Zurückwandern

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Re: Zurückwandern

Beitragvon filzlaus » Sa, 28. Aug 2010, 14:50

Dirk i norge hat geschrieben:
filzlaus hat geschrieben:Man sollte Wikipedia einstweilen nicht so ernst nehmen. :wink:

Dich aber auch nicht.
Was ist dein Problem ?

Die Aussage ist ein bißchen weit an den Haaren herbei gezogen. Es redet sich schnell von Klimaerwärmung, wenn es um bestimmte Wetterunbilden geht. Der angegebene Link von Wikipedia brachte ja dann nicht wirklich eine Erklärung. Also, vielleicht magst du mir ja hier schreiben, wo in Norwegen zu beobachten ist, dass es auf Grund der Klimaerwärmung in den letzten Jahren viel mehr geregnet hat und das auch künftig mehr regnen wird.

Ist das etwas Neues, daß es in bestimmten Regionen in Norwegen mehr regnet ?

Nein, aber das tut es auch in Deutschland und Indien.

Ich finde Ulrikes Beispiel sehr gut.
Brauchst du auch einen Link zu einer Erklärung die aussagt, daß es in der Sahara warm ist ?
:roll:
Vielleicht brauchst du ja keinen Link und kannst es mir so erklären. ;)
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Ulrike44 » Sa, 28. Aug 2010, 15:06

Jetzt wollen wir nicht aufs Neue die Diskussion aufleben lassen, ob es eine Klimakatastrophe gibt oder nicht. Filzlaus und ich haben absolut gegensätzliche Einschätzungen über die Ursachen der weltweiten Katastrophen der letzten Zeit - und dabei wollen wir es jetzt auch belassen.
Bleiben wir also beim Thema "Zurückwandern".
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Karsten » Sa, 28. Aug 2010, 15:07

Was soll dieser Themenumschwung?
Hier geht es ums Zurückwandern und nicht, ob es mehr regnet aufgrund einer Klimaerwärmung. Diskutiert dies bitte woanders!
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Ulrike44 » Sa, 28. Aug 2010, 15:15

Karsten hat geschrieben:Was soll dieser Themenumschwung?
Hier geht es ums Zurückwandern und nicht, ob es mehr regnet aufgrund einer Klimaerwärmung. Diskutiert dies bitte woanders!

:twisted:
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Kasi » Di, 10. Mai 2011, 14:52

Hei,
um noch mal kurz dieses Thema aufzuwärmen: Wir sind zwar noch in N, die Planung für einen Rückumzug nach D werden aber immer konkreter.
Ich habe schon ein paar Bewerbungen losgeschickt und bin sehr positiv überrascht über teilweise unglaublich freundliche und verbindliche Antworten. Bei einem dachte ich: "Mensch, der muss Norweger sein, so herzlich ist doch kein Deutscher." War dann wohl doch ein Deutscher.
Entweder hatte ich früher in D bei meinen Bewerbungen ein schlechtes Händchen, oder die Zeitungen haben Recht und die deutschen Arbeitgeber fangen wirklich an umzudenken, weil sie merken dass Arbeitnehmer nicht mehr so im Hunderterpack auf der Strasse rumliegen.
Wie auch immer bin ich gespannt, ob wir den Umzug zurück nach D hinbekommen, oder in einem Jahr wieder winselnd an den Toren Norwegens kratzen :D
Grüsse aus dem überraschend warmen und sonnigen Westland.
kasi
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Morfie » Di, 10. Mai 2011, 15:33

Hallo Kasi,

da bin ich wirklich gespannt, wie es euch ergehen wird. Geht es in die alte Heimat oder fangt ihr woanders in Deutschland neu an?

Halt uns mal auf dem Laufenden, wie es euch so weiter ergeht.

Viele Grüße aus der Wärme, 80km südlich von dir :wink: .

