Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Arbeiten, Formalitäten, Wohnen, Studieren, Au-pair, Schüler-/Studentenaustausch, Praktika. Wir sind keine Jobbörse!

Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Jeanni12 » Do, 03. Mär 2016, 17:25

Hallo, wir sind eine Patchwork-Familie mit 5 Köpfen. Und nicht zu vergessen...unsere 2Vierbeiner. :-)
2 unserer Köpfe werden in D bleiben. Nun haben wir schon 2Gegenden speziell ins Auge gefasst: Ålesund und die Gegend am Sogn og Fjordane. Da möchten wir gern hin. Unser Kücken (9jähriges Mädchen) war sofort einverstanden, mit diesem großen Schritt. Wir erhoffen uns nun hier ein paar wichtige Infos zu Ålesund: wohnen, arbeiten, Schule....wir würden uns sehr freuen, wenn man vielleicht hier schon ein paar Kontakte knüpfen könnte, die man dann in Norwegen persönlich kennenlernen könnte.
Lieben Dank schon mal für evtl.Antworten!
Viele Grüße
Vi ses!
Jeanni12
 
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon troll70 » Do, 03. Mär 2016, 22:31

Hallo Jeanni12,
wir wohnen seit 5 Jahre unweit von Ålesund. Schreib'einfach mal, welche konkreten Fragen Dich interessieren.

Beste Gruesse
troll70
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Jeanni12 » Fr, 04. Mär 2016, 8:26

Hallo troll70, Ganz lieben Dank für Dein Angebot. Ja, wir tragen uns nun mehr intensiv mit dem Gedanken in die Umgebung von Ålesund auszuwandern. Fragen gibt es da natürlich ne Menge und klären müssen wir hier genauso viel, da wir hier Haus und Schwiegermutter haben. Wir werden voraussichtlich zu dritt auswandern. Unser Großer ist hier in D auf einem Sportinternat und will da bleiben. Naja, ist ja wird ja dieses Jahr schon 16.
Unsere Kleine wird 10 und für sie stellen sich viele Fragen. Wir machen schon seit 3 Jahren Zrlaub in N ( Sogn oh Fjordane).
Sie liebt N und sie musste nicht mal überlegen ob es für sie ok ist :-)
Durch unseren Vermieter in N und Internet haben wir schon einiges über Schule in N herausgefunden. Aber uns interessiert eben alles darüber, Unterrichtszeiten, Busverbindungen, Betreuung...
Doch zu allererst wäre natürlich die Frage nach Arbeit. Mein Mann ist leitender Disponent und Kaufmann im Groß-und Außenhandel und Technischer Mineralölkaufmann und Kraftverkehrsmeister...puhhh!
Bei den vielen Stellenangeboten werden wir trotzdem nicht schlau. Wir haben gerade begonnen norwegisch zu lernen, aber das reicht noch nicht und das Übersetzungsprogramm ist schrecklich. Außerdem sind die Anzeigen sehr oberflächlich geschrieben, also keine klare Ansage was die suchen.
Ich bin Physiotherapeutin, aber leider gesundheitlich nicht mehr in der Lage dazu, würde also in Richtung Büro, Verkauf gehen. Nun zur eigentlichen Frage: Wie sieht es in der Gegend mit Arbeit in der Richtung meines Mannes aus?
Und dann eben noch die Wohnungssuche....uns interessiert, ob man ein Haus auch als Mietkauf erwerben kann?
Vor 15 Jahren wollte ich schon mal mit meinem Exmann nach N auswandern. Daher weiß ich das die Ausreise mit Hund ein halbes Jahr Vorlauf braucht....ist das noch so?
So, ich glaube fürs erste reicht das!
Nochmal vielen Dank, das Du Dich so vielen Fragen aussetzen möchtest!
Viele Grüße
Jeanni12
 
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon cosmashivana » Fr, 04. Mär 2016, 9:27

Hier findest du alles zur Einreise mit ua. Hund (oben rechts kann es auf Englisch umgestellt werden): http://www.mattilsynet.no/dyr_og_dyreho ... til_norge/
cosmashivana
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Jeanni12 » Fr, 04. Mär 2016, 9:59

Danke cosmashiva :-)
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon troll70 » Fr, 04. Mär 2016, 11:58

das sind natuerlich groesstenteils Fragen, die nicht unbedingt ortsbezogen sind.

