mein Mann (47) und ich (46) sowie unser jüngster wohnen seit August 2008 in Tyssedal. Mein Mann kennt Norwegen etwas länger wie ich, April 2007 bekam mein Mann ein super Angebot hier in Norwegen zur arbeiten. Also gesagt getan nach vielen anderen Ländern in denen er schon gearbeitet hat, sollte es diesmal Norwegen sein. Am Anfang sah es nicht so aus das die gesamte Familie irgendwann mal ihren Lebensmittelpunkt verändern würde. Gut 1 1/4 Jahr sahen wir uns alle 6 - 8 Wochen, wir waren das ja schon gewohnt. Ich ging meiner Arbeit in Deutschland nach, unser Sohn macht Schule und Ort unsicher.
Das Jahr 2008 fing dann mit der Nachricht meines Mannes an das er nicht nur für einen kurzen Zeitraum in Norwegen arbeiten könne, nein sondern ein Festvertrag schon ihm vorgelegt worden sei. Ja das haute uns dann um, sollte wir weiterhin Ehe auf Diztanz führen oder sollten wir doch den großen Schritt mit der ganzen Familie nach Norwegen machen! Nach einigen schlaflosen Nächten meinerseits gab ich meinem Mann das ok und er fing an unterstützt durch seinen Chef eine neue Bleibe für uns zu suchen.
Durch die vielen Vorbereitungen die nun einmal so ein Umzug mit sich bringt war der Tag "X" sehr schnell da. Ich hatte schon alleine die Abschiedtournee bei den Verwandeten und meinen Arbeitskollegen absolviert. Unter großem Staunen der lieben Nachbarschaft (in Deutschland) wurde der Norwegerische LKW mit all unseren Habseligkeiten gepackt. Ein letztes Essen - türkischer Döner- eine letzte Nacht und ab ging es mit unserem Auto nach Norwegen.
Nach einer anstrengenden Fahrt und gut 1600 km kamen wir hier an, platt und neugrig. Der erste Tag war einfach nur schauen, der zweite Tag LKW auspacken unter den in der Sonne sitzenden, kaffetrinkenden norwegischen Nachbarn.
Seither sind einige Monate ins Land gegangen, nach vielen Wochen "Heimweh", dies packte meinen Sohn und mich doch sehr stark, geht es uns hier gut.
Wir sind gespannt auf die Zeit die wir hier leben werden, ob für immer wer weis das schon? Aber es ist toll Norwegen mit seiner Landschaft und seinen Menschen erleben zu dürfen.
Gruß Gisela

