„JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Wollina » Do, 11. Jan 2018, 16:29

Wir waren im Sommer 2015 dort, da hat es funktioniert. Wann wart ihr dort? Ich schau malnach den geo-daten.

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Mainline » Do, 11. Jan 2018, 17:00

Wollina hat geschrieben:Wir waren im Sommer 2015 dort, da hat es funktioniert. Wann wart ihr dort?

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Im Juli 2017 war die Anlage dauerhaft außer Betrieb. Echt blöd, wenn man entsorgen muss :roll:
Gruß,
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Wollina » Do, 11. Jan 2018, 17:07

Ich habe im Internet recheriert. Die Geo-Daten sind die gleichen wie unsere. Anbei ein Mail Adresse dafür:

https://www.campercontact.com/de/norweg ... ?fromsso=1

Ich bin kein Computerfreak und kann es nicht anders verlinken.

Die Abwassersauerei wie auf den Fotos haben wir auch gesehen. Wenn unser Abwasserschlauch nicht passt, weil die Ensorgung zu hoch liegt, schleppt mein Mann das Abwasser in der Toilettenkassete und ich im niedrigen, breiten Eimer in die Entsorgung. Bei diesen Ansichten auf den Fotos braucht man sich nicht wundern, wenn vieles geschlossen wird.n
Außerdem haben wir einen eigenen Frischwasserschlauch und viel Putzzeugs (auch Sagrotan) mit um beim Befüllen des Frischwassertanks keine Keime zubekommen.

Ich hoffe die Anschrift funktioniert sonst muss ein Moderator verlinken.

War das die gleiche wie oben verlinkt.
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Wollina » Do, 11. Jan 2018, 17:12

Nachtrag:
Da noch zwei Leute im August und September 2017 geschrieben haben. Muss das Toilettenausgießen funktionieren
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Do, 11. Jan 2018, 19:46

@ Mainline und Wollina:

Also, wir waren während dieser Tour am 5. August an der Entsorgungsstelle in Tanabru und haben die Kassette entleert. Frischwasser haben wir nicht gezapft, das machen wir nur, wenn der Wasserhahn getrennt von der Entsorgung ist, und das war hier nicht der Fall. Und vor und nach uns haben wir da noch andere entsorgen sehen, alles Wohnmobile.

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Do, 11. Jan 2018, 20:04

Jürgen Carl hat geschrieben: Es war ein bleibendes Erlebnis bis heute.

Das glaube ich gerne und Danke für deine Rückmeldung, Jürgen!

Das hört sich ja total spannend an! Wie die Reisen da oben hoch früher verliefen, würde mich auch noch interessieren - manchmal sieht man noch einige alte Abschnitte der E6 und bekommt eine kleine Idee davon :)

Jürgen Carl hat geschrieben: Jetzt reicht es mit über 80 J. nur noch bis Jotuheimen im PKW.

Klasse, wir hoffen sehr, das mit über 80 dann auch noch zu können. :D

Viel Spaß auf der Nordlys!


Wollina hat geschrieben: Habt ihr eine Köniskrabben-Safarie mitgemacht, interessant und lecker.

Nee, in so ein kleines Boot zu steigen ist nicht unseres. Wir haben Königskrabben in Bugoynes gekauft, da berichte ich im weiteren Verlauf noch von. :D

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Mainline » Do, 11. Jan 2018, 20:13

Interessant. Habe gerade noch mal nachgesehen, als wir am 16.Juli dort waren, war die Entsorgungsklappe abgeschlossen. Trotzdem wurden offenbar Toiletten entleert. Entsprechend schmuddelig sah das Umfeld aus. Auf den verlinkten Fotos sieht das aber alles wieder frisch aus :D

Jetzt aber weiter mit dem Reisebericht :D
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Wollina » Do, 11. Jan 2018, 20:39

Wir waren auch im Jahre 2010 dort. Es sah auch damals in den Sommermonaten so aus. Außer man kommt sehr früh morgens, dann ist das Wasser versickert. Wenn zu viele in den Sommermonaten entsorgen, ist es voll und sieht aus wie eine Müllkippe, dann wird wohl abgeschlossen. Wir haben dort auch schon etwas Müll mit Gummihandschuhen eingesammelt und vor dem Supermarkt in den kleinen Papierkorb gesteckt. Irgendwie schäme ich mich immer, wenn ich so etwas sehe und fühl mich als Womo-Reisender verpflichtet den Platz sauber zu verlassen.

