Endelig sommer i Norge!

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Endelig sommer i Norge! Teil 13

Beitragvon Ronald » So, 12. Nov 2017, 17:29

Teil 13 - Endelig sommer i Norge
Tag 24 – 9. Juni 2017 – Kirkenes – Neiden – Varangerbotn – Tana bru

Von Kirkenes, unserem Wendepunkt der großen Reise, ging es zurück nach Tana bru, zu unserer nächsten Unterkunft.
Erster Foto- und „Lern“-Stopp war Neiden, die skolt-samische Siedlung Skoltebyen. Die Skoltsamen unterscheiden sich von den anderen samischen Volksgruppen durch ihre Sprache, die zur finnisch-ugurischen Sprachgruppe gehört, sowie durch ihre orthodoxe Religion. Man schätzt, dass noch etwa 1.000 Skoltsamen existieren, die meisten in Finnland und Russland und nur noch 100 Skoltsamen in Norwegen. Daher geht man davon aus, dass in Norwegen die skolt-samische Sprache nicht mehr gesprochen wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Skoltsamische_Sprache

In Skoltebyen stehen mehrere über 100 Jahre alten Häuser und Ställe, die sämtlich unter Denkmalschutz stehen. Es sind vor allem die russisch-orthodoxe St. Georgs-Kapelle, der Kirchhof, Überreste einer Rauchsauna sowie mehrere Gammen.

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St. Georgs-Kapelle Skoltebyen

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St. Georgs-Kapelle Skoltebyen

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Skoltebyen

Das Museum Skoltebyen, also Stadt bzw. Dorf der Skolten, liegt am Skoltefossen, der Wasserfall, dem wir auf der Fahrt nach Kirkenes schon einen Besuch abgestattet hatten. Nur gut, dass wir dort in der Sonne fotografiert hatten, denn heute schien die Sonne nicht so „pralle“.

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Skoltefossen

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In Neiden steht eine recht eigenartige Kirche: Neiden Kapelle. Sie wurde 1902 im Stil einer Stabkirche gebaut und weist an den Fassaden viele Elemente der „norwegischen nationalromantischen Architektur“ auf – so der Text der Erklärung vor der Kirche. Sie wurde u.a. auch deswegen gebaut, um das norwegische Gegengewicht zu den in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingewanderten Kvænen aus Finnland zu stärken, denn die Kvænen waren sog. „Læstadianer“ mit eigenen Predigern aus Finnland. Siehe hierzu auch den Bau des Internats in Strand (Tag 22 – 7. Juni).

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Neiden Kapelle

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Norwegische nationalromantische Architektur

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Ein weiterer Grund für den Bau war die Fertigstellung der russischen Kirche in Boris Gleb in 1874, die Platz für mehr Menschen bot, als in der Region lebten, was wiederum als Ausdruck der russischen Expansion gesehen werden kann.
Der Architekt Karl Norum zeichnete also eine Kirche als Ausdruck der „norwegischen Kultur in der nationalen Zusammengehörigkeit in einem Grenzgebiet“ – so das Informationsblatt der Kirche. Auf jeden Fall ist sie ganz nett anzusehen. Leider war sie nicht geöffnet.

Nun ging es zurück nach Varangerbotn. Auf dem Wege dorthin wurden wir nur durch eine Straßenbaustelle und ein paar Rentiere gestoppt.

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Jetzt wollten wir uns das „Várjjat Sámi Musea“, das Varanger Samische Museum in Varangerbotn ansehen, denn obwohl wir 2013 für fünf Übernachtungen in Vadsø waren, hatten wir es nicht zum Museum geschafft.

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Das Museum soll die Geschichte und Kultur der See-Samen (Sjø-Sámi), die Geschichte der Finnmark und die Handwerkskunst der Sami vermitteln. Es geht um den Glauben und die frühe Mythologie, die samische Gesellschaftsstruktur und die Haupterwerbsquellen, wie Rentierzüchtung, Fischfang und Viehzucht.
Darüber hinaus dient das Museum als Kommunikationszentrum mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen.
Im Museum sind viele Ausstellungsstücke, Fundstücke, Werkzeuge, Haushaltsutensilien, Jagd- und Fischgeräte, die mit verschiedenen Licht- und Toneffekten eindrucksvoll dargestellt werden. Die Darstellung erfolgt in verschiedenen „Zeitzonen“ und beginnt mit dem eisfreien Land nach der letzten Eiszeit, gefolgt von den ersten Ansiedlungen, dem Ende der Steinzeit, der „Siida“-Organisation – also die Gemeinde – der Rentierjagd und –zucht, der Darstellung der Varanger-Sami um 1900 herum und der See-Samen um 2000 herum. Im Außengelände laden dann noch einige Hütten, Gammen und Trocknungsgestelle zum Anschauen ein.

