Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten, Einfuhrbestimmungen, Geldverkehr, etc.

Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Do, 30. Jan 2020, 18:29

Bin wieder auf Tour. Falls jemand interessiert ist, weitere Infos auf meiner Homepage. Ob ich später den Bericht hier noch mal einstelle, so wie ich das ein paar Wochen nach meiner Rückkehr der 2019er Tour gemacht hatte, weiß ich noch nicht genau.

Alles weitere hier: https://www.markus-drueck.de/norge/

Gruß, Markus
MarkusD
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon Schnettel » Di, 04. Feb 2020, 20:04

Hallo Markus.
Als ich deinen Bericht und deine 4 Stunden Warterei am Saltfjell las, musste ich schon etwas schmunzeln... :-D Da kannst du froh sein, dass du nicht 2 Tage später unterwegs warst.
Von Donnerstag (30.01.) Nachmittag bis Samstag (01.02.) Nachmittag war das Saltfjell komplett gesperrt. Nur einzelne LKW wurden ein oder zwei Mal in Kolonne durch gelassen.
Und ab Samstag Nachmittag auch erstmal nur Kolonne.
Hätte dich das getroffen, wäre deine komplette Planung im Popo gewesen.
Auch kurz vor deiner Passage, war von Sonntag (26.01.) Früh bis Montag (27.01.) Nachmittag komplett gesperrt.
Du hattest also noch richtig Schwein gehabt!
Die E6 war auf dem Saltfjell im Januar ganze 24 x komplett gesperrt und es gab 22 x Kolonne.

In Tromsø kann man im Blårock Café gut feiern (wenn man jetzt nicht schon vor 22 Uhr dort einfällt). Aber zum Essen würde ich da definitiv nicht hin gehen. Dafür gibt's andere Plätze.
Habe deinen Post, wo du nach Restaurants fragtest, erst heute gesehen. Sonst hätte ich dir noch die "Pastafabrikken" oder "Bardus Bistro" empfohlen.
Und zum Bierchen ist ein Besuch in der Ølhallen eigentlich ein Muss. Warst du da gar nicht?!? :shock:

Die Konzerte in Longyearbyen müssen ja wirklich cool gewesen sein. Naja, bis auf das Geschreie. :-D Lars Bremnes wäre aber sicher auch toll gewesen.

Wegen der Start- und Landerichtung: Es wird immer gegen den Wind gestartet und gelandet. Da hatte wohl der Wind gedreht. ;-)

Mit "stanset kjøretøy" ist nicht "angehaltene Fahrzeuge" gemeint. Sondern da ist schlicht jemand "liegen geblieben".
Und "bart i spor" heisst nicht "spurlos" sondern bedeutet, dass da, wo die Fahrzeuge fahren (also in der Spur) kein Schnee und Eis ist. Das kann "lustig" werden, wenn die Spurrillen im Eis entsprechend tief sind...
Ach, und "oppholdsvær" ist das ganze Gegenteil von "Unwetter"! :D "Opphold" heisst "Aufenthalt". Es ist damit also schönes Wetter gemeint, Wetter, bei dem man "raus gehen", sich "draussen aufhalten" kann. ;-)

Wenn wir über Schweden nach Dtl. fahren, dann eigentlich (fast immer) nur noch an der Küste entlang. Wir finden es irgendwie abwechslungsreicher und wir kommen da auch zügiger voran.

Bist ja jetzt sicher in Östersund? Auf jeden Fall hast du dort reichlich Auswahl an guten Restaurants. :super:

Dann komm mal noch gut weiter!


Was mich aber mal noch interessiert:
Was bedeuten jeweils die 3 Begriffe hinter deinen Links?
Z.B.:
• Polfareren Restaurant; ///gewerbepark.gewundenen.gewellte
Das sind ja zum Teil recht lustige Kombinationen.
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Mi, 05. Feb 2020, 21:42

Schnettel hat geschrieben:Als ich deinen Bericht und deine 4 Stunden Warterei am Saltfjell las, musste ich schon etwas schmunzeln... :-D Da kannst du froh sein, dass du nicht 2 Tage später unterwegs warst. [...] Du hattest also noch richtig Schwein gehabt! Die E6 war auf dem Saltfjell im Januar ganze 24 x komplett gesperrt und es gab 22 x Kolonne.

Ja, da hast du Recht, da hatte ich mehr Glück als Verstand!

Schnettel hat geschrieben:Habe deinen Post, wo du nach Restaurants fragtest, erst heute gesehen. Sonst hätte ich dir noch die "Pastafabrikken" oder "Bardus Bistro" empfohlen.

Danke, ist notiert.

Schnettel hat geschrieben:Und zum Bierchen ist ein Besuch in der Ølhallen eigentlich ein Muss. Warst du da gar nicht?!? :shock:

Richtig, da war ich dieses Jahr gar nicht. Es ist aber auch wirklich ein Kreuz mit der der Ølhallen, deren Öffnungszeiten harmonieren nicht mit meinem Anreise- und Abreisetag. Wenn ich Mittwochs ankomme ist um 20 Uhr Sense. Wenn man da abgehetzt, nach Restaurantbesuch von wo auch immer, einfällt und sich das erste Bierchen bestellt bekommt man evtl. schon gesteckt, dass aber heute im 20 Uhr Ultimo ist. Dann "stürzt" man die Gerstenkaltschalte runter und ordert ein zweites, dann bekommt man aber nur noch sehr gnädig das Absacker-Bier.

Schnettel hat geschrieben:Die Konzerte in Longyearbyen müssen ja wirklich cool gewesen sein. Naja, bis auf das Geschreie. :-D Lars Bremnes wäre aber sicher auch toll gewesen.

Es war ja nun mein fünftes PolarJazz Festival, ja, es war insgesamt gut, aber der sonst starke Samstag hat etwas geschwächelt, die beiden Veranstaltung am Abend waren durchwachsen. Lars Bremnes habe ich aber livehaftig morgens beim Frühstück im Hotel gesehen. :)

Schnettel hat geschrieben:Mit "stanset kjøretøy" ist nicht "angehaltene Fahrzeuge" gemeint. Sondern da ist schlicht jemand "liegen geblieben".
Und "bart i spor" heisst nicht "spurlos" sondern bedeutet, dass da, wo die Fahrzeuge fahren (also in der Spur) kein Schnee und Eis ist. Das kann "lustig" werden, wenn die Spurrillen im Eis entsprechend tief sind...
Ach, und "oppholdsvær" ist das ganze Gegenteil von "Unwetter"! :D "Opphold" heisst "Aufenthalt". Es ist damit also schönes Wetter gemeint, Wetter, bei dem man "raus gehen", sich "draussen aufhalten" kann. ;-)

Danke für die ganzen Korrekturen, da sieht man mal wieder was Google Translat für einen Stuss erzeugt.

Schnettel hat geschrieben:Wenn wir über Schweden nach Dtl. fahren, dann eigentlich (fast immer) nur noch an der Küste entlang. Wir finden es irgendwie abwechslungsreicher und wir kommen da auch zügiger voran.

Bei meiner ersten Norge-Reise bin ich eher aus Verlegenheit über Schweden (über Kiruna kommend) die Küste runter gefahren. Da ging es wirklich nur um möglichst schnell Kilometer zu schrubben, als wirklich schön habe ich die Fahrt nicht in Erinnerung. Meine erste Fahrt auf dem Inlandsvägen (in Richtung Norden) in 2015 war dagegen eine Offenbarung. Ich fand das einfach nur genial. Fast nichts auf der Straße los, viel Schnee, man kommt gut voran. Gut möglich, dass die Fahrt an der Küste im Sommer reizvoller ist als auf dem Inlandsvägen, aber für mich als Winterfahrer kommt die Küste nicht mehr in Frage.

Schnettel hat geschrieben:Bist ja jetzt sicher in Östersund? Auf jeden Fall hast du dort reichlich Auswahl an guten Restaurants. :super:

Auf jeden Fall ja, für die doch recht kleine Stadt hat es viel Auswahll

Schnettel hat geschrieben:Dann komm mal noch gut weiter!

Danke! :D

Schnettel hat geschrieben:Was mich aber mal noch interessiert:
Was bedeuten jeweils die 3 Begriffe hinter deinen Links?
Z.B.:
• Polfareren Restaurant; ///gewerbepark.gewundenen.gewellte
Das sind ja zum Teil recht lustige Kombinationen.

In meinem Prolog vom 10.01.2020 hatte ich was dazu geschrieben. Hier noch mal der Text:

10.01.2020
Heute bekam ich einen interessanten Tipp. what3words ist ein System, mit dem man einfache und präzise Ortsangaben machen kann. Wir haben jedem 3 m x 3 m großen Quadrat auf der Welt eine einmalige Dreiwortadresse zugeteilt, die sich nie ändern wird.

Die folgenden beiden Adressen geben einmal mit deutschen und einmal mit norwegischen Worten die Eingangstür des Sysspissen Hotels in Tromsø an:
///teurer.waldkauz.rauch
///jegeren.årstall.prinsen


Die ganzen Links kannst du alle anklicken, also die Links auf meiner Homepage.

Danke für deine freundliche Nachricht. Gruß, Markus
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Fr, 13. Mär 2020, 23:34

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Prolog

Vorwort

„Alle Jahre wieder“ <g>

So könnte das Motto lauten. „Angefixt“ durch den ersten Besuch des PolarJazz Festivals im Jahre 2015 war ich 2017, 2018 und auch 2019 wieder dort. An- und Abreise im Prinzip immer auf ähnlichen Wegen, aber doch immer wieder mit ganz unterschiedlichen Erlebnissen, sowohl was die Orte, die Routen als auch was das Wetter anging. In 2015 hatte ich in Longyearbyen Temperaturen unter -20°C, in 2017 waren es +6°C. Absolutes Highlight waren in 2019 Temperaturen von unter -30°C bei der Abfahrt in Puoltikasvaara. So was habe ich in meinem Leben bisher noch nie erlebt. Meine „Reisschüssel“ (PKW) fand das nicht so toll, die lief nur noch in einer Art Notmodus, mehr als 70 km/h waren nicht mehr drin, sonst stotterte der Motor. Zum Glück konnte ich die Kiste dann in Tromsø in eine Werkstatt bringen und sie wurde dort, während ich in Longyearbyen war, wieder flott gemacht. Glück gehabt.

Meine Anstrengungen eine Motorheizung einbauen zu lassen wurden verworfen. Nach monatelangem hin und her bekam ich von meiner Werkstatt das Angebot, dass das bis zu 4.000,- EUR kosten soll. Für ein Leasingfahrzeug, dessen Laufzeit im Herbst 2020 zu Ende ist, keine Option.

Aber von so was wollte ich mich nicht schrecken lassen.

09.06.2019

So was aber auch. Das hatte ich gar nicht mitbekommen. Das PolarJazz Festival stand wohl (zunächst) in 2019 unter keinem guten (finanziellen) Stern. Unten sind ein paar Links zu Artikeln der „Ice People“, die veröffentlichen eine Gratis-Lektüre in Longyearbyen, die ich auch schon gedruckt dort fand.

● 28.01.2019 – Are you sitting down? Polarjazz hoping first-ever seat sections, more variety and a Very Special mine concert lure listeners
● 30.01.2019 – LIVEBLOGGING POLARJAZZ 2019 (OPENING NIGHT)...
● 31.01.2019 – LIVEBLOGGING POLARJAZZ 2019 (DAY TWO)...
● 01.02.2019 – LIVEBLOGGING POLARJAZZ 2019 (DAY THREE): Boyz and Gurls embrace lounge lizards, teen spirit and catz with horseskins
● 02.02.2019 – LIVEBLOGGING POLARJAZZ 2019 (DAY FOUR): From kids and koffee at noon to crashing during a circus past midnight
● 03.02.2019 – LIVEBLOGGING POLARJAZZ 2019 (DAY 5): Svalbard’s version of ‘Footprints’ takes on a totally new blue hue in Mine 3
● 11.02.2019 – ‘Not as bad as we feared’: At-the-door sales save Polarjazz from ‘panic’ scenario – but continuing next year still uncertain

12.06.2019

Habe eine Mail geschickt an polarjazz@gmail.com.
Hei, som fan av festivalen vil jeg være interessert i å vite om det vil bli en annen festival i 2020? Og i så fall, når nøyaktig? Tusen takk på forhånd. (Hallo, als Fan des Festivals möchte ich gerne wissen, ob auch in 2020 das Festival statt finden wird, und wenn ja, wann? Vielen Dank im Voraus.)

12.08.2019

Auf obige Mail habe ich bis heute keine Antwort bekommen. Beim Stöbern auf der Webseite des Flughafens (Svalbard lufthavn, Longyear) habe ich erkennen können, dass sowohl am 30.01.2020 als auch am 06.02.2020 (je ein Donnerstag), ein Flug von Tromsø nach Longyearbyen stattfindet. Daraus lässt sich also auch nicht schließen, wann (und ob) genau das nächste PolarJazz Festival stattfindet. Denn in den Wintermonaten gibt es längst nicht täglich einen Flug von nach Longyearbyen.

Also habe ich die gleiche Mail mal an info@hurtigrutensvalbard.com geschickt, mal sehen was da kommt.

13.08.2019

Sinngemäß lautet die Antwort: Hurtigruten ist leider nicht der Ausrichter von PolarJazz und aktualisierte Informationen zum Festival finden man auf http://www.polarjazz.no/. Hier findest du eine Übersicht zu unterschiedlichen Veranstaltungen in Longyearbyen https://www.visitsvalbard.com/hva-skjer.

Tja, in meinem jugendlichen Leichtsinn hatte ich mir halt gedacht, dass die Leute dort doch längst wissen ob es nächstes Jahr wieder ein PolarJazz Festival geben wird oder nicht, die kennen sich doch alle untereinander. Selbstredend steht auf der PolarJazz Webseite natürlich noch nix zu 2020. Mir geht es ja auch gar nicht darum zu erfahren welche Künstler kommen, sondern nur, ob es stattfindet und wann genau. <seufz>

23.08.2019

Nach dem ich die Mail vom 12.06.2019 noch mal geschickt hatte erhielt ich tatsächlich vom Chef Lasse Stener Hansen persönlich eine Antwort. Tja, was soll ich sagen. Die Antwort war kurz und knackig, aber leider wenig präzis. „Festivalen HVIS den arrangeres er alltid første helg i februar.“ Das hört sich ja zuerst mal gut an. Das groß geschriebene „HVIS“ sagt schon mal schön umschrieben aus, dass noch nicht fest steht, ob es 2020 ein Festival geben wird. Aber was bedeutet eigentlich „første helg i februar“. Klar, das erste Februar-Wochenende. Nach meiner Definition besteht das Wochenende aus den Tagen Samstag und Sonntag. Demnach wäre das das Wochenende mit dem 01.02.2020 und 02.02.2020 (Sa/So). Aber ich bezweifle sehr stark, dass er das so meinte. Denn, das Festival findet hauptsächlich am Donnerstag, Freitag und Samstag statt. Mittwochs hat es manchmal das sog. „Vorspiel“ (ja doch das nennt sich so) und am Sonntag gibt es oft noch eine Veranstaltung in der Kirche.

Nach all der Fragerei bin ich also so schlau wie zuvor. Himmiherrgottsakramentfixhallelujamileckstamarschscheißglumpverreckts! (1)

1 Quelle

24.08.2019

Spaßeshalber habe ich mal angefangen die Reise zu planen, unter der Prämisse, dass das PolarJazz Festival vom 06.02.2020 (Do) bis 08.02.2019 (Sa) stattfindet. Hotel in Malmö kein Problem, Hotel in Sunne kein Problem. In Östersund ist das „Hotell Jämteborg“ schon ausgebucht, das „Hotell Linden“ hat noch Zimmer, eine günstigere Alternative („Best Western Hotell Ett“) liegt etwas außerhalb des Zentrums. Das „Hotel & Lodge Lappeasuando“ bietet (noch) gar keine Zimmer an. Alternative in Fauske ist eine in 2019 neu eröffnete Unterkunft „BRYGGA MOTELL“.

Und jetzt der Knaller, in Tromsø ist das „Sydspissen Hotel“ für die Nacht vom 05.02.2020 auf den 06.02.2020 schon ausgebucht. Eine Woche vorher hat es gerade mal noch 4 freie Zimmer. Da überlege ich fast schon, ob ich mir das nicht mal reserviere, für den Fall, dass das PolarJazz Festival doch früher stattfindet. Das Hotel lässt sich nämlich kostenfrei stornieren. Für die Nacht vom 05.02.2020 auf den 06.02.2020 gibt es gerade mal eine Unterkunft in Tromsø die unter 100,- € zu haben ist, alle anderen liegen teilweise deutlich darüber. Ich habe auch schon gecheckt, ob ich nicht aus Versehen zwei Übernachtungstage ausgewählt habe, aber nein, da werden im Schnitt locker über 150,- € für ein Zimmer aufgerufen, über 200,- € oder auch über 300,- € ist kein Problem.

In Longyearbyen hat man noch die Auswahl, „Coal Miners’ Cabins“ für 281,- €, „Mary-Ann's Polarrigg“ für 178,- € (beide mit Gemeinschaftsbad, Frühstück inbegriffen). „Funken Lodge“ für 460,- € (eigenes Bad). „Haugen Pensjonat Svalbard“ (liegt in unmittelbarer Nähe der „Funken Lodge“) für 181,- € (mit Gemeinschaftsbad, ohne Frühstück). „Svalbard Hotell | The Vault“ für 695,- €, liegt direkt im Zentrum. „Radisson Blu Polar Hotel, Spitsbergen“ für 556,- €.

Meine Wertung für „Mary-Ann's Polarrigg“ in 2017 war ja nicht so überwältigend. Die „Coal Miners’ Cabins“ haben mir bisher gut gefallen, das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut angemessen und der große helle Aufenthaltsbereich im Haupthaus ist nett um zu verweilen. Die Tatsache, dass man ins Zentrum etwas laufen muss sehe ich mittlerweile eher auch nicht als Hindernis, immerhin „zwingt“ einen das nicht all zu bequem zu werden und etwas die Hufen zu schwingen. Wenn es dazu kommt, dass ich wieder Flug und Unterkunft zusammen buche ist die Frage der Unterkunft eh geklärt.

Wenn die (bezahlbaren) Unterkünfte in Tromsø dünn gesät sein sollten, dann könnte man es natürlich auch so regeln, dass ich nach der Rückkehr von Svalbard gar nicht mehr in Tromsø übernachte, sondern direkt auf dem nächsten südgehenden Hurtigruten-Schiff einsteige. Das legt zwar erst um 23:45 Uhr an, aber das wäre mir egal. Dumm ist nur, dass am Montag dem 10.02.2020 die „MS Spitsbergen“ fährt, und die hat keine PKW-Stellplätze. Die „MS Nordlys“ fährt am 11.02.2020 ab und die hat auch PKW-Stellplätze. Man könnte natürlich auch einen Tag länger auf Svalbard bleiben aber das klappt nicht, denn am Montag dem 10.02.2020 gibt es keinen Flug von Longyearbyen aus nach Tromsø.

Jetzt plane ich die Tour früher als jemals zuvor und doch gibt es schon ein paar heftige Nüsse zu knacken. So betrachtet war es ein wahres Wunder, dass ich in 2015 noch Anfang Januar, zwar auch in einigen längeren Nächten, überhaupt alles organisieren konnte. Umso wichtiger ist es, dass ich so schnell wie möglich heraus finde, wann das PolarJazz Festival stattfindet. Davon hängt die gesamte Reiseplanung ab.

30.08.2019

Jahrelang habe ich danach gesucht, und dabei lag das Programm schon ewig auf meinem Rechner rum. Per Zufall bin ich nun darüber gestolpert. Nämlich SeqDownload. Damit kann man Bilder von Webkameras zeitgesteuert und vor allen Dingen in Schleife runter laden. Das Problem ist ja, dass wenn man unterwegs ist man schlecht pausenlos händisch von zig Webkameras die aktuellen Bilder runter laden kann, um evtl. ein Bild zu erwischen, wo man zufällig von der Linse war. Ganz davon zu schweigen so viel Material zu sammeln um ein Video mit Zeitraffer zu erstellen. Und weil mein Arbeitsplatzrechner ja auch nicht rund um die Uhr läuft, schon gar nicht im Urlaub, läuft das Programm in einer virtuellen Maschine die 24/7 läuft. Die runtergeladenen Bilder landen auf dem NAS. Bei der Gelegenheit habe ich die Quelle einer Webkamera gefunden die eine eher ungewöhnliche (große) Auflösung von 1920x1080 Punkten liefert.

SOUSY SVALBARD RADAR - Tromsø Geophysical Observatory

The Sousy Svalbard Radar (SSR), is a so-called „mesosphere-stratosphere-troposphere“ (MST) radar, operates at 53.5 MHz and is located in Adventdalen approximately 10km SW of Longyearbyen. The system is of the phased array type and as such has a low visual impact on the environment. Typical average power is only 200W - and thus a negligible radiation hazard (think of looking at 2 or 3 lightbulbs from several kilometers away).

The system can determine atmospheric parameters such as winds and turbulence from a few km altitude to over 100km and at a wide variety of spatial and temporal resolutions.

Jetzt, wo noch lange Tageslicht auf Svalbard herrscht, kann man bei genauerem Blick erstaunlich viel erkennen. Zum Beispiel sieht man regelmäßig einen Bus anhalten und Leute die herum laufen. Allerdings ist mir gar nicht in Erinnerung, dass man auf der Straße ins Adventdalen direkt an der Straße etwas sehen kann und was das dreieckige helle Etwas (links von der rechts im Bild zu sehenden Antenne) ist, ist mir auch nicht klar. Leider bietet https://www.norgeskart.no keine Satellitenaufnahmen der Gegend. Und auf Google Maps habe ich noch nichts entdecken können. Gut möglich, dass man die Anlage auch nicht sehen kann, die Antennen von oben betrachtet sind einfach zu klein.

07.09.2019

Heureka! Es gibt offizielle, brauchbare, Neuigkeiten vom PolarJazz Festival. Auf deren Webseite ist zu lesen „#polarjazz Longyearbyen, Svalbard | Hvorvidt det blir festival i 2020 er ennå ikke avklart. Hvis det blir Polarjazz 2020 vil datoene bli 30. januar – 2. februar.“ – Also, ob das Festival in 2020 stattfindet ist immer noch nicht klar, aber wenn es stattfindet dann vom 30.01.2020 bis zum 02.02.2020.

Da wurde nun nicht lange gefackelt und die Planungsmaschinerie wurde angeworfen. Um etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen plane ich die Reise dieses Mal im Uhrzeigersinn, also über Norge nach Norden und Sverige nach Süden, ganz so wie ich das früher auch gemacht habe.

09.09.2019

Habe nun doch herausgefunden wo das Sousy Svalbard Radar zu finden ist. Es liegt direkt an der Straße die zum EISCAT hoch führt. Die Koordinaten 78°10'12.7"N 15°59'34.7"E. Auf Google sieht man davon nichts, es liegt unter Wolken verborgen. Aber auf dieser Karte kann man das Gelände sehr gut erkennen, man muss auf die Ansicht „Sommer Satelitt“ umstellen.

30.09.2019

Eine sehr interessante Neuigkeit in der Vox Pop-Sendung „Bald ohne Bargeld? - Vox pop“ vom 29.09.2019. Die Schweden sind stramm dabei das Bargeld abzuschaffen. Das war mir nun nicht neu, aber der Professor Jonas Hedman (Professor am Studiengang Digitalisierung, CBS Copenhagen) erzählt, dass es ab dem 24.03.2023 für einen schwedischen Händler teurer wird mit Bargeld umzugehen, als mit Kartengeld. Praktisch heute schon würde Bargeld kaum noch akzeptiert werden, viele Restaurants, Taxis, ÖPNP, alles läuft nur noch ohne Bargeld ab. Quelle

06.10.2019

Tja, immer noch keine Infos vom Organisations-Komitee vom PolarJazz-Festival. Ob das noch was wird...

27.10.2019

<Pfffffff> Lasse S. Hansen (der Festivalsjef vom PolarJazz-Festival) macht es wirklich spannend. Derweil überlege ich, ob ich die ganze Reise abblasen soll. Den halben Sonntag bin ich am Recherchieren, welche anderen Festivals zu der Zeit in Norwegen stattfinden, aber naturgemäß ist zu der Jahreszeit nicht viel los, klassischerweise finden nun mal viele Veranstaltungen im Sommer statt, draußen. Wenn jetzt auch das PolarJazz-Festival im Sommer nicht zwingend draußen ein Erlebnis wäre. Zwar kann ich aus eigener Erfahrung nichts zum Sommer auf Svalbard sagen, aber den Informationen auf Været som var (wie das Wetter so war) zu folgen, muss man (noch) auch im Hochsommer durchaus mal mit Schnee rechnen, 8. juni 2019, „Regn, snø, sludd“ (Regen, Schnee und Schneeregen). Die Tage lief auf arte die Serie „El Hierro - Mord auf den Kanarischen Inseln“, da spielte ich durchaus mit dem Gedanken, statt weit in den Norden, die Kälte und ins Dunkle mal wieder weiter in den Süden und die Wärme (nicht Hitze) zu reisen.

28.10.2019

In den letzten Wochen habe ich unzählige Anrufe erhalten wo mir ein angeblicher Microsoft Mitarbeiter klar machen wollte, dass auf meinem Rechner was nicht in Ordnung sei. Was ungewöhnlich war, die Anrufe kamen nicht alle aus Deutschland, von den entlegensten Winkeln der Erde kamen sie, unter anderem aus Amerikanisch-Samoa, wo ich keinen Schimmer habe wo das eigentlich liegt. Ein Anruf kam auch aus Norwegen. Heute zeigte mein Anrufmonitor schon wieder einen Anruf aus Norwegen an und sofort nimmt man automatisch eine eher gereizte Haltung an. Aber siehe da, der Anruf kam vom Ende der Welt, aus Longyearbyen, von der Coal Miners’ Cabins. Die Anruferin teilte mir mit, dass die Unterkunft während meiner gebuchten Zeit einer Renovierung unterzogen wird, aber man bucht mich um auf eine andere Unterkunft, im Zentrum von Longyearbyen, ins Radisson Blu Polar Hotel, selbstverständlich zu den gleichen Konditionen. Ja hey, wie cool ist das denn.

Natürlich habe ich die Gelegenheit gleich genutzt und gefragt, ob sie denn evtl. schon etwas weiß, ob das Festival stattfindet, aber entweder sie wusste es wirklich nicht, oder die Einheimischen halten alle zusammen wie Pech und Schwefel. Nein, sie wüsste auch nix genaues.

Welchen Reim soll ich mir nun darauf machen? Die Tatsache dass ich ausgerechnet auf das Hotel umgebucht werde, welches wohl die größte Zimmerkapazität in Longyearbyen bereitstellt, stimmt mich nachdenklich. Die können doch nicht so verschwenderisch mit den „kostbaren“ Zimmern umgehen. In dem Hotel steigen doch vermutlich auch eine Menge der Künstler ab. Also ein Indiz dafür, dass das Festival nicht stattfindet? Wenn ich jetzt eine Glaskugel hätte, ich würde etwas drum geben.

