Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

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Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Roeggelchen68 » Sa, 16. Jan 2021, 21:10

Hallo,

seit heute darf ich nicht nur im Forum lesen, sondern an Euch auch mal eine Frage stellen.

Seit Kindesbeinen träume ich von einer Reise ans Nordkap, um die Aurora Borealis zu sehen!
Nun möchten wir uns diesen Traum mit unseren Kinder verwirklichen. Da die Kinder (13 + 18 Jahre) nur 14 Tage Ferien haben, dachten wir, dass wir mit dem Auto vorfahren und die Kinder dann nach Tromsö einfliegen lassen.

Wir sind ansonsten mit unserem Wohnwagen in der Welt unterwegs oder fahren im Winter auch schon mal in die Skigebiete im angrenzenden Ausland. Unerfahren sind wir also was das Autofahren im Winter angeht nicht. Allerdings haben wir keinen Jeep, sondern "nur" einen S-Max mit Standheizung. Neue Winterreifen würden auch vor der Reise aufgezogen werden. Reicht eine Standheizung aus oder muss es unbedingt eine Motorheizung sein?

Ich würde von Euch gerne erfahren, ob meine Reisepläne für die vorgesehenen Strecken zu ambitioniert sind?

Da wir keinerlei Erfahrung mit so tiefen Temperaturen, sehr sehr hohen Schneemengen und wilden Tieren auf der Fahrbahn haben, würde ich gerne von Euch wissen, ob die geplanten Strecken im Winter zu bewältigen sind.

Datum Ort Ziel Kilometer
17.12.2021 Start Flensburg 556
18.12.2021 Flensburg Jönköping 642
19.12.2021 Jönköping Stockholm 324
20.12.2021 Stockholm Sundsvall 377
21.12.2021 Sundsvall Skelleftea 400
22.12.2021 Skelleftea Kiruna 465
23.12.2021 Kiruna Tromsö 390
23.12.2021 Tromsö Airport Buvik 55
24.12.2021 Buvik Sea Lodge
25.12.2021 Buvik Sea Lodge
26.12.2021 Buvik Sea Lodge
27.12.2021 Buvik Sea Lodge
28.12.2021 Buvik Burfjord (Alta) 341
29.12.2021 Alta
30.12.2021 Alta
31.12.2021 Alta Kiruna
01.01.2022 Kiruna Abisko 94
02.01.2022 Kiruna
03.01.2022 Kiruna Lulea 343
04.01.2022 Lulea Örnsköldsvik 375
05.01.2022 Örnsköldsvik Stockholm 528
06.01.2022 Stockholm
07.01.2022 Stockholm Ljungby 432
08.01.2022 Ljungby Kopenhagen 327
09.01.2022 Kopenhagen Ziel 734

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank im Voraus dafür!!!

Falls Ihr besondere Tipps habt, was wir unbedingt in unseren Zielorten sehen oder machen sollten, bin ich für Anregungen offen.


DANKE!!!

Liebe Grüße aus dem Rheinland
Micha
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Ronald » So, 17. Jan 2021, 12:13

Moin,
was mir im ersten Moment auffiel, war die Strecke Kiruna-Tromsø. Für Ende Dezember halte ich diese Etappe für sehr ambitioniert, wenn nicht sogar unmöglich, denn die E6 könnte durchaus gesperrt sein.
Um in der dunkelsten Jahreszeit dort hochzukommen, hätte ich die Hurtigruten/Havila-Schiffe mit Etappen gewählt, zumal Ihr Euch vorgenommen habt, jeden Tag zu fahren, außer Aufenthalt in Buvik.
Das würde ich mir noch einmal überlegen.
Schau Dir mal meinen Winterreisebericht Ende Februar/Anfang März an: viewtopic.php?f=45&t=31255
Gruß
Ronald
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Dixi » So, 17. Jan 2021, 12:19

Hallo,

die Tour klingt spannend und interessant.....,
aber Hurtiruten mit Wohnwagen dürfte (fast) nicht möglich sein.
Grundsätzlich würde ich in der Finnmark auch HR nehmen, zumindest im Winter.
Aber eben ohne Wohnwagen.

Viele Grüße
Dixi
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Roeggelchen68 » So, 17. Jan 2021, 12:28

Guten Morgen,

danke für Eure Antworten.
Wir fahren dieses Mal ohne Wohnwagen!

Diese Strecken müßten wir "nur" mit dem Auto fahren.
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Ronald » So, 17. Jan 2021, 12:29

Moin noch einmal,
Aber einen Aspekt hatte ich noch vergessen: Ihr plant in der dunkelsten Jahreszeit zu fahren. Ob das durchdacht ist, wenn Ihr oberhalb des Polarkreises nur in der Dunkelheit fahrt und vielleicht sehr viel Schnee???
Gruß
Ronald
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Roeggelchen68 » So, 17. Jan 2021, 12:41

Hallo Roland,

da wir von den Ferien in NRW abhängig sind und diese Reise bezahlbar bleiben sollte. Die Hurtigruten sind natürlich toll und wunderschön, aber ich kann keine 5.000 Euro mal eben für eine Schiffsfahrt rausballern, zumal alles andere dann auch noch dazu kommt. Darum haben wir uns für diesen Weg entschieden.

