Fragen zu Banken und Überweisungskosten

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Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon JaniLi » Mi, 21. Feb 2018, 23:03

Hi,

ich hoffe mir kann hier jemand Auskunft geben bzw, mir seine/ihre Erfahrungen schildern.

Ich arbeite seit kurzem in Oslo und erhalte mein Gehalt in NOK, welches vorerst auf mein deutsches Konto gehen wird.
Von meinem deutschen Konto muss ich dann die Überweisungen für Miete und Co tätigen (nur bis ich ein norwegisches Konto habe).

Gibt es hier einen Weg die vielen Umrechnungsgebühren zu umgehen? Bzw. hat hier jemand schon Erfahrungen mit Transferwise oder ähnlichen gemacht?

Sobald ich (hoffentlich bald) meine P-Nummer erhalten habe, will ich ein norweg. Konto eröffnen und ein Teil meines Gehaltes monatlich auf mein deutsches Konto überweisen. Gibt es hier Tipps, die vielen Gebühren so niedrig wie möglich zu halten? Muss ich derartige Überweisungen immer bei Steuerüro anmelden oder ist das generell erst ab 20000 NOK?

Apropo Banken, hat jemand Erfahrung mit der norwegischen Bank SBanken gemacht? (Leider ist deren Website nur auf Norwegisch).

Vielen Dank im Voraus.
Janine
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon Andre311 » Do, 22. Feb 2018, 9:19

Also die Gebuehren von glaub ich 30 NOK per Ueberweisung bezahlst du immer,egal wie der Laden hier heisst,da musste erstmal in den sauren Apfel beissen,
Welche Bank du hier spæter auswæhlst spielt eigendlich auch keine grosse Rolle,Gebuehrenmæssig liegen sie alle auf dem selben Niveau und von grosser Konkurrenz ist nichts zu spueren, da Papa Staat eh ueberall die Hænde drin hat,such dir was gængiges wie Sparebanken, Nordea , DNB, da macht man nichts verkehrt.

Achso ob du deine Ueberweisungen in einen Steuerbuero anmelden musst,da muss ich passen,allerdings sehe ich das so,deine Steuererklærung bekommst du eh ausgefuellt zugeschickt, wenn da denn nichts wichtiges steht ist doch alles gut, Deutschland ist ja nicht Brasilien wo manche ihr Geld verstecken.
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon hobbitmädchen » Do, 22. Feb 2018, 9:48

Ich bin seit 10 Jahren bei Sbanken und sehr zufrieden. Die Bank hat keine physischen Filialen, aber einen super Kundenservice.

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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon Karsten » Do, 22. Feb 2018, 9:53

Hei!

Erstens einmal machst du Sepa-Überweisungen in €, da sind die Gebühren generell niedrig. Bei der SBanken (bis vor kurzem noch Skandiabanken) sind es 20 NOK pro Transfer, unabhängig von der Höhe des Betrags den du überweist.

Die P-Nr. hast du hoffentlich längst beantragt, im Regelfall dauert das max 4-6 Wochen bist du sie hast. Sooo viele Gehälter solltest du in der Zwischenzeit nicht bekommen. :wink:

Was die Überweisungen nach Deutschland betrifft, hängt es von der Höhe ab, ob du da theoretisch etwas beachten musst, ohne dass ich die genaue Grenze hier kenne.
Wenn ich mir selbst hin und wieder 1.000,- € nach D schicke für meine laufenden Kosten dort, habe ich immer einen Vermerk auf dem Kontoauszug, "AWV-MELDEPFLICHT BEACHTEN". Habe ich noch nie gemacht und werde ich auch nicht, ich betreibe ja keine Geldwäsche.

Was die Wahl der Bank betrifft, wenn du selbst klarkommst ohne permanenten Beratungsbedarf, ist eine Nettbank wie die SBanken die richtige Wahl. Ansonsten suchst du dir was Lokales, wie Andre schon sagte, Sparebank1 oder wie sie alle heißen.
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon Fjellpolo » Do, 22. Feb 2018, 21:55

Hallo Janine,

wir mussten jetzt aus Deutschland NOK 790 für eine Übernachtung auf einem Campingplatz vorab überweisen. Bei der Bank (SpKasse) sagte man mir, dass die Überweisung der 790 Kronen 30€ Gebühr kostet. Dagegen würde eine Überweisung mit IBAN-Nr. in EURO wenig kosten. Also hat man mir den gerade aktuellen Umtauschkurs von Euro in Kronen rausgesucht, und ich habe den Betrag in Euro überwiesen - ohne Garantie, dass es noch genau 790 NOK sind, wenn es in Norwegen ankommt. Ich habe deshalb ein bisschen aufgerundet. Besser als 30 € Gebühren zahlen!

