Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Alles rund um Camping und Wohnmobile/Gespanne

Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Thomas M. » So, 07. Jun 2009, 21:45

EuraGerhard hat geschrieben:Notorische nicht. Aber gelegentliche schon. Und sollte selbst das gelegentliche Wildcampen verboten werden, so werden diejenigen, die das gerne tun, halt in andere Länder ausweichen.

Welche Länder wären das denn , Schweden und Finnland mal ausgenommen ? Mir fällt da Island ein. Ich weiß nicht, wie es mit Wildcampen in Russland oder den Baltischen Republiken aussieht. Ich gehöre nicht zur Wildcamperszene, deshalb kann ich deren Größe schlecht einschätzen, aber die Zahl derer, die nur wegen Wildcampen nach Norge fahren dürfte sich in Grenzen halten.
EuraGerhard hat geschrieben:Allerdings glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass es jemals so weit kommt. Denn mittlerweile kommen auch mehr und mehr Norweger auf den Geschmack des Wohnmobilreisens, und die norwegischen Wohnmobilfahrer werden sich wohl kaum im eigenen Land das freie Übernachten verbieten lassen.

Das glaube ich auch nicht. Die Regierung wird sich nicht trauen, ein altes (vielleicht veraltetes) Recht zu ändern. So wie unsere Regierung sich nicht traut ein generelles Tempolimit einzuführen, aber stattdessen immer mehr Schilder mit Geschwindigkeitsbeschränkungen aufstellt, wird sich die Zahl der "Camping verboten" -Schilder in Norgen weiter erhöhen.

EuraGerhard hat geschrieben:Viele der hier geschilderten Vorfälle sind nicht einfach Unsitten, sondern Verstöße gegen bestehende Gesetze, oft sogar handfeste Straftaten!

In Einzelfällen sind es sicher auch Straftaten, viel öfter sind Wildcamper wenn sie im Massen oder ständig auftreten einfach nur lästig. Oder pietätlos, wie in dem Beispiel mit dem Schild am Friedhof. Es handelt sich um einen kleinen Friedhof, recht idyllisch und ruhig gelegen. Wie mir gesagt wurde, standen in der Saison sehr oft Wohnmobile (nicht nur deutsche) auf der kleinen Parkwiese, keine 10m von den Gräbern entfernt. Dazwischen nur ein niedriger Lattenzaun. Friedhofsbesucher wurden von den Wildcampern sogar angepöbelt wenn sie diese darauf ansprachen. Die nächsten Häuser sind über 150m entfernt, es ist eine öffendliche Staße / Parkplatz und keinerlei Verbotsschild in der nähe. Also haben diese "Friedhofscamper" nichts verbotenes getan.
EuraGerhard hat geschrieben:Und wer ohnehin schon mit der Bereitschaft in den Urlaub fährt, gegen die Gesetze des Gastlandes zu verstoßen, der wird sich von einem läppischen Campingverbot nicht wirklich abschrecken lassen.

Das ist richtig. Aber in diesem konkreten Fall hätte man die "Friedhofscamper" anzeigen und belangen können, gäbe es so ein Campingverbot. So haben sie höchstens eine Pietätslosigkeit begangen, ohne weiteren Konsequenzen.
Thomas M.
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Fjordhopper » Mo, 08. Jun 2009, 4:13

Hallo

Thomas M. hat geschrieben:
lysbakken hat geschrieben:Lebensmittel werden für die gesamte Reisezeit im Stauraum untergebracht, weil sie hier in Norwegen angeblich unbezahlbar teuer sind, übernachtet werden soll auf Grund des Jedermannrechts kostenlos. Was bleibt dann noch? Bestenfalls einige Kronen für ein paar Besichtigungen,...
Genau so sehen ich das auch.



Hmmm....schwere Vorwürfe. Lange bevor ich eine Reise nach Norwegen antrete sichere ich mit meinem schwer verdienten Geld norwegische Arbeitplätze in Reedereien und stärke damit die Wirtschaft Norwegens. Ein schlechtes Gewissen hatte ich dabei noch nie. Fährtickets für Wohnmobile, die ich und sicher auch viele tausend andere Touristen bei namhaften Norwegischen Reedereien kaufe, sind gerade in der Hochsaison nicht gerade ein Schnäppchen. Mit schulpflichtigen Kindern bin ich an die Hochsaison gebunden. Nun gut, Angebot und Nachfrage regeln den Preis und Vorkasse ist das Zauberwort wenn man wenigstens ein paar Euro sparen möchte. Das ist auch mir bekannt, aber muss man deshalb Reisende mit Wohnmobilen bevor sie überhaupt norwegischen Boden betreten als notorische Geizkragen deklassieren? Bin ich ein schlechter Mensch weil ich ein eigens dafür gebautes und von meinem Geld bezahltes Reisemobil - das wiederum Arbeitsplätze zumindest in Europa gesichert hat - zu Wohnzwecken und teilweisen Selbstverpflegung nutze und es nicht vor einem teurem Hotel parke um dort einen Urlaub in Luxus zu verbringen den ich gar nicht haben wollte?

Ich frage mich ob jeder Fluggast der irgendwo in der Welt ein last-minute-ticket bucht sich so viel Gedanken macht. Dennoch gönne ich jedem einen schönen Urlaub und einen guten Flug.
Urlaub in Norwegen war noch nie günstig und wird es auch nie werden. Und nicht jeder der ein Wohnmobil hat ist auch gleich ein Besserverdiener der nun endlich in Norwegen seine Ersparnisse auf den Kopf hauen sollte. Aber keine Angst, wir lassen bestimmt genug Geld im Land. Geld das in Deutschland fehlen wird.

Um eins klar zu stellen, jeder Deutsche der in Norwegen sich nicht zu benehmen weiß, der glaubt gewisse Regeln brechen zu müssen, der das Ansehen deutscher Bürger beschädigt, der eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat begeht oder aus irgendeinem Grund besonders negativ auffällt, der wird von mir angesprochen. Ich habe keine Angst davor jemandem zu erklären was er gerade falsch macht. Und auch ich bin bereit jederzeit dazuzulernen. Ich habe schon hunderte Menschen gesprochen, denen jegliches Unrechtsbewusstsein fehlte. In so manch einem Gespräch stellte sich dann heraus, dass ihnen nicht klar war warum man nicht im Halteverbot parken darf oder wieso man seine Kinder auf dem Rücksitz anschnallen muss oder wieso man keine Flaschen zerschmeißt. Übrigens, das Alter und die Bildung spielten dabei häufig keine Rolle.

Lasst es uns diesen Sommer alle besser machen...

Schöne Grüße,
Fjordhopper
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon EuraGerhard » Mo, 08. Jun 2009, 9:39

Hallo!

Thomas M. hat geschrieben:Welche Länder wären das denn , Schweden und Finnland mal ausgenommen ?

Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Richtiges "Wildcampen" mit Wohnwagen oder Wohnmobilen, also ein mehrtägiger Aufenthalt mit allen möglichen "Installationen" (Markisen, Campingmöbel etc.) außerhalb des Fahrzeugs, ist ja implizit in Norwegen auch heute schon verboten. Und selbst der traditionelle "einsame Wanderer mit Zelt", von dem das Jedermannsrecht ja eigentlich ausgeht, darf ja nur maximal zwei Nächte an einem Ort bleiben, und keinerlei Spuren seines Aufenthaltes hinterlassen.

Ein entsprechendes explizites Verbot würde also effektiv nichts ändern, es sei denn, man würde auch die einmalige Übernachtung ohne Campingbetrieb außerhalb des Fahrzeuges verbieten. Und sollte man wirklich ein explizites Übernachtungsverbot einführen, so stünde Norwegen zusammen mit dem österreichischen Bundesland Tirol und einigen wenigen Balkanstaaten so ziemlich alleine da. Die Auswahl an alternativen Reisezielen wäre also groß genug.

Thomas M. hat geschrieben:... aber die Zahl derer, die nur wegen Wildcampen nach Norge fahren dürfte sich in Grenzen halten.

Wie schon gesagt: Nicht nur, sondern auch!

Thomas M. hat geschrieben:Die nächsten Häuser sind über 150m entfernt, es ist eine öffendliche Staße / Parkplatz und keinerlei Verbotsschild in der nähe. Also haben diese "Friedhofscamper" nichts verbotenes getan.

Hier war die Rede davon, dass Wäscheleinen zwischen Grabsteinen aufgespannt wurden. In Deutschland würde dies mindestens einen Verstoß gegen die Friedhofssatzung darstellen, also eine Ordnungswidrigkeit, wenn nicht gar eine "Störung der Totenruhe", also eine Straftat. Ich bin mir sicher, dass die rechtliche Lage in Norwegen nicht viel anders aussieht.

Und was das "einfache Parken" betrifft: Die Methode der Wahl wäre die Einführung einer Parkzeitbeschränkung, oder ein Halteverbot für Wohnmobile/wagen zwischen meinetwegen 22:00 und 06:00 Uhr. Gerade in besiedelten Gebieten gäbe es allerdings noch eine bessere Lösung, eine Methode die z.B. in Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz und Belgien seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wird, und in den letzten Jahren auch in Schweden immer häufiger zur Anwendung kommt: Die Ausweisung offizieller Reisemobil-Stellplätze, auf denen Wohnmobilfahrer ganz legal übernachten dürfen. Natürlich an Stellen, an denen sie eben nicht stören, und meinetwegen auch gegen eine angemessene Gebühr. In Norwegen sind solche Plätze bisher äußerst dünn gesät und praktisch nur in den großen Städten zu finden.

Wenn irgend ein Land Einnahmen aus dem Tourismus erzielen will, dann muss es damit rechnen, dass die Touristen ihr Geld nicht einfach überweisen, sondern dass sie auch kommen, um es eigenhändig auszugeben. :wink: Und da man sich seine Touristen nicht im Vorhinein aussuchen kann, wird darunter stets auch ein bestimmter Anteil "schwarzes Schafe" sein, die sich nicht zu benehmen wissen. Das gilt übrigens überall, auch die Einwohner der deutschen Hafenstädte wissen über die schwedischen und norwegischen Sauftouristen, die regelmäßig für Belästigungen sorgen, manch Lied zu singen.

Überdies muss man natürlich die Kausalzusammenhänge richtig auf die Reihe kriegen: Niemand fährt in den Urlaub, um die lokale Wirtschaft des Gastlandes zu unterstützen. Es ist genau umgekehrt: Die Touristen unterstützen die lokale Wirtschaft, um ihren Urlaub genießen zu können. Und das tun sie, gerade in eher "teuren" Urlaubsländern, in aller Regel mit einem eng begrenzten Budget. Wenn jetzt da eine Branche aus der Tourismuswirtschaft, hier die Campingplatzbetreiber, meint, ein größeres Stück vom Kuchen abhaben zu wollen, dann muss der Rest eben mit weniger auskommen. Denn größer wird der Kuchen dadurch nicht. Eher kleiner.

Fjordhopper hat geschrieben:Hmmm....schwere Vorwürfe. Lange bevor ich eine Reise nach Norwegen antrete sichere ich mit meinem schwer verdienten Geld norwegische Arbeitplätze in Reedereien und stärke damit die Wirtschaft Norwegens. Ein schlechtes Gewissen hatte ich dabei noch nie.

Das brauchst Du auch nicht. Wie gesagt, es ist nicht primärer Sinn und Zweck einer Urlaubsreise, die Wirtschaft des Gastlandes zu fördern. Sinn und Zweck ist, dass Du Dich gut erholst. Die lokale Wirtschaft kriegt schon ihren angemessenen Anteil ab.

Fjordhopper hat geschrieben:Ich frage mich ob jeder Fluggast der irgendwo in der Welt ein last-minute-ticket bucht sich so viel Gedanken macht. Dennoch gönne ich jedem einen schönen Urlaub und einen guten Flug.

Der müsste sich eher Gedanken darüber machen, dass sein Ticket nur deshalb so billig ist, weil es vom Steuerzahler großzügig subventioniert wird... :-?

Fjordhopper hat geschrieben:Aber keine Angst, wir lassen bestimmt genug Geld im Land.

Wir auch, keine Sorge. Wenn man zwei Damen dabei hat, die ein Faible für Kunsthandwerk aus Holz haben, dann reißt das in Skandinavien schnell ein ziemlich großes Loch in die Reisekasse... :wink:

MfG
Gerhard
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon lysbakken » Mo, 08. Jun 2009, 11:26

EuroGerhard hat Folgendes geschrieben:
Allerdings glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass es jemals so weit kommt. Denn mittlerweile kommen auch mehr und mehr Norweger auf den Geschmack des Wohnmobilreisens, und die norwegischen Wohnmobilfahrer werden sich wohl kaum im eigenen Land das freie Übernachten verbieten lassen.
Verbieten lassen vielleicht nicht, denn das heißt auch, sich das Recht dazu herauszunehmen, selbst dann, wenn es nicht mehr erlaubt wäre – das also, was man auch jetzt schon vielfach feststellen kann.

Uns ist auf unserer Reise folgendes aufgefallen: Es mehrten sich an der RV 17 Richtung Norden, auf den Lofoten und den Vesterålen die Unmöglichkeiten, eben mal so irgendwo "schön" anzuhalten, um zu übernachten: Entweder sah man große unübersehbare Verbotsschilder oder es war eine abgeschlossene Schranke im Weg oder es stand „Privat“ dran oder es waren Einzäunungen vorhanden oder tiefe Gräben. Und nun soll mir mal einer sagen, das das die Leute, die dort wohnen, aus Spaß und Dollerei machen. Das ist Eigenschutz und sie sind tierisch genervt von den in ihren „Vorgärten“ = überall nächtigenden Touris. Auf einer kleinen Insel hat die Kommune (?) aus Verzweiflung eine reinen Abstell- / Übernachtungeplatz für Wohnmobile für NOK 60 / Nacht zur Verfügung gestellt, unbemannt – ob überhaupt jemand das Geld bezahlt, bezweifle ich inzwischen angesichts dessen, was wir sonst beobachtet haben. Wäre ja auch (fast) egal. Hauptsache, die Bewohner der Insel werden nicht mehr belästigt. ....Polizei verscheucht abgestellte Womos schon in der Vorsaison von schön an Stränden gelegenen Rastplätzen.

