Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

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Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon MayaD » Di, 03. Aug 2010, 20:40

Schönen guten Abend!

Ich denke darüber nach, ob ich in 2-3 Jahren nach Norwegen auswandern möchte.
Dann bin ich Psychiaterin und Psychotherapeutin - damit hätte ich wohl recht gute Job-Chancen. Da ich es gerne hell mag (und, Asche auf mein Haupt, bislang nur ein Mal den August über durch Norwegen gereist bin. Den Winter muss ich mir also unbedingt noch angucken) würde ich lieber im Süden wohnen. Hätte ich zB als Neurologin bessere Chancen, eine Arbeitsstelle im Süden und/oder einer der größeren Städte zu finden? Dann würde ich diesen Facharzt nämlich auch noch machen.

Außerdem bin ich Vegetarierin, aber nicht missionarisch. Für mich kein Fleisch/Fisch/Speck/Huhn/Rinderbrühe/Muscheln und so, alle anderen essen bitte alles, was sie essen möchten. Alkohol trinke ich auch nicht, habe da aber genau so wenig missionarischen Eifer. Wären meine Ernährungsgewohnheiten aus norwegischer Sicht vielleicht ... hmmm ... unpassend oder so?

8) Mal abgesehen davon, dass ich jetzt alle Bewohner eines ganzen Landes zu dauerbeduselten Carnivoren gemacht habe - nöööö, mehr Vorurteile fallen mir gerade nicht ein. :engerl:

Warum will ich wechseln? Im Prinzip lebe ich gerne ich Deutschland, hier fühle ich mich verwurzelt. Da ich aber fast 1/3 meines Lebens in anderen Ländern verbracht habe weiß ich, dass ich zwar eine Wurzel in Deutschland habe, meine Heimat aber auch ganz wo anders finden kann. Und ich glaube, dass ich als angestellte Ärztin in Norwegen mehr vom Leben hätte - zumal ich auch irgendwann Kinder haben möchte ohne meinen Beruf für Jahre aufgeben zu müssen.
Die Landschaft hat mich tief berührt, die Sprache hört sich toll an (der Rhythmus! Es hört sich an, als würde man durch diese Sprache kullern) und ich bekam den Eindruck von einem Land, in dem es üblicher scheint, dem Anderen/Fremden mit weniger Misstrauen zu begegnen. Das entspräche meinem Wesen etwas mehr als die übliche deutsche Mentalität.

Falls jetzt bis zu den Knien in einem Fettnäpfchen stehe bitte ich um eine freundliche Ausstiegshilfe. Haushaltstreppchen oder Feuerleiter müsste genügen *g*

Erste Grüße,

Maya :-)
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon muheijo » Di, 03. Aug 2010, 23:03

MayaD hat geschrieben: Wären meine Ernährungsgewohnheiten aus norwegischer Sicht vielleicht ... hmmm ... unpassend oder so?


Hei, willkommen!

Wie siehst du die Situation in D? Ich wuerde es in N genauso unpassend oder passend sehen.
In N ohne Fisch und (Elch-)fleisch zu leben klingt fuer mich zwar komisch, ist aber gesellschaftlich gesehen problemlos machbar.
"Jeder soll nach seiner Fasson selig werden", das ist hier genauso.
Allerdings frage ich mich gerade, was man sonst so alles isst - die Auswahl an vegetarischen Produkten sprich Obst, Gemuese ist -auf dem Lande jedenfalls- mitunter recht bescheiden.

Gruss, muheijo
"Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind, aber zu feige, es zu sagen."

(Napoléon I.)
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon ThorstenF.H. » Mi, 04. Aug 2010, 6:41

MayaD hat geschrieben:Schönen guten Abend!

Ich denke darüber nach, ob ich in 2-3 Jahren nach Norwegen auswandern möchte.
Dann bin ich Psychiaterin und Psychotherapeutin - damit hätte ich wohl recht gute Job-Chancen. Da ich es gerne hell mag (und, Asche auf mein Haupt, bislang nur ein Mal den August über durch Norwegen gereist bin. Den Winter muss ich mir also unbedingt noch angucken) würde ich lieber im Süden wohnen. Hätte ich zB als Neurologin bessere Chancen, eine Arbeitsstelle im Süden und/oder einer der größeren Städte zu finden? Dann würde ich diesen Facharzt nämlich auch noch machen.

