Ich wünsche allen Usern und Administratoren ein gutes und erfolgreiches Neue Jahr.
5. Tag – 07. August 2018 Heute will ich über die schwedisch-norwegische Grenze! Wird ja auch langsam Zeit, finde ich.
Rechtzeitig um 08:30 Uhr komme ich vom Platz und bin nach wenigen Metern wieder auf dem Vildmarksvägen.

Die Strecke entlang dem Kvarnbergsvatnet und kurz danach am Kycklingvattnet ist schön; der Himmel strahlt im besten Blau. So funktioniert Urlaub. Insbesondere am Kycklingvattnet laden etliche Rastplätze zum Verweilen; aber ich will weiter und mittags über die Grenze nach Norwegen.





Aber zuvor mache ich noch einen kurzen Besuch am Brakkåfallet und am Gaustafallet. Beide Wasserfälle liegen fast auf der Strecke und sind auf alle Fälle einen Besuch wert.






Auf der Weiterfahrt kann ich ein Naturphänomen ausmachen, was mir bisher noch nie begegnet ist; der Schatten eines Kondensstreifens am Himmel. Sieht einfach phantastisch aus.

In Stora Blåsjön biege ich vom Vildmarksvägen ab und bin nach wenigen Kilometern an der „grünen Grenze“ zu Norwegen. Hier war ich bereits im letzten Jahr über die Grenze gefahren. Natürlich mache ich das übliche Beweisfoto.

Die ersten Berge Norwegens tauchen am Horizont auf und die Straße wird deutlich schlechter. Viel enger als in Schweden, kurvenreicher und Berg- und Talbahnfahrt. Ich spüre also: Ich bin angekommen. Damit will ich aber nicht sagen, dass es mir in Schweden nicht gefallen hat. Ganz im Gegenteil.

Aber weiter geht’s nach Norden. Ein kleiner Abstecher nach Røyrvik; ich hatte auf der Karte gesehen, dass es dort eine Kirche gibt. Das wäre mit Sicherheit ein Motiv für einer der künftigen Bilderrätsel.



Ich parke an der Kirche, finde auf der gegenüberliegenden Seite noch das Denkmal für den Theologen Hans Peter Schnitler Krag (1794 bis 1855) und überraschenderweise neben der Kirche den Hinweis auf das Røyrvik Bygdatun, also eine Ansammlung alter Bauernhäuser.

Die Sonne scheint, es ist still hier und die Kulisse über den Limingen ist phantastisch. Natürlich sind auch die Museumsbauten einen Besuch wert; ist aber auch schnell absolviert.






Weiter geht’s auf dem Fv 773 in Richtung E 6 und in Richtung des Nordlandporten. Kurz vor dem Steinfjellettunnel sehe ich etwas zu spät den Hinweis auf den Gamle Steinfjellveien, die alte Passstraße über das Steinfjellet. Ich liebe die alten Passstraßen, bin mir aber nicht sicher, ob ich diese Strecke über den Kleiva noch mit dem Pkw fahren kann. Ich hätte mich vor der Reise schlau machen müssen. Im Internet finde ich nur wenige Hinweise zu dieser Strecke. Baubeginn (1912) und Ausgangspunkt für schöne Wanderungen.
Also fahre ich durch den dunklen und 2,2 km langen Tunnel. Am Eingang des Tunnels befinden sich eine Lichtzeichenanlage und ein Tor, das bei „Grün“ den Eingang freigibt. Habe ich so auch noch nicht gesehen. Ich vermute, das soll Tiere davon abhalten, sich in den dunklen Tunnel zu begeben. Als ob es ein Ferist nicht auch getan hätte. Und merkwürdigerweise befindet sich eine derartige Absperrung nicht auf der anderen, der nördlichen Seite des Tunnels. Dafür bin ich auf einer Art Hochebene und der Wind bläst mir kräftig ins Gesicht. Bloß schnell weg hier.


In zehn Fahrminuten bin ich auch schon in Namsskogen und auf der E6 – jetzt nur noch immer Richtung Norden und zum Nordlandporten, dem Tor zum Nordland.


Eigentlich wollte ich dort an dem Rastplatz eine kleine Pause einlegen und eventuell etwas essen oder doch zumindest einen Kaffee trinken. Aber der Tourismuskiosk sieht überhaupt nicht einladend aus. Auch die Außenanlagen erinnern eher an einen schlechten Parkplatz. Das beste in der ganzen Einrichtung ist der Munch-Troll !! Gekauft habe ich ihn aber nicht.

Nach einer schnellen Geocach-Runde (ich sehe nämlich eine norwegische Familie mit ihren Geräten hilf- und ratlos hin und her laufen) fahre ich weiter. Schließlich liegen noch zweieinhalb Stunden Fahrzeit vor mir.


Die E 6 lässt dabei nicht überall Geschwindigkeiten zu – über weite Strecken gibt es Behinderungen wegen Bauarbeiten an der neuen Trassenführung, die erst 2021 fertig gestellt sein soll. Trotzdem wird jetzt schon fleißig Maut kassiert. Auf diesem kleinen Abschnitt vom Nordlandporten bis Dalsgrenda komme ich auf 114 NOK. Egal, man muss da ja lang. Und die Umgehung über den RV 75, den ich eigentlich fahren wollte, habe ich verpasst.

Der Campingplatz Yttervik ist, wie ich ihn noch vom letzten Jahr in Erinnerung habe, sehr schön. Alles gepflegt, alles sauber, alle nett und freundlich.


Natürlich kostet so ein Standard etwas. Aber besser ein paar Kronen mehr als sich ärgern oder gar ekeln.
Die 2-Personen-Hütte ist in Ordnung; Kochplatte, Wasserkocher, Kanister für Wasser. Eine kleine Veranda mit Tisch und zwei Stühlen lädt zum Draußen sitzen ein. Im Raum selber auch Tisch, zwei Stühle, zwei Betten mit Bettzeug. Aber ich benutze eh meine eigenen Sachen. Allerdings kein Geschirr, keine Gläser, keine Tassen, kein Besteck und auch keine Töpfe. Ob es so etwas in der Küche gibt, prüfe ich gar nicht erst. Ich bin autark und habe meine eigenen Sachen dabei. Finde ich eh hygienischer. Immerhin gutes und kostenloses WLan auf dem ganzen Platz.


Den Abend verbringe ich auf der Terrasse mit einer „geschmuggelten“ Dose Bier und Grillwurst.
Das Leben ist schön!