Die Ausweisung offizieller Reisemobil-Stellplätze, auf denen Wohnmobilfahrer ganz legal übernachten dürfen. Natürlich an Stellen, an denen sie eben nicht stören, und meinetwegen auch gegen eine angemessene Gebühr.
So etwas nenne ich eigentlich Campingplatz. :roll: Du willst extra Stellflächen für Womos? Du meinst, (fast) kostenlose, denn auf Campingplätzen kann sich jeder Camper hinstellen.

Diese Stellflächen begegnen dem Problem als letzter Ausweg für Einheimische dort, wo der Wowa-Wildwuchs unvorstellbare Ausmaße annimmt. Als individualreisender naturliebhabender Womo-Fahrer, der eigentlich durch die Kompletteinrichtung des Womos völlig autark ist, möchte man doch nicht irgendwo auf lieblos angebotenem Asphalt in Reih und Glied mit anderen Womos übernachten, sondern sucht nach schönen, ruhigen, gemütlichen, einsamen, Plätzen mit besonders ansprechender Aussicht, an einem See, an einem Strand. Genau dort fängt das Problem für die Anwohner an. Denen ist es egal, ob der erste Womofahrer am nächsten Morgen weiterfährt oder nicht, denn kaum ist der weg, hat sich für die Folgenacht schon der nächste dort eingefunden.

Fjordhopper hat Folgendes geschrieben:
Das ist auch mir bekannt, aber muss man deshalb Reisende mit Wohnmobilen bevor sie überhaupt norwegischen Boden betreten als notorische Geizkragen deklassieren? Bin ich ein schlechter Mensch weil ich ein eigens dafür gebautes und von meinem Geld bezahltes Reisemobil....
Wieso beziehst du das, was ich geschrieben habe, auf dich persönlich und wirst polemisch? Niemand ist per se ein schlechter Mensch, der mit dem Womo unterwegs ist, aber es gibt unangemessene, unverantwortliche, kriminelle, peinliche Auswüchse und Verhaltensweisen, die wir in geballter Form festellen konnten. Das habe ich geschrieben und das sollte man auch schreiben dürfen.

Ich frage mich ob jeder Fluggast der irgendwo in der Welt ein last-minute-ticket bucht sich so viel Gedanken macht. Dennoch gönne ich jedem einen schönen Urlaub und einen guten Flug.
Wenn, wie du schreibst, ein Fluggast ein Last-minute-Ticket kauft, richtet er damit keine Schaden an, denn das Flugzeug fliegt - weniger ausgelastet - auch ohne ihn. Da der Fluggast nach der Landung aber irgendwo übernachten und sich ernähren muss, wird er wohl oder übel der einheimischen Bevölkerung, dem kleinen Hüttenvermieter, dem kleinen Lebensmittelgeschäft o.ä. in irgendeiner Form Geld rüberwachsen lassen (müssen), um zu überleben – und nicht einen Campingplatzbesitzer, der sowieso nur eine verschwindend kurze Saison hat, noch besch***en, indem man ohne Skrupel die diversesten Einrichtungen benutzt, ohne zu bezahlen. Natürlich würde ich nie davon ausgehen, dass jemand aus diesem Forum sich so verhalten würde!!

Dass man ansonsten die Fährpassage und Benzin bezahlen muss........nun, wenn es sich lohnen würde, würden einige da auch noch versuchen zu sparen. Ich kann mich noch gut erinnern, als die Preisdifferenz von Benzin zwischen D und N größer war, dass Leute stolz davon erzählt haben, dass sie kanisterweise Benzin mitgenommen haben........ und eine (teure) Fähre ist nun mal leider das bequeme Mittel zum Zweck, möglichst schnell und ausgeschlafen in seiner „Natur“ anzukommen.........man gönnt sich ja sonst nichts im Urlaub....
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Fjordhopper » Mo, 08. Jun 2009, 15:03

Hallo!

lysbakken hat geschrieben:Fjordhopper hat Folgendes geschrieben:
Das ist auch mir bekannt, aber muss man deshalb Reisende mit Wohnmobilen bevor sie überhaupt norwegischen Boden betreten als notorische Geizkragen deklassieren? Bin ich ein schlechter Mensch weil ich ein eigens dafür gebautes und von meinem Geld bezahltes Reisemobil....
Wieso beziehst du das, was ich geschrieben habe, auf dich persönlich und wirst polemisch? Niemand ist per se ein schlechter Mensch, der mit dem Womo unterwegs ist, aber es gibt unangemessene, unverantwortliche, kriminelle, peinliche Auswüchse und Verhaltensweisen, die wir in geballter Form festellen konnten. Das habe ich geschrieben und das sollte man auch schreiben dürfen.


Natürlich darfst Du das schreiben. Und natürlich beziehe ich Deine Kommentare nicht auf mich, denn das würde ja heißen, dass ich mich in irgendeiner Weise zu verteidigen versuche. Noch gehe ich davon aus, dass ich mich nicht zu verteidigen brauch. :lol:

Dennoch finde ich, dass Du einen ganz schönen Rundumschlag machst gegen alle die ein Wohnmobil besitzen. Wäre es mehrheitlich aus norwegischer Sichtweise sinnvoll, wenn alle deutschen Touristen mit Wohnmobilen das Land Norwegen meiden? Geht es nur oder insbesondere um deutsche Touristen weil sie am häufigsten negativ auffallen oder weil von ihnen am meisten da sind?



lysbakken hat geschrieben: EuroGerhard hat Folgendes geschrieben:
Die Ausweisung offizieller Reisemobil-Stellplätze, auf denen Wohnmobilfahrer ganz legal übernachten dürfen. Natürlich an Stellen, an denen sie eben nicht stören, und meinetwegen auch gegen eine angemessene Gebühr.


So etwas nenne ich eigentlich Campingplatz. :roll: Du willst extra Stellflächen für Womos? Du meinst, (fast) kostenlose, denn auf Campingplätzen kann sich jeder Camper hinstellen.


