Beside the Road

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: Beside the Road

Beitragvon Kumulus » Mi, 23. Okt 2019, 23:16

26. Tag – 29. Juni 2019

Heimreise in Etappen – so sollte ich es wohl nennen, was ich mir für die kommenden zweieinhalb Tage vorgenommen habe. Denn Montagmittag geht es wieder auf die Fähre und zurück nach Dänemark. Gut geschlafen, gut gefrühstückt geht es schließlich kurz vor 10:00 Uhr wieder auf „Wanderschaft“. In Eidfjord schlafen die Leute und Touristen zu dieser Tageszeit noch – es ist nichts los. So kann ich die bestrickten Bäume am Straßenrand in aller Ruhe bestaunen.


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Ich fahre heute bis ins Setesdal und damit gut 250 Kilometer. Das ist natürlich entfernungsmäßig keine besondere Herausforderung; allerdings ist der RV13 nicht an allen Stellen so gut ausgebaut, wie der RV7 von Eidfjord bis zur Hardangerbrua.


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Insbesondere der Abschnitt von der Hardangerbrücke bis nach Kinsarvik ist eine echte Herausforderung; total eng und unübersichtlich. Dazu ist der Straßenzustand sehr schlecht. An einem besonders engen Teil der Straße wurde auf Einbahnstraße mit Ampelschaltung umgestellt.


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In Odda herrscht zur Mittagszeit reges Treiben. Na ja, es ist Sonnabend und da wollen viele shoppen. Auf alle Fälle bekomme ich in der City keinen Stellplatz und fahre deshalb ein Stückchen weiter und kaufe dann bei Xtra die letzten Dinge für heute und morgen. Schnell ist alles erledigt und ich wieder auf der Straße in Richtung Süden. Vorbei am Vidfossen ….


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….. und natürlich ein kurzer Fototermin am Låtefossen, an dem sich die Touristenmengen um die beste Aussicht bemühen. Den kurz dahinter befindlichen Espelandsfossen wird nicht so viel Beachtung geschenkt.


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Kurze Zeit später geht es auf der E134 auch schon wieder hinauf in die Bergwelt. Allerdings bleibe ich nicht auf der E134, sondern nutze die alte Passstraße über das Røldalsfjell, die jetzt als „Røldalsfjellet Turistveg“ ausgewiesen ist. Damit umfahre ich den 1.272 Meter langen Seljestadtunnel sowie kurz dahinter den 4.657 Meter langen Røldal-Tunnel, der in den 60iger Jahren als längster Straßentunnel Norwegens galt. Beide Tunnel wurden 1964 für den Verkehr freigegeben. Bis dahin musste man über den Pass – für heutige Straßenverkehrsverhältnisse unvorstellbar.


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Die alte Passstraße ist neu asphaltiert; das ändert aber nichts an der Tatsache tierisch aufpassen zu müssen um nicht von der Straße abzukommen. Denn auch hier ist die Kante so hoch, dass man unweigerlich festsitzt, wenn man von der Straße rutscht. Also heißt es, an manchen Stellen besser mit Schritttempo zu fahren. Dafür werde ich mit einer atemberaubend schönen Bergwelt belohnt.


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Der südliche Rand der Hardangervidda auf über 1.000 Meter ü. M. ist sensationell. Viel tragen auch der Sonnenschein und der klare Himmel dazu bei. Dafür bläst ein kräftiger und eiskalter Wind von West! Ohne Jacke ist es kaum auszuhalten.


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Die Einfahrt in den „gamle Haukelivegen“, die frühere Passstraße über das Haukelifjell, die noch bis 1968 benutzt werden musste, um von Haukeligrend im Osten nach Røldal im Westen zu gelangen, verpasse ich. Mist !! Ich überlege, umzudrehen, bin dann aber schon in dem 5.680 Meter langen Haukelitunnel.


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In Haukeligrend geht’s dann ab auf den Rv9 in Richtung Evje im Setelsdal. Zunächst immer bergauf bis auf über 860 Meter Höhe. Die Welt sieht hier oben ganz anders aus und ich hatte die Landschaft auch so vielseitig gar nicht mehr in Erinnerung.


