Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon volkermuenster » Do, 24. Dez 2020, 14:38

Hallo zusammen,

dieses Jahr ist ein besonderes und aus gewissen Gründen gibt es wohl nicht soviele Reiseberichte wie sonst. Auch bei uns, bzw. bei mir ist es ein nicht ganz normales Jahr und somit auch die Reise nach Norwegen nicht - den Grund hierfür erfahrt ihr in dem Bericht.
Ich habe in den letzten Jahren begeistert hier Berichte von vielen Forumsteilnehmern gelesen, aus diesem Grunde möchte ich auch mal was zurückgeben :-). Hoffe es gefällt. Bitte nicht auf jede Schreibweise - gerade der Norwegischen Wörter achten - danke.
Jetzt weiß ich ja auch wie man die Bilder hochlädt - danke für die Tipps :D

So los geht´s.

Kleine Vorgeschichte:

Dieses Jahr soll es erstmalig alleine für drei Wochen auf Reisen gehen. Mareike bekam oder wollte keinen Urlaub für diese Zeit nehmen. So habe ich halt überlegt was ich tun sollte. Erster Plan war, wenn schon alleine, dann auch richtig. Es sollte durch Schweden Richtung Inari See in Finnland gehen, dann über Norwegen wieder zurück, ABER da war ja noch etwas! Richtig: Corona. Etliche Grenzen dicht und immer diese Unsicherheit. So habe ich spontan die Fähren nach Norwegen gebucht. Hin mit der Fjord Line, zurück mit der Color Line. Am Freitag soll es losgehen, direkt nach Arbeitsschluss.

Nord Nord West 2020 – Ein Norwegen Road Trip

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Freitag 21.08.2020

Es geht los…. Aber nicht so wie geplant. Die Fjord Line Fähre ist defekt und ich muss eine andere nehmen. Diese Nachricht kommt am Freitag und der Anruf der Gesellschaft genau während dem letzten (Online-)Termin mit meinem Chef :-). Nun fahre ich nicht nach Kristiansand, sondern nach Langesund. Aber egal Hauptsache nach Norwegen.

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Als erstes geht es an Hamburg vorbei, für die Zwischenübernachtung habe ich mir den Stellplatz am Wildgehege Eekholt in SH auserkoren.
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Samstag 22.08.2020

Nach dem Frühstück geht es los Richtung Dänemark und damit zur Fähre. Ich lasse mir Zeit und besuche noch die Ostsee bei Kappeln und genieße Mittags ein Fischbrötchen.

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Jetzt geht es über die Grenze bei Flensburg und danach folgt die eintönige Tour durch Dänemark. Als ich Hirtshals erreiche, erlebe ich eine Prämiere: Regen. Das hatten wir noch nie. Ich suche mir einen Stellplatz in der Nähe des Fähranlegers, damit ich morgen früh die Fähre stressfrei erreiche. Im Regen…. Kann ja nur noch besser werden.

Sonntag 23.08.2020

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Es geht los…. Ich bin ein wenig aufgeregt. Alleine auf die Fähre, alleine übers Skagerrak, alleine durch Wikingerland! Hach! Kein Problem.
Norwegen empfängt mich bei bestem Volker Reisewetter!

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Ich fahre von Langesund Richtung Telemark an dem gleichnamigen Kanal entlang. Dann Richtung Fjell – Haukeli. Durch Ulevoss geht es an den Flovatn vorbei.

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Als Stellplatz habe ich einen geschlossenen Campingplatz in Strand entdeckt. Drei Australierinnen die dort in einem Kastenwagen campieren, sagen ich könne mich so hinstellen – mache ich. Den Wodka schlage ich aus – warum eigentlich?

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Montag 24.08.2020

Weiter Richtung Haukeli Fjellet. Mein Plan ist einige der Touristenstraßen wie z.B. Hardanger, Strynefjell, Aurlandsvegen usw. zu befahren. Beim Ravnejuv halte ich an – ich will wissen was das ist. Das ist eine Schlucht, an deren Aussichtspunkt es ca. dreihundert Meter runter geht. Genau das Richtige für mich! Muss ich sehen.

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Impressionen vom Haukelivegen:

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Zwischendurch noch die kleine Stabkirche in Röldal besichtigt. Sehr klein, aber auch sehr fein.

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Am Hardangerfjord und an den Obstplantagen vorbei geht es über Odda in Richtung Norden.

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Einen schönen Stellplatz finde ich in der Nähe von Eidfjord:

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Dienstag 25.08.2020

Nun geht es morgens los Richtung Hardanger Touristenweg. Ich habe mir angewöhnt immer abends und natürlich auch morgens das Wohnmobil sauber zu halten, den Spül zu erledigen etc. Abends natürlich wenn ich frei stand, damit ich ohne Probleme wegfahren kann. War aber nie nötig.

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Hier zeigen die Norweger wirklichen Einfallsreichtum in Straßen und Tunnelführung. Hier gehen Serpentinen und 180 Grad Kurven durch den Berg! Wahnsinn!

Pause muss auch mal sein:

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In Geilo – eigentlich für mich eine eher uninteressante Stadt – habe ich aber das Outlet von Brusletto und Öyo gefunden. Hier kaufe ich tatsächlich ein, ein Messer bei Brusletto (das Bamsen nordic) und ein kleines Beil bei Öyo. Toll. Ein tolles Einkaufserlebnis habe ich bei Brusletto. Hier macht sich der Verkäufer die Mühe und sucht mit mir zusammen aus 20 Kartons das Messer mit der schönsten Holzmaserung aus. Und das ist seine Idee – nicht meine . Weiter geht es bei Hagafoss von der RV 7 auf die 50 Richtung Aurland. Auf diesen Weg freue ich mich besonders. Übernachten will ich auf dem Aurlandsfjellet. Hier ein paar Eindrücke:

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Am späteren Nachmittag unternehme ich noch eine kleine Wanderung zu dem Wasserfall Hivjufossen. Hier soll man tatsächlich schön nahe drankommen und es steht sogar ein Warnschild vor dem Aufstieg! Ha das ist genau das Richtige für mich alten Haudegen, Abenteurer, Entdecker und Freizeitwikinger! Auf dem Schild steht was von letzter Chance. Das hört sich gut an. Ich gehe also los und der Wanderweg steigt steil bergan und die Markierungen muss ich, wie für Norwegen typisch, suchen. Ich finde sie. Kurz vor dem Ziel breche ich doch ab, mir kommt mein Respekt vor der Tiefe der Kante an der ich vorbeimüsste in die Quere. Egal – ich habe mich schön bewegt und es hat ja gut getan.