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Kurz: Wir haben wieder viel gelernt!

Jetzt mussten wir uns erstmal mit einer Waffel und Kaffee im Varangerkroa stärken, gerade noch rechtzeitig bevor eine gewaltige Busladung von norwegischen Ausflüglern eintraf.
Weiter ging’s. Ein Blick auf das Entfernungsschild nach Hamningberg, Vardø und Vadsø weckte Erinnerungen an unsere erste lange Norwegenreise 2013.

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Wir warfen noch einen Blick auf den Varangerfjord und auf die Jakobselvvidda, bevor wir endgültig Abschied von Varanger nahmen.

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Varangerbotn

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Jakobselvvidda 520 m

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Jakobselvvidda 520 m

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Rovvejávri an der E 6

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Rovvejávri an der E 6

Zuerst war ich etwas irritiert ob des Namens Jakobselvvidda, denn die Jakobselv fließt doch in Sør-Varanger. Aber schließlich habe ich noch einen kleinen Fluss gefunden, der hier fließt und ebenso heißt.
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Vor der Ankunft in Tana bru machten wir noch einen Abstecher nach Polmak zum Museum mit Häusern aus dem 18. Jahrhundert und zur Polmak Kirche aus dem Jahr 1853. Polmak liegt nur 2 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt.

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Polmak Museum

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Polmak Kirche

Wir trafen recht früh am Hotel ein, so dass wir noch Zeit für Einkäufe hatten und auch noch tanken konnten. Am Abend gab’s dann eine hausgemachte, leckere Lasagne mit Salat und Brot.
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Und hier ist der Fahrtverlauf des Tages.

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Tag 25 – 10. Juni 2017 – Tana bru – Kongsfjordfjell - Berlavåg og retur

Wir hatten zwei Übernachtungen in Tana bru gebucht, weil wir von hier aus einen „Pflichtausflug“ nach Berlevåg machen wollten: Noch einmal über das verschneite Kongsfjordfjell nach Berlevåg, um dem Arctic Glasstudio und Daniela Salathé einen Besuch abzustatten. Dazu waren zwei Übernachtungen in Tana bru nötig.
Um 10.00 Uhr ging es los und wir fuhren entlang der Tana auf dem FV 890 um Rødberget herum.

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FV 890

Das 330 m hohe Bergmassiv macht seinem Namen alle Ehre: Es ist aus rotem Gestein.

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Hier oben fließt die Tana in die Barentssee und es heißt, dass das Delta der Tana eine der größten Flussmündungen Europas sein soll.

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Eidefjellet 523 m mit Storsand

Nachdem wir das Storfjellete mit dem Rødberget umrundet hatten, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite des Store Leirpollen die größte Mine Norwegens: Hier baut Elkem Tana Quarzit in großen Mengen ab.

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Quarzit-Mine Tana
Aus der Luft sieht man erst, wie groß diese Mine ist:

https://www.google.de/maps/place/Auster ... 28.4869312

Um 11.00 Uhr erreichten wir den Veibom mit der Tafel, auf dem im Winter die Kolonnenzeiten angegeben sind.

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„kolonnetider“

Hier habe ich einen Link mit entsprechender Erklärung zum „kolonnekjøring“ also dem Fahren in Kolonne gefunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kolonnekj%C3%B8ring

Man sollte sich schon sehr genau überlegen, im tiefen Winter über diese Passstraßen zu fahren.
Aber auch wir waren kurze Zeit später wieder im Winter, wenn auch bei geräumten Straßen: Auf dem 326 m hohen Kongsfjordfjellet.

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Hier war echt noch Winter, weite Ebenen total vom Schnee bedeckt, die Hütten teilweise bis zur Dachrinne im Schnee eingeschlossen und das Autothermometer zeigte +2°C an.

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Das Autothermometer zeigte 2° C an – wie in Rondane.