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Ich besuche noch kurz den Vatnedalsvatnetdammen, der nur 4 Kilometer von der Haupt-straße entfernt ist. Aber auch hier oben weht ein extrem kalter Wind – also nichts wie weg. Bei Google Maps lese ich später die Rezension, dies sei ein „toller Ort für die Übernachtung im Wohnmobil oder Wohnwagen“. Finde ich nicht – auf mich wirkt alles viel zu trist. Außerdem ist der große Platz am Staudamm Videoüberwacht. Das muss ich im Urlaub nicht auch noch haben.


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Ich folge deshalb lieber meiner App „Park4Night“ zu einem besonders schönen Wohnmobilstellplatz an der Otra, dem „Sanden Såre Bobilpark“. Der Platz ist wirklich sehr schön im Wald und direkt am Fluss gelegen. Die Anzahl der Stellplätze ist aber leider begrenzt und jetzt zum Nachmittag nahezu vollständig belegt. Zwei Stellplätze sind noch frei, , die mir aber überhaupt nicht gefallen. Also ziehe ich weiter und lande auf dem „Flateland Camping“ für kleines Geld mit vernünftigen sanitären Anlagen und WLan und genieße abends meinen Lachs vom Grill.


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Re: Beside the Road

Beitragvon gudrun55 » Do, 24. Okt 2019, 15:59

Nun geht deine Reise schon zu Ende, leider, leider! Es war sehr schön dich zu begleiten. Und die letzten Impressionen sind phänomenal - die alten Strassen, herrlich! Jetzt nehme ich mir (mal wieder :wink: ) wieder vor, durch den südlichen Bereich nicht nur durchzurauschen...

vielen Dank und liebe Grüße! gudrun55
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Re: Beside the Road

Beitragvon Kumulus » Do, 24. Okt 2019, 17:40

27. Tag – 30. Juni 2019

Ich habe bis 09:00 Uhr geschlafen (Anm.: das ist lange für mich) und beschließe erst einmal gut und ausgiebig zu Frühstücken. Die Temperaturen liegen jetzt schon bei 17 Grad und es soll deutlich wärmer/heißer werden. Doch bereits um 10:00 Uhr setzt ein heftiges Gewitter ein. Da ist beim Frühstück zubereiten nebenher alles verräumt habe, ist der Regen kein Problem für mich – Türen zu und gut ist’s. Bei anderen Campern sieht das schon anders aus. Wildes und unkoordiniertes Gepacke bzw. häufig nur in den Wohnwagen oder das Wohnmobil schmeißen. Eine Camperin hat ihre Wäsche noch auf dem Wäscheständer und wird richtig hektisch (Warum müssen Frauen im Campingurlaub eigentlich immer so viel waschen?). Die Zelttouristen machen das einzig Richtige – sie gehen in ihre Zelte, Reizverschluss zu und abwarten. So wie ich, der jetzt im Auto sitzt und den Auftakt des heutige Tages im Notizbuch festhält.

Eine dreiviertel Stunde später ist der ganze Spuk auch wieder vorbei und der Campingplatz wie leer gefegt. Die Sonne kommt aus den Wolken und es wird wieder richtig heiß. Ich überlege, ob ich noch einen besonderen Event in den Tag einbauen soll, kann mich aber nicht entschließen. Und so fahre ich den Rv9 immer weiter südlich in Richtung Kristiansand, mache aber an der Austad Kirke einen Fototermin.


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Etwas später mache ich dann auch am Reiårsfossen und an der Storestraum-Sluse jeweils eine kurze Pause.


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Gerade die Location um die alte Schleuse zwischen dem Byglands- und Åraksfjorden hat sich in den letzten vier Jahren mächtig verändert. Es wurde ein großer Touristenparkplatz eingerichtet, der sogar extra Stellplätze für Wohnmobile und Gespanne ausweist.


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Die alte Schleusenanlage wurde abgesperrt und alle Wege zum Wasser mit einem Zaun gesichert. Norwegen ist auch nicht mehr das was es mal war. Vor vier Jahren konnte ich hier noch ungestört herumturnen. Na ja, vielleicht ist der jetzige Zustand – auf alle Fälle sicherer.


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Nicht unweit der alten Schleuse befindet sich das Revsnes Hotel am Byglandsfjord, in dem ich vor drei Jahren am Nationalfeiertag schon mal „lecker Büfett“ genossen hatte. Also nichts wie hin und fragen.