Außerdem bin ich Vegetarierin, aber nicht missionarisch. Für mich kein Fleisch/Fisch/Speck/Huhn/Rinderbrühe/Muscheln und so, alle anderen essen bitte alles, was sie essen möchten. Alkohol trinke ich auch nicht, habe da aber genau so wenig missionarischen Eifer. Wären meine Ernährungsgewohnheiten aus norwegischer Sicht vielleicht ... hmmm ... unpassend oder so?

8) Mal abgesehen davon, dass ich jetzt alle Bewohner eines ganzen Landes zu dauerbeduselten Carnivoren gemacht habe - nöööö, mehr Vorurteile fallen mir gerade nicht ein. :engerl:

Warum will ich wechseln? Im Prinzip lebe ich gerne ich Deutschland, hier fühle ich mich verwurzelt. Da ich aber fast 1/3 meines Lebens in anderen Ländern verbracht habe weiß ich, dass ich zwar eine Wurzel in Deutschland habe, meine Heimat aber auch ganz wo anders finden kann. Und ich glaube, dass ich als angestellte Ärztin in Norwegen mehr vom Leben hätte - zumal ich auch irgendwann Kinder haben möchte ohne meinen Beruf für Jahre aufgeben zu müssen.
Die Landschaft hat mich tief berührt, die Sprache hört sich toll an (der Rhythmus! Es hört sich an, als würde man durch diese Sprache kullern) und ich bekam den Eindruck von einem Land, in dem es üblicher scheint, dem Anderen/Fremden mit weniger Misstrauen zu begegnen. Das entspräche meinem Wesen etwas mehr als die übliche deutsche Mentalität.

Falls jetzt bis zu den Knien in einem Fettnäpfchen stehe bitte ich um eine freundliche Ausstiegshilfe. Haushaltstreppchen oder Feuerleiter müsste genügen *g*

Erste Grüße,

Maya :-)


hei,

du hast ja genaue vorstellungen. wow.
das mit dem süden und den grösseren städten find ich am besten. die gross städte gibt es nur im süden.
norwegen hat ein stranges system bezüglich neu ärzte. und das du hier hoch kommst und gleich einen job bekommst is auch nicht so.
wenn du direkt nach dem studium kommst dann darfst du erst mal AIP spielen und das ganze 1,5 jahre. wenn du in dieser zeit probleme mit der sprache hast dann kannst du wieder heimfahren.
ah noch zu erwähnen. es gibt bei diesen " turnus" ein losverfahren. das heisst wenn du ne schlechte nummer hast, kannst du dir dein platz nicht aussuchen, dass wiederum heisst 1,5 jahre finnmark.

viel spass
di di di di di di di di di di di di di di di di di di di di di diiiiiiiiii
(Morgenstemning av Edvard Grieg)
ThorstenF.H.
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon MayaD » Mi, 04. Aug 2010, 15:08

Hei, muheijo!

Vielen Dank dir für deine Antwort :-)

[/quote] Wie siehst du die Situation in D? [/quote]
Den Leuten in meinem Bekanntenkreis ist es schlicht egal, was ich esse. Wenn wir irgendwo zusammen kochen, dann wird eh vorher rumgefragt, ob irgendwer irgendwas nicht mag oder verträgt. Und mein Freundeskreis fragt schon gar nicht mehr, die kochen dann automatisch auch irgendwas vegetarisches (für mich), etwas mit Fleisch, aber ohne Fisch (für eine andere Freundin) und etwas ohne Milchprodukte (für eine weitere Freundin).

