MS Kong Harald auf Grund gelaufen

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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Voyager » Sa, 09. Mär 2013, 11:33

Als bisher anscheinend einziger wirklich „Betroffener“ möchte ich zu den bisherigen Stellungnahmen hier einiges sagen:
1. Die Frage der Entschädigung steht nicht im Vordergrund ist aber dennoch wichtig. Noch haben sich die Hurtigruten nicht entschieden, wie sie mit diesem Punkt verfahren wollen. Eins steht aber fest: Nur Derjenige, dem dies Alles widerfahren ist, kann wirklich den „Schaden“ ermessen, den er erlitten hat. Urteile von einigen Außenstehenden zu diesem Thema, wie sie hier im Forum geäußert wurden, sind teilweise unangemessen und fast „kränkend“.
2. Viel wichtiger wäre, wenn dieselben „Fachleute“ sich mal zu folgenden Fragen äußern würden :
a. Was sagt Ihr zu einem Kapitän, der nach der Havarie zu seinen Passagieren kein einziges Wort der Erläuterung oder des Bedauerns ausspricht? Er hatte dazu 14 Stunden Zeit - bis wir das Schiff verließen.
b. Wie kann ein modernes Schiff (mit all den technischen Hilfsmitteln zur Ortung und Steuerung) auf ein quer zur Fahrtrichtung liegendes Felsufer (Felsriff von 1 m Höhe) auflaufen?
c. Ist es wirklich sinnvoll im Winter bei stockdunkler Nacht die allgemeine Fahrtroute im Raftsund zu verlassen, um den Passagieren um Mitternacht den Eingang des Trollfjords zu zeigen (von Schiffsscheinwerfern angestrahlt)? zur Ergänzung: Im Sommer und bei Helligkeit der Mitternachtssonne ist es sicherlich sinnvoll und geradezu spektakulär in den Trollfjord hinein zu fahren,,,,
Da es hier wichtig zu sein scheint:
Dies war meine 7. Fahrt mit den Hurtigruten (die erste im Winter); die übrigen 6 Fahrten verliefen reibungslos und gut.
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon pippilotta » Sa, 09. Mär 2013, 12:18

Ich bin bisher nur 5 mal im Winter gefahren und auch da lief alles reibungslos und gut :wink:

Der Raftsund an sich ist so eng, da könntest du ihn auch gleich für den Winterfahrplan komplett in Frage stellen, aber bedenke mal, da fährt täglich ein Schiff durch und was oder besser wie wenig ist bisher passiert.....

Zu den Ursachen kann man hier schlecht spekulieren, kann technisches Versagen sein, kann menschliches Versagen sein, das wird die Havariekommission untersuchen. Moderne Technik schützt jedenfalls in keinem Lebensbereich vor Unfällen

Zum Kapitän: Aus meiner persönlichen Sicht hat sich ein Kapitän zu allererst um Schiffsbelange und die damit verbundene Sicherheit für alle Beteiligten zu kümmern. Das scheint hier geschehen, Kystvakt alarmiert, bewacht weitergefahren, was unter diesen Umständen ja auch gefahrlos möglich war. Ich persönlich fühle mich bei dem Gedanken wohler, dass der Kapitän und seine Offiziere sich gerade in einer solchen Situation um das Schiff & damit Sicherheitsfragen kümmern, Gästebetreuung/-information gehört für mich in erster Linie zu den Aufgaben der Hotelangestellten.
Ich persönlich weiß auch nicht was ich davon hätte, wenn der Kapitän sorry sagt, ich gehe nicht davon aus, dass er mit Absicht irgendwo drauf fährt, das macht das Ganze auch nicht ungeschehen, aber das ist sicherlich auch subjektives Empfinden.

Dein momentaner Ärger ist ja zu verstehen, so ein Anditschmanöver & eine abgebrochene Reise ist nie der Urlaub, den man sich wünscht & sicher nicht schön zu erleben. Nur als Außenstehender sieht man eben emotionsfreier & vlt. auch etwas objektiver was passiert ist. Bei euch ist alles sehr glimpflich abgelaufen, ihr konntet auf dem Schiff bleiben, euer Leben war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, die Schiffsführfung hat nach Unfall sehr bedacht gehandelt. Ehrlich, außer einer abgebrochenen Reise sehe ich keinen großen "Schaden", für die Passagiere auf der brennenden Nordlys war die Situation sicher viel, viel schlimmer. Setz doch euer Erlebnis mal in ein Verhältnis, was sonst an Havarien passieren kann....

