Berufliche Anerkennung

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Berufliche Anerkennung

Beitragvon kelzo » So, 27. Okt 2019, 9:40

Hallo zusammen,

nach einigen Umzügen in Deutschland überlegen meine Frau und ich, ob wir nicht grundsätzlich auswandern wollen. Aktuell hat es uns von der Schweizer Grenze an die Ostsee verschlagen.

Neben dem Land mit seiner Kultur spielt dabei sicherlich auch die berufliche Anerkennung eine große Rolle.
Daher möchte ich hier mal Erfahrungswerte bei Akademikern sammeln.

Meine Frau (27) ist staatlich geprüfte Kinderpflegerin, staatlich geprüfte Erzieherin (fünf Jahre Ausbildung) und studiert gerade Psychologie auf Bachelor in Deutschland. Gibt es Anerkennungsmöglichkeiten hierfür?

Ich (34) habe eigentlich keinen Beruf. Ich habe früher drei Fächer auf Magister studiert, darunter auch Sprachwissenschaften, danach in drei anderen Fächern den Doktor gemacht und noch einen Master in öffentlicher Verwaltung. Ich habe einige Jahre in der Forschung gearbeitet und bin dann in die öffentliche Verwaltung gewechselt. Dort war ich bisher Leiter einer großen Bildungseinrichtung und bin gerade Dezernent mit vier Ämtern unter mir bei einer Stadt. Nach Kennzahlen verantwortlich für etwa 700 Mitarbeiter und 50 Millionen € im Sozial- und Bildungsbereich. Ich wechsle nun an die Ostsee in eine Leitungsposition eines Ministeriums.

Bei meiner Frau mache ich mir weniger Sorgen, ich bezweifle aber, dass ich einfach wechseln könnte. Habt ihr Empfehlungen, zum Beispiel ein berufsbegleitendes Studium, bestimmte Bereiche der Verwaltung oder Politik? Vielleicht auch bi- oder internationale Stellen?
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Re: Berufliche Anerkennung

Beitragvon nasanase » Mo, 28. Okt 2019, 7:42

Guten Morgen

Also du wechselst jetzt an die Ostsee und überlegst Dir bereits wieder den nächsten Stellenwechsel oder habe ich da etwas falsch verstanden? :roll:
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Re: Berufliche Anerkennung

Beitragvon kelzo » Mo, 28. Okt 2019, 10:20

Ja, vielleicht klingt das etwas unstet. Aber für uns ist es der beste Weg, um überhaupt Geld zu sparen und uns dem Norden zu nähern. Für uns ist das wie ein Hebel.
Der öffentliche Dienst zahlt praktisch überall gleich. An der Ostsee zahlt er aber überdurchschnittlich viel verglichen mit den Lebenshaltungskosten. Und an der Schweizer Grenze gehörst du selbst als Bürgermeister zu den ärmeren Leuten. Für eine zwei Zimmer Mietwohnung zahlt man hier etwa 1.500€ € kalt monatlich zur Miete. Für ein Reihenmittelhaus etwa 500.000 bis 750.000 €. Selbst als Doppelverdiener in akademischen Positionen oder Führungspositionen verdient man hier nicht genug im öffentlichen Dienst.
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Re: Berufliche Anerkennung

Beitragvon Særling » Mo, 28. Okt 2019, 10:52

Hallo und willkommen im Forum,

als ich in eurem Alter war, bin ich im Schnitt etwa einmal im Jahr umgezogen, ein paar Mal auch über eine Landesgrenze hinweg. Mag für manche vielleicht unverständlich klingen, aber aus dieser "unsteten" Lebensphase habe ich viele wichtige Erfahrungen für meine späteres Leben mitgenommen.
Egal, um mich geht's ja nicht :wink:

Für Deine Frau sollte es eigentlich keine Probleme mit der Anerkennung geben.
Darum kümmert sich in Norwegen das https://www.nokut.no/.
Am besten setzt ihr euch mit dem nokut zeitig in Verbindung.

Für Dich dürfte es, je nachdem worin Du Deine Doktortitel hast, auch nicht so schwer sein.
In welchem Bereich warst Du denn in der Forschung tätig?

Nur so eine Idee: Vielleicht wäre es da am sinnvollsten in einer Gegend mit hohem Anteil an akademischen Tätigkeiten zu suchen. Also in der Nähe von grossen Universitäten und/oder Forschungseinrichtungen.
Da ist oft auch der Altersschnitt niedriger, und dementsprechend auch viele Kindergärten in der Umgebung.
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Re: Berufliche Anerkennung

Beitragvon kelzo » Mo, 28. Okt 2019, 16:49

vielen Dank für die Antwort. Der Doktor war in Psychologie, Pädagogik und Informatik. Schwerpunkt künstliche Intelligenz. Ich setze mich mal damit in Verbindung.
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Re: Berufliche Anerkennung

Beitragvon Særling » Di, 29. Okt 2019, 9:00

Anerkennungsprobleme hast Du mit Deinen drei Titeln nach meinem aktuellen Kenntnisstand nicht.
So aus dem Bauch raus würde ich tippen dass Du im Bereich Informatik die besten Chancen hast. Da sind viele Berufsumfelder sowieso auf Englisch, da ist Anfangs die Sprache auch kein grosses Problem.
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Re: Berufliche Anerkennung

Beitragvon nasanase » Mi, 30. Okt 2019, 8:33

kelzo hat geschrieben:Ja, vielleicht klingt das etwas unstet. Aber für uns ist es der beste Weg, um überhaupt Geld zu sparen und uns dem Norden zu nähern. Für uns ist das wie ein Hebel.

War keine Wertung, wollte es nur richtig verstehen. Für mich wäre das nichts, aber andere haben da ja gute Erfahrungen mit gemacht :D
Viel Glück bei der Stellensuche! Hoffe es klappt!
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