Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Do, 24. Jan 2019, 20:54

Vielen Dank für die netten Rückmeldungen :D


05.07.2018

In der Nacht haben sich wieder Wolken gebildet, aber am Morgen kommt die Sonne durch, sodass wir draußen Frühstücken können.

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Bei Sonnenschein fahren wir auf der 862 an Botnhamn vorbei in den Nordosten der Insel.

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Am Fähranleger in Botnhamn lebt eine Kolonie Seeschwalben, die mächtig Radau macht. Hier wollen wir die Ankunft der Fähre aus Brensholmen abwarten.

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Angesichts des schönen Wetters beschließen wir, nochmal unser Glück auf der Westseite Senjas zu versuchen. In gemütlichen Tempo bummeln wir auf kleinen Straßen quer über die Insel nach Siford.

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Hier am Ende der Straße in Grunnfarnes ist auch das Foto zum Bilderrätsel 1937 entstanden.

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Auf dem Weg nach Flakstadvåg kommen wir an der Fv 243 an einer schönen Wiese vorbei und beschließen: Pause!
Frau wäscht sich die Haare und ich „Dusche“ unter einer anderthalb Liter Wasserflasche. Wir relaxen in der Sonne, fotografieren ein bisschen, füllen die Wasservorräte am Bach auf und bleiben dann gleich für die Nacht.

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Die Sonne verschwindet für einige Stunden hinter den Bergen, das verspricht Abkühlung in der Nacht :D

Bis morgen.
Gruß,
Gerhard
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Ronald » Fr, 25. Jan 2019, 11:53

Moin,

"füllen die Wasservorräte am Bach auf"

Das ist ja das Tolle an Norwegen, dass man sich noch Wasser am Bach holen kann oder auch im Frühjahr an den vielen kleinen Wasserfällchen.
Danke für die tollen Fotos. Senja ist wirklich ein Traum.
Gruß
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon CrazyHorse » Fr, 25. Jan 2019, 12:41

Senja wollten wir ja im Herbst besuchen, was mangels Zeit nicht geklappt hat. Schön, dass ich wenigstens hier ein bisschen davon sehen kann! Danke!

Gruß Matthias
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Sa, 26. Jan 2019, 13:29

CrazyHorse hat geschrieben:Senja wollten wir ja im Herbst besuchen, was mangels Zeit nicht geklappt hat. Schön, dass ich wenigstens hier ein bisschen davon sehen kann! Danke!
Gruß Matthias


Ronald hat geschrieben:Moin,
"füllen die Wasservorräte am Bach auf"
Das ist ja das Tolle an Norwegen, dass man sich noch Wasser am Bach holen kann oder auch im Frühjahr an den vielen kleinen Wasserfällchen.
Danke für die tollen Fotos. Senja ist wirklich ein Traum.
Gruß
Ronald

Freut mich, wenn die Bilder gefallen :)
Das ich (größtenteils) unbedenkliches Trinkwasser in der Natur finde, ist auch einer der Vorteile Norwegens :lol:
Im Süden ist das ganz anders, da braucht es schon genauere Informationen, um nicht versehentlich an einen verseuchten Wasserlauf Trinkwasser zu holen. :(


06.07.2018

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Die Nacht war sehr ruhig, aber schon um 4 Uhr morgens knallt die Sonne wieder auf unseren Bus und es ist richtig, richtig heiß drinnen! Die Frau steht schließlich auf und öffnet das Dach.
Hier entstehen übrigens auch das Foto vom Minibus und dem Elchhaufen.
Zum Frühstück ziehen leider ein paar Wolken auf, deshalb wir brechen unsere Zelte ab, füllen nochmal den Wasservorrat am Bach auf und ab geht’s. Dies war definitiv einer meiner Lieblingsplätze der Reise. :D

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Die Fv 243 fahren wir jetzt über und durch den Berg bis ans Ende nach Flakstadvåg.

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An einigen Tunnelportalen sind „Briefkästen“ angebracht. Darin befinden sich Warnwesten für Radfahrer, die während der Tunneldurchfahrt getragen werden sollen. Am anderen Tunnelende legt man die Westen wieder in den Kasten.

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Wir bummeln zurück nach Finnsnes und kaufen für das Wochenende ein. Angesichts des schlechter werdenden Wetters beschließen wir, weiter nach Tromsö zu fahren.

