„JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

„JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Do, 28. Dez 2017, 23:40

Hallo Norwegenfreunde!

Nachdem dieses Forum mir als Füllhorn für Ideen und Informationen gedient hat, möchte ich euch nun mitnehmen und zeigen, wohin uns der Weg 2017 geführt hat.

Der Arbeitstitel bei der Vorbereitung dieser Reise 2017 war „Lappland“ - Skandinavien nördlich des Polarkreises sollte erkundet werden, und der Weg dahin, über einige 1000km, ist ja auch nicht unspektakulär.

So waren wir 8 Wochen, (Juli und August) mit unserem 10 m langen Wohnwagengespann unterwegs, sind 11000 km durch Dänemark, Schweden, ein bisschen Finnland und ganz viel Norwegen gefahren, es war gigantisch!

Der Schwerpunkt unserer Reisen liegt auf dem Erleben von Landschaft und Natur. Täglich Spaziergänge und kleine Wanderungen zu unternehmen ist uns enorm wichtig, auch weil unser vierbeiniger Begleiter stets dabei ist, und der braucht nun mal Auslauf.

Seit einigen Monaten bin ich stolze Besitzerin einer Systemkamera - aber noch fotografiere ich meist im Automatikmodus. Ich war totaler Laie was das Fotografieren betrifft und lerne nun fleißig alles über die Zusammenhänge von Blende / Belichtung / Iso … es ist zwar ziemlich kompliziert, macht aber auch Riesenspaß!

Die täglichen Fahrstrecken in der Karte ansehen zu können fand ich bei einigen letzten Reiseberichten sehr hilfreich, deswegen übernehme ich das gerne.

Ok, genug der Einleitung, los geht´s … und zwar am 1. Juli 2017 abends.

Ach nein - ich muss noch etwas vorausschicken, denn das hat uns die ganze Reise begleitet und hätte sie fast verhindert: Mein Vater ist Witwer, 88 Jahre alt, noch recht fit und lebt in einem Appartement im Haus meines Bruders. Vor einigen Jahren hat er nach einem Bagatellunfall den Führerschein abgegeben und ist jetzt mit einem Elektroscooter hier im Ort unterwegs, erledigt seine Besorgungen, fährt zum Friedhof usw. Knapp 2 Wochen vor Reiseantritt wurde er von einer abbiegenden jungen Frau übersehen, angefahren und ist mit dem Gefährt gestürzt. Er hat dabei mehrere Rippenbrüche, einen Wirbelbruch und komplizierte Verletzungen beider Unterschenkel davongetragen. Er wurde wenige Stunden nach dem Unfall das erste Mal operiert und es ging ihm zunächst so schlecht, dass wir überlegten, die Reise erst gar nicht anzutreten. Da sich sein Zustand aber nach einigen Tagen zum Glück stabilisierte, er selbst uns ermunterte zu fahren, und mein Bruder sich echt klasse um alles kümmert, sind wir dann doch relativ beruhigt abgereist.

… und zwar am Samstag, dem 1. Juli 2017 abends!

Wir kommen aus dem Großraum Düsseldorf und zunächst ging es einfach darum, Strecke zu machen- raus aus den ewigen und nervenden Staus- selbst Samstagabend entrinnt man dem nicht!!!!!!!!!! :evil: Aber die Entscheidung, in den Abend rein zu fahren, war richtig: bald schon hatten wir richtiges Urlaubsfeeling!!!

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Nach ca. 750 km verbrachten wir eine längere Pause in Nyborg (Dänemark) und zwar am Rastplatz vor der Storebeltbron. Wer nicht lärmempfindlich ist, kann dort gut übernachten und es hat ein paar schöne Ecken zu laufen.

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Unser Hund ist zu dem Zeitpunkt 10 Monate alt, es ist für ihn der erste Kontakt mit dem Meer. Es zeigt sich dass er ein typischer Labrador ist, das ist sein Element, er hat Riesenspaß!

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Wir genießen die Wege um den Knudshovd Fyr.

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Montag, 3.Juli

Die heutige Strecke: 315 km bis Danska Fall https://goo.gl/maps/f5zoyeMTUV22

Total entspannt und ausgeruht geht es am Montag früh weiter über die Öresundbrücke nach Schweden. Dort werden wir von Regen und langen Schlangen an den Einreisekontrollstellen empfangen, eine neue Erfahrung (die Einreisekontrollen :wink: ). Der Zöllner prüft sehr genau alle Papiere und will wissen, ob der Hund auch angeschnallt ist, er ist zufrieden, als wir auf das Trenngitter zwischen Kofferraum und Fahrgastzelle zeigen.

Der obligatorische Fotostop am Aussichtsplatz der Brücke in Malmö muss natürlich sein.

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Stop für heute ist am Danska Fall, ein Naturschutzgebiet um das Wasserfallsystem des Flusses Assman. Wir gehen den idyllischen Rundwanderweg und verbringen auf dem Rastplatz eine sehr ruhige Nacht.

