Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon Andrea.t77 » Di, 09. Mär 2021, 16:31

Ach wie schön... *seufz*...
Ende Mai 2015 war der Aurlandsvegen noch gesperrt, aber wir waren hoch gefahren, so weit man konnte. Herrlich :)

Vielen Dank für die Fortsetzung :wink:
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon KaFei » Di, 09. Mär 2021, 16:33

Ich bin da an einigen Orten vorbei gefahren, aber das war ja auch erst mein erster Roadtrip in die Gegend. Ich behaupte an anderer Stelle schließlich nicht grundlos, dass man 3 mal die gleiche Strecke fahren kann und einem keiner glaubt, dass die Bilder vom gleichen Ort sind ;)

Gamle Lærdalsøyri hatte ich zu dem Zeitpunkt allerdings auch gar nicht auf dem Schirm, da ich mir nur grobe Tagesziele ausgepickt habe und auf gut Glück mal hier und mal da abgebogen bin. So waren am Morgen dieses Tages weder Solvorn, noch Urnes eingeplant.
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon KaFei » Di, 09. Mär 2021, 16:40

Andrea.t77 hat geschrieben:Ach wie schön... *seufz*...
Ende Mai 2015 war der Aurlandsvegen noch gesperrt, aber wir waren hoch gefahren, so weit man konnte. Herrlich :)

Vielen Dank für die Fortsetzung :wink:


An dem Tag, als der größte Teil des 2015 liegenden Schnees vom Himmel kam, bin ich bei schönstem Sonnenschein im Pullover durch Bergen marschiert. 80 km weiter östlich ging das totale Chaos los. (Bergenbahn dicht, Oslo Flughafen dicht,...)

https://hurtigforum.de/wbb/index.php/Th ... -05-04-15/
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon volkermuenster » Di, 09. Mär 2021, 18:13

Moin KaFei,

klasse - es geht weiter! Vielen Dank, toller Bericht und schöne Fotos.

Gerade diese Etappe erinnert mich an meine 2020 Norwegenreise - s. meinem Bericht hier im Forum.
Bin auch die Passstraße über das Aurlandsfjell gefahren - das kommt mir alles bekannt vor.

Unter anderem deswegen finde ich den Bericht ja auch so toll!

Bitte, bitte weitermachen:-) :-)

Gruß
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon Canadier » Di, 09. Mär 2021, 18:41

Hätte jetzt nicht damit gerechnet das man am 13 Juni noch auf solche Schneemassen trifft!
Ansonsten , toller RB! Reise gerne mit dir weiter! Bild
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon Kumulus » Di, 09. Mär 2021, 19:50

Gudvangen, Flam, Aurlandsvangen und den Schneeweg - eine meiner Lieblingsgegenden. Da werden Erinnerungen und Sehnsüchte wach.

Danke für diese schöne Fortsetzung.
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon artep » Di, 09. Mär 2021, 22:20

Aus dem Ort führt eine kleine Straße, kaum breiter als ein Feldweg, hinauf zum Aussichtspunkt Stegastein. Die Straße ist gerade breit genug für ein Fahrzeug, doch es kommen natürlich auch Fahrzeuge entgegen.

Die Straße wurde vor einigen Jahren aber schon deutlich entschärft, so viele Leitplanken und Betonbegrenzungen gab es früher nicht. Und wo es ging, wurden auch neue Ausweichstellen geschaffen.
Der kleine Halteplatz mit Aussicht (auf halber Höhe zum Stegastein) wurde auch neu gebaut.

...entschließe ich mich auf der Ostseite des Fjords zurück nach Ornes zu fahren. Diese Straße hat es jetzt wirklich in sich, kaum breiter als mein Auto und direkt am Ufer, dazu noch unbeleuchtete Tunnel, so macht das Fahren richtig Spaß...

