Unsere Auswanderung 1.1.2010

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Unsere Auswanderung 1.1.2010

Beitragvon wincincala » Sa, 18. Jun 2011, 17:48

Unsere Auswanderung
Wir hatten alles geplant für den Umzug am 1.1.2010
Wir kauften uns einen Dachkoffer, einen Fahrradhänger um auch unsere 3 Fahrräder mitzunehmen. Da ich selber angst hatte im Winter Auto zu fahren, fragten wir unseren Freund ob er mitfahren wolle. Wir hatten uns für die ersten 4 Wochen eine Ferienhütte gemietet, die Stavanger kommune wollte uns ja bei der Haus suche behilflich sein. Beim Anmelden auch, und wir verließen uns darauf. Im August lösten wir unseren Haushalt auf, denn Olli musste nach Berlin zum Norwegischkurs 3 Monate. Ich zog mit unserer Tochter und unseren 2 Hunden und 2 Katzen zu „Freunden“. Dort bekamen wir deren Keller .Grausame Zeit, heute sind wir keine Freunde mehr.
Also alles geklappt auf den letzten Drücker, am 31.12.haben wir noch neue Winterreifen bekommen…Alles war Stress. Die Fähre von Hirtshals bis Kristiansand sollten wir um 21.15 Uhr nehmen. Jede Autoreperaturfirma fragte uns, ob wir wirklich mit dem Auto-Ford Escort Kombi mindestens 13 Jahre alt, auswandern wollen. Das machte natürlich Mut, aber da wir kein Geld für ein neues Auto hatten, mussten wir das Risiko auf uns nehmen. Wir hatten nur mein letztes Friseur Gehalt ,1000Euro für den Januar, und da ich bis zum 17.januar in Arbeit stand, dachten wir uns, das Geld für den halben Monat, pünktlich kommt so das wir ohne Probleme bis zum 12.2.2010 klarkommen würden.An diesem Tag sollte ja das Gehalt und unsere Umzugsprämie kommen. Wir starteten um 8Uhr mit einem so voll gepackten Auto nach Wilhelmshaven, um unseren Freund abzuholen. Ich war mir gar nicht sicher ob sich das Auto noch bewegen würde, weil er so voll war, aber er tat es. Dachkoffer ausgereizt ,50kg, auf der Anhängerkupplung hatten wir 3 Fahrräder , im Kofferraum lagen unsere 3 Bettdecken, 2 Hunde, Werkzeugkoffer. Dann saßen Meine Tochter und ich hinten, zwischen uns dann unsere Lunchtasche.Kopfkissen.Olli und Lothar hatten noch eine Tasche und noch eine Decke vorne, ich denke Lothar(Fahrer hatte den meisten Platz. Unsere anderen Kartons 42 an der Zahl hatten wir erst noch untergestellt. Es wurde für Silvester und 1. Januar Unwetter Meldungen wurden ausgesprochen, so das ich mir sehr viele Gedanken machte. Aber es lief alles bestens, den Hunden im Kofferraum ging es bestens, die schliefen und verhielten sich ruhig. Gegen Nachmittag waren wir in Dänemark angekommen, da begann der Schnee, das ging so schnell das die Straßen so vollgeschneit waren. Die großen Räumfahrzeuge fuhren. Es wurde dunkel und mein Scheibenwischerwasser fror ein, da ich zu spät, den Frostschutz eingefüllt hatte. Das beschwerte natürlich die Sicht unseres Freundes. Wir kamen aber trotz allem wunderbar voran. Als plötzlich die Straße vereist war und unser Freund seine Zigarette ausmachte und dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und wir voll auf einem verschneiten Hügel auffuhren. Da Deutschland uns das Leben mehr als schwer machte hatte ich kein Geld mehr gehabt um ADAC für das Ausland zu bezahlen. Da hatten wir das Elend. Wir bekamen den Wagen einfach nicht mehr runter von diesem Hügel. Es war Schweine Kalt und schneite ohne Ende. Viele Menschen hielten an und sahen dass sie nichts tun konnten, also fuhren sie weiter. Da stoppte dann wieder ein Auto und ein Mann und seine Frau stiegen aus, versuchten mit uns zu sprechen, da Olli ja den Kurs gemacht hatte konnte er sich etwas mit ihnen verständigen. Niemand aber versuchte unseren Wagen von dort da oben runter zu ziehen. Ich hatte mich so geärgert dass ich das Geld nicht mehr für den ADAC hatte, aber nun war es zu spät. Also standen wir dort. Den Hunden war gottseidank auch nichts passiert. Dann sagte das Ehepaar ich solle mit den Hunden und Kind zu ihnen ins Auto steigen. Also tat ich was man mir sagte. Ich wusste ja nicht wo es hinging. Also setzten wir uns in den wunderbar warmen wagen. Wir fuhren zu der Familie nach Hause, die frau machte den Kamin an und rief sofort bei der Fähre an und klärte es ab das wir am nächsten Tag kommen würden. Der Mann fuhr sofort wieder los um die Männer zu holen. Ich und fabienne saßen da und ich fragte ob ich bei meiner Mutter anrufen dürfe. Ich durfte und erzählte ihr dass wir einen Unfall hatten, und ich den Wagen reparieren lassen muss, ob sie uns finanziell unter die Arme greifen würde, wenn es notwendig sein würde. Sie sagte ja, so konnte ich erst mal atmen. Dann waren die Männer da, erzählten das sie den Wagen vom hang runter bekommen hatten, und da tat sich das volle elend auf, die gesamte Front hat es zerfetzt. Kühler kaputt, lambardsonde war auch im Hintern. Wir saßen da waren völlig fertig, da wir nun ja nicht wussten wie wir überhaupt weiter kommen sollen, denn Olli sollte ja am 4.1.seine neue Arbeit anfangen. Und Geld für ein neues Auto hatten wir ja auch nicht. Wir waren völlig fertig. Die Frau hatte in der Zeit alles Mögliche aus Ihrer Truhe geholt und in den Ofen geschmissen, um etwas Essbares zu zaubern. Wir wurden von dieser wunderbaren Familie eingeladen, wir durften dort übernachten und Björn arbeitete als Krankenwagen Fahrer aber früher hatte er KFZ Mechaniker gelernt. Was dann geschah war echt ein wunder. Björn setzte sich ins Internet suchte die teile und fand diese, machte für den 2.1.einen klar. Unser wagen war inzwischen auch schon auf deren Hof gelandet, der NAF kam und ich durfte 400euro bezahlen. Aber der Wagen war da, und so konnten wir essen und uns auch noch betrinken. Das waren echte Engel. Am nächsten Morgen fuhr Björn los und besorgte alle Teile und ging in seine Werkstatt und reparierte den Wagen, so dass wir auch am Abend, (nachdem wir soviel essen mussten, den ganzen Tag lang) wieder starten konnten. Er hatte unsere Front mit Kabelbindern zusammen gebaut. Der Wagen sah aus?!Aber er fuhr und das war ja die Hauptsache. Also gegen 21Uhr auf die Fähre und dann nach 3 Stunden dann den ersten Besuch in Norwegen. Durch den Zoll und dann dieser Blick- Herrlich unglaublich überwältigend, direkt an der Straße ging der Felsen grade nach oben, so etwas hatte ich noch nie gesehen. Es war so Schweine kalt das uns die Fenster von innen gefroren. Da auch mein Temperatur Regler im Hintern war, stand dieser immer auf kalt, egal ob der Motor warm war oder kalt. Deshalb fuhr Lothar ohne Heizung, da er angst hatte das uns alles einfriert. Na dann könnt ihr euch ja auch vorstellen wir kalt es im Auto war, bei einer Außentemperatur von -17 Grad….wir froren und außerdem hatte ich angst, weil in Norwegen, die Straßen an manchen Stellen ja nicht grade sehr übersichtlich waren und auch sehr schmal. Mein vertrauen war ja nun auch weg, also konnte ich das nicht mit ansehen, als er so schnell die berge rauf und runter fuhr. ich hatte angst, es war nicht schön.
Es waren von Kristiansand bis nach Stavanger ja nur 211km, so dachte ich, na dann sind wir ja bald im Ferienhaus. Ja haste gedacht. Wir waren nach harten 5Stunden endlich in Sviland gelandet. Aber da wir ja noch nie da waren, wussten wir auch nicht genau welche Straße die richtige war. Also fuhren wir eine Straße hoch, als wir bemerkt hatten dass diese mehr als glatt war, die eine Eisfläche war und ich frage mich heute noch wie Lothar es geschafft hatte dort hoch zu kommen. Aber er schaffte es, aber wir fanden unsere Hütte nicht. Olli stieg aus und suchte in der Fremde die richtige Straße. Es war so kalt. Es dauerte ca.10 Min und dann kam Olli wieder und sagte dass wir falsch seien, die nächste Straße ist es. Also wieder den Hügel runter und die nächste Straße hoch. Wir fuhren die Hügel hoch und runter und es war alles voller Schnee, dann standen wir auf dem Hügel und da war nur eine schmale Straße, die richtig schräg runter ging und ich hatte nur gedacht, wenn Lothar da runter fährt dann fahren wir in den Abgrund. Und er fuhr, nachdem olli endlich unsere Hütte gefunden hatte. Da waren wir endlich. Nach so langer Fahrt sovielen Eindrücken und Stress. Es war 6Uhr und wir müssten ja auch noch nach Stavanger fahren, da olli ja nächsten Tag arbeiten sollte. Also sagten wir uns das wir 2 Stunden schlafen und dann nach Stavanger. Wir kamen in die Ferienhütte und diese war so etwas von kalt. Sch**** keine Heizung, nur so eine kleine. Da wir ja noch nie in Norwegen waren, waren wir ja auch nicht erfahren mit den Heizungen in Norwegen, also musste ich doch etwas lächeln. Ich kann euch sagen, die ganzen Wochen die wir in dieser Hütte wohnten, sind wir immer mit Joggingklamotten ins Bett gegangen, da dieser Raum sehr kalt war….
So wenn ihr Wissen wollt wie es weiter geht-da wir ja noch lange nicht am Ende unserer Erfahrungen, sind. Schreibt mich an und ich sende euch den Rest per email, weil es doch den Rahmen sprengt.
Und GOODBYE DEUTSCHLAND wollte unsere Auswanderung nicht begleiten….Das wäre doch der Hammer gewesen, oder was meint ihr?
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010

