Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

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Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon Cobalt » Mo, 30. Okt 2017, 17:19

Hallo,
Anfang nächstes Jahr geht es bei mir für längere Zeit nach Norwegen. Fängt an mit einem Arbeitsaufenthalt in einem Reitstall (kein richtiger Job, nur so Art Work & Travel). Das soll aber nur Einstieg zur Arbeitssuche sein. Will halt erst mal Kontakte knüpfen, Lage vor Ort beschnuppern, etc...

Da der Wechselkurs Euro->norw. Krone z.Zt. günstig ist, will ich schon mal eine Summe im unteren fünfstelligen Bereich in norwegische Kronen wechseln und vor Ort als Tagesgeld, oder maximal für ein Jahr als Festgeld anlegen.

Wo kann ich von Deutschland aus am günstigsten, also mit möglichst geringen Wechselgebühren Euro in nor. Kronen wechseln? Sind die Gebühren für den Geldwechsel in Norwegen niedriger als hier in der BRD? Dann würde ich gfs. erst ein Konto in Norwegen eröffnen.
Womit ich gleich bei der zweiten Frage bin: kann ich von Deutschland aus überhaupt ohne allzu großen Aufwand ein Girokonto (zum Geld wechseln) und/oder ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto in Norwegen eröffnen?
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon woistderelch » Mo, 30. Okt 2017, 20:16

Ich habe im Urlaub NOK immer direkt am Automaten abgehoben. Ist billiger als in einer Filiale das Geld direkt zu wechseln.
Du willst mehr als 10.000€ in bar mitnehmen? Mehr darf man doch garnicht aus der EU rausbringen. Zoll!

Zwecks Konten in Norge kann ich dir nicht helfen.
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon Soph » Mo, 30. Okt 2017, 20:48

Hallo!

Ich hatte schon mal dahingehend recherchiert. Ein skandinavisches Girokonto wirst du nur mit einer Personennummer bekommen. Selbst die neumodischen Smartphone-Banken verlangen diese Nummer. Dein Work & Travel ist daher ein cleverer Ansatz, finde ich. ;)

Beste Grüße!
Soph
 
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon ChristianAC » Mo, 30. Okt 2017, 22:41

Moin

Definiere mal "länger".

Wie gedenkst du dich zu versichern? Bzw steuerlich anzumelden?

Mvh

Christian
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon Cobalt » Mo, 30. Okt 2017, 23:47

ChristianAC hat geschrieben:Definiere mal "länger".

Wie gedenkst du dich zu versichern? Bzw steuerlich anzumelden?

"Länger" heißt für den Fall, daß ich eine halbwegs akzeptabel bezahlte und solide Arbeitsstelle finde, mehrere Jahre bis unbegrenzt. Gelingt es mir innerhalb von ca. zwei Jahren nicht dort beruflich zumindest ansatzweise Fuß zu fassen, dann versuche ich es vlt. in Kanada. Meine Motivation Deutschland zu verlassen ist ein ganz anderes Thema.
Aber auch in letzterem Falle denke ich, ist Norwegen mit der norwegischen Krone doch eigentlich "noch" relativ gut bzw. zumindest als der Euro geeignet, um eine eiserne Reserve von ca. 30.000€ einigermaßen geschützt vor allzu großen Kursverlusten zu parken, oder?
Ich dachte erst an ein einfaches Währungskonto bei einer deutschen Bank, aber in Norwegen sind nun mal die Tauschgebühren wesentlich günstiger. Daher mein Gedanke aufgrund des aktuell günstigen Kurses möglichst rasch von hier aus ein Konto an einer norwegischen Bank mit günstigen Umtauschkonditionen zu eröffnen, Betrag in Euro überweisen und von der betr. Bank dann umtauschen lassen.

Hatte Ende letzten Jahres eigentl. geplant den Aufenthalt schon in diesem Spätsommer zu beginnen. Aber nun kommt mir eine drängende, sehr komplizierte Zahnimplantatversorgung dazwischen. Wenn ich Pech habe, verzögert sich mein Vorhaben um ein ganzes Jahr. Aber ich vermute mal, Implantatversorgungen wären in Norwegen wesentlich teurer als hierzulande, oder irre ich mich da? Wobei ich da bedingt durch die Arbeitssuche auch damit rechnen müsste, öfters den Wohnort wechseln zu müssen. Schlechte Voraussetzungen also, für eine langwierige Implantatbehandlung.