Wo ist das Problem? Ja lysbakken, ich denke genau das meint er und weist Du was, genau das meine ich auch. Wobei "(fast) kostenlos" eine dehnbare Äußerung ist. Stellplatzgebühren in Deutschland liegen in etwa zwischen 5 und 20 Euro. Häufig ist die Entsorgung von Fäkalien und Brauchwasser im Preis mit drin. Strom und Frischwasser gibt es meistens gegen Bares. Das halte ich in Deutschland für angemessen. Die Stellplatzpolitik in Deutschland geht jedenfalls wunderbar auf, die Plätze werden gut genutzt, das "wilde Stehen" sieht man immer seltener. Es hat lange gebraucht bis man den Zahn der Zeit erkannt hat und jetzt haben sich offizielle Stellplätze nicht nur deutschlandweit erfolgreich etabliert. Warum sollten Norweger nicht auch mal was von uns lernen. Es geht um autarke Fzg., die nicht jeden Tag frisches Wasser brauchen, die nicht jeden Tag ihre Tanks entleeren müssen und in denen man duschen, kochen, schlafen, seinen Stuhlgang versehen und was sonst noch zum täglichen überleben dazu gehört, verrichten kann. Wenn ich die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes nicht brauche, warum soll ich ihn dann bezahlen? Ich erwarte doch auch nicht, dass jemand eine Nacht im teuersten Hotel am Platz bezahlt, obwohl er in einer privaten Pension wohnen möchte. Wo willst Du die Grenzen setzen mit dem was moralisch richtig bzw. noch vertretbar ist und dem was man lieber lassen sollte? Vielleicht braucht die Kommune oder der private Stellplatzbesitzer die 60 oder 100 Kronen viel nötiger als der Campingplatz-Pächter dessen gut frequentierter Platz in der Hochsaison genug Geld abwirft um den Rest des Jahres die Füße hochzulegen. Und egal ob Pächter oder Besitzer eines Campingplatzes, wenn seine Geschäftsidee nicht aufgeht, muss das nicht zwangsläufig an den Wohnmobilen liegen. Wenn ich sehe das Restaurants schließen, kann ich nicht immer auf die meckern, die auch gerne mal zu Hause kochen. Natürlich trägt jeder auf irgendeine Art eine Mitschuld, aber über das Thema offizieller Stellplätze in Norwegen, sollte man noch viel öfter nachdenken.

Schöne Grüße,
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon EuraGerhard » Mo, 08. Jun 2009, 16:06

Hallo!

lysbakken hat geschrieben:Uns ist auf unserer Reise folgendes aufgefallen: Es mehrten sich an der RV 17 Richtung Norden, auf den Lofoten und den Vesterålen die Unmöglichkeiten, eben mal so irgendwo "schön" anzuhalten, um zu übernachten:

Auf der Rv17 ist mir das letztes Jahr aber noch nicht aufgefallen, und die bin ich nahezu in voller Länge abgefahren.

lysbakken hat geschrieben:So etwas nenne ich eigentlich Campingplatz. :roll: Du willst extra Stellflächen für Womos?

Zu den Unterschieden zwischen Camping- und Reisemobil-Stellplätzen siehe hier: Klick!

lysbakken hat geschrieben:Wenn, wie du schreibst, ein Fluggast ein Last-minute-Ticket kauft, richtet er damit keine Schaden an, denn das Flugzeug fliegt - weniger ausgelastet - auch ohne ihn.

Mit der gleichen Argumentation könnte ich sagen: Wenn ein Wohnmobilist außerhalb eines Campingplatzes übernachtet, richtet er damit keinen Schaden an, denn der Platz steht ja - weniger ausgelastet - auch ohne ihn zur Verfügung. Anders ausgedrückt: Mit genau dem gleichen Recht, mit dem einige Campingplatzbetreiber ein "Wildcamping"-Verbot fordern, könnten auch Fluggesellschaften ein Verbot von Autofähren fordern. Oder Hotelbesitzer ein Verbot von Campingplätzen! :shock:

lysbakken hat geschrieben:... und nicht einen Campingplatzbesitzer, der sowieso nur eine verschwindend kurze Saison hat, noch besch***en, indem man ohne Skrupel die diversesten Einrichtungen benutzt, ohne zu bezahlen.

Womit wir wieder bei den Straftatbeständen wären. Völlig klar, wer so was macht, gehört bestraft.

lysbakken hat geschrieben:... und eine (teure) Fähre ist nun mal leider das bequeme Mittel zum Zweck, möglichst schnell und ausgeschlafen in seiner „Natur“ anzukommen ...

Richtig. Was hast Du dagegen? Haben die (norwegischen) Fährgesellschaften denn weniger Anrecht auf Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft? Sollen die ihr Geld nur mit Minikreuzfahrern und norwegischen "Sauftouristen" verdienen?

MfG
Gerhard
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon lysbakken » Mo, 08. Jun 2009, 16:34

Das soll kein Rundumschlag sein. Das sind noch ganz frische negaive Eindrücke einer Reise, die ansonsten unvergeßlich schön war. Das, was ich geschrieben habe, ist nur ein kleiner Teil eines Eisbergs, den wir auf diese – eigentlich noch gar keine Saison – wirklich erschreckende Weise erlebt haben wie wir es uns nie vorzustellen gewagt haben. Nein, es ist nicht der Einzelne an sich, aber es ist die Anzahl, die schon in der Vorsaison erfahren und erahnen läßt, was sich wohl gerade auch auf diesen so beliebten Inseln in der Hauptsaison abspielen muss. Natürlich ist jeder ehrlich, natürlich stellt man sich nur da hin, wo es nicht ausdrücklich verboten ist – die Anzahl, die Größe und z.T. auch die Wortwahl der Bitten und Aufforderungen an die Touristen sprechen eine andere Sprache.........ja, „man“ eckt nirgendwo an, aber die vielen anderen?

Ja, es waren nur Deutsche, weil zu der Zeit wohl noch wenig andere Touristen dort unterwegs sind. Aber ist die zu der Zeit noch recht kleine Menge Deutscher eine Entschuldigung oder eine Erklärung dafür, dass man sich dermaßen daneben benehmen darf?

Im Gespräch mit Norwegern kommt man dann schon mal in das Fahrwasser, sich fremdzuschämen......auf der Arbeit habe ich nur ansatzweise ein wenig erzählt.....man guckte sich nur vielsagend an und nickte.

Warum sollen Touristen Norwegen meiden? Habe ich nicht geschrieben, würde ich nie sagen. Aber es darf nicht so weit kommen, dass man sich nicht an Ge- und Verbote hält, ja, sogar ohne mit der Wimper zu zucken kriminell wird. Und wenn es keine anderen legalen Möglichkeiten gibt, sich mit dem Wohnmobil irgendwo hinzustellen oder ohne Einwohner zu nerven, muss man sich eben überlegen, ob man dann nicht doch in Deutschland urlauben möchte, wo diese von dir genannten tollen nur-Stellplätze schon vorbildhaft vorhanden sind oder ob man doch den Campingplatz aufsucht.