Beitragvon lajobay » Sa, 18. Jun 2011, 18:05

Tolle Story! Und mach dir mal keine Gedanken um dein 13 Jahre "altes" Auto.Schau mal,wie viele alte Autos in Norge im Alltag unterwegs sind,und was die z.T. für KM-Stände haben 8) Ein Auto hält bei vernünftiger Pflege mühelos 20 Jahre...nur hat man das bei uns in D längst vergessen :P Ich hab nur alte Kisten (mein Lieblingsauto ist Bj.78 und topfit:-) und weiss,das man mit denen weniger Gefahr läuft mit ner Panne hängen zu bleiben als mit nem modernen Auto.
Dein Bericht bzgl. ADAC wundert mich. "ADAC Mitgliedschaft fürs Ausland"? Meines Wissens hast Du auch mit der Basismitgliedschaft Pannen-u.Abschleppservice in den meisten europ.Ländern.
Deinen Freund,den Unglücksraben ,hätte ich gerädert und gevierteilt :twisted: Ohne seine Fahrkünste (Kippen ausdrücken beim Fahren nauf winterlichen Strassen) hätte dein oller Escort schadenfrei das Ziel erreicht.
Wieso bist Du denn nicht selbst gefahren??
Und wenn Du mich fragst: auf "Goodbye Deutschland" könnte ich als "Auswanderer" bestens verzichten.Da ist vor allem Vieles getürkt und die Regisseure geben sich im Zweifelsfrei grösste Mühe,die Leutchen möglichst blöd dastehen zu lassen. Thrash-TV halt...

Bin gespannt auf weitere Berichte:-)
Gruss aus Bayern,
Lars
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010

Beitragvon wincincala » So, 19. Jun 2011, 10:47

lajobay hat geschrieben:Tolle Story! Und mach dir mal keine Gedanken um dein 13 Jahre "altes" Auto.Schau mal,wie viele alte Autos in Norge im Alltag unterwegs sind,und was die z.T. für KM-Stände haben 8) Ein Auto hält bei vernünftiger Pflege mühelos 20 Jahre...nur hat man das bei uns in D längst vergessen :P Ich hab nur alte Kisten (mein Lieblingsauto ist Bj.78 und topfit:-) und weiss,das man mit denen weniger Gefahr läuft mit ner Panne hängen zu bleiben als mit nem modernen Auto.
Dein Bericht bzgl. ADAC wundert mich. "ADAC Mitgliedschaft fürs Ausland"? Meines Wissens hast Du auch mit der Basismitgliedschaft Pannen-u.Abschleppservice in den meisten europ.Ländern.
Deinen Freund,den Unglücksraben ,hätte ich gerädert und gevierteilt :twisted: Ohne seine Fahrkünste (Kippen ausdrücken beim Fahren nauf winterlichen Strassen) hätte dein oller Escort schadenfrei das Ziel erreicht.
Wieso bist Du denn nicht selbst gefahren??
Und wenn Du mich fragst: auf "Goodbye Deutschland" könnte ich als "Auswanderer" bestens verzichten.Da ist vor allem Vieles getürkt und die Regisseure geben sich im Zweifelsfrei grösste Mühe,die Leutchen möglichst blöd dastehen zu lassen. Thrash-TV halt...