Wie dem auch sei, der Euro steht gegenüber der nor. Krone nun mal gerade jetzt wieder günstig da. Wer weiß, wie es nächstes Jahr aussieht.
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon ChristianAC » Di, 31. Okt 2017, 9:31

Moin

Bevor du deine Energie zu sehr in Wechselgebühren aufreibst, solltest du dich erstmal um die Aufenthaltsbedingungen
in Norwegen informieren.

I. 3 Monate kannst du dich so aufhalten, arbeitssuchend bis zu 6 Monate arbeitssuchend. Danach musst du eine Finanzierungsgrundlage nachweisen.

II. Finanzierungsgrundlage ist entweder ein ausreichend bezahlter Job oder eigene finanzielle Mittel. Hier wird ein
Minimum von 2G (G=Grunnbeløpet) verlangt, damit du dich im Sozial-/Krankensystem anmeldest. 1G entspricht aktuell
93634kr im Jahr. Also 2G = 187268kr. Das is in Norwegen zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel, aber halt das
gesetzliche Minimum, um in Norwegen bleiben zu dürfen. Dieser Satz wird jeweils zum 01.Mai des laufenden Jahres
angepasst. Rechne also damit, dass ohne echte Einkünfte in Norwegen sich deine eisene Reserve innerhalb kürzester
Zeit in Luft auflösen wird.

Quelle: https://www.nav.no/no/NAV+og+samfunn/Ko ... 1.mai-2017
Mvh

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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon trd » Di, 31. Okt 2017, 12:16

Soph hat geschrieben:Hallo!

Ich hatte schon mal dahingehend recherchiert. Ein skandinavisches Girokonto wirst du nur mit einer Personennummer bekommen. Selbst die neumodischen Smartphone-Banken verlangen diese Nummer.

Evtl. reicht auch eine D-Nummer? Ich hatte über viele Jahre eine D-Nummer. Das hat damals die Bank für mich organisiert. Wohnsitz war da auch noch in Deutschland.

Cobalt hat geschrieben:Hallo,Wo kann ich von Deutschland aus am günstigsten, also mit möglichst geringen Wechselgebühren Euro in nor. Kronen wechseln? Sind die Gebühren für den Geldwechsel in Norwegen niedriger als hier in der BRD? Dann würde ich gfs. erst ein Konto in Norwegen eröffnen.

Der günstigste Weg ist die Überweisung von einem deutschen Konto auf ein norwegisches Konto. Da zahle ich aktuell ca. 40 NOK bei 10.000 Euro.
Wenn Du kein Konto hast/ eröffnen kannst (s.o.), hast Du vielleicht Freunde (denen Du vertraust!) in Norwegen. Denen könntest Du das Geld überweisen und eine Zweitkarte für das Konto bekommen.
Ob sich das alles lohnt, wirst Du aber erst in einem Jahr wissen. Die letzten 2 Jahre war die Krone nicht gerade volatil und immer über 1:9

woistderelch hat geschrieben:Du willst mehr als 10.000€ in bar mitnehmen? Mehr darf man doch garnicht aus der EU rausbringen. Zoll!

falsch! Wenn mehr als 10.000 Euro in bar dabei hast, musst Du es nur anmelden (und ggflls. die Herkunft nachweisen). Mitnehmen kannst Du soviel Du willst.
Nach Norwegen importieren ohne Anmeldung darfst Du allerdings nur ca. 3.000 Euro. Alles darüber musst Du anmelden und die Herkunft nachweisen.
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon Cobalt » Di, 31. Okt 2017, 15:50

trd hat geschrieben:Der günstigste Weg ist die Überweisung von einem deutschen Konto auf ein norwegisches Konto. Da zahle ich aktuell ca. 40 NOK bei 10.000 Euro.
Wenn Du kein Konto hast/ eröffnen kannst (s.o.), hast Du vielleicht Freunde (denen Du vertraust!) in Norwegen. Denen könntest Du das Geld überweisen und eine Zweitkarte für das Konto bekommen.
Ob sich das alles lohnt, wirst Du aber erst in einem Jahr wissen. Die letzten 2 Jahre war die Krone nicht gerade volatil und immer über 1:9

