On the road

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: On the road

Beitragvon Ronald » Sa, 13. Sep 2014, 14:44

Danke Kumulus für den weiteren sehr schönen Bericht mit noch schöneren Fotos und Eindrücken!
Du schreibst:
"verpasse so den Besuch der Stabkirche in Ringebu"

Schade, denn dort steht die Statue von Kristin Lavransdatter - Grund genug wieder dorthin zu fahren.

Gruß
Ronald
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Re: On the road

Beitragvon HeRu » Sa, 13. Sep 2014, 16:06

Hallo Kumulus,
ich habe mich vor wenigen Tagen hier registriert und mich ein wenig schwer getan mit dem zurechfinden. Dann bin ich aber auf Deinen Reisebericht gestoßen. Ich konnte es noch nicht in ruhe lesen, habe aber Deine Bilder angesehen, die mir alle sehr gut gefallen. Ich würde auch gerne Berichte von meinen Reisen durch Skandinavien unterbringen und ich denke jetzt, dass ich hier richtig bin. Ich habe das gepackte Auto schon vor der Türe stehen und morgen früh geht es los nach Schweden (Öland eine Woche bei Freunden) dann 2 Tage Örebro, weiter am Siljansee vorbei nach Lilebo an der Nor/Schw. Grenze. Da habe ich auch Freunde und werde 14 Tage in einer Hütte wohnen. Deshalb kann ich jetzt Deinen Bericht nicht lesen, werde es aber nachholen.
Bis dahin viele Grüße
HeRu
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Re: On the road

Beitragvon Kumulus » Sa, 13. Sep 2014, 16:14

Danke für das positive feetback von dir, HeRu.
Ich wünsche dir eine gute Reise und fantastische Erlebnisse. Wir freuen uns alle auf deinen Bericht.
Und meinen findet du auch nach der Rückkehr sicherlich noch vor.
Im Übrigen - Laptop mitnehmen. Die allermeisten Campingplätze habe kostenfreies W-Lan.
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Re: On the road

Beitragvon Kumulus » Sa, 13. Sep 2014, 18:48

16. Tag

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Am darauffolgenden Tag besuche ich den Nigardsbreen. Das ist eine von vielen Gletscherzungen des Jostedalsbreen, Europas größtem Festlandsgletscher. Aber es scheint, dass es der einzige Gletscher ist, an dem man noch mühelos herankommen kann. Alle anderen Gletscher sind vom Klimawandel so zurück gedrängt, dass man sie nur noch von Weitem bestaunen kann.

Vom Campingplatz fahre ich zunächst bis zum Breheimsenter, um mir dort ein Ticket für eine Eis-wanderung zu kaufen.

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Das Breheimsenter ist ein Museum und eines von drei Besucherzentren für den Jostedalsbreen Nationalpark. Natürlich alles ergänzt durch einen kleinen Souvenir-Shop und einen guten Imbiss (Restaurant würde ich das nicht nennen mögen, was dort serviert wird).

Ich entscheide mich für die kleine „Family-Tour“ und mache mich auf den Weg zum Nigardsbreen. Dafür nutze ich die ca. 4 km lange und mautpflichtige Straße (50 NOK), die inzwischen mit einer automatischen Schranke versehen wurde.

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Der Parkplatz ist am Vormittag schon gut gefüllt. Letzte Möglichkeit für einen Toilettengang wäre hier auch noch gegeben. Später auf dem Eis ist das ungeschützt sicherlich etwas unangenehm (für alle Beteiligten).

Ich rüste mich mit Proviant, Wanderschuhen und los geht’s. Das kleine Bötchen, das die Strecke vom Parkplatz bis zum Gletscher in etwa um die Hälfte abkürzt nutze ich nicht. Erstens will ich den Wanderweg selber gehen und zweitens ist mir das zu teuer. Und als dritten Grund könnte ich noch anführen, dass es gerade abgelegt hat und ich nicht auf seine Rückkehr warten will.