Gruß, Claudia
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon Andre311 » Fr, 23. Feb 2018, 10:30

30 Euro Ueberweisungsgebuehr halte ich fuer sehr viel und unrealistisch, wenn man was in Kronen bezahlen muss dann muss man das auch in Kronen anweisen,auf deinen Konto wird es dann ja als Euro abgebucht.
Der Wechselkurs ist dann eine Sache deiner Bank,meistens geht das ueber den Tageswechselkurs.
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon JaniLi » Di, 27. Feb 2018, 8:29

@Hobbitmädchen: Mir wurde vor kurzen gesagt, dass Ausländer bei der SBanken kein Konto bekämen. Scheint wohl nicht ganz richtig zu sein. Mein einziges Problem ist, dass alles auf Norwegisch ist und noch kann ich die Sprache nicht :(.

@Karsten, Ich nehme mal an das SEPA die IBAN Überweisungen sind oder?

@ an alle, vielen Dank für eure Antworten :). Und ja die P-Nummer habe ich beantragt bzw. Ich nehme an, dass die automatisch mit der Registrierungsbescheinigung kommt (oder?).
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon hobbitmädchen » Di, 27. Feb 2018, 8:42

JaniLi hat geschrieben:@Hobbitmädchen: Mir wurde vor kurzen gesagt, dass Ausländer bei der Sbanken kein Konto bekämen. Scheint wohl nicht ganz richtig zu sein. Mein einziges Problem ist, dass alles auf Norwegisch ist und noch kann ich die Sprache nicht :(.

Du brauchst Deine P-Nummer, dann kriegst Du ein Konto. Ohne geht es natürlich nicht. D-Nummer wird von Sbanken nicht akzeptiert, aber Du solltest ja eine P-Nummer kriegen.
Solange man keine P-Nummer, sondern nur eine D-Nummer hat, steht man nicht mit Adresse im Folkeregister und deswegen geben sie Dir da kein Konto. Sobald Du Deine P-Nummer hast, stehst Du im Folkeregister und dann bekommst Du auch als Ausländer ein Konto.

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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon ChristianAC » Di, 27. Feb 2018, 10:14

JaniLi hat geschrieben:
@Karsten, Ich nehme mal an das SEPA die IBAN Überweisungen sind oder?



Nicht zwingend. Achte am Besten darauf was du überweist. Wenn du Euro überweist und es dir quasi egal ist, was
auf der andern Seite ankommt, dann handelt es sich in der Regel um eine SEPA-Überweisung.
Wen du allerdings einen expliziten Betrag auf der ankommenden Seite definierst, dann ist es zu 99.9% die teuerste
Variante :-) Also lieber selber umrechnen und im Zweifel ein paar Cent mehr überweisen.


JaniLi hat geschrieben:@ an alle, vielen Dank für eure Antworten :). Und ja die P-Nummer habe ich beantragt bzw. Ich nehme an, dass die automatisch mit der Registrierungsbescheinigung kommt (oder?).


Diesen Kommentar versteh ich nicht ganz.

Wenn du in Olso arbeitest / lebst, dann warst du zur Beantragung beim UDI / Office for foreign workers.
Deine Registrierungsbecheinigung von der Polizei bekommst du da eigentlich direkt in die Hand gedrückt.

Die D-Nummer (falls du noch keinen Mietvertrag / Wohnsitz vorlegen kannst) oder P-Nummer (wenn du alle Bedingungn
von vorneherein erfüllst) kommt nach Beantragung im Allgemeinen nach 2-3 Wochen.

Allerdings ist es so, dass du einen Termin beim UDI / Office for foreign workers brauchst (online zu beantragen) und der
dauert erfahrungsgemäss mehrere Monate bis du einen Termin bekommst.

Mvh

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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon trd » Di, 27. Feb 2018, 11:31

IBAN-Überweisung von Norwegen nach Deutschland kostet bei meiner Bank 75 NOK. Betrag wird in Euro definiert.
IBAN-Überweisungen von Deutschland nach Norwegen kosten 30 NOK, Betrag wird auch in Euro definiert.
Dauer 1 bis 2 Tage.
trd
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon Andre311 » Di, 27. Feb 2018, 19:47

JaniLi hat geschrieben:@Hobbitmädchen: Mir wurde vor kurzen gesagt, dass Ausländer bei der SBanken kein Konto bekämen. Scheint wohl nicht ganz richtig zu sein. Mein einziges Problem ist, dass alles auf Norwegisch ist und noch kann ich die Sprache nicht :(.

.



Meine Frau hatte damals 2010 auch kein Konto bei der Sparebank bekommen, gehen sie doch besser zu einer anderen Bank,so die Aussage, na ja gab ja auch noch andere und da sie sowieso nur noch Onlinebanking macht,ist es auch egal wie der Laden heisst, Hauptsache der Laden geht nicht Pleite.
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon ChristianAC » Mi, 28. Feb 2018, 8:59

Der Knackpunkt bei SBanken ist die P-Nummer bzw. die BankID.