Beim Stöbern auf der Homepage von Hurtigruten Svalbard bin ich über die Info gestolpert:

We are launching electric snowmobiles

Fully powered by renewable energy from the Arctic winds and Midnight sun, here is the latest addition to the Hurtigruten fleet: Electric and emission-free snowmobiles.
Quelle

Was mich bisher an den Schneemobilen gestört hat ist der extreme Lärm und auch Gestank. Das passt meiner Meinung nach absolut überhaupt nicht in die Landschaft und am allerwenigsten nach Svalbard. Aber ein e-Snowmobile, das hört sich cool an. Allerdings muss man eines klar sagen, im Winter kommt der Strom wohl zum allergrößten Teil vom Kohlekraftwerk, da darf man sich keine Illusionen machen. Anfang Februar ist es zwar schon recht hell für einige Stunden, aber direktes Sonnenlicht gibt es keines.

„Point of no return“. Jetzt wird die Reise gebucht, PolarJazz Festival hin oder her. Eine knappe Ressource sind ja auf jeden Fall die Flüge. Also der neuralgische Punkt wäre als nächstes anzugehen.

Man tippt also ein paar Stichwörter in seine Suchmaschine der Wahl ein und folgt den Angeboten. Allzu üppig (in der Anzahl) sind sie logischerweise nicht. Zu der Jahreszeit verkehrt dort nur SAS. Es gibt mehr oder weniger pro Tag einen Flug hin und einen zurück (Tromsø<->Longyearbyen), und das an den Verkehrstagen Di, Do und So. Bei den Flugsuchmaschinen war es bisher immer so, dass man einen Preis X genannt bekommt und wenn man dann in den Buchungsprozess einsteigt man eine Unzahl an (mehr oder weniger zweifelhaft nützlichen) Zusatzangeboten erhält. Man denkt dann, wenn ich keine dieser Angebote annehme, dann kann ja wohl auch der Preis nicht mehr steigen. Da hat man aber die Rechnung ohne diese [zensiert] Leute gemacht. Kommt man dann zur Auswahl der Bezahlmethode, dann hauen die einem locker mal knapp 50,- € für die Benutzung einer Kreditkarte um die Ohren. Gestartet war ich bei einem Preis von 396,87 € und dann sollte das 443,35 € kosten, also 46,48 € für die Benutzung der Kreditkarte.

Also habe ich mir noch mal eine andere Suchmaschine angeschaut, und siehe da, da sollte das Ganze nur 333,76 € kosten, bis zum Schluss, da habe ich dann auch gleich gebucht. Als dann die Buchungsbestätigung angezeigt wurde dachte ich, au weia, was habe ich denn da jetzt für einen Mist gebaut. Es waren Tickets für LYR->TOS (Longyearbyen->Tromsø) und TOS->LYR (Tromsø->Longyearbyen). Heiland, was ein Ärger und logischerweise habe ich auch ohne Reiserücktrittsversicherung gebucht. Egal, das wird sich entweder regeln lassen oder die Kohle ist im Orkus verschwunden. Gleich als nächstes erst Mal die korrekten Flüge gebucht.

29.10.2019

Der Versuch nun die unnützen Flüge per Webformular zu stornieren scheiterte daran, dass ich zwar alle Felder ausgefüllt hatte, beim Versuch die Daten dann aber abzusenden eine Meldung kam ich hätte ein Pflichtfeld nicht ausgefüllt. Es war aber kein Feld mehr leer. <gnarf> (Anmerkung von ein paar Tagen später: Wenn man die Sicherheitseinstellungen im Browser auf extrem hoch stellt, dann funktionieren einige Dinge in der Tat nicht richtig. Z. B. kommt es dazu, dass ein Captcha-Feld nicht angezeigt wird und man dann eine Abfrage nicht abschicken kann, weil ja das Captcha nicht ausgefüllt ist. Aber lieber so, als das man bis auf die Haut im Netz verfolgt wird.)

Also dann der Griff zum Telefon, man tippt sich am Anfang erstmal mit <1>, <2>, <3> oder <4> durch einige Fragen und lauscht dann erwartungsfroh der Warteschleifenmusik. Gar nicht mal so lange danach erklang dann eine englisch sprechende Dame. Holla denkt man da, was macht da jemand der des englischen nicht mächtig ist, krass. Nach Abgleich sämtlicher Infos (ansonsten könnte da ja jeder anrufen und den Flug stornieren) bekam ich dann die Meldung, dass ich mich direkt an die Airline, also SAS, wenden muss. Also direkt bei SAS angerufen, dort dann ein deutsch sprechender Supporter am andere Ende. Er war mit weniger Infos zufrieden und nach einer kurzen Weile in der Warteschleife erhielt ich die frohe Kunde, dass der komplette Betrag erstattet wird (ich hatte allerdings auch davon erzählt, dass ich die korrekten Flüge schon gebucht hatte und ihm auch davon den Buchungscode genannt). Also wenn ich mit allem gerechnet hätte, aber damit nicht. Das ich was für meine Dusseligkeit hätte bezahlen müssen, davon ging ich fest aus. Also, außer etwas Telefoniererei keine Öre verschenkt. Da sage ich: Danke.

Um wirklich die Erstattung zu erhalten musste ich aber noch mal bei der Hotline anrufen wo ich den Flug gebucht hatte, denn nur die können mir den Betrag auch wirklich erstatten. Auch das ging schnell über die Bühne.

Also die ganze nordgehende Tour ist nun gebucht. Dabei zwei Überraschungen, die MS Polarlys von Trondheim nach Rørvik war ausgebucht, keine Kabine mehr zu bekommen. Also, dann keine zweite Fahrt mit der Hurtigruten und wieder mal eine Tour mit dem Auto über den Polarkreis. Das Tysfjord Turistsenter wird über Booking.com nicht angeboten, so kommt auch hier eine Alternative zum Einsatz, etwas abseits der [E6]. Die zweite positive Überraschung, das Sydspissen Hotel hat nun doch noch ein freies Zimmer, wenn ich von Longyearbyen zurückkomme. Jetzt muss ich noch entscheiden, ob ich die Rückreise über Sverige antrete oder auch wieder über Norge zurück fahre.

30.10.2019

Das war ja fast ein Klacks, auch die Heimreise ist jetzt gebucht, über Schweden. Auch die zwei Fährüberfahrten Hirtshals/Kristansand und Rødby/Puttgarden. Interessante Feststellung, die Überfahrt von Rødby nach Puttgarden kostet weniger als umgekehrt und die Überfahrt von Hirtshals nach Kristansand über die norwegische Seite von ColorLine zu buchen ist auch günstiger als über Directferries.

01.11.2019

Dieses Mal werde ich also wieder fahrtbedingt über Narvik nach Tromsø fahren, komme dabei also auch über die Hålogalandsbrua. Die Fähre von Bognes nach Skarberget werde ich auch nehmen. Von der Unterkunft bis zum Fähranleger sind es 36 km und die Fahrt soll 33 Min dauern. Die Fähre um 09:10 Uhr würde ich schon ganz gerne anpeilen. Die Fahrpläne:
Skarberget – Bognes
Drag – Kjøpsvik

Die in Frage kommenden Abfahrten Bognes – Skarberget (Winterfahrplan)
00:15, 04:00, 05:35, 06:50, 08:00, 09:10, 10:30, 11:45, 14:05, 15:30, 17:00, 18:30, 19:45, 21:15, 22:45

Die in Frage kommenden Abfahrten Drag – Kjøpsvik (ganzjährig)
06:50, 09:00, 11:00, 13:00, 15:00, 17:00, 19:00, 21:00, 23:00

07.11.2019

Schlagzeile auf yr.no

„Enorme snømengder i Tromsø: Ikke hatt like mye på nesten hundre år“

Etter flere dager der det har lavet ned enorme mengder snø var meteorologen spent da han skulle måle snødybden i Tromsø onsdag. Målestaven viste noe de ikke har sett makan til siden 1922.

– Det er veldig mye til å være starten av november. Kun en gang tidligere etter at vi startet med måling i 1920 har vi hatt like mye eller mer så tidlig, og det var i oktober i 1922. Det er det vel ikke mange som husker, sier statsmeteorolog Geir Bøyum.

For å friske opp minnet var det den gang 83 centimeter snø utenfor Vervarslinga i Tromsø. Nesten hundre år senere har det samlet seg 70 centimeter. Aldri før har det vært så mye snø på akkurat denne datoen.

Brøytebilene har gått i skytteltrafikk natt og dag, og flere tromsøværinger er nok stiv i musklene etter å ha ryddet unna mengder med snø. For sistnevnte har meteorologen en liten trøst.

– Heldigvis ser det ut som vi ikke kommer over 70 centimeter de nærmeste dagene. Det ser ut som snøværet er over for en stund. Snøbygene som vi har hatt har trukket ut i havet. Folk kan dermed hvile musklene eller bruke dem i skiløypa.

En som benyttet seg av de flotte skiforholdene onsdag er Torkel Olav Seip.

– Føret er veldig deilig, men selve snømengden er både og.

Kan bli bitende kaldt

Statsmeteorolog Geir Bøyum forteller at det er rekordmye snø for tiden i hele fylket. Fremover ser det ut til å bli oppholdsvær, men kjøligere temperaturer.

– På innlandet i Troms kan det bli nede i minus 20 grader. Men det ser ut til å bli flotte vinterdager med godt skiføre og nydelige forhold, selv om vi har usedvanlig mye snø nå.

Det er særlig de siste dagene all snøen har kommet, men allerede forrige uke var skisesongen i full gang i Tromsø. Vinteren har også satt sine spor i trafikken. Det har vært mange uhell, og enkelte vogntog har mistet kontrollen.

Det er ikke bare i Troms vinteren har meldt sin ankomst. Store deler av Nord-Norge har fått mye snø de siste dagene. Meteorologene melder at det fra fredag ventes sludd og snø i Vestfold, Østfold, Buskerud, Oslo, Akershus og Hedmark. Det kan komme opp til 15 centimeter som kan gi trafikale problemer.

Onsdag snør det også for første gang denne sesongen på Ulriken i Bergen. Det vil fortsette utover torsdagen.

Advarer mot skredfare

Den tidlige vinteren skaper også utfordringer for folk som ferdes i fjellet. For selv om vintersesongen er i full gang, starter ikke snøskredvarslinga sin daglige vurdering av forholdene før første desember.

Skredekspertene har likevel valgt å gå ut med en advarsel. Det samme gjør Røde Kors.

Varselet onsdag kommer kun dager etter at styreleder Trond Løkke i Vesterålen Turlag ble tatt av et skred ved Trollfjordhytta i Lofoten søndag.

– Denne hendelsen er en påminnelse om at det kan gå snøskred selv om snøskredvarslingen for årets sesong ikke har startet, sier landsrådsleder Kjersti Løvik i Røde Kors Hjelpekorps.

Norges vassdrags- og energidirektorat (NVE) har poengtert at ustabilt snødekke og vedvarende svake snølag i Nord-Norge gjør at snøskredfaren er reell, allerede ved inngangen til november.

17.11.2019

H-E-U-R-E-K-A!

Im Prinzip hatte ich die Sache schon ad acta gelegt. Mehr oder weniger ohne Aussicht, dass sich da noch was tut, habe ich regelmäßig auf der Homepage vom Festival geschaut. Aber heute steht da doch tatsächlich, dass es statt findet. Es stehen erst drei Künstler fest. „Bugge Wesseltoft“, „Ronni Le Tekrø“ und „Hot Club de Norvège“. Weiter steht da nur noch „TBA“, also „To be announced“, sprich, weitere Infos kommen noch. Ticketpreise gibt es auch noch keine. Aber alles Wurscht. <g>

Die Homepage von Visit Svalbard hat davon allerdings noch keine Kenntnis.

Hier kann man sich anschauen, was in der Zeit in der ich in Longyearbyen bin sonst so abgeht.

18.11.2019

October 2019 sets a new record low for October mean sea-ice extent in the Arctic, thereby joining April 2019 as new record holders from this year, and with the May to August all being second-lowest for their months. Quelle

Auf dieser Webseite (Norsk klimaservicesenter) kann man sich individuell verschiedene Umweltdaten (Temperaturen, Schneehöhen etc.) grafisch darstellen lassen. Quelle

Dort hat es auch einen Bericht mit Prognosen wie es 2100 auf Svalbard aussehen könnte. Schon in der Einführung steht ein Punkt „● Increased annual air temperature (ensemble median about 10 ºC for high and 7 ºC for medium emissions)“ („● Erhöhte jährliche Lufttemperatur (Ensemble-Mittelwert ca. 10 ºC für hohe und 7 ºC für mittlere Emissionen)“). Quelle

Und die Prognose für Norwegen im Jahre 2100 ist nicht minder dramatisch.
„● Annual temperature will increase by ca. 4.5 ºC (interval: 3.3 to 6.4 ºC)“ („● Die jährliche Temperatur steigt um ca. 4.5 ºC (Schwankung: 3.3 bis 6.4 ºC)“). Quelle

19.11.2019

Jetzt geht es ja Schlag auf Schlag. Weitere Künstler sind angekündigt. Lars Bremnes und Maria Haukaas Mittet. Und ja, da klingelt es natürlich sofort, Bremnes ist ja kein unbekannter Name. Beim Blick auf das Künstlerbild fällt allerdings die erste Idee flach, ein Sohn von Kari Bremnes kann es nicht sein. Im Begleittext stellt sich dann heraus, dass es ein Bruder von Kari und Ola Bremnes ist.

Von Bugge Wesseltoft habe ich ja eine ungefähre Ahnung was einen da erwartet, aber bei den anderen Künstlern schwebe ich noch im luftleeren Raum und bin mir nicht sicher, ob ich mir vorher was „im Internet“ anhören soll. Bei Ronni Le Tekrø lässt der Text vermuten, dass es hier heftig rockmäßig zur Sache gehen wird. Er rangierte unter den Top 10 der besten Gitarristen, weltweit, so stand es im «Guitarplayer Magazine» in 1989. Und wurde 2009 zu den 25 größten Kultgittaristen gekürt. Hilft natürlich alles nix, wenn die „Mucke“ nix taugt <g>. Bei Hot Club de Norvège besteht die leise Hoffnung, dass es hier ungewöhnlich jazzig werden könnte. Sie spielen „Django Reinhardt-musikken på 70-tallet“. Schon jetzt scheint mir die musikalische Bandbreite recht groß zu sein.

Und noch weitere Künstler sind angekündigt, „The September When“. Beim Blick auf das Künstlerbild fällt mir sofort ein bekanntes Gesicht auf, nämlich Morten Abel, der ja, in anderer Besetzung, schon mal 2015 auf dem Festival zu sehen und hören war.

26.11.2019

Tja, nach dem ersten Schub mit Ankündigungen für das Festival ist es nun seit einer Woche ruhig. Nach dem ich bisher eher WebCams aufzeichne die schöne Motive zeigen habe ich jetzt eine große Liste angelegt mit Kameras die entlang meiner Route liegen. Da gibt es in Norwegen das „Statens vegvesen“ vergleichbar mit unseren Straßenmeistereien. Kameras hat es da im ganzen Land, allerdings ist die Auflösung eher bescheiden (<= 800x) und die Bildwiederholrate sehr gering und teilweise stark schwankend. Vorteil ist natürlich, dass die Datenmenge nicht explodiert. Da das ganze Handling mit den aufgezeichneten Bildern einigen manuellen Aufwand bedeutete habe ich mir ein eigenes kleines Programm geschrieben, dass die Skriptdateien in einem Aufwasch direkt generiert, es ist keine pfriemelige Handarbeit mehr notwendig. Aus dem fast halben Terrabyte an Daten dann aber ca. 180 Videos aus den Bildern zu generieren dauert ein „Weilchen“. Aber gerade die Aufzeichnungen der Kameras mit den Polarlichtern sind teilweise schon faszinierend. Dabei muss es gar nicht mal unbedingt die ganze Zeit in allen Farbschattierungen wabern und flimmern. Manchmal ist es ebenso faszinierend einen sternenklaren Himmel zu sehen.

Was man sehr gut sehen kann, besser als in jeder Wettervorhersage, ist, ob es Schnee hat oder nicht. Oder wenn welcher lag, ob er nicht evtl. schon wieder am nächsten Tag verschwunden ist. In Schweden sieht man bei einer Kamera wie man wohl mitten in der Landschaft Massen von Schnee hingekarrt hat, damit Leute dort Langlaufen können. Ringsum ist allerdings alles grün und es liegt kein Krümel Schnee. Und auch in Höhenlagen von über 800 m.ü.M. liegt in Norwegen nicht zwingend überall schon massenweise Schnee. Wenn es denn mal geschneit hat, dann kann es wie gesagt durchaus sein, dass kurze Zeit später die ganze Pracht wieder weg ist, weil es schlicht zu warm ist.

Die Kameras auf Svalbard liefern natürlich mittlerweile mehr oder weniger nichts Sichtbares mehr, außer die Polarlicht-Kameras. So habe ich also die Aufnahmerate der Kameras auf ein Bild pro Stunde reduziert, ganz abschalten wollte ich sie nicht. Mal gespannt wie das dann so aussieht.

04.12.2019

Immer noch keine weiteren Ankündigungen für mehr Künstler. Ich werte das mal positiv. Hinter den Kulissen wird vermutlich weiter intensiv nach weiteren Gigs gesucht.

Zwischenzeitlich ist ja eine sehr umfangreiche Liste von WebCams entstanden. Auf den entsprechenden Seiten werden sie mit dem jeweils aktuellen Bild oder Live-Stream dargestellt.

14.12.2019

Ja hoppla, es gibt Neuigkeiten vom PolarJazz, neue Künstler sind angekündigt. „Narum“, „Oslo Ess“, „Songs From The Sea“, „Stein Stokke & The Engine“, „AWESOMESAUCE“.

16.12.2019

Nun stehen auch die Preise für die Tickets fest. Der festivalpass kostet in der nächsten Saison nur 900 NOK. In 2019 waren es noch 1650 NOK. Wobei man da vorsichtig sein muss, es kommt ja auch darauf an, welche und wie viele Konzerte da inbegriffen sind.

Nun wird es knifflig, wohin soll ich gehen, außer zu den Abendveranstaltungen? Die Beschreibung von „AWESOMESAUCE“ hört sich sehr vielversprechend an: „AWESOMESAUCE kjører en litt annen greie enn andre coverband: Sangene er nyere, ekstremt dansbare og de lager MYE show!“ („AWESOMESAUCE bietet etwas anderes als andere Cover-Bands: Die Songs sind neuer, extrem tanzbar und bereiten eine große Show!“). Wo ich auf jeden Fall zögere ist „Stein Stokke & The Engine“, der Sänger sieht mir aus wie der Typ von der Band „Solid Comfort“ von 2015. Da bin ich nach einer Minute wieder rückwärtsgegangen und das lag nicht nur daran, dass das offizielle Konzert des Abends schon vorbei war und die Band im „Barentz Pub“ für „umme“ spielte. Nix gegen Blues, aber das gefiel mir gar nicht.

Zwischenzeitlich hatte ich ja damit spekuliert, dass das Festival gar nicht stattfindet und ich mich voll auf ausgedehnte Ausflüge konzentrieren kann. Nun „muss“ ich also „leider“ wieder auf die ganzen Konzerte rennen. <g> Damit das zeitlich nun doch endlich mal was wird auch einen richtigen Ausflug zu unternehmen müssen Prioritäten gesetzt werden. Da würde ich sagen, das Konzert mit „Narum“ am Samstag um 17 Uhr im Gruvelageret wird gestrichen. Aber bringt das was, hmm, eigentlich nicht, weil da sind die Tagesausflüge ja schon wieder zu Ende. Es würde eher was bringen am Samstag nicht zu „Hot Club de Norvège“ zu gehen, die spielen um 13 Uhr im Kroa. Aber genau die Band wird (vermutlich) von allen am jazzigsten. Was für Luxusprobleme...

Auf jeden Fall muss man festhalten, dass das Angebot an Konzerten geschrumpft ist. Sonst gab es das „Vorspiel“ (wenn es denn stattfand) immer am Mittwochabend, dieses Mal findet es erst am Donnerstagabend statt und ist dabei die einzige Veranstaltung. Früher waren am Donnerstagabend immer zwei Haupt Acts am Abend zu sehen. Freitag und Samstag ist allerdings weiterhin ein üppiges Programm im Angebot. Vermutlich ist das die Antwort darauf, das ganze Unterfangen wirtschaftlich zu stemmen ohne es gleich ganz zu begraben. Ich hoffe dass das funktioniert.

In Frage kommen die Tour in die Eis-Grotte und eine Schneemobil-Tour in die nicht all zu weite Gegend. Mein Flieger kommt am Do dem 30.01.2020 um 14 Uhr in Longyearbyen an. Die nächste Polarjazz Aktivität wäre dann um 20:00 das „Vorspiel“ im Kulturhuset. Die Tour „Northern lights hunting with electric snowmobile“ findet von 17 bis 20 Uhr statt, das passt also nicht.

Am Freitag findet die erste Aktivität des Festivals um 17 Uhr statt, Bugge spielt in der Svalbard kirke. Möglich wären dann die Ausflüge „Ice cave tour with snowcat“ und „Wilderness safari with electric snowmobile“, jeweils von 9 bis 12 Uhr. Mögliche weitere Aktivitäten.

20.12.2019

Jetzt gibt es für meinen Anreisetag in Tromsø schon wieder keinen freien Platz mehr bei Guide Gunnar (GuideGunnar's Aurora Chase), ausgerechnet der Mittwoch ist schon ausgebucht, zefix. Und sonntags, wenn ich wieder zurückkomme, gibt es gar keine Ausflüge. Es gibt aber auch andere Anbieter. Start der Tour dort ist um 18 Uhr, man soll aber spätestens 17:30 am „Booking Point“ (Roald Amundsens plass 1) sein. Das wird natürlich schon etwas knapp. Wenn der Flieger wirklich pünktlich ist, dann braucht man mit dem Bus (24 bis nach Giæverbukta, dann umsteigen in die 34, reine Reisezeit 17 Minuten, Abfahrten zu Minute 15 und 45) Zeit zum Hotel, Zeugs abladen und wieder in die Stadt. Abfahrten des 34er Busses zur Minute 2 und 32, Reisezeit 11 Minuten bis zum Zentrum. Mein diesjähriger GPS-Track zeigt, dass ich gegen 17:40 Uhr in der Stadt war. Alles ziemlich knapp.

10.01.2020

Viele WebCams zeigen nun schon seit vielen Tagen trostlose Bilder, kein Schnee oder nur noch armselige Reste, speziell die WebCams in Mora zeigen deprimierende Bilder. Man sieht zwar Schnee, aber das ist alles hingekarrt worden und ringsum ist alles grün. Der Blick auf den Siljan zeigt schon seit Tagen offenes Wasser, nix mit Schlittschuhlaufen.

Heute bekam ich einen interessanten Tipp. what3words ist ein System, mit dem man einfache und präzise Ortsangaben machen kann. Wir haben jedem 3 m x 3 m großen Quadrat auf der Welt eine einmalige Dreiwortadresse zugeteilt, die sich nie ändern wird.

Die folgenden beiden Adressen geben einmal mit deutschen und einmal mit norwegischen Worten die Eingangstür des Sysspissen Hotels in Tromsø an:
///teurer.waldkauz.rauch
[url=https://w3w.co/jegeren.årstall.prinsen]///jegeren.årstall.prinsen[/url]

11.01.2020 – Eisbär in Longyearbyen

Das ist ja krass, da läuft seit Weihnachten ein Eisbär um und in Longyearbyen rum. Kehrte mehrfach zurück, obwohl er vertrieben wurde und wurde dann am Neujahrsmorgen erschossen. Es gibt Bilder die ihn zeigen wie er in Longyearbyen rum läuft. In einem Video spaziert er an der „Svalbar“ vorbei. Es ist ja nicht der erste Eisbär der erschossen wurde, aber in diesem Fall gab es sehr viele Kommentare, auch negative.

Quellen

Sysselmannen:
Polar bear in Longyearbyen (12/26/2019)Polar bear update (12/26/2019)Forces the polar bear against Colesdalen (12/26/2019)The polar bear is back (12/28/2019)Polar bear update (12/28/2019)Polar bear update (12/28/2019)Polar bear update (12/29/2019)Polar bear update (12/29/2019)Sysselmannen avlivet isbjørnen (01/01/2020)

Rolf Stange:
Polar bear in LongyearbyenPolar bear back in LongyearbyenPolar bear shot near LongyearbyenShot polar bear was already flown out in 2016

Ice People:
RANT: Rumor persists the bear killed on New Year’s isn’t the one that visited in 2016.
GUEST COLUMN: Polar bear murder on the New Year’s night due to ‘lack of resources’ inexcusable

TV2:
Isbjørn sett i Longyearbyen

Was mir gar nicht aus dem Kopf geht ist die Sache mit der Hotelumbuchung in Longyearbyen. Warum sind die „Coal Miners’ Cabins“ schon wieder zur Renovierung geschlossen, das wurde doch kürzlich alles erst alles frisch hergerichtet. Oder die bauen massiv aus, um für zukünftige Touristenströme gewappnet zu sein.

17.01.2020

Gebucht sind „Tur til isgrotta på Longyearbreen“ („Ice cave tour with snowcat“) für Fr den 31.01.2020 und „Villmarksafari med elektrisk snøscooter“ („Wilderness safari with electric snowmobile“) für Sa den 01.02.2020. Und „Bugge Wesseltoft solo“ Svalbard kirke habe ich auch gebucht.

Es gibt noch mal kleine Programmänderungen beim Festival. Zu Bugge Wesseltoft und Ronni Le Tekrø kommt jetzt noch Harald Tusberg Jr. dazu, wer auch immer das ist. Die gebuchten Veranstaltungen in Longyearbyen habe ich mal in der obigen Tabelle vom 16.12.2019 orange markiert. Ach ja, „Hot Club de Norvège“ habe ich immer noch nicht fest gebucht. Das sollte ich nun nachholen.

21.01.2020

In den letzten Tagen war das Saltfjell häufig gesperrt, stundenlang. Man kann das daran erkennen, dass man auf der entsprechenden WebCam die gleichen Fahrzeuge vor der Schranke warten sieht.

22.01.2020

Heute schon wieder stundenlange Sperrung des Saltfjell.

23.01.2020

Mal wieder eine Nacht mit sehr schönen Polarlichtern, speziell von der Kamera in Porjus.
MarkusD
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Fr, 13. Mär 2020, 23:35

Fr 24.01.2020 Hahnstätten – Hjørring ‚Hjørring Kro, Birthesvej 2, 9800 Hjørring‘ – 9 Std. 59 Min. (991 km) Karte

Routenbeschreibung
Das wird geplant die längste Etappe auf dieser Reise, fast 1.000 km. Aber es gibt keine Termine zu beachten, da keine Fähren zu nehmen sind. Also kann man es durchaus ruhig angehen lassen. Das „Café Chic Oldschool“ hat auch geöffnet, also was will man mehr.

