Der Preikestolen, hoch gelobt, bekannt wie Micky Maus, was hatte ich nicht schon alles gelesen, von schwerer Tour, über einfache Tour, von guter Kondition bis Familientauglich war alles dabei. Nur über eines waren sich alle einig, gutes Schuhwerk musste dabei sein.
Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, unsportlich wie nur was,schnell wie eine Weinbergschnecke und Kondition? ... wie schreibt man das? Aber angetrieben von dem festen Willen einmal einen Blick auf diese Kanzel werfen zu können.
Morgen zur Silberhochzeit sollte es soweit sein, während andere sich mit Silberkränzchen schmücken, sich feiern lassen und den Bauch vollschlagen, wollten wir uns anstrengen, placken und schwitzen für eine einmalige Aussicht.
Bisher hatte das Wetter uns verwöhnt, blauer Himmel, Schäfchenwolken und angenehme 18 - 21 ° C.
Um 9 Uhr wollten wir den ersten Bus vom CP zur Preikestolhytta nehmen und ich erwachte um 8:00

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draussen war es ziemlich diesig, was nun ? Nun im Eiltempo das schnarchende Wesen neben mir wecken und um Rat fragen. Noch völlig neben sich gab es mir die "Anweisung" mich zu beeilen, denn um 11 Uhr solle schliesslich die Sonne rauskommen und dann wollten wir ja da oben stehen
Also im Affenzahn zu den Sanitäranlagen und dann Brötchen holen, schmieren, Lunchpaket und Wasserflaschen packen, Fotoapp. nicht vergessen, Schuhe schnüren und ab die Post.
Wir haben es geschafft, noch 5 minuten auf den Bus warten zu müssen

, was ein Stress an diesem für uns besonderen Tag.
Auf dem Parkplatz war es noch relativ leer und wir wagten die ersten Meter nach "oben", der anfängliche Schotterweg war so steil, das ich das Gefühl hatte, schräg nach vorne geneigt gehen zu müssen, dementsprechend keuchte ich schon nach wenigen Metern

, da hatte ich echt das Gefühl, das schaffe ich nie. irgenwann ging der Weg dann in eine Art Felsentreppe über, was mir komischerweise mehr behagte und mich wieder zu Atem kommen liess.
Vor uns lief eine Gruppe junger Männer, ganz professionell mit Wanderstöcken und ich dachte so bei mir, das wir gar nicht erst versuchen müssen, mit denen Schritt zu halten. Hinter uns war eine relativ grosse spanische Reisegruppe, was uns dann doch ein klein wenig zur Eile antrieb.



Zwischendurch wurde der Weg dann mal recht angenehm, was aber nicht lange andauerte und dann kam das

das Ganze zog sich um mehrere " Kurven", jedesmal, wenn man meinte, es geschafft zu haben, kam man um die Ecke und hatte das gleiche Bild vor Augen. Danach brauchten wir wirklich eine kleine Pause, die wir vorher nicht gemacht hatten, wir waren zwar nicht die schnellsten, aber langsam und stetig kommt man auch ans Ziel

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Dort sahen wir dann auch die Gruppe junger Männer wieder, die ebenfalls Pause machten. Die Reisegruppe hatten wir, bis auf ein paar Ausreisser, auch weiter hinter uns gelassen. Hmmm, ganz so schlecht waren wir anscheinend gar nicht.