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Der Wanderweg zum Gletscher ist gut ausgebaut und sehr gut mit dem roten „T“ markiert. Er führt eigentlich immer am Ufer des Nigardsbrevatnet entlang und ist ungefähr 1,5 km lang. Zwischendurch gibt es kleinere Felsen zu überwinden; dafür sind Stufenleitern errichtet und hin und wieder auch mal einfach nur eine Alu-Leiter über einen kleinen Bachlauf gelegt. Insgesamt ist der Weg – je nach Kondition – mühelos in gut 45 bis 60 Minuten zu schaffen.

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Der Gletscher selber ist nach dem schrecklichen und tragischen Unglück Anfang August weiträumig abgesperrt. So dicht, wie es Karin und Joachim Beetz auf ihrer Homepage http://www.norwegenerlebnisse.de/index.html beschreiben, kommt man künftig wohl nicht mehr ohne Führer an den Gletscher heran.

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Ich begebe mich auf die linke Seite, bin stolz, dass mir der „todesmutige“ Übergang über die wackelige Hängebrücke über den Gletscherfluss nichts ausmacht und erreiche schnell den Ausgangspunkt für die geführte Gletscherwanderung.

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Zu den Wanderungen selbst hat Mainline bereits einen sehr gelungenen und ausführlichen Bericht gepostet. Ich will das hier nicht wiederholen und belasse es bei zwei/drei Bildern.

viewtopic.php?f=45&t=27256&p=241078&hilit=Blaueis+Tour#p241078

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Die einstündige Family-Tour ist vielleicht ein klein wenig zu kurz und nicht intensiv am bzw. im Eis. Aber für einen Anfang fand ich das schon ganz gut. Und es vermittelt einem ein gutes Gefühl von den Naturgewalten und dem gigantischen Ausmaß des Gletschers. Für mich war das sehr beeindruckend und einer der schönsten Touren, die ich in Norwegen bisher unternommen habe.
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Re: On the road

Beitragvon Ronald » So, 14. Sep 2014, 10:27

Toll, die Gletscherfotos. Aber die Brücke wäre schon nichts mehr für mich.
Gruß
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Re: On the road

Beitragvon Katten » So, 14. Sep 2014, 14:48

:D Das ist doch eine sehr schöne Brücke!
Schau mal diese: Bild
vennlig hilsen,
Katten
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Re: On the road

Beitragvon Kumulus » Mo, 15. Sep 2014, 14:09

17. Tag

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Die Fahrt durch das enge Jostedal ist allein schon den „Abstecher“ zum Nigardsbreen wert. Einge-rahmt von den hohen Bergen schlängelt sich die Straße immer entlang der türkisblauen Jostedøla. Man möchte am liebsten alle 100 Meter anhalten und die fantastische Aussicht genießen. Die Stre-cke vom Campingplatz bis nach Gaupne am Lusterfjord ist nur 30 km lang, aber ich benötige mit meinen ständigen Anhalten, Aussteigen und Bestaunen fast eine Stunde für diesen Abschnitt.

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Auch nach dem Jostedal bleibt es schön. Die Sonne scheint und der Lustrafjord, ein Seitenarm des Sognefjord strahlt in der Morgensonne. Hier beginnt der Nasjonale Turistvegen, der Sognefjellvegen, der mich im Verlauf seiner Strecke bis auf 1.434 Meter bringen wird. Sie ist damit der höchste Gebirgspass Nordeuropas.

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Am Rastplatz bei Nes mache ich meinen ersten Zwischenstopp und genieße den Blick auf und über den Fjord sowie auf den 218 Meter hohen Feigumfossen.

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In Skolden liegt ein kleiner Kreuzfahrer an der Pier und zahlreiche Touristen laufen lustlos und gela-ngweilt durch den Ort. Ein paar Touris treffe ich dann noch kurz vor Vassbakken; vermutlich wegen des dort befindlichen Wasserfalls.

Ich begebe mich mit meinem Gespann hinauf in die Bergwelt. Mein Golf zieht den kleinen Eriba-Touring mühelos durch die Serpentinen. Natürlich gibt es unterwegs die obligatorischen Foto-Stopps; so zum Beispiel von Fortun und am Turtagro Hotel.

