Norge 2019 / Svalbard / PolarJazz

Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten, Einfuhrbestimmungen, Geldverkehr, etc.

Re: Norge 2019 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Di, 26. Mär 2019, 20:22

Sa 02.02.2019 Longyearbyen; 'Coal Miners’ Cabins'

Coal Miners’ Cabins – Longyearbyen, 9171 Longyearbyen, Norwegen – Tel: +47 79 02 63 00 – N 78° 12.110, E 15° 35.480

Longyearbyen | „Geht doch“

Um 18:00 Uhr ist eine Ölprobe, äh, Bier-Verkostung gebucht. Und zwar in der nördlichsten Brauerei der Welt, der Svalbard Bryggeri. In der Gebühr von ca. 40,- € sind fünf Ölproben enthalten. Dauer ca. 1,5 h.

Das erste Abendkonzert um 20:00 Uhr im Kulturhuset mit Eberson. Dann um 22:00 Uhr Hellbillies. Um Mitternacht zum Abschluss im Huset der Circus Dos Mosquitos. Im Prinzip liegt das Huset ja auf dem Nachhause-Weg und im Huset [2] war ich bisher noch nie. Es soll ja einen legendären Weinkeller dort haben mit über 20.000 Flaschen Wein.

2 Huset ...

Heute war es bewölkt und der Wind pfiff um die Nase. Am Nachmittag zeigte das Wetterdisplay -3°C und gefühlt -9,nochwas°C, was hinkommen mochte. Zum verspäteten Mittagessen, also fast schon zur Essenszeit des middag war ich in der Svalbar und nahm das „dagens“, also das Tagesgericht. Wieder sehr schmackhaft, Geflügelschenkel mit Kartoffelspalten, Gemüse und einer Sauce und das wieder zum sehr günstigen Preis.

Trotzdem ich ja später noch die „Ölprobe“ (Ølsmaking på 78 grader nord), also die Brauerei-Führung bei der Svalbard Bryggeri hatte, stimmte ich mit einem IPA ein. Zum Glück hatte ich die Uhrzeit noch mal geprüft, ich hatte 17 Uhr im Kopf abgespeichert, aber es startete ja erst um 18 Uhr. Zeit noch mal die Hufe zu schwingen und das überflüssige Stativ auf dem Zimmer los zu werden. Der Weg zur Bryggeri ist recht lange, 3,5 km, mit langsamen Schritten war ich dann ein paar Minuten früher angekommen, zeitgleich mit zwei anderen Teilnehmern, aus Polen. Wir waren gerade die Treppe in das Probierzimmer hoch gelaufen, hatten uns kurz vorgestellt und gesetzt, kamen die beiden anderen Teilnehmer. Ida, die Vortragende, bat diese beiden sich am bereits präparierten Tisch zu uns zu setzen. Darauf die gerade angekommene Frau (die sich später als Anneliese vorstellte), nein, da setzt sie sich nicht hin, aber in was für einem Ton, ich dachte, na das wird ja lustig.

Ida war sichtlich auch not amused und um Fassung bemüht. Sie versuchte klar zu machen, dass man während der Führung nicht wie die drei Erstangekommenen die ganze Zeit in den Brauraum runter gucken muss, aber das störte Anneliese nicht und setzte sich an den Nachbartisch. Ida räumte dann das Holzbrett mit den fünf kleinen Probierglässchen um, leicht frostige Stimmung. Aber ich glaube Ida hatte da schon zickigere Gäste und starte einfach mit ihrem Vortrag.

Die ganze Story kreiste um den Gründer der Brauerei Robert Johansen, eigentlich arbeitet er zu 100% als Pilot, die Brauerei selbst betreiben drei Leute Vollzeit. Frühere Jobs waren nicht minder aufregend, U-Boot-Fahrer für Touristen in Italien, Hot-Dog-Verkäufer auf den Lofoten. Ein Teil dieser Geschichten hatte ich ja schon in einem deutschen TV-Beitrag gesehen in dem Robert kürzlich zu sehen war. Speziell die fast sechs Jahre dauernde notwendige Gesetzesänderung die notwendig war, damit er hier auf Svalbar überhaupt Bier brauen durfte, muss wohl sehr nervenaufreibend gewesen sein. Die Staatsministerin Erna Solberg persönlich soll Robert nach der Erteilung der Lizenz gesagt haben, dass er nun nicht mehr ihre Leute nerven soll, was wohl aber freundlich gemeint sein muss.

Der Grund warum man hier keinen Alkohol herstellen durfte ist nicht schwer zu verstehen. Als die Tätigkeiten hier vor gut 100 Jahren in den Minen aufgenommen wurden, war das ein einziger Männerhaufen, Frauen gab es keine. Es war eine sehr harte Arbeit, Alkoholmissbrauch an der Tagesordnung. Da wurde das Herstellen von Alkohol einfach verboten. Noch heute ist es so, dass alle Leute die hier fest Leben jedes Jahr ein Kontingent an unterschiedlichen Alkoholika bekommen, für Hochprozentiges, für Champagner und Wein und für Bier. Wenn man das im Supermarkt kauft und meines Wissens nach hat nur der COOP einen solchen Bereich wo man es überhaupt kaufen kann, dann muss man seine Karte (wie eine Kreditkarte) vorweisen und es wird vermerkt. Aber Ida sagt, das wäre alles OK. Zu Hause trinke man eher selten, man geht aus in die Kneipen und trifft sich mit Leuten. Und da kann man trinken so viel man will.

Eigentlich war der Plan das Bier für den lokalen Markt hier in Longyearbyen zu brauen, es war und ist das einzige lokal hergestellte Produkt. Wenngleich (fast) alles was man dazu noch benötigt aus der ganzen Welt heran gekarrt werden muss. Das einzige was von hier stammt ist das Wasser.

Ein paar (schon wieder veralteter) Fakten von der Homepage:
Tall & sånt ...

Irgendwann erhielten sie einen Anruf von Norwegian Airlines, sie hätten gerne 9.000 Büchsen Pilsener pro Monat. Das muss eine Herausforderung gewesen sein, denn von der Bestellung bis zur Lieferung der Rohware können mehrere Tage vergehen. Dann wollte Norwegian noch mehr Ware, schwenkte aber auf IPA um, welches sich schneller herstellen lässt.

Beim Thema Jahreszeiten stellte sich heraus, dass der „Sommer“ gar nicht so toll ist. a) Die Stadt würde überflutet von den Kreuzfahrtschiff-Touristen, es gibt Schiffe die kippen 6.000 Leute von Bord. b) Die ewige Sonne, die schlimmstenfalls genau nachts richtig stört. c) Temperaturen die wahrlich kein Sommerfeeling aufkommen lassen. Jeder ist froh, wenn er im Sommer wirklich wo hin kann wo auch Sommer ist.

Eigentlich sollte die Veranstaltung ja um 19:30 Uhr enden, es wäre noch genügend Zeit gewesen in Ruhe zum Kulturhuset zu laufen. Beim Blick auf die Uhr war es dann plötzlich 19:58 Uhr. Aber Ida fuhr auch wieder zurück in die Stadt und nahm Anneliese und Begleitung und mich in ihrem Lieferwagen mit. Ich saß im Gepäckraum ;-)

Wie angenommen, es war noch genügend Zeit bis der Konzertabend begann. Erste Band war Ebertson. Ja, gut, das war schön. In der Pause hatte ich mich mit den beiden Ungarn (also Anneliese und Begleitung) etwas unterhalten. Irgendwie ein seltsames Pärchen, Details möchte ich jetzt hier keine weiter ausbreiten.

Gestern Abend war mir ein Mann im Publikum aufgefallen, wo ich mir noch dachte, das Gesicht kenne ich. Als ich vorhin an der Wand im Probierraum der Brauerei ein Foto von Robert sah, wusste ich wer es war, der Brau-Chef selbst. Und auch heute Abend war er auf den Konzerten zu sehen.

Zweites Konzert war dann Hellbillies. Purer unverschnörkelter Rock, Klasse. Der Saal war brechend voll und die Stimmung am Kochen. Bei vielen Liedern wurde lauthals mitgesungen, auch von jungen Leuten, die zur Geburtsstunde der Songs vermutlich noch gar nicht auf der Welt waren. Incl. einiger Zugaben war dann um ca. Mitternacht Ende. Es standen schon Busse bereit die die weiter feierlaunige Gesellschaft zum Huset brachte, zu „Circus Dos Mosquitos“. Ich genehmigte mir noch ein IPA in der Svalbar, sozusagen auf dem Weg. Sich nicht mehr so dick angezogen zu haben zahlte sich aus, man kochte nicht mehr bei der Ankunft in Nybyen.

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Longyearbyen

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Longyearbyen | Am Ende von Nybyen mit Blick in Richtung Adventfjord der hier endet und in das Adventdalen mündet.

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Longyearbyen | Das Huset

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Longyearbyen | „MOPPE“ <LOL> [Anmerkung für die Leser im Forum. Da die Bilder hier so fitzelig klein sind, kann man natürlich den einen oder anderen Gag in einem Bild gar nicht erkennen. ;-) Denn es sind nicht die Flaschen die hier das Motiv ausmachen.]

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Longyearbyen | Skilanglauf ist möglich ;-)

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Longyearbyen | In der Mitte die alte Grube 2b

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Longyearbyen | Ein alter, nicht mehr „in Betrieb“ befindlicher, Friedhof

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Longyearbyen | Da wird Eishockey gespielt

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Longyearbyen | Ein Rentier, obwohl es sich nicht hektisch bewegte, war es doch stetig in Bewegung und konnte nicht so gut abgelichtet werden.

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Longyearbyen | Der eigentliche Ort. Hinten am Berg kann man Lawinenverbauungen sehen, dort ging Ende 2017 eine Lawine runter und zwei Menschen kamen ums Leben.

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Longyearbyen | Mary-Ann Polarrigg, der Wintergarten, gleichzeitig auch Restaurant und Frühstücksraum

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Longyearbyen | Hmmmmm, lecker. Ölprobe, äh, Bier-Verkostung in der nördlichsten Brauerei der Welt, der Svalbard Bryggeri. In der Gebühr von ca. 40,- € sind fünf Ölproben enthalten. Dauer ca. 1,5 h. Unbedingt empfehlenswert, alle kredenzten Sorten sind super lecker. Und es gibt auch gerne noch einen Nachschlag. ;-)

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Longyearbyen | Hmmmmm, lecker. Ölprobe, äh, Bier-Verkostung

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 20:00 | Eberson | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

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Longyearbyen | Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset

So 03.02.2019 FLY Longyearbyen – Tromsø SK4425, 738, 14:55 – 16:30, 'Sydspissen Hotel' / 1 Std. 45 Min.

Sydspissen Hotel – Strandvegen 166, 9006 Tromsø, Norwegen – Tel: +47 77 66 14 10 – N 69° 37.762, E 18° 54.823 – Parkmöglichkeit dirket am Hotel.

Longyearbyen – Tromsø | „Südwärts“

Nun sitze ich in der Lobby und warte auf den Bus der um 12:45 Uhr zum Flugplatz fährt, der Flieger startet um 14:55 Uhr. Das Wetter ist trüb und immer noch recht warm, das Thermometer an der Eingangstür zeigt etwas unter dem Gefrierpunkt. In den nächsten Tagen soll es erst wieder etwas kälter werden.

Fazit aller bisherigen Konzerte (0=übel; 10=top)

2019
7 - Torsdag 31. januar | 20:00 | Janove | Kulturhuset
10 - Torsdag 31. januar | 22:00 | Ola Kvernbergs Steamdome | Kulturhuset
9 - Fredag 1. februar | 20:00 | GURLS | Kulturhuset
1 - Fredag 1. februar | 22:00 | Sol Heilo | Kulturhuset
8 - Lørdag 2. februar | 20:00 | Ebertson | Kulturhuset
8 - Lørdag 2. februar | 22:00 | Hellbillies | Kulturhuset
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7,16

2018
10 - Torsdag 1. februar | 20.00 | Silya and the Sailors | Kulturhuset
10 - Torsdag 1. februar | 20.00 | Bernhoft | Kulturhuset
7 - Fredag 2. februar | 20.00 | Anneli Drecker | Kulturhuset
10 - Fredag 2. februar | 20.00 | Gåte | Kulturhuset
5 - Lørdag 3. februar | xx.00 | Unni Wilhelmsen | Kroa
7 - Lørdag 3. februar | xx.00 | Ida Jenshus | Gruvelaget
9 - Lørdag 3. februar | 20.00 | Erlend Ropstad | Kulturhuset
6 - Lørdag 3. februar | 22.00 | Sondre Justad | Kulturhuset
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8

2017
10 - Torsdag 2. februar | 20.00 | Tonbruket | Kulturhuset
8 - Torsdag 2. februar | 22.00 | Sivert Høyem | Kulturhuset
9 - Fredag 3. februar | 20.00 | Ane Brun | Kulturhuset
10 - Fredag 3. februar | 22.00 | Jaga Jazzist | Kulturhuset
8 - Lørdag 4. februar | 20.00 | Fay Wildhagen | Kulturhuset
10 - Lørdag 4. februar | 20.00 | Highasakite | Kulturhuset
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9,16

2015
8 - Torsdag 5. februar | 20.00 | Vidar Johnsen | Radisson Blu Polar Hotel
9 - Torsdag 5. februar | 22.00 | Violet Road | Radisson Blu Polar Hotel
8 - Fredag 6. februar | 20.00 | Emilie Nicolas | Radisson Blu Polar Hotel
10 - Fredag 6. februar | 22.00 | Bugge Wesseltoft & The Organ Club | Radisson Blu Polar Hotel
9 - Lørdag 7. februar | 20.00 | Árstíðir | Kulturhuset
10 - Lørdag 7. februar | 22.00 | Bo Kaspers Orkester | Kulturhuset
9 - Lørdag 7. februar | 00.00 | Morten Abel | Kulturhuset
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9

So rein statistisch ging es ja nun in 2019 bergab.

Pünktliche Abfahrt des Flybussen. Es waren an den unterschiedlichen Haltestelllen noch keine 10 Leute eingestiegen. Komisch, früher war der Bus deutlich voller. Am Flughafen war das Gate quasi leer, man kam beim Checkin sofort dran. Auch der Warteraum war fast noch komplett leer. Aber es dauerte nicht lang und dann war es komplett gefüllt.

