Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Schweden, Finnland, Svalbard, ...

Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon buecherwurm » So, 01. Nov 2020, 22:50

Hallo,

Wie alles begann

Bereits im August 2019 reservierten wir das Wohnmobil für den Zeitraum Ende August bis Mitte September 2020. Wir wählten den Zeitraum so lange wie für uns möglich mit dem Hintergedanken im Kopf, mal ganz nach Norden zu fahren. Eventuell das Nordkapp zu besuchen, auf jeden Fall die Varanger-Halbinsel. Und falls es sich ergab, schon die ersten Polarlichter der Saison zu sehen – wir waren polarlichtsüchtig. Das ginge ja fix mit der Anreise durch Schweden und Finnland.

Dann kam der März 2020 – und das Coronavirus verbreitete sich über Europa. Im Juli frohlockten wir – sah es doch so aus, als ob wir unsere geplante Reise nun doch – zumindest nach Norwegen – antreten könnten. Was sollte uns passieren, im Wohnmobil, in recht menschenleerer Natur …

Blieb die Frage der Fährüberfahrt. Des anschließenden Transits durch Schweden. Welche Fähre? Reichen dort die Hygienemaßnahmen aus? Und dann kam der August. Steigende Fallzahlen. Finnland schloss seine Grenzen für deutsche Urlauber. Die Schweden hatten im Norden sehr wenige Fälle, im Rest des Landes mehr als bei uns, Dänemark genauso. Dort war nur Nordjütland „gelb“. Und die Fallzahlen stiegen nach oben. So war am 26.08. abzusehen, dass Norwegen Quarantäne verlangt – das funktioniert aber nicht auf einem Campingplatz im WOMO. Die Reise ein, zwei Tage früher anzutreten, um vor dem 29.08. 00:00 Uhr an der Grenze zu sein, ist unmöglich sowohl als Arbeitnehmer, der bis zum 28.08. arbeiten muss als auch mit einem Mietwomo, das am 29.08. erst abgeholt werden kann…
:|
Ganz kurz entschlossen (wir wollten in den kühlen Norden!!!) switchten wir unsere Reisepläne um auf Nordschweden. Die Fähre wurde storniert – wir wollten sicher gehen und fuhren deswegen erstmals nach Skandinavien ohne die Benutzung irgendeiner Fähre. Das kostete uns einen Umweg von knapp 1.400 km hin und zurück – aber das wussten wir zum Glück erst hinterher. :wink:

Viel Spaß beim Mitreisen.

Sonntag, 30.08.2020: Nach Flensburg

Das Wohnmobil durften wir am Vortag bereits mittags abholen, so hatten wir zwar mehr Zeit zum Beladen, doch irgendwie packten wir auch viel mehr ein. Wir wollten die ersten zwei bis vier Tage möglichst nicht einkaufen, da wir quasi durch den Großraum von Kopenhagen und Malmö fuhren. Das WOMO hatte Winterreifen drauf, wir packten Wintersachen und Daunenschlafsack ein – es ging ja in den Norden. :)

Am Sonntag starteten wir dann auch so spät am Nachmittag, dass bereits der Sonntag-Abend-Rückreise-Verkehr in Gange war und wir bereits bei der geplanten Auffahrt auf die A2 den Stau auf der Elbbrücke sahen. Verspätung 30-40 Minuten. Och nö.
Kurz entschlossen fuhren wir weiter nach Niegripp, über Burg – Genthin – Jerichow, bei Tangermünde über die Elbe Richtung Stendal und weiter nach Osterburg – Perleberg, dann auf die A14, A20, A21, in großem Bogen um Hamburg herum auf die A7 und bis nach Flensburg. Dort fanden wir auf Anhieb den kostenlosen Stellplatz am Osthafen hinterm Klärwerk. Es herrscht reger Betrieb, die Sackgasse ist ziemlich voll und da es schon spät ist (und dunkel), essen wir schnell unseren Kartoffelsalat mit Bouletten und fallen ins Bett.

Montag, 31.08.2020: Flensburg – Ljungby (Schweden)

Es herrscht ein reger Durchgangsverkehr an Fahrradfahrern und Joggern an unserem Übernachtungsplatz. Am Morgen regt sich in den Fahrzeugen rundherum nur langsam etwas – wir haben schließlich alle Urlaub. :)
Nach dem Frühstück laufen wir ein Stück am Wasser entlang, bevor wir starten.