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Dienstag, 4.Juli 1141 km

103 km bis Värnamo Camping https://goo.gl/maps/7yA5ugDcgam

Am nächsten Tag werde ich sehr früh wach und mache schon um 5.00 Uhr die erste Hunde - Runde. Dabei erlebe ich den kleinen See im Morgenlicht.

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Nach dem Frühstück und der zweiten Runde zum Danska Fall fahren wir weiter, unser heutiges Ziel ist der nur ca. 100 km entfernte Campingplatz in Värnamo.

Der Platz gefällt uns gut, wir stehen unter alten Kiefern und am See gibt es einen Hundebadestrand. Das Wetter ist fantastisch, der Abendspaziergang führt uns durch einen Park zum nahe gelegenen Friedhof.

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Wir staunen über den „Askgravplats“, so eine Form der Bestattung haben wir noch nie gesehen und wir finden sie sehr ansprechend.

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Der nächste Tag gehört dem Nationalpark „Store Mosse“, dem größten schwedischen Moorgebiet südlich von Lappland.

Wir laufen die 13,5 km lange Strecke „Store Mosse Kävsjön Runt“ um den See Kävsjön, es geht abwechselnd durch Wälder und Moorlandschaften, meist über Holzstege, was recht anstrengend ist. Zudem ist es sehr heiß und wir verlängern die Tour um 2 km, weil wir einmal falsch abbiegen, und noch die rote Kirche von Kävsjö besichtigen … und sind verflixt froh als wir wieder im Natuurum ankommen!

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Am Ende der Wanderung sehr ich in der Ferne tatsächlich 2 Kraniche, bin aber mit dem Fotoapparat nicht schnell genug.

Zurück auf dem Campingplatz grillen wir Knoblauchbrot. Der Kühlschrank lief nämlich nicht auf Gas, (warum auch immer :evil:) und unsere restlichen selbstgebackenen Brotvorräte sind aufgetaut, die wollen wir ja nicht umkommen lassen. Mit Salat - einfach köstlich!

Nur gut, dass wir keine direkten Nachbarn haben, der Geruch muss fürchterlich sein… beim nächsten Entleeren der Toilettenkassette steigt Johannes eine Knoblauchwolke in die Nase …oha, sagt er, so was hat er noch nie erlebt!



Donnerstag, 6.Juli 1282 km

400 km bis Parkplatz Nils Holgerssen https://goo.gl/maps/acsw4Pvcx5N2

Weiter gen Norden! Der Weg führt uns am Vättern entlang, von dem wir aber nicht sehr viel sehen weil zwischen Straße und See viel Wald ist.

In Karlsborg, wo der Göta Kanal in den Vätternsee eintritt, machen wir Pause. Es baden tatsächlich einige junge Männer im See, brrrr, viel zu kalt!

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Nächster Stop: Tiveden Nationalpark, eine Felsenlandschaft, die von Kiefernurwald bedeckt und von Wanderwegen durchzogen ist. Herrlich!

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Über Karlstad erreichen wir die E 45 und fahren heute noch bis zum Rastplatz "Wardshuset Nils Holgersson" an dem wir recht spät ankommen und sofort ins Bett fallen.

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Freitag, 7. Juli 1727 km 18° Abfahrt 8.30

288 km bis Idre Camping Söralven https://goo.gl/maps/ReRwLozpzB42

Tja, wie soll ich es beschreiben, weiter geht es über die E 45, Wälder…Wälder…ein See...Wälder...ab und zu ein netter Rastplatz… und echt schön sind die vielen Lupinen am Wegesrand…

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... und es ist herrlich zu sehen, wie unser Hund die Welt entdeckt! Hier ist es ein kieloben liegendes Boot, was kritisch, aufmerksam und ganz vorsichtig begutachtet wird.

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Als Fossenfans führt uns der Weg zum Idre Camping, denn von dort aus geht es zum Fulufjället Nationalpark und zum Njupeskär Vattenfall. Von seinen 93 m Höhe fällt das Wasser 70 m völlig frei! Über eine hölzerne Steganlage kommt man sehr nahe an ihn heran.

Eine tolle Wanderung!

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Leider fängt es an, kräftig zu regnen und so brechen wir die Wanderung nach oben zum ältesten Baum der Welt, „Old Tjikko“ mit 9550 Jahren, ab. Der Weg über die Felsen ist uns zu riskant. Aber die Aussicht hier oben ist schon phänomenal!

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Auf dem Idre Camping gibt es ein Code –System um die Türen z. B. zur Toilette/Dusche oder zur Küche zu öffnen. Dieses System macht mich wahnsinnig- entweder drücke ich zu lang oder zu kurz – ich weiß es nicht- aber die Türen gehen selten auf so wie ich es brauche, und das ist besonders prickelnd, wenn du dringend zur Toilette musst und statt die Tür zu öffnen, den Alarm auslöst…


Sonntag, 9.Juli 2100 km

321 km zum Ristafallet Camping https://goo.gl/maps/tq1tKvfBMND2

Von Idre geht es zum Ristafallet Camping, denn in der Ecke gibt es zwei weitere spektakuläre Wasserfälle, den Ristafossen und den Tännforsen.