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Das brauchte ich allerdings nicht, denn ein Plakat an der Hauswand und ein Aufsteller an der Einfahrt deuten klar darauf hin: „Sonntags großes Büfett“!


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Ich lasse es mir schmecken, denn dieses Büfett ist mit deutlichem Abstand zu den Angeboten auf den Fährlinien wirklich ein Genuss und total lecker, reichhaltig, vielseitig und alles frisch.


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295 NOK kostet mich dieses kulinarische Vergnügen und ist es auch wert.


In Evje biege ich kurz von der Reichstraße ab und fahre durch das Ortszentrum. Hat sich in den letzten Jahren nichts verändert. Nur sind am heutigen Sonntag kaum irgendwelche Geschäfte geöffnet und Menschen auf der Straße. Ich halte auch nicht an und fahre weiter bis zur großen Xtra-Tankstelle. Diesel für 13,89 NOK/Liter (ca. 1,43 €/l) ist bisher das Günstigste, was ich auf meiner vierwöchigen Reise gesehen habe; also nutzen und den Vorrat auffüllen. Dann spare ich mir ggf. die notwendige Pause in Dänemark und muss auch nicht befürchten unterwegs liegen zu bleiben, wie dieser Autofahrer.


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Jetzt noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen; schließlich habe ich von 2013 bis 2016 jedes Jahr in Evje Urlaub gemacht und meine Ferien in Bauer Tom’s Hütte verbracht. Also statte ich ihm einen kurzen Besuch ab. Er freut sich, bietet mir sogar an, über Nacht zu bleiben. Aber das steht nicht auf meinem Zettel. Nach einem kurzen Plausch über alte Zeiten und was er so künftig macht, fahre ich weiter zu meinem letzten Quartier: Bjønndalen Camping in der Nähe von Vennesla und nur 30 Fahrminuten von Kristiansand entfernt.


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(Iveland Kirke)


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(Nomeland Kraftstasjon)


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Der Campingplatz ist schön gelegen, direkt am Løyningsvannet, auf dem man die kostenfrei ausgelegten Ruderboote nutzen kann. Jetzt am Nachmittag geizt die Sonne auch nicht mit Wärme und lässt den teilweise heftigen Westwind vergessen.


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Der Platz ist für südnorwegische Verhältnisse ausgesprochen günstig. 190 NOK incl. Strom und Dusche/Warmwasser. Allerdings sind die sanitären Anlagen mehr als gerade mal ”vintage” – sie sind oll und gammelig; wie eigentlich alles auf dem Platz. Der Sanierungsrückstand ist nicht mehr zu übersehen. Alles ist völlig veraltet und sehr gewöhnungsbedürftig. Obwohl – gewöhnen wird man sich vermutlich nie an solche Zustände. Aber für eine Nacht erscheint es mir akzeptabel und immer noch besser als so manche Straßennische, die Park4Night als Alternative empfiehlt.


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Das dieser Platz kein Wlan hat muss ich wohl nicht noch extra erwähnen. Ich hatte auch nicht damit gerechnet.
Der Tag war nun nicht besonders, aber ich bin statt des Rv9 auf Nebenstraßen gefahren und hatte immer eine schöne Strecke. Natürlich hatte das gute Wetter zu diesem Glückgefühlen erheblich beigetragen.


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Re: Beside the Road

Beitragvon Kumulus » Do, 24. Okt 2019, 21:06

Rückreise – 01. Juli 2019

Am Morgen hatte es ein wenig geregnet, aber es blieb dann im Verlauf des Vormittags trocken.
Die sanitären Anlagen auf dem Campingplatz sind mehr als „gewöhnungsbedürftig“ – alles ekelhaft, alt und dreckig; die Keime aus dem Waschtisch scheinen einem förmlich anzuspringen. Zum Glück habe ich immer Desinfektionsspray dabei. Ob es was hilft weiß ich nicht, aber es beruhigt und gibt mir das Gefühl, etwas getan zu haben.

Ich mache mir noch einen Kaffee für unterwegs und düse dann ab nach Grovane zum Steindalsfossen und vor allem zur „Tømmerenne“, eine Holzrinne von 4,5 Kilometer Länge, in der früher die Baumstämme geflößt wurden. Heute ist diese Bahn eine Empfehlung für einen Familienausflug.