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Wir nehmen nicht den Weg zur A7, sondern fahren direkt am Hafen entlang durch die Nordstadt nach Wasserleben und zur Grenze. Es geht zügig durch, unsere Ausweise werden kurz angeschaut und weiter geht’s. Das war ja einfach…

Irgendwann kurz darauf sind wir dann auf der A7 in Richtung Kolding. Tanken muss ich auch. Ab sofort ist wieder Kartenzahlung direkt an der Tanksäule möglich. :)
Die Strecke zieht sich.

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Nach der ersten „kleinen“ Brücke müssen wir unserem Navi erst einmal Malmö als Ziel angeben, es schickt uns sonst nach Helsingør. :wink: Kurz vor der Storebaeltsbron entdecken wir einen Rastplatz und beobachten eine Weile den Zugverkehr auf der Brücke. Nur im Schneckentempo fahren entgegenkommende Züge aneinander vorbei – wohl eine Folge der Kollision im Februar 2019. Die zweite, höhere Brücke kennen wir bereits von der Fähre aus, bei Nacht.

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Rund um Kopenhagen nimmt der Verkehr sichtlich zu. Feierabend… Der Tunnel (der einzige echte Tunnel auf der ganzen diesjährigen Reise) erscheint uns nicht sonderlich tief – es geht ohne große Steigungen hinunter und wieder hinauf. Auf der Insel zwischen Brücke und Tunnel ist ein Kontrollpunkt abseits der Schnellstraße eingerichtet – aber dort ist nichts los. Auf der anschließenden Brücke weht ein ordentliches Lüftchen – bei Sturm ist das sicherlich kein Vergnügen.

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Auch auf der schwedischen Seite werden wir bei der Passkontrolle nach kurzem Blick auf die Ausweise durchgelassen. In Malmö schwenken wir auf die E6 ein. Bis Göteborg müssen wir ihr folgen – so langsam wird es anstrengend und ermüdend. Aber, wir entdecken den ersten kapitalen Elch :lol:

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Wir lassen unser WOMO-Navi die Campingplätze in der Gegend anzeigen – an der E4 sollen mehrere sein. Den ersten lassen wir links liegen, nach Ljungby biegen wir dann ab. Doch der Campingplatz ist schon geschlossen.
Ich frage meine Stellplatz-App und diese zeigt mir in der Nähe einen Bauernhof an. Auf geht’s.
Kastebergs Gårdsbutik ist gut ausgeschildert und so fahren wir nach Sonnenuntergang auf langen Feldwegen ins Nirgendwo, immer den handgemalten Hinweisen hinterher.

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Schließlich landen wir auf einem weitläufigen Hof, der Hofbesitzer kommt uns auf dem Traktor entgegen und läßt uns freie Platzwahl. Bezahlen können wir am nächsten Morgen im Hofladen ab 09:00 Uhr. Wir nehmen also Strom und stehen nahe den Waschräumen. Duschen und Haare waschen – und heute mal Nudelsalat zur Abwechslung. In der Nähe ist ein „Naturpool“ – wir verbringen den Abend vor und auch nach dem Abendessen dort am Wasser … Gegendämmerung, ziehende Kraniche, Mondaufgang und schließlich Nebel… :)

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Fortsetzung folgt :wink:

Grüße Astrid
buecherwurm
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Canadier » Mo, 02. Nov 2020, 15:40

Hallo Astrid,
"Womo-Tour" da bin ich natürlich dabei.
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon buecherwurm » Mo, 02. Nov 2020, 22:51

Canadier hat geschrieben:Hallo Astrid,
"Womo-Tour" da bin ich natürlich dabei.
:) Fein!

buecherwurm hat geschrieben: In Malmö schwenken wir auf die E6 ein. Bis Göteborg müssen wir ihr folgen – so langsam wird es anstrengend und ermüdend.
Das muss natürlich Helsingborg heißen! :oops:

Weiter gehts:

Dienstag, 01.09.2020: Ljungby – Vadstena

Die Nacht war kalt! Nur 5°C sagt unser Handy – es fühlt sich aber kälter an… Morgens wieder Nebel überm Teich, Rauhreif auf der Wiese, die Morgensonne gibt ihr Bestes.