Laut der Ansage des Kapitäns starteten wir etwas verspätet in Longyearbyen, wann wir genau in Tromsø gelandet sind habe ich gar nicht registriert weil ich ganz fasziniert war wie Sekunden nach der Landung scharenweise die Smartphones gezückt wurden und es sofort überall pömpte und schnarrte und die Finger wie wild am Wischen waren. Man hätte glauben können wir seien von einer einjährigen Mission vom Mond zurückgekommen und hätten nun das erste Mal wieder Kontakt zur Zivilisation.

Im Flieger waren die kompletten Bands von Ebertson, GURLS, Hellbillis und Sol Heilo.

Am Zoll in Tromsø wurden die Norweger von einem dritten Beamten verarztet, das ging flott, die anderen beiden Schlangen waren etwas zähflüssiger, aber letztlich ist das alles wurscht, denn man trifft sich eh am Gepäckband wieder und da stand ich keine Minute bis die Tasche kam. Schnurstracks an die Bushaltestelle und direkt vor meiner Nase fuhr mein Bus vor, perfekt. An der Umsteigehaltestelle Giæverbukta musste ich dann aber ca. 30 min auf meinen Anschluss warten, man kann aber die Zeit angenehm im vente rom (Warteraum) verbringen.

Die Nordlys-App zeigt für heute Abend gar keine schlechten Werte an, aber deshalb extra auf den Storsteinen hoch und dann „lodert“ es doch nicht oder erst später, muss nicht sein. Wenn es doch noch ernst wird, dann ist der Platz hinter dem Hotel auch ideal, da ist es vergleichsweise dunkel und man hat auch einen großen Sichtradius.

Außerdem sitzt man dann nicht verpackt in wärmenden Klamotten während des Essens herum.

Habe gerade Mal die Karte mit den Drinks studiert, ein Aperol Spritz kostet 135,- NOK, also ca. 13,94 €. Aua.

Ein paar Stücke in der fiskesuppe (Fischsuppe) waren etwas zäh, Punktabzug in der B-Note. Wie schade, dass es im EGON kein Øl von der Svalbard bryggeri gibt, das wäre das I-Tüpfelchen. Eine Kneipe in der es in Tromsø zu haben ist wäre das Lugar 34. Hin marschiert, geschlossen. Den Weg zur Ølhallen kann man sich eh sparen, weil, sonntags geschlossen. Also in die gågate (Fußgängerzone) von Tromsø. Die erste Kneipe (Solid) gehört mir. Hm, es hat noch jule øl. Andere Kneipen oder Restaurants an denen ich vorbei kam waren dunkel. Diese hier hat auch sonntags offen, bis 2 Uhr früh. Das habe ich nicht vor auszuschöpfen.

Entgegen der Tradition zieht es hier irgendwo wie Hechtsuppe. Aber, ich habe mir ja einen nydelig (niedlich, reizenden) neuen Pullover gekauft, in der Unterkunft auf Spitzbergen. Der ist mollig warm. Der Einkauf von Klamotten ist für mich in etwa so spannend wie eine Zahnwurzelbehandlung beim Zahnarzt. Insofern war das natürlich eine erstklassige Gelegenheit, man geht quasi direkt am Shop vorbei, in dem es die üblichen Dinge zu kaufen gibt. Dann hängt da ein genser (Pullover), der schön aussieht, in meiner Größe vorhanden ist und kein Vermögen kostet. Anprobiert, passt, gekauft. Eine Sache von fünf Minuten, herrlich.

Die Nordlys-App sagt für jetzt (20:30 Uhr) 38% und für in 3 Stunden 64% nordlys-Wahrscheinlichkeit voraus. Das könnte also ein langer Abend werden. Der 33er Bus fährt vom Zentrum Minute 10 und Minute 40 in Richtung Unterkunft.

Morgen dann wieder eine vergleichsweise kurze Autofahrt von ca. 424 km. Das Hurtigruten Schiff legt um 20:30 Uhr von Svolvær ab. Die Windvorhersage für die Überfahrt von Svolvær nach Nesna sagt sehr ruhige Verhältnisse voraus, sehr schön.

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Longyearbyen – Tromsø | FLY Longyearbyen – Tromsø SK4425, 738, 14:55 – 16:30

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Longyearbyen – Tromsø | Blick vom Flughafen in Richtung Norden, gegenüber des Adventfjorden

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Longyearbyen – Tromsø | Svalbard Lufthavn Longyear

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Longyearbyen – Tromsø | Weite Entfernungen

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Longyearbyen – Tromsø | Weite Entfernungen

Mo 04.02.2019 Tromsø – Svolvær (33 AQ43) / 6 Std. 0 Min. (424 km)

Im Prinzip ist genügend Zeit vorhanden, die Strecke ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Man könnte also in Bjerkvik doch erst mal nach links in Richtung Narvik fahren und sich die Hålogalandsbrua anschauen. Denn: Hålogalandsbrua åpner i desember. Die Mautstelle liegt auf der nördlichen Seite der Brücke.

Svolvær - 04.02.2019 20:30
Schiff: M/S Finnmarken
Fahrzeit: 14,5 Stunden
Ankunft Ihres Schiffs: Nesna - 05.02.2019 11:00
Kabine 1: USPL (Utvendig uspesifisert lugar som kan ha koøye[1] eller begrenset/ingen utsikt. Øvre, miderste og lavere dekk).

1 Ochsenauge, Bullauge.

Der Hurtigrutenkai befindet sich in der Mitte des Ortes (Fiskergate 18 - 68°13'51.68” N / 14°33'58.99” E).
Telefon: (+47) 48 03 40 00.
E-Mail: resepsjon.fm@hurtigruten.com

Tromsø – Svolvær | „Grandios“

Auf einer Strecke von gut 400 km kann wettermäßig ja einiges passieren, aber die Vorhersage für Svolvær war ganz passabel, sogar Sonne soll zu sehen sein, wobei ich trotzdem so spät dort ankommen werde, nee, ich bin ja schon angekommen, also zeitlich jetzt nicht alles durcheinander werfen. Also es wurde gerade düster als ich ins Städtchen fuhr. Aber unterwegs war es wieder traumhaft. Nicht wirklich der komplett blaue Himmel, aber nichtsdestoweniger jede Menge Gelegenheiten anzuhalten und Fotos zu schießen.

Die Aktion mit der Hålogalandsbrua (Hållogalandbrücke) ist nicht ganz so gelaufen wie geplant, wenn auch erst alles lief wie ausbaldovert. Nämlich an dem Kreisel nicht weiter auf die Brücke zu fahren und damit direkt in die Mautstation, sondern erstmal weiter auf der alten Straße den Fjord entlang in Richtung Narvik, dann gleich rechts eine kleine Seitenstraße rein. Läuft alles wie geplant, die Straße gabelt sich ein paar Mal, ich bleibe in der Spur und komme im Prinzip genau an der Stelle heraus wie geplant, nämlich da, wo man wieder auf die E6 trifft. Den Umweg hätte ich mir sparen können, denn die Mautstation ist logischerweise erst ca. 100 m später. Aber egal, ich parke kurz das Auto, um zu checken, wo denn der Fuß- und Radweg ist. Es ist keiner zu sehen. Also, dann doch mit dem Auto über die Brücke und versuchen die Lage zu peilen.

Ah, auf der rechten Seite, südlich gelegen, verläuft der Fuß- und Radweg, aber just an der Stelle wo der Weg beginnt oder endet, ist eine kleine Baustelle. Ok, dann erst Mal über die Brücke, was ein Trumm. Es weht ein sehr heftiges Stürmchen, wenn ich da also wirklich zu Fuß drauf will, dann muss ich auf jeden Fall die dicke Hose drüber ziehen.

Auf der anderen Seite der Brücke verläuft der Weg noch durch einen kleinen Tunnel (Karistrandtunnelen) und endet dann am Kreisel an dem man früher auf die alte Fjordstrecke abgebogen ist. Aber dort in der Nähe gab es keine Möglichkeit den Wagen zu parken. Ihn wo anders zu parken hätte bedeutet, dann erst Mal ein ganzes Stück auf der viel befahrenen Straße zu laufen, insgesamt locker erst mal ein guter Kilometer (genauer gesagt sind es 1,2 km) bis man überhaupt auf die Brücke gekommen wäre. Das war mir einfach zu viel Aufriss.

Also wieder über die Brücke zurück und noch mal den AutoPass feuern lassen. Dann wieder direkt nach der Mautstation abgefahren und den Weg gesucht, der direkt unter der Brücke endet. Hat soweit auch geklappt. Aber ab einem Punkt wo es mit dem Auto nicht mehr weiter geht, ist dann der Weg auch explizit für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, die scheinen da also mit diesen Kleinigkeiten noch nicht fertig zu sein. Echt schade. Aber das war es mir Wert, dass mal ausprobiert zu haben.

Also dann wieder zurück bis nach Bjerkvik und dort dann in Richtung Lofoten. Die tiefste Temperatur heute lag kurzfristig bei -18°C, je weiter ich mich meinem Ziel nähere, desto wärmer wird es, aber es bleibt unterhalb des Gefrierpunktes und es liegt ziemlich viel Schnee.

In Svolvær war ich dann irgendwas nach 16 Uhr. Auto geparkt und etwas am Hafen entlang gelaufen. Also ich sage mal, dass man den Kern von Svolvær in einer halben Stunde gesehen hat. Das Schiff kommt erst gegen 18:30 Uhr. Was tun? Beim Rumstromern war ich nur über Restaurants gestolpert, das war mir zu blöd, da jetzt nur was zu trinken. Aber am „torget“, dem Zentrumsplatz, hat es ein Restaurant im ersten Stock und im Parterre ist eine Kneipe, das „Telegrafen“. Bevor ich rein bin, dachte ich mir, es wird doch keine Raucherkneipe sein, zum Glück nicht. Drin sitzen die die immer da sitzen, es ist ein größeres Wohnzimmer. Zu Essen gibt es „Toast“, „Røkt Hvalplatte“ und „Bacalao“. Geräucherte Walplatte, also ich weiß nicht, das muss nicht sein, und Stockfisch, das ist natürlich die Spezialität, da habe ich mich bisher noch nicht ran getraut.

Aber der Plan ist eh auf dem Hurtigruten-Schiff zu essen, laut Online-Information läuft es gerade in den Hafen ein und dürfte damit wie geplant ankommen. Länger halte ich diese Country-Musik die hier läuft auch nicht mehr aus, das ist die reinste Folter.

Das Schiff lag schon im Hafen als ich aus der Kneipe kam. Dann noch flugs ein paar Klamotten umpacken und dann nix wie aufs Schiff. Kabine 533. Kurz die Akkus vom Fotoapparat zum Laden eingestöpselt, denn beide waren leer genudelt, da waren wohl doch einige längere Videos dabei, mit Bildern alleine habe ich an einem Tag noch keinen Akku leer gezogen. Aber es gab ja auch heute wirklich sehr viel zu sehen.

Der Magen knurrt schon etwas, der Burger von heute Mittag war zwar nicht schlecht aber auch nicht so üppig gewesen. Zuerst sah es so aus, als ob es gar kein Reker-Salat gäbe, aber er sah hier optisch nur etwas anders aus, als ich ihn kannte. Aber er wurde auch hier frisch zubereitet und war ausgesprochen lecker und sehr reichlich. Dazu erst mal nur ein Wasser, in der Kneipe hatte ich mir ja schon ein Øl gegönnt.

Zwei Tische weiter saßen ein paar Landsleute die die ganze Räumlichkeit an ihren Geschichten teilhaben ließ. Dann der Hit, zwei ältere Damen kommen und reden im tiefsten saarländischen Dialekt miteinander. Es hätte nur noch der Spruch „Kumm, geh' fort“ gefehlt.

Noch war etwas Zeit bis das Schiff ablegen würde, Gelegenheit sich gut anzuziehen und auf Deck zu gehen. Hinter den Bergen von Svolvær zogen ganz leichte Nordlichter auf, diese wurden intensiver und auch großflächiger und begannen auch noch für eine kurze Zeit zu tanzen. Einfach faszinierend. Das Ganze hat vllt. eine halbe Stunde gedauert, dann war mit bloßem Auge nix mehr zu sehen. Und dann kann man es vergessen, das noch mit der Kamera einfangen zu wollen. Selbst ein Stativ bringt da nix, weil sich das Schiff ständig bewegt. Ganz Eifrige halten trotzdem mit Smartphone und Blitz die Szenerie fest. Eine Frau meinte noch, sie hätte doch extra eine Auroa-App die ihr die Bilder so schön macht. Das sind dann die wie Anneliese die mir stolz auf ihrem Smartphone Nordlicht-Bilder zeigen wollte und ich dachte, boa, da hatten die aber deutlich mehr Glück, denn sie waren am gleichen Abend wie ich unterwegs, unwahrscheinlich, dass sie so viel mehr gesehen haben sollen. Auf ihrem Foto war da was leicht Grünes zu sehen. Nutzlos da jetzt was Ehrliches zu zu sagen, sie war ganz stolz drauf.

Bin nun auf dem obersten Deck, das Schiff hat gerade in Stamsund fest gemacht. Es schneit, etwas womit ich nun überhaupt nicht gerechnet hätte. Und es liegt auch schon ordentlich viel Schnee. Fast überall um mich herum spricht es deutsch. Und was da für ein Unfug erzählt wird, das geht auf keine Kuhhaut, ich setze mich erst mal um.

Gerade habe ich mir die Videos mal angeschaut. Ja, genau, das hatte ich ganz vergessen, es gab heute eine Elchsichtung. Der große Brocken stand über dem Bogen am Tunneleingang und blickte etwas unschlüssig, ich hatte keinen Dunst was passieren würde. Er stieg dann den Berg weiter hoch, also alles noch mal glimpflich abgegangen.

Bisher habe ich hier abends auf dem obersten Deck ja schon einige schrottige Musik ertragen, aber so lange ich nun hier sitze dudelt irgendeine deutschsprachige Schlager-Pop-Musik, wie grässlich ist das denn. Dagegen hilft vielleicht noch ein Mack-Øl, laut Karte soll es auch ein Porter geben. --- Nein, es hilft nicht. Seit eineinhalb Stunden spielt die gleiche Band, . Man müsste das nächste Mal echt das Noise-Cancelling-System mitnehmen.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann kommt nach Stamsund nur noch offenes Meer, bis Bodø in der späten Nacht. Jetzt ist es fast Mitternacht und es läuft sehr ruhig, man merkt kaum, dass man auf einem fahrenden Schiff ist.

