Zelten auf Lofoten

Alles rund um Camping und Wohnmobile/Gespanne

Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Christian König » Do, 23. Jan 2003, 14:33

Hi Olli!
Olli hat geschrieben:Wir möchten es vorher nochmal gerne impregnieren. Hat da vielleicht jemand eine Empfehlung :?:

In der Regel sind Zeltstoffe beschichtet und nicht imprägniert. Das macht die Sache ein wenig komplizierter, da Du so nicht einfach irgend ein Mittel (wie z.B. beim Schuh) drüber sprühen kannst. Du müßtest also praktisch eine neue Beschichtung aufbringen. Dafür gibt es wohl auch die entsprechenden Mittel, kann mir aber kaum vorstellen, daß das eingermaßen vernünftig funktioniert. Selber habe ich das noch nicht ausprobiert, aber vielleicht hat jemand anders schon mal Erfahrungen damit gemacht.

Normalerweise werden vernüftige Zelte nicht einfach mal so auf großer Fläche undicht. Es könnte eher sein, daß z.B. eine Naht zu tropfen beginnt. Dafür gibt es dann sogenannten Nahtdichter, der über die entsprechende Stelle drüber geschmiert wird (Beschichtung im Kleinformat ;-), die auch recht leicht aufzubringen ist ).

Ansonsten könnte mit der Zeit auch der Boden undicht geworden sein. Das merkst Du allerdings wahrscheinlich erst im Gebrauch, wenn Du Dich schön kräftig auf den Boden kniest. Sollte es nicht zu schlimm mit dem Wassereinbruch sein, wird wahrscheinlich eine unter das Zelt gelegte Plane als Maßnahme schon ausreichen.

Bau doch, wenn möglich, Dein Zelt im Garten auf (Regen haben wir ja zur Zeit wieder mal genügend ;-) ) und schau nach 24 Stunden einmal nach ob da irgendwo Wasser durch gekommen ist. Dann weist Du mehr.

Ich wollte Dich mit den Tips nicht verunsichern, denn wenn ich mich recht erinnere übernachtet Ihr auf Campingplätzen. Dann ist es ja auch immer noch möglich mal auf eine Hütte auszuweichen, falls das mit dem Zelt doch nicht so funktioniert, wie es sein sollte.

Gruß,
Christian
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Lutz » Do, 23. Jan 2003, 17:34

Hallo Olli!
Hier gibt es gute Zeltinformationen:
http://www.globetrotter.de/de/beratung/ ... zelte1.php?
Meine Erfahrung sind: Zelte mit "Stehhöhe" sind nie windfest (!!!), aber wenn man beim Aufbau ein bißchen aufpaßt wo der Wind herkommt, oder kommen könnte, sollte man eigentlich keine Probleme kriegen. Die besten Tipps die ich dir geben kann : Hoffe auf gutes Wetter, wähle den Standplatz sorgfälltig aus und verärgere die Trolle nicht :wink: , dann kann eigentlich nichts schief gehen.
Gutes Imprägniermittel gibt es übrigens auch bei "Globetrotter.de"
Gruß Lutz
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon uteligger » Do, 23. Jan 2003, 19:12

Hei Olli!

Es geht auch ohne Zelt
und
Komfort kommt auch nicht vor :D

Ich bin vor 25 Jahren mit einem Lada Kombi 8) zum ersten Male durch ganz Skandinavien gereist.
Grobe Ziele waren Göteborg, Stockholm, Jokkmokk, Ivalo, Inari, Kirkenes, Nordkapp, Alta, Kautokeino, Hammerfest, Lofoten, Trondheim, Bergen, Geiranger, Lom, Gol, Otta, Lillehammer und zum Schluss Oslo mit all seinen Museen und Galerien. Also einmal rum und kreuz und quer. 7 Wochen lang. August und September.
Mein Kumpel und ich hatten zwar auch ein kleines Zelt mit, benutzten es aber nie. Wo wir gerade waren, wurden die Liegesitze herunter geklappt und rein in die Penntüten. Alle 3-4 Tage steuerten wir irgendeinen Campingplatz an. Wir zogen in eine Hütte nahmen durch ausgiebigen Einsatz von warmen Wassers wieder menschliche Züge an. ( vor dem Duschen obligatorischer Wortwechsel:
du stinkst! Nee, du stinkst besser! ). Unsere ausgewogene Ernährung bestand hauptsächlich aus Schmalzfleisch, Eisbein in Aspik, Ravioli und Schwarzbrot. Alles aus der Dose. Waren wir beide doch erst gerade von der Bundeswehr entlassen worden. Legendär ist die Übernachtung auf dem Dalsnibba im Schneetreiben. Ich saß vorne auf dem Beifahrersitz, habe Kartoffeln und Zwiebeln geschält, nach hinten gereicht, wo mein Kumpel mit Eiern und Mettwurst dann auf dem Trangiakocher die besten Bratkartoffeln zauberte. Am nächsten Tag schliefen wir etwas länger, der Schnee auf den Fensterscheiben lies das Tageslicht nicht durch. Beim Mittagsfrühstück mit Schwarzbrot, Schmalzfleisch und Neskaffee wurde einstimmig beschlossen, wieder nach Geiranger zu fahren um nochmals unsere durchgefrorenen Körper in die Dusche auf den Campingplatz zu stellen.
Ich habe nie wieder einen Skandinavienurlaub so intensiv erlebt. Über die vielen Erlebnisse und Anekdoten quatsche ich heute noch mit meinem Kumpel. Weißt du noch, wie die in Tromsö uns beglotzt haben? Ja, morgens, in der Fußgängerzone beim aufstehen, da hatten wir doch schon das Rentiergeweih aus Kautokeino am Dachgepäckträger.....das muss ja blöd ausgesehen haben.