Die Frage ist, ob dies auch so durchführbar ist.

Wenn ich einen weiteren Tag von Kiruna nach Tromsö einplanen würde, wäre das besser?
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Roeggelchen68 » So, 17. Jan 2021, 12:42

Sorry Ronald
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Ronald » So, 17. Jan 2021, 12:52

Moin noch einmal,

ich habe eben nachgeschaut, was wir für Hurtigruten und Kiel-Oslo-Fähre bezahlt haben im Februar 2018
Kiel-Oslo und zurück mit Kabine und Auto: 1.078 €

Hurtigruten Trondheim-Bodø (1 ÜN), Bodø-Svolvær (ohne Kabine), Stokmarknes-Trondheim (2 ÜN), jeweils mit Kabine und Auto 1.305 €.

Rechne das mal gegen Eure Übernachtungen in Schweden hin und zurück und Benzin. Vielleicht rechnet sich das ja?

Trotzdem viel Erfolg.
Ronald
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Dixi » So, 17. Jan 2021, 12:58

Roeggelchen68 hat geschrieben:Hallo Roland,

da wir von den Ferien in NRW abhängig sind und diese Reise bezahlbar bleiben sollte. Die Hurtigruten sind natürlich toll und wunderschön, aber ich kann keine 5.000 Euro mal eben für eine Schiffsfahrt rausballern, zumal alles andere dann auch noch dazu kommt.

Wenn ich einen weiteren Tag von Kiruna nach Tromsö einplanen würde, wäre das besser?


Eine Distanzstrecke in der Finnmark kostet keine 5.000 Euro.
VG
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon harald0409 » So, 17. Jan 2021, 13:05

Roeggelchen68 hat geschrieben:Die Frage ist, ob dies auch so durchführbar ist.



Ganz ehrlich, nein selbst mit einem Allrad, ohne Wowa, ist es ein Herausforderung, die letzten Tage, kam selbst hier unten die Warnung, bei Fahrten in die Berge, warmes trinken, essen, voll gefüllten Tank und voll aufgeladenes Telefon dabei zu haben, denn auch ein Winterdienst, ist hier nicht der schnellste
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon KaFei » So, 17. Jan 2021, 14:21

Gegen die Hurtigruten spräche der Reisezeitraum, dieser liegt ja leider in genau den 2 Wochen im Dezember, in denen die Schiffe richtig voll sind (Beginn der Weihnachtsferien / Weihnachten / Ende der Weihnachtsferien). gerade um Weihnachten wird sich dieses auch im Preis der Teilstrecken und in der Verfügbarkeit von Kabinen niederschlagen. Insbesondere da im Moment eine nicht gerade kleine Zahl von Hurtigrutenfahrern auf Gutscheinen für schon bezahlte Reisen sitzt (Corona).

Käme für euch denn ein Aufenthalt in oder bei Tromsö mit Fluganreise und Mietwagen in Betracht?. Diesen dann mit passender Ausrüstung für den Winter (Spikesreifen, Allrad, Standheizung)
Den Ausflug zum Nordkapp könntet ihr dann ja mit Hurtigruten probieren. (18:00 ab Tromso, am nächsten Tag Ausflug zum Nordkapp, Weiterfahrt bis Berlevag und da auf die südgehende HR wechseln, Übernachtung, an Tromsö 23:45)
Der Nordkappausflug wird von Hurtigruten angeboten und organisiert (Fahrt zum Kap und Eintritt), ist allerdings in den letzten Jahren sehr teuer geworden.

Ob im Winter ein Individualverkehr zum Nordkap möglich ist kann ich dir leider nicht sagen
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Mainline » So, 17. Jan 2021, 16:08

Hallo Micha,
hier habe ich meine Winterreise 2019 ans Nordkapp beschrieben. Ich war Ende Februar unterwegs, weil dann schon wieder etwas Sonnenlicht zu sehen ist. Zu eurer Reisezeit ist es nördlich von Kiruna dunkel. Mittags wird der Himmel etwas heller, aber die Etappen fahrt Ihr bei Dunkelheit.
Mir hat es geholfen, mehrmals Täglich den norwegischen Wetterbericht und den Straßenzustand online zu prüfen.
Auf www.vegvesen.no kannst Du webcams und straßensperrungen auf einer Karte sehen. Ich habe in 2019 viel Zeit vor geschlossenen Schranken verbracht. Um verlorene Zeit wieder reinzuholen, hat bei mir hat eine Tagesetappe auch mal von 7:00 bis 23:00 Uhr gedauert.
Allerdings war es trotz der Anstrengungen eine phantastische Reise, die ich unbedingt noch einmal wiederholen möchte.
Zu den empfohlenen Etappen mit Hurtigruten muss man wissen, dass im Dezember die Postschiffe häufig wetterbedingt umdrehen müssen, oder in einem Fjord auf Wetterbesserung warten.
Gruß,
Gerhard
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Roeggelchen68 » So, 17. Jan 2021, 16:42

Hallo,

ich hatte gehofft, dass wir diese Reise auch so unternehmen können, aber wenn ich jetzt höre wie schwierig dies doch scheint, kommen mir arge Zweifel. Ich bin noch der "Draufgänger" in unserer Familie und mein Mann ist immer über- über- über-vorsichtig :roll: . Wenn es da auch nur den geringsten Zweifel gibt, das für uns in irgendeiner Weise Gefahr besteht oder wir im Schnee ersaufen, vor Schranken campen müssen oder was weiß ich bei dem unwirklichen Wetter, dann kommen selbst mir Zweifel auf!