Und diese Engländerin hat sich auch nicht die Laune verderben lassen :wink:
http://www.nrk.no/lyd/hor_hvordan_pat_hodgson_takler_situasjonen_etter_grunnstotingen/4BE238EF34D856DB/emne/Grunnst%C3%B8tning/

Entschädigung: die ausgefallenen Tage und bereits gezahlte, aber durchs Unglück nicht statt gefundene Landausflüge werden sie euch mindestens Zurückzahlen müssen, da führt eh kein rechtl. Weg daran vorbei. Ob sie mehr zahlen müssen...moralisch/imagetechnisch wäre es vlt. schlau...rein rechtl. betrachtet stellt sich dann wieder die Frage, welcher Schaden (außer dem Reiseabbruch) euch noch entstanden ist...
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Karsten » Sa, 09. Mär 2013, 12:38

Na, was sich so alles aus einer kurzen Info entwickeln kann. Herrlich!

@Voayer: Ich weiß nicht ganz, wieso du mit deinem zweiten Beitrag so heftig schießt, es hat doch niemand deine erste Schilderung zerpflückt. Danke übrigens auch von mir für diesen Erfahrungsbericht.

Was mir aber dezent gegen den Strich geht, sind deine Aussagen hier:

Voyager hat geschrieben:1. Die Frage der Entschädigung steht nicht im Vordergrund ist aber dennoch wichtig. [...] Eins steht aber fest: Nur Derjenige, dem dies Alles widerfahren ist, kann wirklich den „Schaden“ ermessen, den er erlitten hat.

Das einzig Wichtige an dem Vorfall ist, dass niemand an Bord oder an Land verletzt wurde oder umgekommen ist. Nichts anderes!
Dankenswerterweise hast du den Begriff ja selbst schon in Anführungszeichen gesetzt. Dir und anderen Fahrgästen/Besatzungsmitgliedern ist nämlich gar kein (messbarer) Schaden entstanden.

Was mglw. in Sachen "entgangener Urlaubsfreuden" bzw. finanzieller Erstattung der nicht durchgeführten Tage der Reise seitens HR unternommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber da bin ich sehr sicher, wird sich HR nicht lumpen lassen.

Deinen Punkt 2 kannst du völlig vergessen. Dafür gibt es einerseits Gutachter, die das untersuchen werden und ein Kapitän hat in solch einer Situation ganz sicher Besseres zu tun, als Reden an die Passagiere zu halten.
Ob ein Manöver sinnvoll ist oder nicht, entscheidest du lediglich für dich ganz allein, an Bord haben andere das Sagen.

Wenn man den Gefahren an Bord eines großes Schiffes entgehen will, darf man eben keine derartigen Reisen buchen. Das kannst du in gleichem Maße natürlich auch auf Flüge usw. anwenden.
Leider, das gilt natürlich auch für die anderen Gäste an Bord, habt ihr diesmal schlicht und einfach Pech gehabt, dass die Reise nicht den gewünschten Verlauf genommen hat. Muss man auch mal hinnehmen können. Ständiges Empören hilft dir da auch nicht.
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Ruut-wieß kritt mer ahnjeboore, en die Weech erinnjelaat,
wer en dä Südkurv opjewaaße, dä blieht ruut-wieß bess en et Jraav.
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Gabi55 » Sa, 09. Mär 2013, 14:46

Meiner Ansicht nach sollte man hier auch Verständnis für Voyager aufbringen. Zum Zeitpunkt der Postings war er gerade mal wieder ein paar Tage zu Hause und die Enttäuschung war sicher noch deutlich präsent. Und eine Rückreise unter solchen Umständen ist sicher auch mit mehr organisatorischem und evtl. zusätzlichem finanziellen Aufwand verbunden. Die Winterreisen werden ja immer als etwas ganz Besonderes hervor gehoben, schon allein wegen des Nordlichts oder überhaupt der Lichtstimmungen. Wenn sich nun jemand auf eine solche Reise ganz besonders freut und die dann so abrupt abgebrochen wird, kann ich den Ärger und die Enttäuschung schon verstehen. Im Übrigen stellt er ja nur Fragen.
Nach meinem Verständnis ist ein Kapitän für das Schiff und die Passagiere sowie Fracht verantwortlich. Natürlich hat er in den ersten Stunden mit dem Schiff und dem geordneten Rückzug zu tun. Aber ein paar Worte an die Passagiere wären bestimmt nett gewesen.
Die Frage, warum einem modernen, mit viel Technik ausgestattetem Schiff ein solches Missgeschick passiert, finde ich durchaus angebracht. Insbesondere im Hinblick darauf, dass die Schiffe sehr häufig diese Stellen passieren und die Felsen ja auch nicht so plötzlich da rumliegen.
Andererseits werden Schiffe, ebenso wie Flugzeuge und Autos, von Menschen bedient und da ist niemand unfehlbar. Es ist gut, dass nicht mehr passiert ist und dass keine Menschen ernsthaft zu Schaden gekommen ist.
Beste Grüße aus der Region Hannover
Gabi