Kirsten
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Bergmax » Mi, 18. Mai 2011, 15:48

Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt auszuwandern aber genau die beschriebenen Problematiken schrecken mich ehrlich gesagt ab. Ich habe schon mal für längere Zeit im Uasland (PAris) gelebt und obwohl esmir sehr gefallen hat udn ich viele Leute kannte und mich unbedingt anpassen wollte, bin ich Gast geblieben. Und zu den Franzosen selber hatte ich auch am wenisten Kontakt. IM Gegenteil sämtliche Klischees wurden im Hand undrehen erfüllt: Ausländer waren unter sich, am liebsten sortiert nach Länder oder wenigstens Kontinent. Und ich habe auch Freunde, die es in Norwegen probiert haben aber wieder zurückgekommen sind. Sie wollen jetzt aber nach Australien. Wahrscheinlich kann man gar nicht mehr anders wenn einen einma das Reisefier/ Fernweh gepackt hat und man von Deutschland genug hat. ich für meinen Teil werde wohl lieber in Dtl bleiben und dafür Norwegen als Gast in vollen Zügen genießen!
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Re: Zurückwandern

Beitragvon electribus » Fr, 20. Mai 2011, 23:26

Kasi hat geschrieben:Hei Michl,
och, so richtig passiert ist nix. Wie gesagt "spielen wir auch nur mit dem Gedanken", da wir beide zeitgleich gekündigt haben und uns etwas Neues suchen müssen. Wir wohnen jetzt seit 4 Jahren in Norwegen und für mich stand nach einer Weile fest, das ich nicht für immer in Norwegen bleiben will.
Ich denke die Hauptgründe für mich sind, dass ich meine Freunde und Familie in D vermisse, dass ich "Heimweh" habe (nach Sommerabenden, nach Kaffeestückchen beim Bäcker, nach Gemüse und Obst das nicht eingeschweisst und merkwürdig schlaff ist, nach Ausflugslokalen, zum Beispiel) und dass ich wirklich gruselige Erfahrungen mit dem norwegischen Gesundheitssystem gemacht habe.
Ich würde sicher die sehr entspannten Norweger vermissen, die ja niemals hupen oder einen grundlos an motzen würden und die immer noch etwas Gutes über das Wetter ("es regnet ja nur leicht") und das Essen zu sagen haben, aber so ist das halt.
Eine Sache ist da nur auch noch, ich mag auch nicht mehr "der ewige Ausländer sein". Es stört mich, dass ich von bestimmten Dingen keine Ahnung habe oder sie nur mühsam verstehe (Behördenabläufe, Steuern, Anträge), dass ich die Sprache niemals perfekt sprechen werde, weil wir zu Hause deutsch sprechen und dass ich immer das Gefühl habe, mich extra ordentlich verhalten zu müssen, weil ich hier nur Gast bin, dass hat sich in den 4 Jahren auch nicht geändert.
So, das war jetzt eine sehr ausführliche Antwort,
Grüsse kasi


Darf ich fragen warum du damals nach Norwegen gegangen bist?

Ja im Punkt Gesundheitssystem und unter anderem auch dem Straßenbau kann ich dich voll und ganz verstehen. Dafür das Norwegen mit eins der reichsten Länder in der Welt ist, ist das was die dem Volk in dieser Hinsich anbieten eine Schande. In so mancher Hinsich hat der norwegische Staat wirklich eine schlechte Ökonimie Gelder intelligent einzusetzten und das wissen viele Norweger auch.

Was ich jedoch überhaupt nicht verstehe ist "der ewige Ausländer sein". Also das Wort "Ausländer" ist für meine Begriffe schon längst überholt und gehört durchgestrichen. Wir leben in einer Welt, wo Golbalisierung und Kulturverschmischung gang und gebe ist. Macht es überhaupt noch Sinn eine Grenze zwischen 2 Menschen zu ziehen, bloß weil sie in 2 verschiedenen Systemen geboren sind? Nicht wirklich. Es macht auch keinen Sinn einen Menschen der nicht in Deutschland geboren ist und in Deutschland lebt als Ausländer zu bezeichnen. Das sind einfach nur Menschen, die ihr Leben in Deutschland leben.