Das Problem dieser Stellplätze habe ich doch beschrieben : Sie sind unattraktiv und im Grunde gar nicht erwünscht für den Abenteuerurlaub Norwegen. Hier will man keine Stellplatz mit anderen zusammen, hier will man schöne Aussicht, Sandstrand, See, Meer für sich allein und meint ein Anrecht darauf zu haben auf Grund des Jedermannrechts und auf Grund seines Hauses auf Rädern, in dem man alles mitführt, was man braucht. Warum sind an den schönsten Stränden die größten Plakate, dort bitte nicht zu übernachten? Wenn es nur um einen erlaubten Stellplatz gehen würde,wie du behauptest, würden sich die Womos auf einen unattraktiven kleinen Rastplatz oder in eine kleine Parkbucht verziehen. Und wenn man hier im Forum die Anfragen etwas verfolgt hat, ging es doch schon mal um „verschwiegene Geheimtipps“ wo man sich niederlassen kann – ein Stellplatz kann doch damit nicht gemeint sein..........
Wo willst Du die Grenzen setzen mit dem was moralisch richtig bzw. noch vertretbar ist und dem was man lieber lassen sollte?
Wer ist denn die moralische Instanz, die Touristen? Die Grenze ist da, wo man meint, sich über Bitten, Anweisungen und Gesetze arrogant hinwegsetzen zu können, weil man angeblich mit seinem Touri-Geld den ganzen Staat am Laufen hält und ansonsten hier alles zusammenfallen würde. Merkst du eigentlich, wie das rüberkommt? Wenn hier nicht die dir genehmen Übernachtungsmöglichkeiten geboten werden, solltest du dahin ausweichen, wo sie dir geboten werden. Es gibt doch auch die andere Art der Womo-wa-Fahrer, die Campingplätze anfahren und sich nicht frech direkt neben Verbotsschilder hinstellen. Respekt vor dem Urlaubsland nenne ich so etwas, in dem wir nur Gäste sind.

Vielleicht braucht die Kommune oder der private Stellplatzbesitzer die 60 oder 100 Kronen viel nötiger als der Campingplatz-Pächter dessen gut frequentierter Platz in der Hochsaison genug Geld abwirft um den Rest des Jahres die Füße hochzulegen.
Ja, vielleicht kommt das Christkind auch mal zu Ostern....... du kannst vor Ort mal fragen, wer am bedürftigsten ist, anstatt hier zu spekulieren. Und dann kann in Zukunft jeder für sich selbst entscheiden, ob er für den in 2 Sommermonaten so hoch frequentierten sauberen, super gelegenen Campingplatz den Betreiber dahingehend auch noch finanziell unterstützen muss, dass der den Rest der Zeit die Füße hochlegen kann oder ob man schmarotzernd die Einrichtungen benutzen darf, ohne zu bezahlen. Eine Frage der Moral?

Und egal ob Pächter oder Besitzer eines Campingplatzes, wenn seine Geschäftsidee nicht aufgeht, muss das nicht zwangsläufig an den Wohnmobilen liegen.
Hat auch niemand behauptet. Es muss aber auch niemand den Wohnmobilen entgegenkommen und ihnen Stellplätze hinstellen, die sie sowieso nur im Notfall nutzen würden, weil sie ständig auf der Jagd nach „dem“ tollen wilden Stellplatz am Meer sind. Aber von den Campingplatzbesuchern – in welcher Form auch immer – sollte man Ehrlichkeit erwarten, wenn ein Campingplatzpächter den Touristen vertrauensvoll entgegenkommt.

Einen schönen Urlaub!
lysbakken
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Thomas M. » Di, 09. Jun 2009, 9:00

EuraGerhard hat geschrieben:Hier war die Rede davon, dass Wäscheleinen zwischen Grabsteinen aufgespannt wurden. In Deutschland würde dies mindestens einen Verstoß gegen die Friedhofssatzung darstellen, also eine Ordnungswidrigkeit, wenn nicht gar eine "Störung der Totenruhe", also eine Straftat. Ich bin mir sicher, dass die rechtliche Lage in Norwegen nicht viel anders aussieht.

In diesem Fall wurden keine Wäscheleinen gespannt. Der Vorfall mit den Wäscheleinen war wo anders.
Hier wurde nur des öfteren unmittelbar am Friedhof gecampt/übernachtet. Wie oben schon gesagt, öffendliche Straße / Parkplatz, Häuser über 150m entfernt, kein Verbotsschild. Also war hier das Übernachten nicht verboten und es gab keine rechtliche Grundlage gegen die Friedhofscamper. Außer an Sitte und Anstand zu apellieren.
Wie üblich wenn da einer in der Landschaft steht, gesellt sich rasch ein zweiter, dritter... hinzu. Kaum sind die einen Freisteher abgefahren, kommen schon die nächsten und stellen sich hin. So legalisiert sich die Szene ihre Freiplätze quasi selber.
Thomas M.
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Fjordhopper » Di, 09. Jun 2009, 16:00

Hallo lysbakken,

um es nochmals ganz klar zu stellen. Niemand von uns duldet das Touristen ein Gastgeberland - ganz gleich welches - und deren Bürger nicht achtet und respektiert oder gar deren Gesetze bricht.

Du hast geschrieben:
... oder ob man schmarotzernd die Einrichtungen benutzen darf, ohne zu bezahlen. Eine Frage der Moral?

Die Grenze ist da, wo man meint, sich über Bitten, Anweisungen und Gesetze arrogant hinwegsetzen zu können ...

Es gibt doch auch die andere Art der Womo-wa-Fahrer, die Campingplätze anfahren und sich nicht frech direkt neben Verbotsschilder hinstellen. Respekt vor dem Urlaubsland nenne ich so etwas, in dem wir nur Gäste sind.

Aber es darf nicht so weit kommen, dass man sich nicht an Ge- und Verbote hält, ja, sogar ohne mit der Wimper zu zucken kriminell wird.

aus Verzweiflung eine reinen Abstell- / Übernachtungeplatz für Wohnmobile für NOK 60 / Nacht zur Verfügung gestellt, unbemannt – ob überhaupt jemand das Geld bezahlt, bezweifle ich inzwischen angesichts dessen, was wir sonst beobachtet haben.

...aber es gibt unangemessene, unverantwortliche, kriminelle, peinliche Auswüchse und Verhaltensweisen, die wir in geballter Form festellen konnten.

Dafür hinterlassen die Urlauber reichlich Müll, bestenfalls ordentlich entsorgt, schlimmstenfalls irgendwo in der Wildnis hingeschmissen.