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Eingeschneites Haus

Auch hier muss man höllisch aufpassen, denn die Rentiere unterscheiden sich in ihrer Farbgebung nicht gerade kontrastreich zum weißen Schnee und den grau-bräunlichen Straßenrändern.

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Rentiere

Auf dem Geatnjajávri, einem 220 m tiefen See, saß auf der Eisdecke ein Mann auf seinem Schemel und war am Eisangeln. Daneben steckte sein Eisbohrer im Eis. Friluftsliv pur - norwegischer Lebensstil und Philosophie!

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Eisfischer

Das Hinweisschild, dass es sich bei dem See Geatnjajávri um ein Trinkwasserreservoir handelt, war ebenfalls eingeschneit und man konnte auch nicht die Uferkonturen erkennen.

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Langsam bahnte sich der Nástejohka seinen Weg durch die Schneedecke.

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Nástejohka

Gegen 11.30 Uhr erreichten wir den Vesterbotn am Kongsfjord.

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Es war nieselig und kalt. Jetzt ging es auf der „Arctic Sea Route“ – so die Bezeichnung durch die nordnorwegische Touristeninformation – Richtung Berlevåg.

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Arctic Sea Route

Die Kobbkrokhøgda mit ihren bizarren Felsformationen, ähnlich denen auf der Straße nach Hamningberg, faszinierte uns wieder aufs Neue.

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Kobbkrokhøgda

Kurz vor Sandfjorden begegneten wir wieder Rentieren, dieses Mal mit ganz jungen.

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Etwa 5 km vor Berlevåg steht das Kjølnes Leuchtfeuer mit den Häusern der ehemaligen Leuchtfeuerstation. Heute ist das, nach seiner Zerstörung durch die Deutschen, 1949 wieder aufgebaute Leuchtfeuer automatisiert und die ehemaligen Leuchtfeuerwärterhäuser – was für ein langes Wort – werden als Gästehäuser vermietet, seit 1994 die letzten Leuchtfeuerwärter abgezogen wurden.

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Nun erreichten wir Berlevåg.

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Wir wunderten uns, dass der Hafen voller Fischkutter war, denn es war ja Sonnabend und da fahren die Fischer ja raus, um den „Segen des Meeres“ einzuholen. Den Grund, erfuhren wir gleich.

Um 12.20 Uhr standen wir vor dem Glasstudie in Berlevåg. Das Glasstudio war geöffnet, Daniela aber auf Urlaub in der Schweiz.

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Wir suchten nun Geschenke für die Kinder aus, denn Weihnachten stand in sechs Monaten vor der Tür. Und jetzt lasse ich mal meine Frau berichten:

„Mittendrin beim Einpacken der Geschenke fragt die Vertreterin von Daniela uns plötzlich: „Kennen Sie den Berlevåg Männerchor?“ Klar kennen wir den. Wir haben sogar eine DVD von diesem Chor. Unter dem Motto „Heftig og begeistret“ oder „Cool and Crazy“ aus dem Jahr 2001 ist der Chor international bekannt geworden. Nach dem Erscheinen des Films, trat der Chor in den USA, Deutschland, Schweden und Großbritannien auf.
„Dieser Chor“, fährt die Frau fort, „feiert heute sein 100-jähriges Bestehen und gibt deshalb ein Konzert im Dorfgemeinschaftshaus. Das beginnt um 14 Uhr. Wenn Sie das interessiert, können Sie dort hingehen. Der Eintritt ist frei.“


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Na, das ist doch ein Vorschlag! Natürlich gehen wir dahin. Eine solche Gelegenheit darf man doch nicht verstreichen lassen. Erfreut bedanken wir uns für den Tipp und machen uns auf den Weg zum Dorfgemeinschaftshaus. Dort ist schon einiges los. Fast das ganze Dorf hat sich dort versammelt und besetzt die langen Tischreihen. Wir halten uns im Hintergrund, auch um besser fotografieren und filmen zu können. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Der lange Tisch bricht unter der Last der enormen, von den Berlevåger Frauen gebackenen Torten fast zusammen. Immer wieder wird Nachschub herangeschafft. Meine Güte, die Frauen haben sich ja mit ihren Backkünsten gegenseitig übertroffen.

