Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

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Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon Ullmann » So, 30. Aug 2009, 18:09

Ich habe eine kurze Frage. Bisher bin ich noch nie mit der Fähre nach Norwegen übergesetzt. Ich habe bald vor, von Dänemark mit der Fjordline nach Bergen zu fahren und danach eine Wanderexkursion zu unternehmen.

Jetzt habe ich diesbezüglich eine eigenartige Frage. Eins vorweg: Ich möchte hier keine Diskussionen um die Motive anfangen, sondern einfach nur die Hintergründe erfragen.

Da ich bald ein wenig durch die Natur streifen werde und das ganze jetzt allein angehen werde (schon in einem anderen Topic hier diskutiert worden) fiel mir eine kleine Rückversicherung ein. Ein bekannter von mir hat eine alte Schreckschusspistole, mit welcher man auch Leuchtsignale verschießen kann.

Wenn ich mal irgendwo mit nem gebrochenen Bein hänge und ich nicht auf mich aufmerksam machen kann, dann könnte das durchaus eine Möglichkeit sein, in der Not um Hilfe zu rufen.

Fürs Protokoll: Ich habe nicht vor, damit durch die Natur zu wandern und irgendwelche Tiere zu erschrecken oder John Wayne zu spielen. Das Ding soll nur eine Notfallmaßnahme sein. Und da wir alles dafür da haben muss ich nicht noch extra teures anderes Zubehör kaufen.

Meine Frage wäre:
Ist es möglich, so eine bei einer Fährenüberfahrt (in einem eigenen, verschlossenen Behälter) mitzunehmen oder gibt es bei jeder Fährenüberfahrt strenge Waffenkontrollen, die sämtliche Mitnahme von Schreckschusswaffen verbieten?

vlg,
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon norwegenbus » So, 30. Aug 2009, 19:11

Ullmann hat geschrieben:Ist es möglich, so eine bei einer Fährenüberfahrt (in einem eigenen, verschlossenen Behälter) mitzunehmen oder gibt es bei jeder Fährenüberfahrt strenge Waffenkontrollen, die sämtliche Mitnahme von Schreckschusswaffen verbieten?



Ich fahr ja nun meist mit einem Auto auf die Fähre - da kontrolliert keiner was . Ich weis nur nicht , was der Zoll in N davon hält . . . . :-?
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon emji » So, 30. Aug 2009, 20:00

Hi Ullmann

Ich habe zwar gelesen, dass Du expizit auf Deine Frage eine Antwort haben möchtest.
Somit also eher Off-Topic:

Ich möchte Dir kurz eine Alternative vorstellen, die eventuell ein paar Gedanken wert ist: Es handelt sich um ein Satelliten-gestütztes GPS mit entsprechender Service-Zentrale im Hintergrund und nennt sich Spot: http://www.findmespot.eu/gm/

Spot ermöglicht:
- Tracking meiner Reisespur, welche auf einer Homepage von meinen zu Hause bleibenden Familienangehörigen betrachtet werden kann
- Absetzen von "Alles ist gut"-Nachrichten an im vornherein festgelegte Empfänger
- Hilfe anfordern, wobei ein SMS/E-Mail an im vornherein festgelegte Empfänger versandt wird (inkl. GPS-Position)
- 911 (Notfall) anfordern, wobei durch die Alarmzentrale SAR aufgeboten wird (Search and Rescue)

Das Gerät funktioniert satellitengestützt und ist daher nicht auf ein Mobile-Netz angewiesen. Funktioniert also auch in der Pampa (mit Ausnahmen wie das südliche Afrika, Indien sowie die Nord- und Südkappen, siehe "Deckungsgebiete" auf der Homepage).

