Belastung von Pilzen und Beeren

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Belastung von Pilzen und Beeren

Beitragvon uteligger » Mo, 02. Sep 2002, 11:54

Hei !
Wer kennt norwegische Gebietskarten, in denen die radioaktive Belastung von Pilzen und Beeren ausgewiesen werden. Ebenso Karten in denen die Falloutmengen des Reaktors Tschernobyl bekannt sind. Bei Bellona habe ich schon gesucht und nichts gefunden.
Dazu noch folgernder Artikel.


Må helle ut 30.000 liter radioaktiv geitemelk

Geitebøndene i Valdres og Hallingdal må helle ut 30.000 liter geitemelk, etter at det denne uken er funnet for mye radioaktivitet i melken som skulle leveres til matproduksjon.


Geitemelken kan ikke blir brukt til matproduksjon straks verdien av det radioaktive stoffet cesium 137 overstiger 50 becquerel pr. liter, melder NRK.

- Det kan være flere årsaker til at geitene har fått i seg mer radioaktivitet. Det kan være at de har spist mer sopp, og på slutten av beitesesongen stiger konsentrasjonen av radioaktiviteten, sier avdelingsveterinær Amund Lien ved Næringsmiddeltilsynet i Hallingdal.

Nå må geitebøndene ta de radioaktive geitene ned fra fjellet og starte nedfo®ring, for igjen å kunne bruke melken til osteproduksjon.

(NTB)
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Radioaktive Kontermination in Norwegen

Beitragvon Jürgen Becker » Di, 03. Sep 2002, 19:37

Hei Axel,

>Wer kennt norwegische Gebietskarten, in denen die radioaktive Belastung von Pilzen und Beeren ausgewiesen werden.<

So detaillierte Karten sind mir nicht bekannt; ich habe nur einmal eine Karte der "Kernkraft-Lobby" hinsichtlich der radioaktiven Belastungen bedingt durch das Tschernobyl-Unglück für Norwegen und Süd-Deutschland/Norditalien gesehen (betroffen war 1986 in Norwegen hauptsächlich der Großraum um Jotunheimen (Hedmark und Oppland) aber auch Buskerud, Trøndelag bis Südnordland).

Hier sind u. a. die Cs 137-Belastungen aus dem Tschernobyl-Unfall in der Norwegenkarte verzeichnet
http://www.nrpa.no/dokumentarkiv/Straal ... 1_2001.pdf

Ich vermute mal, daß eine solche belastbare, detaillierte Kartierung sicherlich vorhanden ist, aber unter "vertraulich" einzustufen sein dürfte, insbesondere auch wegen den erheblichen Belastungen der Finnmark und Westnorwegens aufgrund der zahlreichen überirdischen Atomwaffenversuchen der Russen auf Novaja Semlja in 1962/63 .
Atomwaffenversuche:
http://www.uio.no/miljoforum/stral/t2/provespren.shtml

Seit dem Tschernobyl-Unglück werden von den örtlichen Lebensmittelämtern u. a. laufend Kontrollen durchgeführt (meistens jedoch nur auf Cs) und die Ergebnisse werden in der lokalen Presse veröffentlicht. Die norwegischen Wissenschaftler arbeiten seit dieser Zeit intensiv an diesem Thema.
Etwa 7 Isotope wurden damals identifiziert gem. Veröffentlichung.
Tschernobyl:
http://www.uio.no/miljoforum/stral/t2/tjernobyl.shtml

Hier ist eine Kartierung von 1996 bis 1998 enthalten für Kleinviehaktivitäten:
http://www.snt.no/dokumentasjon/rapport ... 200004.pdf

Bei uns im Großraum um Valdres sind immer noch einige Flechten und 3 Pilzarten (nur einer davon ist ein Speisepilz) sehr hoch belastet, aber die Belastungs-Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr.
Die Belastungen für Rinder und Schafe waren in den letzten Jahren vergleichsweise gering, so daß die Tiere nicht frühzeitig von den Sennereien geholt und "runtergefüttert"; werden mußten.
Beim Wild-Ren und beim Zuchtren sowie bei den Ziegen kann das schon mal anders sein, wie halt dieses Jahr bei den Ziegen, die möglicherweise aufgrund der allgemeinen Trockenheit im Juli und insbesondere August mehr an Pilzen und Flechten genagt haben. Hier ist wohl versäumt worden die Tiere frühzeitig "runterzufüttern" (mit Berlinerblått); dies ist aber auch sehr unwirtschaftlich, wenn dafür keine Subventionen eingeplant waren, so dass die Milch in dem Fall entsorgt werden muss.