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Wir verdrücken unser Tortenstück und dann wird es spannend. Der Chor nimmt Aufstellung. Die Herren sind alle schon etwas älter, einer wird sogar von einem anderen gestützt. Was soll man auch machen in einem Ort wie Berlevåg, wenn man zu alt ist, um zum Fischfang hinauszufahren? Auf der DVD ist eine Szene zu sehen, wie die Männer bei Kälte, Sturm und Schneetreiben an der Mole stehen und ihre Lieder schmettern. Dahinter tost das Meer. Dieses Bild haben wir vor Augen, als sich die Männer in Bewegung setzen, durch die Tischreihen gehen und auf der Bühne Aufstellung nehmen. Von der Ansprache verstehen wir zwar nichts, doch was macht das schon. Das Gefühl, inmitten der Einheimischen einem Konzert lauschen zu dürfen, ist unschlagbar. Und so folgen wir „heftig og begeistret“ den Sangeskünsten der Berlevåg Mansangsforening.“

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Anschließend erfolgte ein Auftritt eines gemischten Sami-Chors, gekleidet in ihren traditionellen Koften, sowie eines gemischten Chors.

Hier habe ich einen Link gefunden, der mit Ausschnitten aus dem Jubiläumskonzert einen kleinen Einblick gibt:

http://www.berlevaagnytt.com/?p=13576

Und hier ist noch ein Artikel von nrk.no über dieses Jubiläum – in Norwegisch.

https://www.nrk.no/finnmark/filmstjerne ... 1.13553633

Ein unerwartetes und daher unschlagbares Erlebnis unserer Reise!
Und daher die erste Auflösung des Titels: Es war „Heftig og begeistret“!!!
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Dennoch wurde es Zeit den Rückweg nach Tana bru anzutreten. Wir fuhren wieder zurück über das Kongsfjordfjell und machten einen Fotostopp an der rauschenden Kongsfjordelva.

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Kongsfjordelva

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Um 17.00 Uhr waren wir wieder zurück in Tana bru, rechtzeitig, um die Geschenke nun vernünftig in der Dachbox zu stauen, ohne dass diese Schaden nehmen würden, und anschließend die Fotos vor dem Abendessen zu sichern und zu sichten.

Am nächsten Tag würde es dann weitergehen nach Lakselv. Heute Abend aber hatten wir Halbzeit, wir waren schon 25 Tage unterwegs, weitere 25 Tage sollten noch folgen.

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Fahrtverlauf über das Kongsfjell.

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Fortsetzung folgt.
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Kumulus » So, 12. Nov 2017, 18:50

Großartig !!!

Ich bin wiederholt sprachlos. Winter Mitte Juni - das ist doch kaum zu glauben. Wie unwirklich das alles (auf mich) wirkt. Unwirklich und faszinierend zugleich.

Mit dem Jubiläumskonzert in Berlevåg habt ihr ja richtig Glück gehabt. Sicherlich mit einem Gänsehautfeeling. Oder? Ich kann euch gut verstehen, das so ein Erlebnis nachhaltig wirkt.

Danke
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Kumulus
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon syltetoy » So, 12. Nov 2017, 20:45

Wirklich wunderbar dein Reisebericht... vielen Dank
syltetoy
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Endelig sommer i Norge! Berlevag

Beitragvon Ronald » So, 12. Nov 2017, 21:26

Moin,
Danke für die Rückmeldungen!!!
Gänsehautfeeling: Es war mehr als das. Wir haben dort noch eine CD von denen gekauft und sind mit den Melodien über das Kongsfjordfjell nach Tana bru gefahren. Einmalig – so ein Erlebnis!!!
Das war schon toll!
Morgen, Übermorgen geht es weiter.
Gruß
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Voronwe » Mo, 13. Nov 2017, 10:54

Interessanter Bericht, vor allem wie es da oben dann doch noch im Mai aussieht.

BTW: In Finnland hättet Ihr kein Problem mit dem Geld gehabt, denn die haben den Euro
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon gudrun55 » Mo, 13. Nov 2017, 11:42

Alle Achtung, das ist ja kein Reisebericht mehr, sondern eine richtige Reisereportage! Sehr interessant und auch locker geschrieben, toll zu lesen.

Und viele Orte haben wir auch schon besucht, da kann ich in Erinnerungen schwelgen.