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Rapakiwi » Fr, 12. Jan 2018, 1:11

Besonders beeindruckend finde ich die Vielseitigkeit deines Berichts und der Fotos: Du hast deinen Blick überall und zeigst Weite, Details, Blümchen, Kultur... daher bringt es mir besonders viel Spaß, deine Reise mit dem Bericht nacherleben zu dürfen. Vielen Dank dafür!
Ha det bra
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » Fr, 12. Jan 2018, 23:47

Rapakiwi hat geschrieben:... daher bringt es mir besonders viel Spaß, deine Reise mit dem Bericht nacherleben zu dürfen. Vielen Dank dafür!


Das freut mich, danke sehr! :D

Und es geht weiter:

Montag, 7. August, 6309 km, 12°, Abfahrt 11.40

Vestre Jacobselv Camping https://goo.gl/maps/qJN5q8zuVL92
Der Link zeigt die Strecke nur ab Vardo, wahrscheinlich wegen der Wintersperre.


Wie gut, dass wir so spät noch auf dem Hardbaken waren, heute hätten wir nicht so tolle Aussichten gehabt, es ist diesig und bedeckt. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich eine Abschiedsrunde.

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Am Ortsausgang oberhalb des Sandstrandes ein Gedenkstein. Er erinnert daran, dass Norwegens erstes Rettungsboot, die Colin Archer, 36 Menschen, deren Boot in einem schweren Orkan vor der Küste Hamningsbergs in Seenot geraten war, rettete.

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Eine Rentiergruppe ist ständig im Ort und der direkten Umgebung unterwegs;

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Von da oben hat man doch bestimmt eine gute Sicht -

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:super: und sogar einen schönen Blick auf die Kapelle.

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Bald heißt es: Adieu Hamningberg!

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Als wir losfahren, ist es immer noch ziemlich diesig. Wir mögen uns gar nicht ausdenken, wie schwierig die Fahrt bei richtig schlechtem Wetter oder gar Nebel ist.

Die Straße ist diesmal schön leer, ohne Gegenverkehr. Es gibt nur eine vertrackte Situation, nämlich, als uns bei Sandfjorden ein Reisebus entgegenkommt.

Johannes rangiert ja immer wieder gerne mit dem Gespann. Seiner Meinung nach lernt man nur durch Übung und kann dann auch angemessen reagieren wenn es nötig ist. Ist ja richtig – aber muss das auch jetzt und hier sein? :twisted: Ich denke, der nette Busfahrer wäre bestimmt zurück gefahren… aber als er sieht, dass wir uns rückwärts in eine schmale Ausweichstelle begeben, wartet er natürlich. Ich schwitze Blut und Wasser und das Foto kann ich erst machen, als wir sicher stehen.

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Die Strecke bleibt auf der Rückfahrt genauso faszinierend wie auf der Hinfahrt, nur etwas diesiger.

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Dann sehen wir die Positionslichter vom Vardø Lufthavn und biegen wieder ab auf die E75.

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Im Moment sind wir richtige Glückskinder, fahren meist aus dem schlechteren ins gute Wetter, so auch heute. Wir fahren durch bis zum Camping Vestre Jacobselv und als wir dort sind, können wir wieder herrlich draußen sitzen und grillen. Dabei ziehen wir Resümee der bisherigen etwas mehr als 5 Wochen-Tour und besprechen wie es weitergehen soll.

Mit dem bisherigen Verlauf sind wir hochzufrieden, sind übereinstimmend der Meinung, dass es besser nicht laufen konnte. Uns ist klar, dass es noch viele Dinge gibt, die wir nicht gesehen haben, aber auch wenn man die Tage so streckt, wie wir im Moment, passt nicht alles rein. Da müssen wir eben wiederkommen. Jetzt geht es aber Richtung Heimat, doch ganz entspannt und mit dem einen oder anderen kleinen Abstecher oder Stop, je nachdem.

Heute spazieren wir nur noch durch Vestre Jacobselv .

Die hübsche weiße Kirche von 1940.

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Daneben so eine Art Bauhof. Boah, sind die Schaufeln des Schneepfluges riesig!

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Vestre Jacobselv hat einen netten kleinen Hafen.

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Von hier ist sehr schön der Klubben, der den Sami heilige Berg zu sehen.

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Die Gestelle für den Trockenfisch warten auf die nächste Saison,

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und wir begeben uns heute mal etwas früher zur Ruhe.