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Nach einer kurzen Runde durch den Hofladen – ohne Maske, wir sind die einzigen Kunden in der großen Halle – bezahlt wird mit Karte, fahren wir weiter. Unser heutiges Ziel ist das Alvastra-Kloster am Vätternsee und Übernachtung in Vadstena. Das hatte ja im Frühjahr des letzten Jahres nicht geklappt.

Wir fahren den kurzen Weg zur E4, an Lagan vorbei – hier waren wir vor 13 Jahren im Elchpark. Plötzlich geht eine Warnung im Auto an: "AdBlue nachfüllen". Okay, aber wie dringend ist das? Unser Vermieter erklärt am Telefon, dass man wohl nicht sofort auffüllen muss, aber wenn, dann mindestens 5 Liter – und sie hätten damit auch noch keine Erfahrung…
Das WoMo ist Baujahr 2020, wir haben es mit km-Stand 9.500 übernommen – jetzt sind wir bei kurz über 10.000.
An der Automaten-Tankstelle gibt es nur eine Zapfsäule für Lkw-AdBlue. Das ist uns zu unsicher – also tanken wir erstmal nur Diesel (das war auch wieder nötig) und suchen einen Tankstellenshop. Schließlich werden wir fündig, aber wo ist Ad Blue? Wir sehen nur Waschanlagenzusatz und Motorenöle.
Schließlich höre ich den zweiten Kunden im Laden etwas von Adbleue zur Verkäuferin sagen - er spricht es französisch aus. Sie geht zu dem Regal, wo auch wir vergeblich gesucht hatten, aber nimmt eine Plastikflasche vom Fußboden! Aha!
Gerettet! Die 5 Liter sind etwas später etwas umständlich im Tank gelandet (von dem wir nicht wirklich wissen, wieviel Liter er fasst) und die Kontrolleuchte ist wieder aus.
Beruhigt fahren wir am Südufer des Vättern weiter zur Klosterruine.

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Ich mag das weitläufige Areal. Es ist sommerliches Wetter, nur einzelne Besucher, gepflegtes Grün - normalerweise finden hier wohl auch Konzerte statt. Im nordwestlichen Teil ist ein Feuchtbiotop mit Holzbohlenweg – wir finden sogar Orchideen-Blütenstände. Wir verbringen eine ganze Weile zwischen den teilweise überwucherten Mauern.

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Schließlich fahren wir noch die kurze Strecke nach Vadstena. Wir befürchten, dass es zu voll ist, wenn wir zu spät eintreffen. Wir finden den Stellplatz direkt in der Nähe des Wasa-Schlosses - und es ist noch viel frei.
Bezahlt wird am Automaten am Hafen, auf der Quittung steht ein Code für das Servicehaus. Man muss nur immer auf die andere Hafenseite und zwar durch das Schloß. Auf der östlichen Hafenmole steht ein Leuchtturm – dorthin lockt es uns zum Sonnenuntergang.

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Und wir sind nicht die Einzigen...

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Blick auf den Ort:
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Wir bleiben bis nach Sonnenuntergang auf der Mole. Man fühlt sich ein bisschen wie am Meer – dabei ist es der Vättern, ein See. In der Dämmerung laufen wir durchs Schloss zurück zum WoMo und es gibt Abendbrot.
Spät abends schauen wir mit der Kamera noch einmal über den See in Richtung Norden, aber außer Sternen und einem Schwan ist nichts zu sehen im Mondlicht.

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Neben dem Stellplatz befindet sich eine Fabrik, die rund um die Uhr produziert – hell beleuchtet, LKW-Verkehr – und ein großes Plakat mit „Sterisol“ an der Fassade. Diese Aufschrift soll uns in der nächsten Zeit noch oft begegnen. :wink:

Als ich mir bei Google Maps unseren aktuellen Standort anschaue, bin ich überrascht, um wieviel südlicher wir hier sind als wir nach zwei Tagen Fahrt in Norwegen wären... :|
2014 hatten wir im Rondane unser erstes Polarlicht. Allerdings ohne Vollmond.
Und wir planen für die nächsten Tage etwas mehr Kilometer in Richtung Norden zurückzulegen.

Fortsetzung folgt ;)

Grüße Astrid
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Wollina » Di, 03. Nov 2020, 10:24

Ich bin auch zugestiegen. Super Fotos, toller Bericht.
Danke

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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Gudrun » Di, 03. Nov 2020, 10:28

Ich freue mich auf die Fortsetzung. Bis bald.