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Die Straße nach Tomsö ist für 90km/h ausgebaut und hat nur wenige Auffahrten. So sind wir ruckzuck in Tromsø am Campingplatz. Der ist leider komplett ausgebucht und der nächste Platz mindestens 30 Kilometer entfernt. Das ist alles kein Problem, denn für morgen haben wir sowieso ein Hotel gebucht. Nach einen Blick in die Karten/ Google Maps fahren wir auf ein Fjell westlich von Tromsö.

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Oben auf dem Fjell regnet es, aber wir haben es uns im Bus gemütlich gemacht und genießen zum Kaffee ein Plunderteilchen. :)

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Morgen besuchen wir Tromsø.

Schönes Wochenende!
Gruß,
Gerhard
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Kumulus » Sa, 26. Jan 2019, 21:02

Und wieder ein super Plätzchen für die Nacht mit einem sensationellen Ausblick gefunden.

Ist es euch auf solchen Plätzen nicht zu einsam ?

Danke und schönes Wochenende
Martin
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Sa, 26. Jan 2019, 23:24

Kumulus hat geschrieben:Und wieder ein super Plätzchen für die Nacht mit einem sensationellen Ausblick gefunden.

Ist es euch auf solchen Plätzen nicht zu einsam ?

Danke und schönes Wochenende
Martin


Hallo Martin,
einsame Plätze sind für mich die Volltreffer.
Das ist dann ein schöner Ausgleich für die Arbeit und so.... :D
Aber wir haben es auch anders erlebt :cry:
Gruß,
Gerhard
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Gudrun » Sa, 26. Jan 2019, 23:56

Hab gerade mal geschaut, wo Du wohl gestanden hast. Ich habe den roten Bus gefunden!

Grüße Gudrun
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » So, 27. Jan 2019, 13:08

Wow, Gudrun. Da kommen wir doch erst im übernächsten Teil hin :lol:
Sehr aufmerksam von Dir :)
Gruß,
Gerhard
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Gudrun » So, 27. Jan 2019, 13:41

Und wo habt Ihr bei dieser Etappe genächtigt?

Grüße Gudrun
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » So, 27. Jan 2019, 14:19

Hier haben wir gestanden
Die Straße endet am Parkplatz.
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Gudrun » So, 27. Jan 2019, 14:33

Ein Superplatz. Danke.

Grüße Gudrun
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Mo, 28. Jan 2019, 20:24

07.07.2018

Vom Fjell aus fahren wir in die Stadt zum Wohnmobilparkplatz. Dort finden wir aber die Entsorgungsstation nicht. Also fahren wir auf der E8 aus Tromsö raus, zu einem etwa 30 Kilometer entfernten Parkplatz mit Entsorgungsstation. Für den Zugang zu den Toiletten ist eine Karte mit Magnetstreifen erforderlich. Wir brauchen mindestens 10 Versuche, bis sich die Türe öffnet. Allerdings können hier nur Kassettentoiletten entleert werden, daher müssen wir auf die Toilette.
Danach wieder zurück nach Tromsö zur Eismeer Kathedrale. Die Frau möchte in die Kirche, hat aber kein Geld mehr. Erfreulicherweise nehmen sie auch die EC Karte, außerdem findet um 14 Uhr ein Orgelkonzert statt, das sie sich gern anhören möchte. Ich fotografiere derweil draußen.

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Nach einer halben Stunde ist das Konzert vorüber und wir fahren über die große Brücke in die Stadt. Im Berg gibt es Kilometer lange Straßen und mehrere Kreisverkehre. Das kann ohne Navi schnell unübersichtlich werden, denn die Großstädter haben es natürlich eilig und verzeihen keine touristischen Nachlässigkeiten.

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Wir fahren erneut zum Wohnmobilparkplatz um einen Parkplatz zu finden. Nach langem Recherchen im Internet wagen wir uns ins Fjell Parkhaus von Tromsö. Da wurden quasi parallel zur Stadt mehrere Tunnel und Kammern in den Berg gebohrt, in denen jetzt über 900 Parkplätze bereitgestellt werden. Eine Stunde kostet 25 NOK, ab 18 Uhr 10 NOK, maximal allerdings 250 NOK pro Tag. Beim Einfahren löst man an der Schranke einen Parkschein, beim Ausfahren oder der Rückkehr ins Parkhaus kann bar oder mit Karte am Automat bezahlt werden.

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Wir laufen vom Ausgang Mitte, ein paar hundert Meter bis zu unserem Hotel Radisson blu. Unser Zimmer befindet sich im hinteren, renovierten Gebäude. Der Ausblick reicht bis in die Zimmer gegenüber. Die Frau wäscht in der Dusche ein paar Klamotten durch und hofft, dass sie morgen Trocken sind. Im Zimmer ist es sehr warm aber wir können das Fenster nur einen Spalt weit öffnen.