Am Ristafossen wurden Szenen zum Film „Ronja Räubertochter“ gedreht, (dort treffen Ronja und Birk auf die Wilddruden) und er ist mein persönlicher Favorit, gäbe es eine Rankingliste, so wie er über die Felsen hinabfällt, einfach wunderschön!

Der gesamte Fall ist 50 m breit, 14 m hoch und der Durchfluss beträgt, abhängig von der Jahreszeit 100 bis 400 m3/s. Durch das feuchte Milieu ist eine spezielle Natur mit besonderen Flechten, Gräsern und Tieren entstanden, die vom schwedischen Staat Schutzstatus erhielt.

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Allerdings ist der Tännforsen auch nicht zu verachten, besonders da er sich an diesem schönen und sonnigen Tag mit einem Regenbogen schmückt.

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Der Indalsälv stürzt hier auf 60 m Breite 32 m tief in den Nornsjö und rund 400 m³ Wasser donnern pro Sekunde in die Tiefe – ein grandioses Schauspiel in einer herrlichen Ecke und nur ein paar km von Norge entfernt… wir fahren aber wegen des Hundes nicht über die Grenze, gedulden uns noch ein paar Tage.

Am 11. Tag regnet es in Strömen. Wir machen einen Tag Pause, mein Vater wird heute zum 6.ten Mal operiert und wir halten Kontakt nach Hause. Es ist jedes Mal eine Vollnarkose nötig und die Aufwachphase wird immer problematischer für ihn, er berichtet von schlimmen Alpträumen dabei. Aber auch diese OP übersteht er, wir können erleichtert aufatmen und uns wieder unserer Tour widmen.


So, das war der Auftakt - demnächst geht es weiter!

liebe Grüße, gudrun55
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Gudrun » Fr, 29. Dez 2017, 0:01

Hej, es geht los! Danke fürs Mitnehmen.

Grüße Gudrun
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Fr, 29. Dez 2017, 9:50

Gudrun hat geschrieben:Danke fürs Mitnehmen.


aber gerne! :D


Mittwoch, 12. Juli, 2554 km, 9, Abfahrt 10.00 Uhr

Die Strecke: 477 km bis zur Huskyfarm Veijejaur https://goo.gl/maps/nGikcvx2wtm

Am 12. Tag fahren wir weiter, es geht zurück zum Inlandsvägen und begleitet von viel Regen und kräftigem Wind weiter nach Norden. Wir nutzen schön gelegene Rastplätze für ausgedehnte Pausen und Spaziergänge und erreichen 2 Tage später die Huskyfarm Veijejaur, wo wir einchecken.



Freitag, 14. Juli, 2957 km, 10°

Wir besuchen heute Arjeplog mit seinem Silbermuseum, der rosafarbenen Kirche,

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und Samikultur in einem kleinen Freilichtmuseum auf der Halbinsel Skeppsholmen,

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und das genialste überhaupt : wir sehen einen Elch!!!!!!!!!!

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Das Wetter wird wieder sommerlich und Dank einer Mücken – Vernichtungsvorrichtung auf dem Gelände der Huskyfarm haben wir auch nicht unter ihnen zu leiden, das genießen wir.

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Unser Wohnwagen macht allerdings ein bisschen schlapp – das Dachfenster über dem Herd ist defekt, wir können es nicht mehr öffnen- und die Wasserpumpe gibt den Geist auf, was bedeutet, dass wir kein fließendes Wasser mehr haben, weder in der Küche noch in der Dusche- sondern nur noch Wasser aus dem Kanister. Das macht alles etwas komplizierter. Wir entscheiden uns jedoch dagegen, hier auf Suche nach Ersatz zu gehen.

Ok. Weiter nordwärts.



Sonntag, 16. Juli, 3187 km, 16°, Abfahrt 11.15 Uhr

254 km bis Naturrastplats https://goo.gl/maps/uA4kQQVr8SB2

Auf den Strassen begegnen uns nun häufig Rentiere. Total Interessant- bei den ersten Begegnungen ist man hin und weg, inzwischen sind wir tatsächlich manchmal etwas genervt, weil sie uns schon wieder aufhalten … :lol:

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Und der Zustand der E 45 lässt uns zeitweise auch nicht besonders gut vorankommen…

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Am Polarkreiszentrum halten wir nur kurz für das obligatorische Foto, das Wetter hat umgeschlagen, es regnet wie aus Kübeln. An der Abzweigung zum Muddus Nationalpark finden wir einen Naturrastplats, geeignet für eine längere Pause und um ein paar Stunden zu schlafen. Doch der Regen pladdert so kräftig, es klappt nicht. Und der Blick nach draußen macht Angst und Bange, das Wasser steht in Riesenpfützen und steigt ständig, wenn wir hier stehen bleiben, kommen wir niemals weg – von der Auffahrrampe, auf die wir vor ein paar Stunden (auf trockenem Boden) gefahren sind, sieht man schon kaum noch was…

…also um 4.00 morgens ab auf die Piste, bis zum asphaltierten Rastplatz Kalixälven Bro, denn dort gibt es auch eine Ver- und Entsorgung, die brauchen wir heute.