Fuer's Erste hier mal ein paar Kurzantworten:
1. Schule geht von 08:00 - ca. 13.30 (natuerlich unterschiedlich von Schule zu Schule und abhaengig von der Klassenstufe). Danach oder auch davor kann man (gut fuer Arbeitende) die Kinder in eine der Schule zugeordnete Betreuung geben (sogenannte SFO), die bis 16.30 Uhr (manchmal auch 17:00) geoeffnet ist. Da bekomen die Kinder auch was zu Essen und Hausaufgabenhilfe. Kinder bis zur 4. Klasse fahren mit dem Bus zur Schule (kostenlos), wenn die Entfernung zur Schule >2km ist, ab der 4. Klasse bei Entfernung >4km.

2. Arbeit: An der Wenstkueste zur Zeit aufgrund des niedrigen Oelpreises sehr schwierig, gerade im administrativen Bereich. Ohne norwegische Sprachkenntnisse nochmal schwieriger. Gute Stellenboersen im Internet sind finn.no, nav.no und (mit Abstrichen) die Lokalzeitung fuer die Region Ålesund/Sunnmøre smp.no. Wenn Du per PN mal links zu den betreffenden Stellenanzeigen gibst, kann ich mal schauen, um was es genau geht.
3. Haus: Falls man eine Finanzierung braucht, muss man sich normalerweise etwas gedulden, bevor man eine Finanzierungszusage bekommt. Ein Haus- oder Wohnungskauf erinnert so ein bisschen an Ebay. Die Finanzierungszusage der Bank (finanseringsbevis) ist nicht objektgebunden sondern gibt nur einen Finanzierungsrahmen. Dann geht man zu einer Hausbesichtigung, studiert das Wertgutachten (takst) und hat bis zum naechsten Tag Zeit, ein verbindliches Angebot zu machen. Das hoechste Gebot erhaelt den Zuschlag. Das war eine sehr verkuerzte Version, ich weiss. Wir hatten zuerst ein Mietshaus auf der Insel Ellingsøy noerdlich von Ålesund bevor wir uns ein Haus kauften. Mieten ist gemeinhin ziemlich teuer. Aber da Ihr nur zu dritt kommt, muessen es ja keine 250qm sein, oder?

Jetzt noch etwas generelles: In Deinem ersten Post schriebst Du von "Kontakte knuepfen". Das ist absolut notwendig. Aber es hilft Euch gerade bei der Jobsuche wenig, die Kontakte unter deutschen Einwanderern zu suchen. Es kennt hier jeder jeden. Daher ist es wichtig, sich schnellstmoeglich ein Netzwerk unter einheimischen aufzubauen. Referenzen von Einheimischen sind bei der Jobsuche Gold wert. Klammert Euch also nicht an andere Deutsche sondern geht offen auf Einheimische zu. Ihr werdet vielleicht nicht gleich zu Kaffee eingeladen, aber die Einheimischen honorieren es, wenn man Integrationswillen zeigt.

Soviel fuer jetzt.

Beste Gruesse von Godøya
troll70
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Jeanni12 » Sa, 05. Mär 2016, 21:11

Hallo troll70,
danke für deine hilfreichen Infos.
Mit Einheimischen aus Alesund, von hier aus Kontakte zu knüpfen, wird nicht leicht.
Wir kennen einen Norweger in Balestrand (Sogn og Fjordane)und haben ihn schon angschrieben und im Juni fahren wir eh wieder hin, für 2 Wochen. Wir nehmen an das das mit dem endgültigen Zelte abbrechen noch 1Jahr dauern wird. Oder wie war das bei Euch? Dürfen wir fragen, als was Ihr Arbeit gefunden habt? Wie ist das mit einem Auto. Ist es schlauer seins von D mitzubringen, oder wird das zu teuer? 2001 wollte ich schon mal mit meinem Ex-mann nach N auswandern. Damals bieteten die Kommunen in N einen 4wöchigen Sprachkurs für Zugezogene an. Das ist wohl nicht mehr so, nehme ich an.Ist es einfach als Quereinsteiger eine Stelle zu bekommen? Weil wir sind für alles offen.
Hab vielen Dank für Deine Zeit und Mühe!
Viele Grüße aus D (Hannover)
Jeanni12
 
