FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier und da

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Mainline » Do, 30. Aug 2018, 8:25

Hallo,
vielen Dank für diesen interessanten und auch persönlichen Reisebericht.
Das opulente Essen der Hüttenwirtin sieht ja wirklich lecker aus.
Darf ich fragen, wieviel für so ein Vier-Personen Menü zu zahlen ist?

Ich freue mich auf die Fortsetzung :)
Viele Grüße,
Gerhard
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Do, 30. Aug 2018, 11:40

Riehli hat geschrieben:Klasse... in mir verstärkt sich immer mehr der Wunsch, das auch mal zu machen.



Ja, mach doch!!!

Vielleicht einfach mal antesten und in einem Urlaub in 3 Stunden zu ersten Hütte laufen dort übernachten und am nächsten Tag zurück.
Die bewirtschaftete Hütten sind schon Luxus. Ich bewunder immer die Leute die mit dem Zelt unterwegs sind. Aber wir haben für uns beschlossen dass das nichts mehr für uns ist.
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Do, 30. Aug 2018, 11:43

Mainline hat geschrieben:Darf ich fragen, wieviel für so ein Vier-Personen Menü zu zahlen ist?



Ganz genau kann ich das gar nicht sagen, ich denke es sind gut 30 € pro Person.
Die Preise findest du auf der DNT Seite. Private Hütten wie die Haverdalseta weichen davon schon mal ein klein wenig ab.

Ich kann dir aber sagen dass wir für zwei Erwachsene und die zwei Kinder, die leicht ermäßigte Preise zahlen, für Übernachtung, Abendessen, Frühstücksbuffet und Lunchpaket für den nächsten Tag immer zwischen 340 und 360 Euro gezahlt haben. Ohne das Bier die Limo und das Eis am Abend. Das ist der DNT Mitgliedspreis. Wenn man kein Mitglied ist zahlt man ca 30% mehr.
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Do, 30. Aug 2018, 18:18

Donnerstag 19.7.2018
Haverdalseter – Övre Döralseter. Gehzeitangabe 4,5 h, 13 km, sonnig 20 - 25 Grad
.....ein toller Tag, eine landschaftlich tolle Etappe :!:

Morgens, es wird ja schon um 3 Uhr hell, ist das Licht besonders toll. Hannah steht tatsächlich kurz auf um ein paar Fotos zu machen :lol: . Das muss so gegen 5 Uhr gewesen sein.

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Dann gibt’s ein tolles Frühstück. Davon wären bestimmt auch 20 Leute satt geworden.

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(Waffeln gabs noch zusätzlich an den Tisch :o )

Wir brechen nach einem guten Frühstück gegen 9:30 auf. Die ersten 8 km führen uns durch das herrliche Haverdalen. Vor 7 Jahren mussten wir viele matschige und sumpfige Stellen kraftzehrend umgehen. Dieses Jahr ist aufgrund der langen Trockenheit alles anders. Der Weg ist toll und führt immer in Sichtweite des Flusses entlang. Teilweise durch Wald. Immer wieder sehen wir Elchsch…ße, leider aber keinen Elch :-? :( :( .

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(Blick zurück zur Haverdalsseter)

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Vor der Brücke über den Fluss machen wir eine lange Pause am Wasser und sonnen uns. Auch hinter der Brücke sehr schöne Zelt- und Picknickplätze…wir machen noch ein wenig Pause bevor der Aufstieg zur Scharte Döralsgluppen beginnt. Dann geht es fast 500 Höhenmeter hinauf :silly: .
Die Scharte zwischen Haver- und Döralen ist eine einzige Steinwüste. Davor haben wir mächtig Respekt. 2011 hat das hier an einem heißen Sommertag viel Kraft gekostet. Eine halbe Stunde vor der höchsten Stelle legen wir eine weitere Pause am Bach ein :zigarette: .

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Dann müssen wir über eine Stunde über die Felsblöcke und Steine durch die Schlucht. Sehr beeindruckend :!: :!: An einigen schattigen Stellen liegt immer noch Schnee. Unglaublich, dass es die Kinder 2011 mit 7 und 10 Jahren hier durch geschafft haben :!: :roll: .
Immer wenn man denk "jetzt muss das doch der höchste Punkt sein" kommt noch ein Hügel Steine. Die Steine wackeln teilweise, man muss schon ein wenig konzentriert sein.