Hilsen
Axel
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Joeggi » Do, 23. Jan 2003, 23:32

Tja mit dem Zelt ist das so eine Sache.

Jedenfalls hat mein HighPeak-Zelt "Labrador" mit Alu-Gestänge in Fredvang, 1996 die Windstärke 10 überstanden. Einziger Nachteil: der Regen kam waagerecht zwischen Boden und Zeltunterkante durch :o
Ein Kuppelzelt haben wir in Schweden bei einem wirklich schweren Gewittersturm mal von "innen mit den Händen stabilisiert". Das Zelt war nur noch einen halben Meter hoch (normal 1,90m) und die Zeltstangen drohten uns Dellen ins Gesicht zu drücken. :shock:

Das waren aber wie gesagt die Extreme. Ansonsten auf Grundsätzliches achten, Zelt nicht in Senken, oder Mulden aufbauen (sonst säuft man schnell mal ab) schmale Rückseite des Zeltes gegen die Hauptwindrichtung stellen. Bei Bedarf zusätzliche Sturmleinen anbringen.
Gruß Joeggi

"Die Lebensspanne ist dieselbe, egal ob man sie lachend oder weinend verbringt"
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Jürgen R. » Fr, 24. Jan 2003, 0:38

Hei Olli,

wenn Du einen wirklich schönen Zeltplatz auf den Lofoten suchst, sehe Dir mal diese Seite an http://www.lofoten-bobilcamping.no . Wir haben vor zwei Jahren auf dem gleichen Platz etwa 2 Wochen gerastet. Er befindet sich in Lyngvær, etwa zentral zwischen Svolvær und Leknes.

Die Bewirtschaftung lässt keine Wünsche offen. Der Preis liegt zwischen 80 und 100 NOK pro Tag (80 NOK pro Zelt mit Auto und einer Person zzgl. Strom von 20 NOK).
Bei dem Campingplatz kannst Du Dir auch die Campingkarte sparen, denn es ist kein Problem, wenn Du in der Nacht anreist, einen schönen Platz mit Fjordblick suchst und Dich am nächsten Tag nach dem Frühstück in aller Ruhe anmeldest.

Was die Gestängediskussion angeht, gestatte mir eine kurze Bemerkung. Obwohl ich mit einem Wohnwagen reise und erstmal im Trocknen sitze, selbst für das Vorzelt kommt für mich nur Stahlgestänge mit zwei Reservespanngurten im Gepäck in Frage. Auch Alugestänge können bei extremen Witterungsbedingungen noch zum Verhängnis werden, ganz zu Schweigen von Glasfieber. Ich habe selbst auf dem o.g. Campingplatz erlebt, wie ein Nachbarzelt bei "etwas Wind :lol: " in die Knie ging.

Viel Spaß bei der weiteren Planung

Gruß Jürgen
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Olli » Fr, 24. Jan 2003, 13:10

Huuuurraaaaa!

Auf ins Abenteuer!! :lol:
Mittlerweile hört es sich immer spannender an. Nach dem Motto: Wer's nicht erlebt hat ist selber schuld. :wink:
Vielleicht sollten wir uns direkt eingraben. Scherz beiseite. So wirklich was dagegen tun kann man ja eh nicht (außer in die Hütte flüchten). Ich nehm's jetzt erst mal gelassen und erzähle meiner Frau nix davon.... :roll:
Quatsch!! Mieses Wetter hat uns in Norge bis jetzt nicht großartig was ausgemacht. Und wie Alex schon bemerkte, erinnert man sich auch an solche Erlebnisse immer wieder gerne.

@Jürgen R.: Danke für den Campingplatz-Tipp. Sieht ja sehr nett aus. Da haben wir ja schon mal ein Anlaufziel. Ich denke mal das wir im August nicht mehr vorbuchen müssen?