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Die Straße und das Panorama der Bergwelt sind gigantisch. Ich war diese Strecke bereits im Juni 2012 schon mal gefahren, aber da dominierte auf der Strecke und an den Parkplätzen noch der Schnee, der jetzt geschmolzen war. Am Prestesteinsvatnet mache ich das übliche Touristenfoto, das ich dann am Abend mit dem aus dem Jahr 2012 vergleiche.

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Die Passstraße fasziniert mich so sehr, dass ich immer wieder anhalte und mir diese Welt des Jotunheimen anschaue.

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Direkt auf dem Gipfel beim Storevasskrysset befindet sich der Rastplatz Mefjellet mit der Kunstinstallation in Form eines Quaders. Ich mache hier eine weitere Pause und genieße die Aussicht auf den Fanaråken und die umliegenden Berge. Schließlich stelle ich fest, dass es in dieser Höhe empfindlich kalt ist. Das sind schon fast Winterwetter-Temperaturen und so fahre ich weiter nach Lom. Das Thermometer in meinem Golf zeigte 7 Grad an.

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Die Landschaftsroute über das Sognefjell bleibt schön, auch wenn sich ihr „Aussehen“ mit dem Abstieg natürlich wieder ändert.

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Die kleine Ortschaft Lom lasse ich „links“ liegen und fahre weiter in Richtung Otta. Die Stabkirche in Lom hatte ich schon vor zwei Jahren besichtigt und so viel wird sich in der Zwischenzeit nicht verän-dert haben. Mein Etappenziel ist der Besseggen Fjellpark Maurvangen unmittelbar an der RV 51. Ich fahre also am Vågåvatnet von der RV 15 auf die 51. Die Straße ist leicht zu fahren. Bevor ich mein Ziel erreiche mache ich einen Abstecher zur Ridderspranget.

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Der Ridderspranget ist eine etwa zwei Meter breite Engstelle über den Gebirgsfluss Sjoa. Dieser schießt wiederum acht Meter darunter mit lautem Getöse durch eine Schlucht den Berg hinab. Ein gigantisches Schauspiel der Natur. Der Name geht zurück auf eine norwegische Sage, in der ein Ritter ein Mädchen „raubte“ und sich vor seinen Verfolgern mit einem beherzten Sprung über diese enge Stelle schützte.

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Der Aussichtspunkt ist leicht zu finden. Von der RV 51 geht ein kleiner Waldweg ab, der bei einem Parkplatz endet. Dort könnte man, wenn man will, sicherlich auch über Nacht stehen. Allerdings finde ich die Gegend mitten im Wald nicht ganz so verlockend für eine Übernachtung.

Ridderspranget liegt etwa 30 Kilometer von Maurvangen entfernt. Und so erreiche ich den Campingplatz am frühen Abend, ärgere mich dort über die maßlosen Preise. Für alles muss man extra zahlen. Die nutzen ihre Alleinstellung am Besseggen ganz schön aus.

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Re: On the road

Beitragvon KaZi » Mo, 15. Sep 2014, 17:37

Wunderschön. Jetzt hat mich aber ganz schön der Neid gepackt. :wink:
Gruß Karsten


http://www.kazis-seite.de
"Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen und »SCHEISS GÖTTER!« zu rufen." (Terry Pratchett)
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Re: On the road

Beitragvon Kumulus » Di, 16. Sep 2014, 8:40

18. Tag

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Heute beginnt bei mir gedanklich schon die Rückreise. Deshalb plane ich, dem Süden Norwegens ein Stückchen näher zu kommen, damit ich bei der Rückfahrt von Langesund nach Hirtshals nicht so eine lange Anreise habe. Ich entschließe mich, dafür bis nach Gvarv zu fahren, auf dem von Karin und Joachim Beetz immer wieder empfohlenen „Barnascamping“.

