Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Alles rund um Camping und Wohnmobile/Gespanne

Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon 261067 » Di, 08. Jan 2008, 22:56

Hallo,
gibt es einen guten Führer, der die Stellplätze in Norwegen aufführt? Die, die ich gesehen habe, beinhalteten nur ca. 10. Das kann doch nicht alles sein.
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon EuraGerhard » Mi, 09. Jan 2008, 9:43

Hallo,

richtige, "offizielle" Wohnmobilstellplätze gibt es tatsächlich nur sehr wenige in Norwegen. Und die meistens nur in den großen Städten, z.B. Oslo, Ålesund, Trondheim. Ver- und Entsorgungsstationen für Wohnmobile sind zwar auch außerhalb von Campingplätzen zahlreich vorhanden, und im "Vejatlas Norge" auch größtenteils verzeichnet, aber sie stehen meistens an Stellen, die für eine Übernachtung eher unattraktiv sind, z.B. an Tankstellen.

Allerdings wird sich in Norwegen, zumindest wenn man sich von der E6 und den großen Touristenattraktionen etwas fernhält, nahezu immer ein ein schönes (und völlig legales) Plätzchen zum Übernachten finden lassen.

Als Richtschnur empfehle ich die Bücher "Mit dem Wohnmobil nach Süd-Norwegen" bzw. "...Nord-Norwegen" aus dem WOMO-Verlag. Richtschnur deshalb, weil die Angaben dort erstens auf den Erfahrungen anderer Wohnmobilfahrer auf früheren Reisen beruhen, und damit mitunter nicht ganz up-to-date sind. Und zweitens, hier auch etliche "inoffizielle" Plätze beschrieben werden, deren Status sich geändert haben, oder die bei Ankunft schlicht bereits besetzt sein können.

MfG
Gerhard
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon 261067 » Mi, 09. Jan 2008, 10:06

Hallo Gerhard,
vielen Dank für den Buchtip.
Ich kann mich nur daran erinnern, dass wir bei unserem ersten WOMO-Urlaub 2006 in Norwegen viele Schilder für Stellplätze geshen haben. Ich hatte die nur immer mit den Hinweisen für Entsorungsstationen verwechslet und erst zuhause gesehen, dass es Stellplätze waren.
Werde mir die Bücher mal ansehen.
Wir haben uns für 2008 vorgenommen, nicht nur auf Campingplätze zu fahren. Teilweise steht man woanders schöner und letztlich ist es, wie ich jetzt von den "Profis" gehört habe, ja auch der Sinn der Sache, wenn man ein Womo oder Reisemobil hat, oder?
Letztes Jahr waren wir auf den Lofoten, allerding mit PKW und Hütte und dort haben sich die Womos auf den Parkplätzen getummelt. War 2006 in Südnorwegen total anders.

Gruß
Knut
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon Peetry » Mi, 09. Jan 2008, 11:05

Hallo
also wir fahren auch mit dem Womo nach Norwegen, und haben festgestellt das auf den meisten schönen Plätzen ein Haus steht oder das es dann dort einen Campingplatz gibt.
Die Möglichkeit nicht auf den Campingplatz zu fahren ist dann nur der Parkpplatz. Ob es wirklich schöner ist an einer Straße zu stehen? Davon abgesehen das es mitlerweiler auf den meisten Parkplätzen gar nicht mehr erlaubt ist.

Liebe Grüße
Elchbär
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon Norbert Kloss » Mi, 09. Jan 2008, 11:26

elchbär hat geschrieben:...also wir fahren auch mit dem Womo nach Norwegen, und haben festgestellt das auf den meisten schönen Plätzen ein Haus steht oder das es dann dort einen Campingplatz gibt.