Genau so, also bequeme Überweisung auf ein norwegisches Konto, stelle ich mir das auch vor. Wobei ich dann, je nachdem, welche Bank a) den günstigsten Wechselkurs und b) die höchsten bzw. "am wenigsten niedrigen" Zinsen auf Tagesgeld oder Festgeld für 12 Monate zahlt, evtl. auch zwei Konten erföffnen würde. Falls es denn nun von Deutschland aus überhaupt möglich ist und sich der Aufwand unterm Strich lohnt.

Zum eigentlichen Grund für die Eile, dem aktuell hohen Kurs des Euros gegenüber der nor. Krone: "offiziell" heißt es ja immer, die nor. Krone sei unterbewertet und langfristig würde der Kurs sich wieder bei unter 9 Kronen/Euro einpendeln. Gut, trotz steigendem Ölpreis (der Brent seit dem Tief Januar 2016 verdoppelt!) ist das seltsamerweise aktuell noch nicht der Fall. Keine Ahnung, woran das derzeit liegt.

ChristianAC hat geschrieben:Rechne also damit, dass ohne echte Einkünfte in Norwegen sich deine eisene Reserve innerhalb kürzester Zeit in Luft auflösen wird.

Deshalb auch mein Plan, mich als notfalls erstmal über diese mehr oder weniger praktikaartigen Work & Travel- Beschäftigungen als billiger Teilzeitarbeitsnomade im Land aufzuhalten, so daß zwar nicht sofort ein Einkommen vorhanden ist, aber zumindest nur minimale Lebenshaltungskosten anfallen. Und natürlich, um Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Längere Zeiten der Beschäftigungslosigkeit will ich auf Teufel komm raus vermeiden oder ich würde dann temporär wieder zurück nach Deutschland fahren, bis ich - sofern sich keine bezahlte Arbeit findet, wenigstens die nächste Work & Travel-Beschäftigung gefunden habe.
Zum einen wegen der hohen Lebenshaltungskosten und zum anderen wären Zeiten ohne jede Form von Beschäftigung verlorene Zeiten, da ich davon ausgehe nur über Arbeit soziale Kontakte knüpfen zu können. Und ohne persönliche Beziehungen rechne ich mir auf dem norwegischen Arbeitsmarkt abgesehen von befristeten niederen Jobs kaum Chancen aus, da mein beruflicher Lebenslauf durch viele fachfremde Jobs und v.a. Zeitarbeit ruiniert ist.

Das ganze Vorhaben erfolgt also stets mit "einem Bein in Deutschland". Meine begrenzten finanziellen Reserven will ich dort auf keinen Fall verbrennen.

Ich bin Freizeitreiter und habe mir deshalb kleine bis mittlere Reiterhöfe für die Arbeitsaufenthalte ausgesucht, um dort hoffentlich Leute kennenzulernen, die ähnlich gestrickt sind wie ich, mit denen ich Interessen teile. Das ist ja eine wichtige Voraussetzung, um engere Kontakte zu knüpfen und vielleicht dann über Beziehungen Arbeit oder zumindest den ein oder anderen "Job" zu finden.
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon ChristianAC » Di, 31. Okt 2017, 16:01

Moin

Nur so zur Info....bei meiner kleinen Kalkulation waren Lebenshaltungskosten noch nicht mit einbezogen, dh.
du schaffst es schon so.....ohne Lebenshaltungskosten.....deine finanziellen Reserven zu verbrennen.

Schneller als du glaubst.

Mvh

Christian
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon Cobalt » Di, 31. Okt 2017, 16:30

ChristianAC hat geschrieben:Moin

Nur so zur Info....bei meiner kleinen Kalkulation waren Lebenshaltungskosten noch nicht mit einbezogen, dh.
du schaffst es schon so.....ohne Lebenshaltungskosten.....deine finanziellen Reserven zu verbrennen.

