Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Kumulus » So, 10. Mär 2019, 15:31

Eine schöne Fortsetzung !! Da werden Erinnerungen wach. Auch wenn bei meiner Tour über den Kystriksveien das Wetter deutlich schlechter war.

Ich freu mich auf die Fortsetzung.

Danke
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Kumulus
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Do, 14. Mär 2019, 20:52

12.07.2018
Es ist bewölkt! Deshalb haben wir auch verschlafen, denn es ist nicht so warm im Bus wie in den letzten Tagen. Wir wollen die Fähre um 8:50 Uhr kriegen und es ist schon acht durch! Also Katzenwäsche, rein in die Klamotten, Bett weg, Dach zu und los zum Fähranleger. 8:40 Uhr, okay, noch Zeit, das ein oder andere ordentlich zu verstauen, dann ab auf die Fähre.
Für's kleine Frühstück gibt es Waffeln und heiße Schokolade, hat sich bewährt.

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Richtig frühstücken tun wir an einem eigentlich sehr schön gelegenen Stellplatz direkt am Wasser, leider ist er schon - oder besser immer noch - voll mit Wohnmobilen. Doch für uns findet sich ein Eckchen, sogar mit kleiner Terrasse aus Steinfliesen. Wir essen im Bus, draußen ist es zu ungemütlich.
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Uns erwarten noch zwei weitere Fähren heute und mit fortschreitendem Tag wird es auch sonniger und wärmer.
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Hier gibt es viel Landwirtschaft, das bedeutet wenig Möglichkeiten zum Freistehen, also suchen wir doch besser einen Campingplatz. Der von Rørvik hat gute Kritiken und liegt direkt an der Route der Postschiffe.
Wir finden eine Stelle ganz am Ende des Platzes. Ich kann sogar gleich vor dem Bus angeln, keine Kletterei, einfach zwei Schritte ans felsige Ufer und los geht's. Wenn auch ohne Erfolg.

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Soweit für heute.
Gruß,
Gerhard
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon cani#68 » Fr, 15. Mär 2019, 13:43

Cooler Ausblick auf die Postschiffe :)
____________
Schöne Jrooß
Uwe

Norwegen Bilder - https://www.flickr.com/photos/uwe_cani/albums/72157647598018725
cani#68
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Kumulus » Fr, 15. Mär 2019, 16:00

Ihr habt einen guten Blick für tolle Stellplätze !!

Schöne Bilder, schöne Fortsetzung

Danke
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Kumulus
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Sa, 16. Mär 2019, 14:41

13.07.2018

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Die Sonne versteckt sich noch etwas hinter den Wolken, ist aber zwischendurch mit unverminderter Kraft am Scheinen. Wir lassen es sehr ruhig angehen, frühstücken draußen und anschließend versuche ich es nochmal mit der Angel - aber wieder ohne einen Fisch, den wir ruhigen Gewissens verzehren könnten, alle zu klein und somit zurück ins Wasser.
Bis 12 Uhr müssen wir denCampingplatz in Rørvik verlassen, das wird richtig knapp! Die Entsorgung ist schnell erledigt, aber die Frischwasserversorgung ist etwas umständlich: Da wir die stundenlang in der prallen Sonne liegenden Schläuche nicht benutzen wollen, bleibt nur der Wasserhahn am Außenbecken - da passt unser Kanister aber nicht drunter... also füllen wir unsere 1,5 l Flaschen und kippen diese in den Kanister. Dauert zwar länger, ist dafür sauber.

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Derartig gerüstet fahren wir zur letzten Fähre unserer Reise an der Küstenstraße. Es sind schon einige Wartespuren gut gefüllt, aber wir stellen uns als einzige auf eine freie Spur. Prompt werden wir als erste aufs Schiff gewunken. Ein zweites Fahrzeug folgt uns aufs Schiff, dann geht die Klappe schon zu.

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Dieser Fahrer merkt gerade, dass er auf der falschen Fähre ist.

Eine nur fünfminütige Überfahrt bringt uns auf die die 776 von Geisnes nach Høylandet. Diese sehr idyllischen Strecke mit einer schmalen kurvigen Fahrbahn, lauschigen Seen und kleinen Ortschaften lässt sich sehr schön fahren. Man kann fantastische Aussichten genießen und bei glücklicher Fügung sieht man sogar Elche!