:super:
Endlich mal einer, der es begriffen hat, dass es wohl auch im dünnbesiedelten Norwegen immer mehr einheimische Gegner des freien Campierens gibt. Das freie Übernachten ist zwar erlaubt, allerdings nur zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit! Warum tun sich gerade die Wohnmobilisten so schwer auf Campingplätzen zu nächtigen? Ist sicher nicht der größte Erwerbszweig der Norweger aber es lebt so manche norwegische Familie davon.
Grüße aus Soest
Norbert
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon 261067 » Mi, 09. Jan 2008, 11:35

Es sit keine Frage des Geldes. Vielmehr sind die Campingplätze nicht immer dort, wo man auch hin möchte oder von so schlechter Qualität (kommt auch mal vor), dass ich dann auch darauf verzichten kann.
Deshalb ja auch die Frage nach den Stellplätzen, die das Angebot dann erweitern.
Und wenn man mal beobachtet: Auch Norwerger nutzen das freie Campieren!
Es müssen nur Regeln eingehalten werden.
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon EuraGerhard » Mi, 09. Jan 2008, 12:11

Hallo Knut!

261067 hat geschrieben:Ich kann mich nur daran erinnern, dass wir bei unserem ersten WOMO-Urlaub 2006 in Norwegen viele Schilder für Stellplätze geshen haben. Ich hatte die nur immer mit den Hinweisen für Entsorungsstationen verwechslet und erst zuhause gesehen, dass es Stellplätze waren.

Zugegeben, meine letzte Norwegenreise mit dem Wohnmobil war 2004. (Aber nächsten Sommer geht es wieder hin, versprochen! :wink: )Mag sein, und wäre schön, dass inzwischen die Anzahl der offiziellen Stellplätze deutlich zugenommen hat. Würde auch (wieder einmal) dafür sprechen, dass die Norweger auf den stetig zunehmenden Reisemobil-Tourismus wesentlich pragmatischer und vernünftiger reagieren, als es ihnen einige Anti-Womo-Hardliner zutrauen.

261067 hat geschrieben:Teilweise steht man woanders schöner und letztlich ist es, wie ich jetzt von den "Profis" gehört habe, ja auch der Sinn der Sache, wenn man ein Womo oder Reisemobil hat, oder?

Sinn der Sache? Ich betrachte es eher als Option. Zwar gibt es unter den Wohnmobilfahrern eine, wenn auch kleine, Minderheit radikaler Campingplatzverächter. Und genauso gibt es auch eine, schon wesentlich größere, Minderheit, die ausschließlich auf Campingplätzen übernachtet. Die übergroße Mehrheit allerdings, zu der ich mich auch zähle, ist hier flexibel, und übernachtet mal frei, mal - falls vorhanden - auf offiziellen Stellplätzen, und mal - insbesondere wenn ein längerer Aufenthalt geplant ist - eben auch auf Campingplätzen.

Norbert Kloss hat geschrieben:Warum tun sich gerade die Wohnmobilisten so schwer auf Campingplätzen zu nächtigen? Ist sicher nicht der größte Erwerbszweig der Norweger aber es lebt so manche norwegische Familie davon.

Sicher, und (im Gegensatz zu den Mitgliedern der Anti-Campingplatz-Fraktion) betrachte ich die wirtschaftlichen Interessen der Campingplatzbetreiber auch als durchaus legitim. Allerdings:

Ich fahre nicht nach Norwegen, um dort Geld auszugeben. Vielmehr gebe ich dort Geld aus, um meinen Urlaub genießen zu können!

Und da mein Urlaubsbudget - wie das der meisten anderen Touristen auch - begrenzt ist, muss all das Geld, dass ich evtl. zusätzlich für Campingplätze ausgebe, an anderer Stelle wieder eingespart werden: Z.B. beim Essen (mehr Vorräte von zu Hause mitnehmen, seltener essen gehen), bei der Fähre (billigere Kabine, Tagesüberfahrt, kürzere Fährstrecke), oder gar bei der Dauer des Urlaubs.

Hinzu kommt, dass der Reiz eines Skandinavienurlaubs (nicht nur in Norwegen!) zum Teil jedenfalls auch darin liegt, dass man sich ab und zu jedenfalls auch mal weit abseits der Zivilisation aufhalten, und dort auch übernachten kann.

MfG
Gerhard
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon k4711 » Mi, 09. Jan 2008, 12:28

@ Norbert:

> Warum tun sich gerade die Wohnmobilisten so schwer auf Campingplätzen zu nächtigen?

Also, wir selbst stehen tatsächlich meistens auf Campingplätzen, weil wir selber glauben, dass Südnorwegen an vielen Stellen schon zu dicht besiedelt ist, um große Mengen von Womos (im Sommer) wildcampend zu verkraften.

