Herzlichen Dank für die vielen netten Rückmeldungen

Freue mich, dass so viele den Bericht lesen!
Heut komme ich endlich zum weiter machen

Einige Bilder mehr auf der Homepage!
Sonntag, 8.8.21Nach dem Aufwachen fühle ich mich richtig gut. Alle sind früh wach und gut gelaunt, die Sonne scheint, die Luft ist herrlich klar - so muss das sein. Wir frühstücken und beim Zusammenpacken helfen alle mit, sodass wir bereits um 9.15 Uhr im Auto sitzen und zum Ridderspranget fahren. Eigentlich wollten wir das gestern Abend noch machen, aber dann kam diese blutige Zahngeschichte dazwischen...
Der Rittersprung liegt um's Eck, wir parken und laufen den kurzen Fußweg bis zum Fluss. Beeindruckend drängen sich die Wassermassen durch die schmale Schlucht, das Tosen des Wassers macht richtig Lärm und wir erzählen den Kinder die Geschichte vom geglücktes Brautraub, der mit dem Sprung über die Schlucht endete.


Leider geht es mir innerhalb von Minuten wieder richtig schlecht und ich bin froh, wieder mit Sitzheizung im Auto zu sitzen. Eine Blasenentzündung auf Reisen ist einfach nur Horror! Im Auto beginne ich also wieder literweise Wasser zu trinken, in der Hoffnung, oft anhalten zu können...
Wir fahren bis Vågåmo und nehmen dann querfeldein den Slådalsvegen (Bomvei nur mit Kreditkarte). Erst mosert mein Mann, als wir auf der Schotterpiste durchgeschüttelt werden. Er wäre lieber die bequeme E 6 gefahren. Als wir dann aber da oben lang fahren und mit einem Wahnsinns-Panorama auf das Dovrefjell belohnt werden, findet er diese Strecke einfach nur super. Bei einem kurzen Stopp steigen wir aus und hören ... NICHTS. Herrlich!


Bald stoßen wir auf die E136 und folgen ihr Richtung Åndalsnes. Zunächst ist die Strecke eher unspektakulär, dann erhascht man immer öfter Blicke auf die wunderschöne Rauma. Je weiter man Richtung Westen fährt, desto dramatischer wird die Landschaft, den Höhepunkt der Dramatik erreicht die Straße an der Trollwand, die imposant in die Höhe ragt - das Tal ist hier sehr schmal, was diesen Eindruck noch verstärkt.

In Åndalsnes angekommen essen wir erst mal Pølse an der Tankstelle mit Blick auf Meer und Fluss.
Ab Åfarsnes fährt die Fähre nach Sølsnes, hiernach fahren wir über schöne Brücken und in einem Tunnel unter dem Fjord hindurch, bis wir dann endlich gegen halb vier das Ferienhaus erreichen.
Das Haus öffne ich per Nuki-App - mir war vorher völlig unbekannt, dass sowas geht... mit einem Code öffnet sich die Tür zu einem richtig schönen, gemütlichen Häuschen, teilweise hochmodern (Lichtschalter im Bad z.B. im Spiegel integriert) und (leider) mit Induktionsfeld (da kann ich mit meiner geliebten Bialetti gar keinen Espresso zubereiten).


Die Lage ist traumhaft, in Sichtweite (ca. 50 m) liegt das Boot am Steg neben dem kleinen Sandstrand - einfach nur toll! Irgendwie schade ist es aber schon, dass kein Vermieter da ist - das macht das Ganze dann doch persönlicher... Naja, dann trinken wir eben den Wein selbst, den wir als Gastgeschenk mitgebracht haben.

Wir packen aus während die Kinder auf unserem kleinen Rasen toben. Und dann können einfach bei diesem Traumwetter nicht anders - eine kleine Erkundungstour mit dem Boot muss sein! Die Kulisse ist einfach nur herrlich, wir genießen das tolle Wetter und sind soooo froh hier zu sein. Wie ein kleiner Willkommensgruß tauchen plötzlich Schweinswale neben dem Boot auf.

Nach all dem Hin und Her, nach zig Mal Zahlen und Bestimmungen checken, nach diesem ganzen weiteren anstrengenden Corona-Jahr sind wir endlich hier! Ich bin so unendlich dankbar.