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Wieder auf der Straße geht die Fahrt vorbei an den Aurlandselvi. In Aurlandsvangen biege ich nicht auf die E 16 ab, die in den längsten Tunnel Europas oder der Welt führt, sondern fahre den alten Aurlandsfjell Weg. Gute Entscheidung! Bei schönstem Wetter fahre ich den alten Schotterpass. Nach jeder Kurve tolle neue Aus- und Einblicke. SUPI!

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Hier finde ich einen sagenhaften Übernachtungsplatz. Aber seht selbst:

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Hier ist alles chico. Flugs was Leckeres zu essen gemacht und ein kleines Bierchen zur Feier des schönen Tages geniessen. Dann passiert es…. Das Grauen naht. In Form eines grünen Ivecos. Diese rangieren mit ihrem Gefährt rückwärts, vorwärts vor meinem Theodor rum. Und ich denke die stellen sich jetzt komplett in meinem Sichtbereich – Hauptsache sie stehen schön frei. Ein Gruß? Ein Hallo? Oder gar stört es wenn wir uns dazustellen? Fehlanzeige, stattdessen pieselt mir deren süßer kleiner Racker (deren Hund meine ich kein Kind :-)), noch vor meine Eingangstür. Ich glaube, das ist der neueste Campingtrend, man braucht auf andere keine Rücksicht mehr zu nehmen. Ich lasse mich aber nicht ärgern und freue mich an diesem tollen Ausblick. Vor allem habe ich hier einen schönen Abend und eine ruhige Nacht. Läuft!

So - das war es fürs erste.
Wenn es gefällt mache ich kommende Tage weiter. :)

Schöne ruhige und besinnliche Weihnachtstage euch allen.....
Der Volker
"Man wird nie ein neues Land entdecken, wenn man immer das Ufer im Auge behält."
(Volksweisheit)
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Gudrun » Do, 24. Dez 2020, 14:53

Hallo, ein neuer Reisebericht. Wunderbar und auch Dir age ich: "Danke fürs mitnehmen." Auf jeden Fall weiter machen.

Grüße Gudrun
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon gudrun55 » Do, 24. Dez 2020, 15:01

Hej, das ging ja schnell! Super und vielen Dank, macht Spaß mitzufahren, da kommen viele Erinnerungen und ich freu mich auf die Fortsetzungen :D

Zur Ravnejuv oder Rabenschlucht – 350 Meter hoher Abhang über dem Fluss Tokkeåi. Wirft man einen Geldschein (oder anderes Papier) in die Schlucht, bringt die Thermik ihn wieder nach oben zum Besitzer. Diese Aktivität hat groß und klein seit den frühen Zeiten des Fremdenverkehrs amüsiert. Haben wir 2015 auch gemacht, funktioniert tatsächlich 8)

liebe Grüße! gudrun55
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Ronald » Do, 24. Dez 2020, 15:11

Toll!!! Schöne Fotos und schöne "Schreibe".
Dankeschön und ein schönes Weihnachtsfest.
Gruß
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Canadier » Do, 24. Dez 2020, 18:25

Hallo Volker,
Super nen RB!
Da bin ich auf jeden Fall dabei ! :prost:
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon skandinavian-wolf » Do, 24. Dez 2020, 20:45

Das mit dem Wodka und den drei Australierinnen musst Du mal erklären....... :lol:
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon volkermuenster » Fr, 25. Dez 2020, 11:53

Moinsen zusammen,

ich hoffe ihr hattet einen schönen Heiligabend und seid reich beschenkt worden :-)

Nachdem Gudrun gestern noch vorgelegt hat, lege ich nun mit der Fortsetzung nach. Dann hat man über die Tage was zu lesen :-)

So weiter geht´s.

Mittwoch 26.08.2020

Nach dem Aufwachen, duschen, frühstücken, abwaschen, Mobil startklar machen – man man man was ist Camping für ne Arbeit – geht es weiter.

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Grobes Ziel ist heute das Breheimsenteret – also auf zum Jostedalsbreen. Dazu muss ich eine kurze Fähre Richtung Kaupanger nehmen. Hier sind wir das erste Mal mit der langen Fähre über den Nærøyfjord gefahren. Das war 2012!

Unterwegs treffe ich auf ein echt begabtes Schaf. Wir wollen zusammen ein Statement zum Rücksichtsvolleren Umgang miteinander abgeben und so entsteht folgendes Bild:

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Nach der Fährfahrt sehe ich mir kurz die Stabkirche und die Umgebung an. Hier hat man einen echt tollen Blick auf den Fjord. Leider biege ich einmal falsch ab und komme nicht zum Wasser, sondern eher auf ein Privatgrundstück. Aber egal, fotografiere ich halt Ziegen…

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Nach einer kurzen Kaffeepause – die muss schließlich eingehalten werden – geht´s weiter.

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Dann sehe ich den Gletscher schon.

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Ich fahre schnell zum Breheimsenteret, architektonisch sehr schöner Infobau mit Ausstellung und einem kleinen Café. Da ich aber noch zum Gletscher wandern möchte, trinke ich weder Kaffee, noch besuche ich die Ausstellung. Daher kann ich zu beidem nichts sagen.

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Ich habe echt Glück mit dem Wetter. Bei warmen Temperaturen und Sonnenschein spaziere ich vom Parkplatz los.

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Kurz vor der Gletscherzunge steht sogar eine junge Norwegerin und passt auf, dass keiner durch die Absperrung direkt zum Gletscher läuft. Hier hat es wohl mal einen schlimmen Unfall gegeben. Aber mein Glück – so kann sie von mir ein Foto machen :-).

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Dieses Bild entstand von einem Stück Gletscher das ich aus dem kalten Fluss gefischt habe. Echt kalt.

