Übersetzungshilfe

Norwegenbezogene Themen, die in keine andere Kategorie passen

Übersetzungshilfe

Beitragvon Tomi » So, 10. Nov 2002, 22:31

Hallo Norwegenfreunde,

ich versuche gerade eine norwegische Speisekarte ins deutsche zu übersetzen. Dabei bin ich auf drei Fischarten gestoßen, deren Übersetzung ich im Wörterbuch nicht finde. Kann jemand "Breiflapp", "Uer", und "Skolest" ins deutsche übersetzten ?
Und was ist "Andeconfit" ?

Schon mal vielen Dank
Thomas
Tomi
 

Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Jörg Oliver » So, 10. Nov 2002, 22:39

Hallo Tommi,

Breiflabb=Seeteufel
Ver= Rotbarsch
versuch doch mal auf der Angelseite weitere Infos zu finden.
Grüße J.O.
Jörg Oliver
 
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Jürgen Becker » Mo, 11. Nov 2002, 6:18

Hei Thomas,

>ich versuche gerade eine norwegische Speisekarte ins deutsche zu übersetzen.<

Das finde ich Suuper!!

> Dabei bin ich auf drei Fischarten gestoßen, deren Übersetzung ich im Wörterbuch nicht finde. Kann jemand "Breiflapp", "Uer", und "Skolest" ins deutsche übersetzten ?
Und was ist "Andeconfit" ? <

Oh jeh, wenn das auf einer französischen Speisekarte oder auch auf einer mitteleuropäischen 2-3-Sterne Mich. – Karte gestanden hätte, wäre ich wirklich ganz neidisch geworden.
Auch sehr gute „Küchen in Oslo“ haben hier jedoch m. E. noch einen erheblichen Nachholbedarf – hat mit der französischen Küche nix zu tun, weil um Lichtjahre davon entfernt. :-))

Hier aber die Beantwortung deiner Fragen:

- "Breiflapp"
= Seeteufel, m. E. der geschmackvollste Fisch überhaupt auf dem Markt – wenn, er denn einigermaßen richtig zubereitet ist, und der teuerste Fisch nach Klische in D überhaupt.
Übrigens, auch die Backen vom breiflapp sind ein Gedicht! Dieser Fisch ist einfach wunderbar!!
Ist noch nicht so lange her, da haben die Norweger diesen hervorragenden Fisch als Beifang einfach „Über-Board“ geworfen, weil er in Norwegen lange als „Unfisch“ galt!!!

"Uer",
= der große Rotbarsch – ein guter Speisfisch, der seit Jahrzehnten überall vermarktet wird.

"Skolest",
der ist eigentlich in N und auch D wenig bekannt, obwohl auch der m. E. ein guter bis sehr guter Speisefisch ist
In Norwegen auch unter den Namen: buttnase, langstjert, skolest, spiritist bekannt, aber (noch) relativ unüblich auf Speisekarten in N.
Zu Deutsch unter Grenadierfisch, Langschwanz, Rundnase etc. bekannt – aber außer 3 Sterne Mich . wird’ der in D nicht angeboten.
Die Franzosen kennen ihn (Coryphaenoides rupstries) unter dem Namen „grenadier de roche“ und zählen ihn zumindest zu den sehr guten Speisefischarten.
In Skandinavien gilt er eher (noch) als billigen Beifang!! :-)

Andeconfit" =

„kandierte Ente (Entenbrust)“ – im französischen Maßstab, ein absolut außerordentliches und hervorragendes Produkt auf der Speisekarte, das ich nur empfehlen kann!!!!!
Leider steht es als „Andeconfit“ auch öfter in Oslo auf der Vor- oder Hauptspeisekarte – und das zu einem Spotpreis auf der Vorspeisenkarte von ca, 100 NOK oder so; das hat nun mit " Andeconfit“ wirklich nichts gemein!!

„Andeconfit“ ist erstmal ein Produkt der wirklichen super-Spitzenklasse!!!!!