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Wir haben zwei Elche gleich zweimal gesehen... Bei der Fahrt entlang an einem See mit einer großen bewaldeten Halbinsel stehen zwei der Tiere am gegenüberliegenden Inselufer und äsen - oder fressen? Egal, jedenfalls haben wir sie entdeckt, parken und verhalten uns möglichst ruhig, um sie nicht zu verschrecken. Mir gelingen ein paar Aufnahmen, aber wir beobachten hauptsächlich, dann verschwindet der scheu wirkende Elch zwischen den Bäumen, der andere lässt sich nicht stören, bis, ja, bis zwei große weiße Wohnmobile kommen.

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Die sehen uns, halten, zwei Familien steigen türenknallend aus, kommen laut aufgeregt redend zu uns - und nix sehen, weil der andere Elch bei dem Radau auch das Weite gesucht hat. Ha! Während die Deutschen (welche Überraschung) noch debattieren, steigen wir in unseren Bus und fahren weiter am Seeufer entlang.

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Einen Kilometer weiter halten wir wieder mit Blick auf die Halbinsel. Vielleicht kommen sie ja auf dieser Seite wieder raus aus dem Wald??
Während wir noch unsere Sachen sortieren (anderes Objektiv, Fernglas, feste Schuhe) kommen die Wohnmobile, verlangsamen ihre Fahrt, sehen nichts (wir gucken ja auch nur nach unten auf unser Zeug) und düsen weiter. Ha!
Wir queren die Straße, gehen einen kleinen Hang runter und da kommen die zwei Elche tatsächlich auf dieser Seite wieder zum Vorschein! Der eine mitten im Sonnenschein, der andere etwas zögerlich, verweilt nur kurz und zieht sich dann in die Bäume zurück. Der mutigere bleibt bestimmt eine halbe Stunde voll in unserem Blickfeld bis er auch zwischen den Bäumen verschwindet. Das war ein sehr erhebendes Erlebnis.

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Nach einer ausgedehnten Pause cruisen wir entspannt bis nach Hell ins Scandic Hotel.
Das Zimmer ist nicht ganz so komfortabel wie beim ersten Aufenthalt, aber immerhin keine direkte Sonneneinstrahlung. Dafür freuen wir uns jetzt schon auf das tolle Frühstücksbüffet am nächsten Morgen.

Viele Grüße, Gerhard
Mainline
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Ronald » Sa, 16. Mär 2019, 15:05

Da feixe ich mir auch einen, wenn solche - im wahrsten Sinne des Wortes - "Knallüten" sich um ein solches Naturerlebnis bringen. Vielleicht rufen die denn auch noch in den Wald: "Elch, wo bist du?" :lol:
-
Schöne Erinnerungen an unsere 2013-Reise. Danke!
-----------
Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Kumulus » Sa, 16. Mär 2019, 19:03

Schöne Bilder und tolle Fortsetzung !

Danke
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon gudrun55 » Sa, 16. Mär 2019, 22:26

Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel - ein wirklich passender Titel.

Toll, dass du uns teilhaben lässt, es macht Riesenspaß mit euch zu fahren :D

liebe Grüße!gudrun55
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon route 41 » Mo, 18. Mär 2019, 1:35

Das ist mal eine gescheite Fotoreportage. Ganz tolle Fotos. Danke fürs mitnehmen. ;)
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Do, 21. Mär 2019, 20:22

14.07.2019
Also, das Buffet im Hotel ist wirklich traumhaft. So vielfältig und diesmal wissen wir schon, was wo ist und welche Leckerschmeckerchen wir probieren wollen, hmmmm. Wir reizen die Frühstückszeit ziemlich aus, dann gehen wir.

Weil heute Samstag ist, möchte ich gerne bei der Thamshavn Museumsbahn vorbeischauen.

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Die fährt nur Samstag/Sonntag. und bei unseren bisherigen Urlauben waren wir immer Wochentags in dieser Region. Also düsen wir los, finden auch die Bahn, der Zug ist abfahrbereit aber ich möchte gerne an die Strecke. Soweit so gut.