Ich weiß nicht, ob es noch so ist: An den unbeleuchteten Tunneln an dieser Straße hing an jeder Einfahrt eine Art Briefkasten, in dem Taschenlampen (wohl für Fußgänger) drin waren - also Lampe nehmen, durch den Tunnel laufen und am anderen Ende die Lampe wieder in den Kasten legen.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon KaZi » Mi, 10. Mär 2021, 19:00

Oh ja, der Aurlandsvegen. Das war ein Highlight, dass wir bei strahlendem Sonnenschein genießen durften. Danke für die tolle Fortsetzung. :D
Gruß Karsten


https://www.kazis-seite.de
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon Voronwe » Do, 11. Mär 2021, 21:13

Danke für den Bericht, da habe ich auch schon einiges wiedererkannt.

artep hat geschrieben:
Aus dem Ort führt eine kleine Straße, kaum breiter als ein Feldweg, hinauf zum Aussichtspunkt Stegastein. Die Straße ist gerade breit genug für ein Fahrzeug, doch es kommen natürlich auch Fahrzeuge entgegen.

Die Straße wurde vor einigen Jahren aber schon deutlich entschärft, so viele Leitplanken und Betonbegrenzungen gab es früher nicht. Und wo es ging, wurden auch neue Ausweichstellen geschaffen.
Der kleine Halteplatz mit Aussicht (auf halber Höhe zum Stegastein) wurde auch neu gebaut.
.


Die war früher noch schlimmer? Ich hab da jetzt schon beim Fahren Blut und Wasser geschwitzt, vor allem wegen des Verkehrsaufkommens.
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon Kumulus » Do, 11. Mär 2021, 21:53

artep hat geschrieben:Der kleine Halteplatz mit Aussicht (auf halber Höhe zum Stegastein) wurde auch neu gebaut.


Das ist der Parkplatz, auf dem im Sommer 2019 ein Wohnmobil beinahe abgestürzt wäre, weil der Fahrer vergessen hatte, die Handbremse zu nutzen.

https://www.welt.de/vermischtes/article ... ndert.html
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon KaFei » Mo, 22. Mär 2021, 13:26

14. Juni 2015

Skjolden – Sognefjell – Geiranger – Åndalsness

Nach dem Frühstück geht es weiter, ich verlasse den Campingplatz Vassbacken und fahre Richtung Fortun, wo mitten im Ort die Straße auf das Sognefjell abknickt. Schon recht schnell geht es das erste mal steil bergan. Nach einigen Haarnadelkurven bietet sich eine schöne Aussicht über das Tal und das Örtchen Fortun.

Bildleaving Skjolden by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildclimbing out Sognefjorden by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildLuster by Sebastian Tretiak, auf FlickrBildLusterdalen by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildstill climbing by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Wie auch gestern am Aurlandsfjell finde ich mich recht schnell im Winter wieder und nach einer ganzen Strecke erklärt sich auch das vermehrte Aufkommen von Fahrzeugen mit Skiboxen. Kurz vor dem höchsten Punkt des Passes ist am Sognefjell Skisenter der Bär los, alle Parkplätze sind belegt und scharen von Skilangläufern tummeln sich auf den bestens präparierten Pisten.


BildSchnee by Sebastian Tretiak, auf FlickrBildviel Schnee by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildSchneetunnel by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildSkiing by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Nach einer Kaffeepause bei schönstem Sonnenschein geht es weiter. Ich folge einem Reisebus auf dem weiteren Weg, lasse mich jedoch recht schnell zurückfallen und folge der Straße in Richtung Lom.

BildSnowalley by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bilddamusserdurchderlurch by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildwolleautokaufen by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildwo_ist_der_Schnee_hin by Sebastian Tretiak, auf FlickrBildKnitted tree by Sebastian Tretiak, auf Flickr






Am Liasanden Parkplatz lege ich noch eine längere Pause ein.

In Lom möchte ich die Stabkirche besichtigen, allerdings sind kurz vor mir mehrere Busladungen von Touristen angekommen, und rings um die Kirche geht es zu wie beim Schlussverkauf. Recht schnell mache ich mich auf den Weg nach Geiranger. Auf dem RV 15 folge ich dem Verlauf der Otta.

Bildlawnroofer by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildStavechurch by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bilddragon by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bilddalen by Sebastian Tretiak, auf Flickr




Langsam gewinnt die Straße an Höhe, und ich mache eine gefühlte Zeitreise in den Frühling, die Temperaturen werden wieder einstellig und Seen neben der Straße sind noch gefroren.