„Langer Weg – Gute Fahrt“
Da waren alle meine Befürchtungen, dass eine Fahrt an einem Freitag das blanke Chaos wäre, völlig unbegründet. Bis auf eine kleine Stockung auf der [A45] gab es absolut keine Störungen. Selbst der gefürchtete Elbtunnel war ein Klacks. Wobei in der Gegenrichtung ein üppiger Stau zu beobachten war. Wenn man gewollt hätte, dann wäre auf vielen Streckenabschnitten eine flotte Fahrt möglich gewesen. Aber es soll auf jeden Fall gemütlich los gehen, deshalb Tempomat auf 108 km/h. Unterwegs hatte ich mir überlegt, warum nach der Ankunft – und einer schon schlauchenden Fahrt – noch mal in die Stadt fahren, schließlich hat der Hjørring Kro ja auch ein Restaurant. Und so habe ich es dann auch gemacht. Schon beim Einchecken gegen 19 Uhr gefragt, ob man noch etwas zu essen bekommen kann, ja kann man. Also, nicht lange gefackelt und bestellt. Bilder von heute gibt es keine.

Bild
Fr 24.01.2020 Hahnstätten – Hjørring‚ Hjørring Kro, Birthesvej 2, 9800 Hjørring‘ – 9 Std. 59 Min. (991 km) Karte

________________________________________________________________________________________________________________________

Sa 25.01.2020 Hjørring – Hirtshals – Kristiansand – Vågsli ‚Vågslidtun Hotel, Vågslid, 3895 Vågsli‘ – 7 Std. 7 Min. (411 km) Karte

Routenbeschreibung
Die Fähre in Hirtshals fährt erst um 12:15 Uhr ab, man soll 60 Minuten vorher am Hafen sein, die Fahrt vom Hotel dorthin dauert ca. 25 Minuten. Da bliebe also genügend Zeit sich das Örtchen Hirtshals mal genauer anzuschauen. Das hatte ich ja schon mal vor, bin aber dann an einer entscheidenden Stelle falsch abgebogen und man stand sofort in der Hafenanlage, keine Möglichkeit umzudrehen. Vor Hirtshals gibt es auf der [E39] mehrere Kreisel, da ist es am einfachsten man folgt der Ausschilderung nach Hirtshals S da kommt man direkt ins Zentrum und man kann sich mit den Abfahrten zu den Fähren nicht vertun. Ein Anlaufpunkt könnte der „Parkplatz an den Steilklippen“ (HWQV+5W Hirtshals, Hjørring Municipality, Dänemark (1)) sein. Oder das „Hirtshals Fyr“ (HWMR+VQ Hirtshals, Hjørring Municipality, Dänemark) (2)

1 Das ist ein sog. Plus Code. „Plus Codes funktionieren ähnlich wie Adressen. Wenn Sie die Adresse nicht kennen, können Sie einen Ort auf Google Maps mithilfe eines Plus Codes suchen oder teilen – zum Beispiel Ihr Zuhause oder Ihr Unternehmen.

Ein Plus Code beinhaltet Folgendes:
• Sechs oder sieben Buchstaben und Ziffern
• Den Ortsnamen

Beispiel für einen Plus Code: X4HM+3C, Kairo, Ägypten“

2 WikiPedia, Hirtshals Fyr (Fyrets åbningstider: Kl. 10 til solnedgang alle årets dage! Billetpriser: Voksne fra 16 år 20 kr.)

„Eiskalt“
Sehr leckeres Frühstück im Hjørring Kro. Das gibt es zwar erst ab 8 Uhr, aber heute hatte ich ja keine Eile, die Fähre fährt erst um 12:15 Uhr, und von der Unterkunft nach Hirtshals ist es nicht weit. Auf der Fahrt hatte ich mir überlegt, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre etwa in Aalborg zu übernachten und damit am ersten Tag nicht so eine lange Anfahrt zu haben, denn zur Fähre hat man dann immer noch genügend Zeit. Sollte ich fahrtechnisch noch mal so verfahren, werde ich das in Betracht ziehen.

In Hirtshals habe ich gleich den Weg zu einem Parkplatz („Parkplatz an den Steilklippen“) gefunden, der unmittelbar an der Klippe liegt, um sowohl zum „Hirtshals Fyr“ als auch in den Hafen zu Fuß zu gelangen. Kaum war ich ausgestiegen sah ich sich zwei Dinge in den Fluten am Strand bewegen und dachte was ist das denn? Sofort die Kamera gezückt und ran gezoomt, doch, tatsächlich, da waren zwei Wagemutige im Wasser. Also, ich fürchte mich nicht vor -30°C, aber bitte schön, dann doch warm eingepackt.

Bin dann durch die alten Bunkeranlagen rund um das „Hirtshals Fyr“ gelaufen. Die Anlagen sehen quasi aus wie neu, große Teile des Betons könnten auch letztes Jahr gegossen worden sein. Alleine das Eisen an Türen ist aufgequollen und stark in Mitleidenschaft gezogen. Das „Hirtshals Fyr“ ist geschlossen.

Ich hatte kurz überlegt, ob ich vom Parkplatz ins Zentrum mit dem Auto fahre, aber nein, ein paar Meter an der frischen Luft wären wohl sinnvoller, aber so arg viel Zeit hatte ich auch nicht mehr, also dann forschen Schrittes weiter. Man läuft an einer Kaimauer entlang, mit Blick auf den Strand und das Meer und plötzlich sehe ich da einen Fuchs laufen. Ein richtig großer Brocken. Ich gehe weiter, plötzlich höre ich hinter mir ein Auto, ich husche zur Seite und Blicke auf den Fahrer, er kurbelt das Fenster runter und murmelt etwas auf Dänisch, ich verstehe nur Bahnhof, außer „rev“, im norwegischen heißt das: „Fuchs“. Ich nicke heftig und zeige in Richtung wo er Sekunden vorher auf der Kaimauer saß. Der Fahrer hält an, steigt aus, ich blicke über die Mauer und der Fuchs sitzt tatsächlich auf den großen Steinen der Hafenbefestigung. Ich zücke noch mal die Kamera.

Dann eiligen Schrittes zurück zum Wagen. Der anschließende Versuch in die Nähe der WebCam zu gelangen die einen Teil des Hafens zeigt scheitert daran, dass dieser für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Also dann doch weiter zum CheckIn. Die Fachkraft im Häuschen spricht mich gleich mit Namen an, war mir ja auch letztes Jahr schon so in Kristansand so gegangen. Die scannen also das Nummernschild und wissen gleich Bescheid, moderne Technik halt. Man steht dann in der Schlange und wartet. Das Schiff kommt und parkt flott ein. Es entlädt sich schon ein großer Schwall an Fahrzeugen. Ich frage mich, wo zum Henker fahren all die Norweger nur hin? Die haben doch zu Hause alles was man braucht.

Die Überfahrt verläuft sehr ruhig, das was der Kapitän während des Auslaufens gesprochen hat war kaum verständlich, auch nicht das was er auf Englisch gesprochen hat. Wenn ich es richtig gesehen habe, dann legte das Schiff schon wieder deutlich vor der offiziellen Zeit ab.

Pünktliche Ankunft in Kristansand. Es geht zügig vom Schiff runter, und dann, ja, dann kommt ja noch der inquisitorische norwegische Zoll. Aber er war mal wieder gnädig.

Es nieselte leicht, das Außenthermometer zeigt +7°C, was auch daran liegen konnte, dass es noch etwas erwärmt vom Schiff war. Es dauerte etwas, bis es auf +5°C sank. Bei der Marke blieb es lange stehen. Irgendwann dann +4°C. Im Prinzip gestaltet sich die Fahrt von Kristansand auf der [9] stetig aufwärts, von Meereshöhe bis zu einem höchsten Punkt auf ca. 900m. Es war sehr lange Zeit alles grün in der Landschaft, nicht ein einziger Schneerest war zu sehen, nirgends. Schon am Morgen hatte ich mir die Wettervorhersage angeschaut, die Aussichten für Vågsli lagen bei +5°C als Höchsttemperatur.

Der Vorteil war natürlich, dass man so sehr flott fahren konnte, immerhin ist die Strecke sehr kurvenreich. Ich weiß gar nicht wie lange es gedauert hatte bis man endlich mal ein paar kümmerliche Schneereste in der Landschaft sah, ich war sicherlich schon bald zwei Stunden unterwegs. Um es kurz zu machen, die niedrigste Temperatur auf dem höchsten Streckenabschnitt (900m ü.d.M.) heute lag bei, +1°C. Nur auf den ganz hoch liegenden Straßen lag noch ein Gemisch aus Schnee und Eis. In Hovden strahlten Flutlichter ein paar Abfahrtshänge an. Keine Ahnung, ob da noch jemand die Piste unter wedelte.

Bei der Anfahrt ans Hotel hätte ich mich beinahe noch vertan, weil es nur kurz vorher eine andere Unterkunft gibt, die sehr ähnlich gelegen ist. Bin aber dann doch gleich wieder auf die Straße zurück und dann an der richtigen Stelle gelandet. An der Rezeption dann mein Sprüchelchen auf Norwegisch, dass ich eine Reservierung habe. Die Rezeptionistin schaut argwöhnisch auf ihren Bildschirm und sagt dann, dass sie keine Reservierung habe. Sonst habe ich zu der Gelegenheit immer meine ausgedruckte Buchungsbestätigung zur Hand, die ich noch nie gebraucht habe, dieses Mal lag sie noch im Auto. Also wieder über den total vereisten Parkplatz und die Unterlagen geholt. Ach ja, da hätte sie einen „feil“ (Fehler) gemacht und am falschen Tag geguckt. Na da bin ich aber beruhigt, auch wenn es mir nicht so erschien, als ob das Haus nun ausgebucht gewesen wäre.

Ja, und was zu essen wollte ich auch noch haben. Sie vermeldete dann was es als Tagesgericht gebe, „suppe“ und „hjort“, also eine Suppe (welche auch immer) und Hirsch. Das ist gebongt. Hmm, die Suppe war wirklich sehr lecker, mit frischen Steinpilzen, wenn ich das als Nichtkenner so sagen kann. Und der Hirsch kam mit einem Gemüsebett darunter, plus Brokkoli, Blumenkohl, Kartoffel, Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Der Wunsch anschließend noch einen Espresso zu nehmen wurde abschlägig quittiert, es gäbe nur ordinären Kaffee. Nö, „nei, takk“ (nein danke). Was der Spaß kostet sehe ich morgen auf der Abrechnung wenn ich das Zimmer bezahle.

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Sa 25.01.2020 Hjørring – Hirtshals – Kristiansand – Vågsli‚ ‚Vågslidtun Hotel, Vågslid, 3895 Vågsli‘ – 7 Std. 7 Min. (411 km) Karte

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25.01.2020 08:58 | Höhe: 8 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Respekt, bei +5°C und einem sehr flotten Wind ins Wasser gehen, da darf man nicht zimperlich sein.

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25.01.2020 09:00 | Höhe: 8 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Hirtshals Fyr ist mit einer Feuerhöhe von 57 m einer der höchsten Leuchttürme Dänemarks und steht im Norden von Jütland in Hirtshals. Die Projektplanung des Leuchtturmes begann im Februar 1859, Grundsteinlegung war am 28. Juni 1860. Am 1. Januar 1863 ging Hirtshals Fyr dann in Betrieb. Der Turm wurde aus rotem Backstein mit holländischen Fliesen auf einem Fundament aus Beton und Granit gebaut.

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25.01.2020 09:01 | Höhe: 8 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | „Parkplatz an den Steilklippen“ (HWQV+5W Hirtshals, Hjørring Municipality, Dänemark

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25.01.2020 09:11 | Höhe: 11 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Bunker

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25.01.2020 09:13 | Höhe: 11 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Hirtshals Fyr

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25.01.2020 09:19 | Höhe: 20 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Sonnenaufgang

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25.01.2020 09:21 | Höhe: 17 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Hirtshals Fyr

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25.01.2020 09:28 | Höhe: 19 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Blick aus einem Bunker auf den Skagerrak

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25.01.2020 09:32 | Höhe: 19 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Haus direkt in den Dünen mit Blick auf den Skagerrak

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25.01.2020 09:45 | Höhe: 25 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Hirtshals Fyr

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25.01.2020 10:12 | Höhe: 1 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Hirtshals Fyr

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25.01.2020 10:12 | Höhe: 1 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Winterbadestrand

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25.01.2020 10:12 | Höhe: 4 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Keine Schnee- sondern Sandwehen.

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25.01.2020 10:19 | Höhe: 1 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Ein Fuchs läuft am Strand entlang

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25.01.2020 10:19 | Höhe: 1 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Ein Fuchs läuft am Strand entlang

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25.01.2020 10:22 | Höhe: 0 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Ein Fuchs läuft am Strand entlang

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25.01.2020 10:25 | Höhe: 0 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Kleine Boote

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25.01.2020 11:09 | Höhe: 45,95 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli | Da kommt die Fähre

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25.01.2020 12:15 | Höhe: 46,47 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Hirtshals | Bundesland: Region Nordjylland | Ortsdetail: Hirtshals | Hjørring – Vågsli |Möwen ohne Ende

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So 26.01.2020 Vågsli – Bergen ‚MS Polarlys‘ – 4 Std. 02 Min. (218 km) Karte über Fähre Jondal – Tørvikbygd – 4 Std. 46 Min. (251 km) Karte über Fähre Utne – Kvandal – 4 Std. 41 Min. (279 km) Karte über Granvin (Hardangerbrua und Vallaviktunnel)

Routenbeschreibung
Bis Odda gibt es erstmal keine (sinnvolle) Wahlmöglichkeit, denn der [E134] in Richtung Haugesund zu folgen ist nicht möglich, weil die Straße im Winter gesperrt ist. Nach Odda hat man dann die Wahl, entweder durch den Folgefonntunnelen und über die Fähre Jondal – Tørvikbygd (sonntags fährt die Fähre immer zur Stunde 20) oder weiter am westlichen Hardangerfjord und über die Fähre Utne – Kvandal (sonntags fährt Fähre immer zur halben Stunde). Beide Varianten bin ich schon gefahren.

Also Zeit für eine dritte Möglichkeit, nämlich am östlichen Hardangerfjord entlang und dann über die Hardangerbrua und durch den Vallaviktunnel nach Granvin. Dem [Rv13] folgt man dann bis Voss und stößt dort auf die [E16]. Das Hurtigruten Schiff legt um 21:30 Uhr ab. Eins oder zweimal bin ich ja schon in Bergen gestartet, kann mich aber nicht mehr daran entsinnen, ob man da Abends schon oder noch was zu Essen bekommt. Aber letztlich wäre mir das eh zu spät. Also muss ich mir was in der Stadt suchen. Auf einer Seite die die besten 10 Restaurants auslobt steht der Satz „... here are Bergen’s best places to have lunch, dinner, and many Instagram moments“. Das wäre also schon mal die Liste der Restaurants die ich auf jeden Fall meiden sollte. Irgendwelche Pappnasen in der Nähe zu haben die ihr Essen auf Instagram posten, nein Danke, da lege ich keinen Wert drauf.

Zum Glück steht das Bryggeriet nicht auf dieser Liste. Es wäre also eine Möglichkeit, <argh> das kann doch nicht wahr sein, die haben sonntags geschlossen. Nette Leute aus dem Forum haben mir Tipps für Restaurants gegeben, da werde ich mich entscheiden.

Noch ein paar Infos zum Hurtigrutenterminal. Für das Navi wichtig ist „Hurtigruteterminalen, Nøstegate 30, N-5010 Bergen“. Von der Seite hurtigwiki.de stammen folgende Infos: „Ab 13:00 Uhr ist es möglich, das Gepäck am Terminal einzuchecken. Im Terminal befinden sich auch kostenpflichtige Schließfächer. Der eigentliche Check-in beginnt etwa um 15:00 Uhr und das Boarding ab etwa 16:00 Uhr. Die Kabinen können gegen 18:00 Uhr betreten werden.“ Mal schauen, ob ich dann das Auto schon gegen 15 Uhr an Bord bringen kann und die restliche Zeit dann noch etwas Bergen breit treten kann.

„Lernstunde“
Auch heute wieder erst ab 8 Uhr Frühstück, aber es war ja keine Eile angesagt. Selbst die lange Strecke über die Hardangerbrua beträgt nur ca. 280 km. Temperaturmäßig konnte es nicht arg kälter gewesen sein, draußen sah man, dass der Balkon nass war. Bei der Abfahrt war es noch nicht ganz hell. Das Hotel liegt, zumindest laut Navi, auf ca. 800 M.ü.M., also ging es zumindest heute noch ca. 200 Höhenmeter nach oben. Beim Start waren es draußen +1°C, wie gestern Abend auch schon. Kälter als 0°C wurde es heute nicht mehr und nur auf ein paar Kilometern lag Schnee auf der Straße, sonst nur komplett geräumte Straßen.

Ab Odda dann also östlich am Hardangerfjord entlang, die Straße kannte ich noch nicht. Sie ist deutlich kurvenreicher und schmäler als die Westuferstraße. Bevor es dann über die Hardangerbrua ging bin ich noch mal kurz von der Straße abgebogen, mitten an einem Kreisel im Tunnel und habe einen Parkplatz angesteuert. Von dort aus ging es am Hang einen Weg nach unten, immer die Brücke im Blick. Im Moment habe ich die Zahlen nicht im Kopf, aber sie ist glaube ich kürzer als die Hålogalandsbrua. Aber definitiv nicht minder imposant. Auf der Brücke hat es nicht nur zwei Fahrspuren für Fahrzeuge sondern auch einen richtig breiten Weg für Fußgänger und Fahrradfahrer. Der Weg den ich entlang lief führte direkt in den Tunnel hinein, der dann unmittelbar auf die Brücke übergeht. Es war mehr oder weniger windstill und somit überhaupt kein Problem sich auf der Brücke aufzuhalten. So etwa 1/3 der Strecke über die Brücke bin ich wohl gelaufen, es fing an zu regnen. Aber so schnell wie es anfing hörte es auch wieder auf.

Dann weiter in Richtung Bergen, das Navi schlug die Strecke über Voss vor, aber ich wählte den Weg über Norheimsund. Kurz nach Norheimsund liegt der Steinsdalsfossen. Dieses Mal ohne Eis und Schnee, also habe ich doch mal angehalten und bin vom Parkplatz aus hin gelaufen. Der Wasserfall sprudelte recht heftig. Kurz hinter dem Fall steigt die Straße ja noch mal ordentlich an. Die Strecke bin ich ja schon zweimal gefahren, in umgekehrter Richtung. Speziell die zweite Fahrt war heftig, da lag so viel Schnee, selbst in Norheimsund auf Meereshöhe, dass es nicht möglich war überhaupt auf den Parkplatz für den Steinsdalsfossen zu gelangen. Mit meiner flachen Flunder setzte ich gleich auf und war froh wieder auf die Straße zurück zu kommen. Heute, wie gesagt, alles grün, kein Krümel Schnee, nicht mal Reste.

Am Furedalen skicenter Parkplatz (ungefähr 450 M.ü.M) war auch nur noch wenig Schnee zu sehen. In dem Skigebiet dürfte es wohl Essig gewesen sein Ski zu fahren.

Wie sollte es anders sein, in Bergen schüttete es heftig. Das Auto habe ich am Hurtigrutenterminal geparkt, auf einer Spur die dafür ausgeschildert war. Von dort aus bin ich ins Zentrum gelaufen. Wo das Ridderen lag hatte ich noch im Kopf und bin schnurstracks dort hin. Aber es hatte noch geschlossen, es öffnete erst gegen 16:30 Uhr. Ich hatte mir das ja schon vorher auf Google Streetview angeschaut und es war kaum auszumachen. So von der Straßenseite aus sah das alles irgendwie nicht wirklich einladend aus, etwas versteckt und unscheinbar. Aber es hatte durchaus großartige Rezensionen. An die andere Empfehlung aus dem Forum erinnerte ich mich nicht mehr und musste erst mal nachschauen. Ja, klar, „Bryggeloftet & Stuene“, es liegt in unmittelbarer Nähe, bei der Bryggen. Die Karte sah gut aus und es hatte auch offen. Es war, ob der Zeit, recht leer. Ich wurde platziert und bekam die Karte. Nun komme ich zum ersten Punkt den ich heute gelernt habe. Ich habe in meinem Leben noch keine zwei Leute, am Nachbartisch, so heftig [zensiert] hörbar essen gehört wie diese beiden. Hammerhart.

Das bestellte Essen war großartig, Danke dafür für den Tipp aus dem Forum. Nun war ja immer noch ewig Zeit, und ein Øl wäre ganz nett. Dummerweise hatte ich mir die Tipps für Kneipen nicht notiert. Also dann noch mal durch ein paar Schauer gelaufen. Gelandet bin ich dann im Pingudingens (Pingvinen), der genaue Name ist mir gerade entfallen. Auf jeden Fall gab es da ein Austmann IPA, das mir ja auch empfohlen wurde, es kommt von einer Brauerei aus Trondheim. Und wieder ein Treffer, sehr lecker das Bräu. Und hier gab es wieder etwas zu lernen. Beim Blick auf die beiden Türen für die „Örtchen“ dachte ich mir nur, was ist das denn für eine Diskriminierung, die Tür für die „boys“ war deutlich schmäler als für die „ladies“. Des Rätselslösung, die Jungs dürfen hier nur kleine Geschäfte erledigen, der gesamte Raum war nicht größer als eine aufgeklappte große Tageszeitung.

„En Øl til“, zu 98 NOK für 0,3l, aber es war lecker. Dann zurück zum Terminal. Einchecken. Die junge Dame am Schalter spricht deutsch, ist Deutsche. Sie meint, ich solle mit dem Borden des Autos noch bis ca. 19:30 Uhr warten, sie hätten heute 13 Fahrzeuge an Bord und es könnte sonst Stunden dauern, bis man dann vom Schiff runter käme, wenn man falsch geparkt sei. Ich gebe ihr da prinzipiell Recht, aber stundenlang, nun. Hinter mir stand nur noch ein weiteres Auto. Der Fahrer stieg aus und wir sind ins Gespräch gekommen. Er sprach ein paar Brocken deutsch, wir haben uns dann aber doch lieber auf Englisch unterhalten. Ja, die Reifen auf meiner Kiste seien ja gut, sagte er. Das beruhigt mich etwas, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Karre einfach zu niedrig liegt und leicht aufsitzen kann oder schlicht die „Schlappen“ zu breit sind. Er fragte noch wo ich hin will, ich sagte bis Ålesund und dann weiter bis Trondheim und Tromsø. Hmm, da wäre heute auf der Strecke über das Saltfjell aber der Teufel los gewesen, sagte er. Ja, das hatte ich schon per Zufall auf einem Monitor auf dem Schiff gesehen, wobei für mich nicht ersichtlich war, um welche Strecke es sich handelt. Die Strecke war wohl für mehrere Stunden gesperrt. Das hatte ich ja schon die letzten 1-2 Wochen mehrfach auf der WebCam beobachtet. Dumm ist nur, dass das eine sehr lange Tour wird, ca. 800 km, also wenn da die Straße mehrere Stunden gesperrt wäre, wäre nicht so prickelnd. In Trondheim muss ich auf jeden Fall spätestens 7 Uhr auf die Piste. Und dann, wird schon werden.

Bin dann erst mal mit meinem Gepäck so auf das Schiff und habe die Kabine bezogen. Das erste Mal überhaupt habe ich mir die Sicherheitsbelehrung angeschaut, die so ja nur in Bergen gezeigt wird. Sie ist obligatorisch, so die Ansage. Und, ja, nach dem Abspielen des Videos wurde die Kabinennummer notiert.

Mittlerweile ist es echt eine Zumutung auf dem Panoramadeck eines Hurtigruten-Schiffes. Kaum ein Passagier der kein Smartphone in Betrieb hat wo es nicht pausenlos pömpt und schnarrt, f-ü-r-c-h-t-e-r-l-i-c-h. Und das Schlimme ist, das sind ja keine 14-jährigen Kids sondern ältere gesetzte Herrschaften. Ob die auch wissen, dass wenn sie auf dem offenen Meer sind irgendwann im Netz des Schiffs landen könnten und dann heftige Gebühren auflaufen? Ich erinnere mich, dass ich mal vor Jahren einen Internetzugang auf einem Hurtigruten-Schiff noch für „umme“ bekam. Und das funktionierte nicht nur in den Häfen. Mir war nie klar, wie das finanziell funktioniert. Heutzutage kostet der Zugang zum Internet eine Gebühr, bin mir nicht sicher, wie viel. Aber es geht auch mal ohne.

Was mir ehrlich gesagt auch auf den Wecker geht ist, dass wenn man an der Bar ein Bier bestellt (oder einen Kaffee oder etwas zu essen im Bistro), die immer die Bordkarte haben wollen, was soll der Mist? Und ein weiterer Gast an der Bar machte eine Bemerkung darüber, dass man ja wohl heute kaum noch mit physischem Geld bezahlt. Ich meinte darauf hin nur: „Jeg kommer fra tyskland!“. Mir geht der ganze elektronische Zahlungs-Mist echt auf die Nerven.

Mittlerweile ist es knapp 23 Uhr. Ich sitze auf Deck 7. Es hat sich gelehrt und ist ruhiger geworden. Es steht noch ein halbes Øl zum Verzehr bereit. Marke: Mack, dunkel (mørk). Die gespielte Musik war ganz nett. Mal sehen wie die Überfahrt so wird, noch schützen vorgelagerte Inseln etwas. Nächster Halt ist Florø um 03:30 Uhr. Und gerade wo ich das schreibe fängt das Schiff an zu schaukeln.

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So 26.01.2020 Vågsli – Bergen – ‚MS Polarlys‘ – 4 Std. 02 Min. (218 km) Karte über Fähre Jondal – Tørvikbygd – 4 Std. 46 Min. (251 km) Karte über Fähre Utne – Kvandal –
4 Std. 41 Min. (279 km) Karte über Granvin (Hardangerbrua und Vallaviktunnel)

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26.01.2020 08:42 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:04:40.320 | Vågsli - Bergen | Abfahrt vom Hotel

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26.01.2020 08:47 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:06:12.960 | Vågsli - Bergen | Fahrt über das Haukelifjell

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26.01.2020 08:56 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:05:05.760 | Vågsli - Bergen | Fahrt über das Haukelifjell

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26.01.2020 09:07 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:01:52.320 | Vågsli - Bergen | Fahrt über das Haukelifjell

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26.01.2020 09:15 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:02:31.200 | Vågsli - Bergen | Fahrt über das Haukelifjell

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26.01.2020 09:32 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:03:50.400 | Vågsli - Bergen | Fahrt zum Røldal Tunnel

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26.01.2020 09:45 | Höhe: 828,19 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Røldal | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Håra | Vågsli - Bergen | Am Røldal Tunnel, mitten im Skigebiet

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26.01.2020 09:46 | Höhe: 906,61 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Røldal | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Seljestad | Vågsli - Bergen | Am Røldal Tunnel, mitten im Skigebiet

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26.01.2020 10:05 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:01:11.520 | Vågsli - Bergen | Abfahrt runter in Richtung Odda

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26.01.2020 10:13 | Höhe: 260,83 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Skare | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Låtefoss | Vågsli - Bergen | Am Låtefossen

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26.01.2020 10:13 | Höhe: 260,83 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Skare | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Låtefoss | Vågsli - Bergen | Am Låtefossen

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26.01.2020 10:17 | Höhe: 260,83 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Skare | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Låtefoss | Vågsli - Bergen | Nicht wenige Sticker stammen von Deutschen. Da kann man sich nur fremdschämen.

