zunehmender Tourismus

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zunehmender Tourismus

Beitragvon Michael Oppelt » Sa, 23. Jul 2016, 19:01

Ich fahre schon ewig lang auf die Lofoten und hatte aber nie das Gefühl, dass es hier sehr voll mit Touristen ist. Letztes Jahr kam das Gefühl zum ersten Mal bei mir auf - dieses Jahr ist es noch deutlich mehr.
Eine große Rolle dabei spielt, dass immer mehr Norweger hier Urlaub machen - die gabs hier früher gar nicht. Na ja - ist ja schön, dass sie merken, wie toll ihr eigenes Land ist :)
Es ist jetzt im Juli wohl auch alles ausgebucht gewesen, spontan eine Übernachtung zu finden war wohl recht schwer.

Was nicht so schön ist: Alles ist voll mit Autos und Wohnmobilen (die Zahl der Motorräder und Fahrräder hat aber nicht zugenommen). Dieses Jahr empfinde ich das zum ersten Mal als Problem. Vor allem die Wohnmobile blockieren oft die Straßen und Parkplätze - oft übernachten sie auch an Stellen, wo es nicht erlaubt ist (zum Beispiel auf dem Parkplatz am Strand von Flakstad). Ich nehms ja niemandem übel, wenn er mit dem Wohnmobil auf die Lofoten fährt. Aber muss das denn unbedingt sein, dass man mit so nem Riesentrumm (sie werden auch jedes Jahr größer) bis nach A fährt? Kann man mit so ner Kiste nicht irgendwo anders hinfahren und dann von da aus dann mit dem Moped oder Fahrrad die Inseln erkunden?

Inzwischen haben auch die Kommunen gemerkt, dass hier Probleme entstehen - es gibt verstärkt Polizeikontrollen und Verbotsschilder. Außerdem wird überall gebaut wie verrückt - Häuser, Unterkünfte, Parkplätze.

Na ja, wir genießen das schöne Wetter natürlich trotzdem - und sind froh, dass wir mit dem Motorrad hier sind und auf den Straßen wenig Platz brauchen.

Grüße

Michael
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Mainline » So, 24. Jul 2016, 7:58

Hallo Michael,
Was ist denn der Grund für die verstärkten Polizeikontrollen und was wird da kontrolliert?
Gruß,
Mainline
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Michael Oppelt » So, 24. Jul 2016, 12:13

Na ja - das was ich geschrieben hatte: Parken und Übernachten an unerlaubten Stellen. Zu schnelles Fahren brauchen sie nicht mehr zu kontrollieren - das geht eh nicht mehr bei dem Verkehr :)

Aber nicht dass es jetzt so klingt, als könne man sich nirgends mehr hinstellen: Die Beschränkungen sind noch recht gering und beziehen sich hauptsächlich auf Wohnmobile und andere Übernachtende.

- manchmal gibts ne maximale Aufenthaltsdauer von 4 Stunden
- manchmal muss man fürs Übernachten bezahlen (z.B. in Eggum)
- an manchen Stellen wird zu viel geparkt - z.B. parken die Horden, die über den Berg nach Kvalvika wandern die Straße hinter Fredvang zu. Das muss sich ändern - ich hab gehört, da soll ein kostenpflichtiger Parkplatz gebaut werden.

Insgesamt fühlt sich es für mich so an, als hätte der Tourismus dieses Jahr so heftig zugenommen wie nie zuvor. Und die Lofoten reagieren durch neue Regeln und sehr heftige Bautätigkeit.

Grüße

Michael
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon EuraGerhard » Mo, 25. Jul 2016, 12:09

Hallo Michael,

ein Grund für den zunehmenden Tourismus in den letzten beiden Jahren dürfte der Wertverfall der norwegischen Krone sein. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Für Reisende aus dem Ausland wird es nämlich billiger, nach Norwegen zu fahren, also kommen mehr. Zugleich wird es für Norweger teurer, ins Ausland zu reisen, also bleiben mehr im eigenen Land.