Bin gespannt auf weitere Berichte:-)
Gruss aus Bayern,
Lars


hi danke für dein zitat,
ich war damals noch nicht fit im schnee zu fahren,deshlab haben,hatten wir ihn mitgenommen.hätte ich das gewußt wäre ich selbst gefahren.aber wir waren trotzdem froh das er dabei war, und im nachhinein, war es auhc das beste was uns mit dem wagen hätte passieren können. denn du mußt die Autos hier einführen und tierisch viele steuern zahlen, und da wir nicht wußten wie wir den wagen wieder nach deutschland zurück bekommen, war es so prima. er fuhr hier locker noch ein halbes jahr ohne probleme, dann fing er aber an wasser und öl zu lassen, und somit konnten wir mit abstimmung des norwegischen zolls den wagen hier verschrotten lassen. nun haben wir wieder einen 13 jahre alten Wagen, einen Opel astra-fährt auch super. ja die meisten deutschen haben vergessen, das auch alte autos ihren job erledigen.
Nein adac kümmert sich nicht um dich wenn du nur die basis hast. da ich ja leider überhaupt kein adac mehr hatte saßen wir ja auf dem trockenem.aber naja.du wohnst in deutschland?lieben gruß angelika
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010

Beitragvon lajobay » So, 19. Jun 2011, 11:05

Tatsache! Die ADAC-Basismitgliedschaft gilt nur fürs Inland.Für´s Ausland ist "Plus"-Mitgliedschaft nötig.Bin ich froh,dass ich im niederländ.KNAC bin.Da gilt die Basismitgliedschaft für Pannenhilfe in vielen EU-Ländern und auch in Norge 8)
Ja,ich würde anregen dass Du euren Bericht hier in deinem thread einfach fortführst.Ist bestimmt für Viele spannend...
Gruss, Lars
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Unsere Auswanderung 1.1.2010/ 2.Teil