Grüße Gudrun
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Heidrun » Di, 03. Nov 2020, 13:14

Und noch eine Mitreisende gesellt sich dazu. Die wunderschönen Bilder machen Lust auf mehr :D

Viele Grüße, Heidrun
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Canadier » Di, 03. Nov 2020, 15:06

Hallo Astrid,
wir haben auf unserer Nordkap-Tour 2018
direkt am Elchpark übernachtet. Am Morgen haben wir dann auch am gleichen Kloster eine Rast eingelegt.
Mal sehen ob wir noch nen paar "Schnittstellen" gemeinsam haben!.
Canadier
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Andrea.t77 » Di, 03. Nov 2020, 15:58

Hallo um die Ecke, Astrid :wink:

Tolle Bilder und schön geschrieben, so mit den ganzen Planungsgedanken. Ich reise gerne mit und freue mich auf mehr.

LG, Andrea
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Binou » Di, 03. Nov 2020, 17:53

Hallo Astrid,
wunderschöne Fotos und nett zu lesen!
Mich würde noch die Ausrüstung (Womogröße) interessieren. Keine Standheizung, da ihr Daunenschlafäcke mithabt?
Genau richtig für den Corona-November! Ich fiebere den Fortsetzungen entgegen!
LG Sybille
Beste Grüße
Sybille

Zuhause festgesetzt durch Corona
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Kumulus » Di, 03. Nov 2020, 17:55

Nachdem in diesem Sommer viele Planungen der Norwegenerlebnisse ins Wasser gefallen sind, freue ich mich über jeden Bericht und jede Abwechslung. Ganz besonders natürlich auch über Erfahrungen, Anregungen, Highlights und Tipps für Unternehmungen in Schweden. Denn ich nutze gerne den Transfer von Kiel nach Göteborg um über den Inlandsvegen in den Norden zu gelangen.

Nun seid ihr eine andere Strecke gefahren - schön. Denn das bedeutet auch für mich: Neue Erkenntnisse, neue Möglichkeiten und interessante Punkte.

Ich freue mich auf die Fortsetzung !!!

Danke
Martin
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon syltetoy » Di, 03. Nov 2020, 18:39

Schön zu lesen, ich verfolge dich weiterhin :wink:
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon buecherwurm » Di, 03. Nov 2020, 21:35

Dankeschön Euch allen :)
Ich glaube aber, dieses Tempo kann ich nicht durchhalten :wink:
Ich muss leider (oder zum Glück!) arbeiten, als gäb's kein Corona, habe also auch nicht mehr Zeit als sonst...

Canadier hat geschrieben:Mal sehen ob wir noch nen paar "Schnittstellen" gemeinsam haben!.
Da gehe ich mal davon aus, Es gibt ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten nach Norden - mit vielen Variationen dazwischen :lol:

Binou hat geschrieben:Mich würde noch die Ausrüstung (Womogröße) interessieren. Keine Standheizung, da ihr Daunenschlafäcke mithabt?
Genau richtig für den Corona-November! Ich fiebere den Fortsetzungen entgegen!

Wir hatten einen T64 von Sunlight, mit 6,83m Länge.

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Mit Gasheizung - die wir eigentlich über Nacht nie anlassen.
Vorab: Die Daunenschlafsäcke haben wir in diesem Jahr nicht wirklich gebraucht. (Allerdings im Herbst 2014 und 2015 bei Minusgraden schon - da hatten wir es als Matratze unter uns - sehr gute Wärmedämmung zur Heckgarage. Das sind noch alte, keine Mumien.)

Und: unsere erste Gasflasche (Kochen, Kühlschrank, Heizen) wurde erst relativ spät leer, da waren wir schon wieder auf dem Heimweg :)

Kumulus hat geschrieben:Denn ich nutze gerne den Transfer von Kiel nach Göteborg um über den Inlandsvegen in den Norden zu gelangen.
Wir eigentlich auch... :cry:

Liebe Grüße
Astrid
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon gudrun55 » Do, 05. Nov 2020, 7:02

Herrliche Bilder, schöner Bericht! Toll, dass du uns nochmal mitnimmst, Astrid!