Keine Ahnung, was damit jetzt gemeint ist. Ich hatte es so verstanden, daß man diese Summe als "Reserve" nachweisen muss, damit man im Falle von Arbeitslosigkeit nicht dem norwegischen Sozialsystem zur Last fällt.
Wo sollen außer Lebenshaltungskosten sonst noch Kosten anfallen? Als Krankenversicherung werde ich, solange ich keine sozialversicherungspflichtige Arbeit finde, also voraussichtlich wärend der wechselnden Work & Travel-Beschäftigungen, die ja nicht als reguläre Arbeit gehandhabt werden, eine Reisekrankenversicherung abschließen.
Und länger als 6 Monate arbeitssuchend am Stück, werde ich mich in Norwegen auf keinen Fall aufhalten.
Wenn ich zwischendurch mal gar keine Beschäftigung habe, also auch kein Work & Travel, habe ich eigentlich nicht vor mehr als zwei beschäftigungslose Monate im Land zu überbrücken. Dazu sind mir die Lebenshaltungskosten dann doch zu hoch.

Wie gesagt, Arbeitssuche plane ich immer nur parallel zu einer Work & Travel-Beschäftigung. Sonst wird mir der Spaß zu teuer. Meine Aussichten dort beruflich eine stabile Existenz aufzubauen sind mir zu unsicher, als daß ich bereit wäre da Verluste im höheren vierstelligen Bereich hinzunehmen, und ich glaube sonst würde ich dort als Landesfremder mangels Kontakten nur in Depressionen versinken.
Das ganze soll erstmal ein "Fühler ausstrecken" unter minimalem finanziellen Einsatz und entsprechend zeitlich begrenzt.

********
OFF-TOPIC:
Ich war hier in Deutschland längere Zeit unter äußerst belastender gesundheitlicher Einschränkung arbeitslos, hatte aber keinen ALG1-Anspruch. Und aufgrund von Grundstücksvermögen wurde mir, trotz nachweislicher (erfolgloser) Versuche dieses zu verkaufen, auch ALG2 verweigert, selbst als reines Darlehen. Letzteres war zwar rechtswidrig, aber bis ich einen positiven Bescheid vom Sozialgericht erhielt, hatte ich meinen Krankenversicherungsschutz verloren (Umwandlung in "ruhende Mitgliedschaft" ohne Leistungen, musste später trotz Einstellung der Leistungen die fehlenden Beitragsmonate nachzahlen, um wieder in die gesetzliche zu kommen) und es drohte die Wohnungskündigung wegen Mietschulden. Ich will hier nicht erzählen, wie ich im Jobcenter behandelt wurde, sonst verläuft der ganze Faden im Off-Topic. Nur soviel: ehe ich noch einmal einen Fuß in einen Jobcenter setze, springe ich von einer Talbrücke.
**********
Meine finanzielle Reserve betrachte ich daher als existentielle Lebensversicherung. Es sind rund 40.000€. Das ist bei Arbeitslosigkeit ruckzuck weg. Deshalb darf eine Arbeitssuche in Norwegen für mich nur unter minimalem finanziellen Einsatz erfolgen! Sie muß sich weitestgehend selbst tragen und wenn es durch mies bezahlte Leiharbeit der untersten Sorte ist. In Zeitarbeit, Dimensionen unter meiner ursprüngl. Qualifikation, hänge ich hierzulande zur Zeit ja auch fest. Es wäre also zumindest kein sozialer Abstieg für mich, wenn sich in Norwegen erstmal auch nichts anderes findet als mies bezahlte Helfertätigkeiten.
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon ChristianAC » Di, 31. Okt 2017, 17:04

Moin

Dh. dass du von den geforderten Finanzen aktiv Steuern
und Beträge zum norwegischen Krankensystem zahlen
darfst, die dir monatlich abgezogen werden.
Einfach nur nachweisen....da liegen due Gelder....wird
es nicht tun. Deine Finanzen werden jeden Monat aktiv
schmelzen. Und jedes Jahr auf's Neue musst du
nachweisen, dass du die geforderten 2G noch hast.

Mit Work& Travel kommt da ja kein Geld wieder dazu.
Dh. im Umkehrschluss. Fällt dein Vermögen unter die
2G verlierst du den Status in Norwegen bleiben zu
dürfen. Es ist also so, dass wenn du von deinen
40.000,- die ersten 20.000,- verbraucht hast, dann
ist Schluss mit lustig.