Beitragvon wincincala » So, 19. Jun 2011, 11:26

Auswanderung zweiter teil
Wir legten uns schlafen und standen nach nur 3 Stunden wieder auf um nach Stavanger zu fahren. Ihr müsst echt wissen dass wir aus Norddeutschland kommen und dort ist alles flach. Da kannst du am Montag schon sehen wer am Wochenende zu besuch kommt. Ich habe im Winter den Wagen stehen lassen als wir nur 15cm Schnee hatten…Ich hatte zu viel Angst.
So nun stiegen wir ins Auto und ich sah raus, und sah den Berg im Hellen den ich nach Lothar, hoch fahren sollte. Ich hatte mir vor Angst in die Hose geschissen und gedacht das schaffe ich nie. Alles voller Schnee und Eis. Naja noch brauchte ich mich damit ja nicht abplagen, denn Lothar fuhr ja noch. So nun waren wir auf den Weg zu Ollis Arbeit. Alles sah grau in grau aus, ich konnte mir nicht vorstellen das die Umgebung von Stavanger irgendwann einmal schön sein könnte. Wir mussten 25km fahren um dann endlich in Stavanger an zu kommen. Und plötzlich wurde mir auch noch mehr klar. Die Norweger hatten keine Ampeln, nur Kreisverkehr, aber kein normalen, 2 Spurig. Noch mehr schiss in der Büx.Oh schieße. Naja, als wir da so durch die Gegend fuhren und Ollis Arbeitsstelle suchten, sah alles gleich aus. Lothar war schon richtig genervt. Aber da wir selbst ja noch nie da waren woher sollten wir wissen wo es war. Na dann fanden wir es ja auch. Danach gingen wir auf der Tankstelle noch Brot kaufen und fuhren dann wieder zurück. Am Nachmittag gingen wir spazieren, bei dem ganzen Schnee machte es tierischen Spaß, alles war so unberechenbar, denn der Schnee war ja mindestens 20-30cm tief. Und Berge .Oh war das schön, die Hunde amüsierten sich auch kräftig. Nun kam der Abend und wir legten uns schlafen. Denn wir mussten ja zeitig hoch, wir fuhren um halb 7 los und kamen in den alltäglichen Stau. Da auf der E39 eine große Baustelle war. Oh auch das fand ich mehr als Sch****, denn es war ja so bergig, wie soll ich das alles schaffen. Ich würde bestimmt mitten auf dem Hügel den Wagen absaufen lassen. Ich als Flachland Kenner. Naja wir kamen dann auch zur genau richtigen Zeit in Stavanger rein, mitten in den Frühverkehr. Was war da los. Bei uns im Norden, wenn wir da 4 Autos auf der Straße waren, dann war das schon viel. Und auf einmal waren dort sooo viele Autos. Dann kam Tag an dem ich lernen musste wie ich den beschneiten Berg hochfahre. Ich fuhr ihn hoch und runter und auch wieder hoch und runter und wieder hoch, nächsten Tag fuhr ich Olli zur Arbeit und kam natürlich auch in den Stau und in den Stadtverkehr, aber ich überlebte es und das Auto auch.
Wir gingen mit unseren Hunden spazieren, nicht weit von dem Ferienhaus entfernt. Dort wohnten der Vermieter, der in Ferien war, sein Bruder und noch ein Verwandter. Unsere Hunde sind lieb, aber sie gehen gerne Menschen begrüßen und das mit Gebell, und was soll ich euch sagen, auch diesmal taten sie es. Als erstes war es eine Frau die sie lauthals begrüßten. Danach war es ihr Ehemann.
Ich nahm sie beide an die Leine als ich bemerkte dass der Typ auf uns zu kam und mich mit so einem Blick ansah, dass ich es schon mit der Angst zu tun bekam. Er sagte mir auf Englisch, wenn so etwas noch einmal passiert, dann bringe ich deinen Hund um. Und wenn ihr diese Augen gesehen hättet, dann hättet ihr gewusst, das dies ein Psychopath war. Damit hatte ich mein erstes Problem. Die Hunde durften sich nicht austoben. Das war Sch**** und jedes mal wenn ich ihn sah bekam ich es mit der Angst zu tun.
Dann wollte uns die Kommune bei der Anmeldung behilflich sein, was sie nicht tat, also mussten wir es alleine tun. Olli registrierte uns per Internet, und danach gingen wir gemeinsam zur Polizei. Da kam das nächste Problem, denn da Olli nicht der richtige Vater von Fabienne ist, war brauchte ich ein Schreiben vom Deutschen Jugendamt, wo geschrieben stand, dass sie das recht hat, mit auszuwandern. Ich musste dann also ans Amt schreiben, das ich einen Beweis brauche, aktuell und den am besten auf Englisch. Was ja nicht ging, und so hatte ich Angst das wir dies wieder übersetzten lassen müssen was dann auch nochmal Geld gekostet hätte. Das Schreiben kam, aber ich konnte das Kind nicht anmelden, denn sie war nicht persönlich dabei. Also wieder zurück. Wieder einen Tag finden an dem Olli am Nachmittag frei hat. So vergingen die Wochen. Und auch die Zeit im Ferienhaus wurde unerträglich, denn zwischendrin hatten wir kein Wasser, denn die Rohre waren eingefroren. Also konnten wir nicht Duschen, und mussten zum Kaffee trinken, den Schnee auftauen. Wir sagten dem Sohn bescheid, dieser kam und bestellte einen Fachmann, dieser versuchte die Rohre wieder aufzutauen. Dann kamen unsere Vermieter aus deren Urlaub zurück und wir durften bei denen duschen. Aber wie ekelig ist es in einem Bad zu duschen was nicht sauber war? Aber was angenehm war, es war so schön warm bei denen, denn sie hatten den Kamin an. Bei uns war es immer so kalt. Noch nie hat Olli mit voller Klamottenmontur im Bett gelegen und geschlafen. Er sagt immer du hast sogar die Bettdecke knistern hören ,so kalt war diese(naja war etwas übertrieben)
Dann hatten wir auch wieder warmes Wasser, nun fehlte uns nur noch eine Wohnung. Auch darum wollte sich die Kommune kümmern, aber was soll ich euch sagen, auch dieses taten sie nicht. Also brauchten wir irgendwie Internet. Das kostete ja auch etwas. Also musste ich Mama anrufen und bescheid sagen, das wir Geld brauchten. Sie überwies uns etwas. So nun hatten wir auch Internet, aber auch immer noch keine Ahnung wo man gucken soll, wegen Wohnungen. Also starteten wir, bzw. ich eine Anzeige in dem Stavanger Aftenblad. Das kostete ganze 250 Kronen. War ja tierisch viel Geld wenn man keines hat. Und da ich grade mal in der Lage war meinen Namen auf Norwegisch zu sagen, viel es mir ja auch sehr schwer mit Makler zu telefonieren, das war unsere nächste Möglichkeit an ein Haus oder Wohnung zu kommen. Aber mir blieb ja nichts anderes übrig als es zu tun. Also schrieb ich per Übersetzer meinen Text zur recht, und rief die Zeitung und den Makler an. Auf diese Anzeige meldete sich eine Wohnung im 5.Stock, und das mit Hunden. Das ging gar nicht. Also war wieder nen Schuss in Ofen. Über einen Makler fanden ein Haus für 13000kronen kalt in Klepp, das sind ein paar km bis nach Stv. Dieses Haus war ein Reinfall, total herunter gekommen, keine Möbel, alles so alt. Ich wollte da auf keinen Fall einziehen, aber Olli redete es sich so schön. Es scheiterte an der Kaution 3 Monatsmieten vor Einzug. Und auch dieses Geld hatten wir nicht. Wir kamen langsam in arge Schwierigkeiten, denn der Monat in dem wir das Ferienhaus gemietet hatten, ging zu Ende. Und meine Chefin in Deutschland hatte auch mein Gehalt nicht bezahlt. Ich dachte wir könnten damit rechnen, ab den 17 Januar, aber nichts kam. Ich rief sie an und sie sagte sie über weist es. Also sprachen wir mit den Ferienhaus Vermietern ob wir noch 2 Wochen dran hängen könnten. Das ging in Ordnung.
Da meine Chefin aber die Ruhe weg hatte, mit dem Bezahlen meines Gehaltes, musste ich peinlicher weise auch noch die Vermieterin vertrösten. Das war mir so unangenehm. Da ich ja nun überhaupt kein Geld mehr hatte. Wir rauchten so gut wie gar nicht mehr. Eine Zigarette am Tag eingeteilt in 3 Abschnitten.( Für die Nichtraucher, die dies lesen sollten, wäre es ja kein Problem ohne Zigarette zu leben, aber wenn ein Raucher stress hat, dann raucht er mehr als normal) Es gab nichts keine Schokolade, nichts süßes.das einzig süße was wir hatten waren Cornflakes mit Vanillesauce. Daran hielten wir uns. Ich mochte nicht mehr raus gehen aus angst dass ich dem Typ begegnete. Den einen Tag versuchte er doch tatsächlich uns( fabienne und mich und unsere Hunde)mit seinem Trecker zu überfahren. Ein anderes Mal versuchte er das mit mir und Olli noch einmal. Ich war voller Angst. Das war richtiger Stress, Terror. Wenn man nichts mehr weiß, weder wohin, noch ein noch aus, kein Geld und in der Fremde.
Wir hatten noch 2Wochen Zeit. Aber finde hier in Norwegen ein Haus oder Wohnung wenn du Hunde hast…Alles ist leichter als das. Durch den ganzen Stress haben Olli und ich uns auch noch in die Haare bekommen, er machte sich Vorwürfe weil er uns hier her(Norwegen) brachte und ich war so geplagt. Es hätte damals nicht viel gefehlt und wir hätten uns getrennt.
Olli setzte Tom(mein jetziger Chef,)auf den Pott indem er ihm sagte, wenn wir nicht bald etwas zu Wohnen bekommen, dann muss ich nach Deutschland zurück ziehen. Tom war der jenige welche der mit Olli den Arbeitsvertrag abgeschlossen hat. Und uns diese ganzen Dinge versprochen hatte. Unser Ansprechpartner(Deutscher)
Die Wochen vergingen und am Sonntag sollten, mussten wir ausziehen und es war Donnerstag, und wir hatten immer noch nichts. Dann kam der Anruf am Freitag dass Tom eine Wohnung auf Åmøy für uns und die Hunde gefunden hat.
Ich fuhr alleine, ich war zuvor noch nie in diese Richtung gefahren. Ich war froh das ich wenigstens Fabienne bei mir hatte. Ich hatte ja keine Ahnung was mich Flachländer dort erwarten würde. Wir fuhren das erste Mal in den Byfjordtunnel. Ich wusste nicht wie mir geschah, als ich auf einmal so tief runter in einen Tunnel fuhr. Ich umklammerte fest das Steuerrad, und war mit meinen Füßen mehr auf der Bremse als sonst wo. Ich war sehr froh als ich geschafft hatte den Tunnel runter zu fahren, als ich sah dass ich diesen Mist ja auch nochmal wieder hoch muss. Ich atmete schnell, mein Herz klopfte mir bis zum Hals, aber es ging. Bis zu der Hälfte des Tunnels als der Wagen anfing kein Gas mehr zu geben. Er fing an zu rütteln und zucken. Ich dachte nur, so nun ist er kaputt und ich hänge hier im Tunnel fest und habe keine Ahnung von gar nichts. Aber unser Wagen erholte sich wieder und fuhr wieder schneller. Mir ging es da schon besser. Dann waren wir draußen an der Luft. Ich fuhr Richtung Åmøy. Dann sah ich auch noch die Brücke über die ich rüber musste. Ich hatte noch nie eine solch hohe steile Brücke gesehen, da ist die in Hamburg ja noch ein Lachsack gegen. Ich war fix und alle. Aber ich hatte keine andere Chance. Also rüber und weg. Wir kamen bei unseren zukünftigen Vermietern an. Wir stiegen aus und klingelten. Wir sahen uns die Wohnung an und ich unterschrieb am gleichen Abend den Mietvertag und nur 1 Tag später zogen wir ein. Dann wurde es Freitag und wir mussten zur Bank und die Kaution einzahlen, ich fuhr hinter Tore her und dieser fuhr wieder durch solch einen Tunnel und mich überkam wieder Panik, denn das Auto war ja immer noch nicht gewohnt solche Steigungen zu fahren. Aber auch den überlebten wir.
Wenn ich es so schreibe kann man sich die Panik gar nicht vorstellen, die wir erlebt hatten. Nun hatten wir endlich eine Wohnung, klein aber nett. Total tolle Möbel und nette Vermieter. Da fing es an endlich schön zu werden. Ich bekam dann im April auch eine Arbeitsstelle und dann im Mai auch noch einen 2 Tage Job dazu und damit lief alles. Jetzt bin ich selbstständig und wir wohnen nun in unserem Großen Haus auf Rennesøy. Wir haben inzwischen 3 Hunde und 2 Katzen. 5000qm Garten. Und zahlen eine Miete von 10000 und Strom kommt mit ca. 2000kr dazu. Das ist doch prima oder? So das war unser Anfang in Norwegen, nicht empfehlenswert, aber am „Ende“ ist alles gut geworden. Und nun gibt es für uns kein Zurück mehr nach Deutschland, wo einem nur schlechte Dinge erwarten(auf jeden Fall uns). Da ihr unsere Vorgeschichte nicht kennt. Aber irgendwann werde ich ein Buch schreiben.
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010