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Montag, 17.Juli, 3454 km, 12°, Abfahrt 4.00 Uhr

239 km bis Torneträsk Rastplatz https://goo.gl/maps/WQ2LciVz4XQ2

Der Platz ist knackevoll, wir drehen ein paar Runden, bis jemand wegfährt und wir einen Platz ergattern. Was uns dabei denn doch ärgert, ist, dass auf dem Abschnitt, der für Caravans ausgewiesen ist, jede Menge Wohnmobile stehen und der untere Bereich, der für die Wohnmobile vorgesehen ist, etliche leere Plätze sind. Aber da passen wir nun mal nicht drauf. Diese Situation hatten und werden wir noch öfter haben, da wünschen wir uns mehr Rücksichtnahme.

Johannes haut sich nochmal aufs Ohr, ich drehe mit dem Hund eine Runde – und erlebe wieder, wie schön Landschaft und Natur sind, egal bei welchem Wetter.

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Doch mit dem Schlafen wird das nichts. Also alles nötige erledigen und weiter Richtung Kiruna.

Das erreichen wir gegen Mittag, können aber kaum etwas sehen, so tief hängen die Wolken und so heftig regnet es nach wie vor. Schade, die mächtigen Schlackenberge hätte ich gerne gesehen und der ein oder andere Abstecher wäre auch schön gewesen.

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So suchen wir nur den Veterinär auf, der unserem Hund die Wurmtablette verabreicht und dies im EU-Pass dokumentiert. Klappt alles reibungslos, kostet aber schlappe 35 Euro.

Nun müssen wir mindestens 24 Stunden bis zur Einreise warten. Wir wollten laut Plan eigentlich in Kiruna auf dem CP einchecken oder Richtung Kebnekaise fahren. Aber die Wolken hängen einfach zu tief.

Also nur einen ersten Blick auf die Erzbahn und weiter auf der E10 Richtung Norge.

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Wir fahren bis zum Naturrastplats Torneträsk. Dort gelingt endlich die Pause und wir schlafen uns aus. Trotz Regen und Kälte sind wir viel draußen (da kommt die Winterjacke im Juli doch auch mal zum Einsatz :lol:), gehen hinauf zu dem alten Bahnhofsgebäude und sehen die endlos lange Erzbahn an uns vorbeirattern.

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Mein Vater liegt immer noch im Krankenhaus, die 7. Operation steht an, er ist alles einfach nur leid, besonders dass er dieses Jahr den Pool im Garten nicht nutzen kann. Zum Glück hatten wir ihm zu Weihnachten ein Tablet geschenkt, damit er am WhatsApp Familien Chat teilhaben kann. Nun versorgen wir ihn fleißig mit Bildern und Infos von unserer Tour, was er sehr dankbar annimmt. Wir haben extra einen Chat eingerichtet mit dem Titel: "JoGu on Tour", daher auch der Titel des Reiseberichtes.


Dienstag, 18. Juli, 3706 km, 8°, Abfahrt 10.30 Uhr

209 km bis Malselvfossen Camping https://goo.gl/maps/VSFz1EM9Z7x

Ja, und am nächsten Tag verlassen wir bei kaltem, nassem und sehr windigen Wetter den Naturrastplats und düsen Richtung Norwegen!

Wir halten noch mehrmals unterwegs, denn die Strecke und die Rastplätze sind schön. Der heftige Wind macht Wellen auf dem Torneträsk, er wirkt wie ein Ozean, ich mache davon ein Video.

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In Abisko sollte uns noch eine kleine Wanderung zum Cañon des Abiskojakka führen, doch dort ist es uns zu voll, die reinste Völkerwanderung - und das bei dem Wetter! Ich nehme mir nur aus dem Naturum ein sehr nett geschriebenes und informatives Heft mit.

Dann, vorbei an Riksgränsen, verlassen wir Schweden und erreichen am 18. Tag und nach ca. 3700 gefahrenen Kilometern Norge! Beim Grenzübergang fahren wir wegen des Hundes die rote Spur und gehen mit seinen Papieren zu den Zollbeamten in das Gebäude. Dort erklärt man uns aber, das sei nicht nötig, das habe man nur vorzuweisen, wenn man angehalten wird. Naja, wir wollen halt auch nichts falsch machen, sicher ist sicher.

Ja, da sind wir endlich im gelobten Land – und man glaubt es kaum -, es hört tatsächlich auf zu regnen! Wir fahren auf den nächsten Parkplatz und genießen das, dazu die Felsen, die karge Vegetation und die Schneefelder, herrlich!

Der Hund tobt erstmal im Schnee, wieder etwas, was er noch nicht kannte…

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Noch ein paar Blicke rundum,

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und auf die Erzbahn, die grad aus dem Tunnel kommt,

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weiter geht’s über den „Kong Olavs vei“, die E 10, Richtung Narvik.