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Abends nehme ich mir nun das erste Mal einen Campingplatz – den Jostedalcamping. Muss sagen den kann ich empfehlen. Sehr freundliche Dame an der Rezeption, Duschen etc. sehr sauber. Und mit 180,- NOK plus 20,- NOK für zweimal duschen auch super vom Preis.
So. Bierchen nach der Wanderung muss sein. :) Prost. Ich muss ja Kräfte sammeln, denn morgen geht es zur nächsten Touristenstraße, dem Sognefjelletvegen. Er führt von Gaupne entlang der 55 nach Lom. Danach ist das nächste Highlight geplant – endlich mal rauf auf den Dalsnibba. 1500 Meter über dem Geiranger Fjord. Yuppieh

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Donnerstag 27.08.2020

Am Morgen erstmal schön frühstücken, Kaffee trinken und neu! Im Waschhaus des Campings duschen. Herrlich. Dann den Weg wieder nach Gaupne zotteln. Ich habe Glück – bei schönstem Wetter. Ich stelle mir vor, was dies für ein toller Ausblick gibt von dem Dalsnibba bei diesem Wetter. Ich hoffe es würde halten.

Also bevor hier irgendwelche Gerüchte entstehen - ich habe vorher auch geduscht aber halt im Wohnmobil :-) :-)

Unterwegs fahre ich wieder durch wunderschöne Landschaften– es macht wirklich Spaß mit dem Theodor (so nennen wir unser Wohnmobil). Bis jetzt ein toller – wie sagt man auf Neudeutsch?- Roadtrip. Auch wenn ich alleine unterwegs bin, hatte ich noch keine Probleme mit mir gehabt. Es sind echt intelligente und geistreiche Gespräche mit mir. :-). Auch eine schöne Erfahrung – aber ich habe ja noch über zwei Wochen.

So Fotos vom Weg:

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Byggearbeid - lys i tunnel mangler:

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Es geht echt schön zu fahren ins Fjell. Für die ca. hundert Kilometer nach Lom hätte ich eigentlich Tage brauchen können, nach jeder Kurve, nach jeden fünf Minuten könnte ich Pause und Fotostopps einlegen. Aber seht selbst:

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Ich kann mich aber loslösen und weiter Richtung Lom cruisen. Hier habe ich nur kurz Halt gemacht - Lom haben wir uns in einem unserer letzten Urlaube angeschaut. Mache nur kurz ein „Beweis“-Foto der Stabkirche. Hauptsächlich für meinen Handy Status. Das ist eine tolle Sache wenn man auf Reisen ist. So sehen die Daheimgebliebenen wo man ist.

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Hier einfach mal ein paar Bilder von unterwegs:

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Die Bergstraße ist echt toll. Ich kann mich einfach nicht sattsehen und füttere gutgelaunt mein Radio mit einer guten CD. Ja sowas gibt es noch…. Eigentlich habe ich gedacht ich könnte in Norwegen mit einem W-Lan Router und einer ALDI Talk Sim Karte (mit internationalem Roaming) auch Internet empfangen – aber das geht nur an einem Ort. Dafür hatte ich Datenvolumen von über 30,- € gekauft. Super. Im Übrigen – in Deutschland funktioniert es wieder. Klasse nicht wahr. Warum habe ich denn extra das mit dem internationalen Empfang gekauft??? Aber egal, weiter geht`s.

Jetzt erreiche ich den Abzweig in Richtung Dalsnibba. Ich bin aufgeregt. Hier standen wir schon im Juni 2012 mit dem Mietmobil. Eine Auffahrt war nicht möglich – es lag noch Schnee! Selbst die Selbstausbau Allradler damals sind umgedreht. Naja vielleicht fehlte denen es nur an Mut. Es geht auf einer sehr gut asphaltierten Serpentinenstraße steil bergan. Ich beginne das Abenteuer nachdem ich brav die geforderte Maut von 200,- NOK per Kreditkarte entrichtet habe.

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Ich habe, oben angekommen, einen echt tollen Blick. Bergwelt rundum und nach vorne das Tal mit dem Geiranger. Einziger Wermutstropfen ist, das es zu der Zeit eine Baustelle gibt. Das Café mit Souvenirbude wird komplett neu gestaltet. Ich suche mir einen schönen Platz, der ein weinig Windgeschützt ist. Hier stehen insgesamt mit mir nur 3 – 4 Wohnmobile und vielleicht eine Handvoll PKWs. Also Platz für alle.

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Abends komme ich noch mit einem vermeintlichen Norweger ins Gespräch. Der ist mit einem ausgebauten Crafter Hund und Freundin unterwegs. Er spricht mich aber dann auf perfektem Deutsch an. Er stammt aus Norddeutschland und wohnt nun seit zehn Jahren in Südnorwegen und daher das gute Deutsch. Das Gespräch geht ziemlich lange und da es Saukalt ist kehre ich später schön durchgefroren zum Theodor zurück. Alles in allem ein sehr schöner Abend, tolle Begegnung und ein sensationeller Ausblick. Aber wie heißt es so schön? Das Beste kommt noch……

In der Nacht, es ist so um ein Uhr morgens, werde ich wach – es muss die Kälte sein. Meine neu installierten Messgeräte zeigen weit unter zehn Grad an (Gemessen über der Eingangstüre, am Fußboden unter drei Grad Tiefsttemperatur). Brrr. Wenn es schon so kalt ist, kann ich auch in die richtige Kälte, nach draußen. Was ich jetzt zu sehen bekomme, ist Atemberaubend. Hier ist der Himmel so Sternenklar, wie ich ihn noch nie gesehen habe. Ich glaube sogar die Milchstraße erkennen zu können. Ich mache keine Fotos, manche Bilder muss man für sich behalten. (oder ist mir einfach zu kalt um Kamera und Stativ aufzubauen und das alles im kurzen Schlafdress?)

Freitag 28.08.2020

Mann war das vielleicht saukalt in der Nacht hier oben! Aber wie gesagt ich bin ja Wikinger und habe eine Heizung. Ich schaue gut gelaunt aus dem Fenster und sehe? Weiß! Nichts als Weiß. Kein Schnee, sondern ein richtig dicker Nebel. Das wird ja spannend. Ich mache mir ein kräftiges Nebelverziehdichundsonnekommraus Frühstück. Und was soll ich sagen….. es wirkt. Als ich den Berg runterfahre lichtet sich der Nebel und die Sonne kommt schon leicht durch. Herrlich…..