Bildlauching by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildfreezing by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildheavenly by Sebastian Tretiak, auf Flickr



Am Langvatnet biege ich auf die Touristenstraße Geiranger / Trollstigen ab. Langsam aber stetig geht es jetzt wieder bergab und der erste Blick auf das Geiranger Tal wird möglich.

Bildfamousview ahead by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildstill ahead by Sebastian Tretiak, auf Flickr



Da der Aussichtspunkt Dalsnibba in dichte Wolken hüllt verzichte ich auf einen Besuch, und mache auf dem hinteren Parkplatz des Flydasjuvet Viewpoints erstmal Mittagspause, bevor ich mich an der Aussichtsplattform ins Getümmel stürze. Im Fjord liegt ein Costa – Kreuzfahrtschiff und einige Zeit später läuft die nordgehende Hurtigrute MS Finnmarken auf ihrem Touristen Abstecher in den Ort ein und das Austendern beginnt.

Bildarround the corner by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildHrtgrtn by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildsosmallisfinnmarken by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildoldsmobile by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildund tschuess by Sebastian Tretiak, auf Flickr
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Im Örtchen Geiranger ist die Hölle los, ein Fortkomen ist maximal mit Schrittgeschwindigkeit möglich, und von Parkplätzen wollen wir erst gar nicht reden. Die Lawine aus Wohnmobilen und Reisebussen treibt mich recht schnell aus dem Ort. Auf Serpentinen geht es wieder aufwärts. Am Aussichtspunkt Örnesvingen sind wegen Straßenbauarbeiten der Parkplatz und eine Fahrspur gesperrt. Auf der anderen Spur sind ein Dutzend Reisebusse Stoßstange an Stoßstange geparkt. Ein Vorbeikommen ist schwer möglich und ein Anhalten gar unmöglich.

Bildwo ist der Spiegel hin by Sebastian Tretiak, auf Flickr

So folge ich 2 Reisebussen des Hurtigruten Ausflugs „Geiranger – Trollstigen“ in Richtung Eidsdal. Allerdings bewegen die Fahrer ihre Gefährte durchwegs über dem Tempolimit und ich lasse recht schnell abreißen.

Bildanother launch by Sebastian Tretiak, auf Flickr


Zu sehen gibt es leider gerade auf Grund von Nebel und Regen recht wenig. In Eidsdal habe ich die beiden Busse jedoch wieder eingeholt. Sie warten auf die Fähre, die gerade anlegt. Die Busse gehen mit als erste Fahrzeuge auf die Fähre, ich als einer der letzten, und schon geht es über den Fjord.
Bildferry by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildvalldalen by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildStrawberrypotatoes by Sebastian Tretiak, auf Flickr



Beim Ausschiffen kommt es zu einer Verzögerung. In einem der Ausflugsbusse fehlt ein Passagier. Nach einigen Minuten klärt sich die Situation und nun können auch die Fahrzeuge, die hinter den Bussen standen die Fähre verlassen.
Zügig ziehen die Busse nun davon, während ich es langsamer angehen lasse. An der Schlucht Gudbrandsjuvet treffe ich ein, als die Hurtigruten Ausflügler gerade wieder von den Guides in die Busse „getrieben“ werden. Ich sehe mir die Schlucht in Ruhe an und erkunde auch ein wenig der Umgebung. Einsetzender Starkregen zwingt mich jedoch bald zur Weiterfahrt.

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BildRauschendenbach by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Durch eine dichte Wolkendecke nähere ich mich dem Trollstigen Besucherzentrum.

Bildüber den wolken by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildHochebene zu Ende by Sebastian Tretiak, auf Flickr


Gerade fahren die Hurtigruten Busse ab.
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BildSackgasse by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildzigzag by Sebastian Tretiak, auf Flickr


Nach einem Fotostop mache ich mich an den „Abstieg“. Die viel beworbenen und spektakulären Trollstigen entpuppen sich bei der Abfahrt als deutlich entschärfte, sehr breite Straße ohne wirkliche Engstellen. Aber von den Aussichtspunkten und auf Bildern sehen sie schon spektakulär aus, darum kann ich den „Hype“ verstehen.
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Bildgotten down by Sebastian Tretiak, auf Flickr




Am späten Nachmittag erreiche ich das Endziel des Tages, das Vandrerheim in Åndalsness. Im Supermarkt fülle ich noch meine Vorräte auf.
BildFeierabend by Sebastian Tretiak, auf Flickr
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon volkermuenster » Mo, 22. Mär 2021, 21:29

Danke, danke.