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Wir fahren los, es läuft auch ganz gut, bis wir in ein Wohngebiet mit unbefestigten Straßen kommen: der direkte Weg ist ein Radweg, das ist aber weder auf dem i-Pad noch in der Realität offensichtlich, die Straßen sind optisch identisch, die eine weist lediglich ein Schild für Radfahrer und Fußgänger auf. Kurskorrekturen kosten Zeit, es ist alles sehr beengt, keine Parkmöglichkeit, doch glücklicherweise ist der Zug nicht sonderlich schnell unterwegs und ich schaffe es rechtzeitig zum Fotoshooting. Puh!

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Auf zum nächsten Bahnhof. Der Schienenweg ist wohl doch deutlich kürzer als der auf der Straße, jedenfalls kommen wir an dem sehr beschaulichen Bahnhof an, sehen einen zweiten Zug stehen und ich fahre langsam über den Bahnübergang - da hupt es von rechts und die kleine E-Lok kommt direkt auf uns zu und wirkt gar nicht mehr so klein! Ich gebe Gas, wir huschen über die Gleise und hinter uns fährt der Zug lang. Boa, das war ein kleiner Wachmacher. Ich ärgere mich mächtig, denn ich kenne diese Situationen nur zu gut auch aus der anderen Sicht.

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Auf dieser Strecke sind während des 2.WK auch zwei Dampflokomotiven der Deutschen Reichsbahn gefahren. Ein baugleiches Exemplar fährt heute noch im Harz.

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Wir verbringen einige Zeit mit fotografieren, beobachten (Abfahrt, rangieren ect.) und kommentieren, dann gondeln wir ganz entspannt über kleine Landstraßen zum Endbahnhof. Da kann ich in Ruhe den Lokschuppen, die Fahrzeuge und überhaupt das Gelände ansehen.

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Uns fallen leere Ausflugsreisebusse von den Kreuzfahrtschiffen auf (die liegen in Trondheim ca 40 km entfernt), welche die Aufschrift Eisenbahn/Kupfermine tragen. Ob der zweite Zug vielleicht für diese Reisenden bestimmt ist? Dann könnte der ja gleich hierher fahren, wo die Busse warten...
Wir setzten uns in unseren Bus und fahren zurück an die Strecke, suchen eine gute Position und warten. Nach einer ganzen Weile kommt endlich der Zug und es gelingen ein paar Schnappschüsse.

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Das genügt mir und es geht weiter Richtung Dovrefjell.

Nach einer Kaffeepause findet unser Nawi, wir sollten nicht die ermüdend monotone unspektakuläre E6 fahren und leitet uns parallel auf der anderen Seite des Flusses durch eine kurvige und nicht so stark frequentierte Landschaft. Ich kann sogar anhalten und meine Bildersammlung 'after life' um ein weiters Exemplar bereichern

Wir kommen bis zum Dovrefjell und wollen oben auf dem Berg übernachten, wie im letzten Herbst. Das wollen offensichtlich viele andere auch, hier sieht es aus wie auf einem Wohnmobilstellplatz. Egal, wir suchen uns ein Plätzchen und genießen die Sonne.

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Heute Abend gibt es Wiener Würstchen aus der Dose. Diese Dose ist schon viel gereist, die haben wir schon seit Jahren als Notfallessen dabei :lol:
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Kumulus » Do, 21. Mär 2019, 21:27

Bei diesem letzten Teil schlagen die Herzen aller Eisenbahner bestimmt höher. Es sind aber auch tolle Fotos.

Danke dafür !


Übrigens: So eine Notfallreserve begleitet mich auch schon die letzten sieben Jahre. Bei mir ist es eine Dose Eierravioli. Da werden zugleich Jugenderinnerungen wach; damals war das Zeug echt angesagt. Und heute reicht es bei mir höchstens noch für ernste Notfälle. Ich bin gespannt, ob ich sie auch in diesem Jahr wieder mit nach Hause bringe.

Und wie du deine Würstchen und ich meine Ravioli hat bestimmt jeder der Userinnen und User seine Notfallreserve. Vielleicht wäre das mal einen eigenen Thread wert.

Gruß Martin
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