Wieso scheint es für Norweger so unheimlich wichtig zu sein, dass Schulkinder in ihren einzigen etwas längeren Ferien im Sommer unbedingt arbeiten gehen müssen und so unter Druck gesetzt werden (durch Verwandtschaft, Freundeskreis), wenn sie etwas anderes machen möchten, dass sie ein unheimlich schlechtes Gewissen bekommen?
Ich finde die Idee Sommerjobb ansich gut, aber dann sollte es bitte auch freiwillig bleiben, also für Schüler, die arbeiten gehen _möchten_, aber meine Erfahrungen bestätigen, dass die Schüler vielmehr dazu _gezwungen_ werden areiten zu gehn. Da bin ich doch sehr dagegen. Ferien sind nämlich zum Abspannen und Energie sammeln gedacht und nicht um arbeiten zu gehen. Zumal die Art Arbeit, die man als Sommerjobb angeboten bekommt, nun nicht gerade die anspruchsvollste ist. Es beschränkt sich meist auf stupide körperliche Arbeit, wie Büro/Fabrikreinigung, Rasen mähen, Gebäude streichen. Ich sehe darin keinerlei persönlichen Vorteil für die Schüler, ein Berufpraktikum in der Branche, in der sie später vllt arbeiten möchten, wäre doch viel sinnvoller. Im Sommerjobb erwirbt man sich keinerlei Fähigkeiten, die im späteren Leben von Nutzen sein könnten. Also frag ich mich doch sehr, was Norweger daran so essentiell finden?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und was ist eure Meinung dazu?