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Wir kommen zur E6 und biegen rechts ab, gen Norden. Der Bau der Halogalandsbrua hat Fortschritte gemacht und sieht imposant aus.

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Unser erstes Ziel ist der Campingplatz am Målselvfossen, einem mächtigen Wasserfall.

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Er ist insgesamt 600m lang, hat drei Stufen mit einer Gesamtfallhöhe von 22m, und weist mitunter ein Wasservorkommen von 750 m³ pro Sekunde auf. Er wurde 2003 zum norwegischen Nationalwasserfall gekürt und ist vor allem berühmt durch seine Lachse. Der ganze Bereich ist sehr stark von Anglern bevölkert, wir sehen zum ersten Mal Autos, die tatsächlich auf der Motorhaube eine Vorrichtung haben, um die Angel zu befestigen.

Um nah an ihn ranzukommen gibt es einen breiten Holzsteg.

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Und wir machen unendlich viele Bilder!

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Ich versuche mich das erste Mal an „weichem Wasser“

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An seinem Fuß hat sich sehr viel Treibholz angesammelt.

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Leider erlebe ich hier eine kleine Form von „Telefonterror“: Mein Vater ist inzwischen 7 mal operiert worden, alles nur noch satt und belagert die Ärzte mit dem Anliegen, aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Und die Ärzte haben sich darauf eingelassen. Aber er kann sich auf keinen Fall selbst versorgen, deshalb hat das Krankenhaus Kurzzeitpflege beantragt und ich bekomme jetzt Anrufe von Einrichtungen, die ihn aufnehmen könnten! Es dauert fast zwei Tage bis mein Bruder alles geklärt hat. Er wird unseren Vater nach Hause holen und durch einen ambulanten Pflegedienst versorgen lassen.

Wir erwandern uns in der Zeit die Umgebung und fahren 2 Tage später weiter.




Donnerstag, 20. Juli, 3925 km, 10°, Abfahrt 10.00 Uhr

167 km bis Birtavarre Camping https://goo.gl/maps/eKzLJ1xNb572

Es bleibt wolkig, aber trocken. Wir freuen uns des Lebens und halten immer wieder an,

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erreichen irgendwann den Campingplatz Birtavarre. Als alles aufgebaut ist und wir gegessen haben, geht es auf zur ersten Erkundungstour.

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Hier blüht tatsächlich noch der Flieder!

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Während des Spazierganges klart es auf und wird noch richtig schön, ein Abend, an dem wir nicht ins Bett finden…

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So, das war Teil 2, Fortsetzung folgt...

einen schönen Tag und liebe Grüße! gudrun55
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Gudrun » Fr, 29. Dez 2017, 10:54

Oh, Ihr wart am Torneträsk. Ein früher Morgen am See ist eine meiner Lieblingserinnerungen. Den CP Malselffossen habe ich nicht so in guter Erinnerung: viel zu viele feiernde Leute. Trotzdem: das Fernweh nagt.

Grüße Gudrun
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Rapakiwi » Fr, 29. Dez 2017, 11:36

Oh, das wird für mich ein besonders spannender Bericht, weil ich mich ja auch immer bewegen muss und fast immer die Hunde mitschleppe (wenngleich mit der dreifachen Anzahl an Pfoten). *freu* Aus manchen Tourbeschreibungen geht es nicht unbedingt hervor, ob sie hundetauglich sind; deine sind ja garantiert dog-proved. :super:

Vielen Dank für die ersten Berichte mit den informativen Beschreibungen und schönen Fotos! Ich freue mich auf die Weiterreise mit euch!!
Ha det bra
Anja
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon skandinavian-wolf » Fr, 29. Dez 2017, 12:37

Danke fürs "Mitnehmen", Gudrun.
Irgendwie ist Skandinavien aber wirklich klein. :wink:
Bestimmte Ziele wiederholen sich immer wieder.
Nur dass manch einer von uns vor Ort mehr entdeckt als die meisten.
Und bringen auch bei mir angenehme Erinnerungen, wie Store Mosse mit der großen Runde. Wir sind zum Glück nicht falsch abgebogen aber gereicht hat es am Ende auch. Tiveden war dieses Jahr leider zu voll (der CP) und Fulufjället hatten wir schon bei der Tourplanung "nach hinten" geschoben.
Da bin ich mal gespannt, wie es weiter geht?

Viele Grüße
Uwe
Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber den Intoleranten.
Wilhelm Busch

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon cani#68 » Fr, 29. Dez 2017, 14:24

Moin,
dann steige ich auch mal zu :wink: - 8 Wochen - wow
Gut, das ihr trotz Startschwierigkeiten dann a) starten konnte und b) das Nadelöhr DUS geschafft habt

gudrun55 hat geschrieben: Ich war totaler Laie was das Fotografieren betrifft

Das mit dem "weichen" Wasser klappt ja schon mal :)
Das hättest du auch ruhig mal am Njupeskär Vattenfall probieren können
____________
Schöne Jrooß
Uwe

Norwegen Bilder - https://www.flickr.com/photos/uwe_cani/albums/72157647598018725
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Fr, 29. Dez 2017, 17:02

Hallo zusammen, vielen Dank für die Rückmeldungen! :D

Gudrun hat geschrieben:Oh, Ihr wart am Torneträsk. Ein früher Morgen am See ist eine meiner Lieblingserinnerungen.