Die Variante mit dem Auto hatten wir gewählt, da wir gerne etwas vom Land sehen würden und da es ein Firmenwagen ist, bezahlen wir kein Sprit. Somit wäre dies natürlich für uns eine sehr günstige Reismöglichkeit gewesen.

Da die Anreise schwer zu sein scheint, überlege ich die Variante bis zum Schiff zu fahren, dann das Auto dort stehen zu lassen, hochzufliegen und oben einen Mietwagen zu nehmen und zurück dann mit dem Schiff zu reisen. Ich bin ehrlich gesagt, nicht so der Schiffsreisende und mir wird ständig übel an Bord, aber vielleicht überlebe ich das ja mit viel Reisetabletten.

Mal sehen was das alles kostet. Ich recherchiere mal.

Danke für Eure Antworten.
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon cani#68 » So, 17. Jan 2021, 16:59

Geht es euch im das Nordkapp oder Aurora Borelais?
Letztere kann man ja auch in Trondheim / Lofoten oder in Schweden / Finnland sehen.
Da müsste man nicht ganz so weit fahren und wäre vlt. noch auch befahrbaren Haupstrassen unterwegs.
____________
Schöne Jrooß
Uwe

Norwegen Bilder - https://www.flickr.com/photos/uwe_cani/albums/72157647598018725
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Re: Winter-Reiseroute zu ambitioniert?

Beitragvon Dragger » So, 17. Jan 2021, 18:18

Ich war mit meinem Sohn im Februar vor einiegen Jahren zum "Leuchten-Gucken" auf den Lofoten. Sicherheitshalber sind wir geflogen und haben uns einen 4-Rad-getriebenen Leihwagen mit Spike-Reifen gegönnt. Dabei hatten wir das Glück, dass wir gerade zu einer Zeit einflogen, als das Wetter vor Ort besser wurde und die Straßen fast wieder "normal" zu befahren waren. Innerorts vom kleinen Flughafen weg hätten wir aber ohne dem Spike-bewährtem Auto keine Chance gehabt, das Gelände überhaupt zu verlassen. Sau-glatte Fahrbahnen, selbst zu Fuß nicht ohne Risiko. Bis zur Unterkunft waren es vielleicht knappe 2 Kilometer, aber das schon echt ein Abenteuer. Und wir wollten auch noch einige Abseitsrouten fahren, um die Polarlichter zu fotografieren. Na Danke schön, hatten wir uns gleich nach unserer Ankunft innerlich gedacht.
Aber wir hatten dann doch Glück, an den folgenden Tagen wurden zumindest die Hauptstraßen soweit befahrbar, dass wir den einen oder anderen Ausflug wagten.

Eine kilometerfressende Reise durch die nördlichen Gefilde mit Zeitdruck (Urlaub/Ferien) haben wir deshalb gleich mal aus unseren Urlaubsplänen umgehend gecancelt (d. h. im Winter). Wären wir eine Woche früher angekommen, hätten wir unsere Zeit wahrscheinlich in der Unterkunft verbracht. Sightseeing war auch nicht möglich. Zum einen immer dunkel(schwarz) und wenn heller, dann nur sehr kurze Zeit. Dann die Straßenverhältnisse, selbst am letzten Tag unserer Anwesenheit auf den Lofoten hätten wir ohne 4-Rad-Antrieb und Nägel an den Reifen garantiert nicht auf den Pisten verbringen wollen. Die Straßen waren "frei", das schon, aber mehr als 40 bis max. 60 km/h (letzteres oft mit Risiko) waren nicht drin.
Wir sind bis auf 2020 jährlich in Norwegen unterwegs, im Sommer und auf Motorrädern. Wir werden, nachdem wir nun in der Rente sind (mein Mädel und ich) bestimmt auch im Winter den Polarkreis besuchen. Das haben wir uns fest vorgenommen. Aber nach den Erfahrungen unserer letzten Winterreise definitiv nur per Flug und mit Leihwagen vor Ort. Und der PKW wird bestens ausgestattet sein. Und wir haben keinen zeitlichen Druck, welcher uns im Nacken sitzen wird.

Lange Erzählung, kurzer Sinn - für den Threat: Unsere Empfehlung, das Vorhaben wie es geplant ist besser umkrempeln und die Empfehlungen der anderen Schreiber berücksichtigen.
LG

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