...ohne Rücksicht Bäumchen fällen und ihren Müll nicht mitnehmen.... wenn sich über Verbot von offenem Feuer hinweggesetzt wird und mitten im Wald ein Lagerfeuerromantik gespielt wird, ebenso wie die Beschlagnahme von ganzen schön gelegenen Rastplätzen als Übernachtungsplatz für größere Gruppen



Hier geht es doch wohl einzig und allein darum, ob das Übernachten - nicht Campen - im Wohnmobil auf Reisen zum Zwecke der Wiederherstellung der körperlichen Fahrtüchtigkeit an geeigneten Stellen in Norwegen erlaubt und ob es angesichts des großen Andrangs überhaupt noch gesellschaftlich und moralisch vertretbar ist. Hier in Deutschland ist es sogar erlaubt. Siehe Hentschel "Straßenverkehrsrecht", 39. Auflage zu § 12 Rdnr. 42 a) m.w.Nw. sowie Wolfgang Berr, "Wohnmobile und Wohnanhänger", Rdnr. 465 ff. Da wo es nicht geduldet wird oder aus irgendeinem Grund verboten wird, regelt dies ein Schild. Dadurch gibt es nur wenig Diskussionsbedarf. Natürlich gibt es immer Leute die spitzfindig eine eigene Deutung mancher Schilde haben. Das liegt aber auch häufig daran, dass man nicht in der Lage war eine deutliche Rechtslage dazustellen bzw. nicht jeder in der Lage ist schwammige manchmal doppeldeutige Anweisungen zu verstehen. Wobei allein der Hinweis "nicht Campen" in den Köpfen eine Spanne hat vom "nicht Halten für Wohnmobile" bis hin zum "nicht Auspacken der Stühle und Tische und/oder Ausfahren der Makise aber Übernachten erlaubt" Dies ist häufig schon Ansichtssache derer die das jeweilige Schild aufstellen und nicht nur derer die das Schild beachten sollen.

Zum Thema Übernachten an geeigneten Stellen unter Berücksichtigung aller Belange können wir gerne diskutieren, zu der Frage ob Verbote eingehalten werden müssen werde ich mich nicht mehr äußern. Warum sie nicht eingehalten werden ist ein gesellschaftliches Problem, das ich alleine so oder so nicht lösen kann. Aber vielleicht gibt es ja Möglichkeiten und Wege Probleme zu lösen und nicht immer nur auf ihnen rumzuhacken oder draufzuschlagen.

Um es mal vereinfacht zusammenzufassen. Ich sehe das so:
1. Deutsche Wohnmobil-Touristen sind in Norwegen erwünscht (zumindest gehe ich davon aus), sollen aber ausschließlich auf Campingplätzen übernachten.
2. Deutsche Wohnmobil-Touristen kommen nach Norwegen um insbesondere die Natur zu erleben. Diese haben mal was vom Jedermannsrecht gehört und denken sich: das ist ja prima, noch lockerer als in Deutschland.

Das sind schon mal zwei grundlegend unterschiedliche Auffassungen. Dazu kommen schwarze Schafe und Kriminelle ins Land und vor allem Menschenmassen mit denen man vor einigen Jahren nie gerechnet hatte. Und schon haben wir ein Problem, das sich immer mehr hochschaukelt und eigentlich nur von den Einheimischen oder denen die sich Gedanken machen, ernsthaft erkannt wird.

Jetzt komme ich und sage versucht das Problem zu lösen. Versucht es doch eventuell mit extra ausgewiesenen Stellplätzen, so wie es in Deutschland und mittlerweile in fast ganz Europa gang und gebe ist. (Meine Begründung findest Du weiter oben) Dein einziges Argument ist, da fährt doch keiner hin. Wo drauf stützt Deine Behauptung ohne es prüfen zu können? Allein auf der Tatsache, dass sich Leute jetzt an anderen schönen Stellen niederlassen? Das reicht mir nicht als Argument. Wenn ich die Wahl habe suche ich mir auf dem Campingplatz auch nicht den Platz neben dem Klohäuschen aus. Es gibt genügend Menschen, die die Sicherheit auf einem ausgewiesenem Stell-Platz sehr schätzen, Menschen, die ihre Erfahrungen und Geschichten gerne mal austauschen und die das gemeinsam Erlebte sehr schätzen. Im Prinzip genauso wie die, die auf einem Campingplatz übernachten. Dazu kommen noch die Annehmlichkeiten die so ein Platz bieten kann. Ruhige schöne Lage, frisches Wasser und die Entsorgungsmöglichkeiten sofern vorhanden. Dazu endlich mal wieder die Möglichkeit Tisch und Stuhl rauszuholen wobei auch das auf einem ausgewiesenem Stellplatz nicht immer erlaubt ist. Vor allem aber hat man das Gefühl, eine Nacht dort zu verbringen wo man mich als Wohnmobilfahrer akzeptiert und nicht böse anschaut. Oder glaubst Du die Leute fahren nach Norwegen um dort Stress mit den Einheimischen zu haben? Wohl kaum.


So und jetzt kommst Du und sagst:
Wenn hier nicht die dir genehmen Übernachtungsmöglichkeiten geboten werden, solltest du dahin ausweichen, wo sie dir geboten werden.


Klar, da gebe ich Dir vollkommen recht. Niemand kann mich zwingen meinen Urlaub in Norwegen zu verbringen. Aber denkst Du wirklich, dass damit das Problem beseitigt ist? Ist es wünschenswert, dass die Gäste wegbleiben? Oder ist es gar ein künstliches Problem, auf dessen Eskalation schon alle gespannt warten? Fragen über Fragen...

Ich persönlich fände es sehr schade wenn Du auch nur eine Frage mit ja beantwortest. Ich liebe dieses Land im rauhen Norden und würde sogar gerne Auswandern. Auf jeden Fall würde ich mich freuen wenn Du von Deiner festgefahrenen Meinung mal abrückst und auch mal Kompromisse eingehst. Wie schon gesagt, nicht jeder der ein Wohnmobil lenkt ist ein... :lol:

Schöne Grüße,
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Wick1e » Mi, 05. Aug 2009, 2:08

Friedhofscamper hab ich auch mal gesehen. Standen auf dem parkplatz der kirche und hatten sogar wasche zum trocknen aufgehaengt.

Das war aber nicht in Norwegen, sondern in Deutschland :roll: .
War eine ev. kirche in Bayern, vieleicht war es deshalb nicht so "schlimm"? :roll: :wink:


Ein hauptgrund fuer das reisen mit einem womo ist doch das man ungebunden ist, und ueberall stehen bleiben kann.
Wuerde man immer einen CP aufsuchen muessen, waere man doch ziemlich gebunden!
Da waere fuer mich das ganze womo irgendwie sinnlos!

Das jedermannsrecht gilt in N nur fuer personen, nicht fuer fahrzeuge!
Beim "wildcampen" im womo oder caravan muss man die verkehrsregeln beachten, sprich wo darf man parken, wo nicht!
Dazu noch das "fingerspitzengefuehl", man sollte natuerlich ruecksicht nehmen, auch wenn man im recht ist.