Ja, dort hat es uns trotz Dauerregen auch sehr gut gefallen!

Rapakiwi hat geschrieben:deine sind ja garantiert dog-proved.


Na, auf jeden Fall! Und wir sind viel gelaufen! Aber nicht immer unbedingt ausgewiesene Routen, sondern oft einfach dem Trampelpfad nach und dieselbe Strecke wieder zurück!

skandinavian-wolf hat geschrieben:Irgendwie ist Skandinavien aber wirklich klein.
Bestimmte Ziele wiederholen sich immer wieder.


Ja, auch der Rest hat ganz nette Ecken, ich habe den Teil durch Dänemark und Schweden jetzt bewusst etwas knapp und nicht so doll bebildert gehalten, wir sind ja hier in einem Norwegen-Forum. Aber wir haben immerhin 2,5 Wochen gebraucht, da durchzufahren...

cani#68 hat geschrieben:Das mit dem "weichen" Wasser klappt ja schon mal


O Danke, das ist ja richtig ein Kompliment für mich! :D

cani#68 hat geschrieben:Das hättest du auch ruhig mal am Njupeskär Vattenfall probieren können


Hmmh, ich hätte im Reisebericht wohl besser geschrieben : mit " einigermaßen vorzeigbarem Ergebnis" versucht, denn ausprobiert habe ich das natürlich auch vorher, - aber :|

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Nun denn, mal schauen, wann der nächste Abschnitt fertig ist, liebe Grüße bis dahin! gudrun55
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Kumulus » Fr, 29. Dez 2017, 17:36

Wow - danke für diesen schönen Auftakt eurer Reise, die ja von vielen Hindernissen begleitet ist. Die Gesundheit vom Vater und dann auch noch das schlechte Wetter. Bei dem Bild mit dem Wohnwagen in der Riesenpfütze kann ich deine Sorgen nachvollziehen. Ich hatte ähnliches erleben dürfen.

Bemerkenswert finde ich, dass ihr euch für die Mammuttour durch Schweden viel Zeit genommen habt. Na ja, bei 8 Wochen Urlaub ist das sicherlich anders zu bewältigen, als nur in drei/vier Wochen.

Ich bin gespannt, wie's weiter geht und freue mich schon darauf. Gerade jetzt, wo ich bis zum neuen Jahr frei habe, genieße ich es besonders, mit euch mitfahren zu dürfen und bei mir selber Fernweh zu schüren.

Danke Gudrun
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Stina_M » Fr, 29. Dez 2017, 23:18

Danke für den spannenden Reisebericht bis jetzt und die schönen Fotos! Es war bestimmt nicht ganz einfach, mit der Sorge um Deinen Vater zu verreisen...

Mir hat es bei den Fotos auch das weiche Wasser besonders angetan, und der Regenbogen! Und auch den Askgravplats fand ich sehr beeindruckend.

LG

Christina
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Fr, 29. Dez 2017, 23:43

Hallo zusammen!

Kumulus hat geschrieben:Wow - danke für diesen schönen Auftakt eurer Reise


Stina_M hat geschrieben:Danke für den spannenden Reisebericht bis jetzt und die schönen Fotos!


Ich freue mich, wenn der Bericht euch anspricht!

Kumulus hat geschrieben:Bemerkenswert finde ich, dass ihr euch für die Mammuttour durch Schweden viel Zeit genommen habt. Na ja, bei 8 Wochen Urlaub ist das sicherlich anders zu bewältigen, als nur in drei/vier Wochen.


Ja, das ist der Vorteil wenn man das Arbeitsleben hinter sich hat 8) und wir wollten tatsächlich auch was von Schweden sehen.

Stina_M hat geschrieben:Es war bestimmt nicht ganz einfach, mit der Sorge um Deinen Vater zu verreisen...

Das stimmt. Ich war mit meinen Gedanken (wenigstens zu Anfang) sehr oft zu Hause, später, als es ihm besser ging, war ich allerdings froh, gefahren zu sein. Inzwischen geht es ihm zum Glück wieder recht gut.

Stina_M hat geschrieben:Mir hat es bei den Fotos auch das weiche Wasser besonders angetan, und der Regenbogen


Ja, der Regenbogen war ganz besonders, ich weiß gar nicht wieviel Variationen und Ausschnitte ich davon fotografiert habe :D , und das weiche Wasser ist echt eine Herausforderung!