Sicher muss man viele Dinge neu lernen, wenn man neu ist in einem Land. Aber genau das ist die Aufgabe/Herausforderung des jenigen, der seinen Lebensstandpunkt in ein anderes Land verlegt. Das weiss man aber vorher und wenn man sich das Ziel setzt dies zu schaffen, dann schafft man das auch. Es gibt aber auch Menschen, die mit ihrer Vergangenheit nicht abgeschlossen haben und nicht als freier Mensch in dieser Welt leben können und dann mit ihrer Gegenwart und Zukunft in Konflikt kommen.

Ich kann das mit dir nicht wirklich teilen, bin auch 4 Jahre in Norwegen und erlebe genau das Gegenteil. Das musst du für dich auf jeden Fall nicht negativ auffassen. Es gibt immer Dinge, die später nicht so sind wie man sie sich vielleicht erhofft hat. Auf jeden Fall bist du um eine Lebenserfahrung reicher, egal wohin du gehen wirst!
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Kasi » Mo, 23. Mai 2011, 13:37

Hei electribus,
ich bin nach Norwegen gegangen, weil ich nach dem Studium gar nicht ortsgebunden war und Lust hatte eine Weile im Ausland zu arbeiten (es ist ja dann auch schon eine ganz schön lange Weile geworden). Wie gesagt, ich wollte nie "auswandern".
Das mit dem ewigen Ausländer war halt meine Empfindung und hat sich interessanterweise im letzten Jahr auch ein wenig geändert. Ich hatte 4 Jahre lang eine Stelle mit den aller nettesten und tollsten Kollegen, von denen die meisten aber Norweger waren und es wurde fast täglich kommentiert, dass ich ja Ausländerin sei. Sei es, was ich zum lunsj mit dabei hatte, ein Wort nicht wusste, was auch immer. Jetzt habe ich eine andere Stelle, vermisse meine alten Kollegen schmerzlich und fühle mich aber viel weniger "ausländisch", weil keiner mehr irgendwas kommentiert.
Ausserdem meine ich den ewigen Ausländer so, dass ich ja die fast 30 Jahre deutsche Sozialisation habe, bevor ich nach Norwegen kam und das jeden Tag aufs Neue merke. Sobald ich im Urlaub in D bin, bin ich viel entspannter, weil ich in jeder Situation weiss wie ich mich zu verhalten habe. Ich verstehe Satzfetzen, ich verstehe Ironie usw. Und das fällt mir hier trotz allem noch sehr, sehr schwer. Ich war mal wieder völlig fasziniert am 17. Mai, als ich für eine Viertelstunde zum 17. Mai-Umzug gegangen bin und mal wieder da stand und dachte "WIESO????" Ich fand es weder lustig noch schön, noch interessant und mir ging es nicht in den Kopf, warum alle diese Menschen um mich herum das offenbar toll fanden.
Ich bereue, wie gesagt, auch gar nicht hier zu sein und bin Norwegen dankbar dafür, dass ich es darf. Und ich werde viel vermissen und es war eine tolle Erfahrung.

Grüsse, kasi
Kasi
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Tammo » Mo, 23. Mai 2011, 19:00

Hei Kasi,

vielen Dank für deine Beiträge... du hast mir "aus der Seele" gesprochen!!

Trotz´, dass ich alle von dir angesprochenen Dinge gleich oder ähnlich empfinde haben wir uns entschlossen hier zu bleiben. Das mag vor allem am Alter liegen oder aber daran, dass wir für unsere Kinder hier in Norwegen eine bessere Zukunft sehen. Sie sind hier aufgewachsen und kennen die von dir beschriebenen Unterschiede (in oder aus D) eigentlich nicht!
Zum anderen muss ich sagen, dass Norwegen uns eine Zukunft bietet, von der wir in Deutschland nur geträumt hätten - wir konnten uns ein Haus kaufen und ich habe einen Job, in dem ich trotz fehlendem Diplom (Ing.) als ein solcher bezahlt werde...

Auf jeden Fall wünsche ich dir/euch witerhin viel Glück... und ihr seid sicher um eine "schöne" Erfahrung reicher!!