MfG
Gerhard
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Michael Oppelt » Mo, 25. Jul 2016, 12:43

Der Werteverfall der Krone ist sicher ein Grund. Wobei: Dabei handelt es sich (wie so oft) um eine psychologische Sache - der Urlaub hier ist nicht wirklich billiger geworden :)
Denn: Das was der Wechselkurs einem bringt wird von den höheren Preisen locker aufgefressen. Denn mehr Touristen bedeutet auch: Höhere Preise.

Aber ich hab trotzdem Sympathie für Leute die hier herkommen denn sie tun ja nur das, was ich auch tue. Vielleicht mit der einen Einschränkung, dass ich es für daneben halte, jede winzige Straße auf den Lofoten mit einem Riesen-Wohnmobil "erkunden" zu müssen. Also Appell an alle Wohnmobile: Nehmt das Fahrrad oder ein Moped mit und benutzt das auf den Inseln!

Michael
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Bjørn » Mo, 25. Jul 2016, 14:03

Michael Oppelt hat geschrieben:Ich fahre schon ewig lang auf die Lofoten und hatte aber nie das Gefühl, dass es hier sehr voll mit Touristen ist.



Wie definierst du lang?
Um es zu konkretisieren: auch ich fahre schon "lange" nach Norwegen (das 1. Mal 1950 !).
Das erste Mal auf den Lofoten war ich in den frühen 80ern, wobei ich bereits damals den persönlichen Eindruck hatte, dass es dort deutlich "voller" als in vielen anderen norwegischen Landstrichen war. Aber das war es auch an anderen Turiattraktionen, wie Geiranger, Låtefossen, Trollstigen, Preikestolen etc.

Auf den Lofoten kommt m. E. noch hinzu, dass dein Eindruck durch die Insellage verstärkt wird. Wenn du dort die Einsamkeit suchst, darfst du keineswegs in der Hauptsaison hinfahren.
Vennlig hilsenBild
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Kumulus » Mo, 25. Jul 2016, 14:56

Hallo Michael,
ich denke, über die Gründe eines verstärkten Tourismus auch in Norwegen lässt sich sicherlich lange philosophieren. In der Bundesrepublik zum Beispiel geht es der gehobenen Mittelschicht so gut, wie nie zuvor. Wir leben in einer Erbengesellschaft, in der aus warmer und kalter Hand wahre Vermögen „verschoben“ werden. Während noch vor gut 30 Jahren gerade mal der gebrauchte VW-Bus genutzt wurde, müssen es heute die Flaggschiffe mit Längen und Breiten ungeahnten Ausmaßes der renommierten Hersteller sein. Auch hier gilt „schneller – weiter – breiter“! Und bei den heutigen Zinssätzen spielt Geld und Verschuldung keine allzu große Rolle. Dazu wird über den wirtschaftlichen Unsinn überhaupt nicht mehr nachgedacht. Denn man will das ja so. Mein Nachbar zum Beispiel ist seit 14 Tagen von seiner fünfwöchigen Golf-Tour aus Norwegen zurück, die er in einem dieser Flaggschiffe mit zwei Personen absolviert hat. Rechnet man die Kosten für die Fahrzeugmiete (160 €/Tag und mehr), den erhöhten Kraftstoffverbrauch, die erhöhten Kosten für die Fährverbindungen (auch im Inland) sowie die Campingplatzgebühren zusammen, lohnt als Alternative schon mal ein Blick auf die Preislisten der regionalen Hotellerie. Spielt aber alles keine Rolle, denn man will diese Art von Freiheit und Abenteuer. Die dann sicherlich keine mehr ist, wenn man sich mit unzähligen Leidgenossen durch die engen Straßen der Lofoten oder anderswo quält.

Eine weitere große Gesellschaft Reiselustiger tummelt sich auf den unzähligen Kreuzfahrschiffen, die die kleinen Städte an den Endpunkten der Fjorde tagtäglich überfallen, wie die Heuschrecken das alte Ägypten. Hotelschiffe mit 3.000 und mehr Passagiere (sinnvollerweise „Pax“ genannt) sind keine Seltenheit. Und allzu häufig reicht nicht nur eines davon, sondern es müssen gleich zwei/drei gleichzeitig sein. Daneben wirken die Postschiffe der Hurtigruten fast schon wie Spielzeug.