Vielen Dank, ich warte gespannt auf die Fortsetzung! gudrun55
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Ronald » Mo, 13. Nov 2017, 12:00

Moin,
Danke Gudrun55! Jetzt kommen noch 25 Tage, allerdings geht es dann erst einmal westwärts und dann nach Süden.

@voronwe: Das war ja auch mehr so eine Wortspielerei :D
Gruß
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Rapakiwi » Mo, 13. Nov 2017, 12:55

Was für ein umfangreicher Bericht!
Du steckst so unglaublich viel Zeit in das Schreiben der Texte und Hochladen der Fotos, um uns an eurer tollen Reise teilhaben zu lassen, dass ich, auch wenn noch 25 Tage folgen, schon mal jetzt ein fettes Dankeschön hier platzieren möchte!
:super: DANKE!! :super:
Es ist ungemein informativ und spannend, euch auf dieser Tour begleiten zu dürfen!
Ha det bra
Anja
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Ronald » Mo, 13. Nov 2017, 13:02

Moin, Anja,
Danke!!!
Aber jetzt als Rentner habe ich ja Zeit, denn die Kalender (11 Wochenkalender mit 55 Fotos und 20 Fotokalender mit 13 Fotos) sind fertig gedruckt, gebunden und geklebt sowie eingepackt. Jetzt warten nur noch 51 Weihnachtskarten darauf beschrieben und auf den Weg gebracht zu werden.
Und da das Wetter in den letzten Tagen ja auch nicht so pralle war, habe ich mich denn mal daran gesetzt den Bericht endlich mit Fotos und Infos zu versehen. Macht auch richtigen Spaß, die Reise noch einmal geistig zu verfolgen.
Herzliche Grüße von Hamburgs Stadtrand (also S-H) nach S-H.
Ronald
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon inesmstaedt » Mo, 13. Nov 2017, 16:47

Hallo Ronald,

Deinen Reisebericht habe ich schon mit Spannung erwartet. Und ich bin begeistert! :D
Super informativ mit vielen wunderbaren Fotos; wie bereits gudrun55 schon sagte, eher eine Reportage als ein Bericht.

Ganz toll, Ronald, danke, dass Du uns teilhaben lässt. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!
LG Ines
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Endelig sommer i Norge! Teil 14

Beitragvon Ronald » Mo, 13. Nov 2017, 17:02

Moin,
Danke und gerne doch Ines!
Es geht weiter!

Teil 14 – Endelig sommer i Norge!
Tag 26 – 11. Juni 2017 – Tana bru – Ifjordfjellet – Adamsfjord - Lakselv


Eigentlich wollte ich die Fahrt über das Ifjordfjell eingedenk unserer Erfahrung in 2013 vermeiden, aber man versicherte uns, dass die Straße nunmehr komplett ausgebaut sei – und das war sie auch.
Zunächst aber ging es auf der westlichen Uferseite des Tana nach Norden. Der Fluss schimmerte in einem tollen Blau in der Vormittagssonne.

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Tanaelv

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Tanaelv

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Und es zeigte sich wieder mal ein Elch – nach meiner Zählung „Elch Nummer 8“

Der Smalfjordvatnet war zwar noch zugefroren, die Schneedecke jedoch fast verschwunden.

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Smalfjordvatnet

Auf dem Eis konnte man gut die Schneescooterspuren des vergangenen Winters erkennen. Überhaupt hatten wir dieses Mal mehrere Warnschilder gesehen, die auf kreuzende Schneescooter-Loipen hinwiesen: „krussende skuterløype“.

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Wie bei jedem Fjellzugang stand ein Schlagbaum, besonders häufig hier in der Finnmark.

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Šuoššjohka bom mit Kolonnenzeiten über das Ifjordfjell

Die Karte der Tana kommune zeigte recht spärliche, aber dennoch wichtige Touristeninformationen auf.

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Tana kommune mit Ifjordfjell

Jetzt waren wir im Ifjordfjell! Bei strahlendem Sonnenschein und kaum Verkehr konnten wir das auftauende, aber dennoch mit sehr viel Schnee bedeckte Ifjordfjell auf dem RV 98 genießen, der sich dieses Mal tatsächlich gut fahren ließ.

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FV 98 Ifjordfjell

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Suolojávn

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Rush-hour im Ifjordfjell

Im Schnee sahen wir Spuren einer ziemlich großen Rentierherde.