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An diesem Tag ist grobe Richtung Nord Nord West geplant, Richtung Geiranger, Trollstigen und dann auf zum Atlanterhavsveien. Ich komme bei allerschönstem Wetter in Geiranger an und irgendwie kommt mir hier alles ziemlich ungewohnt vor. Wie als wäre ich in einer anderen Zeit hier unterwegs, obwohl alle Gebäude Cafés Souvenirläden da sind wie immer. Aber was ist anders???? Ich zeig euch mal ein Bild, vielleicht kommt ihr drauf?

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Das ist direkt im Ort aufgenommen…. Und wisst ihr was ich meine? Noch nicht? Dann zeige ich noch andere Bilder:

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Es herrscht eine für mich echt surreale Atmosphäre hier, die Campingplätze sind gut gefüllt, der hintere am Adlerweg ist sogar voll, aber es sind so gut wie keine Touristen im Ort unterwegs, es liegen keine Hurtigroutenschiffe oder Kreuzfahrer vor Anker, es werden keine tausende von Leuten durch den Ort gekarrt und mit Bussen etc. durch die Gegend gegondelt. Es ist richtig schön.

Das genieße ich und gönne mir in einem Café eine Waffel mit Kaffee. HERRLICH!

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Ich unternehme noch einen kleinen Spaziergang am Fjord entlang und komischerweise kommen mir Szenen vom Film „Ein Mann ein Fjord“ in den Sinn – ich muss Lächeln.

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Nach dem Spaziergang sitze ich noch mal kurz direkt am Geiranger und breche dann wieder auf. Hier an dieser Stelle muss ich noch sagen, dass ich mir lange Gedanken gemacht habe, wie ich fahren soll. Ob ich vor der Atlantikstraße noch Richtung Vogelinsel Runde fahren soll, oder vielleicht noch zum Vestkap und Kannenstein. Dort waren wir zwar schon einmal, aber es wäre ja noch schön gewesen. Ich entschied mich dagegen – Hauptgrund ist das ich der Meinung bin das die Papageientaucher auf Runde zu der Jahreszeit nicht mehr da sind. Später auf der Rückfähre habe ich ein Paar getroffen die ganz begeistert von Runde waren und viele Vögel gesehen haben (Basstölpel etc.). Naja man kann nicht alles haben.

So fahre ich nun die 63 Richtung Eidsdal und Trollstigen weiter.

Noch schnell ein Foto vom Viewpoint geschossen:
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Und weiter geht’s. Beim Trollstigen gehe ich nicht auf die Aussichtsplattform, erstens weil ich dort schon war und zweitens ist es mir tatsächlich zu voll.

Impressionen vom Weg:

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Ich habe eigentlich noch vor in Bud das Bud Museum zu besuchen, ein Museum das sich dem Thema des zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzung widmet. Leider war es schon zu spät und ich brauche ja noch einen Übernachtungsplatz. Also fahre ich erstmal zu den Atlantikbrücken, die man ja aus zahlreichen Bildern und Prospekten kennt. Diese Straße haben wir im Übrigen auch schon im ersten Urlaub 2012 befahren.
Ich fahre also einmal hin und dann wieder zurück, auf der Suche nach einem schönen Plätzchen. Viele der Parkplätze sind schon größtenteils belegt, aber ich finde dann doch noch einen direkt am Wasser. Herrlich!

Was mir hier wieder sehr auffällt, es sind größtenteils nur Norweger mit Wohnmobilen unterwegs. Ausnahmen sind ein paar Deutsche, sonst sehe ich fast keine andere Nation. Die Corona Situation hat wohl auch den Wohnmobiltrend in Norwegen so richtig angeheizt. Also alles wie bei uns. Bin mal gespannt wie es in der Zukunft weitergeht, ich mache mir Gedanken wie es aussieht, wenn Corona vorbei ist und die Reisebeschränkungen aufgehoben sind. Ob man da noch solch schöne Plätze finden kann? Naja ich genieße erstmal den Augenblick und meine Reise, was weiß ich denn schon was noch kommt. Letztes Jahr um diese Zeit hätte ich ja auch nicht im Traum daran gedacht wie das Jahr 2020 verläuft. So bin abgedriftet, sorry.

Blick aus dem Wohn- Esszimmerfenster:

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Abends skype ich noch mit einem Kumpel und trinke mit ihm über mehr als 2000 Km Entfernung ein Bier und wir prosten uns via Bildschirm zu. Hier ein hoch auf die Technik! Ich wundere mich wieder mal über das Internet in diesem Land, ich meinte natürlich Norwegen und nicht Deutschland. Hier wundere ich mich höchstens wenn ich mal Netz habe. Hahaha.

Samstag 29.08.2020

Auch heute Nacht ist es wieder etwas Kalt geworden, so gegen sechs Uhr morgens mache ich mal die Heizung auf Klein und drehe mich nochmal rum. Gegen Sieben Uhr aufstehen, duschen und dann das Beste:

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Ein Frühstück mit Norske Brød, Kokt Skinke, øst und zwei Eier. Wat hab ich nun für ne Power! Die muss raus und losgelassen werden. Haha.

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Bin nun die Atlantikstraße nochmal gefahren, an einer Stelle parke ich den Theodor und spaziere am Wasser vorbei zu einem Hafen. Richtig toll hier.

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Als ich zum Theodor blicke, sehe ich wie ein Auto daneben parkt und mein erster Gedanke war, dass ich dort störe und ich das Auto wegfahren soll. Aber als ich dort ankomme ist es ein deutscher Kleinbus mit Kennzeichen „EE“. Da ich nicht weiß wo das liegt, frage ich einfach die Leute und nun weiß ich EE ist Elbe-Elster. Klasse wieder ein Kennzeichen mehr in meiner Liste. So komme ich ins Gespräch und dank deren Tipp kann ich nun eventuell doch noch meinen Reisetraum von einem Mietmotorboot in die Tat umsetzen. Die beiden sind auf einem Campingplatz ganz in der Nähe und dieser bietet Motorboote an. Klasse.

Direkt hingefahren und was soll ich sagen? Ich bekomme das letzte. Sogar mit Schiffsnavi - laut Aussage Vermieter.