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Tromsø – Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Auf der [E6] zwischen Fagernes und Laksvatn, die Berge ragen hier deutlich über die 1.000 Meter Marke. Z. B. Smalaktinden (1.244m)

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Tromsø – Svolvær | Auf der [E6] zwischen Fagernes und Laksvatn, die Berge ragen hier deutlich über die 1.000 Meter Marke. Z. B. Smalaktinden (1.244m)

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Tromsø – Svolvær | Auf der [E6] zwischen Fagernes und Laksvatn, die Berge ragen hier deutlich über die 1.000 Meter Marke. Z. B. Smalaktinden (1.244m)

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Tromsø – Svolvær | Auf der [E6] zwischen Fagernes und Laksvatn, die Berge ragen hier deutlich über die 1.000 Meter Marke. Z. B. Smalaktinden (1.244m)

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Balsfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Am Balsfjord

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Tromsø – Svolvær | Am Balsfjord

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Tromsø – Svolvær | Am Balsfjord

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Tromsø – Svolvær | Grandiose Ausblicke

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Tromsø – Svolvær | Hier fehlen mir die GPS-Daten

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Tromsø – Svolvær | Hier fehlen mir die GPS-Daten

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Tromsø – Svolvær | Hier fehlen mir die GPS-Daten

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Tromsø – Svolvær | Hier fehlen mir die GPS-Daten

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Tromsø – Svolvær | Das Navi schickt einen ohne Not über zwei Fährverbindungen. Einmal von Skarberget nach Bognes und von Skutvik nach Svolvær. Dabei zeigt aber das Navi nicht Svolvær an sondern Vågan. Das ist aber der Name der Komune. Die Überfahrt von Skarberget nach Bognes dauert ca. 25 Minuten, aber die zweite Überfahrt dauert deutlich länger. Also der Vorschlag des Navis ist absoluter Dünnpfiff.

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Tromsø – Svolvær | Hier fehlen mir die GPS-Daten

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Eine kleine Skipiste

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Ist das nicht ein herrlicher Anblick

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Tromsø – Svolvær | Ist das nicht ein herrlicher Anblick

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Die GPS-Daten stimmen nicht ganz, sie sind nur angenommen.

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Tromsø – Svolvær | Fahrt zum Gratangen. Der Gratangen ...

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Tromsø – Svolvær | Links das Dorf am Fjordufer ist Gratangsbotn der am Gratangen (Gratangsfjorden) liegt.

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Tromsø – Svolvær | Fahrt in Richtung Bjerkvik

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Tromsø – Svolvær | Fahrt über die Hålogalandsbrua, von Norden nach Süden

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Tromsø – Svolvær | Hålogalandsbrua, eröffnet Dezember 2018

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Tromsø – Svolvær | Hålogalandsbrua, eröffnet Dezember 2018

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Tromsø – Svolvær | Fahrt über die Hålogalandsbrua, von Süden nach Norden

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Tromsø – Svolvær | Der Rombaksfjord ...

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Tromsø – Svolvær | Hålogalandsbrua

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Tromsø – Svolvær | Hohe Berge am Rombaksfjord

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Tromsø – Svolvær | Man sieht hier den Ofotfjorden zwar nicht, aber er ist in der Nähe

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Tromsø – Svolvær | Am Ofotfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Ofotfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Lavangsfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Lavangsfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Lavangsfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Lavangsfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Lavangsfjorden

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Tromsø – Svolvær | Am Lavangsfjorden

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Tromsø – Svolvær | Tjeldsundbrua ...

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Tromsø – Svolvær | Tjeldsundbrua ...

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Tromsø – Svolvær | Auf der anderen Seite der Tjeldsundbrua

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Tromsø – Svolvær | Tjeldsundbrua ...

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Tromsø – Svolvær | Auf der anderen Seite der Tjeldsundbrua

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Tromsø – Svolvær | Tjeldsundbrua ...

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Tromsø – Svolvær | Tjeldsundbrua ...

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Tromsø – Svolvær | Weiter auf der Fahrt nach Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Man achte auf den Elch am Tunnenportal

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Tromsø – Svolvær | Im Hafengebiet von Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Im Hafengebiet von Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Im Hafengebiet von Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Bacalao, Havnepromenaden 2, Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Im Hafengebiet von Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Im Hafengebiet von Svolvær

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Tromsø – Svolvær | Eine Karte die die Küstenregion um Svolvær zeigt

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Tromsø – Svolvær | Industriegebäude

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Tromsø – Svolvær | Magic Ice Bar Svolvær – A Unique Attraction

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Tromsø – Svolvær | Trockengestelle für Fische

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Tromsø – Svolvær | Leichtes Nordlicht zeigt sich. Das Schiff hat bereits abgelegt und die Bilder sind mehr oder weniger verwackelt.

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Tromsø – Svolvær | Leichtes Nordlicht zeigt sich. Das Schiff hat bereits abgelegt und die Bilder sind mehr oder weniger verwackelt.

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Tromsø – Svolvær | Leichtes Nordlicht zeigt sich. Das Schiff hat bereits abgelegt und die Bilder sind mehr oder weniger verwackelt.

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Tromsø – Svolvær | Leichtes Nordlicht zeigt sich. Das Schiff hat bereits abgelegt und die Bilder sind mehr oder weniger verwackelt.

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Tromsø – Svolvær | Leichtes Nordlicht zeigt sich. Das Schiff hat bereits abgelegt und die Bilder sind mehr oder weniger verwackelt.

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Zuletzt geändert von MarkusD am Di, 26. Mär 2019, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
MarkusD
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Re: Norge 2019 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Di, 26. Mär 2019, 20:24

Di 05.02.2019 Nesna – Levang – Trondheim / 6 Std. 37 Min. (446 km)

City Living Schøller Hotel, Dronningensgate 26, 7011 Trondheim, Norge, +47 73 87 08 00, N 063° 25.923, E 10° 23.728

Das Hurtigruten-Schiff legt um 11:00 Uhr in Nesna an. Um 11:45 Uhr fährt eine Fähre von Nesna nach Levang.

Nesna – Levang – Trondheim | „so mittel gut“

Gestern in Svolvær habe ich für ein Øl in der Kneipe 80,- NOK gezahlt, ein geradezu sensationell günstiger Preis. Nun sitze ich in der „Trondjhem Microbryggeri“ und auf dem Kassenbon stehen 111,- NOK. Und das schlimmste ist, das „IPA“ das die Svalbard Bryggeri braut ist um Längen besser und kostet vor Ort (natürlich steuerbefreit) in der Kneipe irgendwas um die 75,- NOK.

Aber noch mal zurück zum gestrigen Geschehen. Die Überfahrt war absolut ruhig, nicht die geringste Schaukelei, von den Ladetätigkeiten in Bodø mitten in der Nacht habe ich absolut nichts mitbekommen.

Frühstück war wieder fantastisch. Wettermäßig war es durchwachsen, stark bewölkt, aber während des Frühstücks konnte man im Osten mal kurz die Sonne durch die Wolken scheinen sehen. Wie üblich wurde natürlich die Polarkreistaufe auf dem obersten Deck, draußen, zelebriert. Es hatte sich eine ansehnliche Menge versammelt und schlürfte für schlappe 99,- NOK ein Glas schäumendes Etwas. Gegen Einnahme eines Löffels Lebertrans gab es dann auch das ausgelobte Geschenk, was auch immer das war.

Ok, ich verfeinere noch mal die Analyse des „IPA“, der Geschmack ist nicht schlecht, aber was fehlt ist Kohlensäure, die Brühe schmeckt einfach abgestanden.

Beim Anlaufen von Nesna wurde die See etwas rauher und ich hoffte, dass das nun auch gut gehen wird, was auch der Fall war. Meine weitere Fähre nach Levang fuhr ca. eine halbe Stunde später. Es schneite wie wild und der Wagen war in der Wartezeit gut verschneit. Die Überfahrt dauerte nicht lange. Auf der kleinen Fähre standen sonst nur noch ein LKW und drei weitere Autos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fähre mit einer „schwarzen“ Null betrieben werden kann.

Zwar fuhr ich als erster von der Fähre runter, aber ich wartete und ließ die anderen vor. Der LKW fuhr dann eine Weile vor mir, eine große Schneewolke hinter sich herziehend. Das war schon mal eine anstrengende Strecke zu Beginn. Das Navi meinte dann ich müsste in soundsoviel Metern abbiegen, aber das Straßenschild mit der Richtungsangabe Mo i Rana und Mosjøen stand schon einige hundert Meter vorher. Da hat also das Navi immer noch nicht die neue Strecke intus, die ich 2015 schon gefahren war.

Es folgte dann recht unvermittelt ein fast 11 km langer Tunnel. Etwas Schonzeit vor Wind und Wetter, denn danach windete und schneite es immer noch heftig. Man kommt dann irgendwann auf die [E6], die aber nichts weiter ist als eine schmale, kurvige Landstraße, Kilometer um Kilometer.

Jetzt ein „Pale Ale“, welches „nur“ 84,- NOK kostet. Hmm, nee, also das ist nicht der wahre Herbert, hier braucht man definitiv nicht mehr hingehen. Und zwar weder des Biers wegen noch des Essens. Der Burger von der Wochenkarte war nämlich auch nicht der Brüller, für schlappe 219,- NOK kein gutes Preisleistungsverhältnis. Den einzigen Pluspunkt den der Laden bisher verbuchen kann ist, dass die Musik erstaunlich passabel ist. Und die Location selbst ist auch nett, ja doch.

Die [E6] ist auf einer langen Strecke immer noch eine Baustelle. Auch bei den aktuellen Witterungsverhältnissen wird an vielen Streckenabschnitten eifrig gebaut. Die Bauzeit wird bis 2021 angegeben, da gibt es wohl noch einiges zu tun. Aber wenn das mal fertig ist, dürfte es sich da deutlich entspannter und flotter fahren lassen.

So kurz (ca. 50 km) vor Trondheim dachte ich noch was ist es da im Süden an einigen Stellen noch so hell am Himmel und vermutete es sei die Sonne die sich da durch die Wolken kämpft, aber dafür war es schon viel zu spät und die Erleuchtung ging viel zu weit in den Himmel. Das konnten also nur Polarlichter sein. Da es bewölkt war konnte man ein „tanzen“ nicht ausmachen.

Irgendwas gegen 18:45 Uhr muss ich dann wohl an der Unterkunft angekommen sein. Das „Parkschwein“ muss man dann noch bis 20 Uhr füttern und hat bis morgen früh 8 Uhr Ruhe. Wie auch schon in 2015 gibt es im Hotel kein Frühstück sondern einen Rabatt-Gutschein in einer Bäckerei.

Das restliche „Pale Ale“ wartet darauf getrunken zu werden. Ok, wech mit dem Zeugs…

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Nesna – Trondheim

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Nesna – Trondheim | Die Sonne lässt sich mal kurz blicken

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Nesna – Trondheim | Eine Figur am Swimmingpool am Deck der MS Finnmarken

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Nesna – Trondheim | Schroffe Felsen

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Nesna – Trondheim | Der Polarkreis ...

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Nesna – Trondheim | Der Polarkreis ...

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Nesna – Trondheim | Immer weiter zwischen Inseln und Festland

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Nesna – Trondheim | Immer weiter zwischen Inseln und Festland

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Nesna – Trondheim | Warten auf die Fähre von Nesna nach Levang

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Nesna – Trondheim | Der Aufenthalt des Hurtigruten-Schiffs in Nesna ist nur sehr kurz, sofort verschwindet es im Schnee-Gestöber

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Nesna – Trondheim | Alleine am Fähranleger in Nesna

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Nesna – Trondheim | Schwaches Nordlicht ist zu sehen, kurz vor Trondheim, wenn man es selbst ganz dunkel im Zimmer hat, sieht man es sogar hier in der Video-Aufnahme

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Mi 06.02.2019 Trondheim – Kristiansund / 4 Std. 25 Min. (292 km)

Svolvær - 06.02.2019 17:00
Schiff: M/S Finnmarken
Fahrzeit: 21,5 Stunden
Ankunft Ihres Schiffs: Bergen - 07.02.2019 14:30
Kabine 1: USPL (Utvendig uspesifisert lugar som kan ha koøye[1] eller begrenset/ingen utsikt. Øvre, miderste og lavere dekk).

1 Ochsenauge, Bullauge.

Der Hurtigrutenkai (Holmakaia) befindet sich zentral in der Stadtmitte, am Westteil der Stadt (Astrupgate 9 - 63°6'52.17” N / 7°44'13.74” E).

Trondheim – Kristiansund | „ja, doch“

Es stellt sich die Frage welche Rechtfertigung unser hochverehrter Oheim dafür hat, dass er seinen Neffen hat in der „Trondjhem Microbryggeri“ ins offene Messer, sprich ins schlechte Bier, hat rennen lassen? Gelten würde, a) er war noch nie da, b) als er das letzte Mal da war, gab es das Etablissement noch nicht oder c) das letzte Mal hat das Øl noch so gut geschmeckt, dass man davor noch nicht warnen musste. Ich bin auf seine Version gespannt.

Wieder im Hotel zurück gluckerte es immer noch, es hörte sich an, als ob ständig irgendwo Wasser läuft und das durch die Wand rauscht. Wie sich dann heraus stellte war es die Heizung, wenn man sie zu drehte hörte auch das Gluckern auf. Dann war es himmlisch still.

Fast Punkt 8 Uhr bin ich zur Hoteltür raus und habe mir in der Bäckerei „Godt Brød Trondheim“ etwas zum Frühstücken geholt, dazu hat man vom Hotel einen Bon mit einem Rabatt, weil es dort kein Frühstück hat. Die Bäckerei liegt fast um die Ecke. Zwei junge Bäcker standen in der offenen Backstube und bereiteten Backwaren zu. Neu war meiner Meinung nach ein kleiner weiterer Tresen, an dem Sandwiches frisch zubereitet wurden. Und Kaffee to-go war mir auch neu. Die leckeren Teile die ich hier bei der letzten Gelegenheit erstanden hatte waren entweder schon aus oder heute nicht im Angebot. Es gab nur Rosinenbrötchen, davon habe ich mir drei genommen und einen Kaffee to-go. Die Brötchen waren lecker, schön saftig. Auch hier wieder das Urteil, da merkte man, dass das keine Fabrikware war, sondern vom Bäcker deines Vertrauens.