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Auf der anderen Seite geht es hinunter zur Döralseter, die wir gegen 16:30 erreichen.

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(Blick zur Döralseter)

Wir bekommen ein schönes 4er Zimmer im Nebengebäude. Vor dem Essen stärken wir uns noch mit Bier und Limo, der Pegel vom Obstler sinkt weiter. Das Abendessen ist wieder sehrt gut, es gibt Leberkäse, Frikadellen, Kartoffeln und Gemüse als Hauptgang.
Abends sitzen wir noch im schönen Aufenthaltsraum, in dem es sehr, sehr warm ist, und spielen „wer bin ich“ :popcorn: .

....Fortsetzung folgt
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Voronwe » Fr, 31. Aug 2018, 17:05

fcelch hat geschrieben:[b][u]Donnerstag 19.7.2018[/u
Vor der Brücke über den Fluss machen wir eine lange Pause am Wasser und sonnen uns. Auch hinter der Brücke sehr schöne Zelt- und Picknickplätze…wir machen noch ein wenig Pause bevor der Aufstieg zur Scharte Döralsgluppen beginnt. Dann geht es fast 500 Höhenmeter hinauf :silly: .
Die Scharte zwischen Haver- und Döralen ist eine einzige Steinwüste. Davor haben wir mächtig Respekt. 2011 hat das hier an einem heißen Sommertag viel Kraft gekostet. Eine halbe Stunde vor der höchsten Stelle legen wir eine weitere Pause am Bach ein :zigarette: .


Wow, das sieht schon etwas herausfordernd aus, da könnt ihr ja von Glück sagen, daß es trocken war, bei Nässe stelle ich mir das echt gefährlich vor.

Ansonsten freue ich mich schon auf die Fortsetzung
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Badener1972 » Fr, 31. Aug 2018, 17:59

:!: Also für so tolle Bilder hat sich das frühe Aufstehen von Hannah wirklich gelohnt! Daumen gaaaaaaaaaaaaaaaanz weit hoch!
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Kumulus » Fr, 31. Aug 2018, 19:05

Tolle Tour, tolle Bilder und eine lebendige Erzählung. So macht es richtig Spaß, euch zu "folgen".

Danke

Auf dem kleinen Rastplatz im Grimsedalen habe ich 2014 für eine Nacht gestanden. Ist wirklich sehr schön dort. Und für die Geocacher gibt es dort auch Möglichkeiten.


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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Fr, 31. Aug 2018, 22:00

@Voronwe: Ja, bei Regen ist das da bestimmt nicht lustig

@Badener1972: Ich gebe das gerne weiter....

@Kumulus: Da komme ich auch noch mal hin...

Freitag 20.7.2018
Övre Döralseter – Rondvassbu. Gehzeitangabe 4 h, 12 km, bewölkt, später sonnig 25 Grad

Nach dem Aufstehen zunächst ein Gewitter, das sich zum Glück nach dem (wie immer guten) Frühstück verzogen hat.

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Als wir gegen 9:45 loslaufen ist es noch bewölkt. Später wird es wieder sehr sonnig und warm.
Ich habe mir an beiden Fersen üble Blasen gelaufen :flenner: :screamer: und kann die Wanderschuhe nicht anziehen. Am Vortag ging es noch mit Tape, an diesem Tag geht nix mehr. Ich „baue“ die Trekkingsandalen ein wenig um (den Riemen hinter der Ferse entfernt) und laufe damit. Das klappt überraschenderweise recht gut.
Ein weiteres Desaster: Hannah muss ihr Handy neu starten, hat aber den PIN 2 mal falsch eingegeben. Sie hat den richtigen PIN vergessen. Nun ist „der Kontakt zur Zivilisation“ endgültig verloren. Das Leben scheint nicht mehr viel Sinn zu machen, die Instagram Flammen werden verlöschen. Weltuntergangsstimmung :weinen: :weinen: :weinen: :weinen: .

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Am Abzweig zum Rondvatnet, geradeaus gehts ins Langlupdalen weiter bis Björnhollia:

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Nach 2 h machen wir eine längere Pause. Dann suchen wir die Stelle an der wir 2011 ein Foto gemacht haben, welches abgemalt als Ölbild zu hause hängt. Wir finden die Stelle, jedoch ist der See dieses Jahr ausgetrocknet. Nach einer Diskussion :keppler: , von welcher Position genau das Foto gemacht wurde, stellen wir es nach.