Klasse es geht weiter!
:D

Gruß
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon Kumulus » Di, 23. Mär 2021, 19:33

Eine schöne und erlebnisreiche Tagesetappe. Auch hier kann ich nur in Erinnerungen schwelgen. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Zeit gelassen. Aber ganz so schnell wie die Hurtigruten-Touristen warst du dann ja doch nicht unterwegs.
Danke für diese schöne Fortsetzung
Martin
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon KaFei » Mi, 24. Mär 2021, 18:25

Ja, Streckenmässig habe ich schon einiges abgerissen an diesem Tag, aber einerseits hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt und andererseits hatte ich mich im Voraus auch nicht besonders in die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke eingelesen, und so auch einiges liegenlassen. Aber die Tour war ja auch ein "Reinschnuppern" und "Auskundschaften".
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Re: Auf der anderen Seite der Berge, Südnorwegen Juni 2015

Beitragvon KaFei » Sa, 03. Apr 2021, 13:00

15. Juni 2015
Åndalsness – Molde – Hellesylt

Mein nächstes Ziel ist nur einen Katzensprung von Åndalsness entfernt, das Städtchen Molde. Nach einem guten Frühstück mache ich mich entlang des Romsdalsfjord auf den Weg.

BildMorgenstund by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildMisty Mountain by Sebastian Tretiak, auf Flickr




Vor der Ortschaft Isfjorden liegt die Costa Fortuna, die ich gestern schon im Geirangerfjord getroffen habe. Die Landausflügler werden gerade ausgetendert.

Bildlittle Harbour by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildCosta Fortuna by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Eine Fährbverbindung später (Åfarness – Sølsnes) ist der Moldefjord erreicht. Ich fahre nun mitten durch das „Molde – Panorama“. Leider kommen die Wolken immer Tiegfer und als ich den Stadtrand von Molde erreiche setzt Starkregen ein.

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BildFerrycrossing by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildboarding by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildbridge to Molde by Sebastian Tretiak, auf Flickr


In Molde suche ich zuerst das Hostel, dieses ist jedoch entgegen der Website noch bis zum 24. Juni geschlossen und wie fast überall in der Stadt ist Parken verboten. Der Plan zum Aussichtspunkt Varden zu fahren schlägt ebenfalls fehl, wegen Bauarbeiten ist die Straße dorthin gesperrt. Also Parke ich mein Auto am Stadion und erkunde die Innenstadt und die Hafengegend um das Stadion. Ich bleibe solange meine Kleidung dem Regen trotzt in der Stadt und mache mich dann auf den Weg zum Auto, wo an die Planung der Weiterreise gehe. Aufgrund des Wetters macht ein Abstecher nach Kristiansund und zur Atlantikstraße heute keinen Sinn, und so entschließe ich mich auf „Südkurs“ in Richtung Bergen zu gehen.
Ich nehme die Fähre nach Vestness und genieße die Ausfahrt aus Molde.

BildHaaland in der C - Jugend by Sebastian Tretiak, auf Flickr


Auf der E39 fahre ich zuerst in Richtung Ålesund. Da es noch relativ früh ist mache ich einen Umweg über Ålesund. Ich gehe eine Runde durch die Fußgängerzone, und mache mich dann auf den Weg zum Hostel, allerdings gibt es in der Umgebung (laut Aussage des Hostelpersonals) keine Möglichkeit mein Auto zu parken (die nahegelegene Tiefgarage ist wegen Bauarbeiten gesperrt) und die Parkgebühr für einen Tag übersteigt den Übernachtungspreis. So wechsele ich meinen Parkplatz und bleibe die erlaubten 2 Stunden dort stehen, während ich noch einmal in die Fußgängerzone gehe und mir einen Nachmittagskaffe mit Rosinenbolle (25 NOK im Narvesen, ich nehme jeden mit, der mir über den Weg läuft ) gönne.