Leben ist, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen hatten (Henry Miller)
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon pippilotta » Sa, 09. Mär 2013, 15:46

Die Rückreise hat HR organsiert, da musste man sich also "nur" auf den z.T. etwas beschwerlichen Weg zum Flughafen, es wurde sogar kurzerhand ein Charterflug, der in Bergen Passagiere entladen hat, umgeleitet. Von enstanden Folgekosten hat bisher kein Betroffener berichet.

Desweiteren hat niemand behauptet, der Kapitän sei nur fürs Schiff, nicht aber für darauf befindliche Personen verantwortlich, das er dass ist versteht sich von selbst, es sei denn man heißt Franceso Sch.... Es ging hier lediglich um die Frage Priorität, ob er sich kümmert, indem er milde Wort verteilt oder um die gesamte Sicherheitfrage rund um ein angeschlagenes Schiff. Und wenn er im Hafen ankommt, gibt´s nach solch einem Unfall sicher auch noch viel offizielles zu regeln.

Klar kann man nach Unfallursache fragen, aber wer soll sie hier wahrheitsgemäß beantworten? Ich finde übrigens erstaunlich, dass als erstes an menschliches Versagen gedacht wird, als könne die modernste Technik 100% Sicherheit gewähren und frei von jeglicher Störanfälligkeit sein.
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Karsten » Sa, 09. Mär 2013, 15:53

Gabi55 hat geschrieben:den Ärger und die Enttäuschung

Enttäuschung und Ärger, klar. Kann ich voll nachvollziehen und gestehe ihm beides ja auch zu, zumal diese in seiner Erzählung vom Donnerstag deutlich herauszulesen waren.

Nicht aber die Reaktion heute Morgen, die finde ich unpassend. Niemand hier hat ihn für seine Schilderung offen kritisiert, und doch fühlt er sich, der sich hier extra im Forum anmeldet und berichtet, von Reaktionen teilweise "gekränkt".
Dann fordert er ein bisschen despektierlich die "Fachleute" hier (wen meint er?) zu weiteren Stellungnahmen auf. Also fühlte ich, Kapitän h.c. meines kleinen roten Feuerwehrbootes, mich mal dazu genötigt, für die "Fachleute" Partei zu ergreifen.

Damit wird Voyager gut leben können. Man bekommt leider nicht immer im Leben die Antworten, die einem selbst am besten in den Kram passen. :)
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon RichardWith » Sa, 09. Mär 2013, 16:17

.. ist denn sicher, daß zum Zeitpunkt des Unfalls der Kapitän auf der Brücke war?
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Dixi » Sa, 09. Mär 2013, 20:21

harald0409 hat geschrieben:
Dixi hat geschrieben:Hm, ja, also wenn ich dabei gewesen wäre, ich hätte eigentlich nur gern den kompletten Reisepreis zurück.
Alles was ich bezahlt habe.
Wie ich dann das Thema Urlaub mit meinem AG kläre oder ob ich mich danach erhole, wäre mein Problem....
Dies stellt meine Meinung als Unbeteiligter dar.
Wenn ich auf dem Schiff gewesen wäre und meinen Urlaub jetzt abbrechen muesste, evtl. ein wenig Aufwandsentschädigung, oder nen Rabatt-Gutschein für div. Sonderleistungen bei der nächsten Buchung bei Hurtigrute... ?

Ich denke mal, nach einigen Überlegungen wird sich HR bestimmt kulant darstellen....
Wer mag schon Klagen vor Gericht mit "Pressemeldungen" weltweit.. :roll: :roll:

VG
Dixi...

viell. 2014 wieder auf HR unterwegs 8)




isses nicht besser du fährst mit deinem Auto,falls es liegen bleibt,kannst dich selber verklagen,auf so etwas wie euch kann HR bestimmt verzichten

Ich glaube Du verwechsest hier etwas.
Wenn ich selbst rückwärts gegen einen Felsen fahre mit dem Auto ist das meine eigee Dummheit. Ebenso wenn ich mit wenig Öl im Motor starte und alle Warnlampen ignoriere und dann der Motor den Geist aufgibt....
Dann könnte ich mich selbst verklagen für die Probleme die dann im Urlaub habe.
Wenn ich aber aufpasse und die entsprechenden Vorbereitungen treffe, ....
Und weiterhin hatte ich geschrieben, das hier nicht HR verklagt werden soll. Eine einfache Rückerstattung des Reisepreis für die Beteiligten wäre ja fair. Die Reise hat nicht wirklich stattgefunden.