Auch bei den Pilzen hält sich die radioaktive Belastung in Grenzen - ist aber lokal etwas unterschiedlich, aber von den Speisepilzen ist der rimsopp gem. unserer lokalen Lebensmittelstelle immer noch überdurchschnittlich stark belastet.
Einzelne Kartierungen über die Cs Belastungen bei Pilzen sollen von der NLH (Norges landbrukshøgskole) durchgeführt worden sein.
http://www.forskningsradet.no/bibliotek ... 80401.html
oder auch hier
http://www.nrpa.no/dokumentarkiv/Straal ... 1_2001.pdf

Nennenswerte Belastungen bei Beeren sind mir nicht bekannt.

Darüber hinaus sollen geringe Mengen an radioaktiven Isotopen im Meereswasser bedingt durch die Atomwaffenversuche der 50-60er Jahre und Belastungen aus den Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague und insbesondere aus Sallafield vorhanden sein. Aber auch hierfür ist mir keine Kartierung bekannt.

Statistik über Cs-in Kuhmilch in einigen Fylke/Kommunen:
http://www.nrpa.no/fpinternet/Virksomhe ... 7.2001.pdf

Ich hoffe ich konnte dir mit den Links etwas weiterhelfen.

Liebe Grüße

Jürgen
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Beitragvon uteligger » Di, 03. Sep 2002, 21:23

Hei Jürgen!
Tusen takk skal du ha !
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Diese Links sind nicht nur für mich sehr interessant, ich denke, viele andere werden auch ihren Nutzen daraus ziehen. Vielleicht sollten die Links auch auf der Pilzseite der Norwegenfeunde erscheinen.
Zu Sellafield sei noch gesagt, dass Bellona ( norwegische Umweltorganisation ) mächtig Druck auf England ausübt. Und da ein Link von mir:http://www.bellona.no/no/energi/atomkraft/sellafield/index.html
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Radioaktivität und dies und das...

Beitragvon Jürgen Becker » Mi, 04. Sep 2002, 5:56

Hei Axel,

es würde mich freuen, wenn du einige Infos aus diesen Links nutzen konntest – die sind nämlich nur als „Zwischendenzeilenberteilung“ brauchbar – mehr kann man bei diesem sensiblen Thema auch nicht erwarten, schon gar nicht in Norwegen.

>Vielleicht sollten die Links auch auf der Pilzseite der Norwegenfreunde erscheinen.<

Meinst du wirklich?!?

Es ist doch eigentlich nur der „rimsopp“, der vielleicht in der 10ten Potenz zu den üblichen Pilzen bedenklich ist – und wer sammelt nur „rimsopp“ und vor allen Dingen wer isst schon so viele „rimsopp“, das der über Körpergewicht ermittelte Jahresverbrauch wirklich bedenklich werden..
Aber, ich diskutiere das auch noch mal mit unserem Pilzsachverständigen unserer NF-Seite Bernhard Broschardt.
Für Schafe, Ziegen und vielleicht noch für Rinder würde ich gerne einen solchen Hinweis veröffentlichen, aber genau diese fressen insbesondere den reddikmusseron (Tricholoma album), rimsopp (Rozites caperata) und rødbelteslørsopp (Cortinarius armillatus) unglaublich gerne, auch, wenn reddikmusseron und rødbelteslørsopp nun wirklich giftig für den Menschen sind.
Alle drei sind Cs -hoch belastet, aber nur der rimsopp ist der Speisepiz.