Grüße
Tammo
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Schnettel » Mo, 23. Mai 2011, 20:52

Kasi hat geschrieben:...Lust hatte eine Weile im Ausland zu arbeiten... Wie gesagt, ich wollte nie "auswandern".
Ich sehe mich auch nicht als "Auswanderer" - sondern eher als "in ein anderes Land umgezogen". ;-)
Wenn man in ein anderes Land geht, wird man wohl immer irgendwie "anders" sein. Aber so geht es einem wahrscheinlich auch, wenn man von Rostock nach Saarbruecken zieht oder von Hamburg nach Zittau. ;-)
Ich kann eure Beispiele mit dem "ewigen Auslænder" durchaus nachvollziehen.
Uns allerdings størt es nun ueberhaupt nicht, "anders" als die Norweger zu sein.
Wir fuehlen uns deswegen auch nicht ausgeschlossen oder so. Im Gegenteil.
Ein kleines Beispiel: Mein Mann ist zum 17. Mai mit dem Modell-Heli, mehreren Kilos Bonbons und ner Norwegen-Flagge in die Luft gestiegen. Die kleinen (und grossen) Kinder fanden diese Aktion supertoll und wollen das auch næchstes Jahr wieder haben. Auch, wenn wir selbst nun keine Norweger sind, so versuchen wir, wo immer es geht, uns zu integrieren und etwas im "samfunn" beizutragen. Das macht das "Anderssein" angenehm.
Aber nicht jeder fuehlt sich eben so wohl. Das ist nun mal so.
Und ich wage auch zu behaupten, dass dies (so wie in Deutschland selbst auch) regional - und auch zwischen Dorf und Stadt - unterschiedlich ist, wie lange man als "Zugezogener" fremd oder zumindest "anders" ist.

Kasi, ich verfolge eure Erlebnisse hier auch mit grossem Interesse und bin gespannt, wie es bei euch weiter geht.
Auf jeden Fall wuensche ich euch viel Glueck mit dem, was ihr euch vor nehmt.
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Kasi » Mo, 14. Mai 2012, 22:41

Huhu,
jetzt wollte ich doch noch kurz mal piepen:
jetzt wohnen wir seit einiger Zeit wieder in Deutschland und es ist wunderschön. Ich mache all die Dinge, von denen ich 2007 mal so wehmütig geschwärmt habe: Rundwanderwege wandern, in Ausflugslokale einkehren, in der Sonne eine Wiese lang radeln ohne von einer Windböe vom Fahrrad geschmissen zu werden......Und so weiter.
Es war erstaunlich einfach wieder hier zu sein, fast so als sei man nie weg gewesen. Arbeit macht auch total Spass und ist viel weniger "gruselig- deutsch, stressig und unmenschlich" als befürchtet. Eher norwegische Verhältnisse.
Tja, ich muss jetzt nur noch gucken, dass ich mir 1 -2 Norweger finde um die Sprache nicht komplett zu verlieren. Habe schon eine kennengelernt, die ein paar Jahre in N gelebt hat und Geldbörsen aus den Tine Milchflaschen gebastelt und verkauft hat und mir eine geschenkt hat. :D

Ansonsten schicke ich euch 18 Grad warme und sonnige Grüsse aus Deutschland :D :D :D :D :D

kasi
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Schnettel » Mo, 14. Mai 2012, 23:20

Hei Kasi.
Schøn, dass das so unproblematisch geklappt hat.
Hoffentlich bleibt die Gelassenheit auch so.....
Ja, das mit den Ausflugslokalen und Biergærten nutzen wir dann in unseren Ferien ausgiebig. Das reicht uns dann auch. (Wir tingeln ja ueber's Jahr so an die 8-9 Wochen umher....)
Hier gehen wir zwar auch øfter mal weg, aber das ist trotzdem was anderes...
Na, und Wind haben wir hier eh kaum. ;-)
Bei uns ist es nach wie vor so, dass wir zwar gern immer wieder nach Dtl. oder Østerreich in die Ferien fahren (kommen durch das Hobby eh viel rum), aber wir freuen uns jedes Mal, auch wieder nach Hause zu kommen.
So lange das so ist - egal, wo "zu Hause" ist, fuehlt es sich doch richtig an, oder?
Na dann viel Glueck weiterhin!
Und viele Gruesse aus dem hohen Norden mit erstaunlichen 9 Grad Plus und blauem Himmel (jaaaa, um diese Zeit ;-))
:winkewinke:
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Hubi59 » Di, 15. Mai 2012, 8:25

Kasi hat geschrieben:Huhu,
jetzt wohnen wir seit einiger Zeit wieder in Deutschland und es ist wunderschön.