Beitragvon wincincala » So, 19. Jun 2011, 11:32

lajobay hat geschrieben:Tatsache! Die ADAC-Basismitgliedschaft gilt nur fürs Inland.Für´s Ausland ist "Plus"-Mitgliedschaft nötig.Bin ich froh,dass ich im niederländ.KNAC bin.Da gilt die Basismitgliedschaft für Pannenhilfe in vielen EU-Ländern und auch in Norge 8)
Ja,ich würde anregen dass Du euren Bericht hier in deinem thread einfach fortführst.Ist bestimmt für Viele spannend...
Gruss, Lars


danke dir,vielleicht hast ja schon weiter gelesen, aber manchmald enke ich das dieser bericht eher abstoßend ist, aber am ende wurde ja alles gut,hehe und heute kann ich nur sagen ,wenn man eine auswanderung anständig anstellt das norwegen das beste ist was man sich selber antun kann(wenn man die Natur mag...)
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010/ 2.Teil

Beitragvon lajobay » So, 19. Jun 2011, 12:04

Hey,das ist weit entfernt von einem perfekten Start 8) Aber egal,das Leben ist zum Lernen da. Psychopathische Nachbarn kann man auch in D mitunter antreffen.Nur hat da nicht Jeder einen Traktor zur Hand...
Und,hast Du jetzt immer noch Angst vor Tunneln?? Mir ist jeder norwegische Tunnel lieber als so manche deutsche Schnellstrasse :P
Deine Ex-Chefin in D scheint nicht die Verlässlichste gewesen zu sein? So was muss man zu allem Ungemach dann auch noch haben,Prost Mahlzeit!
Ein erschwerter Start im neuen Leben sollte doch ein gutes Omen sein.Habt ja wohl alles gemeistert.
Nebenbei:ich käm nie auf die Idee,in ein Land umzusiedeln wo ich vorher noch NIE war. Da muss es ja ganz nötig gewesen sein...
Und ,Rauchen endlich aufgehört? Ist nicht nur ungesund sondern in Norwegen dann richtig teuer, höheres Einkommen hin oder her :lol:
Darf ich fragen,was Du dort jetzt beruflich machst? Friseursalon oder doch was ganz Anderes...?
LG aus Oberbayern,
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010/ 2.Teil

Beitragvon Michaela_W » So, 19. Jun 2011, 14:07

Hallo wincincala,

eure Geschichte ist wirklich interessant und liest sich spannend. Erzähle doch noch ein bischen weiter. Bist du als Friseurin selbständig? Wie hast du das geschafft?

LG und weiterhin viel Glück
Michaela
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010/ 2.Teil

Beitragvon wincincala » So, 19. Jun 2011, 15:33

lajobay hat geschrieben:Hey,das ist weit entfernt von einem perfekten Start 8) Aber egal,das Leben ist zum Lernen da. Psychopathische Nachbarn kann man auch in D mitunter antreffen.Nur hat da nicht Jeder einen Traktor zur Hand...
Und,hast Du jetzt immer noch Angst vor Tunneln?? Mir ist jeder norwegische Tunnel lieber als so manche deutsche Schnellstrasse :P
Deine Ex-Chefin in D scheint nicht die Verlässlichste gewesen zu sein? So was muss man zu allem Ungemach dann auch noch haben,Prost Mahlzeit!
Ein erschwerter Start im neuen Leben sollte doch ein gutes Omen sein.Habt ja wohl alles gemeistert.
Nebenbei:ich käm nie auf die Idee,in ein Land umzusiedeln wo ich vorher noch NIE war. Da muss es ja ganz nötig gewesen sein...
Und ,Rauchen endlich aufgehört? Ist nicht nur ungesund sondern in Norwegen dann richtig teuer, höheres Einkommen hin oder her :lol:
Darf ich fragen,was Du dort jetzt beruflich machst? Friseursalon oder doch was ganz Anderes...?