Gerade die 'tollen Tips' der oben angeführten Reiseführer sind ja auch ziemlich umstritten. In der Hauptsaison verwandelt sich wg. der großen Zahl eifriger Leser mancher Parkplatz in ein Womocamp (teilweise in Sichtweite des offiziellen Campingplatzes) - im nächsten Sommer finden sich dann dort entsprechende Verbotsschilder - das muss man aus Sicht der Bewohner der Gegend schon verstehen. Wenn dann noch so geniale Vorschläge wie "Wasser zapfen am Hahn auf dem Friedhof" dazukommen und eifrig nachgemacht werden... :evil:

Trotzdem ist es ja eigentlich nicht so sinnig, mit einem ziemlich autarken Fahrzeug (wir nutzen unser Bad/Dusche/Küche wirklich und fahren das alles nicht nur spazieren) jede Nacht auf einen Campingplatz zu fahren, wo ich für genau diese Einrichtung nochmal zahle, ohne sie zu benutzen. Dazu kommt, das Ver/Entsorgung in Norwegen oft kostenfrei an Tankstellen geht, man dafür die Campingplätze also auch nicht dringend braucht.

Als Alternative kann man auf kleinere/ältere Campingplätze gehen. Die sind (je nach Gegend) etwas billiger und die einfacheren Anlagen stören dann ja nicht.

Hierzulande haben sich deswegen ja Womo-Stellplätze verbreitet, die eben keine überflüssigen Einrichtungen bereithalten und deshalb billiger sind. Im verg. Sommer haben wir in Norwegen vermehrt Womos mit norwegischen Kennzeichen gesehen - das werden nicht alles Mietmobile für Ausländer gewesen sein (die mieten vermutlich eher zu Hause, weil billiger). Ich bin gespannt, wie sich die Infrastruktur (Stellplätze) vor allem im Süden und in den Touri-Centren entwickelt, wenn auch die eigenen Landsleute plötzlich öfter Womo fahren ... 8)
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon 261067 » Mi, 09. Jan 2008, 12:31

Ja Gerhard, so sehe ich das auch.
Ich meinte ja auch nur, dass es Sinn eines WoMos ist, frei in der Entscheidung zu sein. Das ist ja der Reiz. Wenn ich einen schönen Campingplatz finde, nutze ich den auch gerne. Wenn ich aber einen atemberaubenden Platz finde und dort gerne frei übernachten möchte und es im Einklang mit Natur und der Umgebung ist, warum dann nicht dort stehen.
Es ist Urlaub und Zwang hab ich den Rest des Jahres. Deswegen auch Skandinavien und nicht 5 Sterne am Mittelmeer oder so!
Wir freuen uns schon total auf unsere 3 Wochen. Am 14.06. geht´s los.

Dabei haben wir auch wieder auf eine vernünftige Fähre geachtet. Ich verstehe auch, was Du da schreibst bezgl. Einsparen und preiswertere Fähre. Aber dieses auch viel diskutierte Thema haben wir 2006 durch mit der Fjordline. War eine Verknüpfung von allem, was nur schief gehen kann seitens der Fähre. Mal abgesehen von dem optischen Eindruck.
Also in diesem Jahr wie auch letztes Jahr wieder Colorline. Allerdings von Dänemark aus. Auf dem Rückweg probieren wir das neue Speedboat aus.
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon EuraGerhard » Mi, 09. Jan 2008, 13:07

261067 hat geschrieben:Ja Gerhard, so sehe ich das auch.
Ich meinte ja auch nur, dass es Sinn eines WoMos ist, frei in der Entscheidung zu sein. Das ist ja der Reiz. Wenn ich einen schönen Campingplatz finde, nutze ich den auch gerne. Wenn ich aber einen atemberaubenden Platz finde und dort gerne frei übernachten möchte und es im Einklang mit Natur und der Umgebung ist, warum dann nicht dort stehen.

Völlig richtig.

Bei der Fähre wollen wir es dieses Jahr allerdings mal richtig "krachen lassen", und Kiel-Oslo mit der Color Line fahren! Ich weiß, das wird heftig teuer, aber erstens liebe ich nun mal große Schiffe, und zweitens wollen wir dieses Jahr endlich mal weiter nördlich als nur bis Trondheim kommen, und da ist Oslo als Startpunkt natürlich am besten geeignet.