Hei Kasi
Hab mir grad mal deine alten Beitræge angeschaut, ich hab nicht einen gefunden wo du schreibst z.B. "es ist wunderschøn in N, oder genau das haben wir gesucht". Ich hab das gefunden

Zitat Kasi am 07.10. 2007 in "Negativ in Norwegen ist"

es gibt keine Sauna (ausser in Hotels)
- es gibt keine ordentlichen Cafés (in den kleineren Orten)
- ES GIBT KEINE AUSFLUGSLOKALE
- die Wanderwege sind immer so wässrig
- essen gehen und Zug fahren ist zu teuer
- es gibt keine Bioläden, Bioprodukte im Supermarkt sind gut, aber leider ist da nie Fleisch in Bioform vorhanden

hmm, ich komme gerade nicht auf mehr, aber das sind meine Schmerzpunkte


oder das ebenfalls am 07.10.07
Also nachdem ich noch eine Weile darüber nachgedacht habe (und mal wieder eine sehr nasse Wanderung hinter mir habe) muss ich noch hinzufügen:

- schlechte Zeitungen
- das norwegische Hobby des ewigen understatement
- den gräßlichen, gräßlichen Kuchen den man ständig vorgesetzt bekommt
- die Ladenöffnungszeiten von Nicht-Supermärkten
- die Tatsache, dass man sich auf Parties eigentlich nur total zusaufen kann, weil sie sonst unerträglich sind, aber jeder Norweger so tut als sei kiffen eine Mischung aus Heroin und Satanskult
- das Norweger einen NIE verbessern, wenn man etwas falsch auf norwegisch sagt, sondern immer sagen, schon gut, ich verstehe dich schon (ist ja total nett gemeint, aber hilft so gar nicht)
- und last but not least, dass die Norweger zwar schrecklich nett sind, aber so schüchtern gegenüber Abendessen-Einladungen. Das scheint ja schon so etwas ähnliches wie die Einwilligung zur Blutsbruderschaft zu sein hier


Ich denke Kasi deine Rueckkehr wahr 5 Jahre zu spæt, ich freu mich fuer dich das du nun "deinen" Platz zum Leben gefunden hast, schade das wir uns nicht mal kennen gelernt haben, ich glaub du hast nicht so weit weg von mir gewohnt.
Gruss Hubi
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Re: Zurückwandern

Beitragvon Schnettel » Di, 15. Mai 2012, 9:28

Naja, Kasi wollte ja eigentlich auch nie wirklich "richtig" auswandern, wie man in anderen Beitrægen lesen kann. Sondern einfach was anderes ausprobieren.
Dass einen hier und da Verschiedenes størt, ist ja normal. Und die Dinge, die einen støren, sind ja auch von Person zu Person unterschiedlich und - wie ich ueber die Jahre feststellen konnte - auch oft regional abhængig.
2 der "Schmerzpunkte" kønnte ich unterschreiben, wobei das dann bei mir auch keine wirklichen Schmerzpunkte sind. Die anderen treffen bei mir entweder gar nicht zu oder sind fuer mich nicht relevant.
Von daher - jedes Erleben ist unterschiedlich.
Und dann nicht gleich 'aufgrund der Schmerzpunkte' abzuhauen, sondern erstmal zu schauen, ob man sich arrangieren kann und die positiven Dinge fuer einen selbst vielleicht ueberwiegen, ist ja nicht falsch.
Der eine 'sucht' halt ein biss'l længer als der andere. :-)
So zu kommen und zu gehen ist allemal reflektierter und besser, als bei manchen, die wir im Forum lesen durften, die erst ueber Deutschland hergezogen sind, wie mies doch alles war und ist und endlich ins gelobte Land kommen, wo alles rosarot ist. 2 Jahre spæter, nachdem sie auch in Norwegen gescheitert waren, das gleiche Spielchen umgekehrt. Solche Leute werden wohl nie irgendwo gluecklich.
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