Für eine BankID braucht man eine P-Nummer und ein persönliches Erscheinen bei einem Bacnkmitarbeiter,
um die Legitimation zu prüfen.
Da SBanken eine reine Internetbank ist und somit keine Fillialen hat, können sie die Legitimation nicht pufen und nehmen
halt nur Kunden mit bereits vorhandener BankID.

Das hat absolut nichts mit Ausländer usw. zu tun.

Mvh

Christian
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon Karsten » Mi, 28. Feb 2018, 17:10

ChristianAC hat geschrieben:Der Knackpunkt bei SBanken ist die P-Nummer bzw. die BankID.

Hei Christian,

sorry, aber das ist nicht korrekt. P-Nr. brauchst du um dort ein Konto zu eröffnen, ja, eine BankID nicht.

Da SBanken eine reine Internetbank ist und somit keine Fillialen hat, können sie die Legitimation nicht pufen und nehmen halt nur Kunden mit bereits vorhandener BankID.

Das hat absolut nichts mit Ausländer usw. zu tun.

Es hat bei SBanken/Skandiabanken sehr wohl etwas damit zu tun, ob du Norweger oder Ausländer bist.
Bei mir dauerte es geschlagene drei Jahre, bevor man mir eine BankID gewährt hat, da sie eben neben allen anderen Legitimationsdokumenten auch einen Auszug aus dem folkeregister sehen wollten, dass ich drei Jahre in Norwegen ansässig bin. Ob das heute einfacher oder anders ist, keine Ahnung.

Du brauchst jedenfalls nicht schon eine BankID haben, um dort Kunde zu werden.

Für eine BankID braucht man eine P-Nummer und ein persönliches Erscheinen bei einem Bacnkmitarbeiter,
um die Legitimation zu prüfen.

Es liegt zwar nun schon einige Jährchen zurück, aber ich bin mir sicher, dass es damals über dieses PUM-Verfahren (Personlig Utlevering av Mottakingsbevis) lief, vergleichbar mit dem deutschen PostIdent.
Ich musste persönlich bei der Post vorstellig werden, wo mein Pass kontrolliert wurde. Dann zog man eine Kopie des Passes, den Folkeregisterauszug und noch ein anderes Dokument (weiß nicht mehr was das noch war), und schickte es dann an Skandiabanken zurück.

Etwa zwei Wochen später hatte auch ich dann endlich meine BankID. Und nein, ich war nie Kunde einer anderen norwegischen Bank. :)

Grüße
Karsten
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon JaniLi » Do, 01. Mär 2018, 7:36

@ChristianAC: Ich war beim UDI und bin jetzt auch polizeilich gemeldet. Gleichzeitig habe ich dort auch meine Unterlagen für die Steuernummer/karte (?) abgegeben. Das einzige, was bisher fehlte war ein Mietvertrag. Den habe ich zwar versucht online nachzureichen aber das scheint nicht funktioniert zu haben. Kurz um, noch habe ich keine P Nummer bzw. warte noch auf diese. Ich wollte mich nur vorab informieren, damit ich die Kontoeröffnung machen kann sobald meine P Nummer kommt.

Mir wurde die SBanken immer wieder empfohlen, da diese wohl die günstigste ist.
@Karsten: auf der Internetseite der Sbanken wird tatsächlich nach einer BankID Nummer gefragt. Wenn ich das richtig verstehe, muss ich bei einer anderen Bank gemeldet sein um diese besagte BankID zubekommen? Das ist ja alles schön verwirrend.
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Re: Fragen zu Banken und Überweisungskosten

Beitragvon ChristianAC » Do, 01. Mär 2018, 9:42

@JaniLi

Ohne Mietvertrag bekommst du schon mal eine sogenannte D-Nummer. Damit kannst du auch "problemlos" ein Konto
eröffnen. Einfach rein in die nächste Sparebank und gut ist's. Nur reine Internetbanken bleiben dir verwehrt.
Wichtig.....Reisepass......kein Perso (da ist kein Geschlecht drin angegeben)

Du bist damit nur noch nicht 100% geschäftsfähiug in Norge, da du noch keine BankID bekommst. Dh. du bekommst auch
keine Kreditkarte sondern nur eine Karte, die direkt auf das Guthaben deines Kontos wirkt. Auf kommst du mangels
BankID nicht in alle Online-Server der norwegischen Verwaltungen rein. Für Altinn.no kann man zumindest "MinID" bestellen.
Das ist quasi ein Zettel mit TAN's wir früher bei den deutschen Banken.

Es gibt also keinen Grund sich den Lohn nach Deutschland überweisen zu lassen.

Mvh

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