Mvh

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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon Cobalt » Di, 31. Okt 2017, 21:11

ChristianAC hat geschrieben:Moin

Dh. dass du von den geforderten Finanzen aktiv Steuern
und Beträge zum norwegischen Krankensystem zahlen
darfst, die dir monatlich abgezogen werden.
Einfach nur nachweisen....da liegen due Gelder....wird
es nicht tun. Deine Finanzen werden jeden Monat aktiv
schmelzen. Und jedes Jahr auf's Neue musst du
nachweisen, dass du die geforderten 2G noch hast.

Mit Work& Travel kommt da ja kein Geld wieder dazu.
Dh. im Umkehrschluss. Fällt dein Vermögen unter die
2G verlierst du den Status in Norwegen bleiben zu
dürfen. Es ist also so, dass wenn du von deinen
40.000,- die ersten 20.000,- verbraucht hast, dann
ist Schluss mit lustig.

Mvh

Christian

Hält man sich als EU-Ausländer länger als 6 Monate in Norwegen auf, muß man Steuern zahlen, auch wenn man gar kein Arbeitseinkommen hat? Das wäre ja eine Art reine Aufenthaltssteuer. Wenn es so eine reine Aufenthaltssteuer gibt, dann kann sie ja kaum besonders hoch sein, andernfalls käme sie einer schleichenden Konfiszierung des Privatvermögens gleich.
Wobei ich nicht vorhabe mich ganz ohne bezahlte Arbeit länger als ein halbes Jahr am Stück dort aufzuhalten, denn bei Work & Travel gibt es ja meist wirklich nur Kost und Logis, auch wenn es dafür nur Teilzeitarbeit ist.

Kosten für eine norwegische Krankenversicherung sollten bei mir nach meinem derzeitigen Kenntnisstand nur anfallen, wenn ich sozialversicherungspflichtig arbeite.
Für die übrige Zeit schließe ich wie erwähnt eine Auslandskrankenversicherung ab, da mein Aufenthalt bzw. bei unterbrechenden Rückreisen meine Aufenthalt"e" ohne sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ja nie länger an einem Stück dauern, als die der Dauer der Work & Travel-Beschäftigungen (gfs. mehrere direkt hintereinander und in unterschiedlichen Landsteilen) plus maximal 1-2 Monate.

Jenseits von Work & Travel, ganz ohne Beschäftigung plane ich mich höchstens mal für einen Versuch 1-2 Monate in einer größeren Stadt in einer Studentenbude zur Untermiete einzuquartieren. Und wenn sich dort nach 1-2 Monaten nicht wenigstens ein Job als Niedriglöhner findet und kurzfristig auch kein interessanter neuer Work & Travel Host (soll schließlich auch bißchen Spaß machen), dann geht es erstmal schleunigst wieder zurück.
Das ganze versuche ich, je nachdem ob und wie sehr mir Land und Leute überhaupt gefallen, ein paar mal über einen Gesamtzeitraum von vielleicht 2 Jahren. Und wenn sich nach mehreren solcher Versuche keine für längere Zeit erträgliche Arbeit findet, mit deren Einkommen ich in Norwegen über die Runden komme, dann beende ich den Versuch.

Meine Ersparnisse in Norwegen zu deponieren, betrachte ich aber auch darüber hinaus als sinnvoll, denn die norwegische Krone ist gegenüber anderen Währungen nicht so volatil wie der Euro und zum anderen traue ich dem deutschen Staat nicht mehr.
Ich will ganz unabhängig von der Arbeitssuche im Ausland einen langfristig sicheren Hafen für meine eisernen Notgroschen. Ob und welche anderen Länder oder Anlageformen da nicht sinnvoller wären, weiß ich zur Zeit leider nicht genau. Wir leben in unsicheren Zeiten. Wäre da ja Vorschlägen gegenüber durchaus offen. Euroland ist es definitiv nicht.
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon ChristianAC » Mi, 01. Nov 2017, 9:39

Moin

Im Wesentlichen sind das keine Steuern sondern Beiträge zum Folketyggden.
Also Krankenversischerung Rente usw. Der norwegische Staat will sicher Stellen, dass deine
Rechnungen im Falle von Krankheit usw. bezahlt werden.