Man könnte diese Liste des Tourismusverhaltens westlicher Dekadenz noch seitenlang weiter führen. Bringt aber nichts; die Tourismuswirtschaft in Norwegen und anderswo lebt davon und der Individualtourist, wie du, muss sich damit arrangieren.

Das fällt natürlich zunehmend schwer, wenn Gebots- und Verbotsschilder und Parkautomaten Abenteuerlust und die „Leichtigkeit des Seins“ erheblich einschränken. Aber anders ist dieser Masse Mensch nicht mehr zu begegnen. Andere Küstenregionen, wie zum Beispiel die französische Mittelmeerküste, haben schon vor Jahrzehnten mit strikter Reglementierung reagiert. Wohnmobile sind kaum noch auf öffentlichen Plätzen geduldet; über frei zugänglichen Strandparkplätzen hängt auf 1,80/2,00 m Höhe ein Balken, der die Einfahrt verwehrt. Ich hoffe nicht, dass die Norweger zu ähnlichen Maßnahmen kommen.

Fakt ist, die Menschheit und insbesondere der Mittelstand hat mehr Geld für den Urlaub und ist auch bereit, es auszugeben. Dazu kommt, dass diese Menschheit immer älter und immer fitter und mobiler wird. Das hinterlässt seine Spuren. Auch in Norwegen.

Dein Appell mit dem Fahrrad oder Moped wäre eine gute Möglichkeit. Ergänzt werde könnte sie durch regionale Angebote der Tourismuswirtschaft, wie sie zum Beispiel für den Rallarvegen angeboten werden. Ich könnte mir das persönlich sehr gut vorstellen, das Fahrrad stunden-, halbtage- oder tageweise zu mieten, als es drei/vier Wochen mitzuschleppen.

Das ist nur einer von vielen Möglichkeiten. Vielleicht tun wir uns mal alle zusammen für eine Ideensammlung. Aber vermutlich gibt es die bereits.

Schönen Nachmittag und Gruß
Martin
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Norge2015 » Do, 11. Aug 2016, 12:40

Will mich hierzu auch äußern, weil wir erst am Sonntag von unserer Nord-Norge-Reise (24 Tage) zurückgekehrt sind. Wir waren erst anderthalb Wochen in vollkommener Abgeschiedenheit auf Senja (Fjordbotn Camping) und den Vesterålen (Hennes/Nähe Moysalen-Nationalpark) - und dann auf den Lofoten wirklich geschockt. Mir kamen fast die Tränen als wir uns über die Straßen Richtung Reine und weiter nach Å quälen mussten und immer die "graue Pest" (so nenne ich seitdem Wohnmobile) aus aller Herren Länder vor uns hatten. Auch die Wanderung zur Munkebu-Hütte trieb uns fast Tränen in die Augen - auf dem Parkplatz standen ungelogen 50 Autos, sodass wir gar nicht erst los sind. Wir sind dann - da es Nachmittag war - zurück zum Campinplatz (Fredvang), haben uns zwei Stunden aufs Ohr gelegt und erst um 18.30 Uhr zu einer Wanderung zum Ryten und zur Kvalvika-Bucht aufgebrochen. Plötzlich war kaum jemand unterwegs.

Was ich damit sagen will: Es lohnt sich extrem, auf den Lofoten "antizyklisch" unterwegs zu sein. WIr haben - was ja wegen nicht endender Tage prima geht - einfach alles zeitlich um 3-4 Stunden nach hinten verschoben. Wanderung auf Reinebringen haben wir z.B. erst um 20.30 begonnen. Auf dem gesamten Weg hoch und runter trafen wir vllt. acht bis zehn andere Menschen. 23.45 Uhr waren wir wieder am Auto. Dann immer erst gegen 2 oder 3 Uhr ins Bett, und bis 11 Uhr geschlafen. Frühstück, fertig gemacht, und erst gegen 14.00 richtig in den Tag gestartet. Als wir dann z.B. an einem Tag gegen 17.00 Uhr in Henningsvaer ankamen, waren die großen Touri-Ströme schon durch und wir hatten das Dorf für uns alleine.