[/quote]Allerdings frage ich mich gerade, was man sonst so alles isst - die Auswahl an vegetarischen Produkten sprich Obst, Gemuese ist -auf dem Lande jedenfalls- mitunter recht bescheiden.[/quote]
Im Augenblick habe ich mal wieder eine Pizza-und-Salat-Phase. Wenn es Mehl gibt und etwas Käse, kann ich wahrscheinlich auch aus einer bescheidenen Gemüseauswahl eine leckere Pizza machen. Ich bin seit Anfang der 80er vegetarisch, damals war das Angebot in D noch recht reduziert - ich bin also Kummer gewohnt.
Vegetarisch sind: Pfannkuchen, Sauerrahm und Erdbeermarmelade (das gab es beim Warten auf eine Fähre, weil der Sommerfahrplan nicht mehr galt); Pilze (ich habe gestern Abend den Pilze-Thread hier gelesen und mir ein Loch in den Bauch gefreut); Kuchen, Beeren, Brot, Butter/Margarine, Käse, Eier (ich bin ja nicht vegan), Schokolade, Gemüsebrühe (kann ich mir auch schicken lassen), Getreide, Nudeln...
Ich bin kein "ich brauche nur X, dann bin ich glücklich"-Mensch. Sondern picke mir aus einem vorhandenen Angebot das raus, was ich am besten finde - und damit werde ich dann glücklich.
Naja, und dann gibt es natürlich auch noch Luft und Liebe *g*

Viele Grüße,

Maya :-)
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon Ulrike44 » Mi, 04. Aug 2010, 15:41

Ehrlich, Maya -

als Vegetarierin wirst du richtig traurig werden. Wenn du auch nur bisschen in der Provinz landest, hast du praktisch keine Auswahl mehr an Salaten, Gemüsen und so, sogar die Jahreszeiten unterscheiden sich an den Obst- und Gemüseständen so gut wie gar nicht. Ich muss für mich sagen, das ist etwas, das ich schon stark vermisse - und ich bin keine Vegetarierin. Und fühle mich hier sonst sauwohl.

Auch wenn du Regen und längere Dunkelheit nicht erträgst - da sag ich nur: Vorsicht Vorsicht Vorsicht. Glaube, da ist Norwegen nicht das richtige Land, was glaubst du, wieviel Klagen hier schon geäußert wurden, sogar von Leuten, die vorher gar nicht so empfindlich in dieser Hinsicht waren. Man müsste "probeauswandern" können, um das richtig einzuschätzen.

Stell dich , wenn du es trotzdem durchführen willst, auf viel Frustration ein, das ist mein Rat.

Viel Glück!

Ulrike
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon Dirk i norge » Mi, 04. Aug 2010, 15:45

MayaD hat geschrieben:Naja, und dann gibt es natürlich auch noch Luft und Liebe *g*


machts zwar Spaß aber davon wird man ja bekanntlicher Weise nicht satt-
Aber als Vegetarier brauchst du dir keine Sorgen machen. Diese Lebensart ist auch weit verbreitet in Norwegen. Ich kenne jedenfalls ein paar.

Die Sache mit dem Neurologen ist etwas komplizierter. Nicht dass man als solcher keinen Job bekommt aber die Anerkennung für die Berufsausübung in Norwegen ist nicht ganz so einfach . ThorstenF.H. hat es ja bereits angesprochen. Zumal die Sprache, meine ich, sitzen muß.

Es gibt hier im Forum auch Leute die damit Erfahrungen haben. Hoffendlich meldet sich da noch jemand um weiter zu helfen.

Ansonsten, viel Glueck !!!
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon MayaD » Mi, 04. Aug 2010, 16:28

ThorstenF.H. hat geschrieben:
MayaD hat geschrieben:

hei,
du hast ja genaue vorstellungen. wow. ... die gross städte gibt es nur im süden.
norwegen hat ein stranges system bezüglich neu ärzte. ... wenn du direkt nach dem studium kommst dann darfst du erst mal AIP spielen ... ah noch zu erwähnen. es gibt bei diesen " turnus" ... 1,5 jahre finnmark.
viel spass


Hei Thorsten,

ooch, ich fand Bodø schon recht groß. :-) Vielen Dank auch dir für deine Antwort.
Wenn es 1,5 Jahre Finnmark werden, dann müsste ich halt noch Nord-Sami lernen.Und darauf hoffen, dass ich im Frühling anfangen darf, so dass ich zwei Sommer (zwei mal einen Monat, oder?) habe. Ich verstehe nicht ganz, was falsch daran sein soll, wenn ich Wünsche oder Vorstellungen habe. Die müssen sich ja nicht erfüllen, das ist dann auch in Ordnung.