Es war bei Abfahrt in der Stadt mit -9°C ziemlich frisch, der Verkehr war mäßig, in der Kernstadt waren eh vergleichsweise wenig PKW unterwegs, dafür viele Busse. Eine der Hauptverkehrsstraßen war umgestaltet, es gab auf beiden Seiten Radwege und dann einen kompletten Haltebereich für gleich mehrere Busse, quasi mitten auf der Straße, so dass Autos auf jeden Fall anhalten müssen. Aber eine City-Maut, so wie z. b. in Oslo, gibt es meines Wissens nach (noch) nicht.

In Richtung Osten war es fast wolkenfrei, die Sonne kündigte sich orangerot an. Auf der schnell breiter werdenden Ausfallstraße kommt man gut voran. Nun suchte ich einen Platz um die schöne Wettersituation zu fotografieren und fuhr einfach bei der nächsten Gelegenheit ab. Da wo ich dachte führte die Straße aber nicht hin. Das war aber nicht schlimm, denn ich sah ein Hinweisschild für Granåsen.

Das war mir bekannt, dort sind zwei Sprungschanzen die man auf einer Webcam sehen kann. Also geht es dahin. Direkt von der Straße ab ist ein riesiger Parkplatz, dort standen nur eine gute handvoll Autos. Der Knaller war, dort feuerten zwei Schneekanonen volles Rohr, dabei lag da echter Schnee genug herum, irre. Allerdings muss man sagen, dass vor 2-3 Wochen auf der Webcam zu sehen war, dass der vorher üppig liegende Schnee dahin gemeuchelt war. Und LKWs karrten Schnee heran, somit scheinen die den Schnee also für schlechte Zeiten auf Vorrat zu produzieren.

Dann wieder zurück auf die [E6] und dem heutigen Tagesziel Kristiansund entgegen. Schon kurz hinter Trondheim fiel die Temperatur ständig weiter, zwischenzeitlich auf -18°C. Auch die Zwanzigermarke wurde geknackt, für kurze Zeit hatte es -22°C. Auch wenn es um Oppdal heute wohl den höchst gelegenen Punkt der Strecke hatte war zu dem Zeitpunkt die Temperatur schon wieder am steigen. Innerhalb kürzester Zeit auf 0°C.

An einem Fotohalt stellte ich fest, dass das Auto nicht einfach nur total verdreckt war, das war offensichtlich, nein es war auch großflächig - mutmaßlich von Tauben - verk___t. Was für eine Sauerei. Dass die Karre auf so einer Fahrt total verdreckt nach Hause kommt ist nix Neues, aber diese Placken, geht ja gar nicht. In Kristiansund hatte ich zuerst getankt und bin dann erst auf die Idee gekommen, vllt. doch in eine Waschstraße zu fahren, die Temperaturen sind ja mit um den Gefrierpunkt kein Hinderungsgrund, außerdem steht das Auto später recht warm an Bord des Schiffes.

An einer Tankstelle mit Waschanlage fuhr ich ab, ging in den Shop und fragte, ob ich eine „bilvask“ (Autowäsche) haben kann - jetzt mal unbenommen der Tatsche, ob man wirklich so fragt, ein Norweger würde das evtl. anders formulieren, denn genau genommen will ich ja keine Auto-Wäsche sondern die Karre soll sie bekommen. Es kam die Gegenfrage, ob ich auch die Spezialbehandlung XY haben wollte. Was das sein könnte hatte ich allerdings nicht verstanden und bat um Aufklärung. Dann fragte mich die Fachkraft, ob ich „German“ wäre, ich sage, ja. Und dann traue ich meinen Ohren nicht, in breitestem Sächsisch erklärt er mir dann, dass mit diesem Asphaltentferner nicht nur der Asphalt sondern auch das Salz entfernt wird. Es wird noch besser, nun schaltet sich auch noch die zweite Servicekraft hinter dem Tresen ein und stimmt seinem Kollegen ebenfalls auf Sächsisch zu. Ich dachte ich bin im falschen Film.

Jetzt habe ich also auch mal eine norwegische Auto-Waschanlage von innen gesehen. ;-) Das Ergebnis war ordentlich.

In der Nähe des Hurtigruten-Terminals habe ich geparkt und bin in „die Stadt“ gelaufen. Es ist alles sehr übersichtlich. Im Hafen liegt ein altes Hurtigruten-Schiff, die „Nordstjernen“. Gegen 16 Uhr war ich wieder am Auto zurück, es begann zu schneien, immer heftiger. Gegen 16:30 Uhr sollte das Schiff ja ankommen und in der Tat, da bog es auch schon um „die Ecke“ und steuerte die Mole an. Nun schnell die Karre an Bord, an der Rezeption die Kabinenkarte besorgen (das Mädel dort fragte etwas irritiert, ob ich nicht schon mal an Bord war, ja, das war ich ;-)) und an Deck. Denn die Lichtverhältnisse waren noch gut und auch das Auslaufen konnte noch mit guter Beleuchtung gefilmt werden.

Nun sitze ich in einem Bereich auf Deck 7 in dem Pianobar-Musik gespielt wird, also nicht live sondern aus der Konserve, aber das macht nix, es ist herrlich, warum hatte ich das vorgestern nicht schon entdeckt. Und hier kann man genauso wenig draußen sehen wie ein Stock höher. ;-) Jetzt spielt sogar das e.s.t., ja großartig.

Meine Kabine liegt auf Deck 2, ziemlich weit am Bug, das bedeutet, selbst bei mäßigem Seegang wie jetzt rauscht und bollert die See so stark, dass es relativ laut und unruhig ist. Mal sehen wie das schlafenstechnisch so wird.

Es ist 22:44 Uhr und auf Deck 7 ist schon alles ausgestorben, auch die Musik wurde ausgestellt, Bin mir nicht sicher, ob ich noch ein Øl ergattern könnte, das geht aber nur auf Deck 8, also hurtig mal eine Ebene nach oben… Ja, der Bartender ist noch auf Sendung. Es spielt noch Musik, „I'm a soul man“, das kann sich hören lassen. Es sitzt nur noch eine handvoll Passagiere da. Wenn man es richtig deutet, dann schüttet es draußen. Die Wettervorhersage für morgen, Bergen, na, dreimal darf man raten, es soll regnen. In Haugesund auch, selbst für Haukeli ist am Samstag Regen bei +1°C vorhergesagt. Das ist krass, denn das liegt ziemlich hoch, knapp 1.000 Meter, wenn ich mich nicht täusche.

Seit Kristiansund fahren wir die ganze Zeit so nahe an der Küste entlang, dass man immer irgendwo Lichter an Land sieht, die See ist weiterhin ruhig.

Es spielt Musik von vor den üblen 80ern, guter Bartender ;-) Er pfeift, leicht schräg, dazu, cool. Das gibt extra Punkte in der Kür. So, jetzt sei der letzte Satz für heute notiert. Ende Gelände.

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Trondheim – Kristiansund

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Trondheim – Kristiansund | Vermutlich der gesamte Berg Schnee wurde von den Kanonen da hingepustet

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Trondheim – Kristiansund | Granåsen skisenter ...

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Trondheim – Kristiansund | Granåsen skisenter ...

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Trondheim – Kristiansund | Am Granåsen skisenter

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Trondheim – Kristiansund | Die Gaula ...

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Trondheim – Kristiansund | Die Gaula ist ein Fluss in Trøndelag, Norwegen

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Trondheim – Kristiansund | Kurz vor Oppdal

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Trondheim – Kristiansund | Kurz vor Oppdal

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Trondheim – Kristiansund | Kurz vor Oppdal

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Trondheim – Kristiansund | Kurz vor Oppdal

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Trondheim – Kristiansund | Skigebiet in Oppdal

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Trondheim – Kristiansund | Auf dem Weg nach Sunndalsøra

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Trondheim – Kristiansund | Am Sunndalsfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Am Sunndalsfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Am Sunndalsfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Am Sunndalsfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Am Sunndalsfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Die Nordstjernen im Hafen von Kristiansund

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Trondheim – Kristiansund | Kristiansund

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Trondheim – Kristiansund | Nordlandet kirke ...

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Trondheim – Kristiansund | Denkmal für die Semänner von Kristiansund die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen sind

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Trondheim – Kristiansund | Denkmal für die Semänner von Kristiansund die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen sind

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Trondheim – Kristiansund | Die kleine Fähre schippert die einzelnen Ortsteile von Kristiansund an

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Trondheim – Kristiansund | Doppelt genäht hält besser

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Trondheim – Kristiansund | Die Fähre fährt immer im Kreis (Raute)

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Trondheim – Kristiansund | Meine Kabine im vorderen Bereich des Schiffs. Blick nach draußen durch die Bullaugen

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Trondheim – Kristiansund | Ey, du Spanner. ;-)

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Trondheim – Kristiansund | ;-)

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Trondheim – Kristiansund | Blick durch das Bullauge nach draußen

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Trondheim – Kristiansund | Das Schiff hat gerade abgelegt

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Trondheim – Kristiansund | Das Schiff hat gerade abgelegt

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Trondheim – Kristiansund | Das Schiff hat gerade abgelegt

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Trondheim – Kristiansund | Bremsnesfjorden ...

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Trondheim – Kristiansund | Bremsnesfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Bremsnesfjorden

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Trondheim – Kristiansund | Eine Fähre in Molde

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Trondheim – Kristiansund | Häuserzeile am Ufer

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Trondheim – Kristiansund | Eine Fähre läuft Molde an

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Trondheim – Kristiansund | „Wasserspiele“ am Swimmingpool der MS Finnmarken

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Trondheim – Kristiansund | Logo am Schornstein

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Trondheim – Kristiansund | Das Schiff läuft aus

Do 07.02.2019 Bergen – Haugesund, 'Flathauggaten 47', 3 Std. 10 Min. (139 km)

Flathauggaten 47 – 47 Flathauggata, 5523 Haugesund, Norwegen – Tel: +47 900 43 737 – N 059° 25.003, E 05° 15.260 – Eine (kostenlose) Parkmöglichkeit sollte sich laut Beschreibung der Unterkunft in der Nähe befinden.

Planmäßig soll das Hurtigruten-Schiff um 14:30 Uhr in Bergen ankommen. Bei den letzten beiden Gelegenheiten war das nicht der Fall, erst gegen 15 Uhr bin ich effektiv in Bergen losgefahren. Auf der direkten Route über die E39 sind 139 km zurück zu legen, was gut 3 Stunden dauern soll, eine 40-minütige Fährfahrt eingeschlossen. Da die Strecke komplett auf Meereshöhe verläuft ist mit Schnee-Störungen nicht zu rechnen.

Fahrplan Fähre Halhjem-Sandvikvåg. Die Überfahrt dauert ca. 40 Minuten, mögliche Abfahrtszeiten 15:35, 16:00, 16:25, 16:50. Billettprisar: Klasse B2, 0m - 6m, 231 NOK, Takstar for køyretøy inkl. førar. Trafikkmeldingar.

Ofte stilte spørsmål: ...

Statt der einen langen Fährfahrt von Halhjem nach Sandvikvåg kann man auch zwei kleine Überfahrten nutzen und kommt so noch mal etwas weiter ins Hinterland.

Dazu nimmt man die E39 die südöstlich aus Bergen herausführt und setzt dann in Hatvik mit der Fähre über nach Venjaneset, die Überfahrt dauert 12 Minuten. Allerdings verkehrt sie nur ca. alle 40 Minuten. In 2018 kostet die Überfahrt für ein Fahrzeug der Kategorie B2 (kleiner 6m) 90 NOK, eine Person 36 NOK, wobei nicht klar ist, ob im Fahrzeugpreis der Fahrer schon inkludiert ist. Man kann sich allerdings diese Fähre auch sparen und über Norheimsund fahren, was allerdings schon ein größerer Umweg wäre, es würde auch genügen auf der 7 bereits in Haga auf die 48 abzubiegen.

Um die Fähre von Hodnanes nach Jektevik kommt man aber so leicht nicht drumherum. Die Überfahrt dauert 10 Minuten und der Takt ist tagsüber alle ca. 35 Minuten.

Schwierig zu sagen welche Route man nehmen soll. Da ich noch nie in Haugesund war würde es sich vielleicht lohnen direkt von Bergen dort hinzufahren, statt noch lange Umwege mit evtl. ungewissen Straßenverhältnissen in Kauf zu nehmen.

Bergen – Haugesund | „kein Regen, doch Regen“

Die See war über Nacht weiter ruhig geblieben, aber die Wellen schlugen laut an den Bug, unruhiger Schlaf deshalb. Der Frühstücksraum war gut gefüllt und komischerweise war der hintere Teil noch nicht geöffnet, trotzdem konnte ich ausnahmsweise einen Fensterplatz ergattern. Aber es war nicht die Sonnenseite, die andere Seite allerdings auch nicht, es ist sehr trüb, die See ist weiterhin gnädig. Nach dem ausgiebigen Frühstück habe ich schon mal das Zeugs gepackt und die Kabine geräumt, um 10 Uhr soll sie geräumt sein.

Um 10:30 startet auf Deck 8 die Musikstunde, die Hinweise des Guides per Ansage sind lustig formuliert, man möge doch seine Mobiltelefone beim späteren Verlassen des Decks wieder einschalten und könnte dann auch wieder dem Gefängnis des Mundes Worte entweichen lassen.

Es kommt auch zum Vortrag von „Morning Mood“ [1], Peer Gynt Suite No. 1, Opus 46, ist das nicht herrlich… Da kann es draußen noch so ungemütlich sein, da geht trotzdem die Sonne auf. Edvard Grieg ist gleich zwei Mal vertreten. Das zweite Grieg-Stück ist ebenfalls aus Peer Gynt Suite No. 1, Opus 46, „Åses Død“ („The Death of Åse“). Dieses Mal hat es neben den norwegischen Titeln nur englische Übersetzungen. Eine sehr schöne Zusammenstellung der Musik, tusen takk.

Der Guide verkündet am Ende, dass man nun wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann, das Mittagessen wird serviert. Also ich habe noch keinen Hunger, allerdings wird heute nur bis 13:00 Uhr etwas zu bekommen sein.

Bisher habe ich ja mittags eher selten was gegessen, jetzt hier auf dem Schiff hat man ja Zeit. Nach dem Essen könnte man glatt ein Mittagsschläfchen machen.

