EuraGerhard hat geschrieben:Notorische nicht. Aber gelegentliche schon. Und sollte selbst das gelegentliche Wildcampen verboten werden, so werden diejenigen, die das gerne tun, halt in andere Länder ausweichen.
Welche Länder wären das denn , Schweden und Finnland mal ausgenommen ? Mir fällt da Island ein. Ich weiß nicht, wie es mit Wildcampen in Russland oder den Baltischen Republiken aussieht. Ich gehöre nicht zur Wildcamperszene, deshalb kann ich deren Größe schlecht einschätzen, aber die Zahl derer, die nur wegen Wildcampen nach Norge fahren dürfte sich in Grenzen halten.
EuraGerhard hat geschrieben:Allerdings glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass es jemals so weit kommt. Denn mittlerweile kommen auch mehr und mehr Norweger auf den Geschmack des Wohnmobilreisens, und die norwegischen Wohnmobilfahrer werden sich wohl kaum im eigenen Land das freie Übernachten verbieten lassen.
Das glaube ich auch nicht. Die Regierung wird sich nicht trauen, ein altes (vielleicht veraltetes) Recht zu ändern. So wie unsere Regierung sich nicht traut ein generelles Tempolimit einzuführen, aber stattdessen immer mehr Schilder mit Geschwindigkeitsbeschränkungen aufstellt, wird sich die Zahl der "Camping verboten" -Schilder in Norgen weiter erhöhen.
EuraGerhard hat geschrieben:Viele der hier geschilderten Vorfälle sind nicht einfach Unsitten, sondern Verstöße gegen bestehende Gesetze, oft sogar handfeste Straftaten!
In Einzelfällen sind es sicher auch Straftaten, viel öfter sind Wildcamper wenn sie im Massen oder ständig auftreten einfach nur lästig. Oder pietätlos, wie in dem Beispiel mit dem Schild am Friedhof. Es handelt sich um einen kleinen Friedhof, recht idyllisch und ruhig gelegen. Wie mir gesagt wurde, standen in der Saison sehr oft Wohnmobile (nicht nur deutsche) auf der kleinen Parkwiese, keine 10m von den Gräbern entfernt. Dazwischen nur ein niedriger Lattenzaun. Friedhofsbesucher wurden von den Wildcampern sogar angepöbelt wenn sie diese darauf ansprachen. Die nächsten Häuser sind über 150m entfernt, es ist eine öffendliche Staße / Parkplatz und keinerlei Verbotsschild in der nähe. Also haben diese "Friedhofscamper" nichts verbotenes getan.
EuraGerhard hat geschrieben:Und wer ohnehin schon mit der Bereitschaft in den Urlaub fährt, gegen die Gesetze des Gastlandes zu verstoßen, der wird sich von einem läppischen Campingverbot nicht wirklich abschrecken lassen.
Das ist richtig. Aber in diesem konkreten Fall hätte man die "Friedhofscamper" anzeigen und belangen können, gäbe es so ein Campingverbot. So haben sie höchstens eine Pietätslosigkeit begangen, ohne weiteren Konsequenzen.