Und auf den rimsopp verzichte ich auch gerne, wegen der erheblichen Cs 137-Belastung – es gibt so unendlich viele Pilze in Norwegen, die die Speisekarte enorm bereichern können, wie selbst jetzt in diesem scheinbar so „unpilzigen“ toppsommer in Norwegen.
Irgendwann schaue ich mal bei dir an deinem See in der Telemark mal vorbei und du fängst den Saibling oder ich – ich habe noch nie einem Saibling gefangen, kenne den nur geräuchert aus dem Supermarkt bei uns in Valdres,; für mich der Hochgenuss bei den Binnenfischen überhaupt, sogar geräuchert vielleicht etwas besser als die von mir so geschätzten geräucherten fjellørret – und ich liefere Pilze und die Sauerampfersause und den Mandelmantel zum filetierten Saibling oder wie auch immer – ich esse den Saibling ohnehin lieber unfiletiert – noch dazu :-).
Für mich ist der Saibling so etwas wie der Seeteufel o. a. des Meeres – einfach ein unglaublicher Hochgenuss.
Ja , viele reden vom Wildlachs – der, aber wirklich auch der ist ok., aber für mich sind fjellørret/røye/ und harr/sik das Größte der Binnenfischerei. Eine wundervolle Bereicherung des Speiseplans in Norwegen – diese Qualität gibt es nirgendwo sonst in Europa. Ok., irischer Wildlachs ist vielleicht auch ganz brauchbar.

Noch was:

Du hast immer einige interessanten Hinweise zu norwegischen Baumaterialien. Was hältst du davon, wenn du eine neue Untergruppe dafür schaffst, so was wie „bauen in Norwegen“ oder so.
Zum einen wäre das für uns Hytten-/Hausbesitzern in Norwegen sehr interessant und es könnte auch junge Leute insperieren dort ein Baustoff-Unternehmen zu gründen – auch, wenn das für die norwegische Industrie z. Z. vielleicht kontraproduktiv wäre.
Aber, es kann auf Dauer in N nicht sein, dass ich für einen Leka-Blokk den sagenhaften Faktor 700% zu D zahlen muss.
Und wenn ich dann preislich nachfrage, mir der hohe Preis mit Transportkosten nach N erklärt wird“!!!!!! –bare tull.
Oder für den Sack Optiroc C 25 Mørtel ca. 80 Nok ( sind die 3 € für den Sack in D wirklich vergleichbar, kaufe nämlich nie Fertigmörtel in D) gezahlt hast.
Von Sanitär- oder Elektroartikelpreisen etc. mal ganz abgesehen…..
Die EFTA/ so gut wie EU-Regeln bieten hier ideale Bedingungen noch und nur für die Europäer!
Farbe, die beste, die es i Europa gibt ( aber scheinbar typisch lohnintensiv norwegisch, ist egal, ob ich 1Ltr. oder 10 Ltr. kaufen will (fast) der gleiche Preis.
Nur, diese hochpigmentierte Farbe ist wirklich einfach Klasse und solche hochqualifizierten Produkte gibt es in Deutschland nun wirklich nicht.
Und, vom Bau eines norwegischen Holzhauses ganz zu schweigen – warum sich deutsche Zimmerleute dafür nicht interessieren ist mir ohnehin schier schleierhaft.
Was man im Wesentlichen alles beim Rohbau mit den Querschnitten 2“„ x 4“ bauen kann, ist mir gerade jetzt wieder in Norwegen bewusst geworden – der Rohbau kostet fast nix, wenn man sich nur etwas umschaut!!!.
Eigentlich muss jeder Zimmermann, der für seine Familie vom Einfamilienhaus träumt sofort nach Norwegen auswandern – kostet nur einen Bruchteill von dem, was man für ein kleines Reihenhaus in D zahlen müsste.
Axel, das nur mal so als erste Idee für eine neue Rubrik im NF- Forum – z. B. auch NF- Christian König – eigentlich mehr Tunnelspwzialist - steht euch als Bau-Ingenieur zur Verfügung ; sorry Christian – der gerade in Norwegen ist, aber das musste mal wieder sein, hoffentlich habe ich da nichts Schlimmes angerichtet..

