So hier geht es nun weiter...irgendwas ist bei der Übertragung ja schief gelaufen..
Von Måglitopp ging es dann durch das Måglital, wir bewunderten die tollen Hütten die in diesem Tal stehen. Tja und auch hier oben ist immer einer der einen kennt (dazu mehr am Ende). Dann ging es den nächsten Anstieg, Gyrteskar, hoch. Mit uns noch viele andere, Polen, Franzosen usw. Was mich persönlich immer wieder erstaunt, dass sich Menschen ohne irgendwas zu trinken oder zu essen auf so eine lange Tour machen, dazu viele so angezogen als gingen sie irgendwo in der Stadt spazieren...
Oben auf Trombeskar kommt dann ein Wegweiser..wobei..da steht nur Prekestol..und nix von Trolltunga. Aber man ist ja nicht alleine..und so folgen alle den anderen. Auch jetzt im August findet man dort oben auf gut 1000 Meter immer noch auf große und kleine Schneefelder. Die Landschaft ist karg aber sie hat ihren ganz besonderen Reiz. Was man viel findet sind Seen...ob große oder kleine. Bei dem herrlichen Wetter sehen sie aus wie kleine blaue Perlen. Von Trombeskar geht es über Store Floren nach Hestaflåene, der Weg ist steinig und es geht immer wieder rauf und runter. Ab Hestaflåene hat man eine tolle Aussicht auf die Berge die rund um den Ringedalsvatnet liegen. Aber man fragt sich auch wie lange werden wir noch zur Trolltunga brauchen.




Da wir ja viel hier in den Bergen unterwegs sind gebe ich nicht schnell klein bei, aber auf der halben Strecke zur Trolltunga möchte ich jetzt am liebsten alles hinschmeißen, auch Philipp unser Sohnemann meutert. Die Sonne brennt erbarmungslos auf uns nieder...keine Wolke am Himmel. Und die Beine spüre ich auch schon. Aber da kennt Horst keine Gnade, komm das schafft ihr, los jetzt. Recht hat er ja..und als dann der Blick runter auf den Ringedalvatnet und den Ringedalsfossen fällt, muntert das einen auf. Dann endlich ..sieht man sie aus der Entfernung, ganz langweilig und unauffällig wirkt sie die Trolltunga. Grandios das Tyssebotn, wenn man überlegt das hier einmal der größte Zwillingswasserfall sich Richtung Ringedalsvatnet ergoss. Nur sieht man heute nichts mehr davon, da das Wasser angestaut wird.
Dann endlich haben wir sie, die Trolltunga und ganz ehrlich auch wenn die Wanderung lang und anstrengend ist es lohnt sich. Es bietet sich einem ein toller Ausblick auf den See und die umliegende Landschaft. Gerne wären wir bis zum Preikestolen weiter gelaufen, aber ...dort geht es im kommenden Jahr hin, entschließen wir uns.

Langsam machen wir uns auf den Rückweg, einige die mit uns die Tour gestartet sind begegnen uns nun auf halber Strecke. Sie sind noch auf dem Weg zur Trolltunga...wir haben es dagegen schon geschafft. Der Rückweg gestaltet sich als sehr ruhig, wir werden immer wortkarger und Menschen begegnen uns nur noch wenige. Einzig die Wanderer die hier oben übernachten wollen begegnen uns noch. In Trombeskar machen wir eine letzte große Pause an einem See. Kira unser an sich wasserscheuer Hund steht mit allen vier Pfoten im Wasser. Horst und Philipp machen es ihr nach und ziehen sich die Schuhe aus, nur ich traue mich nicht. Dann geht es weiter, von Gryteskar bietet sich einem ein toller Ausblick auf den schneebedeckten Folgefonna. Dann geht es runter nach Måglidal, in Måglitopp gibt es die letzte kurze Pause, dann geht es den steilen und steinigen Hang hinunter.








Nach gut 11. Stunden hat uns Skjeggedal wieder. Als wir in Odda ankommen möchte Kira gar nicht mehr aus dem Auto raus. Sie geht den Weg vom Auto bis zum Haus nur widerwillig. Wir drei freuen uns auf eine heiße Dusche und eine Kleinigkeit zu essen. Am folgenden Tag will Kira zum ersten Mal morgens nicht raus. Nur kurz erledigt sie ihr Morgengeschäft bevor sie sich wieder hinlegt. Wir stellen uns derweil die Frage, können Hunde auch einen Muskelkater bekommen?
Horst wird von einem Kollegen an diesem Morgen begrüßt mit den Worten: na wie war es den gestern auf auf der Trolltunga? So ist das wenn der Kollege eine Hütte im Måglidal besitzt.
Eins ist klar im kommenden Sommer geht es wieder hoch, diesmal mit Zelt denn wir wollen dort oben übernachten damit wir in Ruhe noch zum Preikestolen gehen können.
Fazit der Wanderung: Die Tour ist für sportliche, trainierte Menschen. Mit kleinen Kindern würde ich die Tour nicht gehen. Gehzeit mit Pausen ca. 11. Stunden hin- und zurück, als reine Tagestour ziemlich heftig, daher empfehlen wir die Tour als zwei Tages Wanderung (mit einer Übernachtung). Bitte feste Schuhe tragen, Wetterbericht beachten, passende Kleidung sowie Essen und Trinken nicht vergessen.
Nächsten Sommer geht es über die Trolltunga zum Preikestolen so viel ist sicher....
Viel Vergnügen beim lesen..
Gruss Gisela und Horst