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Das Schmelzwasser der auftauenden Flussläufe leuchtete türkisfarben in der Sonne und hob sich vom Weiß des Schnees ab.

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Nach knapp einer Stunde hatten wir das Ifjordfjell durchquert und sahen den Iskløvervannet und den Ifjord vor uns liegen. Noch etwas weiter bot sich uns das Panorama des Laksefjorden mit dem dahinter liegenden Børselvfjellet und der Sværholthalvøya – und das unter dem strahlend blauen Himmel.

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Laksefjorden

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Storfjorden

Nächster Fotostopp war der Adamsfjordfossen (oder Adamsfossen) am Adamsfjord. Der 38 m hohe Adamsfjordfossen fällt senkrecht unterhalb der Straßenbrücke fast direkt in den Fjord, nur eine kleine Klippe trennt ihn vom Fjord. So konnten wir ihn von oben von der Brücke aus fotografieren.

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Adamsfossen

Der FV 98 führte uns nun südlich des Børselvfjellet entlang des Storelvvassdraget weiter nach Westen. Den Hinweistafeln für den Fischfang – hier oben soll das Paradies für Lachsangler und „sjøørret“, also Meerforelle, sein – ist zu entnehmen, dass Lachse, kleiner als 35 cm, und Meerforelle, kleiner als 30 cm, schonend zu behandeln und sofort wieder ins Wasser zurückzusetzen sind. Wow, das muss man sich mal vorstellen, wie groß dann die Lachse werden können! Auch ist die Fangmenge begrenzt auf 2 Lachse pro Tag und 10 Lachse pro Saison. Das Angeln ist natürlich nur mit einer Lizenz, der „fiskekort“, erlaubt.

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Storelva

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Storelva

So ganz allmählich taute das Eis auf den Seen weg.

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Nach Aussage vieler Norweger, die wir getroffen und mit denen wir gesprochen hatten, war es auch ein außergewöhnlicher Winter. Zunächst war kaum Niederschlag zu verzeichnen. Gegen Jahresbeginn setzte der Niederschlag ein und zwar wechselweise Schnee und Regen, wodurch sich eine ziemlich dicke Eisschicht bildete, die eben im Frühjahr nur langsam abtaute. Auch hier schimmerte das getaute „Eiswasser“ hellblau bis türkisfarben gegen den Schnee.

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Wir befanden uns nun im Børselvdalen und Bihkkačohkka Naturreservat. Hier der nördlichste Kiefernwald der Welt und der Silfar Canyon zu finden.

Von einer Stelle an der Straße konnten wir einen Blick in die Schlucht werfen. Das Hinweisschild zum Parkplatz und damit zur Schlucht haben wir trotz der Erklärung und des Hinweises auf der Informationstafel nicht gefunden - leider. Lesen hilft in solchen Fällen .

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Børselvdalen

Die Børselv fließt durch die über 80 m tiefe Schlucht, die zu den tiefsten in Nordeuropa gehören soll. Die Schlucht wurde vor ca. 11.500 Jahren durch das Schmelzwasser der letzten Eiszeit geformt. Wenn die Sonne scheint, so wie an diesem Tag, kann man das smaragdfarbene Wasser gut sehen – auch wenn man nicht am Parkplatz steht .
Hier zeigte sich dann auch der Frühling in Form der ersten kleinen Birkenblätter!

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Gegen 14.20 Uhr erreichten wir die Brücke in Børselv, am Abzweig nach Veidnes.

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Jetzt standen wir also wieder am Porsangerfjord und es waren nur noch 40 km bis Lakselv. In Lakselv suchten wir nach einer kleinen Bäckerei, in der wir vor vier Jahren leckeren Kuchen gegessen hatten. Wir irrten förmlich umher zwischen den vierkantigen „Einkaufszentren“, fanden die Bäckerei jedoch nicht. Schließlich gaben wir auf und gingen in das Lakselv Vertshus, wo wir eine ganz tolle Crème brûlée mit Erdbeereis und frischen Erdbeeren draußen in der Sonne genossen.

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Anschließend checkten wir im Hotel ein, in dem wir vor vier Jahren ebenfalls übernachteten. Abends stärkten wir uns am Buffet, bevor wir – was wohl? – unsere Fotos sicherten und sichteten.