Verstehe Deinen Kommentar nicht wirklich. :-? :-?

VG
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon pippilotta » Sa, 09. Mär 2013, 22:11

Im Hurtigforum berichten betroffende Reisende, dass sie heute ein sehr gutes Angebot von HR erhalten haben.
erstattet werden die kompletten Reisekosten, dazu gibt´s bei Buchung bis Ende März 2014 15% und 1000 NOK als Bordguthaben.
Dieses Angebot ist wirklich fair.
@ Voyager & chros
Ich nehme an, dieses Angebot habt ihr auch erhalten?
pippilotta
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Dixi » Sa, 09. Mär 2013, 23:22

jepp, habe ich im Hurtigforum auch gesehen.
Klingt doch super.
Hurtigrute reagiert und erstattet eigentlich wie erwartet.
Reisepreis wird zurück erstattet, bei Neubuchung gibbet etwas Rabatt und noch einige NOK´s als Bordguthaben. :super: :super:
Denke mal die Betroffenen werden überlegen und für den Rest ( User + CO.) haben sich Spekulationen und Diskussionen zu diesem Punkt erledigt. :D
Zurück zum Thread-Start oder ??

VG
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Bernd » So, 10. Mär 2013, 2:05

Voyager hat geschrieben:Als bisher anscheinend einziger wirklich „Betroffener“ möchte ich zu den bisherigen Stellungnahmen hier einiges sagen:
...2. Viel wichtiger wäre, wenn dieselben „Fachleute“ sich mal zu folgenden Fragen äußern würden :[/b]
a. Was sagt Ihr zu einem Kapitän, der nach der Havarie zu seinen Passagieren kein einziges Wort der Erläuterung oder des Bedauerns ausspricht? Er hatte dazu 14 Stunden Zeit - bis wir das Schiff verließen.
b. Wie kann ein modernes Schiff (mit all den technischen Hilfsmitteln zur Ortung und Steuerung) auf ein quer zur Fahrtrichtung liegendes Felsufer (Felsriff von 1 m Höhe) auflaufen?
c. Ist es wirklich sinnvoll im Winter bei stockdunkler Nacht die allgemeine Fahrtroute im Raftsund zu verlassen, um den Passagieren um Mitternacht den Eingang des Trollfjords zu zeigen (von Schiffsscheinwerfern angestrahlt)?


Hei Voyager,
danke mal für Deinen ersten Bericht, war schon etwas informativ, zumal von einem Betroffenen geschildert.
Aber wen meinst Du mit „Fachleute“ ?
O.K., ich habe ein A6 - Patent ( oder Patent AG ) in der Tasche ( siehe Google, wenn Du magst )

Also zu a.
Er hat völlig korrekt und umsichtig gehandelt, hat sich um die Schiffssicherheit gekümmert, also darum, dass Dir nichts passiert !
Für Informationen und solche Ansagen an die Passagiere ist jemand anderes zuständig, ohne Informationen warst Du ja sicher nicht, sonst hättest Du Deinen ersten Beitrag nicht schreiben können.

Dann zu b.
Das kann immer passieren, ist von vielen Faktoren abhängig, die gleichzeitig ablaufen.
Wind, Drift, Tide, Versatz, Stand der Technik an Bord und natürlich der Mensch, der das alles zu bewerten und zu bedienen hat !!

Und zu c.
Ja, es ist sinnvoll !!

Genau dafür ( Du hast doch sicher gespannt an der Reling gestanden ? ), und für all die anderen spektakulären Highligts hast Du doch gebucht und bezahlt :wink:

Ich will es noch mal auf den Punkt bringen :
Es ist tragisch, dass dies dort passiert ist, es ist bedauerlich für Dich als Betroffenen, es ist aber schön zu wissen, dass keine Personenschäden zu beklagen sind, dank der umsichtigen und fachlich korrekten Massnahmen der Schiffsführung !