Unterm Strich kann ich aber nur jedem raten, der wirkliche Einsamkeit und Ruhe sucht: Senja, die vergessene Insel. Der Nordteil kann problemlos von der Dramatik mit den Lofoten mithalten, man hat die Berge meist für sich - und die Mitternachtssonne scheint sogar noch einige Tage länger.

Die Lofoten sind toll - aber wir glauben, sie sind mittlerweile Opfer ihrer eigenen Attraktivität geworden, woran nicht - wie dieser Artikel suggeriert https://www.theguardian.com/world/2016/ ... y-tourists - Hollywood schuld ist, sondern auch die Tatsache, dass es mittlerweile so herrlich "einfach" ist, per Lofast auf die Insel zukommen. Eine ähnliche Entwicklung kenne ich nur von der Isle of Skye in Schottland, die bis 1995 nur per Fähre erreichbar war. Seitdem es eine (seit 2005 sogar noch mautfreie) Brücke gibt, ist es dort so dermaßen voll, dass es die Insel (Single-Track-Roads!) eigentlich nicht verkraftet.

Viele Grüße aus Berlin

Benedikt

P.S.: In Sachen Fahr-/Parkverbot: Es ist mir einfach unerklärlich, warum die wirklich enge Strecke von der E10 nach Henningsvaer nicht für Wohnwagen und -mobile gesperrt ist. Es gibt dort ja keinen Campinplatz, den die Gefährte ansteuern könnten. Sie verstopfen wirklich nur die Straße. Bei Reine sehe ich das eigentlich ähnlich, aber hier muss ja (leider) zumindest noch der Weg zur Fähre nach Moskenes frei sein...
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Mainline » Do, 11. Aug 2016, 13:28

Hallo,
Ähnliche Gedanken bezüglich den zunehmenden Zahl motorisierter Reisender hatte ich im letzten Jahr auf meiner Reise durch Norwegen. Auf der Rückfahrt nach Deutschland kam mir der Gedanke in 2016 vielleicht mal ein alternatives Reiseziel zu bereisen.
Also hat mich in diesem Jahr die Fähre nach Island gebracht. Was soll ich sagen, hier ist es noch viel schlimmer als in Norwegen! Zehntausende von Mietwagen durchpflügen das Land, beladen mit 7 Tage Rundreisetouristen, die durch ihren engen Zeitplan getrieben, im Laufschritt jede Sehenswürdigkeit ansteuern. Toiletten sind absolut selten anzutreffen, folglich sind die Bereiche hinter Zäunen und Steinen besser nicht zu betreten. :cry:

Ich habe den Reisezyklus jetzt auch geändert und versuche am Abend oder in den frühen Morgenstunden vor Ort zu sein :D
Für nächstes Jahr geistert mir schon Senja oder der Höhe Norden im Kopf rum :)
Gruß, Mainline
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Ronald » Do, 11. Aug 2016, 15:10

Moin,

auch wir waren dieses Jahr in Island vom 24. Mai (Ankunft Seyđifjörđur) bis 16. Juni (Abfahrt Seyđifjörđur) – mit dem eigenen Fahrzeug; kein Hochbeiniger oder so: Normaler Allradantrieb.

Dass natürlich sehr viele Mietwagen unterwegs waren, kann ich bestätigen – allerdings keine Zehntausende. Das muss man schon etwas relativieren. Und wir haben auch mit einigen der „Mietwagentouristen“ gesprochen, die sich fast alle etwas mehr Zeit nahmen, um eben auch abseits gelegene Ecken zu erkunden. Da die „Hauptattraktionen“ natürlich zwischen Jökulsárlón im Südosten und Snæfellsnes im Westen liegen, dazwischen dann der „Golden Circle“, ballt sich der Verkehr dort unten etwas. Sobald man aber um die Halbinsel Snæfellsnes herumgefahren ist und über das Land zu den Fjorden im Norden und Nordosten unterwegs ist, kannst Du es haben, dass man über eine Strecke von 60 km kein einziges Fahrzeug antriffst – so wie es uns ergangen ist. Kleines Hotel in Skúlagarđur: Neben einem Bautrupp vom Straßenbauamt (6 Leute) waren wir die einzigen Gäste im Hotel. Ähnliches in Raufarhöfn und Vopnafjörđur.
Schlimmer empfanden wir es, wenn man auf einen Tross Reisebusse eines Kreuzfahrtschiffes stieß und sich der Schwall aus den Bussen ergoss.