So, dann geht es gleich mal weiter!
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Sa, 30. Dez 2017, 0:57

Freitag, 21. Juli

Wanderung Gorsabrua https://goo.gl/maps/jamsiaNWtjk

Am nächsten Tag geht es vorbei an einer alten Bergbauarbeitersiedlung zur Gorsabrua, das ist eine Brücke, die über einer 153 Meter tiefen Schlucht hängt. Im Sommer gibt es hier die Möglichkeit, „Strikkhoppe“ (Bungee-Jumping) zu machen.

Vom Ort Birtavarre zunächst mit dem Auto 10 km hinein ins Kåfjordtal, über eine Schotterpiste, von Schafen bevölkert.

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Am Parkplatz sind Informationstafeln und ein gut befestigtes Toilettenhäuschen, hier geht es los.

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Zuerst erreichen wir Ankerlia, einen ehemaligen Betrieb zur Gewinnung von Kupfer. Teile der Anlage und Ruinen der alten Bergbauarbeitersiedlung sind noch zu sehen, Informationstafeln geben darüber Auskunft, wie hier früher Erz abgebaut wurde und wie die Menschen gelebt haben.

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Am Ende der Ruinen befindet sich ein kleines, ungewöhnlich aussehendes Gebäude: Gapahuk i Ankerlia.
Es ist eine Konstruktion, die ursprünglich für Notunterkünfte vorgesehen war und nun für Wanderer gebaut wird, die Schutz vor Regen oder kaltem Wind benötigen. Es hat nur eine Seitenwand und ein abfallendes Dach, welches mit unregelmäßig geformten und farbigen Schiefern verkleidet ist. Im Inneren gibt es ein Regal, eine Bank zum Ausruhen und eine Feuerstelle zum Heizen und zur Kaffeezubereitung. Dieses Gapahuk wurde von einer Gruppe Architekturstudenten der Norwegischen Universität für Technologie und Wissenschaft in Trondheim gebaut.

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Weiter durch ein kleines Birkenwäldchen. Die knorrigen Birken scheinen für uns zu tanzen.

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Der Weg führt ganz moderat über sehr schöne Wiesen bergan, teilweise etwas nass.

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Irgendwann registrieren wir, dass inzwischen links eine Schlucht ist … und da geht es ganz schön steil bergab…

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… und dann der erste Blick auf die Brücke und den Wasserfall – gigantisch!

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Natürlich erfolgt der Eintrag ins Wanderbuch, das an dieser Stelle liegt.

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Ja, und dann wird der Weg etwas schwieriger, teilweise steil, rutschig und sehr nah am Abgrund, zum Schluss über ein Geröllfeld. Aber schwierig finden sowas wahrscheinlich nur wir, ein junges Pärchen mit Baby in der Kraxe stiefelt ganz souverän an uns vorbei.

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Aber dann erreichen wir die Brücke und der Blick auf den Wasserfall und die Schlucht - phänomenal!!

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Ui, aber ich merke, dass ich alt werde. Ich traue mich nicht, senkrecht nach unten zu schauen und gehe wie auf Eiern über die Brücke, das wäre mir früher nicht passiert! Und mir dann vorstellen, dass hier Menschen runter springen, das kann ich gar nicht - Strikkhoppe - das hört sich so harmlos an :roll: !!!!

Auf der anderen Seite ist ein Picknickplatz und man hat einen schönen Blick auf einen Bach, aus dem der Wasserfall sich speist. Von hier aus könnte man auch gut noch weiter wandern, doch es fängt an zu regnen und nach einer Pause gehen wir denselben Weg zurück.

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Kurz vor dem Parkplatz ist noch ein interessanter Picknickplatz.

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Wir sind sehr zufrieden,als wir wieder am Auto sind, das war eine echt schöne und lohnenswerte Wanderung!

Über die Schotterpiste geht es zurück nach Birtavarre, nicht ohne diverse Fotostops…

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Im Tal ist das Wetter bombig, wir haben am Abend so schöne Lichtstimmungen, dass wir wieder nicht ins Bett finden. Das letzte Foto machen wir um 1.15 Uhr.

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Samstag, 22. Juli, 4119 km, 15°, Abfahrt 12.55

48 km nach Rotsundelv https://goo.gl/maps/rfBay5XGhPn


Am nächsten Morgen wieder traumhaftes Wetter! Wir dehnen den Morgenspaziergang so lange aus, dass wir erst gegen 13.00 abfahrbereit sind.

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Wir fahren die E6 gen Norden

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und haben einen phänomenalen Blick auf die Lyngenalpen.

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Der erste Stop nach wenigen km am Olderdalen Ferjekai.

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Auf einmal werde ich heftig von einer Möwe attackiert und entdecke auch kurz darauf, warum: ich bin wohl ihren Küken zu nahe gekommen!

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Und weiter Norwegen wie aus dem Hochglanzprospekt! Das Panorama der Lyngenalpen ist einfach gigantisch. Wir kommen kaum vorwärts, nutzen jede Gelegenheit anzuhalten, die Sicht zu genießen und ein paar Fotos zu machen.

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Nur knapp 50 km weiter steuern wir den nächsten Campingplatz an, Rotsundelv.