Heute scheint das Schiff fast pünktlich an zu kommen, es ist 13:49 Uhr und der Hafen von Bergen ist schon zu sehen. Zu bemerken ist, es regnet nicht! Ja hallo, was ist denn hier kaputt? ;-)

Hatte nicht genauer auf die Uhr geschaut, aber ich glaube wir waren sogar etwas früher angekommen, planmäßige Ankunft war ja erst 14:30 Uhr. Aus Bergen heraus war man flott, der übliche Feierabendverkehr hatte wohl noch nicht eingesetzt. Da ich dem Navi abgewöhnt hatte mir Routen unter Benutzung von Fähren vorzuschlagen, ich diesen Umweg aber nicht fahren wollte, also erst mal die Optionen geändert und dann konnte man auch die Route wählen bei der man nur eine Fähre nutzt, die von Halhjem nach Sandvikvåg. Und nur wenige Minuten später nach dem ich am Fähranleger ankam lief auch schon die Fähre ein, perfektes Timing. Diese Strecke bin ich ja schon mal gefahren.

Ab 01.01.2019 kann man die Fähre auch mit AutoPass bezahlen, allerdings stand da noch ein Hinweis am Kassenhäuschen, den ich nicht so genau zu deuten wusste. Aber die Dame im Häuschen hat mich mit dem brikke durch gewunken. Die Zahlstation hatte ich allerdings noch nicht ausmachen können, evtl. kommt sie erst auf der anderen Uferseite. Kaum hatte ich den Wagen verlassen, die Fähre hatte schon abgelegt, ging bei einem Wagen die Alarmanlage an. Ich dachte sofort, das ist bestimmt meine Reisschüssel, denn auf der Fähre von Nesna nach Levang sah ich von innen alle vier Blinker munter vor sich hin blinken, die Alarmanlage hatte ich allerdings nicht gehört. Einmal auf- und wieder zu schließen behob damals das Problem. Heute ging ich erst mal vom obersten Deck wieder nach unten, um zu prüfen, ob es wirklich wieder meine Schüssel war. Und so war es. Also auf- und wieder zu schließen. Keine 20 Sekunden später ging das Gejaule wieder los. Man was ein Sensibelchen. Es half nix, ich hatte schnell ein paar Fotos geschossen und ging dann wieder zurück ins Auto. Jetzt sitzt man fast 40 Minuten in der blöden Schüssel rum. Vermutlich deutet irgendein Bewegungsmelder im Auto das Geruckel, im Zusammenhang mit dem Stillstand des Fahrzeugs, als Diebstahlversuch.

Dann eben noch mal kurz die Augen zu und etwas „power napping“. Die Fähre legt an und es schüttet wie aus Kübeln, bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Bei dem Wetter habe ich keine weiteren Fotostopps eingelegt. Das Navi hatte mich gut zum Ziel gebracht. Heute bin ich ja in keinem Hotel untergekommen, sondern in einem Appartement. Zum Glück hatte ich mir das Ganze schon mal im Internet angeschaut und wusste wie das Gebäude aussieht, denn nach einer Hausnummer habe ich lange gesucht. Es ist ein Neubau. Die Frage die sich mir stellte, wie komme ich nun in das Haus und in die Wohnung. Nicht lange gefackelt und die Nummer angerufen die bei der Buchung angegeben war. Die Stimme am anderen Ende entschuldigte sich sofort dafür, dass evtl. die Reinigung der Wohnung noch im Gange sei. Das Zugangsprozedere wurde beschrieben und voila, Sesam öffne dich. Als ich die Wohnungstür aufschloss war die Reinigungskraft gerade mit letzten Handgriffen beschäftigt. Jetzt galt es alle Norwegisch-Kenntnisse zusammen zu kratzen, denn sie war Polin und sprach wohl kein Englisch, aber wir kamen klar. Sie sei heute erst gegen 16:30 Uhr aus Polen wieder zurück gekommen und sofort vom Besitzer zum Dienst gebeten worden, um die krank gewordene andere Kraft zu ersetzen. Das Timing war perfekt, als ich meine Sachen aus dem Auto holte begegnete sie mir schon. Alles tip-top in Ordnung.

Noch mal kurz checken wie ich zu Fuß in die Stadt komme und wo die Kneipe liegt wo ich hin will. Habe die dann auch auf Anhieb gefunden, aber es ist wirklich nur eine Kneipe, da gibt es nix zu Essen. Aber kein Problem, hier hat es eine Kneipe, Restaurant und „Nattklubb“ nach der Anderen. Wenn sich nix finden lässt, einen EGON hat es hier auch, als Notnagel. Aber war nicht nötig, bin in der „MM Cafe og Bar“.

Eigentlich ist ja Energie in Norwegen deutlich günstiger als bei uns, so wird ungeniert für die Raucher draußen vor Restaurants und Kneipen mit Wärmestrahlern geheizt. Aber in Restaurants und Kneipen ist man bei der Beleuchtung sehr sparsam, es ist so schummerig, dass man kaum die Karte lesen kann. Das ist natürlich geflaxt, die sparen da bestimmt keinen Strom, das ist auch in Schweden so Usus, bei der Beleuchtung wird im Zweifelsfall eher etwas zu wenig als zu viel eingesetzt.

Als Pivo habe ich ein „Skudenes IPA“ gewählt, obwohl es aus der Flasche kommt, schmeckt es um Längen besser als das in Trondheim. Und zu Essen gab es „Torskefilet“, da hatte ich mich ja bisher noch nie ran getraut. Hmm, war das lecker.

[1] Komischerweise gibt es hier gar keinen Originaltitel dazu, der deutsche Titel der mir in Erinnerung ist lautet aber in der Tat „Morgenstimmung“.

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Bergen – Haugesund

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Bergen – Haugesund | Wuschhhhhhhhhhhhh

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Bergen – Haugesund | Immer in Sichtweite der Küste und vorgelagerter Inseln

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Bergen – Haugesund | Immer in Sichtweite der Küste und vorgelagerter Inseln

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Bergen – Haugesund | Merkesvik

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Bergen – Haugesund | Berland

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Bergen – Haugesund | Auf der Überfahrt nach Sandvikvåg

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Bergen – Haugesund | In der Smedasundet (so heißt die Straße hier) hat es eine Kneipe und ein Restaurant am anderen

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Bergen – Haugesund | Brücke die nach Risøy führt. Risøy ...

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Bergen – Haugesund | Von der Brücke die nach Risøy führt

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Bergen – Haugesund | In der Smedasundet (so heißt die Straße hier) hat es eine Kneipe und ein Restaurant am anderen

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Bergen – Haugesund | 49" im Hintergrund. Der H-A-M-M-E-R

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Bergen – Haugesund | Das im Hintergrund ist ein 49" UHD 4K Smart TV MU6100 Series 6. Im Vordergrund ist der Notebook-Bildschirm. Bereits auf dem Notebook ist die Darstellung des Forums mehr als suboptimal, die gezeigten Bilder sind klitzeklein. Man vergleiche das mal mit der vorherigen Aufnahme wo ein Foto Vollbild gezeigt wird. Was für ein Unterschied. Ich verstehe nicht, warum man die Option Bilder in einem Forum zu zeigen bevorzugt.

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Bergen – Haugesund | Das im Hintergrund ist ein 49" UHD 4K Smart TV MU6100 Series 6. Im Vordergrund ist der Notebook-Bildschirm.

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Re: Norge 2019 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Di, 26. Mär 2019, 20:26

Fr 08.02.2019 Haugesund – Røldal – Haukeli, 'Haukeli Hotel', 3 Std. 2 Min. (193 km)

Haukeli Hotel – Hauganvegen 1, Haukeli, 3895, Norwegen – Tel: +47 35 07 02 14 – N 59° 44.104, E 7° 33.130 – Parkmöglichkeit direkt am Hotel.

Im Sommer gäbe es eine Alternative, nämlich über Sauda, aber die Strecke ist ab dort dann gesperrt. Also bleibt nur die [E134]. Bevor man dann links die [13] nach Skare und Odda runter fährt bleibt man einfach auf der [E134]. Ab da kenne ich die Strecke schon von früheren Fahrten.

Man könnte mit der Gaustabahn auf den Gaustatoppen (1 883 m.o.h.) fahren.

Gaustatoppen, in der Landessprache oft auch nur Gausta genannt, ist ein Berg in der norwegischen Provinz Telemark südlich der Stadt Rjukan. Mit einer Höhe von 1883 moh. ist er der höchste Berg der Provinz. Durch seine Kegelform ragt er aus der Landschaft heraus. Bei guter Fernsicht ist es möglich ein Sechstel Norwegens zu überblicken, was ca. 60.000 km² entspricht. Der Blick reicht im Osten bis zur schwedischen Grenze, im Süden bis zum Meer. Der Südhang des Berges ist sehr steil und unzugänglich; das Wrack eines Flugzeuges liegt dort und wurde aufgrund der Lage nie geborgen.

Mehrere Wege führen auf den Gipfel. Der leichteste Aufstieg beginnt am Parkplatz Stavsro (1173 m) an der Straße zwischen Rjukan und Tuddal. Die Gehzeit bis zum Gipfel beträgt zwischen 2 und 3 Stunden. Der teilweise sehr steinige Weg überwindet auf 3,5 km Länge einen Höhenunterschied von ca. 700 m und ist mit roten T gekennzeichnet. Von Tuddal aus gibt es ebenfalls eine Route zum Gipfel, jedoch ist die Gehzeit länger.

Des Weiteren existiert ein Pfad von Selstali westlich des Gaustatoppen. Dieser Weg ist sehr steil. Er ist ebenfalls mit roten T gekennzeichnet.

Den Gipfel an sich erreicht man über einen schmalen Felsgrat.

Unterhalb des Funkturms, auf 1860 m, liegt eine Berghütte, die von Mittsommer bis Mitte September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist. Die Hütte wurde im Jahre 1893 gebaut und wurde 1998 erweitert. Übernachtungen in der Hütte sind nur nach vorheriger Reservierung möglich.

Aufgrund der Höhe und Lage des Berges wurde er während des Kalten Krieges als Radar- und Funkstation genutzt. Erst 1995 endete die militärische Nutzung. Eine 55 m hohe Antenne wurde 1970 auf dem Berg errichtet und für Radio und Mobilfunk genutzt. Um den Gipfel ganzjährig erreichen zu können wurde zwischen 1954 und 1959 von Rjukan aus eine Bergbahn („Gaustabanen“) in den Fels getrieben. Sie besteht aus einer 850 Meter langen horizontal verlaufenden „Flachbahn“ und einer steilen Standseilbahn mit 1045 Meter schräger Länge. Die Baukosten beliefen sich damals auf rund 1 Mio. US-Dollar. Um die Kosten zu refinanzieren sollte die Bahn von Anfang an auch von Touristen genutzt werden, aufgrund der Geheimhaltung während des Kalten Krieges kam es aber erst viel später dazu. Selbst lokalen Einwohnern war die Existenz der Bahn nicht bekannt. Die Bergbahn beginnt an der Straße zwischen Rjukan und Tuddal auf 1170 m mit einer horizontalen Bahn. Nach einer Fahrtstrecke von 860 m befindet sich im Berginneren eine Transitstation, wo Passagiere Umsteigen müssen. Von dort beginnt die Standseilbahn, die auf einer Länge von 1.050 m 650 Höhenmeter überwindet. Die Bergstation befindet sich auf 1800 m und damit etwa 75 m unterhalb der Berghütte, am Ende eines Tunnels im Berg. Die Standseilbahn hat eine Steigung von 39°. Die Bergbahn wird seit 2004 kommerziell genutzt.

Am Gipfel des Gaustatoppen endet der Norseman Xtreme Triathlon, der in Eidfjord beginnt. Im Winter ist der Gaustatoppen ein beliebtes Ziel für Alpinskifahrer wie auch Langläufer.

In Rjukan gibt es im Winter den Sonnenspiegel in Aktion zu sehen. Da im Winter die Sonne nicht ins Tal kommt, hat man auf einem Hügel den Solspeilet (Spiegel) installiert, die die Sonne auf den Marktplatz umlenken.

Man könnte sich auch das Kraftwerk Vemork anschauen. Heute befindet sich im Kraftwerksgebäude das Norwegische Industriearbeitermuseum. Für die Stromerzeugung wird eine unterirdische Anlage genutzt. Die Anlagen um Vemork einschließlich der Bahnstrecke und der früheren Unterkünfte wurden im Juli 2015 zusammen mit Notodden in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Aber im Februar haben die geschlossen.

Mit der Rjukanbanen könnte man fahren. Ja, auch hier ”könnte” man, denn die Bahn fährt nur während ein paar Wochen im Sommer (1. Mai - 30. September).

Haugesund – Haukeli | „Großes Geschenk“

Grau und trist war es bei der Abfahrt in Haugesund. Ach ja, noch ein Wort zum Appartement. Es liegt im vierten Stock des Gebäudes, alles ist eingerichtet für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zwei Leute können hier bequem und mit viel Platz unterkommen.

Der absolute Knaller war der Monitor, ich schätze mal 50" oder größer, das Typenschild habe ich mal fotografiert es aber noch nicht ausgewertet. Aber die Größe war nicht alles, das war nicht einfach Full-HD, das dann aufgeblasen wird, das war 4K, Hölle was ein Bild. Sich darauf die Fotos oder die Videos anzuschauen, grandios.

Eine Bäckerei habe ich auf der Fahrt durch die Innenstadt von Haugesund auf die Schnelle nicht ausgemacht, aber ich habe was Besseres gefunden, an einer Tankstelle gab es etwas typisch Norwegisches zu kaufen, ein „mat pakke“ (Essenspaket), in dem Fall vier üppig belegte Brote, eins mit Lachs, eins mit einer aufgeschnittenen Bulette, eins mit Salami und eins mit gek. Schinken und Käse, je mit Blattsalat und weiterem Beiwerk. Alle sehr lecker, natürlich nicht alle auf einmal.

Ruckzuck hatte es heftig angefangen zu schütten, nicht so schön. Und obwohl man schnurstracks ins Landesinnere fuhr ging es nicht bergauf, ewig fuhr man an unterschiedlichen Fjorden entlang. Plötzlich tauchte eine Bohrplattform am Ende eines Fjords auf, was ein Trumm von Stellage und nur wenige hundert Meter weiter noch eine, irgendwas mit Panama stand dran. Die werden doch nicht solche Plattformen in Norwegen bauen oder warten und dann wieder durch die halben Weltmeere zurück schippern.

Irgendwann war dann auch der letzte Fjord zu Ende und es ging endlich bergauf und dann dauerte es auch nicht lange und der Regen ging in Schnee über und es lag auch wieder jede Menge Schnee in der Landschaft. Den ganzen weiteren Tag, egal wie hoch ich auch kam, kälter als -2°C wurde es nicht, selbst nicht auf über 1.000 m.