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Nachdem die Schweden auch bei der WM rausgeflogen sind, bekommen wir durch das Hupen des Hurtigruten Schiffes einen gewaltigen Schreck. Das hat quasi in Sichtweite festgemacht. Wir Bummeln noch ein wenig ziellos durch Tromsö. Die Frau sieht sich die Kondomerie und ich statte Roald Amundsen einen Besuch ab, vielmehr seinem Denkmal.

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Die Dichte an Restaurants, Bars und Pubs ist enorm und bringt natürlich auch unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Das Stadtbild von Tromsö ist im Umbruch und wird offenbar an das von Oslo,Trondheim oder Hammerfest angeglichen.
Nach unserem Spaziergang sehen wir im Fernsehen, wie Russland aus der WM fliegt. Im Zimmer ist es immer noch sehr warm und wir schlafen schlecht ein.
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Mainline » Di, 29. Jan 2019, 20:41

08.07.2018

Die Sonne scheint wieder! Wir gehen zum Frühstück und sind schon gespannt, was uns erwartet. Ah, wesentlich intimer, das Buffett nicht so üppig, das Personal nicht so aufmerksam. Allesamt sehr jung und ungeübt, und leider ist auch keine Fachkraft in Sicht, die die Kinder anleitet. Aber trotzdem hat alles ein durchaus ansprechendes Ambiente.

Das schöne Wetter lockt uns raus, also packen wir unseren Kram und fotografieren die Stadt nochmal mit Sonne.

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Das Rathaus

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Katholische Kirche in Tromsø

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Bibliothek

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Dann tippeln wir ins Parkhaus, bezahlen und verlassen die Stadt in Richtung Atlantik, also Westen. Wir wollen zum Kaldfjord, in dem im Herbst /Winter die Buckelwale springen. Dafür fahren wir wieder durch den Tunnel, was schreibe ich, die Tunnellandschaft: mehrspurige Fahrbahn, mehrere Abzweige, zwei Kreisel, Kurven, lange gerade Abschnitte - echt ein Erlebnis! Hier kann man sich bestimmt ohne weiteres verirren.

Auf der anderen Seite beim Flughafen halten wir, um Flugzeuge zu beobachten (eine unerwartete Leidenschaft der Frau), anschließend vorbei am Telekommunikationsmuseum, über eine zweite große Brücke, und dann links auf der 862 bleiben. Die 862 verlassen wir erst am Abzweig nach Tromvik.

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Die Straße wird immer schmaler, aber landschaftlich sehr schön. Hier tummeln sich im Winter viele Buckelwale, was regelmäßig für Verkehrsbehinderungen auf den Straßen sorgt.

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Wir sehen an diesem Tag natürlich keine Wale im Fjord, deshalb folgen wir der kurvigen Straße weiter über ein kleines Fjell. Ziel ist der kleine Ort Grotfjord. Auf den Wiesen am Strand darf man parken und schon sind wir mit Fotoapparat am Strand unterwegs. Möwen und Austernfischer waschen im kleinen Bachlauf am Strand ihre Gefieder.

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Irgendwann fahren wir weiter und finden am Grøtfjord ein Eckchen mit Blick auf schneebedeckte Berge, ideal für eine Kaffeepause. Die Zeit fliegt nur so vorbei.

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Wir halten den Platz zum Übernachten für nicht so geeignet, darum treten wir den Rückweg an, Richtung „unserem" Fjell bei Tromsø. Luftlinie vielleicht 12 km, per Straße über 40 km. Dort angekommen traue ich meinen Augen kaum, alles voll Autos!
OK, Ist halt Wochenende und der Norweger geht wandern. Alle Norweger! Von denen, die gerade laufen können bis zu jenen, die es gerade noch können. Aber zu fortgeschrittener Stunde leert es sich, die letzten kommen kurz vor Mitternacht hier hoch und sind ein Stündchen später wieder weg - es ist ja hell :)
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon Kumulus » Di, 29. Jan 2019, 21:44

Grøtfjord wirkt auf mich wie "Hund begraben". Ich denke, bei Sonnenschein ist es dort traumhaft. Aber bei Regen und wolkenverhangenen Himmel wirkt es doch sehr grau. Oder?

Trotzdem ein interessanter Beitrag.

Danke
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Re: Nordtour 2018 - der Weg ist das Ziel

Beitragvon CrazyHorse » Mi, 30. Jan 2019, 9:06

Wieder sehr interessante Eindrücke!

Gruß Matthias
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