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Gröpel zwei » So, 06. Mär 2016, 0:06

Arbeit ist derzeit nicht mehr so leicht zu finden, wie noch vor ein paar Jahren. Erschwerend sind dabei mangelnde Sprachkenntnisse und ein Wohnsitz im Ausland. Ein Auto zu importieren lohnt in den meisten Fællen nicht, auch wenn der Gebrauchtwagenkauf in Norwegen deutlich schwieriger und teurer ist als in Deutschland.

Warum wollt ihr eigentlich nach Norwegen auswandern?
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon troll70 » So, 06. Mär 2016, 8:15

Hallo Jeannie.
Ich denke, das dass mit dem Kontakte knuepfen von Deutschland aus etwas zu hoch gehaengt wird. Was allerdings schon vorteilhaft waere: Bei Bewerbungen wird in Norwegen haeufig nach einer Referenzperson gefragt. Diese wird gerne mal von potentiellen Arbeitgebern angerufen und befragt. Da hier, wie schon erwaehnt, jeder jeden kennt, ist es von Vorteil, einen Einheimischen in der Referenzliste zu haben.

Ich selbst habe hier nach unserer Einwanderung eine Stelle als Finanzcontroller bei Rolls-Royce gefunden. Dabei kamen aber einige glueckliche Zufaelle zusammen. Generell kann ich Groepel zwei schon zustimmen, wenn er sagt, dass die Jobsuche derzeit nicht leicht ist. Bei Elektrikern oder anderen Handwerksberufen gibt es immer offene Stellen, im administrativen aber ist es problematisch.

Bei meiner Frau verlief die Stellensuche (sie ist autorisierte Krankenschwester) zwar problemlos, allerdings sind die Anforderungen hinsichtlich Sprache deutlich gestiegen.

Das importieren eines Fahrzeuges ist - auch das ist hier im Forum ja schon oft Thema gewesen - sehr teuer. Wir hatten einen kleinen gebrauchten Hyundai Atos importiert und dafuer ca. 3.500€ Gebuehren bezahlt. Es lohnt tatsaechlich oft nicht. Es gibt aber ein paar Argumente, die dafuer sprechen:
1. Moechte man das Fahrzeug verkaufen, kann man es ansonsten hier fast nur als Teilelager loswerden
2. Wir machten die Erfahrung, dass Nachbarn bzw. andrer Dorfbewohner sehr wohlwollend registrierten, als unser Auto ein norwegisches Kennzeichen bekam (-> Integration)
3. Es ist nicht erlaubt, sich hier dauerhaft mit deutschem Kennzeichen zu bewegen, wenn man seinen Wohnsitz hier hat. Es wird zwar lasch kontrolliert, aber ist nichts desto trotz verboten.

Sprachkurse werden nach wie vor angeboten. Allerdings muss man sie selbst zahlen. Ich wuerde jedem nur dringend raten, schon in Deutschland intensiv die Sprache zu lernen. Aus meiner Sicht koennen Internet-Sprachkurse oder CD-Kurse (Langenscheidt, Pons) nur unterstuetzend helfen. Meldet Euch bei der VHS an oder sucht nach Norwegern in Deutschland, die Euch Sprachunterricht geben koennen. Dabei sollte man auch mal ein paar Autokilometer in Kauf nehmen. Am Ende zaehlt das Ergebnis. Einen potentiellen Arbeitgeber interessiert es nicht, warum man die Sprache nicht kann.