Einig Fotohalte folgten, denn ab und zu lugte sogar die Sonne etwas durch die Wolken. Am Rødal Skizentrum, direkt nach dem Tunnel, war etwas Betrieb. Vereinzelt wedelten ein paar Skifahrer die Hänge herunter. Allerdings war das Wetter jetzt nicht so traumhaft, dass es sich gelohnt hätte mit einem Sessellift nach oben zu fahren und die Aussicht zu genießen. Also ging es weiter. An der Stelle nach Rødal wo ich letztes Jahr fürs Kolonnekjøring in der Schlange stand war heute alles ok. Die Straße schraubt sich ab da immer weiter nach oben.

Weil ich an der Haukeliseter fjellstue bisher immer vorbei gefahren war, ich musste ja immer die Fähre in Kristiansand erreichen, hielt ich dieses Mal an. Genehmigte mir einen Kaffee und zwei außerordentlich leckere kanel (Zimt) Teilchen. Super fluffig und locker. Und wie ich so gemütlich da saß kam draußen über der Ebene die Sonne heraus, grandios. Nun aber jetzt ruckzuck die beiden Teilchen runter gedreht, damit man diese Wetterepisode auch fest halten kann. Dann noch schnell die warmen und breiten Winterstiefel angezogen, auf die lange Skihose hatte ich verzichtet, es war fast windstill und ich wollte ja auch keine ewig lange Tour unternehmen, was vermutlich eh nicht möglich war, denn abseits der kleinen Straße würde man vermutlich tief im Schnee versinken, selbst da wo Skilangläufer eine Spur gezogen hatten.

Und genau so war es, man sank knöcheltief ein, das war anstrengend so zu laufen. Und es zog sich auch langsam wieder zu. Also weiter auf die Piste. Nächster Halt dann am Haukelifjell Skisenter. Da stehen eine handvoll Lifte in der Gegend herum, alles Tellerlifte soweit ich das sehen konnte. Es war wenig los, die Piste direkt vor meiner Nase war minutenlang auf der gesamten einsehbaren Strecke komplett leer. Dann wedelten mal wieder 2-3 Leute runter, fuhren an den Skilift, 0 (in Worten Null) Minuten Wartezeit dort, und fuhren wieder nach oben. Gegenüber den Alpen sind das hier ja diesbzgl. wahrhaft paradiesische Zustände, allerdings sind die Abfahrten auch eher überschaubar lang und eher sanft, denn super steil.

Und wieder weiter zum Tagesziel Haukeli. Kurz am Hotel einchecken, schönes Zimmer, geräumig, zwei Sessel und kleines Tischchen. Erst mal kurze Pause auf dem Zimmer. Es fängt an zu schneien. Klamotten anwerfen und mal die Lage peilen, ob und wo man ein paar Schritte um den Block gehen kann. Und ja, es führt ein breiter, bestens geräumter, Fußgänger und Radweg runter zur Tankstelle, ca. 800 m zu Fuß. Aber da hat es auch einen SPAR mit einer Postfiliale. Endlich eine Gelegenheit „frimerker“ Briefmarken zu kaufen. Der Schalterbeamte versichert mir, dass das Porto für eine Postkarte „Europa“ schlappe 21,- NOK beträgt. Ich habe noch alte Briefmarken, die so ultra alt eigentlich nicht sein dürften, damals kosteten sie noch 13,- NOK. Donnerschlag, das ist aber eine gesalzene Preiserhöhung. Die Homepage https://www.posten.no/priser sagt in der Tat 21,- NOK für bis 20 g nach Europa, Unterscheidungen nach Briefen und Postkarten gibt es wohl keine. Aber digitale Übermittlungen hin oder her, es gibt ja auch noch nicht elektronisch angebundene Leute. Und wo es hin führt, wenn Leute die Briefpost nicht mehr benutzen haben wir ja auf Spitzbergen gesehen. Da wird einfach ein Postflieger gestrichen und dann ist das Geschrei groß.

Am Hotel hat es auch einen „Joker“ (Lebensmittelladen) dort habe ich mir mal ein paar hopfenhaltige Getränke gekauft, für den Abend. Denn der Plan ist, nicht im Hotel zu Abend zu essen, sondern ins „Nachbar“-Dorf nach Hovden zu fahren. Das sind 28 km Wegstrecke. Jetzt nicht unbedingt der Rede wert. Aber es geht direkt ab Hotel heftig nach oben (12% Steigung) mit ein paar schönen Serpentinen wie in den Alpen, dann geht es mehr oder weniger auf einem Level von 960 m recht gerade aus nach Hovden. Die Steigung war perfekt zu meistern, kein Rutschen oder Schlingern, auf der komplett verschneiten Straße, denn es schneite immer noch. Unterwegs hatte es schon ein paar nette Schneeverwehungen.

Im Restaurant habe ich erst mal gefragt, ob ich etwas zu essen bekommen kann, denn es saßen nur zwei größere Gruppen da, das sah etwas aus wie eine kleinere geschlossene Gesellschaft. Nein, nein, das geht klar. Ich hatte dann kaum bestellt, kam auch schon das Essen. Ich hatte mir Biffsnadder ([Beef]Steak-Leckerei) bestellt, aber da wusste ich noch nicht ganz genau was das eigentlich ist, klar, biff ist Fleisch, das wusste ich auch, aber was genau, das habe ich mal auf mich zukommen lassen. Der Teller stand dann auf dem Tisch, das sah schon mal sehr gut aus und roch auch so. Und dann, hmm, das war wirklich lecker, Filet in Streifen geschnitten, dazu gedünstetes Gemüse und Pommes, mit Beilagensalat. Alles sehr gut und nicht unscharf gewürzt. Eine sehr gute Wahl. Der Epplemost (Apfelsaft) war auch gut.

Dann wieder die gleiche Strecke zurück. Es schneite immer noch. Und obwohl in meiner Richtung kurze Zeit vorher ein Schneepflug vorbei gefahren war, hatten sich schon wieder einige Schneeverwehungen angesammelt. Aber alles halb so wild. Es fuhr sich perfekt, auch die steile Strecke bergab, mit den Serpentinen. Schade, dass die Strecke so kurz war. Aber zum Haukelifjell wollte ich nicht noch mal zum Spaß hoch, denn da war schon in Haukeli ausgeschildert, dass es da Kolonnekjøring hat. Das muss natürlich nicht sein. Also das Auto wieder geparkt und noch mal einen Spaziergang gemacht, dieses Mal noch etwas weiter als nur bis zum SPAR. Es schneite immer noch, nicht sehr wild aber ziemlich stetig.

Jetzt, kurz vor Mitternacht hat es aufgehört zu schneien. Was sich später nicht als korrekt heraus stellte, man konnte den Schneefall im Schein der Straßenlampen einfach nur nicht mehr so gut sehen.

Beim Sichten der Wettervorhersagen erscheinen ja auch immer vier Artikel die sich ums Wetter drehen, da waren heute zwei von Interesse

Artikel über Svalbard, das Bild zeigt einen alten Friedhof („Auf Spitzbergen treffen beide, Lebende und Tote, auf die Klimaveränderungen“).

Und noch ein Artikel über Svalbard („Im schlimmsten Fall kann es zehn Grad wärmer werden“)

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Haugesund – Røldal – Haukeli

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Haugesund – Haukeli | Ølensvåg ...

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Haugesund – Haukeli | Ølensvåg

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Haugesund – Haukeli | Ølensvåg

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Haugesund – Haukeli | Normand Fortune

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Haugesund – Haukeli | Ølensvåg

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Haugesund – Haukeli | Ølensvåg

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Haugesund – Haukeli | Etnefjorden ...

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Haugesund – Haukeli | Am Røldalskicenter

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Haugesund – Haukeli | Am Røldalskicenter

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Haugesund – Haukeli | Der tiefst gelegene „Heis“ (Lift) in Røldal

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Haugesund – Haukeli | Der tiefst gelegene „Heis“ (Lift) in Røldal

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Haugesund – Haukeli | Der tiefst gelegene „Heis“ (Lift) in Røldal

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Haugesund – Haukeli | Ziemlich gut eingeschneit

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Haugesund – Haukeli | Langsam kommt die Sonne zum Vorschein

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter ...

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Haugesund – Haukeli | Der Wagen wurde wohl länger nicht bewegt

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Haugesund – Haukeli | Herrlicher Sonnenschein

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Haugesund – Haukeli | Spuren im Schnee

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Da wabern schon wieder Wolken an

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Haugesund – Haukeli | Da wabern schon wieder Wolken an

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Haugesund – Haukeli | Haukeliseter

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Haugesund – Haukeli | Spuren im Schnee

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Haugesund – Haukeli | WebCam am Haukeliseter. Da hätte ich jetzt nicht gedacht, dass da so ein schlechtes Bild raus kommt.

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Haugesund – Haukeli | Da wabern schon wieder Wolken an

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Haugesund – Haukeli | Immer noch unterwegs auf der [E134] in Richtung Haukeli

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Haugesund – Haukeli | Das macht bestimmt Spaß

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Haugesund – Haukeli | Kjela ...

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Haugesund – Haukeli | Immer noch unterwegs auf der [E134] in Richtung Haukeli

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Haugesund – Haukeli | Vågslidheisen

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Haugesund – Haukeli | Haukelifjell Skisenter

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Haugesund – Haukeli | Zwei Leute auf der Piste

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Haugesund – Haukeli | Eine Person hat die ganze Piste für sich

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Haugesund – Haukeli | Eine Hütte reiht sich an die andere

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09.02.2019 Haukeli - Rjukan - Haukeli „knapp verfehlt“

Ach ja, vielen Dank auch für das Feedback per Mail, Blog und Telefon. ;-) Sehr nett, das.

Frühstück gibt es erst ab 8 Uhr, also heute früh keine Eile. Den ganzen Abend hatte ich gestern komische Geräusche im Zimmer gehört und heute früh bestätigte sich meine Vermutung, es waren Dachlawinen. Das davon auch mein geparktes Auto betroffen sein könnte, war mir gar nicht in den Sinn gekommen. Der Rezeptionist hatte mich dann auch gleich angesprochen und mich gebeten das Auto umzuparken. Ja Heiland, da waren schon ganz schöne Massen runter gerauscht. Die Fläche wo mein Auto stand war noch nicht abgerutscht.

Das Frühstück war mengenmäßig nicht so üppig aber auf den zweiten Blick war es doch sehr abwechslungsreich.

Dann Abfahrt in Richtung Rjukan, eine Wegstrecke ca. 90 km. Wie die aussehen würde, welche Steigungen, welches Gefälle, wie klein und schmal oder groß und breit die Straßen sein würden, ich hatte keine Ahnung. Zurück blickend kann man sagen, es war alles dabei. Bevor man in den Ort Rjukan rein kommt sieht man noch von der steil im Hang verlaufenden Straße das ehemalige Wasserkraftwerk Vemork. Nach meinen Informationen kann man es im Winter nicht besuchen, ja kann es noch nicht mal erreichen. Im Sucher der Kamera sah ich allerdings Leute am Gebäude und auf meiner Bergseite einen kleinen Parkplatz wo auch Leute standen. Also bin ich da bei nächster Gelegenheit auch runter gefahren. Das erste was ich dann konkret sah, war ein norwegischer Soldat bewaffnet bis an die Zähne, aber er war alleine. Ihn ansprechen wollte ich nicht, auch wenn er meinem Blick nicht auswich. Auf der Brücke stehend vernahm ich Stimmen aus der Schlucht. Da waren ein paar Leute am Klettern, in einem gefrorenen Wasserfall. Auf Ideen kommen die Leute. Die kleine Straße schlängelte sich den Berg hoch. War es vorher noch fast sonnig und hell gewesen, kam jetzt eine Nebelwand das Tal hoch gezogen und es wurde feuchtkalt. Am Gebäude angekommen stellte ich fest, da ist eine Ausstellung zu besichtigen. Und ich hatte mein Portemonnaie im Auto gelassen, weil ich davon ausging, da gibt es eh nix zu gucken. Also zog ich wieder ab. Auf dem Rückweg fragte ich dann einen anderen Soldaten was sie da machen, er antwortete: „An Exercise“. Na, da war ich beruhigt. Im Auto stellte ich dann fest, ich hatte den Geldbeutel doch dabei gehabt. Na das fängt ja gut an heute.

Dann weiter runter nach Rjukan. Dort gibt es den Sonnenspiegel zu begutachten. Naja, wenn a) die Sonne scheint und b) dann auch nur eine Stunde lang im Winter. Punkt a) war schon mal nicht erfüllt und ob der Zeitraum gerade angesagt war, war nicht zu ermitteln. Aber eine coole Idee ist es schon. Weil im Tal im Winter kein direktes Sonnenlicht scheint hatte schon jemand vor über hundert Jahren die Idee so eine Konstruktion zu installieren. Nun hat es vor ein paar Jahren ein Künstler in die Hand genommen und das durchgezogen. Die drei Spiegel werden quasi automatisch der Sonne nachgeführt und sie wird dann immer auf einen zentralen Punkt im Ort gelenkt. Die Temperatur kann dann lokal da unten im Tal um 3-4°C steigen.

Der eigentliche Höhepunkt der heutigen Reise sollte aber der Gaustatoppen sein, er ist 1883 m hoch und kann auch von so fußlahmen Leuten wie mir bequem erreicht werden. Mit dem Auto fährt man hoch zum Parkplatz Stavsro (auf 1173 m) und dann mit einer Flachbahn ca. 850 m in den Berg und dann mit einer Standseilbahn 1045 m hoch. Das war der Plan. Aber mit dem Auto, genau genommen mit meiner Reisschüssel, auf so ein Höhenlevel zu kommen, das ist die Hürde die zu nehmen ist. Der größte Teil der Strecke ist eine ganz normale Straße die alle anderen „Normalos“ nehmen um zum darunter liegenden Skigebiet zu gelangen. Bis dahin alles völlig normal. Aber dann wird die Straße zu einem einspurigen Weg und steiler, alleine wenn da schon einer entgegen käme, da wäre ich aufgeschmissen, da würde ich nie wieder anfahren können. Es kommt aber keiner entgegen ich komme gut voran. Dann kommt ein kleiner, wirklich ein kleiner, Parkplatz in Sicht, aber der ist schon gefüllt, kein Platz mehr. Der Weg macht eine Kurve und wird noch steiler, ich werde langsamer, bleibe stehen und dann komme ich nicht mehr vorwärts.