Das jedermannsrecht gilt auch nur in "utmark". Im "utmark" ist motorisierter verkehr nicht erlaubt.
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Clara » Mi, 12. Aug 2009, 21:41

Hej, hej, ich bin neu hier im Forum und gerade auf einem CP in Norwegen - und wegen momentanem Regen im net 8) . Wir waren 4 Wochen in Norwegen unterwegs und sind nun auf der Rückreise. Wir sind zum 1. mal hier und erstaunt, dass wir mehr norwegische Womos als deutsche getroffen haben. Wir haben fast die gesamte Zeit auf CP genächtigt und ich muss sagen, dass das kein riesiges Loch in unsere Urlaubskasse gerissen hat. Für den Preis zwischen 12,00 und 22,00 € bekomme ich oft - nicht immer - einen annehmbaren Platz inkl. Duschen und freies Internet. Wenn ich bedenke, wie viel unser Womo gekostet hat und wie hoch die CP-Kosten für den Urlaub sind - also das steht ja nun in keinem Verhältnis. Morgen fahren wir über Schweden zurück, da stehen wir frei und nehmen natürlich auch unseren Müll wieder mit. Ich könnte jedesmal den Fön kriegen, wenn ich höre, wenn sich Womofahrer, die eine dicke Kiste fahren, über die Preise aufregen. Aber es gibt überall solche und andere. Wenn ich sehe, dass jemand sein Grauwasser oder Müll einfach in die Natur entsorgt, spreche ich ihn an. Ob es was nützt weiß ich nicht, wenn nicht, dann soll ihn der Blitz beim Sch ...treffen. Und es sind nicht immer nur die Deutschen.
Clara
 
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Re: Campingbus - Frei stehen, Stellplätze, Campingplätze?

Beitragvon Bjørn » Do, 13. Aug 2009, 13:03

Zu diesem Thema kann ich nur Euragerhard und Fjordhopper auf ganzer Linie zustimmen. Es scheint allerdings nicht nur dieses Forum zu polarisieren. Auch durch fachspezifische Womoforen zieht sich dieses Thema wie ein roter Faden.

Abgesehen von der Tatsache, dass, zumindest m.E. diese Thematik leider sehr oft persönliche, neidorientierte Argumtationshintergründ verursacht (gar mancher Iglucamper kann sich ein derartiges Vehikel, selbst leihweise nicht leisten) ist sie sehr oft auch durch bloße Sachunkenntnis beeinflusst, da nicht jeder der Beteiligten selbst ein Wombi durchs Land gekarrt hat.

Aus diesem Grunde finde ich es nicht mehr als sinnvoll, doch mal die viel und oft zitierten Norweger selbst zu Wort kommen zu lassen. Vor einigen Jahren (ich glaube in 2005) hatte einmal ein norweigischer Politiker, ein gewisser Halvard Fjeldsetnes, das Thema der deutschen "Womoinvasionen" öffentlich wirksam negativ besetzt. Der gute Mann hat übrigens 13 Jahre in Deutschland gewohnt.

Im folgenden hierzu auszugsweise die Reaktionen in der Aftenposten, die ich hilfsweise übersetzt habe:

Tyske bobilturister ????

Innsendt 12.07.05 02:41 av Henrik Oschatz.

Det er jo det verste og ærlig talt dummeste jeg leste lenge siden!!
Det er absolut utrolig at noen kunne prøve seg å fornærme turister og da fram for alt tyske, på denne måte.
Vil dere prøve å polarisere eller vekke gamle resentiments?
Hvis hans campingplass ikke er frekventert god nok så er det kanskje hans egen feil og ikke turistenes!? Og kanskje hjelper det i tilleg å ta kontakt med den tyske utgiveren av boka, før man begyner å kaste penger ut av vinduen for Mr. Fjeldsetnes!!
Han bodde i 13 år i Tyskland? - Stakkars Tyskland og stakkars Norge at han kom tilbake.
Ja ich bin Deutscher, aber kein Wohnmobiltorist. Und ja, es gibt deutsche Buerger die sich im Ausland nicht benehmen, aber dieser "Artikkel" ist eine weltfremde Verallgemeinerung.
Med hilsen
Henrik Oschatz

Das ist ja das dümmste und ehrlich gesagt, schlimmste, was ich seit langer Zeit gelesen habe. Es ist absolut unglaublich, dass jemand derart deutsche Touris verschrecken kann. Will man polarisieren oder alte Resentiments wecken? Falls sein CP nicht ausreichend frequentiert ist, sollte er den Fehler wohl bei sich suchen. Vielleicht hilft hierbei ein Kontakt mit dem Autor des Reiseführers, bevor man Geld aus dem Fenster wirft, Herr Fjeldsetnes!! Er wohnte 13 Jahre in D? Armes D und armes Norwegen, dass er zurückkehrte. Ja ich bin Deutscher......usw. (s. o.)

Sprer tyskerhat

Innsendt 08.07.05 13:51 av Kjell Olsen.

Halvard Fjeldsetnes sprer fordommer mot tyskerne og bruker Adressa som avløpsrør. I fjor undersøkte Turistrådet påstandene om gjerrige tyske bobilturister og fant at de gjennomsnittlig la igjen 20.000 kroner her i landet. De som misbruker rasteplasser, griser til i naturen og snylter på strømuttak er unntakene og ikke regelen. Dersom noen mener at alle muslimer er terrorister så ville andri Adressa ha slupptet til vedkomne med sine fordommer, men når noen har fordommer mot tyskerne, ja da stiller Adressa ukritisk avisa til disposisjon.

H. F. Streut Verunglimpfungen gegen Deutsche und mißbraucht hierbei diese Zeitung als Platform. Letztes Jahr untersuchte der Touristenverband das Verhalten deutscher Womo-Touris und fand heraus, dass sie durchschnittlich 20.000 NOK im Lande lassen. Diejenigen, die Rastplätze missbrauchen, die Natur zerstören und Stromkästen aufbrechen, bilden die Ausnahme und nicht die Regel. Falls jemand der Meinung wäre, dass alle Moslems Terroristen sind, dann würde er für seine Vorurteile angegriffen werden. Aber wenn jemand Vorurteile gegenüber Deutsche äußert, wird der Artikel unkritisch in der Zeitung veröffentlicht.

Skru ned prisene

Innsendt 08.07.05 12:28 av Tommy Olsen.

Det er typisk Norsk å skru opp prisene og der er Oppdal blant de flinkeste i klasse. Det er om å melke mest mulig ut av folk, så jeg tror Oppdal og mange andre bør gå inn i seg selv å spørre hvem som er grådigst Tyske turister eller Oppdal ? Norge er dyrt fra før og man trenger ikke å gjøre dyrere enn det er ! Slutt å melke folk for penger så vil de nok få råd til å bruke noe annet enn rasteplasser !!!

Es ist typisch norwegisch, die Preise anzuheben und Oppdal ist da ganz vorne mit dabei. Es geht darum, die Leute abzuzocken. Ich glaube, Oppdal und viele andere sollten mal in sich gehen und sich fragen: Wer ist hier der eigentlich gierige ? Deutsche oder Oppdal ? Norwegen ist grundsätzlich teuer und man sollte es nicht noch zusätzlich übertreiben. Stoppt das Geldabzocken und die Leute sind auch bereit, andere als Rastplätze anzufahren.
Norge et forferdelig ferieland.

