare seg og avkommet. Flere forskningsprosjekter har undersøkt og beskrevet situasjoner med møter mellom mennesker og bjørn. I det skandinaviske
bjørneprosjektet fant forskerne at i ca. 80 prosent av møter mellom mennesker og bjørn ble bjørnens adferd ikke tolket som aggressiv. De fleste bjørnene forsvant umiddelbart når de oppdaget mennesket. Tilfeller hvor det har oppstått skade har som oftest vært i jaktsituasjoner. Selv om sannsynligheten for angrep fra bjørn er liten, er det viktig at mennesker som oppholder seg i områder med bjørn har kunnskap om hvordan en bør opptre. Mye nytting informasjon er samlet i brosjyren ”Er bjørnen farlig?”.
Brosjyren er å finne på http://www.rovviltportalen.no, i tillegg til at den kan bestilles i trykt form hos Direktoratet for naturforvaltning.
Møte med rovdyr:
• Hvis du oppdager rovdyr som ikke har oppdaget deg er det fornuftig å vike av og forlate stedet rolig.
• Hvis dyret har oppdaget deg, opptre rolig og forsøk ikke å skremme dyret med tilrop eller bevegelser. Trekk deg rolig tilbake.
• Hvis dyret virker truende, kan det være et tegn på at det er unger i nærheten. Trekk deg rolig tilbake og snakk med rolig stemme.
• Skyt aldri mot en bjørn i selvforsvar. Hvis du avfyrer et ikke-dødelig skudd, setter du deg selv i en farlig situasjon. Skadeskutte dyr kan opptre aggressivt, og en skadeskutt bjørn er en farlig bjørn.
(Ich mag das jetzt nicht alles uebersetzen. Aber mit einem Online-Uebersetzer wirst du sicher schlau draus. :-))

Elche gibt es natuerlich auch. Da diese allerdings Pflanzenfresser sind und keine Raubtiere - und noch dazu scheu - wirst du vor denen eher noch weniger Angst haben muessen. Und mit einer Elchkuh wird dich so ein Bulle doch wohl eher nicht verwechseln. ;-)
Når livet gir deg sitroner - be om Tequila og salt!
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