GaustatoppenDer Versuch zum Parkplatz am Tunneleingang für den Gaustatoppen zu kommen ist mir ja nicht gelungen. Allerdings war ich wirklich fast angekommen. An der Kurve im rot umrandeten Kasten ging es noch mal etwas steiler nach oben und ich bin etwas langsamer gefahren, weil es hätte ja jemand entgegen kommen können. Der Weg (Straße kann man nicht sagen) war ja hier nur einspurig. Tja und dann ging es nicht mehr vorwärts, die Reifen drehten durch und ich musste den Rückzug andrehen. Im Rückwärtsgang ging es dann bis zu der Stelle wo sich die Straße gabelt (dort wo Grosetåe steht). Nur wenige hundert Meter, aber es war sehr spannend. ;-)

Rückwärts wieder den Weg runter, schmachvoll, aber was wollte ich machen. Es hakelte ein paar Mal, genauere Details spare ich mir, einen Adrenalin-Kick gab es auf jeden Fall gratis auf dieser abenteuerlichen Rückwärtsfahrt. Dann also doch ein Abstecher zum allgemeinen Skigebiet. Dort kurzer Spaziergang auf einem Weg der auch von Langstreckenläufer genutzt werden konnte und der so platt gewalzt war, dass man mit meinen breiten Winterschuhen nicht einsank. Es schneite teilweise heftig. Den Versuch in der „Alphütte“ was zu essen habe ich schnell wieder aufgegeben. Lange Schlange am Tresen, alle Sitzplätze belegt, nee, so hungrig war ich dann doch nicht.

Ach ja, in Rjukan hatte ich ja vorher noch im Auftrag Erkundigungen zur Rjukanbanen einziehen sollen, aber mehr als das ich alles mal fotografiert habe, übrigens deutlich mehr Material als was ich hier veröffentliche, war nicht drin. Da gab es keinen Fahrplan, nix.

Nach der Gaustatoppen-Tour bin ich dann noch zum Endbahnhof, oder Startbahnhof, je nach Sichtweise, gefahren, nach Mæl. Auch hier nix Fahrpläne, sondern nur viele Fotos.

Für die Rückfahrt wollte ich eigentlich nicht wieder die gleiche Strecke fahren zumal man davon ausgehen musste, dass der Regen die Straßenverhältnisse nicht gerade verbesserte. Allerdings hatte ich auch keine Ahnung welche Straßen mich auf der Alternativen erwarten würden. Zeitlich war ich nicht in Not, wenn ich um 18 Uhr wieder in Haukeli war, dann wäre das völlig in Ordnung gegangen und die Alternative sprach von einer Ankunft um ca. 20 Uhr bei Wahl der Alternative, also wäre man in Wirklichkeit sicherlich deutlich früher dort gewesen. Also fuhr ich die Alternative, die das Navi sogar recht schnell von selbst anbot. Dann schnarrte die Navi-„Tante“, dass sich die Bedingungen auf der Strecke geändert hätten und ob man eine neu Route wählen möchte. Was nun der Grund war, erfuhr man nicht, Dreckding. Und simsalabim, es bot mir wieder die Stecke an die ich gekommen war. Nun gut, da war ich nun schon eine ganze Weile in die Falsche Richtung gefahren, aber egal, umdrehen und wieder zurück nach Rjukan.

Die Straße am Ende von Rjukan steigt dann recht schnell wieder an, aber man konnte gut fahren. Der Regen ging wieder in Schnee über, alles war ok. Plötzlich hatte ich mehrere andere Autos vor mir die fast im Schneckentempo fuhren, warum, war mir nicht klar. Die Autos hatten norwegische Kennzeichen, die Einheimischen fahren aber eigentlich alle ziemlich zügig, ohne natürlich zu „heizen“. Klar, kann auch sein, dass es Touris mit Mietwagen waren. Einige Fahrzeuge bogen ab, andere konnten auf freier Strecke überholt werden. Dann bog ich ab auf eine Nebenstraße, heidernei, da lag ordentlich viel Schnee und ein langes Stück ist sie schmal und sehr kurvenreich, entlang eines Sees. Und am Ende würde die Straße dann auch noch mal ordentlich steigen, bevor sie dann quasi in Haukeli wieder endet. Langsam wurde es auch düster und es schneite immer noch. Gute Landung in Haukeli.

Und als ob ich heute noch nicht genug gefahren wäre nur ein kurzer Zwischenhalt am Hotel und wieder nach Hovden zum Abendessen gefahren. Eigentlich hätte ich noch mal das Biffsnadder essen sollen, das war sicher kaum zu toppen, ich entschied mich dann aber dann doch für den „Viltburger“. Der war auch sehr üppig und lecker, aber trotzdem ganz geschafft hatte ich ihn nicht, obwohl ich mittags gar nix gegessen hatte. Auf der Rückfahrt nach Haukeli hatte es ausnahmsweise mal nicht geschneit.

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Haukeli - Rjukan - Haukeli „knapp verfehlt“

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Rjukan | Abfahrt in Haukeli nach Rjukan

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Rjukan | Der Totak ...

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Rjukan | Der Totak

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Rjukan | Der Totak

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Rjukan | Alles voller Schnee in den Radkästen

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Rjukan | Da passt kein Blatt mehr dazwischen

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Rjukan | Vemork Kraftstasjon ...

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Rjukan | Vemork Kraftstasjon

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Rjukan | Vemork Kraftstasjon

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Rjukan | Vemorkbrua

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Rjukan | Norsk Industriarbeider Museum, Vermork. Da habe ich wohl falsch geschaut, mir war in Erinnerung, das das Museum im Winter geschlossen sei. Interessant, in der norwegischen Version taucht das Wort „N***s“ nicht auf.

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Rjukan | Vemork Kraftstasjon

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Rjukan | Måna (Måne) ...

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Rjukan | Kletterer am Werk

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Rjukan | Kletterer am Werk

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Rjukan | Die Reste eines kleinen Wasserkraftwerkes

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Rjukan | Die Reste eines kleinen Wasserkraftwerkes

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Rjukan | Vemorkbrua. An der rechten Brückenseite steht ein norwegischer Soldat, bewaffnet bis an die Zähne.

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Rjukan | Es zieht starker Nebel auf

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Rjukan | Rjukan stasjon ...

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Rjukan | Was das wohl ist? Immerhin ist es überdacht.

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Rjukan | Blauer Himmel

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Rjukan | Rjukan stasjon

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Rjukan | Solspeilet på Rjukan ...

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Rjukan | Solspeilet på Rjukan

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Rjukan | Solspeilet på Rjukan

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Rjukan | Der Platz der durch die Sonnenspiegel beschienen wird

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Rjukan | Rjukan - stedet der det umulig kan bli mulig / der Ort, an dem das Unmögliche möglich werden kann
Rjukan - stedet som reddet verden fra hungersnød / der Ort, der die Welt vor der Hungersnot gerettet hat
Rjukan - stedet som reddet verden fra atomkrig / der Ort, der die Welt vor dem Atomkrieg gerettet hat
Rjukan - en kraftfull opplevelse / eine kraftvolle Erfahrung
Rjukan - alltid verdet et besøk / immer einen Besuch wert


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Rjukan | Der Versuch zum Parkplatz am Tunneleingang für den Gaustatoppen zu kommen ist mir ja nicht gelungen. Allerdings war ich wirklich fast angekommen. An der Kurve im rot umrandeten Kasten ging es noch mal etwas steiler nach oben und ich bin etwas langsamer gefahren, weil es hätte ja jemand entgegen kommen können. Der Weg (Straße kann man nicht sagen) war ja hier nur einspurig. Tja und dann ging es nicht mehr vorwärts, die Reifen drehten durch und ich musste den Rückzug andrehen. Im Rückwärtsgang ging es dann bis zu der Stelle wo sich die Straße gabelt (dort wo Grosetåe steht). Nur wenige hundert Meter, aber es war sehr spannend. ;-)

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Rjukan | Am Ende der grünen Linie ging es noch mal etwas steiler nach oben und ich bin etwas langsamer gefahren, weil es hätte ja jemand entgegen kommen können. Der Weg (Straße kann man nicht sagen) war ja hier nur einspurig. Tja und dann ging es nicht mehr vorwärts, die Reifen drehten durch und ich musste den Rückzug andrehen. Im Rückwärtsgang ging es dann bis zu der Stelle wo sich die Straße gabelt (dort wo Grosetåe steht). Nur wenige hundert Meter, aber es war sehr spannend.

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Rjukan | Der Fyrieggsheisen

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Rjukan | Der Fyrieggsheisen

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Rjukan | Im Skigebiet

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Rjukan | Auf dem Weg runter in Richtung Rjukan

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Am Bahnhof in Mæl

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Rjukan | Auf der abendlichen Fahrt nach Hovden

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Rjukan | Auf der abendlichen Fahrt nach Hovden

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MarkusD
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Re: Norge 2019 / Svalbard / PolarJazz

Beitragvon MarkusD » Di, 26. Mär 2019, 20:27

So 10.02.2019 Haukeli – Kristiansand – Hjørring, 'Hjørring Kro'
Haukeli – Kristiansand 3 Std. 26 Min. (236 km)
Hirtshals – Hjørring 20 Min. ( 25 km)


Hjørring Kro – Birthesvej 2, 9800 Hjørring, Dänemark – Tel: +45 98 92 53 29 – N 57° 26.062, E 9° 59.776 – Parkmöglichkeit direkt am Hotel.

Nun kann man deutlich entspannter die Strecke zur Fähre angehen. Die Fähre in Kristiansand fährt um 16:30 Uhr ab. Spätester Hafen-Check In: 60 Minuten vor der Abfahrt. Überfahrtsdauer: 3h 15m. Die eine Stunde die man vor Abfahrt am Hafen sein soll ist nicht so eng zu sehen, sowohl bei meiner ersten Überfahrt in 2015 als auch in 2018 kamen wenige Minuten vor Abfahrt noch Fahrzeuge auf die Fähre.

Haukeli – Kristiansand Hjørring | „Überraschungen“

Heute hatte ich ja viel Zeit, von Haukeli nach Kristiansand sind es nur gut 200 km. Und so eine knifflige Stecke wie über das Haukelifjell stand auch nicht mehr an. Lediglich der kurze Anstieg, immerhin 12%, ab Haukeli auf dem Rv9, wenige Kilometer lang. Kurzes Frühstück, packen und dann zum Auto. Ja heiliger Bimbam, der ganze Parkplatz war total verschneit, man stapfte durch einige Zentimeter Neuschnee und es schneite heftig. In den paar Sekunden in denen ich das Gepäck im Kofferraum verstaute wehte es einigen Schnee herein. Dann das Auto vom Neuschnee befreien, ging gut, man musste nicht kratzen. Dann den Wagen zurückgesetzt, Vorwärtsgang, tssssssssss, die Reifen drehen durch, es ist topfeben an der Stelle. Ein wenig vor und zurück, aber da ging nix. Ich habe mir dann die große Schaufel, die außen am Hotel steht, geholt und rings um das Auto den Schnee weg geschaufelt, püh, da wird einem gleich warm. Wieder ins Auto gesetzt, nichts geht.

Da sah ich einen Traktor-Fahrer der auf den Nebenstraßen den Schnee weg fräste, ich lief zu ihm hin und fragte, ob er mir helfen könnte. Ja, nee, eigentlich nicht. Ich solle mich ans Hotel wenden. Nun gut, dann wieder an die Rezeption und mein Problem geschildert, ja, kein Ding, sie ruft jemanden an der hilft. Ich wartete draußen, schaufelte noch mal etwas, probierte es noch mal, das hatte aber keinen Zweck. In Nullkommanix war das Auto wieder zugeschneit. Keine Ahnung wie lange ich wartete, obwohl ich absolut nicht in Zeitnot war, man ist doch etwas unruhig. Dann kam der Traktor-Fahrer und räumte erst mal die Zufahrt frei. Er stieg aus und ich fragte, ob er ein Seil hat. Ich hatte nämlich in der Zwischenzeit schon die Abdeckung vorne im unteren Spoilerbereich entfernt und den Haken eingedreht in den man dann ein Seil hätte einhängen können. Nee, ein Seil hätte er nicht, bzw. nur eins von so ca. 50 cm Länge. Das würden wir, die Rezeptionsdame war nun auch dazu gekommen, schon so „schaukeln“, meinte er. Ok dachte ich, probieren geht über studieren. Gleich auf Anhieb klappte es natürlich nicht, aber man merkte es kam schon etwas Bewegung in die Sache. Dann noch mal vorne etwas schieben und zack, stand das Schüsselchen auf der geräumten Spur. Veldig bra (sehr gut). Meine letzten 100,- NOK in Scheinen wollte ich dem Traktor-Sjafør vermachen, aber er war nicht zu erweichen. Die Rezeptionsdame meinte, dass sie ihn dafür entlohnen würde. Ok, dann bedankte ich mich tausend Mal und fuhr los.

Die E134 die ich kreuzte war gut geräumt, aber der Rv9, uiuiui, da war schon längere Zeit kein Räumfahrzeug mehr gefahren und auch kein Auto, zumindest nicht auf meiner Spur. Zuerst steigt die Straße noch moderat an, aber flott werden die 12%-Steigung erreicht, incl. zweier Spitzkehren vom Feinsten. Zunächst benutzte ich mit den linken Rädern die eine Reifenspur der Gegenseite und weil auf Sicht keiner kam fuhr ich dann komplett auf der linken Spur. Die Spitzkehren fuhren sich ohne den kleinsten Durchdreher. Irgendwann hat man dann die Steigungsstrecke mit den vielen Kurven geschafft und von da an fährt man im Prinzip von knapp 900 Höhenmeter der See entgegen. Wirklich knifflig wurde es nicht mehr.

Nun stellte sich nur noch die Frage, ab wann würde der Schneefall in Regen übergehen und der Schnee auf der Straße in Schneematsch. Denn selbst auf 900 m waren es nur bescheidene 0°C. So dauerte es auch nicht so arg lange, gefühlt vllt. eine halbe Stunde und der Punkt war erreicht. Und eins steht fest, die Bergfahrt mit 12%-Steigung auf ungeräumter Spur war deutlich einfacher zu fahren als im Schneematsch, der das Auto wie in Spurrinnen ständig „schwimmen“ lässt, da muss man deutlich vorsichtiger fahren.