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„Arbeitsplätze“ zum Sichern der Fotos

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Unser Hotel

Tag 27 – 12. Juni 2017 – Lakselv – Porsanger – Veidnes und retour

Schon bei unserem ersten Besuch hat uns der Porsangerfjord mit seiner einmaligen Geologie an der östlichen und westlichen Küste fasziniert: Dolomit, Sandsteinformationen und Schiefer. Ganz besonders angetan waren wir aber von den eiszeitlichen Strandlinien im Naturschutzgebiet Roddines, wie schon 2013.

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Die Strandlinien sind nach der letzten Eiszeit durch den Rückzug der Gletscher und die damit verbundene Landhebung entstanden. Gigantisch diese Vorstellung – und auch, dass dieses Gebiet seit 10.000 Jahren nicht von Menschen betreten wurde – und damit es so bleibt, ist es nunmehr abgesperrt.

Heute aber wollten wir weiter nach Veidnes, also südlich der Sværholthalbinsel, an deren Nordende sich ein großer Vogelfelsen, der Sværholtklubben befindet. Der ist aber nur für Wanderer zugänglich, nicht für Autowanderer, wie wir.
Daneben fanden wir wunderschöne „Zeichnungen der Natur“: Flechten. In diesem Fall waren es sog. Landkartenflechten.

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Landkartenflechten

Flechten sind übrigens keine Pflanzen sondern Pilze. Sie gehören nicht nur zu den längstlebigen Lebewesen, sondern wachsen auch sehr, sehr langsam. Deswegen waren wir äußerst vorsichtig, wann immer wir in Norwegen oder anderen Gegenden auf Flechten trafen.

Hier zeigten sich Mitte Juni (!) die ersten zaghaften Anzeichen des Frühlings. Aber wir waren ja auch weiter südlich und weiter westlich an der geschützten Ostküste des Porsangerfjords.

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Bei Børselv erinnerte uns ein Schild, dass die Strecke nach und von „Veidnes retur“ 154 km betragen würde, also sollte man rechtzeitig tanken und in Børselv auch das WC im Co-op aufsuchen.

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Auch gab es im Co-op ein besonderes Angebot, dass nur 0 NOK kosten sollte: „En hyggelig prat“ – ein gemütliches Schwätzchen also. Das Angebot galt für die gesamte Öffnungszeit des Geschäfts. Das Angebot haben wir dann auch dankend angenommen, zusammen mit einem Eis und einem Kaffee.

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Wir fotografierten noch die Häuser und Boote am „Kvensk Institutt“, das sich hier in Børselv befindet. Porsanger ist die einzige Kommune in Norwegen, in der es drei gleichgestellte Sprachen gibt und der Name der Kommune in drei Sprachen ebenfalls gleichgestellt ist: Porsanger auf Norwegisch, Porsáŋgu auf Nordsamisch und Porsanki auf Kvenisch, also Ostseefinnisch, denn in Troms und in der Finnmark leben etwa 10.000 Kvenen.

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Kainun Institutti – Kvensk Institut

Bei den bizarren und faszinierenden Dolomitformationen trafen wir auf ein junges Paar aus Hamburg, mit denen wir etwas ins Gespräch kamen. Die hatten allerdings ein „Expeditionsgefährt“ und wollten auch etwas länger in Norwegen bleiben. Sie waren genauso angetan wie wir von der Landschaft hier oben.

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Von hier aus hatten wir auch wieder eine tolle Sicht auf die Porsangerhalbinsel. Das Wasser des Fjords schillerte in Blau und Türkis. Rentiere grasten am Strand.

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Bevor wir in das Kjæsdalen kamen, ging die Straße nun in eine „Ruckelpiste“ über.

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Wir kamen nun in das Kjæsdalen. Hier fließt die Kjæselva nach Westen in den Porsangerfjord und die Fauskeelva in die Stormyra nach Osten in den Lille Porsangen und schließlich in den Laksefjorden.

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Kjæsdalen

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Kjæsdalen und Stormyra

Das Mündungsdelta des Storfjorden ist ein Moor. Über dieses Moor hinweg konnten wir auf der anderen Seite des Laksefjorden die Halbinsel Nordkynn sehen, auf der sich die Hurtigrutenhäfen Kjøllefjord und Mehamn sowie der Ort Gamvik befinden.

