Mein armes Norwegen

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Mein armes Norwegen

Beitragvon kphklaus » Fr, 11. Jun 2021, 10:14

Alles begann mit der Liebe zu Steinen und Wasser. Damals in Schweden sozusagen im Kleinen. Später dann in Norwegen.
Es kam zu Besuchen, Freundschaften und auch eine Zeit der Arbeit im Land. Manches ändert sich, manches war vielleicht immer da aber im Hintergrund.
Aktuell wusste ich, daß das Reisen schwieriger sein würde, aber es gab einen Weg. Ena sagte Du musst 1,2,3,4 machen und dann bekommst Du die Erlaubnis. Also viele Coronatests, Quarantäne mit Bedingungen A,B,C usw. Dann anmelden im Nationalen Zentrum für das Reisen und wenn alles OK ist, die Erlaubnis in Norwegen für das angegebene Quarantänehaus. Als älterer Jahrgang würden wir auch ohne Corona nichts anderes machen.
Also alle Unterlagen mitnehmen und dann los. In Bergen von Bord und dann Stopp. Die LKWs fuhren kräftig durch und ca. 10 Autos und Lieferwagen hatten genauso viele Polizisten. Unterlagen nichts, Tests nichts, Erlaubnis nix. Was die Ministerpäsidentin gesagt hat was ab Mai gilt nix. Nur was seit Anfang das Jahres gilt und das ist beruflich bedingte Anwesenheit. Ob ich einen Arbeits-Contract vorweisen könnte?
Bitte sofort wieder an Bord fahren. Bitte hier lang. Die anderen Autos standen auch noch.
Meine Unterlagen waren inhaltlich „überhaupt kein Thema. Was „National crentre for control und travelers to Norway“ schreibt auch nicht. An Bord zurück rief mich jemand von dort an und fragte was in Bergen los ist. Ich schilderte das, aber ich war ja schon auf See. Zum Trost kümmerten sich die Leute von der Fähre der Fjordline rührend um uns gestrandeten. Das waren ja auch Dänen!

Was bleibt jetzt als Lehre? Es zeigt, daß der Staat als solches unberechenbar ist. Es geht und ging in diesem Fall nicht um Inhalte. Das hat auch nichts mit Sachverhalten – in diesem Fall Corona – zu tun.
Auf der Rückfahrt mußte ich an einen alten Spruch der Schweden über die Dänen denken: „ wir wissen, daß die Dänen Schweden lieben, aber am liebsten ohne die Schweden“ . Ich denke das jetzt mit Norwegen und mir auch gilt. Ausgenommen natürlich meine norwegischen Freunde. Die sind anders und sonst könnten sie auch nicht meine Freunde sein.
Solange Staat und Behörden sind wie sie sind werde ich wohl in Zukunft um Norwegen drumherum fahren.
Klaus-Peter
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Re: Mein armes Norwegen

Beitragvon Andre311 » Fr, 11. Jun 2021, 12:20

Hættest dich anmelden muessen in Valldal suchen sie noch Leute die Erdbeeren plukken, dann hætten sie dich vielleicht reingelassen,aber mal im Ernst,die Coronalage ist hier eben auch noch nicht vorbei,kannst jeden Tag lesen.
Erst wenn sie die Grenze zu Schweden wieder aufmachen und das Folk wieder zuegellos dort shoppen kann,dann darfste hier auch wieder mit den Dænen anlanden.
Andre311
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Re: Mein armes Norwegen

Beitragvon trd » Mo, 14. Jun 2021, 9:41

kphklaus hat geschrieben:Ena sagte Du musst 1,2,3,4 machen und dann bekommst Du die Erlaubnis.

Das 1,2,3,4 wäre halt interessant. Ich gehe davon aus, dass Du eben keinen trifftigen Grund zur Einreise hattest.
trd
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