Du kannst auch eine eigene Krankenversicherung fürs Ausland in Deutschland abschliessen, aber hier
gilt es aufzupassen. Die wenigsten Krankenverischerungen in Deutschland sehen einen längeren
Aufenthalt im Ausland vor. Hier bist du dann aber auch schnell ordentlich Geld kosten wird. Dazu
musst du gucken, in welcher Höhe Krankenkosten übernommen werden, denn die Kosten in Norwegen
sind deutlich höher als in Deutschland.

Einfach nur als Ausländer von Luft, Liebe und Sozialromantik leben, passt nicht zu den vorgegebenen Normen der
norwegischen Gesellschaft. Den Geld wird definitiv rasch in Norwegen abnehmen, ob dir das gefällt oder nicht.

Mvh

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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon EuraGerhard » Mi, 01. Nov 2017, 10:12

Hallo!

Cobalt hat geschrieben:Für die übrige Zeit schließe ich wie erwähnt eine Auslandskrankenversicherung ab, da mein Aufenthalt bzw. bei unterbrechenden Rückreisen meine Aufenthalt"e" ohne sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ja nie länger an einem Stück dauern, als die der Dauer der Work & Travel-Beschäftigungen (gfs. mehrere direkt hintereinander und in unterschiedlichen Landsteilen) plus maximal 1-2 Monate.

Die handelsüblichen Auslandsreise-Krankenversicherungen gelten in der Regel aber nur für eine Reisedauer von 30 Tagen am Stück und sind oft auch bei der Gesamtzahl der Reisetage pro Jahr limitiert. Gleiches gilt auch für den Versicherungsschutz über die Europäische Krankenversicherungskarte. Es gibt zwar Spezialversicherungen, die auch längere Auslandsaufenthalte abdecken, die sind aber meist richtig teuer.

Cobalt hat geschrieben:Meine Ersparnisse in Norwegen zu deponieren, betrachte ich aber auch darüber hinaus als sinnvoll, denn die norwegische Krone ist gegenüber anderen Währungen nicht so volatil wie der Euro und zum anderen traue ich dem deutschen Staat nicht mehr.

Es kommt natürlich immer drauf an, gegen welche Referenzwährung Du die Wechselkurse berechnest. Aber sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Schweizer Franken war der Euro, trotz aller Krisenstimmung, in den letzten 5 Jahren deutlich stabiler als die Norwegische Krone. Natürlich muss das nicht so bleiben, und "Prognosen sind immer schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen". :wink: Aber sei Dir im Klaren darüber, dass jegliche Geldanlage in einer anderen Währung als der des Landes, in dem Du überwiegend lebst, ein riskantes Spekulationsgeschäft darstellt.

Cobalt hat geschrieben:Ich will ganz unabhängig von der Arbeitssuche im Ausland einen langfristig sicheren Hafen für meine eisernen Notgroschen. Ob und welche anderen Länder oder Anlageformen da nicht sinnvoller wären, weiß ich zur Zeit leider nicht genau. Wir leben in unsicheren Zeiten. Wäre da ja Vorschlägen gegenüber durchaus offen. Euroland ist es definitiv nicht.

Nun, wenn es wirklich nicht Deutschland sein soll, dann fällt mir eigentlich nur noch die Schweiz ein.

MfG
Gerhard
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Re: Wo am günstigsten Geld wechseln? Wo Tagesgeld anlegen?

Beitragvon ChristianAC » Mi, 01. Nov 2017, 10:43

Moin


Die Norwegische Krone hat in den letzten Jahren durch den Ölpreisverfall einen sehr deutlichen Wertverlust erlitten.
Wir waren mal bei etwas über 7kr für den Euro. Aktuell ist es vorteilhaft wenn man Geld von Deutschland nach
Norwegen über weisen will, da man deutlich mehr Kronen bekommt.
Der umgekehrte Weg ist eher mit Schmerzen behaftet und ob und wann dass wieder besser wird ist aktuell nicht
abzusehen.

Mvh

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