Die Alvastra Ruine stand schon auf meiner Liste als mögliches Etappenziel, scheint sich ja echt zu lohnen. Danke sehr und ich freue mich auf die Fortsetzung.

liebe Grüße! gudrun55
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon buecherwurm » Do, 05. Nov 2020, 23:49

Weiter geht's :)

Mittwoch, 02.09.2020: von Vadstena nach Sveg

Der heutige Plan lautet: irgendwie zur E45. Und so weit wie möglich nordwärts. Es ist in den nächsten Tagen (noch) klar nachts – aber wir sind entsetzlich weit im Süden...

Am (Morgen) Vormittag :wink: sind wir aber zuallererst am See: Blaues Wasser, Sonne, Enten. Direkt neben uns zwitschern Spatzen in der Weide. :)

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Ein Schwarm Gänse zieht von Süden heran, sie torkeln regelrecht, weil einzelne auf dem Rücken fliegen und ihre Nachbarn quasi wegkicken. Übermut? Als sie eine weitere Schleife über dem See drehen, entdecken wir eine Graugans zwischen den Weißwangengänsen.

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Wir starten über Motala in Richtung Norden. In unserem Cockpit kämpfen das eingebaute WOMO-Navi gegen das Google-Navi unserer Handys. Es gibt zahlreiche Baustellen - die das WOMO nicht kennt. :wink:

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Bei Dalporten machen wir Mittagspause.

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Weiter geht es auf der Bergslagsdiagonalen - Schilder mit diesem Namen tauchen entlang unserer Route auf der Straße 50 sehr oft auf. Diese Gegend war früher berühmt für ihren Erzabbau.

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Und wieder eine Baustelle. Natürlich mit Ledebil. :wink:
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Da wir irgendwie mal nach dem einen, mal dem anderen Navi gefolgt sind, weiß ich echt nicht mehr 100%ig, wo wir schließlich langgefahren sind... :oops:
Sehr wahrscheinlich auf der 50 bis Ludvika, dann auf der 66, wir folgen kurz der E16 in Richtung Oslo und sind kurz vor Mora endlich auf der E45.

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Jetzt kreuzen wir wieder die Inlandsbanan. Ich finde diese Schilder an den Bahnübergängen immer noch witzig. :D

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Die Sonne steht schon tief, an einer Parkbucht an der niegelnagelneuen Straße vertrödeln wir noch viel Zeit mit Fotografieren...

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Es ist eine zauberhafte Stimmung.
Bis Östersund schaffen wir es heute definitiv nicht mehr. Der nächste Ort ist Sveg.
Direkt an der Straße ein Campingplatz, wir suchen den Eingang und finden an der geschlossenen Rezeption ein Schild, dass im Hotel „Mysoxen“ eingecheckt werden soll, mit Telefonnummer. Wir rufen an und bekommen gesagt, wo wir den Schlüssel fürs Servicehus finden. Bezahlen sollen wir dann morgen im Hotel.

Der Platz ist ziemlich groß und es stehen nur einige WoMos dort. Wir stellen uns etwas zu dicht an die Straße, aber später am Abend läßt der Verkehr nach.
Im Waschraum finden wir Desinfektionsmittelspender mit "Sterisol". :lol: Und - wir sind baff über den Waschraum selbst:
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Luxus pur! :)
Was wir hier zum zweiten Mal sehen: Schuhablagen im Eingangsbereich. Man lässt seine Straßenschuhe im Eingangsbereich - das begegnet uns in diesem Jahr tatsächlich immer und überall - wir sind uns nicht sicher, ob das schon immer so war und uns nur nicht aufgefallen ist? Oder waren wir sonst nur nicht auf "richtigen" Campingplätzen in Schweden, da nur auf der Durchreise?

Am Abend machen wir noch einen kleinen Gang rund ums Servicehus und dann noch ein paar Fotos vom Nachthimmel.
Wir sehen zwar Sterne, aber es ist furchtbar hell in diesem Ort, und Polarlicht finden wir keines.

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Fortsetzung folgt... :wink:

Grüße Astrid

P.S. Für neugierige die Fotos dieser Beiträge bei flickr zum Anklicken (und Vergrößern)
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Re: Schweden mit dem WoMo Herbst 2020

Beitragvon Andrea.t77 » Fr, 06. Nov 2020, 0:48

Hallo Astrid,

ich kann nicht schlafen, da kam deine Fortsetzung genau richtig :wink:
vertrödeln wir noch viel Zeit mit Fotografieren...
Na, das hat sich doch gelohnt :)

Danke für die Fortsetzung. Das waren wieder schöne Bilder und Eindrücke.

VG, Andrea
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