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Von den 4,5 Kilometer laufe ich selber nur die Hälfte, weil ich mich rechtzeitig auf den Weg zur Fähre in Kristiansand machen möchte.


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Aber schön war diese Strecke allemal; ich kann sie nur empfehlen. Zum Abschluss, quasi zur Belohnung kam dann auch noch die alte Setesdalsbahn mit Dampf um die Ecke. Ich war vor sechs Jahren mit dieser Bahn gefahren und konnte sie nun im Vorbeifahren bestaunen. Super!!


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Nach Kristiansand fahre ich wieder über Nebenstrecken, die viel abwechslungsreicher sind als die Reichsstraße. Doch dann kommt das Entsetzen: Die Fähre hat wegen des heftigen Windes (Windstärke 7) ihren Betrieb für heute eingestellt. Alle Passagiere werden gebeten, sich selber um Ersatz zu bemühen. Also buche ich um! Color Line statt Fjordline und Larvik statt Kristiansand. Abfahrt 17:30 Uhr statt 13:30 sowie Ankunft um 21:15 Uhr statt um 15:45 Uhr, wie geplant. Echt ärgerlich – und die rund 200 Mehrkilometer erstattet mir kein Mensch. Die Reederei beruft sich auf höhere Gewalt und ist aus dem Schneider. Ich hatte ähnliches bereits vor vier Jahren erleben dürfen.


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Die Fahrt von Kristiansand nach Larvik geht über ein sehr langes Stück auf einer autobahn-ähnlichen Schnellstraße, führt aber auch – wegen zwei Großbaustellen – „über die Dörfer“, wie wir in Schleswig-Holstein sagen würden. Kurz vor Larvik dann der Hinweis, dass die Abfahrt von der E18 bis zum 4. Juli gesperrt ist. Aber mein Routenplaner bei Google hat das längst erkannt und berücksichtigt; ich bin erleichtert, denn inzwischen drängt die Zeit. Mit einem klitzekleinen Umweg über Stavern gelange ich schließlich störungsfrei und vor allem noch rechtzeitig zum Fährterminal der Color Line.

Wenige Minuten werde ich auch schon mit allen anderen Passagieren eingeschifft. Die Sonne scheint und im Grunde genommen deutet nichts auf eine stürmische Überfahrt hin. Das aber soll sich unterwegs noch ändern. Kaum hat das Schiff die Hoheitsgewässer von Norwegen verlassen geht es auch schon los mit dem Auf und Ab, dem Hin und Her. Passagiere werden reihenweise seekrank und die Unruhe an Bord ist spürbar. Ich packe mich in eine Ecke und versuche zu schlafen. Denn ich finde Fährüberfahrten ohnehin nicht besonders spannend, wenn das Schiff den Hafen verlassen hat.


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Der Rest ist wiederum schnell erzählt: Trotz Sturm war die Color Line pünktlich in Hirtshals und ich dann gleich „on the way home“. Das war dann irgendwann gegen 01:30 Uhr.



Fazit:

Ein sehr schöner und abwechslungsreicher Urlaub ging zu Ende. Besonders gefallen haben mir die Vesterålen, aber auch die Lofoten waren sensationell. Völlig neu war für mich das Erleben der Mitternachtssonne. Ich fand das besonders schön, wie auch das Frühlingserwachen zum zweiten Mal. Denn Anfang Juni war in Nordnorge der Winter gerade überwunden und insbesondere die Birken hatten noch ihr blasses und zartes Blätterwerk. Dazu die weißen Schneegipfel waren schon super. Ich könnte mir gut vorstellen, künftig nur noch das Frühjahr für eine Rundereise zu nutzen.


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Gegenüber meinen früheren Reisen hatte ich mehr Glück mit dem Wetter; meistens war es trocken und häufig auch sehr sonnig. Was auf Fotos allerdings nicht dargestellt werden kann sind Temperatur und Wind. Das war teilweise heftig. Aber man kann sich warm anziehen.

Gefahren bin ich knapp 7.000 Kilometer. Aber ich habe das selten als Anstrengung oder gar als Stress empfunden. Ärgerlich war allerdings die Strecke von Bodø nach Orkanger, die ich wegen des Ausfalls der Hurtigrute auf der Straße bewältigen musste. Dazu noch auf der Dauerbaustelle E6 bei sehr schlechtem Wetter. Das hatte ich mir anders gewünscht.