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Doch zunächst statte ich dem Anleger an dem Gjende einen kurzen Besuch ab und bewundere das Panorama. Heute ist ein traumhaft schöner Tag, da macht die Tour über den Besseggen bestimmt doppelt so viel Spaß. Ich hatte, nachdem ich Hubi’s Bericht zum dritten Mal gelesen habe, mich entschieden, diese Tour gar nicht erst zu probieren. Nach den Informationen im Internet ist der Besseggen 17 km und die Wanderung mit einem Höhenunterschied von knapp 1.000 Metern dauert in der Regel 7 Stunden. Ich weiß, dazu bin ich konditionell nicht in der Lage. Also bleibe ich am Ausgangspunkt dieser Wanderung und genieße einfach nur das phantastische Panorama.

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Anschließend geht es auf dem Nasjonalen Turistvegen Valdresflye nach Fagernes. Eine traumhafte Strecke, bei der man tatsächlich das Gefühl hat, zu schweben. Natürlich gibt es auch hier künstleri-sche Installationen, wie den „Rock on Top of another Rock“.

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Kurz vor Fagernes mache ich einen Boxenstopp an der Hegge Stavkyrkje aus dem 13. Jahrhundert.

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Über Fagernes und Gol setze ich meine Fahrt fort und entscheide mich spontan für einen „Abste-cher“ über Haglebu und das Eggedal, statt der ruhigeren und sicherlich leichter zu befahrenden RV 7. Dafür biege ich bei Bromma auf den Fv 211 ab und schlängel mich wieder einmal den Berg hinauf. Diesmal empfinde ich es allerdings als lästig, komme ich doch so gar nicht gut und schnell voran.

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Oben auf dem Gebirgspass die Überraschung durch den Straßenbau. Eine neue Schwarzdecke musste es sein und ich durfte 30 Minuten warten und dann mit einem Begleitfahrzeug die Baustelle passieren. So etwas habe ich in Deutschland auch noch nicht erlebt.

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Über Kongsberg und Notodden erreiche ich zum späten Nachmittag Gvarv und Barnascamping. Dort hat bereits die Nachsaison begonnen. Die Anmeldung füllt man jetzt selber aus und das Geld für die Übernachtung (150 NOK pauschal) legt man einfach in eine Kassette. Es geht also auch unbürokratisch.

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Re: On the road

Beitragvon Viking » Di, 16. Sep 2014, 19:42

Sehr schöner Reisebericht, klasse Fotos und der Wohnwagen ist ja total knuffig! :)
><((((º> Jörg <º))))><
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Re: On the road

Beitragvon Kumulus » Mi, 17. Sep 2014, 10:15

19. Tag und Rückreise

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Am letzten Tag vor der Rückreise fahre ich etwas plan- und ziellos durch die unmittelbare Umgebung. So lande ich relativ schnell bei den Telemarkschleusen in Ulefoss und Vrangfoss. Aber zuvor schaue ich mir den Ort Gvarv an – im Grunde genommen auch so eine Kommune, in der eigentlich nichts los ist. Aber es gibt einen guten Bäcker, versteckt in einer Seitenstraße, mit leckeren Wiener Brød.

Ulefoss hat gegenüber Gvarv schon ein wenig mehr zu bieten. Immerhin gibt es ein „Sentrum“, was immer sich dahinter verbergen mag. Ich kann nur einen Supermarkt und einen Textilshop sowie ein Sportartikelgeschäft ausmachen. Und auch hier „tote Hose“.

In der Nähe der Telemarkschleuse besuche ich einen Kunst- und Håndverksmarked, der auch Bezüge zur Heilsarmee haben muss. Zumindest weisen einige Ausstellungsstücke deutlich darauf hin.

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Ein Erlebnis der besonderen Art habe ich, als ich meine Neugierde nicht bezähmen kann und mehr als nur einen Blick auf den Holden Gård werfe. Holden Gård ist ein Herrenhaus mit einem fantastischen Park, der allerdings in Privatbesitz ist und nicht betreten werden darf. Schilder oder Hinweise zu diesem Umstand gibt es allerdings nicht.

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Ich spaziere also durch diesen Park, mache ein paar Fotos und stehe unvermittelt zwei Bodygards gegenüber, die mir unmissverständlich zu verstehen geben, dass ich hier nichts zu suchen habe.