In 2-3 Jahren bin ich Fachärztin, also entweder Psychiaterin und Psychotherapeutin, oder auch noch Neurologin. Gilbt es für die auch diesen turnus? Ich würde nicht einfach nach N umziehen und mir dann einen Job suchen. Das wäre mir zu unsicher. Ich würde von D aus nach einem Job suchen und erst umziehen, wenn ich den habe.

Was die Sprachen angeht: ist es sinnvoll, von Anfang an und gleichzeitig Bokmål und Nynorsk zu lernen? Nächsten Monat fängt mein erster Sprachkurs an (VHS, so zum Einstieg hoffentlich ok), ich bin schon ganz gespannt.

Ich habe Spaß, jetzt schon. Ich mache gerne Pläne, informiere mich über alles Mögliche (und Unmögliche), lerne gerne Sprachen, entdecke gerne meine Wünsche. Das alles macht mir Spaß. Sollte dieser Plan nicht funktionieren, dann vielleicht ein anderer Plan. Oder etwas klappt, an das ich noch nie gedacht habe.

Viele Grüße,

Maya :-)
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon MayaD » Mi, 04. Aug 2010, 16:44

Hi Ulrike und Dirk,

zusammengefasst mache ich mir jetzt keine Sorgen darüber, dass ich unglücklich werde.
Ich vermute mal, dass die Vegetarier die du, Dirk, kennst, eher nicht auf dem Land wohnen?
Ulrike, würden ein bis zwei Monate Urlaub im Winter im Norden wohl ausreichen, oder braucht man länger, um über den Lichtmangel unglücklich zu werden (wenn man es denn wird)?

Sorry, dass ich gerade so wenig ausführlich bin, ich muss weg. Euch danke ich natürlich auch für eure Antworten.

Viele Grüße,

Maya :-)
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon Ulrike44 » Mi, 04. Aug 2010, 17:00

MayaD hat geschrieben:Ulrike, würden ein bis zwei Monate Urlaub im Winter im Norden wohl ausreichen, oder braucht man länger, um über den Lichtmangel unglücklich zu werden (wenn man es denn wird)?

Oh, Maya, ich glaube, da fragst du die Falsche. Zum einen wohne ich nicht so weit im Norden (südlich von Trondheim), zum anderen genieße ich sogar die dunkle Jahreszeit, find sie so richtig gemütlich und heimelig - für mich bindet sich das zusammen mit den ewig langen Sommertagen in einen schönen Jahresrhythmus ein. Und wie ich gehört hab, geht das anderen ähnlich.

Was ich sagte, war nur als zu bedenkender Gesichtspunkt zu verstehen - eine Erfahrung, nämlich dass hier Leute z. B. ins Vestlandet gezogen sind und dann schon mit Schaum vor dem Mund postingslang über das Wetter herzogen. Aber im Vestlandet regnet es aber nun mal häufig, und das wird in den kommenden Jahren noch stärker werden, und im Norden liegt weit bis in den Frühling noch einiges an Schnee. Alles nur Beispiele.

Was - bisschen Nähkästchengeplauder :-) - die fehlende Gemüseabwechselung betrifft: ich sammele alle möglichen Beeren und essbaren Wildkräuter - und vor allem Pilze, die es hier massenhaft gibt. Was man einkochen kann, koch ich ein...

Man kann das also vieles durch andere Alternativen ausgleichen, muss sich nur drauf einstellen: Es ist wirklich anders als in Deutschland, das kann man beklagen, aber nicht ändern.

Denke, du brauchst keine Angst zu haben - das einzige, das man beim Auswandern nicht gebrauchen kann, ist die rosarote Brille :lol: .