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26.01.2020 10:19 | Höhe: 260,83 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Skare | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Låtefoss | Vågsli - Bergen | Am Låtefossen

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26.01.2020 10:22 | Höhe: 260,83 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Skare | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Låtefoss | Vågsli - Bergen | Am Låtefossen

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26.01.2020 10:45 | Höhe: 120,22 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tyssedal | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Skjelvik | Vågsli - Bergen | Odda Smelteverk er namnet på ein fabrikk plassert i Odda sentrum, inst i Sørfjorden i Hardanger, som produserte kalsiumkarbid og derivata dicyandiamid, kalsiumcyanamid og hydrogencyanamid. Drifta varte frå 1906 til 2002, med nokre avbrot. Verksemda gjekk konkurs i 2003.

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26.01.2020 11:13 | Höhe: 60,93 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Hovland | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Hovland | Vågsli - Bergen | Am Hardangerfjord

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26.01.2020 11:14 | Höhe: 59,12 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Hovland | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Hovland | Vågsli - Bergen | Am Hardangerfjord

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26.01.2020 12:05 | Höhe: 154,21 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Die Hardangerbrua (deutsch Hardangerbrücke) ist eine Hängebrücke über den Eidfjord in Norwegen. Gesamtlänge: 1380 m; Höhe: 202 m; Lichte Höhe: 55 m

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26.01.2020 12:12 | Höhe: 154,47 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Die Hardangerbrua (deutsch Hardangerbrücke) ist eine Hängebrücke über den Eidfjord in Norwegen. Gesamtlänge: 1380 m; Höhe: 202 m; Lichte Höhe: 55 m

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26.01.2020 12:16 | Höhe: 154,58 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Die Hardangerbrua (deutsch Hardangerbrücke) ist eine Hängebrücke über den Eidfjord in Norwegen. Gesamtlänge: 1380 m; Höhe: 202 m; Lichte Höhe: 55 m

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26.01.2020 12:16 | Höhe: 154,61 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Die Hardangerbrua (deutsch Hardangerbrücke) ist eine Hängebrücke über den Eidfjord in Norwegen. Gesamtlänge: 1380 m; Höhe: 202 m; Lichte Höhe: 55 m

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26.01.2020 12:19 | Höhe: 154,69 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Fußgängertunnel

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26.01.2020 12:20 | Höhe: 154,75 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Die Hardangerbrua (deutsch Hardangerbrücke) ist eine Hängebrücke über den Eidfjord in Norwegen. Gesamtlänge: 1380 m; Höhe: 202 m; Lichte Höhe: 55 m

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26.01.2020 12:23 | Höhe: 154,83 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Auf der Hardangerbrua

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26.01.2020 12:24 | Höhe: 154,9 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Vallavik | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bu | Vågsli - Bergen | Auf der Hardangerbrua

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26.01.2020 14:00 | Höhe: 53,01 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Norheimsund | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Steine | Vågsli - Bergen | Der Steinsdalsfossen ist einer der meistbesuchten Wasserfälle Norwegens. Er ist Teil des Flusses Fosselva, der kurz nach dem Wasserfall in den Fluss Steinsdalselva mündet und hat eine Höhe von ca. 50 m. Ein Weg führt hinter den Wasserfall, so dass Besucher zwischen Felswand und Wasser gelangen können.

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26.01.2020 14:10 | Höhe: 54,55 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Norheimsund | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Steine | Vågsli - Bergen | Blick in Richtung Norheimsund

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26.01.2020 14:13 | Höhe: 58,72 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Norheimsund | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Steine | Vågsli - Bergen | Der Steinsdalsfossen ist einer der meistbesuchten Wasserfälle Norwegens. Er ist Teil des Flusses Fosselva, der kurz nach dem Wasserfall in den Fluss Steinsdalselva mündet und hat eine Höhe von ca. 50 m. Ein Weg führt hinter den Wasserfall, so dass Besucher zwischen Felswand und Wasser gelangen können.

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26.01.2020 17:09 | Höhe: 43,62 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bergen | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bergen | Vågsli - Bergen | Torgallmenningen er en gate og plass, eller rettere sagt en bred aveny, i Bergen sentrum.

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26.01.2020 17:10 | Höhe: 43 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bergen | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bergen | Vågsli - Bergen | Torgallmenningen er en gate og plass, eller rettere sagt en bred aveny, i Bergen sentrum.

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26.01.2020 17:10 | Höhe: 41,77 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bergen | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bergen | Vågsli - Bergen | Kiosk auf Norwegisch = „Narvesen“

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26.01.2020 17:12 | Höhe: 41,67 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bergen | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bergen | Vågsli - Bergen | Den Nationale Scene (Übersetzung: Die nationale Bühne) ist das älteste norwegische Theater mit festem Standort in Bergen. Vor dem Gebäude befinden sich Statuen der Dramatiker Bjørnstjerne Bjørnson, Henrik Ibsen und Nordahl Grieg.

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26.01.2020 18:14 | Höhe: 38,6 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bergen | Bundesland: Vestland | Ortsdetail: Bergen | Vågsli - Bergen | Die MS Polarlys liegt auslaufbereit im Hafen

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Mo 27.01.2020 Ålesund – Trondheim ‚City Living Schøller‘ – 5 Std. 35 Min. (300 km) Karte über Molde – 5 Std. 44 Min. (409 km) Karte über Dombås

Routenbeschreibung
In Ålesund war ich ja schon öfter, aber wenn ich mich recht entsinne noch nie mit dem eigenen PKW. Nee, stimmt nicht, in 2010 war ich schon mal mit dem Auto dort. Egal. Im Prinzip habe ich an dem Tag keine große Eile, das Schiff legt um 09:45 Uhr an und die Tagesstrecke von maximal 448 km, wenn ich über Dombås fahre, ist jetzt auch nicht so weit. Es böte sich also die Gelegenheit mal auf die vorgelagerten Inseln – vornehmlich Hessa im Westen, Aspøy mittig und Nørvøy im Osten – zu fahren. Diese sind per Tunnel (Ellingsøytunnel / Valderøytunnel) erreichbar. Der Flughafen liegt z. B. auf der Insel Vigra. Auf den Aksla könnte man entweder über die 418 Stufen hoch laufen oder man kann auch mit dem Auto dort hin gelangen.

Die „what3words“-Kombination für die Trondhjem Mikrobryggeri AS finde ich sehr gelungen: „///aufzuhalten.irrtümlich.tische“ <g>. Um nicht irrtümlich an die Tische zu gelangen muss man aufgehalten werden, da ist was wahres dran. Wie schon geschrieben, das Bier war schal und das Essen auch nicht der Bringer. Ob die Kombination „///farbiges.gaumenfreude.gehäuft“ für „Austmann Bryggeri & TapRoom“ zutrifft, dass müsste ich mal ausprobieren. Auch wenn die Kneipe außerhalb von Trondheim liegt, der Bus bringt einen in 10 Minuten hin und man muss noch mal 5 Minuten laufen, da hätte man sich eins zwei Bierchen ja auch verdient.

„Die Spannung steigt“
Die Überfahrt war dann doch insgesamt recht ruhig, aber trotzdem war nach irgendeinem Hafenaufenthalt Ende mit der Nachtruhe. Beim Frühstück war erwartungsgemäß schon einiges los, aber es war kein Problem ein Plätzchen zu finden. So langsam wurde es auch hell draußen. Der Aufenthalt in Torvik ist nur kurz, beim Ablegemanöver war schon klar, dass das mit der geplanten Ankunft in Ålesund nix werden wird. Eine Ansage bestätigte das dann auch, Ankunft statt 09:45 Uhr dann 10:10, naja, damit kann ich leben.

Temperatur soll +10°C gewesen sein, was aber sicher daran lag, dass das Auto noch vom Schiff angewärmt war. Fahrt durch zwei Tunnel auf die Insel Vigra. Von einem Schiffsanleger aus hatte man freie Sicht auf Ålesund. Das Wetter war trüb, aber die Sicht war doch gut.

Tankstopp in Åndalsnes, für die Reisschüssel mal wieder 98er Saft und für den Fahrer einen großen Kaffee und ein „Stückchen“. Es war auf Meereshöhe immer noch alles grün, nur Berge in der Ferne waren schneebedeckt, Temperatur weiterhin um die +5°C. Von Åndalsnes aus steigt die Straße stetig an, es lag dort schon ordentlich Schnee, aber doch sichtbar von der Wärme angefressen. Sich Dombås nähernd sah man es etwas schneien. Wenn man Dombås verlässt steigt die [E6] zügig an, über 800 M.ü.M sind schnell erreicht.

Man erreicht dann flott die Hochebene, es schneit ganz fein, der Schnee bleibt liegen, es bildet sich aber nur eine hauchdünne Schicht. Die Sicht ist immer noch gut.

Kurz bevor es dann nach dem Dovrefjell wieder runter geht, fiel doch das Thermometer tatsächlich für ein paar Sekunden auf -1°C. In Oppdal war es dann wieder leicht über dem Gefrierpunkt, aber plötzlich änderte sich die Landschaft noch mal, die Bäume waren voll mit Schnee und die Temperatur ging noch mal auf -1°C runter, obwohl es ja auch nach Oppdal immer weiter in Richtung Meereshöhe geht. Je näher man Trondheim kam, desto mehr verschwand sämtlicher Schnee aus der Landschaft. Die Verkehrsführung (für den Individualverkehr) in Trondheim wird von Mal zu Mal komplizierter. Es hat schon immer viele Einbahnstraßen, und eine Spur ist oft komplett für Busse und Taxis gesperrt. Dann kam noch dazu, dass eine Straße die man früher benutzen konnte nun zur Einbahnstraße umfunktioniert wurde und eine alternative Zufahrt zum Hotel durch Baustelle versperrt war. Mit viel Rumgurkerei bin ich doch noch in die Straße mit dem Hotel gekommen. Dort hatte es zum Glück auch noch einige Parkplätze, die bis 20 Uhr zu blechen sind, dann frei über Nacht bis 8 Uhr am Morgen.

Dann wieder zu Fuß los, der Magen knurrte etwas. Das „Ravnkloa“ hat ja abends gar nicht geöffnet, stellte ich fest. Dann also zum „To Rom og Kjøkken“. Ja, die Speisekarte las sich gut, aber das sah mir zu elitär da drin aus. Also wieder zurück ins Zentrum und dann ins „Frati“, auch eine Empfehlung aus dem Forum. Sah ziemlich voll aus, aber für mich war noch ein Plätzchen frei. Die Bedienung sprach kein norwegisch, schon mal gut, dann etwas bequemer auf Englisch. „Prosciutto“ mit Parmaschinken und Parmesan als Vorspeise, sehr lecker, dann eine Pizza „Napoli“, auch absolut empfehlenswert. Dazu ein Glas Pinot grigio (bei uns war das früher Mal ein „Ruländer“, neudeutsch „Grauer Burgunder“). Rund 41,- EUR hat der Spaß gekostet. Für eine Fahrt zu „Austmann Bryggeri & TapRoom“ mit dem Bus hatte ich dann keine Lust mehr. a) „Bier auf Wein, dass lass sein!“, b) steht morgen eine spannende und lange Fahrt bevor. c) habe ich ja noch eine Flasche (0,5) Kerner Auslese 2015 vom Niebelungenhof im Kofferraum liegen. Der ist schon etwas angekühlt und den Rest erledigt der Kühlschrank der auf dem Zimmer steht. Skål.

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27.01.2020 08:57 | Höhe: 24,06 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Anlauf von Torvik

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27.01.2020 08:58 | Höhe: 24,06 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Anlauf von Torvik

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27.01.2020 08:59 | Höhe: 33,23 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Anlauf von Torvik

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27.01.2020 09:00 | Höhe: 47,9 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Anlauf von Torvik

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27.01.2020 09:05 | Höhe: 66,74 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Anlauf von Torvik

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27.01.2020 09:06 | Höhe: 67,57 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Anlauf von Torvik

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27.01.2020 09:09 | Höhe: 72,64 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Und weiter geht es nach Ålesund

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27.01.2020 09:17 | Höhe: 75,53 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Und weiter geht es nach Ålesund

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27.01.2020 09:19 | Höhe: 66,21 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bølandet | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Røyra | Ålesund – Trondheim | Und weiter geht es nach Ålesund

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27.01.2020 09:23 | Höhe: 64,18 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ulsteinvik | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Ulstein | Ålesund – Trondheim | Und weiter geht es nach Ålesund

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27.01.2020 09:24 | Höhe: 61,37 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ulsteinvik | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Ulstein | Ålesund – Trondheim | Und weiter geht es nach Ålesund

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27.01.2020 09:58 | Höhe: 49,03 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Godøya | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Godøylandet | Ålesund – Trondheim | Und weiter geht es nach Ålesund

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27.01.2020 10:02 | Höhe: 51,49 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Godøya | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Godøy | Ålesund – Trondheim | Petri Heil

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27.01.2020 10:06 | Höhe: 49,97 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Godøya | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Godøy | Ålesund – Trondheim | Schnellbote verkehren zwischen den Inseln

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27.01.2020 10:15 | Höhe: 53,48 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ålesund | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Skarbøvik | Ålesund – Trondheim | Ålesund

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27.01.2020 10:54 | Höhe: 48,14 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Valderøya | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Valderhaug | Ålesund – Trondheim | Blick auf Ålesund von der Insel Vigra

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27.01.2020 10:55 | Höhe: 48,38 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Valderøya | Bundesland: Møre og Romsdal | Ortsdetail: Valderhaug | Ålesund – Trondheim | Das Schnellboot von Ålesund kommt

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27.01.2020 22:24 | Ålesund – Trondheim | Das ist die Prognose für das Saltfjell, am Abend vorher, um 22:24 Uhr. Man merkt, dass durch den heftigen Wind die gefühlten Temperaturen deutlich niedriger sind als die eigentlichen Temperaturen es hergeben. Meine Prognose, dass der leicht abnehmende Wind zu der Uhrzeit an der ich das Saltfjell erreiche, dazu führen wird, dass dann eine Überquerung ohne Probleme möglich ist, war leider ein Trugschluss.
MarkusD
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Fr, 13. Mär 2020, 23:36

Di 28.01.2020 Trondheim – Polarkreis – Storjord i Tysfjord ‚Tysfjord Hotel‘ – 11 Std. 0 Min. (808 km) Karte

Routenbeschreibung
Der „Flecken“ Presteid scheint mir ja so ein wenig abseits zu liegen. Aber es gibt doch ein Restaurant dort. Leider hat es nur einen Facebook-Auftritt und dort steht, dass es nur samstags geöffnet hat. Habe mal eine Nachricht an die Unterkunft geschickt, ob sie ein Restaurant in der Nähe empfehlen können. Auch zwei Tage nach meiner Anfrage habe ich immer noch keine Antwort auf meine Frage.

Als Alternative habe ich noch das „Hamsunsenteret på Hamarøy (Kafe Sult)“ gefunden (das liegt quasi in Laufweite von meiner Unterkunft, am Ortseingang von Presteid), aber das ist sowohl im Januar geschlossen, als auch montags und dienstags geschlossen, doppelt Pech. Notnagel wäre das „Kobbelv vertshus“, das liegt ca. 100 km vor meinem Ziel, aber das hat auf jeden Fall geöffnet. Auch eine Option wäre das „Tysfjord Turistsenter“, das sind ca. 30 km zu fahren.

Da ich an dem Tag eine lange Fahrt vor mir habe scheint mir folgendes Szenario am wahrscheinlichsten. Fahrt von Trondheim zuerst zur Unterkunft, Checkin, dann Fahrt zum „Tysfjord Turistsenter“. <grummel> So richtig gefällt mir das nicht. Tja, kurzen Prozess, die Unterkunft konnte ich kostenfrei stornieren, das habe ich gerade (10.01.2020) gemacht. Und im Tysfjord Hotel gebucht. Von der Strecke sind es ein paar Kilometer weniger und ein paar Minuten kürzer, aber ich bin dann für den Tag an Ort und Stelle, kann dann in Ruhe was zu Abend essen und bin am nächsten Morgen in wenigen Minuten an der Fähre, auch wenn ich nicht unbedingt eine frühere Fähre nehmen werde, sondern um 09:10 Uhr übersetze. Perfekt.

„Verzögerung“
Start in Trondheim ca. 06:30 Uhr. Es läuft alles wie am Schnürchen. Bis zum Saltfjell ist es allerdings ein ganz schönes Stück zu fahren, will meinen, irgendwas um die 500km. Das Wetter ist prächtig, unvorstellbar das das Saltfjell gesperrt sein könnte. Kilometer um Kilometer wird runter gespult. Nach Mosjøen lasse ich ein paar Autos überholen. Plötzlich sehe ich in der Ferne mehrere Fahrzeuge bremsen. Es hat sich schon eine Schlange gebildet. Das Auto das ich hatte gerade erst passieren lassen war vor mir. Es stand noch nicht richtig, da ging auch schon der Warnblinker an und eine Frau stieg aus, setzte sich eine Kappe auf, hatte einen großen Fotoapparat umhängen und schritt forschen Schrittes in Richtung der vermuteten Ursache des Problems. Vorgreifend hier die Schilderung wo das war. „Ulykken skal ha skjedd i nærheten av krysset mellom Fylkesvei 78 og E6. Veien er sperret, og det er en del kø på stedet.“ (Der Unfall muss in der Nähe der Kreuzung der Landstraße 78 und der E6 passiert sein. Die Straße ist blockiert und es gibt eine Warteschlange vor Ort.)

Nicht lange nach meiner Ankunft „stoben“ mehrere Einsatzfahrzeuge davon, das was ich sehen konnte waren Feuerwehrfahrzeuge. Dann kam die Frau zurück, sie war schon am Auto, blickte in meine Richtung, nickte kurz und kam dann auf mich zu, mein Nummernschild wohl registrierend. Ich öffnete die Tür und sie fragte, ob ich einen Film drehe (das was ihrem scharfen Blick nicht entgangen war, war die Kamera auf dem Stativ auf der Beifahrerseite). Ich meinte, ja, das auch. Im folgenden Gespräch schilderte ich kurz den Zweck der Reise. Na, das wäre ja eine coole Sache, meinte sie. Ob man das auch irgendwo sehen könnte. Ich überlegte kurz und gab ihr dann die Seite wo alle Reisen zu sehen sind. Es dauerte etwas, bis wir die richtige Adresse in ihr Smartphone eingegeben hatten. Sie schoss dann noch ein paar Bilder und meinte sie könnte ja nach meiner Rückkehr ein Interview machen. Nun, warum nicht. Ich bat noch darum, dass sie mir doch bitte die geschossenen Bilder schickt. Und unsere Wege trennten sich. Der Stau hatte sich mittlerweile schon aufgelöst und die Autos brausten schon an uns vorbei.

Irgendwann geht es dann zum Saltfjell hoch, die Wetterlage ist friedlich, es windend kaum, die Sicht ist klar. Bald ist die Stelle erreicht wo die Straße von Schweden auf die [E6] trifft. Und dann auf einmal, eine Schlange, nein, kein Tier, eine Fahrzeugschlange. Den Motor stelle ich gleich aus. Die entscheidende Frage ist, wie lange dauert es bis es weiter geht. Was zwischen dieser ersten Fragestellung passierte und bis sich dann die Kolonne endgültig in Gang setzte würde jetzt zu weit führen. Oder nein, so ein paar Details sollen doch schon sein.

Draußen waren es bei der Ankunft in der Schlange ca. -8°C. Es dauerte dann nicht lange, da zeigte das Thermometer -12°C. Völlig klar, dass es da nicht lange dauert, bis die Karre drinnen schnell auskühlt. Zumal draußen schon ein Lüftchen wehte. Aber so wie der Typ hinter mir seinen Rumpellaster die ganze Zeit tuckern lassen, kam für mich nicht in Frage. Zuerst habe ich mir einen Pullover über die Beine gelegt, dann die Fleecejacke angezogen. Nach einer halben Ewigkeit kam etwas Bewegung in die Angelegenheit. Auf der Gegenseite kam die Kolonne von Norden durch. Ich habe nicht gezählt, aber das waren nicht nur ein paar händevoll Fahrzeuge, mehrheitlich waren es LKW. Da ging ich mal davon aus, dass es dann ja wohl kurze Zeit später bei uns losgehen würde. Pustekuchen, da rührte sich nix. Irgendwann doch, die Karawane fuhr an, nein, sie fuhr nicht wirklich los, denn nach ein paar hundert Meter war schon wieder Ende.

Vor mir stand ein LKW. Hinter mir der Kleinlaster. Der Fahrer des Kleinlasters stieg aus und marschierte nach vorn, es wehte ein heftiges Stürmchen. Nach dem er zurückkam, fuhr er an mir vorbei. Ich dachte, weil ich ja nicht sehen konnte, was vor dem LKW war, der LKW würde nicht weiter fahren und folgte dann dem Kleinlaster. Wir überholten ein paar weitere große LKW, deren Fahrer alle noch damit beschäftigt waren Schneeketten aufzuziehen. Aber davor stand die Schlange. Ja wie peinlich ist das denn, der blöde Deutsche mogelt sich an der Schlange vorbei, so Typen kommen mir gerade Recht. Zwischen einer großen Lücke parkte ich wieder ein. Motor wieder aus. Der Kleinlaster kam dann auf der Gegenspur wieder vorbei, der hatte es wohl aufgegeben zu warten und drehte um. Da war er beileibe nicht der Erste, schon eine Menge Fahrzeuge waren mir vorher entgegen gekommen, alles Rückziehende. Nur, für mich war das keine Option. Im Hotel hatte ich schon angerufen und meine Lage geschildert, ja, sie würden wohl auf mich warten, offizielle späteste Ankunftszeit war eigentlich 21 Uhr.

So lange fröstelte mir doch. Fleecejacke wieder ausziehen, Pullover anziehen, Fleecejacke anziehen, Winterjacke anziehen. Schuhe ausziehen, dicke Wollsocken anziehen, andere Winterschuhe anziehen. Da wird einem alleine schon von den Verrenkungen warm, meine kleine Zigarrenkiste ist ja kein Umkleideraum. Ja, das ist gut, so kann man es eine Weile aushalten. Nur zur Info, es waren mittlerweile gut zwei Stunden vergangen, die Karre gut ausgekühlt.

Man hätte sich ja die Zeit vertreiben können und diesen Bericht schreiben können, aber um an das Tablet zu gelangen hätte ich mir entweder den Hals verdrehen müssen oder, Gott bewahre, raus gehen müssen und den Kofferraum öffnen. Nee, so dringend war das mit dem Zeitvertreib am Tablet nun auch nicht.

Da ich ja nun etwas weiter vorne in der Schlange stand konnte ich direkt die Schranke und das rote Blinklicht sehen. Blink-Blink-Blink-Blink. Das versetzt einen in Trance, die Äuglein fallen zu. Zwischenzeitlich passierten zwei Züge in unmittelbarer Nähe, einer nach Norden, einer nach Süden. Da stellt sich mir die Frage. Warum fahren die im Winter nicht einfach mit ein paar Auto- und LKW-Transportern? Das wäre doch allemal sicherer als stundenlang in der Kolonne zu stehen. Zumal es ja auch vorkommt, dass das Fjell die ganze Nacht gesperrt ist. Von der Pein mal ganz zu schweigen, in der Kälte, bei Sturm und Dunkelheit Schneeketten aufzuziehen, was für LKW-Fahrer Pflicht ist.

Irgendwann sah ich dann wieder weiße Lichter in der Ferne und dachte, da kommt wieder ein Zug aus Richtung Norden, aber nein, da waren gleich noch mehr Lichter zu sehen, das konnte kein Zug sein. Es war eine weitere Kolonne aus dem Norden. Warum wir so lange warten mussten war mir nicht so ganz klar, aber es wird seine Gründe gehabt haben. Z. B. der, dass im Norden deutlich mehr Fahrzeuge standen.

Es war eine lange Schlange aus Norden, sie nahm kein Ende. Kaum war sie durch starteten auch schon vor und hinter mir die Fahrzeuge ihre Motoren, denn, nun war ja klar, jetzt mussten wir ja endlich mal dran sein. Die Schranke öffnete sich, das rote Geblinke hörte auf, an den Kopf der Veranstaltung hatte sich der Schneepflug gesetzt und es passierte, nichts. Doch, die Schranke ging wieder runter und es blinkte. Blink-Blink-Blink-Blink.

Dann, plötzlich, in der Ferne, ein Licht. Ja, wie kann das sein, ein einzelner Nachzügler, das ist ausgeschlossen, alleine darf da keiner fahren. Das Licht kam nur sehr l-a-n-g-s-a-m näher. Was wird das blos sein? Es war eine Schneefräse, die eine riesige Fontäne in den stürmischen Nachthimmel pustete. Als sie endlich an der Schranke ankam dachte ich, ja, jetzt gleich geht es los. Und es geschah nichts. Außer, dass die Schranke mehrfach hoch und wieder runter ging. Das Blinklicht stoppte und wieder startete.

Dann, endlich – und um jetzt mal die zeitliche Dimension zu nennen – nach ziemlich genau vier Stunden, setzte sich die Kolonne l-a-n-g-s-a-m in Bewegung. Wie lange die Fahrt nun dauern würde, ich hatte keine Ahnung. Der Tross zog mit ca. 30km/h an und steigerte sich dann auf nie mehr als 40km/h. Die Straße war zunächst breit geräumt, aber es dauerte nicht lange und links und vor allen Dingen von rechts war eine Menge zugeweht. Ich folgte stoisch dem LKW vor mir. Alle Fahrzeuge hatten die Warnblinker an, was üblich und sehr praktisch ist. An ein paar Stellen sah ich den LKW vor mir kaum noch. Die eigentliche Kolonnenfahrt endete nach ca. 21 Kilometern, ich war froh drum. Aber das war ja noch nicht das Ende der Tour. So irgendwas um die knapp 300 Kilometer hatte ich noch vor mir. Tief durchatmen. Die Prognose des Navis bzgl. der Ankunftszeit muss man gedanklich ausblenden, sonst wird man kirre. Meine Prognose war Mitternacht. Kurz vor Fauske stellte ich fest, dass ich mit der Tankfüllung nicht mehr bis zum Ziel komme, was auch daran lag, dass man einige Kilometer nach dem Saltfjell eine gut befahrbare Straße vorfindet die in langen Zügen verläuft und auf der man auch offiziell 90 km/h fahren darf. Also, in Fauske noch mal getankt und im Hotel Bescheid gegeben, dass es wohl Mitternacht werden wird. Da kam natürlich keine Begeisterung auf, aber das klappt schon, meinte der Rezeptionist. Schon mal vielen Dank dafür. Was dann weiter folgte war eine recht flotte Fahrt durch die Nacht, die Straßen sind praktisch komplett leer.