Vielleicht schaffen wir es ja bis zu den Lofoten. Zumindest aber möchte ich endlich mal den RV17 befahren.

MfG
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon Norbert Kloss » Mi, 09. Jan 2008, 13:15

261067 hat geschrieben:Es sit keine Frage des Geldes. Vielmehr sind die Campingplätze nicht immer dort, wo man auch hin möchte oder von so schlechter Qualität (kommt auch mal vor), dass ich dann auch darauf verzichten kann.


Hallo Knut,
und du meinst nicht das sich diese Antwort als Wohnmobilist etwas "beißt"? Ich denke du bist mobil mit deinem Mobil, daher doch der Name dessen, oder? Da könnte man ja auch dann vom Campingplatz aus dorthin fahren, wo es gefällt.
Mir drängt sich eine grundsätzliche Frage auf: Was macht ihr im Urlaub überhaupt? Seit ihr nur unterwegs und betrachtet das Land nur durch die Windschutzscheibe? Dann mag deine Antwort ja noch irgendwie gehen, wenn es aber mehr ist als nur das Sightseeing aus dem Mobil heraus, ihr wandern geht, die Schönheiten der Natur live erlebt, dann muss man, meiner Meinung nach, auch mal in der Lage sein, dorthin zu fahren, wo es gefällt.
Warum ich das schreibe? Ich fahre mit dem Wohnwagen (ich bin kein Wohnmobilgegner!!!), stelle diesen auf dem Campingplatz ab und unternehme von dort aus, vom strategischen Basislager sozusagen, meine Unternehmungen. Ist das nicht auch mit dem Mobil machbar?
Grüße aus Soest
Norbert
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon 261067 » Mi, 09. Jan 2008, 13:46

An Norbert:
Das beißt sich garnicht. Wir laufen sehr viel und wenn wir länger an einem Ort bleiben, wählen wir auch in Zukunft wohl einen Campingplatz. Leider beginnen aber die Wanderwege nicht immer in der Nähe eines Campingplatzes und der nächste ist viel km entfernt. Und so stellt man sich dann halt auf einen z.B. Parkplatz und läuft los und wenn es spät wird, schläft man auch dort.
Du bist da mit dem Wohnwagen und PKW anders aufgestellt. Hatten wir auch überlegt, nur ist es vom Fahren meiner Meinung mit dem kleinen WoMo einfacher. Wir hatten 2006 einen Teilintegrierten mit fast 7 m und in den engen schlechten Straße und auch Zufahrten zum Campingplatz war das nicht so toll. Mit einem Wohnwagen will ich da auch nciht unterwegs sein. Fahre zuhause gelegentlich auch mit einem 2t Doppelachser etwas zur Mülldeponie und kann das somit schon einschätzen.
Die Möglichkeit, den Wohnwagen abzustellen und mit dem Pkw zu fahren, ist mir auch bewußt. Aber ich finde ein Reisemobil in Pössl-Größe (Lieferwagen) optimal. Jeder wie er mag!

An Gerhard:
Herzlichen Glückwunsch zur Wahl der Fährrute. Wird bestimmt ein Erlebnis. War uns aber mit ca. 1200 Euro zu heftig. So liegen wir bei ca. 600 und zeitlich nimmt sich das nicht so viel. Hin fahren wir auch über Oslo, dann die E6 hoch und ab Richtung Molde. Von dort pendeln wird entspannt zurück nach Kristiansand.
Die RV17 ist das die, die in der Nähe von Bodo endet/beginnt?
Sind wir letztes Jahr gefahren. War super schön!
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon EuraGerhard » Mi, 09. Jan 2008, 14:25

Norbert Kloss hat geschrieben:Warum ich das schreibe? Ich fahre mit dem Wohnwagen (ich bin kein Wohnmobilgegner!!!), stelle diesen auf dem Campingplatz ab und unternehme von dort aus, vom strategischen Basislager sozusagen, meine Unternehmungen. Ist das nicht auch mit dem Mobil machbar?

