Die Zahl der bei Unfällen getöteten Menschen ist in Dänemark mit der Heraufsetzung des Autobahn-Tempolimits von 110 auf 130 km/h binnen Jahresfrist um ein Viertel auf 369 gesunken.
Wie Sprecher der Behörde für Verkehrssicherheit und des Straßenbauamtes am Freitag übereinstimmend in der Zeitung "Berlingske Tidende" erklärten, sei dieser Rückgang für alle Experten höchst überraschend gekommen. Dänemark erreichte damit die niedrigste Zahl von Toten durch Verkehrsunfälle seit 1950.
Die Regierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hatte die Höchstgeschwindigkeit Ende April 2004 angehoben, obwohl fast alle Experten einhellig eine Zunahme der Unfallzahlen mit mehr Toten vorhergesagt hatten. In den ersten zwölf Monaten nach der Anhebung auf etwa 50 Prozent aller dänischen Autobahnstrecken zeigte sich dann bei Messungen, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit sogar von 118 auf 113 km/h sank. Dies erklärte ein Vertreter des Straßenamtes mit der "gleichmäßigeren Verteilung" des Tempos. Es gebe wegen der nun neu und massiv aufgestellten Hinweisschilder mit der jeweils geltenden Höchstgeschwindigkeit deutlich weniger Raser. Gleichzeitig mit der Anhebung auf Tempo 130 wurden auch die Bußgelder für Übertretungen drastisch hochgesetzt.
Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/d/82010