Wann war ich dann am Hotel angekommen? Genau, mehr oder weniger Punkt Mitternacht. Navi, <Pfffffff>. Aussteigen, kurzer Blick in den Himmel, Polarlichter, ahhhhh, wie genial.

Eigentlich müde, aber aufgedreht doch noch mal das Notebook angeworfen und gesucht, ob es etwas zum Unfall in Mosjøen zu lesen gibt. Ja, hier. Die Reporterin vor Ort war Lena Knutli. Gerade wollte ich das Notebook schon runter fahren, da kam noch eine Mail rein. Sie hatte mir zwei Bilder gesendet. Sehr nett! Tusen takk.

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Di 28.01.2020 Trondheim – Polarkreis – Storjord i Tysfjord‚ ‚ Tysfjord Hotel‘ – 11 Std. 0 Min. (808 km) Karte – In Realität waren es 17,5 Stunden die ich unterwegs war, davon 4 Stunden warten am Saltfjell.

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28.01.2020 11:33 | Höhe: 220,46 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Trofors | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Strendene | Trondheim – Storjord i Tysfjord | Am Storsvenningvatnet

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28.01.2020 13:22 | Höhe: 83,17 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Elsfjord | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Nævervegan | Trondheim – Storjord i Tysfjord | An der Abzweigung der [E6] zum [Fv78] hatte sich ein Unfall ereignet. Zufällig stand die Foto-Reporterin direkt vor mir. Anschließend kamen wir kurz ins Gespräch. Foto: Lena Knutli ©

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28.01.2020 15:49 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:05:10.080 | Trondheim – Storjord i Tysfjord | Das Warten am Saltfjell beginnt

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28.01.2020 17:37 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:03:57.600 | Trondheim – Storjord i Tysfjord | Nach zwei Stunden setzt sich die Kolonne in Bewegung, aber nicht für lange

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28.01.2020 19:40 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:06:40.320 | Trondheim – Storjord i Tysfjord | Die Schneefräse die von Norden kam arbeitet noch am Schlagbaum

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28.01.2020 19:53 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:12:49.920 | Trondheim – Storjord i Tysfjord | Nach über 4 Stunden geht es nun endlich los. Das Kolonnekjøring geht über ca. 21 km

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28.01.2020 20:23 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:04:07.200 | Trondheim – Storjord i Tysfjord | Die Kolonne fährt mit ca. 30 km/h bis maximal 40 km/h, alle haben den Warnblinker an. Nach der Kolonne habe ich aber noch ca. 300 km zu fahren, um Mitternacht komme ich am Hotel an

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Mi 29.01.2020 Storjord i Tysfjord – Bognes – Skarberget – Tromsø ‚Sydspissen Hotel‘ – 5 Std. 21 Min. (326 km) Karte über Fähre Bognes – Skarberget

Routenbeschreibung
Die Tagesstrecke ist überschaubar. Die Fähre Bognes – Skarberget fährt recht regelmäßig. Von der Unterkunft bis zum Fähranleger sind es nur wenige Kilometer. Die Fähre um 09:10 Uhr kann also locker erreicht werden. Die Fähre um 08:00 Uhr anzustreben, naja das muss nicht sein. Die Fahrpläne:
Skarberget – Bognes
Drag – Kjøpsvik

Die in Frage kommenden Abfahrten Bognes – Skarberget (Winterfahrplan)
00:15, 04:00, 05:35, 06:50, 08:00, 09:10, 10:30, 11:45, 14:05, 15:30, 17:00, 18:30, 19:45, 21:15, 22:45

Da die Tagesstrecke heute ja vergleichsweise kurz ist, bietet es sich natürlich wieder an, nach Alternativen und „Schlenkern“ zu suchen. Durch die Ryaforbindelsen bin ich ja schon mal gefahren, damals bei eher schlechten Wetterbedingungen, es „tobte“ ein kleiner Schneesturm. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damals für die Benutzung des Tunnels 100,- NOK bezahlt habe, was ja schon ein stattlicher Preis ist (Zitat von 2017 „Der noch nicht so lange eröffnete Ryatunnelen kostet stolze 100,- kr Gebühr.“). Nun lese ich, dass man heute nur 85,- NOK zahlen muss (68,- NOK wenn man einen Brikke hat). Was ich nur absolut überhaupt nicht verstehe ist das:

Takstgruppe 1: 85 kroner (68 kroner med elektronisk brikke som gir 20 % rabatt)
Kjøretøy med tillatt totalvekt til og med 3500 kg, samt kjøretøy i kjøretøykategori M1 med elektronisk brikke og gyldig avtale.
Takstgruppe 2: 75 kroner
Kjøretøy med tillatt totalvekt fra 3501 kg, ekskl. kjøretøy i kjøretøykategori M1 med elektronisk brikke og gyldig avtale.


Das bedeutet:
Preisgruppe 1: NOK 85 (NOK 68 mit elektronischem Chip mit 20% Rabatt)
Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis einschließlich 3500 kg sowie Fahrzeuge der Fahrzeugklasse M1 mit elektronischem Chip und gültiger Vereinbarung.
Tarifgruppe 2: 75 Kronen
Fahrzeuge mit zulässigem Gesamtgewicht ab 3501 kg, excl. Fahrzeuge der Fahrzeugklasse M1 mit elektronischem Chip und gültiger Vereinbarung.


Wieso zur Hölle sollen Fahrzeuge über 3,5 t weniger bezahlen? Aber die gleiche Info findet sich auch hier.

Aus dem Forum habe ich den Hinweis bekommen, dass man im Blårock Cafe auch was essen kann, das war mir bei unserem Besuch 2016 gar nicht aufgefallen. Die Speisekarte ist recht übersichtlich was aber kein Nachteil sein muss. Leider ist auf der Speisekarte nicht vermerkt, was sie für Bier anbieten, ich erinnere mich auch nicht mehr was ich da damals getrunken hatte, aber ich meine die schenken auch Mack aus. Das wäre natürlich ein Grund dort hinzugehen, denn im Egon gibt es kein Mack. Auf der Homepage vom Egon steht es auch, sie haben „Ringnes“ als Bier im Angebot, das hatte ich immer gewählt, es war ok. Für „Kronenbourg 1664 Blanc“ konnte ich mich nicht erwärmen, französisches Bier, also nee, das muss nun wirklich nicht sein. <g>

„Zum dahin schmelzen“
Beinahe hätte ich die Fähre noch verpasst. Als ich am Pier ankam lag sie schon da, die Fahrzeuge fuhren gerade runter. Ein Fahrzeug blieb stehen, es rührte sich nicht. Es war ein Bus. Vielleicht wartete er noch auf einen Passagier. Klar, bevor die Fähre nicht leer ist, können die neuen Fahrzeuge nicht auffahren. Irgendwann drückte aber wohl der Zeitplan.

Schon die Überfahrt von Bognes nach Skarberget war ein Erlebnis. Absolut klarer Himmel und glasklarer Blick, die Lofoten schienen zum Greifen nahe. Nach nur wenigen Kilometern nachdem die Fähre in Skarberget angelegte hatte nutzte ich die Gelegenheit anzuhalten und noch mal in Ruhe Bilder zu schießen. Das sollte sich noch sehr häufig wiederholen.

Hinter jeder Biegung gab es wieder etwas Neues zu sehen. Da war die Aktion gestern am Saltfjell schnell vergessen. Durch die vielen Stopps verging die Zeit wie im Flug. Langsam setzte dann auch die Dämmerung ein, was besonders bei solch klaren Wetterverhältnissen ein Traum ist, setzt dann dazu noch passende klassische Musik ein ist das Erlebnis perfekt.

In Tromsø habe ich es dieses Mal wirklich geschafft am ersten großen Kreisel die richtige Ausfahrt zu nehmen und über die Tromsøbrua auf die Insel zu gelangen. Der kürzere Weg wäre zwar nach der Brücke am Kreisel links durchs Zentrum zu fahren, aber das würde ob der vielen Ampeln wohl deutlich länger dauern. Also immer dem Navi nach, das einen in den Stadttunnel führt, der hat unterwegs ein paar Abzweige die dann ins Zentrum führen, mich spuckt der Tunnel am anderen Ende wieder aus, am „Polaria“. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Unterkunft. Am Seeufer wird noch immer gebaut, das geht jetzt schon viele Jahre so, aber es scheint eine Ende in Sicht, freie Flächen gibt es keine mehr. Gebaut wurden Wohnungen, Bürogebäude und Geschäfte.

An der Rezeption saß wieder der junge Mann den ich schon häufiger dort beim Ein- oder Auschecken antraf. Er meinte auch, willkommen zurück. <g> Das Sydspissen Hotel könnte mittlerweile die Unterkunft sein, wo ich am häufigsten genächtigt habe, es dürften bald 10 Übernachtungen werden.

Ich war ja doch schon recht früh angekommen, irgendwas vor 18 Uhr. Den angepeilten Bus für in die Stadt habe ich dann um vielleicht 15 Sekunden verpasst. Macht nix, der Nächste kommt eine viertel Stunde später, Gelegenheit 2-3 Stationen in Richtung Stadt zu laufen, da muss man nicht frösteln und kann mal die eingerosteten Hufe schwingen.

Im besten mir zur Verfügung stehendem norwegisch habe ich dann nach einem „enkelt bilet på sentrum“ (einfacher Fahrschein ins Zentrum) nachgefragt. Der Busfahrer guckte mich an und murmelte etwas in den nicht vorhandenen Bart. Verstanden hatte ich nicht ein einziges Wort. Ich finde so was immer Schade, da versucht sich der Ausländer redlich in der Landessprache und dann bekommt man eine dahin genuschelte Antwort zurück. Ich habe dann auf Englisch gefragt. So richtig war nicht zu erfahren was sein Problem war, evtl. weil es eine Haltestelle „Zentrum“ nicht gibt, aber das müsste wurscht sein, weil die Tickets ja nicht von Haltestelle zu Haltestelle berechnet werden. Er hat mir dann 50,- NOK abgeknöpft und war zufrieden. Immerhin kann man noch mit Cash bezahlen, bin mal gespannt, wann sie das einstellen. Allerdings kostet so ein „Echtgelt-Ticket“ auch mehr als ein Elektronisches, das hatte ich mal wo gelesen.

In den kürzlich neu angeschafften Bussen hat es jetzt auf allen Sitzplätzen Sicherheitsgurte, ich habe aber keinen gesehen der ihn angelegt hatte. Was mir erst später aufgefallen war, waren kleine Buchsen an fast allen Plätzen leicht blau beleuchtet, es waren USB-Lademöglichkeiten. Was es nicht alles gibt.

Das BlåRock liegt direkt an einer Bushaltestelle, sehr praktisch. Es war ziemlich wenig los. Habe meine Sachen an einem freien Platz abgelegt und bin zur Bar, um meine Bestellung aufzugeben. Ein „Mack Nordlys“ und einen „Elvis Burger“, machte zusammen 248,- NOK. Die (junge) Bedienung an der Bar hatte sich mit einer anderen Frau an der Bar unterhalten. Und jetzt zückt der fiese Deutsche einen 500 NOK Schein aus der Tasche und die Barfrau sagt etwas zur anderen Frau, verstanden habe ich es nicht. Aber die Antwort habe ich sehr wohl verstanden, sie lautete „252“. Hat man da noch Töne. Es wäre vermessen zu sagen ich wäre ein großer Kopfrechenkünstler, aber das hätte ich wohl doch gerade noch hin bekommen.

Sorry, aber die Empfehlung, dass man auch im BlåRock ganz gut essen könnte, war ein kompletter Fehlschlag. Der Burger war recht übersichtlich und komplett ohne Beilage, außer einem kleinen Schälchen mit einer Sauce. Da ist mir der EGON doch lieber. Dazu kam, dass es im ersten Stock recht frisch war, nicht sehr einladend. Habe mein Bierchen getrunken und bin von dannen gezogen, weiter ins „Solid“, da gab es zwar kein Mack Nordlys, aber dafür ein auch sehr schmackhaftes dunkles „Haakon“.

Endlich Zeit den Bericht von gestern zu schreiben.

Auf dem Weg zum „Solid“ bin ich an einem Gebäude vorbei gekommen, dass ich so, in dem Zustand, noch nicht wahrgenommen hatte, ich glaube es war früher lange Zeit Baustelle. Nun konnte man von der Fußgängerzonenseite aus in ein Restaurant blicken. Nach dem mageren Burger im BlåRock war ich kurz am Überlegen ob ich noch eine Kleinigkeit nehmen soll, aber nein. In dem Gebäude befindet sich noch ein Café und was weiß ich noch alles, in der Mitte geht ein Fahrstuhl quasi bis in den Himmel, naja, vllt. 4 oder 5 Stockwerke. Ich habe mir jetzt nicht gemerkt wie das Restaurant hieß, aber das lässt sich ja herausfinden, es sah zumindest sehr einladend aus.

Am Nachbartisch im „Solid“ sitzt ein Haufen Hühner, sorry, anders lässt sich das wirklich nicht sagen, die aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommen. Was haben die denn geraucht. <g>

Mit dem Bus gegen 22:33 Uhr zurück ins Hotel, die Haltestelle liegt in Sichtweite der Touristeninfo am Hafen. Am Kai lag ein Kreuzfahrtschiff, das erklärte evtl. auch, dass im „Solid“ eine Gruppe Franzosen eingekehrt war. Ich hatte mich schon gefragt wo die wohl herkommen sollten, denn das Hurtigruten Schiff das Mittags anlegt war längst schon wieder weg und das andere kommt erst kurz vor Mitternacht.

Tja, wie sieht es eigentlich nordlichtmäßig so aus, immerhin hatte ich ja auf der Fahrt nach Tromsø schon bemerkt, dass es bei diesem wolkenlosen Himmel beste Bedingungen für Nordlichter hätte. Ab von der Haltestelle aus war absolut nichts zu sehen. Als ich am Hotel war, wo man eine bessere Sicht auf den Himmel hat, ebenfalls nichts. Hmm, genauerer Blick, konzentriert, nein, da ist nix, zefix.

Das Umpacken der ganzen Klamotten habe ich mir gespart, das hat auch noch morgen früh Zeit, mein Flieger geht erst kurz nach Mittag. Zwischendurch noch mal das Nordlicht geprüft, aber da war nix. Ende für heute. Ein genialer Tag.

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Mi 29.01.2020 Storjord i Tysfjord – Bognes – Skarberget – Tromsø‚ ‚Sydspissen Hotel‘ – 5 Std. 21 Min. (326 km) Karte über Fähre Bognes – Skarberget

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29.01.2020 08:49 | Höhe: 42,71 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Storjord I Tysfjord | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Sommarset | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Am frühen Morgen aus dem Hotelzimmer. Es verspricht ein schöner Tag zu werden.

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29.01.2020 09:07 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Das letzte Fahrzeug in der Schlange links bin ich.

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29.01.2020 09:18 | Höhe: 37,42 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Storjord I Tysfjord | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Stranda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf der Überfahrt von Bognes nach Skarberget

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29.01.2020 09:18 | Höhe: 36,77 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Storjord I Tysfjord | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Stranda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Beide Fähren fahren quasi gleichzeitig los, die andere Fähre fährt zu den Lofoten, nach Lødingen

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29.01.2020 09:25 | Höhe: 33,68 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Storjord I Tysfjord | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Stranda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf der Überfahrt von Bognes nach Skarberget

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29.01.2020 09:27 | Höhe: 33,68 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Storjord I Tysfjord | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Stranda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf der Überfahrt von Bognes nach Skarberget

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29.01.2020 09:30 | Höhe: 32,02 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Skarberget | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf der Überfahrt von Bognes nach Skarberget

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29.01.2020 09:37 | Höhe: 29,99 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Skarberget | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf der Überfahrt von Bognes nach Skarberget

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29.01.2020 09:49 | Höhe: 41,2 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Láttaš | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Bereits wieder von der Fähre runter

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29.01.2020 09:49 | Höhe: 40,99 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Láttaš | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Bereits wieder von der Fähre runter

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29.01.2020 09:49 | Höhe: 40,74 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Láttaš | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Bereits wieder von der Fähre runter

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29.01.2020 09:50 | Höhe: 40,49 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Láttaš | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Die Lofoten zum Greifen nahe

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29.01.2020 09:59 | Höhe: 280,62 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Ulbegiedde | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf einer kleinen Anhöhe

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29.01.2020 09:59 | Höhe: 280,37 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Ulbegiedde | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf einer kleinen Anhöhe

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29.01.2020 10:18 | Höhe: 48,11 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Doaresgáddi | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Und weiter geht es

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29.01.2020 10:18 | Höhe: 47,54 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Doaresgáddi | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Und weiter geht es

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29.01.2020 10:18 | Höhe: 47,28 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Doaresgáddi | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Und weiter geht es

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29.01.2020 10:59 | Höhe: 38,26 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ballangen | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Råna | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Auf dem Weg nach Narvik, entlang des Ofotfjords

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29.01.2020 11:17 | Höhe: 31,92 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ankenes | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Skjomnes | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Skjombrua, også omtalt som Skjomen bru og tidligere også som Trongskjombrua, er ei hengebru i stål som krysser fjorden Skjomen ca. 20 km sør for Narvik i Nordland. Brua er 711 meter lang, med største spenn på 525 meter og seilingshøyde 35 meter.

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29.01.2020 11:18 | Höhe: 31,81 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ankenes | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Skjomnes | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Skjombrua

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29.01.2020 11:28 | Höhe: 29,75 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ankenes | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Skjomnes | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Was haben wir denn hier. Leider habe ich nicht den leisesten Schimmer, um was für Tiere es sich genau handelt.

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29.01.2020 11:29 | Höhe: 29,81 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Ankenes | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Skjomnes | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Was haben wir denn hier. Leider habe ich nicht den leisesten Schimmer, um was für Tiere es sich genau handelt.

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29.01.2020 11:43 | Höhe: 31,55 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Nyborg | Storjord i Tysfjord – Tromsø | „Bulk Denmark“

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29.01.2020 11:44 | Höhe: 31,61 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Nyborg | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Fagernestoppen (1007 m), der Hausberg von Narvik

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29.01.2020 11:45 | Höhe: 31,65 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Nyborg | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Blick über den Hafen auf Narvik mit Bergen im Hintergrund

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29.01.2020 12:05 | Höhe: 76,56 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Finnbekken | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Narvik stasjon, der Bahnhof von Narvik. Endstation der Eisenbahnstrecke von Kiruna.

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29.01.2020 12:06 | Höhe: 76,41 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Finnbekken | Storjord i Tysfjord – Tromsø | „Bifrost“ – LKAB Narvik Damplokomotiv Bifrost nr. 5 – 1882 von Nydquist & Holm (NOHAB) in Trollhättan mit Fabr.-Nr. 161 gebaut.

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29.01.2020 12:07 | Höhe: 76,36 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Finnbekken | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Blick von oberhalb des Bahnhofs über den Fjord in Richtung Norden

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29.01.2020 12:29 | Höhe: 59,82 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Spaziergang über die Hålogalandsbrua

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29.01.2020 12:31 | Höhe: 60,47 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Spaziergang über die Hålogalandsbrua

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29.01.2020 12:31 | Höhe: 60,52 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Die Pisten in Narvik werden beschneit

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29.01.2020 12:34 | Höhe: 61,05 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Narvik

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29.01.2020 12:39 | Höhe: 62,46 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Spaziergang über die Hålogalandsbrua

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29.01.2020 12:39 | Höhe: 62,55 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Spaziergang über die Hålogalandsbrua

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29.01.2020 12:41 | Höhe: 62,89 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Schiffe warten vor dem Hafen von Narvik

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29.01.2020 12:45 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:00:53.280 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Schiffe warten vor dem Hafen von Narvik

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29.01.2020 12:46 | Höhe: 64,29 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Verankerungen an der Brücke

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29.01.2020 13:04 | Höhe: 68,79 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Narvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Laukvik | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Der Weg führt direkt auf die Brücke

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29.01.2020 13:40 | Höhe: 301,36 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bjerkvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Gratangen | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Am „Storvatnet“

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29.01.2020 13:40 | Höhe: 301,41 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bjerkvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Gratangen | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Am „Storvatnet“

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29.01.2020 13:41 | Höhe: 301,55 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Bjerkvik | Bundesland: Nordland | Ortsdetail: Gratangen | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Am „Storvatnet“

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29.01.2020 13:55 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Weiter nach Tromsø

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29.01.2020 13:55 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Weiter nach Tromsø

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29.01.2020 13:55 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Weiter nach Tromsø

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29.01.2020 13:58 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:16:13.440 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Weiter nach Tromsø

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29.01.2020 15:30 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:03:17.280 | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Langsam dämmert es

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29.01.2020 15:40 | Höhe: 118,6 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Rakeljorda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Kurz vor Nordkjosbotn, das rechts am Fjordende des Balsfjord liegt

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29.01.2020 15:41 | Höhe: 118,16 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Rakeljorda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Links die rausragende Bergspitze im Hintergrund hängt groß bei mir im Büro <g>

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29.01.2020 15:41 | Höhe: 117,99 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Rakeljorda | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Kurz vor Nordkjosbotn, am Balsfjord

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29.01.2020 15:59 | Höhe: 108,24 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Indre Slettmo | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Nach Nordkjosbotn, weiter auf der [E8]

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29.01.2020 16:00 | Höhe: 108,38 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Indre Slettmo | Storjord i Tysfjord – Tromsø | Nach Nordkjosbotn, weiter auf der [E8]

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Do 30.01.2020 Tromsø – Longyearbyen ‚Radisson Blu Polar Hotel‘ – 1 Std. 40 Min. (ca. 1.026 km [Flug]) – Karte / Karte

„Funk in da house“
Routine beim Aufbruch zum Flughafen. Fast. Auch hier wieder erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Busfahrer. Ich sagte, ich wolle zum Flughafen. Er murmelte etwas unverständliches, bis ich dann verstand, dass er ja gar nicht bis zum Flughafen fährt und ich unterwegs umsteigen muss. Das war mir natürlich klar. Er meinte dann, das kostet 50,- NOK. <zähneknirsch> Im Bus von Giæverbukta zum Flughafen musste ich dann noch mal 50,- NOK blechen. Ca. 10,- EUR zusammen, das ist ganz schön happig. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich früher schon mit einer Fahrkarte, und zwar deutlich billiger, die beiden Streckenabschnitte bewältigen konnte. Aber soll ich mich jetzt da mit den Busfahrern anlegen, bringt ja nix. Einchecken am Flughafen ging flott, bei der Security muss man nun mit der Bordkarte zur eigentlichen Sicherheitsüberprüfung durch einen Automaten durch. Wieder Personal eingespart. Arbeitet da in 10 Jahren überhaupt noch einer?

Im Gate war ich unter den Ersten, es war noch gähnend leer, was sich aber ruckzuck änderte. Wie auch in den Jahren davor herrschte bald ein großes Hallo, viele Leute scheinen sich schon dort für den PolarJazz zu treffen. Zum Glück bin ich an der hinteren Treppe am Flieger eingestiegen, mich deuchte der Sitzplatz 30E könnte doch eher im letzten Drittel liegen, es war die drittletzte Reihe. Der Mittelplatz ist undankbar, eingequetscht wie eine Sardine kommt man sich da vor. Der Sitznachbar am Fenster tat so als ob er lesen würde, schlief aber noch vor dem Start ein.

Beim Einchecken im „Radisson Blu Polar Hotel“ meinte der Rezeptionist, „Oh, ein Upgrade von den 'Coal Miners’ Cabins'“. Ja, so ist das. Die Einweisung was man wann wo alles im Hotel machen kann dauerte eine halbe Ewigkeit. Wie ich schon vorher auf der Homepage des Hotels gesehen hatte, hat sich eine Menge verändert. Dort wo 2015 noch die PolarJazz Abende begannen ist jetzt ein Restaurant bzw. der Frühstücksraum. Selbst die „Barentz Pub & Spiseri“ wurde umgebaut. Die neue Außenterrasse ist jetzt zu der Jahreszeit nicht so spannend.

Das Zimmer ist natürlich kein Vergleich zu denen in den „Coal Miners’ Cabins'“, was kein Wunder ist, kostet es hier im „Radisson Blu Polar Hotel“ auch ungefähr doppelt so viel.

Was das „Vorspiel“ bringen würde, ich hatte keine Ahnung. Bis zuletzt war auf der Homepage auch nichts zu lesen. Kurz vor Konzertbeginn traf ich im Kulturhuset ein, im Foyer war nicht all zuviel los, aber im Saal hatten doch schon jede Menge Leute Platz genommen. Wie jemand treffend feststellte, „dette er en sitteplats konsert“, ja, das ist ein Sitzplatz-Konzert. Das Publikum war etwas gesetzteren Alters. Ganz pünktlich ging es nicht los. Festivalchef Lasse S. Hansen sprach ein paar einleitende Worte, was ich verstanden hatte war, dass es nicht einfach war, das Festival wieder auf die Beine zu stellen. Und er an dieser Stelle einer ganz bestimmten Person dankte, ein jüngerer Mann, der auch im Publikum saß.

Was dann folgte war ein Ritt durch vielfältige Musikgenre, involviert waren viele Leute, darunter ein 17-köpfiger Frauenchor, aber auch Solisten. Geboten wurde, was ich mal als norwegisches Liedgut bezeichnen würde, der Vortrag eines Gedichts, begleitet von einem zurückhaltenden Klavier. Der ortsansässige „Store Norske Mandskor“ brachte erst etwas was ich als Bergmannslied bezeichnen würde und dann ging voll die Post ab, es rockte und fetzte, cool.

Ein junges Mädchen sang ein Stück auf Englisch, da blieb einem die Spucke weg, was für eine Stimme und mit einer Coolness und Leichtigkeit vorgetragen, wie wenn sie ihr Leben lang nichts anderen gemacht hätte. Das wurde auch mit tosendem Applaus bedacht. Ein weiteres Highlight war Prince' „Puple Rain“, das Guitarrensolo war göttlich, Szenenapplaus. Und eine andere junge Frau fing an zu singen, da klappte einem einfach nur die Kinnlade runter. Ein Stück von Aretha Franklin („Respect Yourself“), sie sang das mit einer Inbrunst, toll. Leider versagte plötzlich ihr Mikro, sie sang aber unbeirrt weiter. Das neue Mikro gab auch den Geist auf. Das Publikum war komplett aus dem Häuschen. Es rief „ennå“, was ich mal als „Zugabe“ interpretierte. Auch nach der Zugabe tosender Applaus, wohl verdient! Note für das heutige Konzert 10/10.