Kannst ja mal berichten, wie es dir so erging!
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon Doris » Mi, 04. Aug 2010, 21:54

Hallo Maya,
wenn Du eine abgeschlossene dt. Facharztweiterbildung hast, brauchst Du keinen norw. Turnusdienst. Es ist zwar mit etwas Bürokratie verbunden, aber letztendlich völlig problemlos.
Als Psychiater hast Du exzellente Chancen, eine Stelle zu finden. Allerdings ist der Bedarf im Norden und im ländl. Bereich am größten. Als Ausländer bist Du vor allem da gefragt, wo norw. Kollegen nicht arbeiten wollen :D und im Süden und in den größeren Städten ist es da zumindest am Anfang sicher nicht ganz so einfach. Ich glaube nicht, daß Du Deinen "Marktwert" mit dem Neurologen noch steigerst- der Mangel an Fachärzten ist in der Psychiatrie deutl. größer.
Ich selber bin Chirurgin, kenne aber auch einen Deutschen, der hier als Psychiater arbeitet und dem es sehr gut gefällt. Wenn Du Dich gerne einmal mit ihm unterhalten möchtest, kann ich sicher einen Kontakt herstellen.
Was ich in Deinem Bereich für besonders schwierig halte, ist die Sprache. Da reicht VHS sicher nicht aus. Ich bin mir nicht sicher, ob man es überhaupt schafft, in Deutschland so gut norwegisch zu lernen, daß es für therapeutische Gespräche reicht. Vielleicht solltest Du, wenn Du schon etwas norw. gelernt hast, einmal für 1-2 Monate in Norw. hospitieren, um einen Eindruck zu bekommen. Vielleicht im Winter, um zu sehen, wie Du mit der Dunkelheit klarkommst?
Ich finde den Winter übrigens sehr schön: es ist auch hier oben am Polarkreis längst nicht so dunkel, wie man sich das vorstellt.
Liebe Grüße
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon MayaD » Fr, 06. Aug 2010, 7:12

Hei Ulrike,
ich berichte gerne. Bis dahin lese ich ganz viel hier mit und stelle vielleicht auch noch die eine oder andere Frage, wenn mich der Norwegisch-Unterricht verwirrt hat oder so :silly:
Mein erster Gedanke zum Thema Beerensammeln war: OMG, wann soll ich das machen?!? Zweiter Gedanke: hehe, genau deshalb denke ich an N, weil ich hoffe, dass ich da dann mehr Zeit für solcherlei Freizeitvergnügungen hätte :-)


Hallo Doris,
Danke :-)
Ich würde mich freuen, wenn Du mir den Kontakt zum psychiatrischen Kollegen vermitteln könntest.
Bevor ich mich hier im Forum anmeldete, fand ich in etwas älteren Postings einen Bericht eines Psychologen (hmmm, vielleicht Kasi?), der mir so ein bißchen die Angst davor nahm, dass ich bei norwegischen Patienten etwas "kaputt" machen könnte, bloß weil ich die Sprache noch nicht gut genug beherrsche.
Mein Norwegisch-Projekt soll aus ein paar VHS-Kursen bestehen, außerdem Kinderbücher, Krimis, Radio und Zeitung, und ich frage eine ehemalige Arbeitskollegin (Norwegerin), ob sie Lust hat, mit mir Konversation zu üben. Und dann werde ich Deinen Tipp mit der Hospitation beherzigen.


Liebe Grüße,

Maya :-)
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon muheijo » Fr, 06. Aug 2010, 7:35

MayaD hat geschrieben:Mein Norwegisch-Projekt soll aus ein paar VHS-Kursen bestehen, außerdem Kinderbücher, Krimis, Radio und Zeitung, und ich frage eine ehemalige Arbeitskollegin (Norwegerin), ob sie Lust hat, mit mir Konversation zu üben.


Ein VHS-Kurs ist ein netter Einstieg, aber du wirst selbst recht schnell merken, dass das viel zu langsam geht. Evtl. kannst du nach einem Crash-Kurs oder æhnliche Møglichkeiten gucken, 2 Wochen im Urlaub z.B. - in Verbindung mit deinen anderen Ideen wirst du dann sprachlich gut vorwærts kommen.

Gruss, muheijo
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Re: Neurologen gesucht? Vegetarier integriert?

Beitragvon hella49 » Fr, 06. Aug 2010, 11:06

hey Ulrike

das war wohl die beste Antwort:::::: von dir
Zitat
Denke, du brauchst keine Angst zu haben - das einzige, das man beim Auswandern nicht gebrauchen kann, ist die rosarote Brille


damit ist alles gesagt.......

liebe Gruesse

Hella.
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