Die Preise sind m.E. hierfür erträglich:
EUR 200.-- einmalig für das Gerät
EUR 99.-- jährlich für den Kommunikationsservice (+ EUR 50.-- für Kostendeckung SAR + Speicherung Routenverlauf)

Wäre m.E. zumindest eine Überlegung wert, oder? Gibt sicher keine Probleme bei Fähre, Zoll und Polizei und bietet im Ernstfall auch echte Hilfe.

Gruess
Christian
Zuletzt geändert von emji am So, 30. Aug 2009, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon Schnettel » So, 30. Aug 2009, 22:38

@Christian: Danke trotzdem fuer deinen Beitrag. Genausowas hab ich mich næmlich vor ein paar Tagen gefragt, als wir am Svartisen wandern waren - 4 Stunden kein Mobilnetz und wir mitten durch den Wald gestiefelt, Weg konnte man das nicht gerade nennen.... Was tun, wenn man blød tritt und ne Sehne reisst oder ne Haxe gebrochen oder was auch immer..... Deswegen danke fuer diesen Link!

@Ullmann: Der Zoll hat diesbezueglich sicher kaum ein Problem.
Auf http://www.toll.no findet man folgendes:
Våpen tillatt innført uten tillatelse
En rekke våpen, våpendeler og produkter er tillatt innført til Norge uten at du trenger tillatelse fra politi eller lensmann. Dette gjelder blant annet:
luftgevær/luftpistol
signalpistol
redningsgevær
harpungevær og startvåpen (det forutsettes at våpenet er konstruert på en slik måte at de ikke kan avfyre skarpe patroner og/eller at våpenet ikke lett kan bygges om til å kunne avfyre skarpe patroner. Dette gjelder også gasspatroner).
sverd
air-softgun
paintball

Also - fuer folgende Waffen braucht man keine besondere Genehmigung zur Einfuhr: Luftgewehr, Luftpistole, Signalpistole, Rettungsgewehr, Harpune und Startwaffen, Schwerter, Air-Softgun und Paintball.
Die Waffe muss so konstruiert sein, dass man keine scharfe Munition damit abfeuern kann und/oder, dass es nicht so einfach ist, diese so umzubauen, um sie mit scharfen Patronen zu benutzen.
Fuer andere Waffen (auch Sportwaffen) gibt es natuerlich besondere Bestimmungen (u.a. Waffenschein), die dort aber auch erlæutert sind.

Du solltest dich aber zusætzlich zu den Zollbestimmungen auch noch bei der Fæhrgesellschaft erkundigen. Bei Fliegern darf man wohl auch Waffen mitnehmen, wenn diese getrennt von der Munition transportiert werden.

Mir persønlich wære die Variante mit dem GPS wohler. Ich hætte schon Bammel, dass im Notfall dann keiner mein Leuchtfeuer sieht - oder nicht orten kann....
Når livet gir deg sitroner - be om Tequila og salt!
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon Ullmann » Mo, 31. Aug 2009, 7:18

Okay, takk für die Antworten. Sehr aufschlussreich.

Die Variante mit dem GPS-Gerät gefällt mir in der Tat sehr gut. Allerdings muss ich das noch mit meiner Geldbörse diskutieren, weil mal eben so 300 ,- auf die Kostenliste ist natürlich schon eine ziemliche Zusatzinvestition. Aber im Notfall dann möglicherweise wohl auch wert..

Ich denke sogar, dass eine Mischung aus Beidem gar nicht schlecht wäre. Zuerst versucht man die Signalvariante. Ein paar Leuchtsignale senden und wenn einen dann nach ner Zeit keiner gefunden hat, kann man immer noch einn GPS Notsignal funken. Weil ich glaub, dass so eine Bergungsaktion auch nicht unbedingt billig ist. ;)

Ich werde mich am besten erstmal direkt mit der Fjordline in Verbindung setzen, ob das Probleme macht.
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon muheijo » Mo, 31. Aug 2009, 8:41

Ich glaube, dass es erst dann Sinn macht, Signale abzuschiessen, wenn du bereits als vermisst giltst, und man auf der Suche nach dir ist; d.h. es wird sehr viel Zeit vergehen, bevor jemand nach møglichen Notsignalen ueberhaupt sucht und/oder sie als solche deutet. Sonst sind's im Zweifel spielende Kinder. :wink:
Diese GPS - Geschichte scheint mir da sinnvoller, weil schneller, eindeutiger, effektiver.