Dienstag, 8. August, 6473 km, 13°, Abfahrt 12.45

116 km Gandvik Parkplatz https://goo.gl/maps/duWWjP3uNB82

An diesem Morgen scheint uns wieder die Sonne ins Gesicht, herrlich!

Die Morgenrunde führt uns zu dem wenige km entfernten Mortesnes Kultursti.

"Er ist Teil des Varanger samiske museum in Varangerbotn. Wanderwege führen zu verschiedenen kulturellen Sehenswürdigkeiten, die eine dauerhafte Besiedlung des Gebietes seit mehr als 10.000 Jahren bis in die Neuzeit belegen. Als Resultat der Landhebung nach der letzten Eiszeit liegen die ältesten Funde auf dem höheren Terrain. Jeder Schritt tiefer zur Küstenlinie hin, bringt den Besucher zu Fundstätten aus neuerer Zeit. Die erste gefundene Siedlung in Mortensnes datiert in die frühe Steinzeit, etwa 8 bis 9.000 v.Chr. Früher nannte man diese Periode häufig die Komsa-Kultur nach der ersten Fundstätte im Komsafjellet bei Alta. Im Varanger-Gebiet fand man mehr Wohnplätze als in anderen Teilen des Landes. Aber auch neuere kulturelle Zeugnisse der samischen Bevölkerung wie Gräber oder Opferstätten sind zu besichtigen. Die Fundstücke aus den Ausgrabungsstätten liegen größtenteils im Tromsø Museum."

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Ein total interessanter Rundgang. Nur, auf den vielen Tafeln wird das so beschrieben, als ob man die Reste wirklich sehen könnte. Das kann ich nicht, aber in meiner Vorstellungskraft wird die Vergangenheit durchaus lebendig!

Ein paar Eindrücke:

Standort 4A zeigt den sogenannten Tran- oder Gragsesteinen, der von 13 Steinringen umgeben ist. Der Name geht auf die Verwendung als Opferstein zurück, bei deren Zeremonie der Stein vom samischen Schamanen ( noaidi ) mit Tran oder Fischöl eingeschmiert wurde.

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Standort 5C: hier wurde 1989/90 von einheimischen Handwerkern eine Gemeinschafts-Gamme rekonstruiert. Der Scheunentakt bietet Platz für 2 Kühe und 5 bis 10 Schafe.

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Standort 7A: ab hier beginnen die vielen Grabplätze auf dem Gelände, die sich meist oberhalb der Küstenlinie im gerölligen Gelände befinden. In einem der Gräber fand im Jahre 1857 der Archäologe Nordvi außer einem Skelett noch Skier aus Kiefernholz und Spuren von Skistöcken. Wenn man genau hinschaut, sieht man die einzelnen Gräber im Geröll.

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Die Grabkammer an diesem Platz ist aus stehenden und liegenden Steinplatten erbaut. Oben formen ein paar große Platten, gestützt durch kleinere Steine, eine Art Dach.

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Zwischendurch Lichtspiele auf dem Varangerfjord

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Ein sehr interessanter Vormittag. Dann geht es zurück zum Campingplatz, der Wohnwagen wird angekuppelt und weiter geht die Fahrt.

Aber nur ein kurzes Stück :lol: und wir biegen schon wieder ab von der Strasse, auf die Landzunge zur Nesseby Kirke.

Die 1858 erbaute Kirche hat den Krieg überstanden und wurde 1983 vollständig restauriert.

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Auf dem kleinen Friedhof stehen noch einige alte, eiserne Grabkreuze aus dem 19. Jahrhundert.

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Von hier aus hat man auch einen schönen Blick ins Innere Ende des Varangerfjordes.

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Am Parkplatz ist übrigens ein Schild „Camping verboten“ und du wirst aufgefordert deinen Aufenthalt nicht über 3 Stunden auszudehnen.

Na denn, fahrn wir mal weiter - kommen aber wieder nicht allzu weit :lol: .

Gornitak ist ein Rastplatz am Beginn und für uns jetzt am Ende der Nationalen Touristenstrasse Varanger.

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Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Steinhaus auf dem Rastplatz als Munitionslager genutzt. Jetzt ist es restauriert und dient jetzt als Toilette.

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So, danach schaffen wir tatsächlich mal ein paar Kilometer mehr, wir fahren bis Bugoynes.

Die E 6 wird überall fleißig ausgebaut.

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Bugøynes ist auch einer der Orte, für den wir uns hätten viel mehr Zeit nehmen müssen!