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Na ist Nummer 5 kein 1a Motorboot?
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Die Einweisung ist knapp, der Vermieter fragt zuerst ob ich etwa alleine fahren will, als ich bejahe schaut er sehr sparsam und meint auf der Seekarte steht ja noch seine Telefonnummer. Was denkt er von mir? Als ob ich mich verfahren würde. HaH! Als Neuwikinger liegt mir die Seefahrt ja quasi im Blut. Wäre doch gelacht. Das was uns im Jahre 2018 passiert ist, als wir beinahe den Rückweg nicht gefunden hätten, brauche ich ja weder hier, noch bei dem netten Vermieter zu erwähnen. Und außerdem habe ich ja nun auch noch ein Navi!

Off Topic: Als wir 2018 das Boot oben an der RV 17 gemietet haben fand genau das WM Spiel Deutschland – Südkorea statt. Ich hatte noch überlegt, ob ich mir das Spiel ansehen oder mit dem Boot rausfahren soll. Als wir wiederkamen und man uns gesagt hat, das Deutschland verloren hat und aus dem Turnier ausgeschieden ist war ich froh über unsere Entscheidung mit dem Boot.

Hier kommt nun Teil zwei der Bootsvermietgeschichte ins Spiel. Das Boot hat zwar ein Navi, d.h. es ist so ein Kasten verbaut, wo Garmin drauf steht. Aber es funktioniert nicht. Da hätte ich auch ne Brotdose festschrauben können. Jetzt verstehe ich auch seine Frage. Aber was soll`s. Ich habe ja noch eine Seekarte. Und zwei Handys. Und Google Maps. Also los geht’s.
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Hier noch ein paar Bilder:

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Ich laufe natürlich wohlauf und sowas von souverän zurück in den Hafen ein und parke das Boot, das mir die anderen schon Zettel mit Haltungsnoten zwischen 9 und 10 entgegenhalten. Und ich glaube, der Vermieter ist mal so richtig froh sein Boot wieder zu haben.

Nach diesem erfolgreichen Tag brutzele ich mir was zu essen, es gibt Burger und danach ein Jever mit Meerblick. Was will man mehr?

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Achso eines noch, als ich abends draußen stehe kommt noch der Norweger an und spricht Norwegisch mit mir – genauso wie am Nachmittag als ich angekommen war. Und da habe ich bereits gesagt, dass ich nicht aus Norwegen komme. Aber wahrscheinlich kann er dies kaum glauben nachdem er mich mit dem Boot so Norwegisch verwegen hat einparken sehen. Ich find`s sehr lustig.


Das soll es zuerst einmal für heute gewesen sein.
Freue mich wenn es gefällt.

Gruß

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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon syltetoy » Fr, 25. Dez 2020, 17:59

Dein Bericht gefällt mir super, ich hab immer ein Grinsen im Gesicht. Tolle Fotos und eine sehr schöne Tour, ich freue mich auf die Fortsetzung:)
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Kumulus » Fr, 25. Dez 2020, 19:44

"Jever mit Meerblick" - mehr braucht es eigentlich nicht in Norwegen. Vielleicht noch den Wodka von den drei Australierinnen. Den hätte ich nicht ausgeschlagen - quasi als "Absacker" zum Feierabend.

Mir gefällt dein Bericht, mir gefallen deine Bilder und insgesamt weckt das natürlich Sehnsüchte. Für diese Jahreszeit im nasskalten Norddeutschland genau das Richtige, um auf einen schönen Urlaub im kommenden Jahr zu träumen.

Ich freue mich schon auf die Weiterfahrt und sage erst einmal
"Danke" für's Teilhaben.

Gruß
Marti
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Canadier » Sa, 26. Dez 2020, 11:00

Hallo Volker,
super RB.Sehr kurzweilig geschrieben und tolle Bilder!
Aber sag mal , irgendwas stimmt aber nicht mit dem Bild wo du mit dem Bier vorm Womo sitzt!?
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon jonn68 » Sa, 26. Dez 2020, 11:55

Danke für den tollen Bericht, ihr hattet ja tolles Wetter, 8)
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Dixi » Sa, 26. Dez 2020, 12:14

Vielen Dank für den schönen Bericht und Deine Aufwendungen.
Viele Grüße
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon Heidrun » Sa, 26. Dez 2020, 13:03

Super, noch ein Reisebericht! Was für ein schönes Weihnachtsgeschenk. :D
Sehr erfrischend geschrieben und schöne Bilder - ich freu mich schon auf die Weiterreise.
Danke und viele Grüße, Heidrun
Heidrun
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon volkermuenster » Sa, 26. Dez 2020, 16:49

Moin in die Runde,

lieben, lieben Dank für die super Rückmeldungen. Das freut mich und motiviert auch .... :-)

Canadier hat geschrieben:Hallo Volker,
super RB.Sehr kurzweilig geschrieben und tolle Bilder!
Aber sag mal , irgendwas stimmt aber nicht mit dem Bild wo du mit dem Bier vorm Womo sitzt!?


Ja jetzt fällt es mir auch auf, das Bild ist spiegelverkehrt. Ich habe noch mehr gemacht - diese kommen noch in dem Bericht - alle sind komplett gedreht. Das liegt wohl an meinem Handy - ich habe dies als Selfie mit Auslösefunktion gemacht, war ja alleine. Dann kommt das wohl falschrum raus.

Achso, jetzt gerade habe ich ne Funktion gefunden diese zu spiegeln - mache ich, dann wird es einfacher.

:-)
Heidrun hat geschrieben:Super, noch ein Reisebericht! Was für ein schönes Weihnachtsgeschenk. :D
Sehr erfrischend geschrieben und schöne Bilder - ich freu mich schon auf die Weiterreise.
Danke und viele Grüße, Heidrun


Mache ich - es geht gleich weiter....

Gruß
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Re: Reisebericht Norwegen - Nord Nord West Tour 2020

Beitragvon volkermuenster » Sa, 26. Dez 2020, 18:01

So - weiter geht`s......

Sonntag 30.08.2020

Heute habe ich doch schon eine Woche meines Trips rum. Es ist schon komisch, das man teilweise nicht mehr weiß wo man vor zwei Tagen übernachtet hat, wenn man so unterwegs ist. Nach dem Duschen frühstücke ich erst einmal. Eigentlich klar, mache ich jeden Morgen. Ist ja auch ne tolle Sache. Vor der Abfahrt mache ich noch ein paar Fotos vom Campingplatz.

