von AgeJonny » Do, 01. Jul 2010, 20:13
Hallo,
Ich bin neu bei diesem Forum, und ich bin norwegisch.
Eine Brieffreundin in Deutschland lernte einmal norwegisch. Sie fuhr ab und zu nach Norwegen im Urlaub. Sie hat mir erzählt, dass sie ab und zu erfahren hat, dass die Norweger nicht immer freundlich mit den deutschen Touristen waren. Vielleicht waren die unfreundlichen Norwegern alten Menschen?
Eine Verwandte, die in Norwegen Deutsch-Lehrerin war, erzählte dass sie eines Abend erfuhr, dass ihr Mann draussen vor dem Haus ein deutsches Paar getroffen hat, und sich mit ihnen unterhaltete. Sie hat dann vorgeschlagen, sie einzuladen. Sie hat zum Essen ein Topf-Gericht gekocht, und die beiden Paaren haben den ganzen Abend sich mit einandern unterhalten. Diese deutschen Menschen haben am Abschied gesagt, dass sie niemals so etwas in Norwegen erlebt hatten. Also gibt es Ausnahmen.
Selber finde ich es interessant mit deutschen Touristen zu sprechen. Diesen Sommer fuhr ich und eine Freundin an der West-Küste Norwegens. Am "schlechsten Weg Norwegens" (Norges verste vei), gab es Weg-Arbeit, und ich habe die deutschen in dem Wagen hinter uns über der Situation informiert, weil es mehr als eine Stunde eine Unterbrechung geben würde. Sie haben dafür gedankt. Ich habe aber mit dem Mann während einer Stunde gesprochen. Sie kamen aus Dresden. Er hat sich über Norwegen erkündigt, und ich habe mich ein Teil über der Situation in ehemaligen Deutscland Ost erkündigt.
Ein Freund von mir, der in der nähe von Bergen wohnt, hat mir erzählt, dass die deutsche Sprache in seinem Gebiet nicht sehr populär ist. Er wohnt Nahe Sotra und Telavåg. In Telavåg hat die Bevölkerung während des Krieges der Widerstands-Bewegung geholfen. Dort wurde zwei Männer der deutschen Sicherheitsdienst umgebracht, und zum Straf hat die deutschen das ganze Erdboden Telavågs gleichgemacht. Alle Männer, die älter als 15 Jahre, und jünger als 60 waren, wurden in KZ-Lager Sachsenhausen hingeschickt, wo 31 Männer von 72 starben. Die restlichen Bevölkerung wurde in Norwegen interniert geworden. Auch hatte die deutschen Okkupationsmacht 18 jungen Männer auf Trandum schiessen lassen. Sie wurden am Flucht nach England verhaftet worden, aber hatten trotzdem keine Verbindung mit Telavåg. Goebbels hat in seinem Tagebuch geschrieben, dass: "Können die Norweger uns nicht lieben, sollen sie uns jedenfalls fürchten." Mein Freund hat deutsch als Hobby und Haupt-Interesse. Er fährt jeden Sommer nach dem Universität in Hamburg, um dort auf Deutsch-Kurse teilzunehmen.
Als Norweger müssen wir erinnern, dass Deutschland heute anders ist, als damals, und die die in dem Krieg teilgenommen haben, eine ganz andere Generation war, als die heutige. Die Deutschen damals waren Kinder ihrer Zeit. Auch wurden sie von den Nazi-Verbrechern die in der Führung des Landes waren, mit falscher Propaganda und "Wissenschaft" getäuscht. Was damals mit Deutscland geschah, war eine sehr grosse Tragödie. Es ist aber nicht einmalig. Was in Deutschland geschah, kann unter den Menschen nochmals geschehen. Als Menschen haben wir auch heute eine Verantwortung: Wir können niemals vergessen, aber wir sollen die Deutschen jetzt vergeben.