Vielen Dank für alle nützlichen Infos!!
Gruß :winkewinke:
Olli
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Tobi » Sa, 25. Jan 2003, 15:14

Hallo,
also bin jetzt auch nicht der Ober-Camper aber eines kann ich dir sagen pass auf das dein Schlafsack möglichst keine Daunenfüllung hat sondern eine Kunstfaserschlafsack ist (die sind um eine vielfaches unempfindlicher gegen Nässe....) und stelle sicher, dass bei deinem Zelt genügend "Ersatzteile" wie Heringe und Zeltgestänge dabei ist (besonderst wenn es "zweite Hand ist") und der Zeltboden Ok ist. Ich verstehe aber das du dich vor einem Zeltkauf "drückst" denn ein gutes Zelt kostet heut echt ein halbes Vermögen.....
Ciao Tobi
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Lutz » Sa, 25. Jan 2003, 21:00

Hi!
Falls du doch noch ein Zelt kaufen willst, so kann ich dir das MARK 2 bzw. 3 von Vau De nur wärmstens empfehlen. Der Preis von ca. 250 bis 300€ entspricht etwa 6 Hüttenübernachtungen.
Gruß Lutz
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Olli » Mo, 27. Jan 2003, 10:38

Hei, hei,

danke für die Hinweise. Auch wenn das Zelt aus "zweite Hand" kommt und durch die Sonne Italiens ein wenig ausgeblichen ist, wurde es vom Vorbesitzer doch Top gepflegt und ist schon in Ordung. :roll:

@Lutz: Wenn wir an Campingurlaub gefallen finden und entsprechende Erfahrungen gesammelt haben, wäre die Neuanschaffung eines Zeltes sicherlich eine Überlegung wert.
Gruß :winkewinke:
Olli
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Grimur » Mo, 27. Jan 2003, 11:48

Hi,

wenn du Gefallen an Camping und Trekking findest, bzw. gefunden hast, solltest du dir gleich ein hochwertiges Zelt zulegen. Ich habe seit Jahren das NALLO 2 von Hilleberg - eines der besten Zelte am Markt. Tunnelkonstruktion, hochwertiges Gestänge aus sehr stabiler Alluminium-Legierung und wiegt etwa 2.2 Kilo - mit Platz für 2 PErsonen.. Die Innenhöhe beträgt etwa 100 cm. Die Konstruktion ist extrem Sturmstabil, Wasser im Zelt gehört auch der Vergangenheit an. Kostenpunkt ist allerdings 499 Euro - aber das ist eine Sinnvolle und lohnende Ausgabe...

Grüße,

Grimur
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Christin » Do, 20. Feb 2003, 19:54

Hi Olli

wir nehmen immer eine dicke Plasikplane mit und legen die unters Zelt. Hat den Vorteil, dass der Zeltboden nicht mit der Nässe in Berührung kommt und auch nicht so dreckig wird. Die Planen sind relativ günstig und du bekommst sie in jedem Baumarkt als Abdeckplanen für Renovierarbeiten. Man sollte aber eine etwas dickere nehmen, sonst reisst sie zu schnell.

Ansonsten haben wir immer noch zusätzliche Heringe und Sturmleinen mit um das Zelt zusätzlich zu sichern.

Der Tipp mit den Kunstfaserschlafsäcken ist übrigens Gold wert!!!! Nichts ist ekeliger als abends in einen klammen Schlafsack kriechen zu müssen!!!! :evil: Die mit den Kunstfasern trocknen nicht nur schneller, sie verkleben auch nicht, wenn sie mal nass werden (im Gegensatz zu Daunen).

Liebe Grüße und viel Spass

Christin :wink:
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon scotti » Fr, 21. Feb 2003, 8:51

Hallo!
>wir nehmen immer eine dicke Plasikplane mit und legen die unters Zelt<

Dieser Tipp ist mit Vorsicht zu betrachten! Keinesfalls sollte die Plane unter dem Zelt hervor gucken !!! Wenn es regnet sammelt sich sonst das Wasser zwischen Plane und Zeltboden und du liegst wie im Wasserbett.
Gruß scotti
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Olli » Fr, 21. Feb 2003, 9:11

Hei ihr 2!

Danke für die Tipps.
Dann werden wir wohl im Sommer mal das Zelt aufbauen und eine Plane maßschneidern. Wenn's denn richtig feste über mehrere Tage regnen sollte, sinkt unsere Chance denke ich sowieso, mit trockener Haut davon zu kommen. :(
Aber dann findet sich sicherlich noch 'ne schöne Hütte zum trocknen und aufwärmen. :roll:
Gruß :winkewinke:
Olli
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon LeBodo » So, 23. Feb 2003, 22:29

Hallo zusammen,

bisher sind wir woanders unterwegs gewesen (West Coast Trail) und wollen dieses Jahr auf die Lofoten. Zum Zelt: Alugestänge, und zwar T-9 Alu, ist am besten. Von der Bauart her steht ein sog. geodätisches Kuppelzelt am besten, danach ein Tunnelzelt. Sehr hilfreich sind in halber Höhe angebrachte Ösen für eine Sturmabspannung, die den Druck vom Gestänge nehmen.
Zu Windstärke 12: DA STEHT KEIN!!! ZELT MEHR. Bei ca. 9 ist Schluss ...
Bisher bei den Beiträgen vermißt habe ich den Hinweis auf Moskitonetze. Erscheint mir wichtig!

Ciao,

LeBodo
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Re: Zelten auf Lofoten

Beitragvon Karoline » Mi, 26. Feb 2003, 10:12

hei olli,


wenn ich das alles so hoere dann : vergiss nicht den zaun gegen die eisbaeren ;-)))


leute : er faehrt doch nur im sommer in lofoten zelten ..... nicht mehr !!!


gruss karoline
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