Arbeiten als Arzt in Norwegen

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Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Thor Sten » Sa, 17. Jun 2006, 22:51

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Mein Name ist Thorsten, ich zähle fast 30 Lenze und arbeite zurzeit noch in Deutschland als Assistenzarzt in einer psychiatrischen Klinik. Ich überlege, mit meiner Familie (Frau = Ärztin in Mutterfrei, 2 Kinder = 1 + 8) nach Norwegen auszuwandern. Habt ihr nähere Informationen für mich, wie gut die Chancen stehen, in Norwegen als Assistenzarzt zu arbeiten? Vielleicht sogar in der Psychiatrie? Habt ihr vielleicht auch Links, bei denen ich nähere Informationen bekommen könnte?

Herzlichen Dank und viele Grüße,
Thorsten
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Frøken Ur » So, 18. Jun 2006, 12:15

Hallo,
mit passabler Sprache ist es kein Problem, als Arzt in der Psychiatrie hier eine Stelle zu finden. An deiner Stelle wuerde ich jedoch ueberlegen, ob ich nicht doch vorher noch den Facharzt in D. machen wuerde. Als overlege verdienst du hier locker 700.000-800.000 NOK (ohne Zulagen).
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Christoph » So, 18. Jun 2006, 12:50

Dem stimme ich zu...FA in D machen und dabei die Sprachkenntnisse, die im psychatrischen Bereich ja extrem wichtig sind, massivst vorantreiben.
Freie Stellen in der Psychatrie gibt es in Norwegen zuhauf.

Grüßlis vom Polarkreis...
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"Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land am Polarkreis (Helgeland)."

frei interpretiert (erweitert) nach einem Zitat von Dr. Ludwig Ganghofer
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Thor Sten » So, 18. Jun 2006, 13:53

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Das Gehalt klingt ja erheblich verlockend... ist circa das Doppelte vom Gehalt in Deutschland, dazu dann noch deutlich bessere Arbeitsbedingungen in einem landschaftlich umwerfenden Land... *schwärm* :D

Nur mal zur Verdeutlichung: Um welchen Faktor ist das Leben in Norwegen teurer? Auch das Doppelte?

Takk (sorry, ich lerne noch *g*),
Thorsten
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Christoph » So, 18. Jun 2006, 14:19

Thor Sten hat geschrieben:Nur mal zur Verdeutlichung: Um welchen Faktor ist das Leben in Norwegen teurer? Auch das Doppelte?.....Takk


Das "takk" ist doch schon mal ein guter sprachlicher Anfang! :D

Die Diskussion um die Lebenshaltungskosten hatten wir schon öfters in diesem Forum...meist mehr oder weniger ergebnislos, da das ja eine durchaus subjektive Einschätzung ist. Der Vergleich ist ja auch von vielen anderen Faktoren abhängig, wie z.B. von wo in D Du nach wo in N gezogen bist oder ob sich Deine privaten Verbrauchsgewohnheiten verändert haben...zB. auch unter dem Preisdruck bestimmter Produkte in N.

Unser Fazit aus 4 Jahren in N ist, daß wir, wenn es hochkommt, den Faktor 1,2 an Mehrausgaben bei den Lebenshaltungskosten haben, wobei sich aber wie gesagt unser Warenkorb gegenüber D auch stark verändert hat..., z.B durch selbstgefangenen Fisch, gesammelte Beeren und Pilze, Leitungswasser erster Bonität und einfach nur dem Wohnort in nordnorwegischen Kleinstädten.

Grüßlis aus dem Norden...
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Frøken Ur » So, 18. Jun 2006, 16:49

Thor Sten hat geschrieben:Um welchen Faktor ist das Leben in Norwegen teurer? Auch das Doppelte?

Wie das Christoph schon geschrieben hat, gehoert da eine ganze Menge an Faktoren dazu, und es laesst sich nicht pauschal beantworten. Wenn es dir auf den Lebensmittelsektor ankommt, kann ich dir gerne ein paar Kassenzettel (Lidl, Rema 1000, Rimi usw.) schicken, Umrechnungsfaktor ist 1:7.78.

Als (Fach)arzt wirst du aber in N. sicher nicht am Hungertuch nagen :wink:
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Thor Sten » Mo, 19. Jun 2006, 2:04

Vielen Dank nochmals für die ermunternden Antworten. ;-) An Kassenzetteln wäre ich tatsächlich mal interessiert, auch wenn ich dann keine statitischen Vergleiche anstellen würde. Man hätte zumindest mal einen Einblick.

Takk,
Thorsten
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Re: Arbeiten als Arzt in Norwegen

Beitragvon Uwe » Do, 22. Jun 2006, 19:03

Hallo Thorsten,
noch ergaenzend kurz ein paar Infos:
Es gibt i.d.R. Vereinbarungen zum Mindestlohn fuer Aerzte und der liegt pro Jahr in etwa bei:
380.500 NOK (Assistenzarzt 1. Jahr) bis 499.000 NOK (Oberarzt). Darauf gibt es dann noch div. Zulagen, in meinem Fall insgesamt etwa 30%, dafuer habe ich aber auch jede 3. Woch beredskap und bekomme auch Einsatzstunden (letzte Woche z.B 5 Einsaetze/14 Stunden auch nachts und Wochenende, oft aber auch nichts) und evtl. Ueberstunden eben nicht mehr extra bezahlt.
Die Steuern auf Einkommen sind aehnlich wie in D, hinzu kommen allerdings hoeher Mwst. und die Zulassungssteuer fuer PKW, wo man fuer einen neueren Wagen leicht 100.000 NOK loswerden kann.
Lebenshaltungskosten: da gibt es verschiedene Preis/Lebenshaltungskostenindizes von EU und and. internat. Organisationen; Norwegen liegt dabei etwa 30-40% ueber dem Niveau in D. In den letzten Jahren scheinen Loehne/Preise geradezu explodiert zu sein, jedenfalls rechnete mir meine Elektrikerfirma einen generellen Anstieg von 11/2003 auf 04/2006 um ueber 20% vor.
Wichtig ist fuer dich evtl. noch zu wissen, dass du kontantstøtte (3300 NOK netto monatlich) fuer Kinder von 1-3 Jahren beantragen kannst, wenn sie keinen norweg. Krippenplatz beanspruchen.
Stellenangebote gibt es hier: http://www.tidsskriftet.no/pls/spin/pa_ ... _dataentry
Gerade in psykiatri sind auch eine Unmenge Assistenzarztstellen noch zu haben, Oslo/Bergen/Sueden ist dabei schwierig, der Norden leichter und wichtig: Um Sprachkenntnisse muss man sich schon selber kuemmern.
Lykke til!
Uwe
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