Innsendt 09.07.05 04:23 av Jon Nilsen.

Det er så smålig å omtale tyskerne som grådige fordi de kjører bobiler og parkerer på
rasteplasser. Poenget med en bobil er friheten til å campe hvor man vil. Norge er uten tvil et av verdens vakreste land, og for tyskerne ligger vi ikke alt for langt unna.
Det er en myte at tyskerne er så steinrike at de kan betale hva som helst. De finnes de også, men neppe blant bobilistene. Skal man oppholde seg tre-fire uker på ferie i Norge bør man rasjonere, for her er det svinedyrt.
Å kjøre gjennom landet er et økonomisk mareritt med høye drivstoffpriser og dyre bomstasjoner.
Tyskerne legger igjen masse penger i Norge.
De aller fleste turistbussene jeg møter i Norge er tyske. De legger igjen millioner av kroner på hotellovernattinger. Tyskerne er i flertall på hurtigruten og på cruisebåter i Norge.
Tyskland er foruten England Europas mest internasjonale land og tyskere flest har slekt og venner over hele verden. De omtaler Norge i svært positive ord og vendinger til sine kontakter. Norge får masse gratis PR av sine tyske besøkene.
Jeg blir sint når man omtaler disse som grådige.

Es ist ganz einfach kleinlich, Deutsche als geizig abzustempeln, nur weil sie Womos auf Rastplätzen parken. Wesensmerkmal eines Womos ist nun mal die Möglichkeit des freien Stehens. Norge ist ohne Zweifel und wunderschönes Land und wir liegen von D nicht sehr weit entfernt. Es ist ein Mythos, zu glauben, alle Deutsche seien steinreich und würden jeden Preis bezahlen. Es gibt sie zwar, aber kaum unter Womos. Will man sich 3-4 Wochen in Norge aufhalten, muß man haushalten, denn hier ist es schweineteuer. Eine Fahrt durchs Land gleicht einem Teufelsritt aufgrund hoher Treibstoff- und Mautpreise. Trotzdem lassen die Deutschen Riesensummen in Norge. Die Mehrzahl aller Touri-Busse kommen aus D. Sie lassen hier Millionen für Hotelübernachtungen. Deutsche bilden die Mehrzahl auf der Hurtigrute und den Kreuzfahrtschiffen in Norge. Deutschland ist neben England das am meisten internationalisierte Land und Deutsche haben Freunde und Verwandte in der ganzen Welt. Sie berichten meist sehr positiv von Norge und leisten somit wertvollste PR für unser Land. Ich werde böse, wenn man sie als ?gierig? beschreibt.
danmark--tyskland-norge

Innsendt 16.07.05 17:12 av karlo kessler.

hej norge
Vi er en dansk familie der vil kører til nordkap næste år.Skal det forståes at dansker heller ikke er velkommen i norge i bomobil. Jeg henviser til allemannsretten .Hvis man følger den er der vel ikke noget problem at vi kommer til NORGE .HR HALVARD FJELDSETNES....
Norge et dejligt land at holde ferie i vinter og sommer .Og vi kommer i vinter og til næste sommer i bomobil HR.HALVARD

Wir sind eine dänische Familie, die nächstes Jahr zum Nordkap möchte. Ist der Artikel so zu verstehen, dass sogar Dänen künftig nicht mehr im Womo willkommen sind? Ich verweise auf das Jedermannsrecht. Falls man diesem folgt, ist es wohl kein Problem, nach Norge zu fahren, Herr Halvard Fjeldsetnes............
Norge ist ein herrliches Ferienland ob Sommer oder Winter. Und wir kommen im Winter und Sommer mit dem Womo, Herr Halvard.

Ikke verre enn nordmenn
Kåre Ytre-Eide, tysk konsul i Trondheim, tror ikke tyskere i Norge er verre enn nordmenn på ferie i utlandet.
Ytre-Eide er tyskernes kontaktperson og talsmann i Trondheim. Han synes ferierende tyskere er trivelige.

- De jeg møter er svært hyggelige. Men det er 1,2 millioner tyske turister i Norge hvert år, det er svært mange. Da gjør de seg bemerket, sier Ytre-Eide som tror det er grunnen til at tyskere ofte får skylden når ferie-Norge forsøples - eller det legges igjen for lite penger.

- Snylter tyskerne når de ferierer i Norge?

- Nei, og jeg tror at når nordmenn tar med bobilen, med både kjøleskap og fryseboks, ut av landet, så blir det med en ost eller mer der også. Tyskerne kommer hit fordi det er svært vakkert i Norge, og mange er ivrige fiskere. Ikke fordi de skal ha gratis fiskemiddag, som mange påstår, men fordi de synes at å fiske er fin ferie. sier Ytre-Eide.

Der deutsche Konsul in Trondheim:
Ich glaube nicht, dass sich Deutsche schlimmer als norwegische Touris im Ausland verhalten. Ytre-Eide ist Kontaktperson und Politiker in Trondheim. Er hat mit deutschen Urlaubern keinerlei Probleme. ?Ich habe bislang sehr nette Touris getroffen. Aber es gibt 1,2 Mio. Touris jährlich und das ist ne ganze Menge. Die machen sich auch bemerkbar, sagt Ytre-Eide der schon öfters mitbekommen hat, dass Deutsche für die Vermüllung der Landschaft und ihren Geiz verschrien sind.
Sind Deutsche Urlauber Schmarotzer?
Nein, und ich glaube, dass Norweger auch den Kühlschrank ihres Womos mit Käse und anderem voll stopfen, wenn sie ins Ausland fahren. Die Deutschen besuchen uns aufgrund unserer herrlichen Natur. Und viele sind passionierte Angler ? nicht um Ausgaben für ihr Mittagessen einzusparen, wie viele meinen, sondern um ihrem Hobby zu frönen, sagt Ytre-Eide.

Abschließend möchte ich betonen, dass sich die gesamte Thematik ohnehin in nicht allzuweiter Zukunft in Wohlgefallen auflösen wird, da immer mehr Norweger selbst immer intensiver dieses Hobby für sich selbst entdeckt. Eine entsprechende Steigerung der Zulassungszahlen untermauert diese Aussage.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich diese zunehmende Lobby mit evtl. maßgeblichen gesetzlichen Einschränkungen widerspruchlos zufrieden gibt. Dann bliebe den Kritikern nur noch der Ausweg, über ausländische Womotouristen zu wettern. Das dies in Norge einen wirklich breiten Hintergrund findet, bezweifle ich ernsthaft.

Wohlgemerkt - ich spreche hier über eine regelgerechte und sozialverträgliche Nutzung des Wohnmobils. Jegliche Auswüchse - egal welcher Art - verurteile ich wie auch die anderen Poster. Andererseits wird und kann man schwarze Schafe jeglicher Zunft leider nicht verhindern.
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Bjørn
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