Nach dem Aufbau wird im T-Shirt bei Sonnenschein gegrillt, gut gegessen, ein lecker Bierchen dazu getrunken - wir sind bester Stimmung als wir zum Verdauungsspaziergang aufbrechen.

„Geitabrua“ steht auf einer Hinweistafel, super, gehen wir doch mal zur Ziegenbrücke!

Rechts und links des Weges gibt es so viel zu sehen, wir kommen kaum voran,

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aber wir unterschätzen mal wieder norwegische Wanderwege…

Zunächst geht es auf trockenem Terrain gut voran, doch der Weg wird matschig, sumpfig, nass- Bretter und Paletten sind ausgelegt, um die schlimmsten Stellen zu überbrücken. Das macht uns im Prinzip nichts aus, doch jetzt haben wir weder unsere Wanderstöcke dabei, noch das richtige Schuhwerk an!

Sollen wir umkehren? Nee, da drüben sieht man doch schon die Brücke!

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Und es passiert, was passieren muss: Johannes rutscht auf einer Holzplanke aus, fällt voll Karacho auf die Seite - durch seinen Aufschrei erschreckt will ich zu ihm laufen, rutsche auch aus und falle der Länge nach in den Matsch! Halleluja!

Erst mal durchatmen, vorsichtig wieder hochkommen und nachsehen ob was passiert ist.

Er ist auf den Arm gefallen, der tut sehr weh, kann aber frei bewegt werden - zum Glück offenbar keine ernsthafte Verletzung, „nur“ Prellung!

Mir ist nichts passiert, ich bin nur nass und pottdreckig, habe es sogar noch geschafft, die Fototasche hoch zu halten!

Was sind wir froh, dass nichts Ernstes passiert ist – das hätte auch sehr schnell das Ende unserer Reise sein können.

Dieselbe Strecke zurückzugehen lockt uns jetzt so gar nicht, ich schaue im Handy nach der Wegführung und sehe, dass der Weg hinter der Brücke zu einer Straße führt und die zurück nach Rotsund.

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Also weiter, jetzt können wir auch wieder lachen und die Aussichten genießen.

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Die Kleidung trocknet recht schnell, der Dreck wird abgeklopft, so dass wir noch bei der Rotsund Kapell vorbeischauen, die auf unserem Weg liegt.

Sie ist über 100 Jahre alt, also eine der wenigen, die der Taktik der „verbrannten Erde“ entkommen ist.

Und ich liebe Friedhöfe! Noch mehr als Kirchen sind sie für mich Orte des Friedens, der Ruhe und Besinnung, außerdem erzählen die alten, wunderschönen Grabsteine jede Menge Geschichten. Also, langer Rede kurzer Sinn: ich muss über jeden Friedhof gehen, an dem wir vorbeikommen.

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Gegen 21.00 Uhr sind wir dann zurück am Campingplatz und noch immer scheint die Sonne!

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Wir finden wieder nicht ins Bett, es ist so hell und klar draußen- wir sind regelrecht aufgekratzt. Aber irgendwann schlafen wir natürlich ein und dann auch entsprechend lang am nächsten Tag.


Von dem berichte ich dann demnächst, gute Nacht! gudrun55
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Kumulus » Sa, 30. Dez 2017, 10:59

"Gestern" noch Regen ohne Ende, Kälte und dicke Jacken und am nächsten Tag T-Shirt und Sonnenschein. So funktioniert der norwegische Sommer. Schön dass ihr das so genießen und auch den "kleinen Ausrutscher" gut wegstecken konntet.

Ich sage mal wieder DANKE für diese grandiose Fortsetzung mit den wunderschönen Aufnahmen. Ich weiß nicht, ob ich über die Gorsabrua gehen würde!! Das sieht verdammt tief und steil aus.

Danke und Gruß
Martin
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Gudrun » Sa, 30. Dez 2017, 11:04

Kumulus hat geschrieben:"Ich sage mal wieder DANKE für diese grandiose Fortsetzung mit den wunderschönen Aufnahmen
Da schließe ich mich an. Macht Spaß mit Dir zu reisen. Ich schau mir dabei manchen Ort noch etwas intensiver an.

Kumulus hat geschrieben:"Ich weiß nicht, ob ich über die Gorsabrua gehen würde!! Das sieht verdammt tief und steil aus.
Ich weiß es. Ich würde nicht gehen!

Grüße Gudrun
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Sa, 30. Dez 2017, 11:54

Gudrun hat geschrieben:Kumulus hat geschrieben:
"Ich sage mal wieder DANKE für diese grandiose Fortsetzung mit den wunderschönen Aufnahmen
Da schließe ich mich an. Macht Spaß mit Dir zu reisen. Ich schau mir dabei manchen Ort noch etwas intensiver an


Das ist schön, ich freu mich über eure Rückmeldung!

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich von der Brücke selber keine richtigen Bilder gepostet habe, das hole ich jetzt mal noch nach:

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liebe Grüße! gudrun55
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