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Do 30.01.2020 Tromsø – Longyearbyen‚ ‚Radisson Blu Polar Hotel‘ – 1 Std. 40 Min. (ca. 1.026 km [Flug]) – Karte / Karte

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30.01.2020 10:28 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:28 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:29 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:29 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:29 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:30 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:32 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 10:35 | Höhe: 149,98 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjorvik | Tromsø – Longyearbyen | Am Tromsø lufthavn Langnes

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30.01.2020 17:27 | Höhe: 62,57 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Die Aussichten auf Polarlichter sind gar nicht so schlecht, aber gesehen habe ich keine.

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30.01.2020 17:28 | Höhe: 64,28 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Gut 100,- € für ein Dinner mit Weinen im Huset.

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30.01.2020 17:28 | Höhe: 64,75 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Die Temperatur gerade noch OK, wärmer dürfte es nicht mehr werden

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30.01.2020 17:31 | Höhe: 57,38 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Einkaufszentrum“ („Lompensenteret“) in Longyearbyen. Das „Fruene“ ist renoviert worden, es kann nun nur noch von innen betreten werden.

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30.01.2020 17:32 | Höhe: 59,92 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Einkaufszentrum“ („Lompensenteret“) in Longyearbyen. Das „Fruene“ ist renoviert worden, es kann nun nur noch von innen betreten werden.

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30.01.2020 17:32 | Derweil in Trondheim | Krass. zur selben Zeit hat es in Trondheim leichte Polarlichter am Himmel

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30.01.2020 17:22 | Derweil in Trondheim | Krass. zur selben Zeit hat es in Trondheim leichte Polarlichter am Himmel

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30.01.2020 16:42 | Derweil in Trondheim | Krass. zur selben Zeit hat es in Trondheim leichte Polarlichter am Himmel

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30.01.2020 17:36 | Höhe: 52,39 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Der Skilift ist vom Ortsrand ins Zentrum umgezogen

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30.01.2020 17:39 | Höhe: 48,72 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Tromsø – Longyearbyen | Der Eingang vom „Radisson Blu Polar Hotel“, links das „Schuhzimmer“ und rechts der „Barentz Gastropub“

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30.01.2020 19:53 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das einzige Konzert heute Abend, das „Vorspiel“. In der vordersten Reihe stehen Tische mit Stühlen, dahinter sind Stuhlreihen.

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30.01.2020 21:52 | Höhe: 55,53 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 21:54 | Höhe: 59,7 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 21:54 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:00:59.520 | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 21:56 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:01:23.520 | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 21:58 | Höhe: 76,05 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 22:05 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:01:31.680 | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 22:09 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:00:47.520 | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 22:28 | Höhe: 81,62 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 22:36 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:01:52.800 | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“

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30.01.2020 22:51 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Tromsø – Longyearbyen | Das „Vorspiel“
MarkusD
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Fr, 13. Mär 2020, 23:37

Fr 31.01.2020 Longyearbyen ‚Radisson Blu Polar Hotel

„Gelungener Start“
Heute steht die „Tur til isgrotta på Longyearbreen“ („Ice cave tour with snowcat“) auf dem Programm, zwischen 09:00 und 12:00 Uhr.

Hatte ich schon geschrieben, dass die Tour zur Eisgrotte ausfällt? Per Mail hatte ich davon erfahren. Der Grund, nein, der Höhleneingang ist nicht eingestürzt, sondern es liegt zu wenig Schnee auf dem Weg zur Grotte, so dass die Schneeraupen nicht fahren können. Ja zefix aber auch. Eine Alternative soll sein, eine andere Tour zu buchen, die zu Fuß zur Grotte führt. Da mir immer noch nicht klar ist, wo die Grotte eigentlich liegt war mir das zu heikel. Also heute dann doch eine Runde durch die Stadt.

Was für Möglichkeiten hier dem Shopping-Wahn anheim zu verfallen. T-Shirt, Pullover, Kühlschrank-Magnet, super warme Hausschuhe (aus Seehundfell, ist das jetzt ein Frevel?), Rucksack (*), extra warme „lue“ (Mütze). Da rollt der Rubel. Mir graut davor das ganze Zeug in den Flieger zu bugsieren.

(*) Morgen soll es ja mit dem E-Scooter auf Tour gehen und mit meiner „komischen“ offenen Tasche aus Schweizer Armeebeständen wäre das evtl. ungünstig.

Bugge Wesseltoft in der Svalbard Kirke, solo. Was wird dabei wohl heraus kommen? Ein paar CDs die ich mir mal von ihm gekauft hatte waren durchaus, „schwierig“. Problemplatten sozusagen, einfach zu sphärisch. Die ersten beiden Lieder gingen etwas in diese Richtung. Was dann folgte war aber umgänglicher. Bei einem Stück setzte er auch Elektronik ein, da bebte durchaus das Gotteshaus. Der Prest (Pastor) ist übrigens eine Sie. Am Abend vorher saß sie im Publikum in unmittelbarer Nähe. Ihr Mann, so zumindest meine Vermutung, war der Sänger der unter anderem Prince' „Purple Rain“ zum Besten gab. Das Publikum war allgemein begeistert von der Vorstellung, ich auch. 10/10 Punkte.

Das Konzert von „The September When“ fängt ja erst um 21 Uhr an, irgendwie plöd, denn das Konzert mit „Stein Stokke & The Engine“ in der Svalbar startet um 22 Uhr. Nicht das ich letzteres Konzert besuchen wollte, aber eigentlich ist das doch eine Fehlplanung.

„The September When“ war ein voller Erfolg, anders kann man es nicht sagen. Zunächst war es in der Halle noch gähnend leer, so leer wie ich es vor einem Konzert noch nie gesehen habe. Aber als es los ging war es gut gefüllt. Die Musik würde ich auch mal als rockiger Pop bezeichnen, zum Glück keine gekünstelten Balladen oder so ein Schnick-Schnack dabei. Gegen Ende wurde richtig Gas gegeben und das Publikum war richtig aus dem Häuschen. Nach ein paar Zugaben war dann Schluss. Noch ein Absacker-Bier in „Barentz Pub & Spiseri“, dieses Mal ein Spitzbergen Dark Season, natürlich auch von der lokalen Brauerei. Sehr lecker.

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Fr 31.01.2020 Longyearbyen‚ ‚ Radisson Blu Polar Hotel

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31.01.2020 10:24 | Höhe: 154,22 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Nybyen | Longyearbyen | Blick von Nybyen auf Longyearbyen

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31.01.2020 10:30 | Höhe: 154,52 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Nybyen | Longyearbyen | Es liegt sehr wenig Schnee, sozusagen „Gone with the wind“, vom Winde verweht. Weil, es war recht kalt und da ist der sehr feine Schnee einfach weggeweht worden.

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31.01.2020 10:45 | Höhe: 117 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Nybyen | Longyearbyen | Am Weg 106, zwischen Nybyen und Huset mit Blick auf den Hauptort

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31.01.2020 11:04 | Höhe: 136,55 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Nybyen | Longyearbyen | Das Huset, im Hintergrund das Zentrum von Longyearbyen

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31.01.2020 11:16 | Höhe: 93,3 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Nybyen | Longyearbyen | Es liegt sehr wenig Schnee, sozusagen „Gone with the wind“, vom Winde verweht. Weil, es war recht kalt und da ist der sehr feine Schnee einfach weggeweht worden.

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31.01.2020 11:23 | Höhe: 86,52 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Nybyen | Longyearbyen | Links Nybyen, rechts das Huset

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31.01.2020 11:45 | Höhe: 70,93 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | Ganz links im Bild sieht man noch einen Teil des Kulturhuset mit den markanten horizontalen Elementen. Vor den in der Bildmitte verlaufenden alten Pfosten der Kohleseilbahn sieht man den neu eingerichteten Skilift. Rechts am Hang die Verbauungen, gegen Lawinen.

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31.01.2020 12:11 | Höhe: 32,12 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Ein Rentier streift umher

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31.01.2020 16:54 | Höhe: 72,64 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | Bugge Wesseltoft in der Svalbard Kirke, solo

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31.01.2020 20:49 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | Sehr leer, aber es ist ja auch noch vor der Zeit, um 21 Uhr soll es losgehen.

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31.01.2020 21:29 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „The September When“

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Sa 01.02.2020 Longyearbyen ‚Radisson Blu Polar Hotel

„Rückkehr nicht ausgeschlossen“
Das Frühstück habe ich heute nicht allzu üppig ausfallen lassen, speziell bei den Flüssigkeiten habe ich mich eher etwas zurück genommen. Auf der späteren „Villmarksafari med elektrisk snøscooter“ („Wilderness safari with electric snowmobile“ gibt es vermutlich keine gute Gelegenheit etwas zu erledigen. Kurz vor 9 Uhr hatte ich mich vor das Hotel gestellt, es standen schon einige andere Leute dort, wie sich dann aber schnell herausstellte wollten die alle zur Hundeschlitten-Tour. Das Abholfahrzeug für mich kam etwas nach 9 Uhr, eine junge Frau stieg aus und begrüßte mich gleich mit Namen. Ja, da gäbe es ein Problem. Die elektrisk snøscooter stehen nicht zur Verfügung, es gibt technische Probleme mit den Akkus. Option a) ich storniere die Fahrt und bekomme mein Geld zurück oder Option b) ich nehme Teil und die Fahrt findet mit einem herkömmlichen Benzinfahrzeug statt, die Differenz wird erstattet. Auch wenn ich ja ausgerechnet nicht diese stinkenden lauten Teile verwendet wollte, habe ich dann doch zugesagt.

Im Abholfahrzeug saßen nur noch weitere 3 Personen, ein norwegisches Paar und ein Eidgenosse, wie sich heraus stellte. Und zwar aus der deutschsprachigen Schweiz. Zunächst wurde die Ausrüstung verteilt, jeder Teilnehmer bekommt Schuhe, eine Balaklava (Balaclava), also eine Sturmhaube, einen Helm und einen warmen Anzug. Da hätte ich mir eigentlich einen Teil meiner eigenen Ausrüstung sparen können. Der Raum in dem wir die Sachen ausgehändigt bekommen haben war sehr warm, schon beim Anprobieren gerät man leicht ins Schwitzen. Dann gab es noch eine kurze Einweisung über das Verhalten in der freien Natur und natürlich wie der Scooter funktioniert. Erstaunlich einfach, man muss nur Gas geben, die Bremse braucht man eher selten, denn sofort wenn man das Gas weg nimmt verlangsamt sich die Fahrt rasch.

Also dann nach draußen und aufsitzen. Amelie, so der Name der jungen „Expeditionsleiterin“, aus Frankreich stammend, fuhr vorneweg. Alexander, der Schweizer hinterher, dann folgte ich und als letztes Fahrzeug schon die Norweger, er fuhr, sie als Sozius. Also eine sehr kleine Gruppe. Wenn man um die Ecke will, was man auf dem Gelände wo die ganzen Scooter stehen, ein paar Mal machen muss, dann benötigt es schon etwas Kraft, aber sonst fuhren wir ja quasi nur geradeaus. Während der Einweisung sagte Amelie noch, dass wir so mit ca. 30km/h fahren werden, vllt. auch mal 40km/h. Es dauerte nicht lange da hatten wir auch kurzzeitig um die 50 Sachen drauf.

Wir waren noch nicht lange gefahren, da fielen die Norweger zurück, wir hielten an, aber dann kamen sie zügig nach. Was genau los war hatte ich nicht genau verstanden. Der Norweger war übrigens der Einzige mit Scooter-Erfahrung.

Erster Haltepunkt war der alte Flughafen, es gab ein paar Erläuterungen zu den historischen Fakten zu denen ja im zweiten Weltkrieg die Deutschen unrühmlich beigetragen hatten. Eine andere Begebenheit wusste ich allerdings noch nicht, nämlich dass ein Flugzeug mit russischen Bergbauarbeitern an einem Berg zerschellte und dabei alle umkamen. Das war der Grund dafür die russische Siedlung Pyramiden aufzugeben. Allerdings haben damals auch erstmals nach dem zweiten Weltkrieg die Russen und Norweger zusammen gearbeitet um das Unglück aufzuarbeiten.

Da wir sehr flott unterwegs waren konnten wir weiter fahren als normal üblich. Also wieder aufsitzen und weiter geht es in das Adventdalen hin. Der Name kommt übrigens von Adventure Bay, also Abenteuerbucht, dass die Norweger der leichten Aussprache wegen umbenannt hatten. Wir hielten dann nach einer ganzen Weile wieder an. Neben uns lag ein ungewöhnlicher kleiner Hügel, bestehend aus Geröll und auch aus purem Schnee und Eis. Bei der Frage von Amelie was das wohl sein könnte konnte ich natürlich mit meinem Wissen von der letztjährigen Tour antworten, ein Pingo. Dieses Exemplar hier war deutlich mächtiger, man hätte es so ohne weiteres nicht besteigen können, so steil ging es bergauf. Dann gab es noch das leckere süße und heiße Getränk auf Basis von Solbær zu trinken, lecker.

Mittlerweile war es auch etwas heller geworden, Uhrzeit dürfte so nach 11 Uhr gewesen sein. Aber es war trüb und etwas windig, Temperatur aber noch im einstelligen Minusbereich. Nach dem Aufenthalt ging es dann wieder zurück, die gleiche Strecke. Es dauerte nicht lange da kamen die ersten anderen Scootergruppen entgegen, mit deutlich mehr Fahrzeugen. Ein Hundeschlitten kam uns entgegen, den umfuhren wir etwas weiträumiger. Plötzlich hält der Tross noch mal an, rechterhand ist eine kleine Gruppe von Rentieren. Sie sucht stoisch nach Flechten oder was sie sonst so fressen.

Die Tiere hier auf Spitzbergen sind kleiner, kompakter, haben kürzere Beine, als die Verwandten auf dem Festland. Die Beine können sie temperaturtechnisch so runterfahren, dass das Blut nur noch knapp 0 Grad hat.

Dann weiter. Es kommen immer mehr Scootergruppen entgegen. Wir hatten also eine gute Nase eine so frühe Tour zu nehmen, was quasi freie Bahn bedeutete. Als wir schon fast wieder am Ziel/Ausgangspunkt angekommen waren, fuhr gerade eine große Gruppe vorbei, die wir passieren lassen mussten, weil es sonst für zwei Reihen zu eng geworden wäre. Die Fahrzeuge fuhren im Schneckentempo vorbei, stotternd, das erste was ich dachte, war genau das, was Alexander zu mir sagte, als wir unsere Fahrzeuge geparkte hatten. „Was hatten wir doch für ein Glück mit so einer kleinen Gruppe unterwegs gewesen zu sein, die so viel schnittiger vorwärts kam.“

Dann wurden wir wieder zu den Unterkünften gebracht. Zeit sich noch in Ruhe umzuziehen und in den Kroa zu laufen. Dort dann ab 13 Uhr „Hot Club de Norvège“. Ich hatte mir keinen Sitzplatz reserviert, bekam aber trotzdem noch ein Plätzchen, wo ich eine Suppe löffeln konnte. Die Musik war dann einfach grandios, mehr oder weniger die einzige Jazzmusik des Festivals. Alexander hatte ich dann dort noch gegen Ende getroffen, er hatte auch noch das Konzert im Gruvelaget gebucht. Ich ging noch mal ins Hotel zurück. – Kurze Auszeit – In der „Barentz Pub & Spiseri“ ein sehr leckeres Essen eingenommen. Dort war ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr, ist aber auch nach der kleinen Renovierung immer noch eine nette Location.

Dann noch ein kurzer Schnack mit Tyskland, mit der Person die eigentlich hätte da sein sollen. <g> Aber ich verstehe schon, so eine Reise ans Ende der Welt ist nicht so einfach, selbst wenn man komplett mit dem Flieger an und abreist ist man eine Woche unterwegs. Das ist nicht family-kompatibel. Aber die Kids werden ja größer und flügge, wer weiß. Svalbard ist auf jeden Fall einer der speziellsten Orte des Planeten, wie ich finde.

Gegen 20 Uhr Aufbruch zum Konzert, dabei keine Eile, die beginnen nie pünktlich. So war es auch, der Zuschauerraum erst spärlich gefüllt. Zuerst spielten „Oslo Ess“. „Helvete“ (Hölle), was ein Getöse. Musikstil geschrammelte Heavy-Metal Musik. Eigentlich jedes Lied irgendwie ähnlich und lauter als das andere. Ich will nicht wirklich sagen, dass es mir nicht gefallen hat, aber 5-6 Lieder hätten mir auch gereicht. Aber das Publikum war absolut und unbedingt aus dem Häuschen. Es folgten so viele Zugaben wie glaube ich noch bei keinem Konzert das ich erlebt habe. Dann die obligatorische Umbaupause. Ich war sehr gespannt auf „Harald Tusberg Jr. & Bugge Wesseltoft med Ronni Le Tekrø“. Hmm, was soll ich sagen, das war irgendwie etwas „creepy“ (gruselich). Der Sänger war ein mehr als schräger Vogel, es fehlten einige Zähne, aber vor allen Dingen schien mir der Typ entweder stoned/bekifft oder er hatte einen in der Krone. Ich beobachtete Bugge zwischendurch immer mal wieder und er schien mir den Eindruck zu machen etwas angesäuert zu sein. Beim Bassisten hatte ich die Befürchtung, dass er jeden Moment einschläft oder sonst wie wegdämmert. Aber es wurde doch von Einigen aus dem Publikum eine Zugabe gefordert die auch gegeben wurde. Und da muss ich sagen, dass war das beste Stück, die „Zahnlücke“ war nicht so involviert und fiel daher nicht so negativ auf.

Der Plan war ja sich noch „AWESOMESAUCE“ im Huset anzuhören, aber mir qualmten die Füße vom vielen Stehen, dann doch lieber zurück und sich noch in der „Barentz Pub & Spiseri“ ein oder vielleicht zwei Svalbard Bryggeri Bierchen zu gönnen, die letzten für diese Saison. Hölle, der eigentliche Trip ist schon wieder vorbei, ab jetzt folgt „nur“ noch die Rückreise. Ja, klar, die wird auch noch spannend. Es soll ein paar Abweichungen vom Inlandsvägen geben, hoffentlich klappt die Fahrt über Glöte dieses Mal.

Es ist jetzt kurz nach ein Uhr, das Publikum im „Barentz Pub & Spiseri“ hat sich schwer gelichtet. Es sitzt nur noch eine kleine Gruppe Dänen da, und ich könnte mir vorstellen, gegen die ziehe ich den Kürzeren. Ich aktualisiere jetzt noch kurz die Homepage und dann ist Schluss.

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Sa 01.02.2020 Longyearbyen‚ ‚ Radisson Blu Polar Hotel

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01.02.2020 10:37 | Höhe: 94,38 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | „Villmarksafari med elektrisk snøscooter“, soll heißen, wir fuhren mit normalen Benzin betriebenen Scootern. Die Akkus machten wohl Probleme und die Geräte standen somit nicht zur Verfügung.

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01.02.2020 10:38 | Höhe: 94,38 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Im Bildhintergrund sieht man einen Pingo. Ein Pingo (Plural: Pingos; Inuktitut für Hügel, schwangere Frau) ist ein im Permafrost entstandener Erdhügel.

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01.02.2020 10:38 | Höhe: 94,39 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Ein Pingo. Ein Pingo (Plural: Pingos; Inuktitut für Hügel, schwangere Frau) ist ein im Permafrost entstandener Erdhügel.

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01.02.2020 10:39 | Höhe: 94,41 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letztlich sieht es hier auch nicht viel anders aus als in Longyearbyen, aber es war trotzdem interessant, die Siedlung mal zu verlassen.

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01.02.2020 10:47 | Höhe: 94,96 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Links die „Expeditionsleiterin“ Amelie und die anderen drei Teilnehmer der Tour

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01.02.2020 10:47 | Höhe: 94,94 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letztlich sieht es hier auch nicht viel anders aus als in Longyearbyen, aber es war trotzdem interessant, die Siedlung mal zu verlassen.

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01.02.2020 10:47 | Höhe: 94,93 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letztlich sieht es hier auch nicht viel anders aus als in Longyearbyen, aber es war trotzdem interessant, die Siedlung mal zu verlassen.

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01.02.2020 11:20 | Höhe: 33,39 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Schon wieder auf der Rückfahrt. Eine kleine Gruppe von Rentieren.

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01.02.2020 11:21 | Höhe: 33,41 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Schon wieder auf der Rückfahrt. Eine kleine Gruppe von Rentieren.

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01.02.2020 11:23 | Höhe: 33,4 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | In der Mitte sieht man die Gebäude einer alten Grube

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01.02.2020 13:22 | Höhe: 6 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Hot Club de Norvège“ im „Kroa“

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01.02.2020 13:50 | Höhe: 6 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Hot Club de Norvège“ im „Kroa“

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01.02.2020 13:50 | Höhe: 6 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Hot Club de Norvège“ im „Kroa“

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01.02.2020 20:54 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Oslo Ess“

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01.02.2020 20:56 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Oslo Ess“

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01.02.2020 22:23 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Harald Tusberg Jr. & Bugge Wesseltoft med Ronni Le Tekrø“

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01.02.2020 22:50 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Harald Tusberg Jr. & Bugge Wesseltoft med Ronni Le Tekrø“

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01.02.2020 23:22 | Höhe: 1 Meter | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Haugen | Longyearbyen | „Harald Tusberg Jr. & Bugge Wesseltoft med Ronni Le Tekrø“

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So 02.02.2020 Longyearbyen – Tromsø‚ ‚Sydspissen Hotel‘ – 1 Std. 35 Min. (ca. 1.026 km [Flug])

„Ja, det var fint på Svalbard (Ja, schön war es, auf Spitzbergen)“
Ausgiebiges Frühstück, die Auswahl ist sehr umfangreich, es mangelt nichts. Dann noch mal die dicken Klamotten angeworfen und eine kleine Runde gedreht. Es wurde ja in letzter Zeit viel neuer Wohnraum geschaffen. Sonntag früh, es ist noch ziemlich ruhig, außer im nahe gelegenen Dogyard ist ab und zu die Hölle los. Die Zeit rast, schon nach halb elf, Rückmarsch zum Hotel. Wie jetzt den ganzen gekauften fülligen Kram verstauen, die Reisetasche war ja vorher schon gut gefüllt, zumindest die dicken Schuhe muss ich anziehen, das schafft minimal etwas Raum. Gut, dass ich den neuen Rucksack habe, das passt was rein.

Nachdem Auschecken platze ich mich in die Lobby, schaue mir die Bilder von Johannes Anderson auf Flickr an, die Bilder von gestern fehlen noch. Langsam wird es Zeit sich vor die Tür zu begeben, der Bus zum Flughafen trifft bald ein. Komisch, dass er schon vor der Zeit da steht. Früher war es so, dass er die Tour in Nybyen startete und das Radisson die vorletzte Abholstation war. Nun also eine etwas andere Runde. Bis zur Funken Lodge fuhr er gar nicht, geschweige denn bis nach Nybyen.

Am Flughafen Longyear muss man sich jetzt auch selbst einchecken. Meinen Sitz hatte ich gestern schon ausgewählt, es standen fast noch 1/3 der Plätze zur freien Auswahl, sogar ein Fensterplatz an den Flügeln, den habe ich genommen, da hat man deutlich mehr Platz für seine „Hölzer“. Nach und nach füllt sich das Gate, auch einige Musiker sind darunter, ein paar der Jungs von Oslo Ess blödeln herum und hämmern wie wild auf den Negativ-Knopf für die Abstimmung wie einem die Sicherheitskontrolle gefallen hat. Der Sicherheitsbeamte der mich „verarztet“ hatte machte noch eine Kontrolle von meinem Portemonnaie und auch von meinem Rucksack, er hat zwar gesagt was er da macht, aber verstanden habe ich es nicht. Da ich schon wieder dabei war mein ganzes Gelump einzupacken habe ich auch nicht so genau beobachtet was er da letztlich gemacht hat, außer dass er mit einer Art Teststreifen hantierte. Egal, es war wohl alles in Ordnung.

Irgendwann sah man dann auch einen Flieger landen, prima, denn der würde wieder nach Tromsø zurück fliegen. Keine Ahnung wann wir genau gestartet sind, aber auf jeden Fall zu spät.

Der Start erfolgte in entgegengesetzter Richtung als bei der Ankunft, wird sicherlich seine Richtigkeit gehabt haben. So war es natürlich Essig bei Start noch mal einen Blick auf Longyearbyen werfen zu können. Aber sobald man die Wolkendecke durchbrochen hatte bot sich ein dramatischer Blick auf den Sonnenuntergang an. Besser gesagt, die Sonne war schon untergegangen und nun sah man den blutroten Horizont, grandios. Wieso habe ich Dussel nur die Kamera im Gepäckfach liegen? Nun, manche Dinge muss man eben auf der Festplatte im Hirn speichern.

Was ziehen wir für ein Fazit vom diesjährigen PolarJazz Festival? Kein Spitzenjahr, aber es gab auch keinen absoluten Ausreißer nach unten, wie letztes Jahr. Top-Favorit war eindeutig „Hot Club de Norvège“ (10/10). Direkt dahinter das „Vorspiel“ (9/10). Dann Bugge solo und „The September When“ je (8/10), gefolgt von „Harald Tusberg Jr. & Bugge Wesseltoft med Ronni Le Tekrø“ (7/10) und an letzter Stelle „Oslo Ess“ (6/10), das war mir einfach zu heftig und zu lange.

Ich könnte mir vorstellen, dass Lars Bremnes und Maria Haukaas Mittet auch ganz gut werden, aber noch ein Tag länger bleiben war keine Option, denn Montags finden keine Flüge nach Tromsø statt, hätte also bedeutet noch zwei Tage länger zu bleiben.

Ah, gerade setzt der Sinkflug ein. Der Himmel im Osten ist immer noch blutrot, ich fliege ja quasi wieder dem Licht entgegen, morgen gibt es die Chance die Sonne zu sehen. Die Prognose für Schweden sagt sogar wolkenlosen Himmel voraus. Die Temperaturen fallen zweistellig unter Null, allerdings weit vom letztjährigen Rekord entfernt. Aus bestimmten Gründen ist mir das auch gar nicht so unrecht.

Der Pilot gibt kurz durch wie das Wetter in Tromsø so ist. Es schneit bei ca. -1°C. Kaum bin ich durch den Zoll durch kommt auch schon die Tasche, gleich weiter zum Bus. An der Haltestelle steht ein Fahrkartenautomat, war letztes Jahr auch noch nicht so. Der Apparat war noch von einer Kundin belegt, als er frei wurde schnell das 24h-Ticket erworben, der Bus könnte ja jederzeit um die Ecke biegen. Kaum war das Ticket ausgespuckt stand auch schon der richtige Bus da, schnell rein gewitcht, prima. An der Haltestelle Giæverbukta musste ich aber trotzdem etwas auf den nächsten Bus warten, allerdings gerne draußen, da war es gerade frisch genug, dass man nicht ins Schwitzen kam.

