Ich denke darüber nach, ob ich in 2-3 Jahren nach Norwegen auswandern möchte.
Dann bin ich Psychiaterin und Psychotherapeutin - damit hätte ich wohl recht gute Job-Chancen. Da ich es gerne hell mag (und, Asche auf mein Haupt, bislang nur ein Mal den August über durch Norwegen gereist bin. Den Winter muss ich mir also unbedingt noch angucken) würde ich lieber im Süden wohnen. Hätte ich zB als Neurologin bessere Chancen, eine Arbeitsstelle im Süden und/oder einer der größeren Städte zu finden? Dann würde ich diesen Facharzt nämlich auch noch machen.
Außerdem bin ich Vegetarierin, aber nicht missionarisch. Für mich kein Fleisch/Fisch/Speck/Huhn/Rinderbrühe/Muscheln und so, alle anderen essen bitte alles, was sie essen möchten. Alkohol trinke ich auch nicht, habe da aber genau so wenig missionarischen Eifer. Wären meine Ernährungsgewohnheiten aus norwegischer Sicht vielleicht ... hmmm ... unpassend oder so?

Warum will ich wechseln? Im Prinzip lebe ich gerne ich Deutschland, hier fühle ich mich verwurzelt. Da ich aber fast 1/3 meines Lebens in anderen Ländern verbracht habe weiß ich, dass ich zwar eine Wurzel in Deutschland habe, meine Heimat aber auch ganz wo anders finden kann. Und ich glaube, dass ich als angestellte Ärztin in Norwegen mehr vom Leben hätte - zumal ich auch irgendwann Kinder haben möchte ohne meinen Beruf für Jahre aufgeben zu müssen.
Die Landschaft hat mich tief berührt, die Sprache hört sich toll an (der Rhythmus! Es hört sich an, als würde man durch diese Sprache kullern) und ich bekam den Eindruck von einem Land, in dem es üblicher scheint, dem Anderen/Fremden mit weniger Misstrauen zu begegnen. Das entspräche meinem Wesen etwas mehr als die übliche deutsche Mentalität.
Falls jetzt bis zu den Knien in einem Fettnäpfchen stehe bitte ich um eine freundliche Ausstiegshilfe. Haushaltstreppchen oder Feuerleiter müsste genügen *g*
Erste Grüße,
Maya




