Hallo,
zunächst solltet Ihr Euch darüber klar werden, was genau Ihr machen wollt. Denn Rucksack schultern und 3-4 Wochen durch die "Wildnis" stapfen wird nicht funktionieren, schon lange nicht ohne intensive Vorbereitung.
Wenn Ihr bisher noch keine Weiterwandererfahrung habt, ist es ohnehin ratsam erst einmal mit kleineren Tour anzufangen.
Aslo eher mit Öffentlichen/trampen? das Land zu bereisen und das mit Wandertouren zu verbinden.
Es ist aber gerade im Süden nicht ganz leicht Plätze zu Wildcampen (in besiedelten Gebiet) zu finden, vor allem wenn man nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist (siehe dazu auch hier:).
Campingplätze kosten.
Es ist generell nie ungerfährlich in den Bergen unterwegs zu sein, aber nicht wegen irgendwelcher wilden Tiere, sondern weil man sich leicht erhebliche Verletzungen zuziehen kann.
Das Gelände ist oft felsig, es gibt Passagen mit Geröll, der Fels kann wegen des vielen Wassers schlüpfrig sein.
Das Wetter kann schnell umschlagen (Nebel) und die Orientierung erschweren.
Für Anfänger ist es schwierig das Laufpensum richtig abzuschätzen, ist man erschöpft verletzt man sich schneller.
Gute und relativ günstige Zelte bauen z.B. Tatonka, Vaude, Rejka, Vango...
Geht in einen Outdoorladen und lasst Euch beraten. Um die 300 Euro für ein 2 P Zelt müßt Ihr allerdings einplanen.
@Gerhard mindestens 10000mm halte ich für zu streng, dann würde ja z.B. Helsport komplett durch den Rost fallen und die bauen richtig gute Zelte

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Was den Rucksack angeht, so würde ich je nach Platzbedarf mindestens 65-70l sagen (ich habe einen 85l Sack, meine Frau 70l).
Am wichtigsten ist, der Rucksack muß passen.
Das kann man nur feststellen, wenn man genug Zeit hat um den gepackten Rucksack auszuprobieren. Also entweder online mehrere Modelle bestellen und zu Hause probieren - so mache ich das.
Oder zum Outdoorhändler, der gepackte Rucksäcke bereitstellt (Globetrotter).
"Dünne" Schlafsäcke sind für die norwegischen Berge nicht geeignet. Es kann auch im Sommer richtig kalt (<0) werden, wenn man erschöpft ist friert man schneller und dann ist etwas Reserve sinnvoll.
Ich würde einen Schlafsack mit -5 Komforttemperatur empfehlen. Nach den heute üblichen EN Normen wären das für einen Mann de untere Komforgrenzwert, für eine Frau der Obere.
Mindestens genauso wichtig ist eine vernünftige Isomatte. Also kein billiges PE Teil aus dem Baumarkt.
Die von Gerhard genannten selbstaufblasenden Thermarest sind gut, bequem, aber auch teuer. Nicht ganz so bequem, aber leichter und billiger sind Matten aus EVA Schaum wie z.B. diese hier:
http://www.sackundpack.de/product_info. ... ucts_id=92.
Das Wasser in den norwegischen Bergen kann man i.d.R. bedenkenlos trinken. Es gibt endlos viele Flüsse und Bäche und schnellfließendes Wasser behandle ich nie.
Vorsicht würde ich in der Nähe von Hütten walten lassen, die haben meist Plumsklos und mich hat es hier schon mal ganz böse erwischt.
Für den Fall der Fälle schadet es nicht Micropur o.ä. zur Entkeimung dabei zu haben.
Gruß,
Andrej