Auf der kurzen Fahrt zum Hotel fing es richtig mächtig an zu schneien, noch nicht pappig, aber von schön pulvrig weit entfernt. Kurz die Dinge geordnet und gleich den nächsten Bus in die Stadt genommen. Gleich zielstrebig in das Restaurant welches ich neben der Kirche ausgemacht hatte. Zunächst hatte ich gar keinen offenen Zugang gefunden, weil wohl sonntags die ganzen Eingänge in das Bürogebäude geschlossen sind. Der offizielle Eingang liegt auf der Seite wo die Kirche steht. Das sieht sehr einladend drinnen aus. Ich entscheide mich für einen chilenischen „Santa Carolina Cabernet“, ein sehr leckeres Stöffchen, mit 98,- NOK (9,60 EUR) durchaus angemessen. Als Hauptgang wähle ich einen „Grillet Tørrfisk med erter, poteter ...“, also gegrillter Stockfish mit Erbsen, Kartoffel... Ein Gedicht und jede Øre wert, Lichtjahre von dem kümmerlichen Burger im Blårock Cafe entfernt. Übrigens das Restaurant heißt „Walter & Leonard“, und wie ich auf deren Facebookseite lese wurde es erst am 06.12.2019 eröffnet.

Dann noch weiter ins Solid. Es scheint leicht wärmer geworden zu sein, der Schnee auf der Straße ist zu Matsch geworden, die Bürgersteige sind eh schneefrei, die sind ja beheizt, das ist kein Witz!

Habe gerade mal geschaut, wie so die Straßenverhältnisse für die morgige Fahrt so aussehen. Auf Statens Vegvesen ist zu lesen „Ev 8 Gabaganbákti, på strekningen Skibotn - Galggojavri (Riksgrensen), Redusert framkommelighet på grunn av stanset kjøretøy. Personbiler kan passere. GJELDER FRA: 01 feb 2020 kl. 13:52. GJELDER TIL: Inntil videre. Oppdatert: 02.02.2020 kl. 21:07“ („Eingeschränkte Zugänglichkeit durch liegengebliebene Fahrzeuge. PKW können passieren.)“ Unter den Meldungen für Kolonnekjøring ist die [Ev 8] nicht aufgeführt. Aber es gibt auch noch diese Meldung „Skibotn - Galggojavri (Riksgrensen), Troms og Finnmark, Snø- og isdekke, stort sett bart i spor. Klokken 18:00 var det -12 grader, sørlig svak vind og oppholdsvær. Gjelder fra: 02.02.20 kl. 18:00 Gjelder til: Inntil videre“ („Schnee- und Eisbedeckung, meist mit großen Spurrillen. Um 18:00 war es -12 Grad, südliche leichte Brise und niederschlagsfreies Wetter“). Ich bin mir nicht mehr sicher wie hoch es auf der Strecke geht, irgendwas um die 800 Höhenmeter, aber auf einer vergleichsweise langen Strecke. Allerdings bin ich die Strecke bisher nur bergab gefahren, aber richtig steile Abschnitte sind mir nicht in Erinnerung. Naja wird schon schief gehen.

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So 02.02.2020 Longyearbyen – Tromsø‚ ‚ Sydspissen Hotel‘ – 1 Std. 35 Min. (ca. 1.026 km [Flug])

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02.02.2020 10:16 | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letzter Rundgang in Longyearbyen, es wurde hier viel gebaut in der letzten Zeit

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02.02.2020 10:19 | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letzter Rundgang in Longyearbyen, es wurde hier viel gebaut in der letzten Zeit

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02.02.2020 10:28 | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letzter Rundgang in Longyearbyen

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02.02.2020 10:29 | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letzter Rundgang in Longyearbyen, es wurde hier viel gebaut in der letzten Zeit

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02.02.2020 10:35 | Land: Svalbard und Jan Mayen | Stadt: Longyearbyen | Bundesland: Svalbard | Ortsdetail: Longyearbyen | Longyearbyen | Letzter Rundgang in Longyearbyen, es wurde hier viel gebaut in der letzten Zeit

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Mo 03.02.2020 Tromsø – Vuollerim ‚Hotel Vuollerim‘ – 7 Std. 40 Min. (589 km) Karte über Karesuando – 8 Std. 33 Min. (635 km) Karte über Karesuando – Kitkiöjoki

Routenbeschreibung
Wenn man sich die Routenführung über Kitkiöjoki genauer anschaut, dann komme ich zu dem Schluß, dass es besser ist die Strecke nicht zu fahren, es sind kleine Nebenstraßen.

Bei der Recherche für ein Restaurant findet man im Ort nur einen geschlossenen Imbis und ein Thai Restaurant deren Facebookseite einfach gruselig ist, da steht keine Adresse (ok ist nicht so schlimm man kann trotzdem ungefähr sehen wo es liegt) und noch nicht mal eine Menükarte. Die letzten Kommentare sind Jahre alt. Nur im entfernten Jokkmokk hat es viele Alternativen, allerdings sind das 40 km Fahrt. Das ist mir deutlich zu weit. Auch hier hätte ich die Gelegenheit meine Unterkunft in Vuollerim kostenfrei zu stornieren und statt dessen in Jokkmokk eine Unterkunft zu nehmen. Aber das hatte ich ja bewusst nicht gemacht, weil dort die Unterkünfte noch mal deutlich teurer sind. Und die nächst teurere Unterkunft (Hotel Akerlund) hat auch jede Menge nicht sooo begeisterte Bewertungen. Tja, ich bin noch unschlüssig. Falls ich bei meiner ursprünglichen Unterkunft in Vuollerim bleibe würde ich halt vorher in Jokkmokk essen und dann zur Unterkunft weiter fahren. Es bleibt ja auch noch als Alternative das Restaurant im Hotel.

„Wow, was für ein Tag“
Die ganze Nacht hat es immer wieder heftig geschneit, der Parkplatz vorm Hotel wäre so kaum noch - zumindest für meine Reisschüssel - befahrbar gewesen. Nun war die bange Frage, kommt morgen früh ein Räumfahrzeug um die ganze weiße Pracht Weg zu räumen. Kurzer Blick nach Mitternacht nach draußen, au Backe, das nimmt ja gar kein Ende. Um kurz nach 6 Uhr erschallt das schönste Geräusch überhaupt, der Schneepflug zieht seine Kreise, hin und her und her und hin. Das Hauptproblem ist schon mal gelöst. An Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken, also raus aus den Federn. Schon etwas gelöster das Frühstück eingenommen. Jetzt noch die letzte Aufgabe lösen, erstens die Karre von der neuen Schneehaube befreien, sie dann zweitens aus all dem Schnee frei schaufeln. Links und rechts lag mittlerweile so viel Schnee, das ich die Türen hätte kaum noch öffnen können. Und hier kommt nun ein völlig neues Werkzeug ins Spiel, nämlich ein Klappspaten, vielleicht nicht das beste Gerät, um leichten Schnee weg zu schaufeln, aber doch erstaunlich effizient. Und die Morgengymnastik war auch gleich erledigt, der Kreislauf in Schwung, perfekt. Der Schneefall hatte auch ganz unvermittelt aufgehört.

Start des Motors, Rückwärtsgang, <wusch> aus der Parklücke raus ohne einen Hänger, der Tag war gerettet. Kurzer Stopp bei „Eurospar“, noch ein paar Kronen unters Volk bringen, dann endlich Abfahrt.

An einigen Stellen hat sich der Himmel schon aufgeklart, Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt. Kaum hat man Tromsø verlassen, wird es auch schon ruhiger auf der Straße. Das Navi will mich unbedingt auf einer anderen Route nach Schweden führen, die ist deutlich weiter, aber viel schlimmer, führt über ein Fjell welches mit Sicherheit gesperrt ist. Ich fahre die Strecke über Finnland, basta.

Noch von norwegischem Boden aus sieht man ein Stück hellen Himmel in Richtung Finnland. Die Straße die sich dann von Meereshöhe nach oben schraubt ist sehr gut befahrbar, im unteren Teil breit und in langen Geraden leicht schwingend. Das Wetter wird immer besser, blauer Himmel ist zu sehen, die Landschaft fantastisch. Spätestens an der Grenze zu Finnland ist das Wetter grandios rundum, man kann sich gar nicht satt sehen.

Weiter bis Kilpisjärvi, wie eine Oase in der Wüste taucht der Flecken auf, von einem Ort in dem Sinn zu sprechen wäre zu viel gesagt. Erst tanken und dann die kurze Überlegung hier auch gleich was zu essen, nach finnischer Zeit war es ja bereits 12 Uhr. Also, auch was essen, einen Burger mit Pommes, sehr lecker und mit 12 Euro irgendwas völlig ok. Dann noch mal kurz in den Lebensmittelladen nebenan geschlendert.

Weiter geht es, bei weiterhin besten Bedingungen. So viele Videos wie heute habe ich glaube selten gedreht. Irgendwann war auch das Hotel erreicht. Es folgte eine sehr nette Begrüßung und Einweisung. Wichtig für den Moment war mir nur, dass es auch noch etwas zu essen gibt, ja das tut es, ich konnte wählen zwischen Rentier und Lachs, ich entschied mich für den Fisch. Dann erstmal auspacken und aus den warmen Hosen und den dicken Winterstiefeln raus. Dann gab es einen wunderbar zubereiteten Lachs mit einem Gratin, dazu ein Beilagensalat. Als „Öl“ (Bier) hatte ich ein „Mariestad Dunkel“ gewählt, sehr süffig. Aber bevor man sich hier nun gemütlich fest setzt, raus aus der Bude und etwas durch den Ort schlendern, Temperatur müsste so bei -13°C gelegen haben, was für ein Genuss, alleine das Knirschen des Schnees dazu ist wie Musik in den Ohren.

Zurück im Hotel „en Øl til“ würde man jetzt auf Norwegisch sagen, also noch ein Bierchen bitte. Zeit endlich mal etwas zu schreiben, wenn ich auch nicht so weit komme den Tag abzuschließen. Da es an den Fenstersitzplätzen im Restaurant zog wie Hechtsuppe habe ich mich dann auf das Zimmer zurückgezogen.

Der nächste Tag kann ruhig angegangen werden, es gibt erst ab 8 Uhr Frühstück, sicherlich hätte ich es auch eine halbe Stunde früher haben können, aber so eilig habe ich es nun auch nicht. Wie wohl morgen früh die Temperaturen so aussehen werden? Die Prognose lag bei irgendetwas unter -20°C.

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Mo 03.02.2020 Tromsø – Vuollerim‚ ‚ Hotel Vuollerim‘ – 7 Std. 40 Min. (589 km) Karte über Karesuando – 8 Std. 33 Min. (635 km) Karte über Karesuando – Kitkiöjoki

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03.02.2020 07:23 | Höhe: 150 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Tromsø | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Bjerkaker | Tromsø – Vuollerim | In der Nacht hat es viel geschneit, mein Auto kann man auf dem Bild nicht erkennen, es steht rechts im Bild, man sieht nur die Scheibenwischer in die Luft ragen

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03.02.2020 08:26 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:09:02.880 | Tromsø – Vuollerim | Fahrt über die Tromsøbrua

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03.02.2020 08:58 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:13:26.400 | Tromsø – Vuollerim | Noch ist es trüb

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03.02.2020 09:18 | Höhe: 116,96 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Indre Slettmo | Tromsø – Vuollerim | Am Balsfjord

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03.02.2020 09:19 | Höhe: 116,94 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Indre Slettmo | Tromsø – Vuollerim | Am Balsfjord

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03.02.2020 09:19 | Höhe: 117,01 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Nordkjosbotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Indre Slettmo | Tromsø – Vuollerim | Am Balsfjord

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03.02.2020 10:25 | Höhe: 314,5 Meter | Land: Norwegen | Stadt: Skibotn | Bundesland: Troms og Finnmark | Ortsdetail: Fossmo | Tromsø – Vuollerim | Noch in Norge, der Blick in Richtung Osten, Finnland, verspricht schönes Wetter

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03.02.2020 10:47 | Höhe: 560,87 Meter | Land: Finnland | Stadt: Kilpisjärvi | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Kilpisjärvi | Tromsø – Vuollerim | Kurz vor der Grenze, sie verläuft in 200m, das Wetter ist fantastisch

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03.02.2020 10:48 | Höhe: 560,91 Meter | Land: Finnland | Stadt: Kilpisjärvi | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Kilpisjärvi | Tromsø – Vuollerim | Kurz vor der Grenze, sie verläuft in 200m, das Wetter ist fantastisch

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03.02.2020 10:48 | Höhe: 560,92 Meter | Land: Finnland | Stadt: Kilpisjärvi | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Kilpisjärvi | Tromsø – Vuollerim | Kurz vor der Grenze, sie verläuft in 200m, das Wetter ist fantastisch

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03.02.2020 10:48 | Höhe: 560,93 Meter | Land: Finnland | Stadt: Kilpisjärvi | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Kilpisjärvi | Tromsø – Vuollerim | Kurz vor der Grenze, sie verläuft in 200m, das Wetter ist fantastisch

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03.02.2020 10:49 | Höhe: 560,96 Meter | Land: Finnland | Stadt: Kilpisjärvi | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Kilpisjärvi | Tromsø – Vuollerim | Kurz vor der Grenze, sie verläuft in 200m, das Wetter ist fantastisch

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03.02.2020 12:51 | Höhe: 398,91 Meter | Land: Schweden | Bundesland: Norbotten | Ortsdetail: Siikavuopio | Tromsø – Vuollerim | In Finnland

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03.02.2020 12:51 | Höhe: 395,69 Meter | Land: Schweden | Bundesland: Norbotten | Ortsdetail: Siikavuopio | Tromsø – Vuollerim | In Finnland

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03.02.2020 12:52 | Höhe: 394,22 Meter | Land: Schweden | Bundesland: Norbotten | Ortsdetail: Siikavuopio | Tromsø – Vuollerim | In Finnland

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03.02.2020 12:53 | Höhe: 394,13 Meter | Land: Schweden | Bundesland: Norbotten | Ortsdetail: Siikavuopio | Tromsø – Vuollerim | In Finnland

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03.02.2020 13:05 | Höhe: 381,22 Meter | Land: Finnland | Stadt: Karesuvanto | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Vikkuri | Tromsø – Vuollerim | Eine Herde Rentiere schaut aus dem Schnee hervor

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03.02.2020 13:14 | Höhe: 369,06 Meter | Land: Finnland | Stadt: Karesuvanto | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Markkina | Tromsø – Vuollerim | In Finnland

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03.02.2020 13:14 | Höhe: 368,83 Meter | Land: Finnland | Stadt: Karesuvanto | Bundesland: Lapland | Ortsdetail: Markkina | Tromsø – Vuollerim | In Finnland

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03.02.2020 13:32 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:13:09.600 | Tromsø – Vuollerim | In Karesuvanto, also noch auf finnischer Seite, geht es dann über eine Brücke nach Karesuando auf schwedischer Seite. Auf dem Parkplatz vor der Kirche lasse ich die Schlüssel mal kurz etwas „wedeln“ <g>.

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Di 04.02.2020 Vuollerim – Östersund ‚Hotell Linden‘ – 7 Std. 42 Min. (601 km) Karte über Arvidsjaur, Sorsele, Storuman, Wilhelmina, Dorotea, Strömsund (Inlandsvägen) – 7 Std. 48 Min. (617 km) Karte über Arvidsjaur, Lycksele (östlich des Inlandsvägen)

Routenbeschreibung
Über Lycksele zu fahren bedeutet nur einen kleinen Umweg es wäre mal eine Abwechslung vom Inlandsvägen.

„Ziemlich frisch um die Ohren“
Es gab ein ausgesprochen reichhaltiges Frühstück, es war alles da was das Herz begehrte. Dann Packen und alles ins Auto verfrachten. Ja, draußen ist es schon frisch, aber ich denke mir nichts weiter. Dann Verabschiedung an der Rezeption, sie sagt, bis vielleicht bald mal wieder, evtl. im Sommer. Ich sage, wiederkommen sehr gerne, aber bestimmt nicht im Sommer, meine Zeit ist der Winter, kalt, dunkel, Schnee. Sommer kann ich auch zu Hause haben. <g>

Beiläufig sagt sie, es sei recht frisch draußen und schaut auf das Außenthermometer. -22°C, das könnten auch -24°C sein, meint sie. <Schluck>, ach du grüne Neune. Ich setze mich auf jeden Fall mit Jacke, Handschuhen, dicker neuer Mütze und Schal ins Auto. Powerknopf, das Schüsselchen springt an, allerdings nicht ganz so verröchelt wie letztes Jahr in Lappeasuando. Auch Kupplung und Gangschaltung sind etwas flüssiger zu bedienen. Aber ich gehe es doch sehr langsam an. Am Ortsausgang erst noch Mal rechts ran fahren und den Motor etwas warm laufen lassen. Dann maximal 60km/h, Schongang, ganz sachte schalten. Am Polarkreis kurz vor Jokkmokk anhalten, die Karre läuft weiter, eigentlich etwas das mir völlig gegen den Strich geht, aber sicher ist sicher.

Steigerung der Geschwindigkeit auf 70km/h, dann auf 80km/h, aus der Lüftung kommt schon langsam angewärmte Luft, nicht, dass sie die Kühltruhe schon nennenswert heizen würde, aber immerhin. Ich glaube der kritische Punkt ist überschritten. Blick auf das Außenthermometer, es sinkt, -25°C, weiter fallend, tiefster Punkt war heute kurz bevor die Anzeige eh nur noch auf „tilt“ stellt, nämlich -29°C.

Das Wetter, genial, blauer Himmel, dramatischer Sonnenaufgang in der absoluten Langfassung, sozusagen im „Director's Cut“. Wenn es einen Nachteil hat, dann, dass es natürlich nicht angenehm ist stundenlang in die tief stehende Sonne zu blicken, natürlich nicht pausenlos, die Straße verläuft ja nicht kerzengerade von Norden nach Süden.

Man „muss“ wirklich gefühlt alle paar Meter anhalten, um alles festzuhalten, Schnee ohne Ende, strahlend blauer Himmel und richtig gut kalt, ein absoluter Top-Tag.

Bei der Ankunft in Östersund ist es schon längst dunkel und ich lasse mich doch lieber vom Navi lotsen, denn es hat gerade um das Hotel einige Einbahnstraßen, da würde ich mich sonst schnell verheddern. Gut 10 Minuten vor 18 Uhr halte ich vor dem Hotel, denn parken darf man da nicht. Die Tür zum Hotel ist verschlossen, da fällt mir ein, ja die haben die Rezeption nicht allzu lange besetzt. Es hängt ein Blatt Papier an der Scheibe, das die Rezeption bis 18 Uhr geöffnet ist, also noch gut 5 Minuten. <argh>

Also rufe ich die dort angegebene Nummer an, in dem Moment kommt ein junger Mann von innen und öffnet die Tür. Ich dachte das wäre evtl. der Rezeptionist und lege sofort wieder auf. Er geht vor die Tür, ich frage kurz nach, nein er ist nicht vom Hotel. Also wieder die Nummer angerufen, ich sage ich stehe vorm Hotel, sie sagt, sie hätte mir eine Nachricht (Email) geschickt, ich sage, ich habe seit heute früh keine Mails mehr gecheckt, sie sagt „I'll send you a message“ (zumindest habe ich das so verstanden), es könnte natürlich auch gelautet haben „I sent you a message“, zwei völlig verschiedene Bedeutungen. Ich sage, dass ich gerade keine Verbindung ins Internet habe, dann plärrt sie mich regelrecht an „I'll send you an SMS“ und dazu bräuchte ich ja wohl kein Internet. Ich kürze es hier ab, es war ein Stück wie von Loriot persönlich ausgedacht, zwei Leute am Telefon die beide eine Fremdsprache sprechen und dabei völlig asynchron laufen. Ende vom Lied, ich erhielt innert ein paar Sekunden eine ellenlange SMS mit einer detaillierten Anleitung mit welchem Code ich die Haustüre öffnen soll (diese Aufgabe war ja bereits gelöst), nun galt es einen 6-stelligen Code an einem kleinen Tresor einzugeben der den Zugang zum Zimmerschlüssel gewährt. Ganz ehrlich, während der Aktion war ich echt super angefressen, so nach dem Motto wie kommt die mir denn vor mich so von der Seite anzumachen. Zumal ich recht genau wusste wer das war, nämlich die Frau mit einem leicht asiatischen Akzent wo ich schon öfter persönlich eingecheckt hatte und die ich als sehr freundlich in Erinnerung hatte.

Sei es drum, alle Schlösser haben sich geöffnet und der „Rauch“ löste sich später langsam auf.

Nach der langen Autofahrt wollte ich erst mal die Hufen schwingen und habe eine Runde am See gedreht, dieses Mal ab der anderen Seeuferseite in umgekehrter Reihenfolge. Kaum war ich dann an der Seeseite angekommen, hatte das Stativ ausgefahren, den Fotoapparat montiert fing es heftig an zu schneien, ja zefix, also schnell ein paar Bilder geschossen und wieder alles eingepackt. Ich laufe keine 5 Minuten, hört es wieder auf zu schneien. Nee, jetzt packe ich den Krempel nicht noch mal aus.

Zurück zum Hotel und ein paar Klamotten ablegen, ich war etwas zu warm eingepackt. Dann los zur „Jazzköket“, die Gelegenheit wollte ich nun doch mal nutzen, wenn sie geöffnet hat, auch mal rein zu gehen.

Ja, schöne Location. Bestellt habe ich Fisch von der Tageskarte, der kam auch fix. Die Portion und die Beilage (Kartoffel) war nicht übermäßig groß, aber trotzdem reichlich, leider nur nicht ganz so heiß wie es hätte sein sollen. Dazu zwei leckere Bierchen. Mit einem Trinkgeld war ich gut 500,- SEK quit, ca. 47,- EUR. Aber viel günstiger wäre ich im „Tre Rum“ (oder sonst wo) auch nicht davon gekommen.

Gegen Mitternacht noch mal Mails gecheckt, ein Beitrag von S. im Forum. Mit vielen Anmerkungen, freut mich, wenn jemand aufmerksam mitliest. Antworten kommen garantiert.

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Di 04.02.2020 Vuollerim – Östersund‚ ‚ Hotell Linden‘ – 7 Std. 42 Min. (601 km) Karte über Arvidsjaur, Sorsele, Storuman, Wilhelmina, Dorotea, Strömsund (Inlandsvägen) – 7 Std. 48 Min. (617 km) Karte über Arvidsjaur, Lycksele (östlich des Inlandsvägen)

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04.02.2020 09:03 | Höhe: 259,33 Meter | Land: Schweden | Stadt: Mattisudden | Bundesland: Norrbotten | Ortsdetail: Lenatorp | Vuollerim – Östersund | Am Polarkreis in der Nähe von Jokkmokk

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04.02.2020 09:17 | Höhe: 245,59 Meter | Land: Schweden | Stadt: Jokkmokk | Bundesland: Norrbotten | Ortsdetail: Mattisudden | Vuollerim – Östersund | Tiefste heute gemessene Temperatur, kurz vor Jokkmokk

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04.02.2020 09:42 | Höhe: 384,53 Meter | Land: Schweden | Stadt: Kvikkjokk | Bundesland: Norrbotten | Ortsdetail: Tårrajaur | Vuollerim – Östersund | Einer der vielen Seen

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04.02.2020 09:42 | Höhe: 384,52 Meter | Land: Schweden | Stadt: Kvikkjokk | Bundesland: Norrbotten | Ortsdetail: Tårrajaur | Vuollerim – Östersund | Einer der vielen Seen

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04.02.2020 14:15 | Höhe: 418,4 Meter | Land: Schweden | Stadt: Långbäcken | Bundesland: Västerbotten | Ortsdetail: Siksjö | Vuollerim – Östersund | Hmm, was liegt denn da in der Spur? Auch wenn man ran zoomt kann man es nicht so genau erkennen.

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04.02.2020 14:16 | Höhe: 418,34 Meter | Land: Schweden | Stadt: Långbäcken | Bundesland: Västerbotten | Ortsdetail: Siksjö | Vuollerim – Östersund | Etwas Raureif auf den Bäumen

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04.02.2020 15:05 | Höhe: 329,13 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsele | Bundesland: Västerbotten | Ortsdetail: Söråselbodarna | Vuollerim – Östersund | Schnee, kalt, Sonne, schön...

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04.02.2020 15:06 | Höhe: 329,2 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsele | Bundesland: Västerbotten | Ortsdetail: Söråselbodarna | Vuollerim – Östersund | Schnee, kalt, Sonne, schön...

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04.02.2020 15:06 | Höhe: 329,28 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsele | Bundesland: Västerbotten | Ortsdetail: Söråselbodarna | Vuollerim – Östersund | Schnee, kalt, Sonne, schön...

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04.02.2020 19:09 | Höhe: 331,2 Meter | Land: Schweden | Stadt: Östersund | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Hornsberg | Vuollerim – Östersund | Gleich fängt es heftig an zu schneien

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04.02.2020 19:11 | Höhe: 330,86 Meter | Land: Schweden | Stadt: Östersund | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Hornsberg | Vuollerim – Östersund | ... sag ich doch.

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04.02.2020 19:36 | Höhe: 322,46 Meter | Land: Schweden | Stadt: Östersund | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Östersund | Vuollerim – Östersund | Im „Badhusparken“. Badhusparken was once the location of a large bath house (hence the name Badhus-) though it was torn down in 1881 when the railway was constructed.
MarkusD
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Re: Norge 2020 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Fr, 13. Mär 2020, 23:38

Mi 05.02.2020 Östersund – Sunne ‚Hotell Frykenstrand‘ – 6 Std. 09 Min. (491 km) Karte über Mora, die ganze Zeit auf dem Inlandsvägen – 6 Std. 50 Min. (515 km) Karte – Das ist die Strecke, die ich eigentlich schon in 2019 fahren wollte. – 6 Std. 28 Min. (513 km) Karte über Sveg

Routenbeschreibung
Besser vorbereitet sollte dieses Mal die Tour über Glöte zumindest nicht daran scheitern, dass ich nicht weiß wo es lang geht. <g> Konkret wäre es so, dass ich in Sveg vom Inlandsvägen runter muss auf die [84] und zwar an einem großen Kreisel, in Richtung Röros, Funäsdalen. Dann folgt man der [84] und biegt in Linsell nach links ab auf die [502] in Richtung Sörvattnet, Lofsdalen. In Sörvattnet trifft man dann auf die [311] der folgt man südlich in Richtung Idre, Särna. Dann stößt man auf die [70] und fährt links in Richtung Mora, Älvdalen. In Särna biegt man wieder ab auf die [311] nach Sälen. Nach Sälen stößt man auf einen Kreisel und auf die [66] und folgt ihr bis Malung. Dort dann wieder auf den Inlandsvägen. Das ist schon eine recht abenteuerliche Tour.