Also schoenen Tag noch nach Hannover
troll70
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon widder64 » So, 06. Mär 2016, 13:43

Hei,
auch wir wohnen bei Ålesund und können Infos geben. Wohnung mieten mit Tieren wird schwierig.
Wenn Ihr wollt kann man sich ja mal über Skype unterhalten, auch kennen wir einen Norweger der in Hannover wohnt, er bot auch mal Sprachkurse an. Kann ja mal nachfragen.

Hilsen Roland
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Jeanni12 » So, 06. Mär 2016, 22:41

Hallo widder64 und troll70,
Gaaanz lieben Dank für Eure Hilfe! Wir haben uns schon ne Menge Infos von überallher :-) eingeholt. Die Idee mit dem Norweger in D interessiert uns sehr. Vielleicht könntest Du,widder64, tatsächlich mal bei ihm nachfragen.
Das wäre klasse.
Integration ist für uns so klar wie Brühe! Da müssen wir nicht drüber reden oder nachdenken. :-)
Wir haben nun erstmal den Kopf voll mit soviel Input der letzten Tage!
Ach...ohne Hund wird das nix mit Norwegen. :-/
Skypen wäre auch ne super Idee, widder64. Melde mich dazu nochmal!
Bis dahin!
Viele Grüße
Jeanni12
 
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Gröpel zwei » Fr, 11. Mär 2016, 18:55

Hm,

alles immer so rosig und sonnig bei Auswanderungswilligen.

Um bösen Überraschungen vorzubeugen: macht euch auch darauf gefasst, dass ihr
    einen Arbeitsvertrag nach Tarif bekommt, der vom Arbeitgeber zu euren Ungunsten aber nicht eingehalten wird
    Das Arbeidsmiljöloven nicht das Papier wert wäre, auf dem es stünde, wenn es denn wenigstens Papier wäre und ihr deswegen in einer fremden und schwierigen Sprache eventuell einige Kämpfe ausfechten müßt
    Der Arbeitgeber nicht erpicht ist auf eure Kritik und jeden Stein, der sich finden lässt, euch in den Weg legt (und hier gibt es viele Steine, vielleicht auch einfach nur, weil man nicht so kurzgewachsen und gealtert aussieht und eine schönere Frau als der Vorgesetzte hat - oder weil es einfach genug (Ausländer/Norweger) gibt, die hier gerne irgendeine Arbeit annehmen und dann lieber keine Fragen stellen, weil sie Schiss vor der Obrigkeit haben, kurzgesagt: Wer gegen das Janteloven verstößt, hat verschissen.
    Als Antwort darauf -ganz gesetzlich- selbst ärztliche Krankschreibungen nicht anerkennt
    Behauptet, ihr wäret während dieser Zeit illegal im Ausland (und verliert damit bis zur Klärung des Falls eure Bezugsrechte für Krankengeld)
    deswegen euer Geld einbehält und ihr wenigstens ubergangsweise nicht nur krank seid und es euch dreckig geht, vielleicht, wie das Leben so ist im Erwachsenenalter, mit etwas wirklich Ernstem oder einer chronischen Krankheit - sondern auch noch finanziell auf dem trockenen sitzt.
    während der Krankschreibung dann die Kündigung angedroht bekommt und 100 km zum dröftsmöte in die Firma fahren sollt, damit ihr da im Dialekt von drei Vorgesetzten wegen aus den Fingern gesogenen Kleinigkeiten gegrillt werdet.
    Der Vorgesetzte den Arzt belügt, um euch zu erpressen
    ihr während wirklich schwerer Krankheiten von einem unterbelichteten aber übergewichtigen Vorgesetzten belästigt werdet, der kontrollieren will, ob ihr auch wirklich krank seid


Sind natürlich nur Einzelfälle, mir aber so passiert sind (oder bevorstehen) (oder so ähnlich, mit der Neidkultur möchte ich nicht so ins Detail gehen). Also deswegen frage ich mich immer wieder, was so für Mythen über die guten Arbeitsbedingungen in Norwegen rumgeistern, oder warum man hier wirklich hin möchte.


