von Ronald » Do, 10. Sep 2009, 14:37
Lieber Olaf Schmidt,
Deine Frage nach dem Wetter im März (gleich welchen Jahres, gleich an welchem Ort) kann man wie folgt beantworten. Allerdings sollte man eventuell regionale Unterschiede etwas berücksichtigen, aber das ist von Mensch zu Mensch und Region zu Region verschieden. Ich will mal versuchen Dir folgende Richtlinien für das Wetter zu geben, damit Du nicht im Winter mit Badehose und im Sommer mit Sloggy-long-long auf Reisen gehst.
Im März findet ja meistens der astronomische Übergang vom Winter zum Frühling statt. Das ist, wie wir in der Schule gelernt haben dann, wenn der Bauer die Rösslein anspannt.
Das kann der Kapitän nun nicht, aber die Pferdestärken brummen lassen.
Im März ist es also vom 1.März bis 31. März von morgens bis abends hell, manchmal etwas grau weil Regenwolken am Himmel sind. Wenn's feucht ist, hat man Regen, wenn's weiß ist, hat man Schnee und wenn's glatt ist, hat man Eis. Soweit erstmal klar?
Nachts sieht es anders aus, weil man meistens nichts sieht außer Küstenlichtern, Leuchtfeuer, Sterne (wegen Wolken siehe oben), Positionslichter anderer Schiffe, eventuell beleuchtete Fenster. Aber da guckt man ja eh nicht hin, weil's ja nachts ist, es sei denn man sitzt an der Bar, hat genügend Klein- oder Plastikgeld mit, um sich die Dunkelheit etwas aufzuhellen.
Wind: Da gibt es eine eiserne Regel auf See. "Der Ostwind ist immer kalt, egal aus welcher Richtung er kommt."
Was die Vorhersage für den März angeht (ist eigentlich egal, welches Jahr), da kann man sich mit Sicherheit darauf verlassen, dass er schon von den Seeleuten, die damals um Kap Horn segelten wie folgt beschrieben wurde:
"….un de Storm, de weiht ut Ost, West, Süd un Nor’n"
Was den Seegang angeht, der, wenn er über die Reling an Bord schwappt auch noch nass ist, der kommt aus folgenden Richtungen:
"Un de See, de steiht von achtern un von vorn,
un denn segelt wi so langsam rund Kap Horn."
Nur zu den Temperaturen, da habe ich keine zuverlässigen Quellen gefunden. Hinzu kommt im Sommer noch die gefühlte Temperatur, was wir ja aus den Nachrichten kennen. Wenn's warm ist heißt es ja: "Höchsttemperatur 28°, gefühlt wie 34°".
Im Winter muss man dann wieder rechnen können, denn wenn es heißt dass der "Windchillfaktor" hinzukommt, dann weiß man, dass es kühler ist. Das kennt man ja, wenn man "Up-to-date" st ja aus der Business-Szene, wenn man abends "aus-chillt". Also, Wintertemperatur minus Windchillfaktor gleich gefühlte Temperatur.
Ich hoffe, ich habe Dir geholfen.
Gruß aus Hamburg
Ronald
PS. Ich hoffe, Du hast ein wenig geschmunzelt.
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!