Endlich hatten wir den 17. Dezember und es sollte auf Weihnachtsbesuch nach Deutschland gehen. Abends zuvor wahren noch Freunde da um uns zu verabschieden und noch mal drauf hinzuweisen das es in Kristiansand noch glatt sein koennte, also lieber etwas frueher raus. OK die Faehre ging um 8 Uhr morgens, 3 Stunden brauchen wir plus etwas Luft, wir entschieden uns um halb vier loszufahren.
Die Fahrt klappte wieder erwarten gut, war sogar noch Zeit fuer eine kleine Kaffeepause. Super. Das einzige was mir ein wenig sorgen machte war das der Wind aufgefrischt hatte.
In Kristiansand angekommen ging es direkt zum Faehranleger durch den Chek-in und danach in die Autoschlange, brauchten aber nicht lange warten und konnten recht schnell auf die Faehre fahren, danach zu unseren reservierten Restaurantplaetze und weil sich nun ein etwas groesserer Hunger meldete, auf zum Bufet.
Punkt acht Uhr ging die Faehre raus, wir waren bester Stimmung, schnell noch ausgerechnet, abends um acht muessten wir bei unseren Lieben sein.
Als wir dann aus den geschützten Hafen heraus kammen wurde die Nordsee schon ein wenig lebhafter, die Faehre schaukelte etwas. Naja das wird schon, fuehlt sich ja noch ganz gut an, wenns nich schlimmer wird. Eine halbe Stunde spaehter war es dann schlimmer, das Schiff ging auf und ab es wahr schon schwer einigermasen gerade zu gehen, allerdings wollten wir nun auch nichts mehr vom Bufet.
Eine weiter halbe Stunde spaehter hatte das " es wurde noch schlimmer" noch einen drauf gelegt. Ueberall im Schiff klapperte Geschir, jeder versuchte irgenwie halt zu finden, Kinder fingen an vor Panik zu schreien wenn das Schiff wieder tief in die Wellen viel. Das Bordpersonal verteilte hecktisch " Spuktueten " an alle die nun eine oder mehrere brauchten, die die keine wollten bekamen dennoch welche. Letzlich wahr wenig spaehter fast jeder Seekrank. Ueberall Menschen mit Tueten vorm Gesicht, ringsum eine Akustik, die alleine einen schon zum mitmachen beim lustigen Tuetenvollmachen animierte. Dazu immer wieder das tiefe absacken des Schiffes und immer wieder schlug die Gischt oben an die Fenster in sicherlich 15 m Hoehe. Es wurden oefters Autobesitzer zu ihren Fahrzeugen per Durchsage gebeten. Warum konnten wir nicht klaeren, hatten sowas aber vorher auch noch nicht erlebt.
Endlich nach mehr als 3 Stunden konnten wir Daenemark sehen, die See wurde etwas ruhiger und die vielen gruenen Gesichter hellten sich ein wenig auf. Aber da der Wind sehr stark blis hiess es von Kapitaens Seite wir muessen etwas vorm Hafen warten, bis es ruhiger wird. Um kurz nach zwoelf bewiss der Kapitaen das sein Humor mehr als trocken ist und er sagte uns ganz ruhig das wir nun wieder noch Norwegen zurueck fahren, da wir bei den Wind nicht in Hirshals einlaufen koennen. Fassungslosigkeit machte sich breit, keiner konnte glauben was er gerade gehoehrt hatten, viele fragten noch mal nach. Es blieb aber dabei, wir mussten wieder zurueck durch den selben Sturm, wieder ging es auf und ab, dennoch wahren viele nun gefasster. Auch wurden die " Spucktueten" nicht mehr so sehr strapaziert. Zur Entschaedigung durfte jeder vom Mittagsbufet nehmen. Einige nahmen es gerne an, andere lehnten dankend ab.
Wir mussten nun auch Rueckenwind gehabt haben, denn wir wahren in zwei ein viertel Stunden zurueck. In Kristiansand angekommen, jetz ein zweites mal, konnten wir waehlen, umbuchen auf einen anderen freien Tag, oder mit der Faehre abends um sechs noch einmal unser Glueck versuchen. Wir versuchten es noch einmal um sechs. Also von der Fahre runterfahren, einmal ums Zollgebaeude, wieder einchecken und in die Schlange anstellen. Zwischenzeitlich, waehrend wir warteten das wir borden konnten wurde das Schiff von oben bis unten gereinigt. Es ist doch einiges neben die Tueten gegangen und es hatte auf den ganzen Schiff nach Erbrochendes gerochen. Halb sechs, endlich konnten wir borden, wir hatten aus Sicherheitsgruenden und um ein wenig schlafen zu koennen noch mal extra Plaetze gebucht. Kurz nach den borden schaukelten wir wieder Richtung Hirshals, allerdings langsammer als noch am Morgen und dadurch wohl auch einiges ruhiger. Auf jeden Fall sahen wir nun niemand mehr mit "Spucktuete". Kurz vor Daenemark wurde das Schiff immer langsammer, um zehn Uhr waren wir immer noch nicht eingelaufen, dann die Durchsage es wird nich vor zwoelf Uhr nachts etwas mit den Anlegen der Wind ist immer noch zu stark. Um zwoelf die naechste Durchsage, es dauert noch einmal eine Stunde. Dann aber war es endlich soweit wir legten an, wir konnten es kaum glauben, alle liefen zu ihren Autos nach der Ansage und nun wahren wir im Auto und warteten darauf das wir endlich runter fahren konnten. Es dauerte eine Ewigkeit, aber dann rollte unsere Schlange los, wir fuhren, endlich, aus den Bauch des Schiffes, jetz ging es endlich Richtung Deutschland. Doch kaum wahren wir aus den Schiff, fuhren wir in 20 cm Neuschnee. Der sollte uns nun noch die ganzen 800 Kilometer begleiten. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ausgerechnet hatten wir, das wir Donnerstagabends um acht Uhr in Deutschland bei unseren Lieben ankommen wollten. Angekommen sind wir Freitagmorgens um zehn Uhr.
Unser Fazit, waehre die Faehrfahrt normal verlaufen, wuerden wir uns schon in zwei Wochen nicht mehr daran erinnern, nun haben wir etwas was wir unseren Enkeln noch erzaehlen koennen.
Bis dahin Mark



