Fjord Line droht, in Linien-Auseinandersetzung Kristiansand

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Fjord Line droht, in Linien-Auseinandersetzung Kristiansand

Beitragvon Ronald » Mi, 22. Okt 2008, 13:35

Vorwort:
Zunächst bitte ich um Entshculodigug, daß ich einen neuen Thread wegen Fjord-Line aufmache, dennwir haben ja schon "Fjord Line muß sich einen nueen Hafen suchen". Aber hier haben wir einmal konkrete Nachrichten (wie auch aus den norwegischen Zeitungen) und Statements der Beteiligten, so dass wir mal anfangen können, das aus einer anderen Perspektive zu sehen, oder?
Ronald


Die englische tägliche Schiffahrtszeitung LLOYD'S LIST berichtet in der Ausgabe vong estern (21.10.2008) detailiiert über die Auseinandersetzung zwischen Fjord Line und Kristiansand Hafen wie folgt:

"FJORD LINE DROHT, IN LINIEN-AUSEINANDERSETZUNG KRISTIANSAND AUFZUGEBEN
Der norwegische Fährenbetreiber Fjord Line droht sich aus Kristiansand zurückzuziehen in der Auseinandersetzung um den Ganzjahresdienst.

Der Hafen verlangt, dass alle Fährbetreiber einen Ganzjahresbetrieb aufrechterhalten um einen wettbewerbsfähigen Ladungsdienst als auch profitable Sommer-Passagier- und Touristendienste anzubieten. Der Fährbetreiber, der mit den beiden Color-Linine Superspeed Schiffen im Wettbewerb steht, sagte, dass er dies nicht könne.

Hafendirektor Stein Haartvedt verteidigte die Geschäftspolitik des Hafens. "Die ist ein Grundsatz, den wir über Jahrzehnte aufrechterhalten haben. Der Fährterminal gehört auch uns selbst, weil wir Wettbewerb wollen und unser Hauptziel ist die volle Kontrolle, so daß wir das ganze Jahr über einen fairen Wettbewerb von jeder Fährgesellschaft sicherstellen", sagte er und fügte hinzu, daß Fjord Line hiervon Kenntnis hat.

Fjord Line betreibt zwei Schiffe von Norwegen nach Dänemark. Ein Ganzjahresbetrieb läuft mit der 1993 gebauten BERGENSFJORD von Bergen und Stavanger nach Dänemark. Die Gesellschaft betreibt während des Sommers auch den Hochgeschwindigkeitskatamaran HSC FJORD CAT von Kristiansand. Vorstandvorsitzender Invald Fardal sagte Lloyd's List, dass der HSC Fjord Cat zu klein ist, um die durchschnittlichen Wellenhöhen im Skagerrak während der Wintersaison zu bewältigen und dass man wegen der reduzierten Nachfrage im Wettbewerb nicht bestehen könne mit den beiden neuen Color Line Schiffen und daher der Dienst nur fünf Monate im Jahr betrieben werde.

Fjord Line ist bereits seit drei Jahren auf dieser Route, erhielt aber einen neuen Eigentümer im Januar 2008. "Wir haben den Markt zwischen Januar und März diesen Jahres mit der Bergensfjord getestet und die Ergebnisse waren nicht sehr gut", sagte Mr. Fardal. Er fügte hinzu, dass sich die Gesellschaft nun nach anderen Häfen in der Region umschaut von denen HSC Fjord Cat aus betrieben werden kann.

Mr. Haartveldt bestritt irgendeine Bevorzugung von Color Line. Er sagte, dass die Verbindung zwischen Kristiansand und Dänemark sehr wichtig sei für die lokale Ladung. "Wir waren sehr strikt in dem Verlangen nach einen Ganzjahres-Wettbewerb, da wir ein bedeutender Hafen für Südnorwegen sind, sowohl für einkommende als auch ausgehende Ladung aus der Region," saget er.

Der Vorstand von Fjord Line sollte sich gestern treffen um die Situation zu erörtern."

Soweit die freie Übersetzung.


Mein (wie immer unmaßgeblicher) Kommentar:
Tatsache ist, dass sich hier zwei Betreiber gegenüber stehen, gewissermaßen David gegen Goliath. Immerhin hat Color Line (objektiv gesehen) in der Vergangenheit dafür gesorgt, daß mehrere andere Betriebe ihren Dienst reduzieren, verkaufen und einstellen mussten. Tatsache ist auch, daß die Überfahrt und der Service an Bord mit Color Line nicht zu den preiswertesten gehört. Die Besatzung hingegen habe ich durchweg als zuvorkommend, höflich und freundlich empfunden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich in einigen Bereichen als ehemaliger Seefahrer zu erkennen gegeben habe und ebenfalls versuche, der Besatzung mit Höflichkeit und Respekt zu begegne, was ich nach Beobachtung an Bord von einigen meiner Mitpassagieren nicht behaupten kann.

Allerdings müssen wir, was die Preise angeht, auch eingestehen, dass Schiffahrtsbetriebe, wie andere Betriebe an Land auch, keine Wohlfahrtsorganisationen sind und der Vorstand ein profitables Unternehmen zu betreiben hat. Hurtigruten ist ein klassisches Beispiel dafür, ebenso wie KystLink, über die ich in einem gesonderten Thread berichte.

Letztlich noch eine Anmerkung zu dr Behauptung, der HSC FJORD CAST könne die durchschnittlichen Wellenhöhen im Skagerrak im Winter nicht bewältigen. Auch hierzu gab es Threads und Diskussionen und ich kann dies aus meiner Erfahrung in diesem Jahr nur bestätigen, da die Behauptung nicht ohne Substanz ist.

Und dann sollten wir auch einmal an SILVIA ANA L zurück denken: Wie oft ist diese statt nach Hirtshals nach Frederikshavngelaufen oder auch gar nicht ausgelaufen im Sommer? Hatte Color Line diese Linie nicht auch nur im Sommer betrieben?

In diesem Sinne,
einen schönen Tag wünscht
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald
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