@Voronwe: Ja, bei Regen ist das da bestimmt nicht lustig
@Badener1972: Ich gebe das gerne weiter....
@Kumulus: Da komme ich auch noch mal hin...
Freitag 20.7.2018Övre Döralseter – Rondvassbu. Gehzeitangabe 4 h, 12 km, bewölkt, später sonnig 25 GradNach dem Aufstehen zunächst ein Gewitter, das sich zum Glück nach dem (wie immer guten) Frühstück verzogen hat.

Als wir gegen 9:45 loslaufen ist es noch bewölkt. Später wird es wieder sehr sonnig und warm.
Ich habe mir an beiden Fersen üble Blasen gelaufen

und kann die Wanderschuhe nicht anziehen. Am Vortag ging es noch mit Tape, an diesem Tag geht nix mehr. Ich „baue“ die Trekkingsandalen ein wenig um (den Riemen hinter der Ferse entfernt) und laufe damit. Das klappt überraschenderweise recht gut.
Ein weiteres Desaster: Hannah muss ihr Handy neu starten, hat aber den PIN 2 mal falsch eingegeben. Sie hat den richtigen PIN vergessen. Nun ist „der Kontakt zur Zivilisation“ endgültig verloren. Das Leben scheint nicht mehr viel Sinn zu machen, die Instagram Flammen werden verlöschen. Weltuntergangsstimmung

.


Am Abzweig zum Rondvatnet, geradeaus gehts ins Langlupdalen weiter bis Björnhollia:

Nach 2 h machen wir eine längere Pause. Dann suchen wir die Stelle an der wir 2011 ein Foto gemacht haben, welches abgemalt als Ölbild zu hause hängt. Wir finden die Stelle, jedoch ist der See dieses Jahr ausgetrocknet. Nach einer Diskussion

, von welcher Position genau das Foto gemacht wurde, stellen wir es nach.
2018:

2011 (da war Wasser im See):

Von Hannah 2013 in Öl gemalt:

Danach laufen wir weiter zum See Rondvatnet, den wir 14:15 erreichen. Da wir uns die 2 h „oben rum“ über den Berg sparen wollen warten wir eine Stunde auf das Boot, welches von hier über den See zur Rondvassbu fährt. Es ist kurz bewölkt und es wird leicht kühl während wir warten.






Das Boot kommt pünktlich und wir werden an der Rondvassbu von strahlendem Sonnenschein empfangen. Wir gönnen uns wie immer eine Hopfenkaltschale und Eis. Irgendwie gehört das als Belohnung des Tages inzwischen dazu.



Da die Rondvassbu im Zentrum von Rondane zwischen den höchsten Bergen liegt und auch mit dem Mountainbike erreichbar ist, herrscht Hochbetrieb. Deshalb kommen wir auch nur noch in einem 16er Zimmer unter. Es sind wohl ca. 200 Leute für die Nacht auf der Hütte. Außerdem einige Zelte in der Umgebung.
Die Dusche tut gut

. Keine Zeitbegrenzung oder 10 NOK für 3 Minuten. Rondvassbu ist jedoch die einzige Hütte auf der Tour die nicht über ein Wasser-WC verfügt sondern noch üble Plumpsklos hat. Tagsüber läuft ein Hochleistungsgebläse, das wenigstens dafür sorgt, dass der Luftzug nicht wie üblich von unten aus dem „Loch“ kommt.
(Irgendwie scheint es ein physikalisches Phänomen zu sein das bei den Plupsklos der Wind normalerweise immer von unten kommt, durch den Fleecepullover bläst und wenn man nicht aufpasst das Klopapier zurückgeflogen kommt und am Hintern klebt

. Da macht sich jahrelange Erfahrung bezahlt!!!).
Ansonsten ist es hier sehr gemütlich und perfekt.
Das Abendessen ist wieder gut organisiert. Nach der Suppe gibt es Lachs, Kartoffeln und Salat. Elin bekommt als Vegetarier überbackenen Brokoli und Salat. Nach dem Essen führen wir in einer Sitzecke des schönen Aufenthaltbereichs an einem Tisch noch nette Gespräche mit Norwegern. Ein in Deutschland lebender Norweger erzählt über die Geschichte und Historie des Wanderns in Norwegen. Es war wohl früher den Privilegierten vorbehalten. Daher wird der Standard auch auf den bewirtschafteten Hütten hoch gehalten. Das Essen kann locker mit guten Hotels mithalten. Viele Norweger bestellen sich sogar eine Flasche Rotwein an den Tisch. Frisches Fjellwasser wird zum Essen kostenlos gereicht. Nach dem Essen gibt es zum Nachtisch noch Kaffee oder Tee

.
Die Nacht im 16er Zimmer ist nicht unangenehm. 2 Schnarcher

kann ich irgendwie wegignorieren bzw. höre etwas Musik mit dem I-Pod. Wir haben in den Alpen schon mit 50 Leuten auf einem Zimmer übernachtet, das war schlimmer.
Fortsetzung folgt....