Er gehört zu den wenigen Orten in der Finnmark, die nicht von der deutschen Wehrmacht gebrandschatzt wurden, allein weil ein deutscher Leutnant den Einwohnern versprochen hatte, das Dorf zu schonen, wenn diese ihn und seine Leute heil über den Varangerfjord bringen würden – was sie auch getan haben.

Daher sind die im 18. Jahrhundert von finnischen Einwanderern erbauten Häuser auch noch im Originalstil erhalten. Die Einwanderer waren zunächst Bauern, die wegen der Missernten in ihrer Heimat flohen. In Bugøynes wurden sie zu Fischern. Als die Erträge nicht mehr groß genug waren, sollte der Fischereibetrieb 1989 auf einer Zwangsauktion verkauft werden. Daraufhin gab das gesamte Dorf in einer der größten Zeitungen eine Verkaufsanzeige für das Dorf auf nach dem Motto „Wir wollen zusammenbleiben, wer will uns haben?“.

Die Regierung wurde darauf aufmerksam und unterstützte nunmehr die 230 Bewohner, insbesondere bei dem Aufbau eines neuen Marktzweiges: Dem Fang der Kamtschatka-Krabbe, die sich von Russland hierher immer mehr ausbreitete. Heute ist diese Krabbe eine geschätzte Spezialität und wird in die ganze Welt exportiert. Letztlich sollte noch erwähnt werden, dass die Einwohner immer noch in der Hauptsache Finnisch sprechen. Deshalb wird Bugøynes auch „Lille Finnland“ genannt.

Die Anfahrt dahin schon spannend und toll, es ist wieder eine von den herrlichen Küstenstrassen.

Die Fahrt im strahlenden Sonnenschein genieße ich jetzt einfach mal nur und mache keine Fotos. Auch beim Weg durch den Ort lasse ich die Kamera bewusst im Auto. Einfach nur genießen – es ist wunderschön dort! Besonders in Erinnerung ist mir ein kleines Haus mit einem Kartoffelacker dahinter geblieben.

Aber der Hauptgrund für unseren Aufenthalt hier sind ja die Königskrabben! Eine Safari möchten wir nicht machen, in so kleinen Booten aufs Wasser, nee! Aber essen möchten wir sie.

Also ein Eimer voll Königskrabben gekauft und wieder zurück zum Wohnwagen.

Für die Übernachtung an diesem Stellplatz sollen wir aber über 30 Euro zahlen, und es ist ja schon sehr spät, also praktisch nur für ein paar Stunden.

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Nein, das ist uns zu teuer, wir fahren zurück zum Rastplatz Gandvik an der E6.

Da mache ich dann doch wieder ein paar Fotos… 8)

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Dann wird gekocht und geschlemmt!

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Und ich gestehe: Ich habe nur probiert und dann frisches Brot mit Aioli geschlemmt- die Königskrabben haben mir nicht geschmeckt (ich bin dafür bekannt, etwas schwierig zu sein, was das Essen anbelangt :twisted: ). Johannes dafür umso besser, ich glaube, der hatte hinterher einen Eiweißschock.

Gamvik ist ein toller Rastplatz mit einer schönen Umgebung zum laufen, deshalb übernachten wir dann auch hier.

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So, das war`s mal wieder, demnächst geht es weiter!

liebe Grüße! gudrun55
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Wollina » Sa, 13. Jan 2018, 15:33

Oh, das tut mit leid, dass dir die Krabben nicht geschmeckt haben. Wir fanden die ganz lecker und so frisch,gleich aus dem Meer und sofort zubereitet auf unserer Krabbensafarie in Kirkenes.
Freue mich auf die Fortsetzung, vor allem auf die Fotos.

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » So, 14. Jan 2018, 1:34

Wollina hat geschrieben:Oh, das tut mit leid, dass dir die Krabben nicht geschmeckt haben

das ist nicht schlimm, ich finde immer genug Leckereien für mich :D

Wollina hat geschrieben: Freue mich auf die Fortsetzung, vor allem auf die Fotos.

wie schön, bis bald! gudrun55
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » So, 14. Jan 2018, 14:30

Mittwoch, 9. August, 6595 km, 16° , Abfahrt 9.45,

281 km bis Karasjok https://goo.gl/maps/y1Z8GZnkuLs

Gestern haben sich noch einige Wohnmobile zu uns auf den Parkplatz gesellt. Was für „Schlachtschiffe“! Da sehen wir ja richtig winzig aus…

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Wir begeben uns wieder auf die E6 und fahren Richtung Neiden.