2018:

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2011 (da war Wasser im See):

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Von Hannah 2013 in Öl gemalt:

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Danach laufen wir weiter zum See Rondvatnet, den wir 14:15 erreichen. Da wir uns die 2 h „oben rum“ über den Berg sparen wollen warten wir eine Stunde auf das Boot, welches von hier über den See zur Rondvassbu fährt. Es ist kurz bewölkt und es wird leicht kühl während wir warten.

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Das Boot kommt pünktlich und wir werden an der Rondvassbu von strahlendem Sonnenschein empfangen. Wir gönnen uns wie immer eine Hopfenkaltschale und Eis. Irgendwie gehört das als Belohnung des Tages inzwischen dazu.

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Da die Rondvassbu im Zentrum von Rondane zwischen den höchsten Bergen liegt und auch mit dem Mountainbike erreichbar ist, herrscht Hochbetrieb. Deshalb kommen wir auch nur noch in einem 16er Zimmer unter. Es sind wohl ca. 200 Leute für die Nacht auf der Hütte. Außerdem einige Zelte in der Umgebung.

Die Dusche tut gut :!: . Keine Zeitbegrenzung oder 10 NOK für 3 Minuten. Rondvassbu ist jedoch die einzige Hütte auf der Tour die nicht über ein Wasser-WC verfügt sondern noch üble Plumpsklos hat. Tagsüber läuft ein Hochleistungsgebläse, das wenigstens dafür sorgt, dass der Luftzug nicht wie üblich von unten aus dem „Loch“ kommt.
(Irgendwie scheint es ein physikalisches Phänomen zu sein das bei den Plupsklos der Wind normalerweise immer von unten kommt, durch den Fleecepullover bläst und wenn man nicht aufpasst das Klopapier zurückgeflogen kommt und am Hintern klebt :kotzuebel: . Da macht sich jahrelange Erfahrung bezahlt!!!).
Ansonsten ist es hier sehr gemütlich und perfekt.

Das Abendessen ist wieder gut organisiert. Nach der Suppe gibt es Lachs, Kartoffeln und Salat. Elin bekommt als Vegetarier überbackenen Brokoli und Salat. Nach dem Essen führen wir in einer Sitzecke des schönen Aufenthaltbereichs an einem Tisch noch nette Gespräche mit Norwegern. Ein in Deutschland lebender Norweger erzählt über die Geschichte und Historie des Wanderns in Norwegen. Es war wohl früher den Privilegierten vorbehalten. Daher wird der Standard auch auf den bewirtschafteten Hütten hoch gehalten. Das Essen kann locker mit guten Hotels mithalten. Viele Norweger bestellen sich sogar eine Flasche Rotwein an den Tisch. Frisches Fjellwasser wird zum Essen kostenlos gereicht. Nach dem Essen gibt es zum Nachtisch noch Kaffee oder Tee :!: .

Die Nacht im 16er Zimmer ist nicht unangenehm. 2 Schnarcher :muede: :silly: kann ich irgendwie wegignorieren bzw. höre etwas Musik mit dem I-Pod. Wir haben in den Alpen schon mit 50 Leuten auf einem Zimmer übernachtet, das war schlimmer.

Fortsetzung folgt....
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon syltetoy » Fr, 31. Aug 2018, 22:21

Hallo Markus das ist ein wunderschöner Bericht mit so tollen Fotos .....der Vergleich von 2011 zu 2018 ist besonders....als ich letztens mal nach 15 Jahren einen Kurzurlaub nach Schweden machte musste ich feststellen das sich dort nichts verändert hat, die Steine lagen an der gleichen Stelle,die Brücke zu meiner Insel immer noch blau, der kleine Hafen mit den Booten... das Meer noch da ;) die Häuser unverändert .....die Zeit scheint still zu stehen....nur man selbst ist älter geworden hat sich verändert :)
Freu mich auf deine Fortsetzung.
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Sa, 01. Sep 2018, 7:37

Oje.....ich hab mich als blöd geoutet sagen die Kinder. Die “Flammen“ gibts bei Snapchat und nicht bei Instagramm :roll:
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Ari » Sa, 01. Sep 2018, 8:05

Toller Reisebericht - vielen Dank! Und schøn mit dem Vergleich 2011 und 2018! Und Kompliment an die Malerin!