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Mit meiner neuen Art zu reisen; also mit dem Camping-Van bin ich sehr gut zurecht gekommen und fand das sehr erlebnisreich. Zudem hatte ich immer und überall die Auswahl zwischen „Wild-Campen“, Wohnmobilstellplatz, Campingplatz oder auch Hüttencamping, wie im Vorjahr. Dazu war die Fahrt mit dem Caddy, wie im Vorjahr mit dem Pkw sehr flexibel.

Geld ausgegeben habe ich natürlich auch wieder: etwas mehr als 3.000 Euro, incl. aller Fähren sowie dem Beitrag für die Überfahrt von Svolvær nach Bodø mit der Hurtigrute. Besonders günstig waren die Übernachtungen auf den Campingplätzen; viele Campingwirte konnten meine Art zu Übernachtung „Ich schlafe im Auto“ nicht richtig einschätzen und berechneten die Nacht wie in einem Zelt. Das war stets deutlich günstiger als mit dem Gespann und auch als Wohnmobil.


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So – nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Allerdings werde ich meinen Urlaub im kommenden Jahr in Island verbringen; die Fähre ist bereits gebucht. Ich bin gespannt und werde ggf. berichten.
Bei euch bedanke ich mich für die vielen freundlichen Kommentare. Da macht das Bericht-schreiben noch mehr Spaß. Also: DANKE

Bis dann und demnächst
Martin


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Re: Beside the Road

Beitragvon Mainline » Do, 24. Okt 2019, 22:09

Kumulus hat geschrieben:Hit the road
Ich habe immer wieder hier im Forum den Ratschlag gelesen, nichts im Voraus zu planen sondern seiner Spontanität freien Lauf zu lassen. Ich interpretiere es als „freie Fahrt für freie Menschen“! Also: Losfahren, irgendwo ankommen, weiterfahren und wieder irgendwo sein.

Leute – so bin ich nicht! Das bin ich nicht! Und als Beamter schon gar nicht. Seht es mir daher nach, dass ich meine Reise geplant habe, dass ich vier Fähren (Kiel – Göteborg; Bodø – Moskenes; Svolvær – Nesna und Langesund – Hirtshals) im Voraus gebucht und auch bezahlt hatte. Das bedeutet natürlich auch die Einhaltung eines bestimmten Zeit- und Fahrplans. Das war mir, vor Antritt meiner diesjährigen Reise durchaus bewusst. Aber es verschaffte mir auch ein notwendiges Maß an Planungssicherheit. Tja, Beamter halt.


Hallo Martin,
beim lesen deiner letzten Zeilen musste ich an deine ersten Zeilen vom Vorjahr denken :D
Verglichen damit, warst Du in diesem Jahr doch ziemlich flexibel, - wenn auch nicht immer freiwillig. :lol:

Vielen Dank für deinen ausführlichen und informativen Bericht.
Liebe Grüße,
Gerhard

Für Island habe ich noch den ein oder anderen Tipp, da bekommst Du mal eine PN.
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Re: Beside the Road

Beitragvon Schnettel » Fr, 25. Okt 2019, 9:35

Herrlich, Martin, was für ein lebendiger Bericht! Und so tolle Fotos!
Tja, es ist ganz eindeutig: du musst wieder kommen!

Bis nachher! :D
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Re: Beside the Road

Beitragvon Rapakiwi » Fr, 25. Okt 2019, 10:50

Vielen Dank für diesen tollen Bericht!
Besonders hat mich gefreut, die Bilder vom Røldalsfjell zu sehen. Wir sind damals eher aus Versehen den Tunnel gefahren, als wir mit dem Womo die Westküste längs sind. Optisch haben wir da ja echt was verpasst.

Mit der Fähre zum Abschluss ist ärgerlich, weil die letzten km nach Hause dann echt schlauchen. Aber das hast du angesichts diesen tollen Urlaubs sicher sofort abgehakt.