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Bevor wir am Skoltefossen stoppen, biegen wir links ab und statten der 1901 im Drachenstil erbauten „Neiden Kapell“ einen Besuch ab.

Neiden liegt in einem Gebiet, das von verschiedenen Kulturen und Nationalitäten geprägt ist, darunter der samischen Bevölkerung und finnischen Einwanderern. Um die norwegische Kultur zu betonen hat der Architekt sich von den Stabkirchen inspirieren lassen und „ein Schmuckstück norwegischer Baukunst mit altgermanischer Ornamentik“ geschaffen.

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Und nur ein kleines Stück weiter wird die kulturelle und religiöse Vielfalt ergänzt durch die russisch orthodoxe Symbolik in Skoltebyen.

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Nächster Halt Skoltefossen, der Wasserfall, über den man fahren kann, denn er fließt direkt unter der Straßenbrücke hindurch.

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Ja, und dann verlassen wir Norwegen erst einmal, fahren nach Finnland und über die "Sevettijärventie" genannte Strasse 971 Richtung Inarisee.

Jetzt sind wir wieder in der EU, aber in einer anderen Zeitzone, müssen die Uhr eine Stunde vor stellen. In Näätämö wollen wir tanken und mal wieder mit Euro bezahlen, das Gefühl haben, deutlich weniger Geld auszugeben :lol: .

An die vielen Rentiere haben wir uns ja nun schon gewöhnt, aber dass wir uns mit ihnen den Platz an der Zapfsäule teilen müssen, nee, das hatten wir noch nicht :twisted: -

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Die Straße führt durch eine traumhafte Seenlandschaft.

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Es gibt auch etliche, schön gelegene Rastplätze und Wandermöglichkeiten. Die können wir aber nicht nutzen, denn es wimmelt von Mücken! Sobald wir das Auto verlassen, werden wir umschwärmt und der arme Hund hat nach kurzer Zeit den Bauch ganz zerstochen.

Ich weiß nicht, wie oft ich jetzt zu Hause schon hören musste, was es doch für ein lustiges Bild war, als ich mich ins Auto reingebückt habe, um etwas herauszuholen und mein Allerwertester sofort von diesen Plagegeistern belagert wurde… :hahaha:

Dabei haben wir tollstes Sommerwetter, 28 Grad! Schade, sehr schade! Aber es hat keinen Sinn hier auf dieser Strecke zu bleiben, die Wetterapp sagt, dass es so schön bleibt. Also beratschlagen wir was zu tun ist. So ganz direkt nach Hause durchrauschen möchten wir eigentlich nicht.

Da bleibt ja nur eins – zurück nach Norwegen und gemütlich über die E 6 südwärts gondeln, weshalb wir rechts auf die E 75 und ein Stück weiter links auf die 92 Richtung Karasjok abbiegen.

Das beschert uns viele, viele Kilometer übelster Schotterpiste – immer wenn wir denken, jetzt ist es vorbei, geht die Baustelle weiter…

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Dann fängt es auch noch an zu regnen.

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Aber auch das gehört irgendwie dazu und kann uns die Reise nicht vermiesen.

In Karasjok wimmelt es auch noch von Mücken und deshalb halten wir nur an der Ver- und Entsorgungsstelle. Da bekommen wir dann als Zugabe einen schönen Regenbogen.

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Wir fahren weiter auf der 92 und als es schon ziemlich spät ist, finden wir eine schöne Übernachtungsmöglichkeit, dort wo die Geaimmejohka in die Karasjoka mündet. Hier beginnt ein Weg, der als Kulturerbe bezeichnet ist, ich finde nicht wirklich heraus um was es sich genau handelt.

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Aber die Aussicht ist schön, und in den großen Sanddünen hat der Hund viel Spaß.

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Irgendwann parkt ein Norweger neben uns und sprüht sich reichlich ein, bevor er losgeht. Ich spreche ihn an und frage, ob er etwas gegen die Mücken empfehlen kann – aber es ist Autan, welches es benutzt hat und er sieht das irgendwie ganz pragmatisch. Na denn, wenn man hier lebt, hat man wohl keine andere Chance. O.K. Wir kochen noch was, machen unser abendliches Kartenspiel und gehen zu Bett.


Donnerstag 10. August, 6880 km, 15°, Abfahrt 9.30

178 km bis Alta camping https://goo.gl/maps/jBDtWCcXDv62

Am Morgen bin ich noch im Halbschlaf und denke – hmh, irgendwas stimmt hier nicht, was sind das für Geräusche??? Auf einmal hellwach wird mir klar – das sind Mücken!!!!!!!