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Fahre weiter Richtung Trondheim. Heute sollte ein relativ ereignisloser Tag werden. Ich fahre Richtung Kristiansund, nehme eine Fähre und erlebe erstmals seit langer Zeit richtigen Autoverkehr in und um Trondheim.

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Ich muss wirklich für diese Strecke den ganzen Tag gebraucht haben – ich finde sonst keine Aktivität. Ich kann mich noch erinnern, dass ich leicht genervt war. Ich wollte unbedingt an Trondheim noch vorbei und bis zum Stellplatz Steinvikholm fahren. Hier haben wir vor zwei Jahren mittags eine kleine Kaffeepause gemacht und mir war klar, dass ich hier gerne mal über Nacht stehen würde.

Gegen 17:30 Uhr erreiche ich den Platz an der alten Burg oder Festung. Es ist noch ein schöner Platz frei und so gehe ich zum „Infostand“ und schaue wie ich den Stellplatz bezahlen kann. Abgerufen werden hier 100,- Nok. Entweder Bargeld in einem Umschlag mit Abriss Schein oder mit einem elektronischen Bezahlsystem was ich nicht kenne. Nok in Bar habe ich nicht, so stecke ich einfach 10,-€ in den Umschlag. Tatsächlich kommt noch ein Herr mit Fahrrad kontrollieren – er findet die Lösung mit den Euronen aber auch als passend. Also alles gut. Hier unterhalte ich mich noch mit einer anderen Womo-Besatzung kurz aber nett und tausche Erfahrungen aus.
Hier stehe ich:

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Und so die Aussicht im inneren vom Womo:

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Montag 31.08.2020

Morgens Frühstück mit Rührei:

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In Levanger erblicke ich ein Hinweisschild auf eine historische Sehenswürdigkeit, eine Klosterruine. Und da ich nicht nur ein seefester Wikinger und reisender Entdecker, sondern auch ein wissenshungriger Universalgelehrte bin, lasse ich mir diese historische Stätte natürlich nicht entgehen. Klosterruine Munkeby – das hört sich doch mystisch an. Wer kann schon von sich behaupten bei dem Kloster Munkeby gewesen zu sein. Das spornt mich an. Ich schlage mich durch den schon seit haarhunderten zugewachsenen Waldweg, höre seltsame Geräusche---- ob das Nachfahren der Mönche sind? Wurden sie eventuell von Wikingern überfallen? Ermordet Gelyncht? Mir wird kalt. Aber unverzagt fahren Theodor und ich weiter…Irgendwann muss ich das Womo abstellen und zu Fuß weiter marschieren. Bis ans Ziel:

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Naja da gingen oben aber auch ein bisschen die Pferde mit mir durch – Entschuldigung.

In Steinkjer will ich mir noch das Egge-Museum anschauen, ein Museum das wohl zeigt wie in historischen Zeiten hier das Landleben aussah und mit welchen Geräten gewirtschaftet wurde. So habe ich es jedenfalls verstanden. Aber es hat leider geschlossen. Dann fahre ich halt weiter – bin ja flexibel. Ein kurzes Stück weiter biege ich auf den Namsosvegen ab, der wohl zur RV 17 wird. Ich komme an einem Gewässer vorbei und schaue auf die Uhr – es war kurz vor eins! Das gibt es nicht, ich muss unbedingt ein Platz finden für meine Kaffeepause. Und ich finde ihn, brauche mit Theodor nur Rückwärts eine sanfte Rampe runterfahren und stehe direkt am See:

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Das ist aber auch ein schöner Platz für Kaffee und Nutellabrød. Dann mache ich noch einen Abstecher nach Utvorda – warum weiß ich nicht. Vielleicht finde ich dort einen schönen Übernachtungsplatz. Aber eigentlich fahre ich die Strecke fast umsonst. Zwei Sachen sind aber Interessant: erstens habe ich eventuell einen Elch gesehen und zweitens treffe ich nette Dänen die dort campen und der Mann nach Muscheln taucht.

Ich bleibe aber nicht – kennt ihr dies das man irgendwie so ein Gefühl hat? Das man denkt ne ne hier nicht, fahr mal weiter? Ich habe kein ungutes Gefühl – aber irgendwie finde ich keinen so klasse Platz, dass ich am frühen Nachmittag schon Pause mache müsste. Also den Weg wieder ein Stück zurück und weiter auf die 17 Richtung Namsos. Gute Entscheidung!

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Namsos mit dem Fluss Namsen hört sich ja auch viel besser an. Ein Stückchen hinter Namsos fahre ich direkt am Fluss entlang auf der Suche nach einem schönen Plätzchen. Da sehe ich bei Google Maps auf der anderen Seite gibt es so eine Art Einbuchtung – das sehe ich mir mal näher an, vielleicht ist das ja was für mich. Ich fahre über eine schmale Brücke dann wieder auf der anderen Seite am Fluss zu der Einbuchtung. Es stellt sich heraus, dass das ein Angelplatz mit Feuerstelle und so einer Art Holzschuppen mit Bänken ist. Hier sitzt eine Norwegische Familie beim Essen und Angeln. Jetzt bin ich aber schon soweit runtergefahren, dass ich wenigstens hey hey sagen will. Ich frage dann noch, ob ich hier eventuell über Nacht stehen bleiben kann. Die Frau meint aber dies sei ein Privatgelände ist – aber es wäre kein Problem, sie hätte die Telefonnummer von dem Besitzer. Sie ruft den guten Mann an und ich höre nur das Telefonieren, dann kommt sie zu mir und sagt der Besitzer habe gefragt ob ich ein Sympathischer einer wäre und sie habe dies bejaht und so kann ich hier bleiben. Und außerdem kann ich ruhig zu ihnen rüberkommen. Ich lasse sie aber in Ruhe essen und angeln und mache mir lieber was zu essen. Hier ein paar Impressionen vom Platz. Im Hintergrund habe ich sogar ein paar Kraniche gesehen und gehört. Später unterhalte ich mich noch kurz mit ihnen es ist ein richtig toller Abend für mich – aber auch für die Fische. Denn sie fangen „ingen fiske“ . Also keinen Fisch.