Also erste frage, nein heute fahre ich dir den Tunnel oder beide tunnel mit einer hand am steuer,lach, ich habe viele meiner ängste des autofahrens hier abgelegt.bin auch richtig stolz auf mich.als ich jetzt wieder nach 1,5jahren in deutschland war,bremen angefangen, nach wilhelmshaven,danach meine wirkiche heimat HELGOLAND. war das autofahren eine leichtigkeit für mich.nur hatte ich nie gedacht das das deutsch sprechen doch so schwierig sein sollte, ich fuhr mit meiner vermieterin(norwegerin) 4 tage nach d,sprach deshalb nur norwegisch(ich versuchte es auf jeden Fall) und dann wußte ich in den ersten minuten des Deutschlandaufenthaltes nicht wie ich nun zu sprechen hatte, das war lustig. also nötig hatten wir einen umzug nach norwegen nicht, denn ich hatte zwar keine arbeit zu dem zeitpunkt an dem sich unser leben ändern sollte, aber nach 2 wochen arbeitslosigkeit war ich wieder berufstätig und das auch noch in dem besten salon den ich jemals hatte(trotz das meine chefin mich oder uns so hängen lies) und olli hatte seit 12jahren eien feste arbeitsstelle im krankenhaus.also war es keine türmen....rauchen tun wir immer noch,aber da du hier ja meistens ein rauchfreies haus oder wohnung mietest,rauchen wir erheblich weniger und haben doch festgestellt wie ekelig es ist wenn du in einen raucherhaushalt kommst.ich meine ich genieße es mal in einer wohnung zu rauchen,aber für mich oder uns kommt es nicht mehr in frage.da du nicht der einzige leser bist den es interessiert was ich wir nun tun,schreibe ich euch gerne auf was mit mir uns geschehen ist.danke für euer interesse.lieben gruß angelika
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Wie alles begann....