Wir hatten am Abend eine Mückenspirale draußen vor der Tür angezündet, die ist offenbar in der Nacht zu Ende gewesen und dann- Tja, dann sind die Biester durch alle Ritzen eingedrungen!! Wir springen aus dem Bett und gehen auf Jagd. Es dauert eine gute halbe Stunde, dann ist der Spuk weitestgehend vorbei und wir können in Ruhe frühstücken.

Jetzt sehe ich auch, welcher Weg hier beginnt:

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Da aber alles nur in Norwegisch und Sami beschrieben steht, verstehe ich leider immer noch nicht, um was es sich handelt. Egal, ich gehe trotzdem los, der Hund muss ja raus.

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So, dann machen wir uns mal wieder auf den Weg. Wir wollen nach Alta, nehmen erst die 92 und biegen dann ab auf die 93. Die Strecke führt durch riesige Waldgebiete, es ist unglaublich, du siehst nur Wald, Wald und nochmal Wald, dazu etwas Wasser und ganz selten mal ein Haus oder zwei.

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Die Strasse ist gut befahrbar und Autoverkehr gibt es so gut wie keinen.

Nachdem wir auf die 93 erreicht haben, sehen wir seit langem mal wieder ein Polizeiauto, und das fährt dann ausgerechnet die ganze Zeit hinter uns her! Das macht uns doch wirklich nervös - wir fragen uns ob etwas nicht stimmt – sind uns aber auch keines Vergehens bewusst – das gibt es doch nicht – wir fahren tatsächlich auf einen Parkplatz - und sind erleichtert als das Polizeiauto weiterfährt– irre!!!

Dann erreichen wir den Pikefossen ("Mädchen-Wasserfall") im Kautokeinoelva, einen nicht sehr hohen, dafür aber breiten Wasserfall.

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Der Fall hat diesen Namen, weil hier angeblich ein Mädchen ertrunken ist. Von Mythen umsponnen ist die Frage, warum und wie es den nassen Tod fand. Der Sage nach haben die, die in der Nähe des Wasserfalles in einem Lavvu übernachteten, herzzerreißende Schreie aus Richtung des Falles hören können.

Die Aussicht von da oben ist mal wieder phänomenal.

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Dann noch ein paar schöne Kilometer entlang des Eibyelva und Eibydalen und wir landen in Alta auf einem Campingplatz.

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Erleichtert zu registrieren, dass Mücken hier kein Thema sind, nach dem Aufbau lecker essen (bei dem tollen Wetter natürlich vom Grill) und dann mal wieder los beenden den Tag.

Der Altaelv hat sich im Gegensatz zu unserem ersten Besuch 2014 in sein Bett zurückgezogen und man kann sehr schöne Wege gehen, die waren 2014 komplett überflutet.

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Der Herbst rückt wohl doch langsam näher.

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Lass mal schnuppern, wer bist du denn?

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Der Campingplatz wird noch sehr voll heute, obwohl ja noch nicht Freitag ist, aber ich glaube, in Norge gehen die Ferien zu Ende.

Wir werden aus Platzmangel regelrecht eingekreist von einer Gruppe, die sich hier trifft. Aber sie kommen zu uns, sprechen uns an und bei Verständigungschwierigkeiten hilft die Handy- Übersetzungsapp. Toll!

Gut, dass wir uns entschieden haben, diese Strecke zu nehmen.


So, das war`s dann erst mal wieder, einen schönen Sonntag noch!

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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon Ronald » So, 14. Jan 2018, 14:41

Moin,
Danke Gudrun!!!
Sehr schön die Strecke über Finnland. Ja, Neiden und der Skoltefossen und der Skolteplassen haben uns sehr gut gefallen.
Mücken: Das ist der Grund, warum wir im Mai/Juni bi spätestens Anfang Juli fahren, denn wenn es eine Mücke gibt, die findet mich garantiert.
Euch auch einen schönen Sonntag.
Gruß
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
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Re: „JoGu on Tour“ - Skandinavien 2017

Beitragvon gudrun55 » So, 14. Jan 2018, 15:25

Ronald hat geschrieben:Mücken: Das ist der Grund, warum wir im Mai/Juni bi spätestens Anfang Juli fahren,


Ja, aber wir sind ja nun schon fast Mitte August, aber das Wetter war einfach noch zu warm und sommerlich :D

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