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Stormyra

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Lille Porsangen

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Veidnesklubben

Um 13.00 Uhr erreichten wir Veidnes. Veidnes ist der einzige verbliebene Ort, in dem noch etwa 50 Menschen wohnen. Alle anderen kleinen Siedlungen sind verlassen. Aber es gibt hier, wie auch in Sirma und wohl auch vielen anderen kleinen Orten, einen „Gemischtwarenladen“. Dieser beherbergte sogar eine Post, mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten,

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ein Bankterminal, ein Internet-Café, eine Bäckerei („nybakt“), Übernachtungsmöglichkeit und „sanitæranlegg“. Na ja, so weit weg von Børselv, das war schon gut.

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… und ein Café „Besuch“.

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Etwa 350 Hektar Land werden bewirtschaftet, verteilt auf zwei Höfe mit Rinder- und Schafzucht. Die Landschaft um Veidnes besteht aus großen Feuchtgebieten mit Birkenwäldern, langen Stränden und weiten Mooren.
Veidnes an der Westseite des Laksefjorden ist wahrscheinlich der einzige Ort in Norwegen, in dem die Menschen den längsten Weg zu ihrer Gemeindeverwaltung in Kjøllefjord auf der anderen Seite des Fjords haben: 266 km und fast vier Stunden Fahrt mit dem Auto, ca. 51 km mit dem Boot. Nur wird diese Verbindungsmöglichkeit wohl nur an den seltensten Tagen gegeben sein.

Veidnes ist der Heimatort des in Norwegen bekannten Autors Magnar Mikkelsen.
https://no.wikipedia.org/wiki/Magnar_Mikkelsen
Die Angaben habe ich der Web-Seite der Kommune Lebesby entnommen.

Noch ein Blick auf Lille Porsangen und die Sværholtlabinsel, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

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Auf dem Rückweg zeigte uns eine Gruppe von Rentieren den Weg. Sie trotteten eine ganze Weile vor uns her, bis sie sich schließlich ins Gebüsch verkrochen.

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Der Wind hatte aufgefrischt und auch Wolken zogen über den Porsangerfjord auf.

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Wir genossen noch einmal den Anblick der Gesteinsformationen und der Strandlinien am Naturreservat Roddines.

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Am Nachmittag genossen wir in Lakselv Vertshus wiederum Crème brûlée, dieses Mal mit Zitroneneis, Himbeeren und Blaubeeren.

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Ein toller Tag ging zu Ende.

Fortsetzung folgt.
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Ronald » Mo, 13. Nov 2017, 17:57

Moin,
hier kommen noch die beiden Etappen von Tana bru über das Ifjordfjell nach Lakselv

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und von dort nach Veidnes und retour.

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Gruß
Ronald
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Kumulus » Mo, 13. Nov 2017, 18:47

Das ist wirklich eine unwirkliche Gegend, in die du uns führst, Ronald. Aber auf alle Fälle sehr interessant. Ob ich mich jemals nach dorthin auf den Weg mache?? Wer weiß.

Jedenfalls sage ich wieder einmal DANKE für diese schönen Bilder und deine ausführliche Beschreibung. Macht Riesenfreunde, euch gedanklich zu folgen.

Gruß
Martin
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Voronwe » Mo, 13. Nov 2017, 21:08

Wow, das ist schon beeindruckend in seiner Kargheit. Ich war bis jetzt nur einmal so weit oben (Nordkap) und es ist auch ziemlich weit für den üblichen 2-3 Wochen Urlaub.
Aber mal schauen, die Mitternachtssonne würde ich gerne noch mal sehen, das war schon sehr bizarr, wenn man so jegliches Zeitgefühl verliert.
Hattet ihr das zu der Zeit schon

Was das Kolonnefahren im Winter angeht: Da gab es mal eine Reportage drüber beim NRK, über eine von den Kolonnenfahrerinnen, leider finde ich den Link nicht mehr.
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Re: Endelig sommer i Norge!

Beitragvon Ronald » Di, 14. Nov 2017, 13:04

Moin;
Ja, Mitternachtssonne ab Kjerringøy. Guck mal bei 30.05., Teil 8.
Und Teil 9, Narvik:

„Um 22.00 Uhr stand die goldgelbe Mitternachtssonne noch hoch am Himmel über dem Fjord, so dass wir nur schwer in die Koje fanden.“

Und dann natürlich die ganze Zeit bis wieder südlich des Polarkreises kamen.
Gruß
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