Viele Gruesse,
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Voronwe » Sa, 01. Sep 2018, 17:13

[quote="fcelch"
Die Dusche tut gut :!: . Keine Zeitbegrenzung oder 10 NOK für 3 Minuten. Rondvassbu ist jedoch die einzige Hütte auf der Tour die nicht über ein Wasser-WC verfügt sondern noch üble Plumpsklos hat. Tagsüber läuft ein Hochleistungsgebläse, das wenigstens dafür sorgt, dass der Luftzug nicht wie üblich von unten aus dem „Loch“ kommt.
(Irgendwie scheint es ein physikalisches Phänomen zu sein das bei den Plupsklos der Wind normalerweise immer von unten kommt, durch den Fleecepullover bläst und wenn man nicht aufpasst das Klopapier zurückgeflogen kommt und am Hintern klebt :kotzuebel: . Da macht sich jahrelange Erfahrung bezahlt!!!).
Ansonsten ist es hier sehr gemütlich und perfekt.
[/quote]

Das mit der Dusche verstehe ich nicht so ganz: Für 3min zahlt man 10NOK und für unbegrenzt?

Den Luftzug von unten durfe ich in Oskampen auch schon feststellen, , das stelle ich mir vor allem im Winter ziemlich unangenehm vor. Da war die Unterseite allerdings offen und konnte wohl von unten irgendwie erreicht werden (habe auf genauere Forschung verzichtet :D ).
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Sa, 01. Sep 2018, 18:18

@Voronwe
Meistens 10 NOK für 3 Minuten.
In der Rondvassbu kostenlos in der Gemeinschaftsdusche und so lange du willst.

Hab mich vielleicht missverständlich ausgedrückt.

....ganzen Tag ums Haus gearbeitet. Erstmal grillen. Vielleicht später noch den nächsten Teil der Wanderung.
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon Rapakiwi » Sa, 01. Sep 2018, 20:10

Ein toller Bericht; vielen Dank dafür!

Zwei Sachen finde ich besonders gut: Dass ihr die Tour erneut angegangen seid und dass die Eindrücke damals in Öl festgehalten wurden. Ein tolles Bild!!
Ha det bra
Anja
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Re: FCElch on Tour...2018 bei Freunden, Rondane, und hier un

Beitragvon fcelch » Sa, 01. Sep 2018, 20:39

Samstag 21.7.2018
Rondvasbu – Smuksjöseter via Peer Gynt Hütte. Gehzeitangabe 4,5 h, 14 km, und dann mit Bus und Bahn zurück zum Auto an der Hageseter.
Sonnig 25 Grad

Wir brechen wieder gegen 9:45 auf. An einem Fuss kann ich wieder den Wanderschuh tragen, an dem anderen laufe ich mit der Trekkingsandale. Sieht blöd aus, ist aber zweckmäßig :lol: :oops: . Es geht die ersten 2 h stetig leicht bergauf.

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Tolle Fernsicht. Nach 2 Stunden, hinter dem höchsten Punkt machen wir an einer Nothütte eine Pause und sonnen uns.

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Von dort geht es in einer Stunde zur Peer-Gynt Hütte. Da diese von diversen Parkplätzen in jeweils gut einer Stunde erreichbar ist herrscht einiger Betrieb. Es gibt dort Waffeln und Getränke. Im Fluss wird gebadet.

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Nach einer kurzen Pause laufen wir weiter bis kurz vor die Smuksjöseter. Von hier wollen wir in einer Stunde den Bus nach Otta ins Tal nehmen. Hannah und ich möchten die Zeit für ein Bad im See nutzen. Eine norwegische Familie picknickt in der Nähe. Der kurze Enthusiasmus hier baden zu wollen schwindet als wir die Wassertemperatur testen und bis zum Knie im glasklaren See stehen. Erst als der (vermutlich) Opa der norw. Familie ohne große vorheriger Abkühlung (er muss eine andere Körpertemperatur haben) in den See taucht und rausschwimmt trauen wir uns auch. Wir sind ja keine Lappen….
:!: :!: :bounce: :bounce: :rocker: :rocker: :rocker: :rocker: :rocker:

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Der Bus bringt uns in einer Stunde zum Bahnhof in Otta. Die geplante Stunde Wartezeit auf den Zug nach Hjerkinn nutzen wir für den langersehnten Einkauf von Schokolade und einem kalten Bier :prost: . Während die Damen noch im Supermarkt sind setze ich mich schon mal in einen kleinen Park, der auch ein wenig Kinderspielplatz ist. Mit den unterschiedlichen Schuhen, dem Bier und der Plastiktüte neben dem Rucksack sehe ich wohl wie ein Landstreicher aus, was mir in dem Moment aber egal ist. Eine Mutter mit Kinderwagen schaut etwas irritiert.
:oops: :oops: :oops: :oops: :oops:

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Irgendwann kommt pünktlich der Zug aus Oslo nach Trondheim. Als wir gut drin sitzen gibt es eine Durchsage. Auf norwegisch. Was ich verstehe klingt nicht gut. Ein Norweger bestätigt meine Vermutung: Es gab einen Brand auf der Strecke, der Zug fährt nicht weiter. Es sollen Ersatzbusse organisiert werden. Für den vollbesetzten Zug sind 10 Busse erforderlich. Nur wo sollen die hier an einem Samstag in der Ferienzeit…..in der Pampa fernab einer größeren Stadt….herkommen? Wir steigen aus und stehen mit Hunderten anderen auf dem Bahnsteig in der Hitze und warten. Die Norweger haben eine wahnsinnige Geduld. Es wird „Überlebenswasser“ :shock: verteilt. Na toll. Ich hätte besser 2 Bier gekauft. Niemand hat nähere Informationen. Es ist unklar ob Busse kommen. Super! Die Lok wird abgehangen und am anderen Ende des Zuges angedockt. Der Zug soll retour nach Oslo fahren. Nach 2 Stunden immer noch kein Bus, es ist inzwischen 19 Uhr und wir wollten längst wieder auf der Hageseter bei unserem Auto sein, wo ich noch eine Hütte reservieren konnte. Irgendwann heißt es: alle einsteigen, der Zug fährt doch. Die Lok wird wieder umrangiert und dann fährt der Zug irgendwann mit uns los. Allerdings immer wieder nur gaaaanz laaaangsam.

Derweil (während der Zugfahrt) wird zu hause Opa zum Held :!: :!: :!: , denn er findet, nachdem wir ihn telefonisch durch unser Haus navigieren, die PIN von Hannahs Handy. Der Tag ist gerettet….nein der Urlaub ist gerettet….nein, die Welt ist gerettet!!! Hannah hat wieder Kontakt zur Außenwelt.
:rocker: :rocker: :bounce:

Wir erreichen Hjerkinn gegen 21 Uhr, immer noch in kurzer Hose und T-Shirt. Es ist dort saukalt, bestimmt 15 Grad kühler als in Otta :( :shock: . Von hier sind es noch eine Stunde Fussmarsch zur Hageseter. Darauf hat keiner von uns jetzt noch Lust. Es nieselt. „Papa soll was machen“.
:roll: :cry: :?: :?: :?:
Ich gehe in die Kaffeeteria des nahegelegenen Pilgerzentrums des Olavswegs. Ich frage die 2 Jungs vom Personal, die in dem riesigen Gebäude mit dem einzigen (!!!) Gast am Tisch sitzen, ob es zufälligerweise einen Bus oder Taxi gibt. Das ist natürlich nicht der Fall. Als ich gerade gefrustet meinen Damen die Botschaft überbringen will fragt der Waffel essende Gast wo ich denn hin wolle. Ich erkläre unsere Situation. Dann bietet er an, falls wir nicht 15 Personen sind und er seine Waffel noch aufessen darf, uns zur Hageseter zu fahren…das läge auf dem Weg. Völlig dankbar nehme ich das Angebot an. Als wir draußen 10 Minuten gewartet haben entschuldigt er sich noch für die Wartezeit und fährt uns bis vor unser Auto. Er ist wohl Guide für die Moschusochsentouren hier im Fjell. Unglaublich nett, was ein Glück :!:

Wir kochen noch ein paar Nudeln, duschen und fallen müde ins Bett.

.....Fortsetzung folgt mit einem Highlight am nächsten Morgen!!
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