Viel Spaß auf eurem Treffen dieses Wochenende, genießt euer Zusammensein!
Ha det bra
Anja
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Re: Beside the Road

Beitragvon Ronald » Fr, 25. Okt 2019, 11:37

Moin, Martin,
meinen ganz herzlichen Dank für Deinen tollen Reisebericht, der mich unsere diesjährige Strecke gleich zweimal fahren ließ. Und die vielen tollen Fotos und zuletzt die tollen Schnappschüsse! Ganz großes Lob.
Und ganz ehrlich: Camping ist nicht mehr so unser Ding, da sich die altersbedingten Abnutzungserscheinungen immer mehr zeigen. Aber 1995 und 2001 haben wir noch in einem WoMo Urlaub gemacht, danach waren es hytter und jetzt kleinere Hotels.
Unser Reisebericht, d.h. der meiner Frau kommt auch noch irgendwann. Jetzt sind erst einmal unsere Kalender dran.
Beste Grüße
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald
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Re: Beside the Road

Beitragvon syltetoy » Sa, 26. Okt 2019, 17:21

Deine Reise hat mir sehr gut gefallen, du hast tolle Fotos gemacht und schöne Berichte geschrieben.
Ich bin ja nicht empfindlich, aber die Dusche auf dem Campingplatz ist unter aller S. . :wink:
Island würde mir auch sehr gut gefallen, da freue ich mich schon mal auf die Fotos :)
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Re: Beside the Road

Beitragvon Julindi » Mo, 28. Okt 2019, 21:08

Herrlicher Bericht! Und so schade, dass es nun vorbei ist... ich dachte / hoffte, du fährst noch ein paar Wochen durch die Gegend! :lol: :wink:
Ich bedanke mich für die vielen Infos und die zahlreichen Fotos, es war sehr schön und interessant mit zu reisen und sowohl Bekanntes aus einem anderen Blickwinkel, als azcgNeues zu sehen. Die ein oder andere Notiz für irgendeinen der noch (hoffentlich zahlreichen) kommenden Norwegenurlaube habe ich mir gemacht.

Danke für Deine Mühe! Der Bericht von Island passt ja unter die Rubrik "Andere Polarregionen" wunderbar - ich freu mich drauf!

Viele Grüße,
Jule
Reiseberichte mit Fotos auf http://www.ju-cara.jimdo.com
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Re: Beside the Road

Beitragvon Voronwe » Di, 29. Okt 2019, 22:13

Kumulus hat geschrieben:

Kurze Zeit später geht es auf der E134 auch schon wieder hinauf in die Bergwelt. Allerdings bleibe ich nicht auf der E134, sondern nutze die alte Passstraße über das Røldalsfjell, die jetzt als „Røldalsfjellet Turistveg“ ausgewiesen ist. Damit umfahre ich den 1.272 Meter langen Seljestadtunnel sowie kurz dahinter den 4.657 Meter langen Røldal-Tunnel, der in den 60iger Jahren als längster Straßentunnel Norwegens galt. Beide Tunnel wurden 1964 für den Verkehr freigegeben. Bis dahin musste man über den Pass – für heutige Straßenverkehrsverhältnisse unvorstellbar.


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Im ersten Moment dachte ich, das sind doch meine Bilder - da haben wir tatsächlich fast immer an denselben Stellen gehalten, nur sind meine Bilder aus 2000:

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(Überlege gerade, ob ich von diesen alten Reisen (1997 und 2000) auch noch Berichte schreibe - analog zu meinem 94er-Bericht).

Ansonsten wieder vielen Dank für das mitnehmen auf diese schöne Reise - nur mit den Schiffen scheinst Du ja leider nicht viel Glück zu haben
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Re: Beside the Road

Beitragvon Kumulus » Di, 29. Okt 2019, 22:23

Voronwe hat geschrieben:Überlege gerade, ob ich von diesen alten Reisen (1997 und 2000) auch noch Berichte schreibe


Oh ja, bitte !! Reiseberichte sind immer eine Bereicherung und Inspiration für eigene Reisen; zudem kann man dann gut in Erinnerungen schwelgen. Wie du bei ein- und denselben Fotostandpunkten auf der alten Passstraße.

Danke für das freundliche Feedback
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Re: Beside the Road

Beitragvon No-Fishly » Di, 01. Jun 2021, 16:42

was ein herrlicher Reisebericht und welche HAMMER-Fotos - super, trotz der Kälte mit Wind hat zumindest auch für die Fotos die Sonne toll mitgespielt - Danke für diese tollen Einblicke !!
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