Hallo Norbert,

Du warst auch nicht gemeint. :wink:
Natürlich ist das auch mit dem Mobil machbar. Auch wenn manche Campingplätze (trotz Vorausbezahlung) Mühe damit haben, den Stellplatz bei Abwesenheit tagsüber freizuhalten. Mit dem Wohnmobil gibt es aber noch zwei weitere Optionen:

Erstens: Mit dem Womo früh anreisen, den ganzen Tag was unternehmen. Und abends, wenn man müde zurückkommt, eben nicht mehr zum CP zurückfahren, sondern gleich an Ort und Stelle was essen, duschen, und ab ins Bett.

Zweitens: Mit dem Womo am Abend vorher anreisen, dann gleich früh um 6 oder 7 raus, lange bevor der große "Run" losgeht. Und wenn dann am frühen Nachmittag die letzten Nachzügler erst anrücken, dann zurückkommen, und weiterfahren.

Mit unserem Wohnmobil können wir, bei sparsamem Umgang mit den Ressourcen, ohne Probleme 2-3 Tage lang autark bleiben. Und an den ganz entlegenen Plätzen, an denen es noch nicht einmal ein "PC" gibt, müssen wir eben nicht wie die PKW-Fahrer verstohlen hinter die Büsche schleichen, wenn es "drückt", sondern können unsere Bordtoilette benutzen. Deren Inhalt (übrigens völlig chemiefrei) dann selbstverständlich ausschließlich an Entsorgungsstationen ordnungsgemäß entleert wird. Deswegen ja auch meine früher schon geäußerte These, dass ein auf einem Parkplatz übernachtendes Wohnmobil die Umwelt noch weniger belastet als ein Wanderer mit Zelt, der sich ganz im Sinne des "Jedermannrechts" verhält und in der Wildnis campt.

MfG
Gerhard
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon 261067 » Mi, 09. Jan 2008, 14:52

Gibt es eigentlich ein Problem zw. WoMo und Whonwagenfahrern?
Untereinander grüßt man sich, aber nie den Anderen, wenn man unterwegs ist. Auch auf den Campingplätzen ist es immer gut sortiert.
Wir haben uns mal mit dem Womo neben 2 Wohnwagen gestellt. Da kam ersteinmal ein eisiger Wind rüber...

Letztlich ist es doch auch egal, wie man fährt. Jeder hat da so seine Vorstellung. Ich hab früher mit meinen Eltern jeden Sommer 4-6 Wochen mit dem Wohnwagen in Schweden verbracht. Fand ich toll.
Da waren wir aber auch immer sehr lange an einem Ort. Wen wir durch Norwegen fahren, haben wir max 2-3 Tage aufenthalt. Da wäre mir das zu umständlich. Das Womo ist, finde ich, die bessere Lösung.
Fand das auch sher entspannt, einfach mal rechts ran und Mittag essen oder Kaffee trinken. Nur Handbremse anziehen und los. Bei Regen ohne Aussteigen nach hinten. Und für meine Frau war das mit der Toilette toll.

FRAGE AN GERHARD:
Aus welcher Ecke kommst Du?
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Re: Wohnmobilstellplätze in Norwegen

Beitragvon EuraGerhard » Mi, 09. Jan 2008, 17:00

261067 hat geschrieben:Gibt es eigentlich ein Problem zw. WoMo und Whonwagenfahrern?
Untereinander grüßt man sich, aber nie den Anderen, wenn man unterwegs ist. Auch auf den Campingplätzen ist es immer gut sortiert.

Also ich habe kein Problem mit Wohnwagenfahrern. Wir hatten auf Campingplätzen schon häufiger nette Kontakte mit benachbarten Wohnwagenfahrern.

Dass auf Campingplätzen mitunter sortiert wird, mag am übertriebenen Ordnungssinn des Platzwarts liegen. Manchmal aber auch an der Bodenbeschaffenheit: Wohnmobile sind deutlich schwerer als Wohnwagen, und benötigen daher festeren Untergrund. Auf einer einfachen Zelt- und Wohnwagenwiese gräbt sich ein Wohnmobil bei Regenwetter gerne mal ein. Da geht es dann nur noch mit "Vorspann" voran:
Bild

261067 hat geschrieben:FRAGE AN GERHARD:
Aus welcher Ecke kommst Du?

Ich bin zwar Deutscher, wohne aber in den Niederlanden. In Utrecht, genauer gesagt.

MfG
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