„Höhenrausch“
Das Frühstück im Hotel ist erfahrungsgemäß recht einfach, aber trotzdem kommt man auf seine Kosten. Im Frühstücksfernsehen taucht Hasenhirn Trump auf, der Ton war so leise, dass ich das originale Englisch nicht verstanden habe und mit den schwedischen Untertiteln konnte ich so schnell auch nix anfangen. Auf jeden Fall hat er wieder schwadroniert was alles besser geworden sei (erfahrungsgemäß alles mehr oder weniger Lügen), seit dem er am Ruder ist, Nancy Pelosi, die direkt hinter ihm saß, verdrehte sichtlich die Augen, Mike Pence nickte ganz staatsmännisch. Dann wurde eine Szene gezeigt in der Trump Pelosi eine Dokumentenmappe übergab, die Szene wurde dann aus einer anderen Kameraperspektive wiederholt und es war zu sehen wie Pelosi während dieser Szene Trump die Hand reichte, und Trump, ganz der „Galan“ wie man ihn kennt, schlug die Hand aus. Wieder die andere Kameraperspektive, Pelosi schüttelt den Kopf. Der Trump, nicht nur eine Schande für die USA sondern für den ganzen Planeten. (Anmerkung 09.02.2020: Die Szene habe ich auch im deutschen Fernsehen gesehen, Pelosi hat daraufhin das Schriftstück von Trump zerrissen, gut so!)

Es folgte dann das Wetter. Um 4 Uhr heute Morgen in Jockmokk nur noch -10°C, was für ein Anstieg gegenüber gerademal einen Tag vorher. Für den restlichen Süden von Schweden und Norwegen waren überwiegend Plusgrade vorhergesagt.

Abfahrt in Östersund bei 0°C, irgendwann nach 8 Uhr. Noch leichter Berufsverkehr, aber kaum hat man die Stadt verlassen ist man schon wieder ziemlich alleine. Das Wetter eher trüb, im Prinzip habe ich mich schon damit abgefunden, dass der Urlaub wetter- und erlebnismäßig abgeschlossen ist. Aber man darf die Flinte nicht zu früh ins Fenster, äh Korn, werfen.

Zunächst geht es auf dem Inlandsvägen in Richtung Süden. In Sveg dann wieder 98er Edelsaft für die Schüssel und ein Baguette und Kaffee für den Fahrer. Ab Sveg beginnt dann die Abenteuerreise, zunächst unterscheidet sich die Straße nicht wesentlich vom Inlandsvägen. Sie steigt lediglich stetig an und ist vllt. eine Idee schmäler. Der Ort Glöte ist schneller erreicht als gedacht, aber von einem Wintersportort ist da wenig zu sehen.

Da das Navi natürlich völlig von der Rolle ist, halte ich mich strickt an meine notierte Strecke, das klappt sehr gut. Ahh, nach Glöte geht es dann zum Wintersportort, den ich für meine Tour in 2019 ja schon als Abwechslungsroute ausgedacht hatte. Aber auch hier ist alles total ausgestorben.

Weiter geht es und plötzlich wird die Straße schmäler, kurviger und steigt zügig und stetig an. Ja, das ist es wonach ich gesucht habe. Das Strässchen windet sich immer weiter nach oben, 600 M.ü.M und es geht weiter, 700 M.ü.M. Irgendwann scheint der höchste Punkt erreicht, das Navi zeigt ca. 800 M.ü.M. an, aber sehr zuverlässig schien es mir nicht. Es geht doch noch ein wenig nach oben, am Wegesrand steht ein kleines Schild, es schaut wirklich nur noch das eigentliche Schildchen heraus, die Stange ist völlig im Schnee versunken. Und auch nur von einer Seite aus kann man die Zahl lesen, es sind 845 M.ü.M. Sapperlot, so hoch war ich in Schweden glaube ich noch nicht. Die Straße ist zwar sehr schmal, aber lässt sich fahren wie Butter, eine schöne feste geschlossene Schneedecke und das Schüsselchen fährt wie auf Schienen.

So geht es dann noch viele Kilometer weiter. Verkehr? Quasi nicht vorhanden. Aber nach einiger Zeit wird die Straße doch zunehmend schwieriger zu fahren, keine schöne geschlossene Schneedecke mehr sondern nur noch so ein Stückwerk aus Schnee und vor allen Dingen tückische Spurrinnen. Aber völlig egal, das war es wert.

In Malung stoße ich wieder auf den Inlandsvägen. Die Temperatur schwankte heute deutlich weniger als gestern, tiefste Temperatur war -8°C und höchste in Frykenstrand +2°C. Dort hat es quasi keinen Schnee mehr und der See scheint mir komplett eisfrei.

Nach dem Checkin im Hotel gleich in den Restaurantteil. Das Shrimpsbrot, wie letztes Jahr auch, steht ruckzuck auf dem Tisch. Es ist wieder genauso reichhaltig und lecker. Bei einem weiteren Bierchen schreibe ich nun endlich den Bericht von gestern zu Ende und den von heute komplett. Es fällt dabei schon schwer sich an all die Details von gestern im einzeln zu erinnern. Morgen die Route dürfte wenig aufreibend verlaufen, kein Schnee mehr und weiter steigende Temperaturen sind nicht sehr verheißungsvoll. Aber auch der schönste Urlaub geht mal zu Ende. Und es steht ja genug Material zur Verfügung, um sich nach der Heimkehr damit noch wochenlang zu beschäftigen.

Eine vorläufige Erkenntnis ist schon mal, in Zukunft muss ich mehr Sorge walten lassen, was die Streckenführung angeht. Abschnitte von gut 800 km, zumal im kurvigen Norwegen, sind deutlich zu lange, zumal wenn sie auch noch über so diffizile Abschnitte wie das Saltfjell führen.

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Mi 05.02.2020 Östersund – Sunne‚ ‚ Hotell Frykenstrand; Sure Hotel Collection by Best Western‘ – 6 Std. 09 Min. (491 km) Karte über Mora, die ganze Zeit auf dem Inlandsvägen – 6 Std. 50 Min. (515 km) Karte – Das ist die Strecke, die ich eigentlich schon in 2019 fahren wollte. – 6 Std. 28 Min. (513 km) Karte über Sveg

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05.02.2020 09:21 | Höhe: 390,67 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsarna | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Brånan | Östersund – Sunne | Der Hålen ist ein See in der Nähe von Åsarna (Jämtland).

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05.02.2020 09:22 | Höhe: 390,63 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsarna | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Brånan | Östersund – Sunne | Der Hålen ist ein See in der Nähe von Åsarna (Jämtland).

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05.02.2020 09:22 | Höhe: 390,64 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsarna | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Brånan | Östersund – Sunne | Der Hålen ist ein See in der Nähe von Åsarna (Jämtland).

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05.02.2020 09:23 | Höhe: 390,66 Meter | Land: Schweden | Stadt: Åsarna | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Brånan | Östersund – Sunne | Die Inlandsbanan verläuft hier zwischen Straße und dem See Hålen

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05.02.2020 10:23 | Höhe: 293,48 Meter | Land: Schweden | Stadt: Ytterhogdal | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Ytterhogdal | Östersund – Sunne | Der Kyrksjön ist ein See in der Nähe von Ytterhogdal (Jämtland). Der Kyrksjön liegt im Einzugsgebiet von Sveg, das rund 33 Kilometer vom See entfernt ist.

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05.02.2020 10:26 | Höhe: 293,55 Meter | Land: Schweden | Stadt: Ytterhogdal | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Ytterhogdal | Östersund – Sunne | Der Kyrksjön ist ein See in der Nähe von Ytterhogdal (Jämtland). Der Kyrksjön liegt im Einzugsgebiet von Sveg, das rund 33 Kilometer vom See entfernt ist.

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05.02.2020 10:30 | Höhe: 293,79 Meter | Land: Schweden | Stadt: Ytterhogdal | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Ytterhogdal | Östersund – Sunne | Ytterhogdals kyrka är en kyrkobyggnad i Ytterhogdal. Den är församlingskyrka i Ytterhogdal, Överhogdal och Ängersjö församling i Härnösands stift. Kyrkan ligger i Härjedalens kommun, men tillhör landskapet Hälsingland.

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05.02.2020 12:35 | Höhe: 667,12 Meter | Land: Schweden | Stadt: Lofsdalen | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Svartåsvallen | Östersund – Sunne | Hovärken är ett fjäll i Lofsdalen, Härjedalens kommun, i landskapet Härjedalen. Hovärken är ett karaktäristiskt fjäll vars sydsluttning används för utförsåkning. Från toppen (1 125 meter över havet) syns bland annat norska fjäll och det svenska högfjället Helags. Hovärken tros ha fått sitt namn från en lyckobringande vätte som sägs ha bott på toppen av fjället i tidernas begynnelse, hofverken var det ursprungliga namnet på vätten men det tycks ha försvenskats genom åren.

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05.02.2020 12:35 | Höhe: 667,08 Meter | Land: Schweden | Stadt: Lofsdalen | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Svartåsvallen | Östersund – Sunne | Hovärken är ett fjäll i Lofsdalen, Härjedalens kommun, i landskapet Härjedalen.

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05.02.2020 12:50 | FPS: 50 - Auflösung: 1280x720 - Dauer: 00:10:40.800 | Östersund – Sunne | Unterwegs auf dem Lofsdalsvägen

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05.02.2020 13:02 | Höhe: 875,44 Meter | Land: Schweden | Stadt: Lofsdalen | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Staffsvallen | Östersund – Sunne | Högvålen is a village near Tännäs in the Härjedalen province of Sweden. At 835 metres (2738 feet) above sea level, it is Sweden's highest continuously inhabited place. There have been at most around 100 inhabitants, but now only a few persons live there. Högvålen is surrounded by mountains and big mires. According to Swedish statistics it is not officially a village/locality (requires at least 200 people) nor a minor village/locality (requires at least 50 people).

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05.02.2020 13:02 | Höhe: 875,35 Meter | Land: Schweden | Stadt: Lofsdalen | Bundesland: Jämtland | Ortsdetail: Staffsvallen | Östersund – Sunne | Högvålen is a village near Tännäs in the Härjedalen province of Sweden.

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Do 06.02.2020 Sunne – Malmö ‚First Hotel Jörgen Kock‘ – 6 Std. 19 Min. (556 km) Karte westlich am Vänern vorbei

Routenbeschreibung
So ganz klare Präferenzen habe ich noch keine, es gibt ja nicht nur prinzipiell die beiden Varianten entweder östlich oder westlich um den Vänern herum. Speziell wenn man östlich herum fährt gibt es jede Menge Alternativen. Die von Google Maps vorgeschlagene Variante über die [E45] westlich am Vänern vorbei ist sicherlich die schnellste, man fährt bis Göteborg auf gut ausgebauten Landstraßen, wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann teilweise sogar autobahn-ähnlich mit vier Spuren. Ab Göteborg dann sowieso auf der [E6], also eine vierspurige Autobahn die mehr oder weniger im Küstenbereich entlang führt und außer an einer Stelle quasi keinen nennenswerten Steigungen hat.

Die östliche Variante führt über Karlstad, Kristinehamn, Mariestad und dann rüber bis zur [E4] nach Jönköping. Die [E4] verläuft etwas abwechslungsreicher als die [E6], auf manchen Abschnitten ist sie sogar nur 3-spurig. Spätestens in Helsingborg trifft man dann auch auf die [E6]. Interessant fand ich meine Fahrt von Malmö nach Sunne in 2019. Damals war meine (umgekehrt verlaufende) Routenplanung „Dieses Mal soll es wieder östlich am Vänern vorbei führen, allerdings nicht mehr auf der schnellen [E4] entlang, sondern auf der [E20] bis Trafikplats Halmstad Norra (Ausfahrt 45) und dann weiter auf der [26]. An Gislaved vorbei biegt man links ab auf die [27]. Später dann rechts ab auf die [157]. Nach Ulricehamn weiter auf der [46], bei Borgunda geht es wieder auf die [26]. Von da ab geht es wieder weiter auf bekannten Pfaden, vorbei an Mariestad, Kristinehamn und Karlstad.

„Mit ohne Schnee“
Beim Frühstück konnte man komplett auf den See schauen, da war kein Fetzen Eis zu sehen. Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Es war viel los, auch gestern Abend war einiger Betrieb im Restaurant, letztes Jahr war ich zumindest abends fast alleine.

Von der Fahrt habe ich mir absolut nichts mehr versprochen, ganz ohne Schnee, bei der Abfahrt auch eher trüb am Himmel, da mussten jetzt nur noch die Kilometer bis Malmö runter gerissen werden. Einen Spaß kann man sich natürlich daraus machen und versuchen zu „schnibbeln“, also nicht stur dem Navi hinterher zu fahren.

Erster Versuch war schon kurz nach dem Start, einfach vom Inlandsvägen runter und durch ein kleines Dorf gekurvt, um möglichst nahe an einen See zu kommen, denn auf der gegenüberliegenden Seeseite ging gerade die Sonne durch eine Wolkenlücke auf. Es taucht ein Schild auf, dass es da zum Bahnhof geht und man sieht sogar Leute am Bahnsteig warten. Etwas weiter gehen die Bahnschranken runter und dann braust der Zug in Richtung Süden vorbei.

Ich quere den Bahnübergang und stelle die Schüssel ab und laufe ein paar Meter in Richtung Seeufer. Ja, es ist jetzt nicht der Top-Sonnenaufgang, aber wenn man sich umschaut stehen auch noch ein paar nette Häuschen herum. Kaum sitze ich wieder im Auto und rolle in Richtung Bahnübergang fängt schon wieder das Blinklicht an und die Schranken schließen sich, es naht der Zug aus Richtung Süden. Schau mal an, hier mit nur „drei Häusern und sieben Spitzbuben“ fahren regelmäßig Züge.

Die Entscheidung östlich um den Vänern zu fahren war unbewusst gefallen, ich hatte es nicht ganz geschafft die Autobahn um Karlstad zu meiden. Hölle, da waren plötzlich 110 km/h erlaubt, da ist man ja völlig überfordert. Aber es geht schnell wieder runter auf den Inlandsvägen als normale Landstraße. Ein paar „Schnibbeleien“ sind gut gelaufen, die eine oder andere führten wirklich mehr oder weniger über Feldwege, verdreckt bis zum Gehtnichtmehr, aber was soll's, die Schüssel ist eh verdreckt, da macht das bisschen Schlamm auch nix mehr.

Kurzer Stopp am Göta-Kanal, der liegt mehr oder wenig im Winterschlaf, bei genauerem Hinsehen sah man aber geschäftiges Treiben, es wurde gewerkelt und gebaut. Im Sommer tobt hier sicher der Bär.

Der Inlandsvägen nähert sich dann bald seinem Ende, wird dreispurig. Und die Hektik nimmt zu, man selbst fährt vorschriftsmäßig, was auch immer gerade erlaubt ist, und doch sitzt einem ein hektischer Schwede im Kofferraum und überholt dann aufgeregt, um dann vllt. mit Glück zwei Fahrzeuge gesprungen zu sein. Ist man dann endlich auf der Autobahn [E6] angelangt ist die Gemütlichkeit dann endgültig vorbei. Fährt man mit Tempomat 104 km/h und es sind 110 km/h erlaubt hat man ruckzuck einen blinkenden Schweden im Kreuz. Das gibt schon mal einen Vorgeschmack auf morgen.

Das Picolo Mondo hat ausgerechnet heute geschlossen, was für ein Pech aber auch. Das „Victors“ ist total leer, also gehe ich ins „La Grappa“. Dort sitzen auch nur sehr wenige Leute. Ich bestelle nur eine Kleinigkeit und ein „Imperial Stout - Nils Oscar“; Crafted in Sweden, 7.0 Vol %. Wow, das schmeckt super lecker und haut auch entsprechend der „Stromstärke“ ganz schön rein. So 0,33 l zischen doch schnell weg, also komm, eins geht noch.

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Do 06.02.2020 Sunne – Malmö‚ ‚ First Hotel Jörgen Kock‘ – 6 Std. 19 Min. (556 km) Karte westlich am Vänern vorbei

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06.02.2020 08:56 | Höhe: 114,36 Meter | Land: Schweden | Stadt: Västra Ämtervik | Bundesland: Värmland | Ortsdetail: Västra Ämtervik | Sunne – Malmö | In Västra Ämtervik, der Lokalzug fährt in Richtung Sunne

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06.02.2020 09:02 | Höhe: 113,85 Meter | Land: Schweden | Stadt: Västra Ämtervik | Bundesland: Värmland | Ortsdetail: Västra Ämtervik | Sunne – Malmö | Mellan-Fryken är den mellersta av de tre Frykensjöarna och ligger i Kils kommun och Sunne kommun i Värmland och ingår i Göta älvs huvudavrinningsområde. Sjön är 135 meter djup, har en yta på 46,6 kvadratkilometer och befinner sig 62,1 meter över havet. Sjön avvattnas via Nedre Fryken och Norsälven till Vänern.

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06.02.2020 09:05 | Höhe: 114,08 Meter | Land: Schweden | Stadt: Västra Ämtervik | Bundesland: Värmland | Ortsdetail: Västra Ämtervik | Sunne – Malmö | Am Ufer des Mellan-Fryken

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06.02.2020 11:10 | Höhe: 70,18 Meter | Land: Schweden | Stadt: Sjötorp | Bundesland: Västra Götaland | Ortsdetail: Blomsterhult | Sunne – Malmö | Vänern (deutsch auch Vänersee, früher auch Wenersee) ist ein See im Südwesten von Schweden, gelegen zwischen den historischen Provinzen Dalsland, Värmland und Västergötland. Mit einer Fläche von 5.519,1 km² ist er der größte See des Landes, der größte der Europäischen Union sowie nach dem Ladogasee und dem Onegasee (beide in Russland gelegen) der drittgrößte See Europas.

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06.02.2020 11:23 | Höhe: 75,09 Meter | Land: Schweden | Stadt: Sjötorp | Bundesland: Västra Götaland | Ortsdetail: Sjötorp | Sunne – Malmö | Der Göta-Kanal (auf Schwedisch Göta kanal) ist ein Wasserweg durch den schwedischen Landesteil Götaland.

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06.02.2020 11:27 | Höhe: 74,17 Meter | Land: Schweden | Stadt: Sjötorp | Bundesland: Västra Götaland | Ortsdetail: Sjötorp | Sunne – Malmö | Der Göta-Kanal (auf Schwedisch Göta kanal) ist ein Wasserweg durch den schwedischen Landesteil Götaland.

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06.02.2020 12:47 | Höhe: 92,63 Meter | Land: Schweden | Stadt: Mariestad | Bundesland: Västra Götaland | Ortsdetail: Mariestad | Sunne – Malmö | Mariestads Stadshotell, Nygatan 10, 542 30 Mariestad

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Fr 07.02.2020 Malmö – Rødby – Puttgarden – Hahnstätten – 10 Std. 1 Min. (872 km) Karte über Hamburg, Bremen, Dortmund

Routenbeschreibung
Bis nach Rødby gibt es ja nicht wirklich Alternativen. Die gebuchte Fähre legt um 11:45 Uhr ab, Eniro sagt, dass man für die Strecke von Malmö bis nach Rødby ca 2 Stunden braucht. Da bleibt also genügend Zeit, um vorher im Dörfchen in einem Supermarkt das Regal mit Karrysild zu plündern. <g> Es könnte sich um diese Marke handeln: Fiskemandens karrysild.

„Stau – Hektik“
Das Frühstücksbuffet im Hotel ist immer wieder bemerkenswert, sehr reichhaltig und super lecker. Und das auch noch zu einem unschlagbaren Preis von ca. 53,- EUR, da habe ich z. B. in Vuollerim mehr als doppelt so viel bezahlt. Ist mir absolut ein Rätsel wie die hier in Malmö so einen Preis bieten können. Dazu kommt, dass man sein Auto über Nacht an einigen ausgewiesenen Stellen – für umme – parken kann, dort habe ich bisher immer einen Platz gefunden. Bei den zentrumsnäheren Hotels dürfte man sicherlich eine saftige Parkhausgebühr hinzufügen können.

In Rødbyhavn habe ich dann auch noch zwei kleine Paletten mit Karrysild ergattert. Im Prinzip fährt man kurz bevor man auf das Gelände des Hafens kommt rechts ab ins Dorf, an der nächsten Möglichkeit rechts abbiegen und der Hauptstraße folgen bis links eine Straße [275] abbiegt, an dieser Ecke hat es einen Supermarkt, Parkplätze hat es genügend. Früher war ich sonst immer in Rødby in einem Laden, aber da war glaube ich die Parkplatz-Situation etwas kniffliger, weil der Supermarkt direkt im Dorf liegt. Die Überfahrt war entspannt.

Weiter im Schongang auf deutschen Straßen. Kurz vor Hamburg: Stau. Es bot sich die Gelegenheit von der Autobahn abzufahren. Dann folgte eine großzügige Umfahrung, was mich das an Zeit gekostet hat, keine Ahnung. Dann bin ich auf der A7 zurück gefahren, warum eigentlich, die wollte ich doch meiden. Da hat es elend lange Baustellen. Es ist also hinter die Ohren zu schreiben: In den nächsten Jahren auf keinen Fall die A7 nutzen.

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Fr 07.02.2020 Malmö – Rødby – Puttgarden – Hahnstätten – 10 Std. 1 Min. (872 km) Karte über Hamburg, Bremen, Dortmund

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07.02.2020 11:34 | Höhe: 0,53 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Rødby | Bundesland: Region Sjælland | Ortsdetail: Rødbyhavn | Malmö – Hahnstätten | Auf der Überfahrt von Rødby nach Puttgarden

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07.02.2020 11:34 | Höhe: 0,53 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Rødby | Bundesland: Region Sjælland | Ortsdetail: Rødbyhavn | Malmö – Hahnstätten | Auf der Überfahrt von Rødby nach Puttgarden

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07.02.2020 11:40 | Höhe: 0,53 Meter | Land: Dänemark | Stadt: Rødby | Bundesland: Region Sjælland | Ortsdetail: Rødbyhavn | Malmö – Hahnstätten | Auf der Überfahrt von Rødby nach Puttgarden

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07.02.2020 11:52 | Höhe: 49,23 Meter | Land: Deutschland | Stadt: Fehmarn | Bundesland: Schleswig-Holstein | Ortsdetail: Puttgarden | Malmö – Hahnstätten | Dreckskarre

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Epilog

08.02.2020

Mit den Polarlichtern hatte ich dieses Jahr wieder mal gar kein Glück. Außer in Bognes um Mitternacht bei der Ankunft am Hotel habe ich nichts mehr gesehen. Leider gibt es ausgerechnet für Longyearbyen auf der yr.no Seite noch keine Statistikdaten. Aber nach allem was ich bisher gesehen hatte, war es in der Zeit wo ich dort war ausgesprochen warm (einstellig unter Null). Sowohl vorher als auch nachher war es deutlich kälter (zweistellig unter Null). Ich war schon froh, dass es nicht wieder Plusgrade hatte. Die Tour zur Eisgrotte war ausgefallen, weil zu wenig Schnee lag, um bis dorthin mit der Pistenraupe zu fahren. Das witzige ist, der wenige Schnee rührte daher, dass es seit fast November so kalt war, dass der Schnee so fein und leicht war, dass er schon bei wenig Wind wieder verweht wurde. Also Schnee war schon ordentlich gefallen.

Hatte ich vor ein paar Jahren ein Außenthermometer gesehen welches nur Temperaturen unter Null Grad anzeigte, hatte ich am Außenfenster vom Radisson Blu Hotel ein Thermometer gesehen, das nur Temperaturen über Null Grad anzeigte. Wer hat nur diese Thermometer angeschafft? Ein „schottischer“ Norweger?

09.02.2020

Am 30.01.2020 habe ich endlich meine Rückerstattung von Tripmonster bekommen (für meine falsche Flugbuchung), nach 3 Monaten, eine Frechheit. 50,- EUR „Strafgebühr“ haben sie abgezogen. Welchen Schluss ziehe ich nun aus der Aktion. Ich buche in Zukunft meine Flüge wieder im ortsansässigen Reisebüro, das ist es mir Wert. Bei diesen Flug-Portalen fühlt man sich von vorne bis hinten nur über den Tisch gezogen.

14.02.2020

Die Auflistung der Restaurants an jedem Reisetag habe ich nun zentralisiert. Das soll in Zukunft eine immer weiter gepflegte Liste werden. Zu finden unter „Sonstiges|Restaurants“ und „Sonstiges|Hotels“.

17.02.2020

Nun sind fast alle Bilder beschriftet. Bei der Recherche was ein Bild zeigt kann man sich ja manchmal ewig damit beschäftigen.

18.02.2020

Nicht nur bei uns spielt das Wetter verrückt (16.02.2020 um 20 Uhr +19°C) sondern auch in Norwegen ist jede Menge los:
Stort ras isolerer fleire bygder
Over to meter snø i nord, i sør spirer blomstene
Uvêr i Sør-Noreg: Berre ein fjellovergang er heilt open mellom aust og vest
Store vannmengder førte til stengte togstrekninger
50 personer er værfaste på Haukelifjell: – Dette er ikke vanlig

vy.no meldet am 18.02.2020: „Flåm-Myrdal - Flåm-Myrdal er stengt for togtrafikk. Alle tog blir innstilt. Dette skyldes at det er fare for ras på strekningen. Vi vet ikke hvor lang tid det vil ta før togene kan kjøre som normalt igjen.“ und „Myrdal-Ustaoset - Myrdal-Ustaoset er stengt for togtrafikk. Du må regne med forsinkelser og innstillinger. Dette skyldes at det har gått et ras på strekningen. Vi vet ikke hvor lang tid det vil ta før togene kan kjøre som normalt igjen. Vi organiserer busstransport på den innstilte strekningen, unntak for Haugastøl og Finse.“

Bild 1 – VÆRFAST: Slik ser det ut ved Haukeliseter fjellstue mandag ettermiddag. – Quelle
Bild 2 – Line Elida Festvåg og de andre fra DNT kom hjem fra tur i går. De hadde overnattet i telt fra lørdag til søndag. – Quelle

19.02.2020

Am Haukelifjell haben die den Schnee teilweise weg gesprengt. Die Bilder unten sprechen für sich.
Bild 3 – STORE MENGDER SNØ: I dag startet arbeidet med å sprenge og rydde bort snø på E134 over Haukelifjell. – Quelle
Bild 4 – FJERNET SNØ: Det er sprengt i skredområdet, og frest der det er smalt. – Quelle

07.03.2020

Habe mir noch mal genau den GPS-Track zur Saltfjell-Situation angeschaut. Also ziemlich knapp 4 Stunden (15:29-19:43) habe ich gewartet, bis das eigentliche Kolonnekjøring über das Saltfjell begann.
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A     | B     | Dauer | Bemerkung
15:29 | 17:23 | 01:53 | Ankunft um 15:29 in der Kolonne. Die erste Wartedauer
17:23 | 17:36 | 00:13 | Es geht nur ein paar Meter vorwärts
17:36 | 19:43 | 02:07 | Die zweite Wartedauer
19:43 | 20:27 | 00:45 | Die eigentliche Überfahrt über das Saltfjell über eine Strecke von 21,5 km
MarkusD
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