Den Notruf kannst du unmittelbar nach Beinbruch absetzen, den Schuss entweder (vermutl. ungesehen) gleich oder viel, viel spæter, wenn du die Hubschrauber oder Hunde hørst....

Gruss, muheijo
"Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind, aber zu feige, es zu sagen."

(Napoléon I.)
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon gundhar » Mo, 31. Aug 2009, 8:54

Also - fuer folgende Waffen braucht man keine besondere Genehmigung zur Einfuhr: Luftgewehr, Luftpistole, Signalpistole, Rettungsgewehr, Harpune und Startwaffen, Schwerter, Air-Softgun und Paintball.
Die Waffe muss so konstruiert sein, dass man keine scharfe Munition damit abfeuern kann und/oder, dass es nicht so einfach ist, diese so umzubauen, um sie mit scharfen Patronen zu benutzen.
Fuer andere Waffen (auch Sportwaffen) gibt es natuerlich besondere Bestimmungen (u.a. Waffenschein), die dort aber auch erlæutert sind.

Du solltest dich aber zusætzlich zu den Zollbestimmungen auch noch bei der Fæhrgesellschaft erkundigen. Bei Fliegern darf man wohl auch Waffen mitnehmen, wenn diese getrennt von der Munition transportiert werden.

Mir persønlich wære die Variante mit dem GPS wohler. Ich hætte schon Bammel, dass im Notfall dann keiner mein Leuchtfeuer sieht - oder nicht orten kann....[/quote]


Moin,

eine Schreckschußpistole ist keine Signalpistole! Laß das Ding zuhause, der Nutzen ist gleich Null!

Gruß Gundhar
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Re: Schreckschusspistole - Fährenüberfahrt - Gepäckkontrolle

Beitragvon emji » Mo, 31. Aug 2009, 9:05

Ullmann hat geschrieben:Weil ich glaub, dass so eine Bergungsaktion auch nicht unbedingt billig ist. ;)


Oh ja. Ich erinnere mich an einen kürzlichen Lost-Fall in Aegypten, wo Taucher beim Wiederauftauchen vom Boot abgetrieben und vergessen wurden (gibt's nicht nur im Kino, sondern leider auch real....). Das Problem war dabei nur schon das Vorschiessen der Helikopterkosten, damit überhaupt ein Vogel in die Luft gesetzt wurde. Das alleine hat schon einige (im Notfall wertvolle) Zeit gekostet.

Ich habe oben von EUR 50.-- jährlichen Zusatzkosten geschrieben. Im Detail sind es zwei getrennte Zusatzoptionen:
- EUR 39.--, damit Dein Reiseverlauf gespeichert und angeschaut werden kann (interessant, aber nicht lebensrettend)
- EUR 11.--, damit allfällige Rettungskosten mit bis zu USD 100'000 abgesichert sind (weltweit, inkl. Hubschrauber, Aufgebot erfolgt direkt durch die Rettungszentrale von Spot, Versicherung durch Lloyd's London). Das würde sich wahrscheinlich dann schon lohnen, insbesonders weil: Falls dieses Zusatzpaket nicht direkt beim Kauf mitbestellt wird, kostet es EUR 150.-- pro Jahr!!!

Zudem könnte geprüft werden, ob nicht in anderen, bereits bestehenden Versicherungen (Krankenversicherung, ADAC Schutzbriefe und ähnliches) Such- und Rettungskosten enthalten sind. Bei uns in der Schweiz gibt es das, die Situation in Deutschland kenne ich aber nicht.

Viele Grüsse
Christian
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