Bildferry for one by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildGimli at home by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildFruehstueck by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildAbendessen by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildVenedig by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildApo theke by Sebastian Tretiak, auf Flickr

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BildAalesund mountainroad by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildAalesund Harbour_1 by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildAalesund harbour by Sebastian Tretiak, auf Flickr

Bildwarte by Sebastian Tretiak, auf Flickr




Am späten Nachmittag verlasse ich die Stadt und nehme die Fähre nach Sykkylven. Eine Stunde und eine Riesenbaustelle später erreiche ich den Aussichtspunkt an der Einfahrt zum Geirangerfjord. Auch das Wetter meint es hier noch einmal gut und es klart auf.

Bildrechtsgehtsnachgeiranger by Sebastian Tretiak, auf Flickr

BildRainbowfjords by Sebastian Tretiak, auf Flickr


Etappenziel ist heute Hellesylt, als ich ankomme verlässt gerade die Costa Favolosa den Hafen und die Touristenfähre von Geiranger legt gerade an, um dann hier Feierabend zu machen.
BildCosta Favolosa by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildUm die Ecke by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildlast Tour of the day by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildFeierabend by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildold Mill by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildWaterfalls by Sebastian Tretiak, auf Flickr
Bildalle wech by Sebastian Tretiak, auf Flickr
BildHosteldesGrauens by Sebastian Tretiak, auf Flickr



Im Hostel Hellesylt buche ich ein Zimmer für die Übernachtung. Am Hostel ist eine Containersiedlung für die Bauarbeiter der nahegelegenen Großbaustelle errichtet, und der Parkplatz ist gut gefüllt. Die Rezeption ist in einem der Container untergebracht und beim Eichecken werde ich gebeten mein Auto vom Parkplatz zu fahren, da dieser nur für die Mitarbeiter der Baustelle ist. Ich soll auf einem Platz oberhalb des Hostels parken, der über einen steilen Schotterweg zu erreichen ist, den ich nur mit Mühe befahren kann, da dieser so eng und steil ist, dass mein Auto an einer Stelle sogar mit dem Unterboden aufsetzt. Der „Parkplatz“ erinnert auch eher an einen Schrott- oder Müllplatz. Endgültig bedient bin ich, als ich in das Gebäude des Hostels gehe und mein Zimmer sehe. Der Zustand des Bettes bringt mich dazu mir eine Iso – Matte aus dem Auto zu holen und diese „sicherheitshalber“ auf die Matratze zu legen. Auch der Rest des Hostelgebäudes macht einen heruntergekommenen Eindruck. Die Möbel im Gemeinschaftsraum scheinen direkt vom Sperrmüll zu kommen, die Gemeinschaftsküche (eine ehemalige Gastronomieküche) sollte zum biologischem Sperrgebiet erklärt werden, und die ehemalige Rezeption und umliegenden Räume die nicht mehr benutzt werden dienen als Lager für ausrangierte Möbel. Die ganze Szenerie erinnert an einen Lost Place oder an einen Horrorfilm. Passend dazu hängt gegenüber der Rezeption ein Plakat von Hostelling International mit den Hostels in der Umgebung, allerdings von 1998. Dieses scheint auch das letzte Jahr gewesen zu sein, dass sich jemand ernsthaft um das Gebäude gekümmert hat. Die einzigen Sanitäranlagen befinden sich im Erdgeschoss, allerdings muss man auf dem Weg dahin durch die Waschküche und auf den Fluren dorthin reihen sich mehrere Kühltruhen aneinander (die mit den Glasdeckeln wie im Supermarkt) deren Inhalt mich davon abschreckt am nächsten Morgen hier zu frühstücken. Überraschenderweise sind die Duschen sauber und „relativ“ neu.
An diesen Tag mache ich einen Haken und hefte ihn unter „zum Vergessen“ ab.


Wer sich selbst mal ein Bild vom Hostel machen will:
https://www.tripadvisor.de/Hotel_Review ... orway.html
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