Beitragvon wincincala » Do, 23. Jun 2011, 13:32

Wie alles begann;
Ich war mal wieder Arbeitslos geworden, wie so oft, nur weil ich nicht typisch war, als Friseur und mir nicht alles gefallen lies. Da wir grade dabei waren auch mal wieder umzuziehen, nach Wittmund, musste ich mich dort melden. Olli war auch dabei. Ich stand an der Rezeption und Olli schaute sich um und fand einen weißen Zettel. Später sagte er mir:“Hier sieh mal, Arbeiten im Ausland“. Dort standen 3 Länder drauf unter anderem auch Norwegen. War uns damals ja nicht bewusst wie sehr uns da ganze noch interessieren sollte. Wir gingen nach Hause und dachten etwas darüber nach, da Olli so satt war in Deutschland zu arbeiten. Da er im Krankenhaus arbeitete und es dort alles andere als angenehm war, denn die Arbeit wurde mehr und das Personal immer weniger. Dort durften sie sich zu 5. Um mehr als 40 Patienten kümmern. Er durfte auch alle 2 Wochen am Wochenende arbeiten, was mit der Zeit, körperlich wie geistig schlaucht. Denn so hatte er sich den Job des Krankenpflegers ja nun überhaupt nicht vorgestellt. Er wollte gerne den Patienten helfen, aber ihm fehlte die Zeit dafür. Unter seinen Arbeitskollegen waren auch genug die nach Feierabend sich den Kopf mit Alkohol zu knallten, nur damit sie das Elend vergessen konnten. Also war Olli recht fertig. Da das überall so in Deutschland gehandhabt wird, sagte er monate vorher mal, da muss ich schon in den Osten ziehen damit das anders wird. Das kam gedanklich überhaupt nicht Frage. Ich hatte es damals nicht verstanden dass es in ganz Deutschland so beschissen ist. und fragte mich immer wieso kündigt er nicht und geht in ein anderes Krankenhaus??? Irgendwann schnallte ich es dann. Ja nun saßen wir am Pc und schauten uns die Bilder von Norwegen an. Es sah ja echt toll aus, da Olli so ein Tour Mensch ist, war es genau das richtige für ihn. Ich machte mir nur Gedanken wegen dem Kind da sie nun wieder in eine neue Schule musste und wenn sie nun hört da sie evtl. nach Norwegen in die Schule soll, dann kriegt sie die Krise. Da sie bis Wittmund schon 4 Kindergärten durch hatte und nun schon die 4. Schule hinter sich. Ich mochte sie ja gar nicht fragen, als wir uns einig darüber waren das Norwegen für uns in Frage kam.( Aber mir blieb ja nichts anderes also nahm ich meinen Mut zusammen). Wir sprachen beim Essen mit ihr. Das einzige was sie sagte war:“Schlimmer als in Wittmund kann es ja nicht sein.“ Also war unser Weg frei. Wir schrieben per Internet Übersetzter Bewerbungen an viele Krankenhäuser und Kommunen in Norwegen. Und wir bekamen Antwort (welche wir ja überhaupt nicht lesen konnten) Diese schrieben uns, das wir super Norwegisch sprechen können müssen und das Ollis eine Autorisation brauch. Wir informierten uns was es bedeutet Autorisation- was braucht Norwegen alles dafür. Wir gingen zum Arzt, zur Polizei, besorgten seine Alten Unterlagen neu, da Olli seine Zeugnisse und Prüfungsbeweise nicht mehr hatte mussten wir alles neu organisieren. Das kostete Zeit und das Übersetzen Geld. Da Olli ja für 3 Kinder Unterhalt zahlen muss, und wir ein Haus mit Weide( für unsere 2 Pferde) hatten kostete die Miete 1200 Euro. Ich durfte zu meiner neuen Arbeit 80Km hin und zurück fahren, was auch viel Geld kostete. Olli fuhr mit seinem Roller, den wir auch noch abzuzahlen hatten, seine 40km (bei Wind und Wetter). Versicherung fürs Auto- für die Pferde für die 4 Hunde, und Katzen hatten wir ja auch noch 3. Damit mussten wir dann ja auch beginnen, Impfungen und alles was mit einen Umzug nach Norwegen zu tun hatte, organisieren und bezahlen. Da war nicht mehr viel von Übrig.
Wir warteten auch noch auf die Kaution unseres Vorvermieters, der mit mir persönlich noch durchs Haus lief und diese abnahm. Aber die wollte nicht kommen und so nahm ich auch Kontakt zu denen auf und bekam eine Rechnung über 2000 Euro, für Dinge die an den Haaren herbei gezogen waren. Reparatur eines Stromzaunes, welches angeblich von unseren Pferden abgebissen worden sein soll, aber welches Pferd beißt in ein Stromkabel? Selbst unsere Pferde waren nicht so bekloppt. Dann sollten unsere Mäuse aus ihrem Holzkäfig raus geklettert sein und gegen die Wand gepinkelt haben??? Damit mussten wir uns nun noch rumärgern. Also sind wir zum Mieterschutzbund gegangen und dort sage man und das die erst nach einem halben Jahr eingreifen können, und nach dem halben Jahr, welches wir dann ja auch zahlen mussten, sagten sie uns das sie das nicht vertreten können, da es vor dem Eintritt in den MSB gewesen war. Auch da fühlte ich mich etwas verarscht. Naja war nicht zu ändern, also lies ich es erst mal so laufen. Als wir damals in Wilhelmshaven auszogen, (auf den letzten Drücker) hat Olli die Schlüssel in den Briefkasten geschmissen, damit dieser noch pünktlich da ist. Aber wie soll es anders sein, nach einem halben Jahr später (also in unserem letzten Jahr Deutschland, bekamen wir Post von dem Vermieter, und das hieß es, da wir die Wohnung bis Mai gemietet hatten, aber keine Miete mehr gezahlt hatten, wollte dieser nun 6000Euro von uns haben. Lauter Fragezeichen tauchten auf. Und nachdem ich 1 Jahr später auch noch Post von meiner Ex Firma bekam in der drin stand, das sie mir 1 Jahr zuvor zu viel Gehalt gezahlt hätten, wurde ich richtig böse. Da begab ich mich zum Anwalt um mich nicht weiter verarschen zu lassen. Mit der Wohnung in Wilhelmshaven kam es dann auch zu einer Gerichtsverhandlung, da selbst zu unseren Gunsten ausgesagt worden war, haben wir diesen Prozess verloren, und nun sollten wir 6000Euro bezahlen. Wir waren echt fertig, kann ich nur sagen. Meine neue Arbeit war endlich mal so richtig toll. Ich verstand mich super mit allen Kollegen, und Chefin. Da war wenigstes etwas, was gut war. In der Wohnung in Wittmund, funktionierten die Heizungen nicht. Es waren Nachtspeicher Öfen. Da war grade mal 2 die funktionierten, eine im Schlafzimmer und die andere war im Bad. Und ich kann euch sagen wie Sch**** kalt es dort in dem Haus war. Die Eingangstür war undicht, da war unten ein Spalt von bestimmt 3cm, wo schön die Kälte reinziehen konnte und natürlich auch tat. Dadurch das wir keine andere Wahl hatten und mit Holz heizen mussten, kamen auf einmal an den Wänden der Schimmel durch, aber fragt nicht wie. Wir waren einmal im Keller gewesen um zu sehen ob dieser feucht war. Wir trafen auf Frösche, und da war die Frage ob dieser trocken war, völlig sinnlos… Da wir eigentlich von der Kaution für unsere Pferde einen Stall bauen wollten, war es uns nicht möglich gewesen, diesen zu bauen, da diese ja ausblieb, und somit mussten unsere 2 die ganzen Tage und Nächte draußen übernachten, und das war für mich das schlimmste was ich mit ansehen musste. Aber da wir keine andere Wahl hatten, mussten die beiden so stehen.( sie waren es aber schon gewohnt, dadurch das sie im Offenstall gehalten wurden und in Sanda tagsüber draußen standen. Aber gelitten habe ich persönlich sehr. Einen Tag kamen wir nach Hause, da hing an unsere Tür ein Zettel auf dem stand: Das kleine Pferd liegt nur und bewegt sich nicht, wahrscheinlich hat sie sich das Bein vertreten. Wir sind sofort auf die Weide gegangen um nach ihr zu schauen. Das war nicht ihr Bein, denn sie humpelte nicht, wenn sie denn mal stand. Das war ihr mehr als fast unmöglich, sie lag da nur und fror, ihr ging es echt schlecht. Also rannte Olli rein und rief sofort den Tierarzt an ( was auch unsere Ersparnisse minderte) der kam dann auch eine halbe Stunde später, in dieser Zeit suchten wir alles Holz zusammen was wir finden konnten um einen provisorischen Stall zu bauen. Dann kam der Arzt und sie bekam eine Spritze, damit sie sich bewegen konnte, wir führten beide Pferde von der Weide und führten sie das erste Mal in den Stall. Die kleine fraß nicht, stand da und der Arzt gab ihr (hab ich im Nachhinein erfahren) keine Hoffnung mehr, denn sie hatte sich den Magen verdreht. Ich hatte mal einen Reikikurs besucht, und da stand ich dann mit ihr, meine Hände auf ihrem Kopf und dachte an nichts. Wir standen da vielleicht 5 Minuten, als sie sich auf einmal in Bewegung setzte und anfing zu fressen. In der Nacht hat unsere große den Stall völlig auseinander genommen, alle Bretter rausgetreten, so das wir keine andere Möglichkeit hatten als sie nächsten Tag wieder auf die Weide zu bringen. Die kleine war wieder so fit, als ob nie etwas gewesen war. Seltsam empfand ich das. Aber ich war ja froh, Olli meinte noch, das der Arzt sagte, das sie wohl die Nacht nicht überleben werde…Noch Fragen? Ich Ja. Aber egal. Da ich das nicht mehr ertragen konnte, dei beiden draussen stehen zu sehen, mussten wir die schwere Entscheidung treffen, die beiden versuchen zusammen zu verkaufen. Also Anzeige schalten und abwarten. Das es ja nicht leicht ist 2 Pferde auf einmal zu verkaufen, hatten wir Glück im Unglück, wir fanden einen netten älteren Herren, der beide zu einem Spottpreis gekauft hat. Also hatten wir, so böse wie es sich anhörte, wieder 1500euro zu sparen. Ab damit in die Spardose, denn wir wollten ja bei weitem nicht so blöde sein, wie andere die ohne Geld auswandern… Dann hatten wir noch die Möglichkeit unser Heu, von dem wir ja auch noch mindestens 250 Ballen hatten, zu verkaufen, da dieses ja schön etwas Älter war bekamen wir auch dafür nicht den Preis den wir bezahlt hatten, aber es war weg und wir hatten wieder ein paar Kröten in unsrem Sparschwein. Wir konnten alles vom Pferd (Sattel ect.) bei EBay verkaufen. Jeder Groschen zählte. So nun wieder zu unserem Saukalten Haus. Ich schrieb natürlich unseren Vermieter an und sagte dass die Öfen nicht gehen. Er beauftragte gleich den Elektriker, der dann ja auch kam (das war im Oktober) und meinte nur, ja die funktionieren nicht, da muss ich Ersatzteile bestellen. Wir waren glücklich, denn bald hatten wir es warm. Ja denkste, ich hatte im APRIL nochmal darauf hingewiesen das die Heizungen ja immer noch kaputt seien. Als ich androhte die Miete zu kürzen, bewegte sich endlich etwas. Ich schrieb alle Mängel auf, denn das was uns in Sande passiert war sollte uns nicht wieder passieren. Der Spalt in der Tür, Schimmel an der Wand, der Boden senkte sich um bestimmt 10cm an der außen Mauer, war auch nicht original. Dann waren die Fenster undicht. All solche Dinge schrieb ich auf, so das wir während Olli`s Urlaub, eine Baustelle in unserem Haus hatten, der Boden wurde aufgerissen, alle Heizungen raus, und mindestens immer 3 fremde Menschen in unserem Haus, da könnt ihr euch den Stress vorstellen den wir mit unseren 4 Hunden hatten, denn die mussten wir ja immer wo anders einsperren. War das nervig, aber wenigstens konnten sie uns das nicht aufs Brot schmieren. Da ich ja schon genug Ärger mit den anderen hatte. Dann kam die Zeit an dem unser Wagen zum TÜV musste, ich fuhr ja auch frohen Mutes hin. Das Auto wurde getestet und am Ende kam raus, das unsere Suzuki Swift einen Schaden von mindestens 1500 Euro hatte. Oh nein unser erspartes Geld, alles für die katz. Was sollen wir nur machen, denn der Wagen war ja nicht wirklich groß genug für 4 Hunde. Also fuhren wir los und schauten mal so rum, was für Autos es für 1500Euro zu kaufen gab. Wir haben tatsächlich eines gefunden, unseren Ford Escort Kombi. Für 1700 Euro. Wir machten alles klar für den Kauf.
Es wurde langsam Zeit das wir endlich bescheid aus Norwegen bekamen, die Autorisation, denn das hatten wir in der Zwischenzeit erledigt und auch teuer bezahlt. Alleine die Überweisung durch die Bank durften wir teuer bezahlen. Wir wurden uns einig darüber das es Wahnsinn sei, 4 Hunde mit zu nehmen, also kam die Zeit unsere Familie auseinander zu reißen. 2 Hunde mussten gehen und unsere Katzen auch. Also setzten wir wieder eine Anzeige in die Zeitung, und für die Mama unserer Blue Eyes, kam ein sehr netter älterer Herr, und die beiden Verstanden sich auf Anhieb. Mit unsrer Ashley lief das gar nicht so gut, sie wurde von 2 Familien einmal nach 3 Stunden und bei der anderen Fam. Nach 1 Nacht wieder nach Hause gebracht. Sie litt da sehr drunter, denn ist ja auch für solch einen Hund schwer immer neue Leute kennenzulernen. Also sagten wir uns, das machen wir nicht noch einmal. Bis wir ihre Heimat fanden dauerte es noch ne Zeit. Aber auch diese Dame sollte kommen. Und so konnten wir wenigstens, die Tiere gut unterbringen. An meinem Geburtstag, kam ich nach Feierabend nach Hause und wurde freudig begrüßt. Die Autorisation ist endlich da. Wir waren so happy, endlich geht es weiter. Wir schrieben mit Hilfe unserer Norwegisch Lehrerin, (wo wir auch 1-mal die Woche für 35 Euro Unterricht hatten) die Bewerbungen neu. Schickten diese ab und dann warteten wir wieder. Wir hatten ja gehört, dass Krankenpfleger gesucht werden und so kamen wir auf die nächste Frage, was machen wir wenn die neue Firma die so schnell wie Möglich haben will??? Dann kann ich die Miete hier nicht alleine bezahlen. Und so lange (3 Monate Kündigungsfrist) warten die vielleicht nicht? Also was tun? Sollen wir das Haus kündigen ohne zu wissen ob ich danach Arbeit habe? Ich sagte, wir haben ja keine andere Wahl. Also taten wir was wirklich Risikoreiches und kündigten unser Haus. So nun hatten wir nur noch 3 Monate Zeit um umzuziehen. Wir informierten uns über alle Möglichkeiten des Umzuges Autos oder Container, aber vieles war einfach zu teuer. Dann bekamen wir einen Anruf von Thomas*(Name von der Schreiberin geändert), dieser bot Olli einen Job in Stavanger an, vorher muss er aber nach Berlin um dort einen Norwegischkurs 3 Monate lang machen. Das alles wurde bezahlt und er würde auch 900 Euro im Monat „Gehalt“ bekommen, und eine Umzugsprämie von 10000Kronen. Dann würde die Stavanger kommune dafür sorgen, das wir eine Wohnung oder Haus bekommen, wir integriert werden uvm. Das hörte sich alles Traumhaft an und wir freuten uns, endlich wussten wir auch wo unser Weg weiter geht. Und außerdem wurde sich ja um uns gesorgt. Das mit der Anmeldung in Norwegen wäre ja auch kein Problem, da würden wir auch Hilfe bekommen. So nun mussten wir nur noch zu sagen. Aber wo sollte ich denn hin? Mit Kind und Kegel? Da kam mir eine Idee und ich sagte zu Olli, du ich frage einfach Sybille und toben ob sie etwas dagegen hätten wenn ich mit den Rest meiner Familie bei denen einziehen würde für 3 Monate. Als Mietersatz würden sie folgende Dinge geschenkt bekommen: Ollis Motorroller, Massagebank, Edelstahl Spülmaschine+passenden Herd auch Edelstahl, die passende Abzugshaube, Rasenmäher und Kleinigkeiten. Natürlich 3 Monate gratis Friseur, mit Farbe und Strähnen… Ich würde dann Essen selber zahlen. Somit konnte ich reichlich Geld sparen, und unser Ferienhaus in Norwegen bezahlen und auch noch etwas auf die hohe Kante legen. Alles war in Ordnung, war mir eigentlich klar, denn wir waren über Jahre gute Freunde geworden. Somit war unser Weg klar geebnet.
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Re: Wie alles begann....