Selbst die äußerst konservative Prognose des Navi lässt mich lange vor Abfahrt der Fähre in Kristiansand ankommen. Da sehe ich einen kleinen Umweg nach Kristiansand und biege auf eine kleinere Straße ab. Sehr kurvig, Berg und Tal, dann öffnet sich die enge Schlucht und bietet einen Blick auf einen See und ein kleines Dorf auf einem Bergrücken. Das sah gut aus, da könnte man hin fahren und mal schauen, ob sich dort ein guter Blick auf den See bietet. Aber gar nicht nötig, etwas weiter am See entlang sehe ich Leute direkt am Ufer entlang laufen. Da ist ein kleiner geräumter Weg, ja super. Also zum Seeufer gefahren und einen kleinen Spaziergang absolviert. Wunderbar, die Sonne kam sogar mal kurz durch die Wolken und so sah alles gleich viel „hyggeliger“ aus.

Trotzdem war es für die direkte Fahrt ans Terminal noch zu früh. Also erst mal an den Bahnhof gefahren, ein paar Fotos schießen und eruieren, ob man Material für Daheimgebliebene abgreifen kann. Weiter in die Stadt, ziellos. Wenn man parken will ist überall das Parkschwein zu füttern. Dann bot sich plötzlich der Anblick von einer schönen Stelle am Ufer und dann auch noch mit blauem Himmel. Da muss sich doch ein Plätzchen finden lassen, wo man mal die Karre für ein paar Minuten abstellen kann. Ja, gibt es. Und die Ecke da ist wirklich nett. Der genaue Name des Viertels ist mir schon wieder entfallen, muss ich später noch mal nachschlagen. Dort hat es auf jeden Fall jede Menge Restaurants und Kneipen und das alles um eine kleine Wasserfläche gruppiert. Wenn ich noch mal so viel vor der Zeit in Kristiansand ankommen sollte, dann wäre das der Platz wo man sicher was Leckeres zu essen bekommen würde. Unterwegs hatte ich nämlich nur einen Salat gegessen. Dort wunderte ich mich zuerst noch, warum aus der Tankstelle eine Frau mit zwei Packen Blumen in Plastikfolie umschlagen kam. Als ich drinnen saß und den Salat, mit „reke“ (also „Würmchen“, sprich Krabben), verknabberte, trabte wieder jemand mit Blumen aus dem Laden. Ja klar, das hatte ich doch die letzten Tage schon häufiger gesehen: „Husk, søndag, morsdag“, also am Sonntag ist Muttertag. Ja ja, Muttertag fällt von Land zu Land auf sehr unterschiedliche Tage.

Es waren also ein Sack voll schöner Fotos in der Kiste, da kann man nun beruhigt zum Terminal fahren. Das Ticket hatte ich schon griffbereit, da fragt mich das junge Mädel am Checkin, ob ich „Markus“ sei. Total perplex sagte ich „ja“, das Ticket war gar nicht von Nöten. Bleibt ja nur eine Möglichkeit, sie checkt das Nummernschild während man an das Häuschen heran fährt oder eine Kamera scannt das Schild und präsentiert ihr die Bordkarte, denn die hatte ich in wenigen Sekunden in der Hand. Es standen schon zwei Schlangen Autos da. So arg viele kamen dann gar nicht mehr dazu. Kaum war ich ausgestiegen konnte man um einen kleinen Berg die Fähre sehen, das müsste also eine recht pünktliche Überfahrt werden.

Die Fähre „parkte“ flott ein und es ergoss sich ein nicht enden wollender Strom an Fahrzeugen, schon beim Einlaufen hatte man auf der vollen Breite LKWs draußen an Deck stehen sehen. Meine Reihe fuhr als erstes los. Ich hatte kaum geparkt und mein Zeugs gesammelt, da fuhren auch schon die letzten Fahrzeuge auf. Auf meiner Seite waren zwei Fahrspuren komplett leer, die ganzen Zwischendecks sowieso. Und das zeigte sich dann logischerweise auch innen, gähnende Leere überall, sowohl in den Bereichen wo man noch mal extra zahlen muss und etwas separiert vom „Holzklasse-Volk“ sitzt, als auch im restlichen Bereich wo man sich frei setzen kann. Also sonntags scheint es deutlich ruhiger zu sein als freitags.

Kaum war ich auf das oberste Deck nach draußen geklettert klappte auch schon die Anlandeklappe hoch und die Leinen wurden losgemacht, deutlich vor der Zeit. Also wenn jemand ohne Ticket auf den letzten Drücker kommt, dann ist Essig. Die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Stadt in ein freundliches Licht. Was ein Unterschied zur letzten Überfahrt, da goss es in Strömen, das Außendeck hatte ich da glaube ich gar nicht aufgesucht. Zwischenbemerkung: mir gegenüber am Tisch sitzt eine Frau die hat während sie sich gesetzt hat, vor vielleicht 20 Minuten, noch kein einziges Mal Luft geholt sondern nur „geschnattert“, die Begleitung hört gespannt zu. Faszinierend.

Da ich beabsichtige heute Abend in Hjørring wieder in das Restaurant zu gehen wo ich auch letztes Mal war (Cafe Chic Oldschool; Jernbanegade 3), habe ich an Bord nur einen Fruchtsnack zu mir genommen und die fettigen und total ungesunden - aber vermutlich nicht unleckeren - Pølser mit einem Berg von Pommes plus „rot+weiß“ links liegen lassen.

Die vom Kapitän in seiner Ansage angekündigte etwas unruhige Überfahrt hat sich bisher nicht eingestellt, das Schiff (er bezeichnete es als „Vessel“ und nicht als „ship“) läuft sehr ruhig mit minimalen Schwankungen. Laut Ansage soll die „Vessel“ um 19:45 Uhr in Hirtshals ankommen, das wäre in 30 Minuten.

Ach ja, die gewünschten Fahrpläne der Fähren Kristiansand-Hirtshals und Larvik-Hirtshals habe ich ergattert.

Ja, was eine Pleite, das Cafe Chic Oldschool hat sonntags geschlossen. Und an einem Restaurant direkt neben dran haben sie auch gerade den Laden dicht gemacht, um 20:45 Uhr. Die Dänen scheinen früh zu Bett zu gehen. Dann forschen Schrittes wieder zurück in die Fußgängerzone. Beim lokalen Italiener brennt immerhin noch Licht, ein Gast ist nicht auszumachen, aber draußen steht ein Schild, das bis 22 Uhr offen wäre, immerhin.

Keine Ahnung wie der Pizzabäcker das gemacht hat, aber so schnell hatte ich eine georderte Pizza noch nicht auf dem Tisch stehen. Geschmacklich lag das zwischen sättigend, recht fad und es hätte deutlich schlimmer kommen können. War aber schließlich mein Fehler, hätte checken müssen ob das Cafe Chic Oldschool auch an Sonntagen geöffnet hat. Vor allen Dingen muss man die Öffnungszeiten auch im Hinblick auf die Schließungszeit im Blick haben.

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Die letzten Meter in Norwegen, auf denen auch noch Schnee auf der Straße liegt

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Tja, und schon ist nur noch Schneematsch auf der Straße.

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Die Sonne kommt zum Vorschein

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Die Sonne kommt zum Vorschein

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Am Ufer des Venneslafjorden in Vennesla

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Am Ufer des Venneslafjorden in Vennesla

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Am Ufer des Venneslafjorden in Vennesla

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Loks

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Das Bahnhofsgebäude

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Fiskebrygga ...

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Fiskebrygga

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Fiskebrygga

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Fiskebrygga

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Fiskebrygga

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Fiskebrygga

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | GURLS in Kristiansand ;-)

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Kilden Teater- og Konserthus ...

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Kilden Teater- og Konserthus

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Kilden Teater- og Konserthus

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Alter Hafenkran

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Kunst?

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Die Fähre kommt

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Leuchtfeuer in der Hafenausfahrt

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Die Fähre legt schon ab (16:18), vor der offiziellen Zeit (16:30)

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Kristiansand stasjon

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Blick auf Kristiansand

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Arbeitsschiffe im Hafen

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Neubauten neben dem Kilden Teater- og Konserthus

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Leuchtfeuer in der Hafenausfahrt

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Leuchtfeuer in der Hafenausfahrt

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Sonnenuntergang

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Sonnenuntergang

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Sonnenuntergang

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Letzter Blick auf Kristiansand

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Grønningen fyr ...

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Grønningen fyr

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Haukeli – Kristiansand – Hjørring | Die Fähre ist ziemlich leer

Mo 11.02.2019 Hjørring – Grindsted 'Hotel Svanen Grindsted', Hjørring – Grindsted (über die 13 nicht die E45) 2 Std. 36 Min. (225 km)

Hotel Svanen Grindsted – Hedemarken 22, Grindsted, Dänemark – Tel: +45 75 31 01 55 – N 55° 45.166, E 8° 57.478 – Parkmöglichkeit direkt am Hotel.

Zeitlich macht es keinen großen Unterschied. Auch wenn es über die Autobahn ein größerer Umweg ist, macht es vllt. doch Sinn die längere Strecke zu nehmen und nicht über die Dörfer zu fahren.

Hjørring – Grinsted | „Arbeit“

So früh hätte ich gar nicht in Hjørring starten müssen, es lief wie am Schnürchen auf der Autobahn.

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Hjørring – Grindsted

Di 12.02.2019 Grinsted – Kolding – Hamburg – Bremen – Leverkusen – Köln – Hahnstätten, 7 Std. 55 Min. (820 km)

Bei Gejsing (Anschlussstelle Lunderskov) auf den Esbjergmotorvejen [E20], dann in Kolding V auf die [E45] und dann ab nach Hause.

Grindsted – Hahnstätten | „Der normale Wahnsinn“

Filmreife Szene an einer Autobahn-Tankstelle: An der gegenüberliegenden Zapfsäule steigt eine junge Frau, die gerade von der Kasse kommt, in ihren Wagen ein und macht dann was? Sie klappt die Sonnenblende runter und fängt an sich die Augenbrauen zu, wie nennt man das, färben. Hinter ihr steht eine Geschlechtsgenossin im Auto und wartet, dass sie tanken kann. Was soll man da nun als männlicher Zeitgenosse tun. Sagt man dazu nun einen Ton ist man gleich ein Macho-Schwein. <argh>

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Grindsted – Hahnstätten

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Grindsted – Hahnstätten

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Grindsted – Hahnstätten

Epilog
  • 20.02.2019 – Wieder war ich zu einer Zeit in Longyearbyen in der es ausgesprochen warm war, wie die Statistik https://www.yr.no/sted/Norge/Svalbard/L ... stikk.html zeigt. Zusammengefasst kann man sagen, vom 31.01.2019 – 03.02.2019 war es am 02.02.2019 mit -4,9° am kältesten, normal wären aber -16,0° gewesen.
  • 24.02.2019 – Des Rätselslösung für die schlechte Erfahrung in der „Trondjhem Microbryggeri“ ist, der Oheim war noch in der selbigen Lokalität. Also konnte er mich auch nicht vor der minderwertigen Qualität warnen. Wobei man sagen muss, es ist nicht ausgeschlossen, dass das Bier einwandfrei ist, aber die Servicekraft die einem das Bier zapft einfach nicht im Stande ist das fachgerecht durch zu führen. Es ist ja ein Leichtes ein Bier, ob nun aus der Flasche oder aus dem Zapfhahn, so in ein Glas zu bugsieren, dass es praktisch tot ist, sprich ein großer Teil der Kohlsäure dahin gemeuchelt wurde. Sei es drum, die „Trondjhem Microbryggeri“ sieht mich nicht wieder. Da gehe ich lieber in das Selma (TMV-kaia 13, 7042 Trondheim), da gab es sehr leckeres Essen und gutes Bier.
  • 02.04.2019 – Das Thema Winterreifen mit Spikes lässt mir einfach keine Ruhe. Da stolpere ich über diesen Artikel: Comeback für den Winterreifen mit Spikes?. Der ist zwar schon fünf Jahre alt, aber umso besser. Da müsste man ja mittlerweile wissen ob das mit der Technik klappt. Aber es gibt sie wohl noch nicht in Serie. Nokian Tyres: erster Nicht-Spike-Winterreifen der Welt mit Spikes
  • 04.03.2019 – Heute habe ich Ida, die in der Svalbard Bryggeri die Brauereibesichtigung leitete, eine Mail geschrieben. Mir hatte das da einfach sehr gut gefallen und ich finde, dass kann man die Leute ja auch wissen lassen. Üblicherweise macht man sowas ja heute mit zwei drei Emojis per Twitter oder sonstiger „sozialer“ Medien, aber da bin ich ja nicht vertreten und es geht ganz „old school“ per Mail. (Hier nur die deutsche Übersetzung des Textes)

    Liebe Ida, vielen herzlichen Dank für die sehr nette Präsentation am 02.02.2019 in der Svalbard Bryggeri. Wir waren ein kleine Gruppe, fünf Personen, ein Paar aus Polen, ein Paar aus Ungarn (du erinnerst dich evtl. an Anneliese <g>) und mich, Markus, aus Deutschland.

    Die Begleitung von Anneliese fragte uns andere Teilnehmer am Ende, was denn unser Favorit war. Das war gar keine so schlechte Frage, aber ich muss sagen, alle Proben waren wirklich sehr gut. Das habe ich besonders gemerkt als ich ein paar Tage später zum ersten Mal in der „Trondjhem Microbryggeri“ war. Und dort das mit Abstand schlechteste Bier in einer lokalen Brauerei getrunken hatte.

    Also die Svalbard Bryggeri zählt mit ihren Bieren zu meinen absoluten Top Brauereien. Leider liegt sie auch am weitesten von meinem Zuhause entfernt, ca. 3.123 km. ;-)


    Antwort von Ida am nächsten Tag:

    Hi, Thank you so much ...
  • 05.03.2019 – Auf dieser Reise habe ich so viel wie nie mit Kreditkarte gezahlt. In Schweden praktisch alles, weil ich kein schwedisches Geld mehr habe und wollte. Aber wenn man sich da anschaut was einem die Kreditkarten-Mafia dafür an Gebühren abknöpft, das ist obzön. 1,75% „Auslandseinsatzgebühr“ nennen die das. Ich nenne das Wucher! Insgesamt sind fast 50,- EUR an solchen Gebühren angefallen. Aber Hallo! Also das lasse ich mir nicht mehr bieten. Das nächste Mal wird wo immer es möglich ist bar bezahlt. Ich glaub‘ ich spinne. Gerade in Schweden bedeutet das aber teilweise Verzicht, denn das Victors z. B. akzeptiert kein cash.
6/6
MarkusD
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