Wie auch immer liebe Grüße

Jürgen

PS:
>Zu Sellafield sei noch gesagt, dass Bellona ( norwegische Umweltorganisation ) mächtig Druck auf England ausübt. Und da ein Link von mir:http://www.bellona.no/no/energi/atomkraft/sellafield/index.html<

Ja, Bellona macht auch erfreulichen Druck und die norwegische Regierung macht schon seit ca, 18 Monaten heftig Druck in GB wegen Sellafield;; nur, glaube nur nicht das Wirkung zeigt – hier müsste ganz Europa heftig mitmachen.
Auch Bellona ist hier zu schwach – leider.
Für GB ist Sellafield ein primäres besonderes wirtschaftliches, strategisches (?) Heiligtum,oder warum auch immer, auch wenn z. B. noch so viele Kinder überproportional um Sellafield an Leukemie erkranken.
Aber insbesondere auch militärische Interessen scheinen noch immer über der Gesundheit für die Kinder in GB zu stehen. Ich teile den Schmerz und die Sorge der Eltern um Sallafield – das ist grausam,was da in Sallafield und seit einenJahrzehnten schon dortr abläuft (und ich sage das nicht als Laie, sondern ich war in dem Geschäft auch mal professionell tätig, ich weiß also wovon ich rede und gerade bei Sallafield) und ich bin froh, dass die norwegisch Regierung hier heftig Druck macht.
Ich finde diese Situation einfach unerträglich für die Kinder und Eltern in Sallafield; die Eltern können nicht aufgrund der wirtschaftlichen Situation mal schnell umziehen.
Dieses Thema berührt mich schon sehr, aber auch sekundär die Zustände im Meerwasser vor der norwegischen Südküste oder Westküste (?) .
Bis auf das die Norweger grundsätzlich die Veterinär – Kontrolle bei jrgendwelchem Fischfang der auch kleinsten norwegischen Berusfischer vor kurzem eingeführt haben, verfüge ich über keinerlei Infos hinsichtlich der möglichen Kontamination der Seefische (und sicherlich mehr) aus dieser Region.
Aber, der ungewohnt heftige Protest gegenüber den sonst so unfehlbaren britischen Freuden wird schon ihre Ursache haben,
Und mansche Leute diskutieren lieber über den Zwergwalfang über die Werbetrommeln von Greenpeace in Norwegen und das ist fast so, als wenn man über den Makrelenfang diskutieren müsste – für mich schon immer eine verkehrte Welt!!

Die kranken Kinder/Familien um Sallafield sind mein Anliegen, nur das ist kaum ein Thema- für Greenpeace warum auch immer – zur Zeit beschäftigt das nur die Gerichte in GB.
Leider haben die Kinder und Familien auch keine Organisation wie Greenpeace um sich und schon gar nicht die Werbegelder…..

Trotzdem liebe Grüße

Jürgen
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Nanu?

Beitragvon vbeyer » Mi, 04. Sep 2002, 11:42

:?:
Ich habe mich in Norddeutschland mal bezüglich dieses Themas schlau gemacht. Jürgen schreibt das eigentlich der einzige essbare Pilz der rimsopp sei - das ist der Reifpilz, oder?
Der in Deutschland mit Abstand(!) am schlimsten belastete Pilz ist der Maronenröhling (Xerocomus badius) den man hier zur richtigen Zeit in großen Mengen findet. Gibt es den in Norwegen nicht?

CU
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Re:weniger die Radioaktivität aber mehr dies und das...

Beitragvon Anette » Mi, 04. Sep 2002, 12:28

Jürgen Becker hat geschrieben:Noch was:
Du hast immer einige interessanten Hinweise zu norwegischen Baumaterialien. Was hältst du davon, wenn du eine neue Untergruppe dafür schaffst, so was wie „bauen in Norwegen“ oder so.
Zum einen wäre das für uns Hytten-/Hausbesitzern in Norwegen sehr interessant und...


Als Hyttemitbesitzerin finde ich die Idee sehr gut, schließlich soll das Häuschen ja auch noch 'ne Weile stehen :)
Denkt mal darüber nach...
Grüße, Anette
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Cs-Belastungen der Pilze in Norwegen und Deutschland

Beitragvon Jürgen Becker » Mi, 04. Sep 2002, 21:18

Hei Volker,

>Ich habe mich in Norddeutschland mal bezüglich dieses Themas schlau gemacht. Jürgen schreibt das eigentlich der einzige essbare Pilz der rimsopp sei - das ist der Reifpilz, oder?<

Ja, der rimsopp ist der Reifpilz (Rozites caperata) – siehe auch unten

>Der in Deutschland mit Abstand(!) am schlimsten belastete Pilz ist der Maronenröhling (Xerocomus badius) den man hier zur richtigen Zeit in großen Mengen findet. <

Ja, auch der Maronenröhrling ist noch stark belastet, sowohl mit Schwermetallen und auch mit Cs – siehe Zitat aus der Quelle unten.