Sicherlich, die Toiletten sind weit verstreut. Deswegen findet man auch zunehmend solche Schilder:

Bild

Allerdings ist uns aber die Benutzung von Toiletten – auch ohne Kaufzwang – nirgendwo verwehrt worden.
-
Zu den Lofoten: Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass so viele Leute auf die Lofoten wollen. Waren wir ja auch 6 Tage im Juni 2013 (mit dem eigenen Wagen). Und es ist auch ärgerlich, wenn die Wohnmobile Zufahrtwege und Ähnliches versperren. Aber als Individualtourist hat man keinen Anspruch auf Isolation, d.h. Ausschluss anderer Touristen. Da kann man ja mal einen Gang runterschrauben und etwas mehr Gelassenheit zeigen. Also: Genießt Norwegen in vollen Zügen – und lasst andere Leute daran teilhaben.

Gruß
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Christoph » Do, 11. Aug 2016, 17:43

...und als Einheimischer hast Du dann nochmal eine ganz andere Sicht auf die Dinge: Da bist Du nämlich froh, dass die Touristenströme an Orte wie Nordkapp, Lofoten, Geiranger, Preikestolen usw gelenkt werden, denn dann hast Du es dafür an den anderen schönen Plätze ruhiger :-)

Meine Empfehlung, auch wenn ich mir mit der ja eigentlich ins eigene Fleisch schneide: Augen auf bei der Urlaubsortwahl! :-) :-) :-)

Grüsslis...Christoph
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frei interpretiert (erweitert) nach einem Zitat von Dr. Ludwig Ganghofer
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Ronald » Do, 11. Aug 2016, 17:54

... na denn man hin ins Nordland :lol:
Gruß
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Mainline » Do, 11. Aug 2016, 18:56

Hallo Ronald,
im Mai/Juni wird es auf Island so sein, wie Du beschrieben hast. Um die Zeit ist es auch auf den Lofoten nicht so voll.
Mir hat ein Reiseleiter erzählt, dass im Juli pro Tag etwa 8000 Besucher mit dem Flugzeug auf Island eintrafen. Die meisten Leute Reisen mit Mietwagen durch das Land. Also da kommen in drei Wochen schon eine Menge Fahrzeuge zusammen :)

Gruß, Mainline

PS. Ronald: Die Waltour von Hauganes aus, ergibt nach 5 Stunden Suche zwei Zwergwale :cry:
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon Christoph » Do, 11. Aug 2016, 19:35

Ronald hat geschrieben:... na denn man hin ins Nordland :lol:

Velkommen! :-)
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Re: zunehmender Tourismus

Beitragvon buecherwurm » Do, 11. Aug 2016, 21:16

Hallo,

ist das jetzt echt wirklich so krass? (Gut, wenn ich hier lese, dass man wohl auf Grund des Wechselkurses das Reiseland wählt ... :evil: )

Wir waren 2013 (im März), dann 2014 und 2015 (Ende Sept.-Mitte Okt.) abseits der Haupttouristenströme (und bis in den Norden) unterwegs und fanden es fast schon zu leer - für uns eben Norwegen-abseits der Hauptreisezeit-typisch (und wunderschön trotz der Kälte!!!!!).
Für 2017 haben wir uns nach diesem Jahr Pause :cry: mal wieder Sommerurlaub vorgenommen - zwar dann ohne Polarlicht, aber auch die hellen und wärmeren Nächte reizen uns mal wieder und Senja im Sommer ... hmm.
Lieber doch nicht? :shock:

Gruß Astrid
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