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Bevor ich es vergesse, als ich mir was zu essen gemacht habe, kommt noch ein Mann mit einem Pick-up den Weg runtergefahren, parkt neben mir und spricht mit der Familie. Dann kommt er zu mir und er bietet mir sehr freundlich an so lange zu bleiben wie ich will, vor der Hütte wäre noch Holz für ein Lagerfeuer. Das ist wohl der Besitzer, der es sich nicht nehmen lässt selbst zu schauen wer da übernachtet. Ich fühle mich so richtig gut.

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Lagerfeuer Romantik (alleine und ohne Gitarre):

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Dienstag 01.09.2020

Heute Morgen, der Nebel zieht über dem Fluss. Einfach Herrlich.

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Nun mache ich mich weiter auf die RV 17 gen Norden. Mein Ziel ist die Insel Vega und dies aus zwei Gründen. Erstens hier waren wir bereits vor zwei Jahren leider bei nicht ganz so sonnigem Wetter und zweitens die Dame gestern hat mir dies empfohlen und mir noch einen Übernachtungstipp gegeben. Das hörte sich gut an und ich möchte dies mal ausprobieren.

So um zehn Uhr komme ich an einem Vogelschutzgebiet mit Beobachtungsposten vorbei, eine kleine Abwechslung und Spaziergang.

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Dann fahre ich an Brønnøysund vorbei nach Horn zur Fähre. Leider verpasse ich diese nur denkbar knapp und weil schon Nachsaison ist, muss ich so noch etwa zwei Stunden warten. Aber was soll´s. Mache ich halt bei schönstem Wetter Kaffeepause. Gibt schlimmeres..

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Dann auf die Fähre warten.

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Dann geht es los. Ist das kein Ausblick?

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Stellplatz finde ich wie am Vortag beschrieben:

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lasse noch den Abend schön ausklingen. Mit:

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Und:
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Es ist wirklich ein schönes Plätzchen hier. Ich drehe eine Runde und schaue was man so alles am nächsten Tag machen kann. Es werden zwei Wanderungen an einer Infotafel angepriesen und es gibt die relativ neuen Vega-Treppen. Die gehen unweit des Platzes ziemlich hoch hinaus. Da ich aber etwas Höhenangst haben, will ich morgen zuerst eine Wanderung am Atlantik vorbei machen.

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Mittwoch 02.09.2020

Es ist wieder kalt in dieser Nacht gewesen. Gegen sechs Uhr die Heizung und Warmwasser angestellt und dann noch ne Stunde eingeschlummert. Heute stehe ich aber früh auf und frühstücke schnell – ich will zeitig los. Gegen halb neun bin ich wanderbereit. Draußen sieht es echt richtig gut aus. Die Sonne kommt ganz langsam über die hohen Berge rüber und leuchtet schon den Inselberg gegenüber an.

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Nun gehe ich den (angeblich) markierten Wanderweg entlang. Scheinbar bin ich kein Freund von Norwegischen Wanderwegen, irgendwie finde ich einige wichtige Markierungen nie. Oder die Norweger, die für die Markierungen zuständig sind, haben Humor und Spaß daran, wie Wanderer durch die Gegend irren zu lassen. Ich falle dann tatsächlich auf die erste rote Markierung rein und folge einen vermeintlichen Wanderweg, als es dann über einen kleinen Bach geht, es immer mooriger wird und schließlich der Weg vor einem Zaun endet (die dünne plattgetretene Spur aber nicht), ist mir klar dass ich die ganze Zeit einer Art Wildwechsel gefolgt bin. Naja ein kleines Abenteuer ist ja auch was Schönes – jetzt weiß ich wenigstens, dass meine Wanderschuhe wasserdicht sind. Nachdem ich den richtigen Weg finde, klappt es auch wieder mit den Markierungen.

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Ich bin ganz alleine unterwegs, das Wetter ist herrlich und die Gegend richtig schön. Macht Spaß.

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Hier mal ein Panorama Versuch:
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Ich komme genau passend für eine Kaffeepause wieder zurück ans Womo. Am Nachmittag möchte ich auch noch ein paar Meter die Treppen hoch gehen.

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Mein besonderer Dank an dieser Stelle geht an Pavilas Degutis, Valdas Vicas, Liudvikas Aponkus, Ramunas Bendikas und an Darius Butkus. Das sind keine Zaubersprüche, sondern die Arbeiter die diese Treppe gebaut haben.

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Woher ich das weiß? Sag ich nicht, da müsst ihr schon selber hinfahren und auf die Suche gehen. Haha.

Ich zeige hier nur noch ein paar Bilder vom Abend – genauer Beschreiben brauche ich ihn nicht:

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Donnerstag 03.09.2020

Heute früh geht es wieder mit der Fähre aufs Festland. Im Nachhinein habe ich mich gefragt, ob ich nicht lieber einen Tag länger geblieben wäre. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich einmal während der Reise an einem Tag – ja wie soll ich sagen - so eine Art Reisekoller hatte. Wo ich mir Gedanken gemacht habe ob alles so richtig ist was ich mache, oder ob ich besser eine andere Route genommen hätte etc. Ich glaube das war an einem Tag der nicht so verlaufen war wie ich mir das vorgestellt hatte. Naja…

Ok weiter.

Ich fahre also wieder in Richtung Brønnøysund. Ich habe richtig Lust mal irgendwo was essen zu gehen. Oder nur in einem Café, Bistro oder so was. Ich gehe also durch das Städtchen, aber so was Richtiges finde ich nicht. Ein Restaurant macht erst später auf. Aber es gefällt mir trotzdem.

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So nun sind die Fotos auch richtig rum :-)

Auf der Weiterfahrt komme ich an einem Krigsminne Hinweisschild vorbei, welches ich schon vom Hinweg kenne. Diesmal will ich sehen was es damit auf sich hat. Biege also auf den schmalen Schotterweg ab und fahre kurz einen Hang hoch. Auf einem Parkplatz stehen auch Infoschilder, hier befand sich in den Jahren 1940-1945 eine deutsche Wehrmachtstellung. Als ich diese nach einem kurzen Spaziergang erreiche, ärgere ich mich, dass ich keine Taschenlampe mitgenommen habe, denn hier sind Gänge noch voll erhalten.
Auch stehen noch eine Kanone und so eine Art Flakscheinwerfer hier oben.