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Später lese ich im Internet nach, dass der Besitz seit dem 18. Jahrhundert der Familie Cappelen gehört, einer der reichsten Familien Norwegens.

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Meine Rundreise durch die unmittelbare Umgebung führt mich zum Nachmittag nach Bø i Telemark, touristisch bekannt durch das Sommerland. Allerdings ist Bo auch Hochschulstandort und hat ein kleines Museum drei Kilometer vor den Toren der Stadt. Dorthin begebe ich mich, muss aber feststellen, dass auch hier die Nachsaison begonnen hat. Alles geschlossen – seit dem 17. August gibt es keine Öffnungszeiten mehr. Ich schau mir die Häuser von außen an und besuche den Oterholtfossen. Ansonsten genieße ich die Schönheit der Telemark.

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Einmal geht auch der schönste Urlaub zu Ende und ich fahre gegen Mittag zum Fähranleger nach Langesund, wo mich die M.S. Stavangerfjord pünktlich um 15.00 Uhr aufsammelt. Die Überfahrt verläuft sehr ruhig; nur das Büfett der Fjordline ist ein „Schmarrn“. Ich war enttäuscht.

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Drei interessante und abwechslungsreiche Wochen liegen hinter mir. Ich habe viel gesehen und bin sehr viel „on the road“ gewesen; habe allein in Norwegen über 3.200 Kilometer abgerissen. Aber das Land ist groß und die Attraktionen liegen nicht alle dicht beieinander. Einen nicht unerheblichen Teil auf den Nasjonalen Turistvegen, die wirklich phantastisch sind. Aber auch die kleinen Landschaftsrouten, wie der Peer-Gynt-Vegen oder der Friisvegen sind einen Abstecher wert.
Von der Landschaft her haben mich das Romsdalen und auch das Eikesdalen am meisten beeindruckt. Das ist Norwegen pur.

Das Reisen mit dem kleinen Eriba Touring hat mir gut gefallen und mir ein großes Maß an Flexibilität verschafft. Besonders die Mobilität mit dem eigenen Fahrzeug ist schon sehr schön.

Jetzt heißt es wieder planen und Geduld haben, bis es im kommenden Jahr, wieder nach Norwegen geht.
Bei euch bedanke ich mich für das Interesse und die freundlichen Kommentare.

Vielen Dank
Martin
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Re: On the road

Beitragvon Mera » Mi, 17. Sep 2014, 11:53

Vielen Dank für den tollen Bericht!
Jetzt bin ich auch etwas traurig, dass es "schon" vorbei ist.
Bin sehr gerne "mitgereist". :)
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Re: On the road

Beitragvon Pfalzcamper » Mi, 17. Sep 2014, 16:04

Ganz grosses Lob, Martin!

Man merkt, dass du dich sehr mit deiner Reiseroute auseinandersetzt, viel Wissenswertes "drumherum" in Erfahrung gebracht und dem Leser vermittelt hast.

Und der Touring ist doch fast ein Troll :wink: ( nicht nach Sagenmassstab, sondern nach Eriba-Firmengeschichte )
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Wo ein Willi ist, ist auch ein Weg!
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Re: On the road

Beitragvon Katten » Mi, 17. Sep 2014, 19:48

Hei Martin!
Vielen Dank für Deinen spannenden Bericht! Du hast Dir so viel Mühe gegeben damit. :super:
So viele Orte habe ich wiedererkannt und hab jetzt extremes Fernweh......

Mein Eriba ist ein Pan....vielleicht hol ich Ihn doch nochmal aus der Scheune :?:
vennlig hilsen,
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Re: On the road

Beitragvon Schnettel » Fr, 19. Sep 2014, 12:36

Kumulus hat geschrieben:einen guten Imbiss (Restaurant würde ich das nicht nennen mögen, was dort serviert wird).
:lol: Naja, in Norwegen nennt man wohl alles, wo es was zu Essen gibt, Restaurant. Genauso, wie an den Plumpsklo's am Strassenrand "WC" dran steht... ;-)

Toller Bericht! Wunderschøne Fotos! :super:
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