Gruß
Gröpel zwei
 
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Jeanni12 » Fr, 11. Mär 2016, 19:13

Hallo, Danke das du auf unser Thema geantwortet hast. Ich denke nur das es nicht so gut ist, seine Erlebnisse so in der Öffentlichkeit auszubreiten. Es tut mir sehr leid, das dir so etwas passiert ist, aber das kann jeden treffen und ich kann dir versichern, das so etwas auch in D und anderen Ländern geschieht. Und so selten ist das gar nicht. Wir wissen das wir in N genauso arbeiten und leben werden wie in D. Das N kein Schlaraffenland ist, ist uns durchaus bewusst.
Aber gibt es denn überhaupt ein Schlaraffenland?!?! Wohl nicht!
Es tut mir nochmals sehr leid für dich und deshalb wünschen wir dir viel Glück und Zufriedenheit für die Zukunft.
Viele Grüße
Jeanni12
 
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Gröpel zwei » Fr, 11. Mär 2016, 19:42

Jeanni12 hat geschrieben:Hallo, Danke das du auf unser Thema geantwortet hast. Ich denke nur das es nicht so gut ist, seine Erlebnisse so in der Öffentlichkeit auszubreiten. Es tut mir sehr leid, das dir so etwas passiert ist, aber das kann jeden treffen und ich kann dir versichern, das so etwas auch in D und anderen Ländern geschieht. Und so selten ist das gar nicht. Wir wissen das wir in N genauso arbeiten und leben werden wie in D. Das N kein Schlaraffenland ist, ist uns durchaus bewusst.
Aber gibt es denn überhaupt ein Schlaraffenland?!?! Wohl nicht!
Es tut mir nochmals sehr leid für dich und deshalb wünschen wir dir viel Glück und Zufriedenheit für die Zukunft.
Viele Grüße


Danke, doch ich denke, dass es gut ist, das öffentlich auszubreiten, damit die Vorstellungen über das Schlaraffenland mal gerade gerückt werden. Meine Einlassung geschieht wegen der oft ignorierten Frage, was man sich als arbeitsloser, -suchender oder als was auch immer in D unter Norwegen vorstellt, dass es besser sein sollte. Ist es meiner Meinung nach nicht, ich würde sagen, überhaupt nicht.

Ich muss dir widersprechen. Es ist nicht möglich, dass es auch in D passieren kann, denn so ein Gesetz gibt es in D nicht. Theoretisch kann es passieren, natürlich. In jedem Fall fühlst du dich nicht so beschissen, wenn du weißt was du zu tun hast und ein soziales Netzwerk hast.

Es gibt auch kein Janteloven in Deutschland, das würde ich dir noch empfehlen, ernstzunehmen. Durch die geographische Abgeschiedenheit kommen manche Menschen scheint's auf ganz wunderliche Ideen, was die Bewertung anderer Lebensvorstellungen geht.
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Re: Auswandern nach Alesund/ Umgebung

Beitragvon Christoph » Fr, 11. Mär 2016, 20:00

Jeanni12 hat geschrieben:Integration ist für uns so klar wie Brühe! Da müssen wir nicht drüber reden oder nachdenken. :-)

Jeanni12 hat geschrieben:Und so selten ist das gar nicht. Wir wissen das wir in N genauso arbeiten und leben werden wie in D. Das N kein Schlaraffenland ist, ist uns durchaus bewusst.

Ich glaube, Jeanni, Ihr seid einstellungsmäßig schon ganz gut davor...denn wenn man sich bewusst ist, dass man Gast in diesem Land ist und sich dann anzupassen versucht, bekommt man zwar auch mal das eine oder andere Problem, aus dem man lernen kann, aber dann wird die Auswanderung trotzdem ein Erfolg.

Eine Sache, die wir z.B. am Anfang erst lernen mussten: Für Norweger ist "nicht-loben" oft schon Kritik..., da muss man also mit echter Kritik sehr vorsichtig sein bzw sie geschickt verpacken, wenn nicht gleich alle Türen zugehen sollen.

Viel Spaß beim Weiterplanen und erstmal ein schönes WE.....
Christoph
"Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land am Polarkreis (Helgeland)."

frei interpretiert (erweitert) nach einem Zitat von Dr. Ludwig Ganghofer
Christoph
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