Zum Glück wird dieses Gelände nun von einer bestimmten tierischen Art zivil genutzt. Diese possierlichen Tiere sind aber sowas von neugierig, und kommen alle zu mir und folgen auch. Siehe Fotos unten.

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Gegen halb sechs erreiche ich einen Platz bei Trofors, direkt an einem Fluss. Hier stehen zwar schon vier Jungs mit einem Wohnmobil, aber es stört sie nicht wenn ich mich in die Nähe stelle. Der Abend ist unspektakulär und ich schlafe gut.

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Freitag 04.09.2020

Heute fahre ich nach Frühstück – hmmm Spiegelei – weiter auf die E6 südwärts. Ich werde etwas wehmütig, denn nun ist der Scheitelpunkt erreicht und es geht nun wieder Richtung Heimat. Ich könnte auch noch weiter fahren…

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An einem Parkplatz mache ich eine kurze Rast und treffe weitere Reisende, die aus Richtung Norden kommen, ein junges Pärchen war am Nordkap und ein älteres auf den Lofoten. Beide berichten unabhängig voneinander, dass es wohl richtig schlechtes Wetter dort oben gab. Mensch da hab ich aber mit meinem Reisewetter bisher richtig Glück gehabt, hoffe es bleibt so.

In Steinkjer halte ich beim ansässigen Biltema an, da wollte ich immer schon mal rein. Außerdem gibt es dort auch Burger. Mal schauen….

Ich bin richtig angetan, was es da alles gibt. Nachher gehe ich noch in dieses Restaurant und bestelle mir einen Burger mit allem.

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Weiter Richtung Trondheim, wo ich noch einen kleinen Stopp in dieser Amerika Erlebnis Café Ranch mache.

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Kurz vor Trondheim biege ich dann auf die FV 705 ab, da ich ja grobe Richtung Røros will. Kurz vor Tydal fahre ich dann einen Waldschotterweg lange 9km hoch und erreiche schon fast im Dunkeln und bei Regen einen schönen Stellplatz für die Nacht. Fotos mache ich am Abend nicht mehr – es hat geschüttet wie aus Eimern. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich an diesem Abend bereits um kurz nach acht in die Koje gelegt und bis morgens durchgeschlafen habe. Auch gut.

Samstag 05.09.2020

Hier die Bilder vom Morgen:

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Ich fahre nach einer kurzen Wanderung zu einem Wasserfall und an diesen Waldweg entlang, wieder die Strecke zurück und weiter Richtung Røros. Hier sind mehr Schweden unterwegs als Norweger. Ich schaue sicherheitshalber mal aufs Navi, ob ich nicht schon zu weit gefahren bin.

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Hier sehe ich einige Rentiere. Weiße:

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Braune:

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Jetzt besuche ich Röros, naja ein nettes Städtchen, aber für mich alleine hat sich der Abstecher nicht gelohnt. Für Mareike wäre es bestimmt was gewesen, aber naja was soll´s. Gönne mir eine Hefeschnecke mit Kaffee und fahre dann weiter. Ach so ein Eis esse ich auch noch.

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Von den angepriesenen Leckereien habe ich leider nichts bekommen, die Cafés sind alle brechend voll.

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Ich Ver- und entsorge noch und fahre danach südwärts bis Tynset und dann Richtung Nord West auf die E3. Ich will wieder auf die E6 um südlich von Oppdal eine Wanderung ins Dovrefjell unternehmen. Irgendwie bin ich müde an diesem Tag und so mache ich mir keine große Mühe mit der Stellplatzsuche. Finde einen Platz in Oppdal auf einem großen Areal wo auch noch ein anderer Camper auf der anderen Seite steht. Ganz glücklich ist die Auswahl nicht, denn es ist ja Samstagabend und die jugendlichen haben hier in der Gegend wohl keine richtige Auswahl an Wochenendabendvergnügungen, außer mit laut aufheulenden Motoren immer hin und herzufahren. Hätte ich bzw. habe ich mit 18 auch gemacht. Aber ich schlafe dennoch gut.

Sonntag 06.09.2020

Am nächsten Morgen geht es früh Richtung Kongsvoll, will zu den Moschusochsen! Ich bin einigermaßen früh wieder auf der E6 unterwegs. Beweisfoto: achtet auch mal auf die Temperaturanzeige.

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Ich finde mit Mühe noch einen passenden Parkplatz an der Straße und ziehe mir meine Wanderschuhe an, packe Proviant in den Rucksack und dann geht es los. Es ist Kühl aber die Sonne scheint. So mag ich das….

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Das erste Stück geht es steil einen Waldweg hoch, danach ist mir nicht mehr kühl. Oben komme ich dann auf diese freie Fjellfläche. Hier mache ich keine Experimente und gehe den markierten Hauptweg.

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Und ich sehe hier tatsächlich eine kleine Horde Moschusochsen, es sind fünf Erwachsene Tiere und ein Kalb. Mit dem Fernglas kann ich sie richtig gut sehen, mit dem Smartphone klappt die Aufnahme nicht ganz so gut. Aber die dunklen Punkte, das sind sie.

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Es ist eine richtig gelungene Wanderung, habe die Ochsen gesehen, eine schöne Pause mit Picknick gemacht, alles gut. So bin ich dann weiter und bei einem Platz den wir im vorigen Urlaub entdeckt hatten, lege ich eine Kaffeepause ein.

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Meine erste Überlegung, hier zu übernachten, verwerfe ich. Erstens geht hier direkt die Straße vorbei, zweitens will ich lieber noch den einen oder anderen Kilometer machen.

Und was soll ich sagen, es ist die richtige Entscheidung. Hinter Folldal finde ich ein schönes Plätzchen direkt an einem Fluss, die Straße in einiger Entfernung hört man so gut wie nicht.

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Den Abend verbringe ich wie so oft mit Essen und Videocall mit zuhause.

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So, mache jetzt mal Pause :-)
Bald geht´s weiter.

Gruß
Der Volker
"Man wird nie ein neues Land entdecken, wenn man immer das Ufer im Auge behält."
(Volksweisheit)
Unterwegs in unserem Theodor-Sunlight T60
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