Beitragvon kwierny » Do, 23. Jun 2011, 15:39

Hei ,
na da habt ihr ja schon einiges erlebt :wink:
kann ja nur noch besser werden, oder!?
Hilsen kathrin
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Re: Wie alles begann....

Beitragvon wincincala » Do, 23. Jun 2011, 16:11

nachdem diese geschichte fertig ist, so werde auch unser heutiges leben aufschreiben, (tut mir ja leid für die die es nicht lesen wollen) und dann wird jeder sehen das alles am ende gut wird, und wie gut wirst auch du lesen können...danke für deine nachricht,gruß angelika
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Re: Unsere Auswanderung 1.1.2010/ 2.Teil

Beitragvon kwierny » Do, 23. Jun 2011, 17:24

Gibt es denn schon irgendwo eine Fortsetzung?
Ich werd mich einfach hier ganz still hinsetzen und warten bis es weiter geht :wink:
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Re: Wie alles begann....

Beitragvon Dirk i norge » Do, 23. Jun 2011, 18:20

2.523 Wörter Gejammer. Was für ein Wahnsinn.... :wink: . Wie es scheint, habt ihr eine ganze Menge erlebt. Hoffendlich bekommen wir in der Fortsetzung auch ein paar angenehme Dinge zu lesen.
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Re: Wie alles begann....

Beitragvon lajobay » Do, 23. Jun 2011, 23:42

@Dirk i Norge: Gejammer würde ich das nicht nennen.Vielmehr eine vermutlich treffende Schilderung saublöder Lebensumstände und schwerer Entscheidungen.Aber umso schöner ist es,dass es ihnen jetzt in Norge wohl wirklich gut geht,was ich schon angedeutet bekam.Und deshalb wird die Fortsetzung sicher positiver zu lesen sein :wink: hilsen, Lars
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