>Gibt es den in Norwegen nicht? <

Den Maronenröhrling (brunsopp ?) gibt es auch in Norwegen, aber scheinbar wird er gemäß „Norges forskningsråd“ nicht zu den 3 Cs-hochbelasteten Pilzarten eingestuft und gehört vielleicht in die nächste Gruppe zu Sandröhrling, Steinpilz etc. – siehe unten.

Hier noch mal einige Hinweise dazu:

Gem. Quelle: „Norges forskningsråd“
http://www.forskningsradet.no/bibliotek ... 80401.html

nehmen die 3 nachstehend genannten Pilze in Norwegen am meisten Cs auf:

Strohblasser Ritterling
Reddikmusseron (Tricholoma album): Giftig
http://www.paxillus.ch/agaricales/tricholoma_album.html

Reifpilz
rimsopp - (Rozites caperata) Speisepilz:
http://www.awl.ch/pilze/vergleiche/reifbilz_vergleich/

Geschmückter Gürtelfuß:
rødbelteslørsopp (Cortinarius armillatus): Giftig (nur nach norwegischer Meinung).
http://www.uni-greifswald.de/~mycology/ ... llatus.htm

Dann nehmen z. B. noch

- Sandröhrling, sandsopp, Suillus variegatus–
http://www.uni-greifswald.de/~mycology/ ... egatus.htm

- Steinpilz, steinsopp, Boletus edulis

- Butterpilz, smørsopp Suillus luteus
http://www.pilzepilze.de/piga/zeige.htm ... lus_luteus

relativ viel Cs auf, wogegen z. B.

- Rotkappe, rødskrubb, LECCINUM VERSIPELLE,

- Birkenpilz, brunskrubb, LECCINUM SCABRUM,

und

- Pfifferling, CANTHARELLUS CIBARIUS, kantarell

relativ wenig Cs aufnehmen.


Gemäß Quelle
http://www.getwellness.ch/index.asp?1334
wird für Deutschland folgendes zur Schwermetall- und Cs-Belastung ausgeführt:

Zitat:
"Die Verwechslung mit Giftpilzen, der Verzehr von verdorbenen Pilzen und persönliche Unverträglichkeiten stellen ein weit größeres Risiko dar als der Schwermetallgehalt und die Radioaktivität", meint der Pilzsachverständige Bernhard Otto von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. „
und
„Pilze konzentrieren Schwermetalle bevorzugt in der Lamellen- beziehungsweise der Röhrenschicht und der Huthaut. Wer kein Risiko eingehen will, entfernt diese Teile am besten. Dies gilt besonders für Riesen- (Agaricus_augustus) und Schafchampignons (Agaricus arvensis), die besonders viel Cadmium speichern. Auch der Rotfuss- (Xerocomus chrysenteron) und der Maronenröhrling (Xerocumus badius) "haben es in sich".
und
„Seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl am 26. April 1986 ist viel Zeit vergangen. Dennoch hat das radioaktive Cäsium-137 mit seiner Halbwertszeit von 30 Jahren nur einen Teil seiner Schädlichkeit verloren.
Im Wald hingegen bleibt - vor allem im bayrischen Raum - das radioaktive Element weitgehend unberührt. Eine relativ hohe Belastung weisen noch Maronenröhrlinge (Xerocomus badius), Rotfussröhrling (Xerocomus chrysenteron), der Reifpilz (Rozites caperata), der Steinpilz (Boletus edulis) und Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) auf. Allerdings liegen die Werte fast ausschliesslich unter den in der Schweiz und in Deutschland zugelassenen Höchstwerten für Lebensmittel.“

Zitatende

Ich hoffe, die Ausführungen helfen dir etwas weiter

Liebe Grüße

Jürgen
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