Ein Teil der Passagiere fuhr mit so einem Rafting-Boot. Ich kann dem überhaupt nichts abgewinnen und ich hatte stattdessen eine Motoryacht gebucht. Aber irgendwie war in der Zeitplanung ein grober Fehler und dann wollten sie die Passagiere plötzlich alle umschichten und mich mit dem Gummiboot zurück nach Rørvik senden. Das habe ich abgelehnt und so kam es, dass ich Rørvik erst zwei Stunden später als geplant wieder erreichte - da war die Finnmarken gerade am Ablegen und die Lofoten längst verschwunden.
Das Gummiboot hätte da wohl auch nicht mehr viel geholfen. Bier dürfte auf den Dingern wohl kaum im Glas bleiben - wir hatten schon auf der langsameren Yacht viel Spaß, als jemand versuchte etwas zu trinken. Es schien eher wenig davon im Magen zu landen.
Von der Finnmarken sind mir in Rørvik ebenfalls keine vernünftigen Fotos gelungen, da wir direkt Kurs auf die Sjøkurs nahmen (lag vor Anker) und die Yacht auch auf den Wellen hüpfte wie ein Gummiball.
Ich bin dann also wieder zuhause. Eigentlich wollte ich mit der Sjøkurs noch von Stavanger nach Kristiansand fahren. Leider ist die Sicherheitsmannschaft dort größtenteils ausgestiegen und damit war nur noch der Transport von Kartoffeln und Gemüse erlaubt. Also wurden die Passagiere alle rausgeworfen, das Schiff fuhr leer zurück nach Kristiansand und ich war erstmal ziemlich ratlos.
Meine Versuche den Kapitän zu überzeugen, ich müßte unbedingt mit der Sjøkurs zurück nach Kristiansand fahren, sind gescheitert. Dafür hat er aber hervorragend meine Rückreise organisiert.
Wahrscheinlich bekam er langsam Angst, ich würde das Schiff sonst überhaupt nicht mehr verlassen.
Meine Päne ganz viele Hurtigrutenschiffe zu fotografieren, sind überwiegend gescheitert. Meistens sind wir kurz vorher von der Route abgebogen, oder es kam etwas anderes dazwischen.
Ein Reisebericht ist sicher nicht notwendig, schließlich war es ja nicht so direkt eine Hurtigrute, oder?
Die Reise war aber viel schöner als meine Hurtigrutenfahrten!