Gruss aus Berlin
Bernd ( Seemann a.D. )
Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen;
man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.
(Arthur Schopenhauer)
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Voyager » So, 10. Mär 2013, 2:51

Hallo Bernd
mit "Fachleuten" habe ich jemand, wie Dich gemeint:
So bin ich für Deine objektive Beantwortung meiner Fragen sehr dankbar. :D
Das hilft mir weiter.
Noch eine Bemerkung zum Verhalten des Kapitäns: Es ist auch für mich als "Landratte" klar, daß ein Kapitän sich in dieser Situation erst mal um sein Schiff kümmern muss. So hatte ich in den ersten Stunden auch keine Ansprache von Ihm erwartet.
Wir waren aber ab 05:00 Uhr einen ganzen Vormittag im sicheren Hafen von Svolvaer bis wir schließlich um 14:00 Uhr das Schiff verließen, um zum Flughafen Evenes gebracht zu werden. Da wäre doch vielleicht Zeit gewesen ein kurzes Wort an die Passagiere zu richten. Jedenfalls weiß ich aus Gesprächen mit anderen Passagieren, daß Viele dies erwartet hätten (siehe dazu auch die vielen Beiträge im Hurtigforum, die Ähnliches zum Ausdruck bringen).

Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, daß die HR sich zu einer großzügigeren Entschädigung durchgerungen haben.
Das ursprüngliche schriftliche Angebot von "8 Seetagen", das Einigen gemacht wurde (mir nicht - aber mir wurden auf dem Rückflug nach Deutschland solche Schreiben von anderen Passagieren gezeigt) war doch sehr knausrig und hat erzürnt.
Nochmals Danke
Voyager
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Bernd » So, 10. Mär 2013, 23:36

Voyager hat geschrieben:...Wir waren aber ab 05:00 Uhr einen ganzen Vormittag im sicheren Hafen von Svolvaer bis wir schließlich um 14:00 Uhr das Schiff verließen, um zum Flughafen Evenes gebracht zu werden. Da wäre doch vielleicht Zeit gewesen ein kurzes Wort an die Passagiere zu richten...


Das kann ich nachvollziehen, während dieser langen Zeit hätter der Kapitän oder sein Chief Mate auf jeden Fall ein paar Infos an die Passagiere geben können.
Auch wenn die Schiffsführung auch genau in dieser Zeit den Kopf voll und diverses zu klären hatte, die Passagiere sollte man auch dann nicht vergessen zu betreuen, man lebt als Reederei von denen :wink:

Voyager hat geschrieben:...Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, daß die HR sich zu einer großzügigeren Entschädigung durchgerungen haben...


Das freut mich für Dich !

Gruss aus Berlin
Bernd
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Re: MS Kong Harald auf Grund gelaufen

Beitragvon Ottar Nilssen » Fr, 15. Mär 2013, 1:25

Da hat Hurtigruten dann wohl etwas Arbeit:

Erst kam die Lofoten am 2.3. nicht rechtzeitig aus der Werft (ca.80 Leute ins Hotel geschickt plus Aussicht auf kleine Entschädigung für zwei Tage)(Durchreise von Bergen nach Trondheim)(wahrscheinlich wäre die Lofoten aber wg. Wetter wohl eh nicht planmäßig gefahren) - die nachfolgende Midnatsol lag fest wegen besagtem Wetter in Trondheim (jedenfalls lag sie auch noch am 4.3. am Kai Pirbadet in Trondheim als die Lofoten dort verspätet ankam) - leer wird sie ja nicht gewesen sein und da ja nur die wenigsten Passagiere in Bergen bleiben, gab es da wohl auch etwas Umbuchungsarbeit für HR.
- Dann am 5.3. die Kong Harald...

Zugegeben, ganz verstehe ich nicht, warum man nordgehend in die Trollfjordeinfahrt biegt?? Zu dieser Jahreszeit ist es doch gut hell südgehend und da kann man doch ohne Leuchten alles sehen. Die Lofoten jedenfalls ist diesen Weg südgehend gefahren, hat vor der Einfahrt gedreht und alle Felsen und Ufer am Platz gelassen. Zur Belohnung gab es anschließend auf dem Vestfjord gegen ein Uhr nachts auch noch Nordlicht (sogar mit rot dabei) zu sehen.

Brynjar Ulvøy hatte ich eigentlich nicht als Harakirifahrer in Erinnerung. 2010 hatte er die Lofoten in Honningsvåg nordgehend gestoppt wg. Wetter. "Das ist nicht lustig" - so seine Worte - leichtsinnig habe ich ihn nicht erlebt.
Aber vielleicht gehört er ja zur klassischen Kategorie der wortkargen Norweger.
Vielleicht muß man nicht, aber man dürfte sicherlich zu seinen Passagieren etwas sagen.
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