„Andeconfit“ ist im optimalen Fall das hochwertige Enten-Produkt aus der Casgogne; egal was auch immer, das Fleisch, die Leber und was auch immer…..
In D bekommt man das vielleicht noch in 3 Sternen Mich,- Buden - aber in N wohl niemals.
In Norwegen wie auch in D (bis zu 2 Sterne Mich) ist das die gezüchtete Wildente irgendwoher, nun ja, auch die ist brauchbar bis 1-2 Sterne Mich,) aber das hat überhaupt nix gemein mit der Andeconfit – also mit der „Casgogne-Ente“!
Diese Ente ist in F auch nie „sprøstekt“ o. ä. (also so was wie mit knuspriger Haut gebraten, wie man das absurderweise immer in den „Küchen“ in Oslo liest, sondern halt’ eher sehr viel mehr „fruchtkandiert“ mit einem unglaublichen Aroma…und in der entsprechend unglaublichen Sause)..., die Norweger rühren wieder Rømme da rein –auch ein tolles Produkt als fettigen Geschmacksverstärker – aber, wenn der Basis-Geschmack mal wieder fehlt: „ Muss Røme her“ wie auch sonst immer …….:-(((((

Ich liebe vieles in Norwegen, aber genau das fehlt mir in Norwegen – eine einigermaßen brauchbare Küche wie oben beschrieben.

Die Grundprodukte in N sind meistes unvergleichlich gut, aber was die so genannten Köche in N daraus machen , ist gelinde ausgedrückt sehr gewöhnungsbedürftig und es ist nach Island immer noch die schlimmste Ess- und Trinkkultur, die ich in Europa kenne.

Fazit:
Leute kocht selbst in Norwegen, denn Norwegen hat auch die meisten und besten Grundprodukte in Europa.

Auch das sollte mal gesagt werden beim Übersetze von Speisekarten.

In dem Sinne, kulinarische Grüße von

Jürgen
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Lutz » Mo, 11. Nov 2002, 8:04

Übrigens, auch die Backen vom breiflapp sind ein Gedicht.

SIE SIND DAS BESTE, WAS MAN AN FISCH BEKOMMEN KANN !!!!
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Ben » Mo, 11. Nov 2002, 8:38

auch die getrockneten køpfe sind sehr dekorativ :twisted:
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Charly » Mo, 11. Nov 2002, 17:44

Stakkars Juergen :P

"De gustibus non est disputandum!" sagte man in Rom zurecht. Aber wo zum Teufel gehst Du denn immer in Oslo zum Essen?

Da scheint es Dich ja immer in die schlimmsten Kaschemmen zu verschlagen. Wie Du sehr richtig sagst, haben die Norweger ausgezeichnete Rohwaren und sie verstehen durchaus was draus zu machen, meine ich.

Nicht umsonst schneiden norwegische Koeche bei Welt- und Europameisterschaften in ihrem Fach nicht immer ganz schlecht ab. In den letzten fuenf Jahren dreimal auf dem Treppchen. Das gibt's wohl nicht fuer Lachs mit Rømmesaus und Potet :wink:

Hier mal ein paar (zugegebenermassen nicht ganz billige) Restaurants in Oslo, die jedoch den Vergleich mit anderen Speisestaetten in andern Hauptstaedten Europas nicht zu scheuen brauchen:

LE CANARD (President Harbitz Gate 4)
ANNEN ETAGE (Stortingsgata 24/26)
STATHOLDERGARDEN (Rådhusgata 11)
YLAJALI (St. Olavsgate 2)

Mein Lieblingsrestaurant im Zentrum:

MAGMA im Hotel Bygdøyalle Rica
(Kuechenchefin ist Sonja Lee, eine Deutsch-norwegisch-Koreanerin, mit der ich mal die Ehre hatte zu kochen; ihr Vater ist der norwegische Fertignudelkoenig MR. LEE)

oder mein persoenlicher Favorit, etwas ausserhalb:

DE FEM STUER im Holmenkollen Park Hotel Rica.

Tip in Trondheim:

BØLGEN & MOI (Carl Johans Gate 5)

Wenn Du aus einem dieser Lokale unzufrieden herausgehst, dann liegt es eher an Nikotinzerstoerten Geschmacksknospen, aber ganz sicher nicht am Koch. :twisted:

By the way: BREIFLABB schreibt sich mit doppel "B".

Hjertelige hilsener fra Tromsø (wo es auch nicht an "eins-a-Lokalen mangelt),

Charly
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Thomas M. » Mo, 11. Nov 2002, 19:12

Hallo Norwegengourmets :D

mit solch ausführlichen Antworten hätte ich nicht gerechnet.
Weil dieses Thema auf solches Interesse stößt, möchte ich meinen Übersetztungsversuch mal hier kundtun. Bestimmt sind noch etliche Fehler drin.

Forrettar
Vorspeisen

Kremet fiskesuppe
Fischcremesuppe

Parmaskinke med salat, god olivenolje og parmesan
Parmaschinken mit Salat, gutem Olivenöl und Parmesan

Grilla kamskjell med asparges og sitrussmørsaus
Gegrillte Kammmuscheln mit Spargel und Zitronen-Buttersose

Tomat og mosarellasalat
Tomaten- und Mozzarellasalat

Grilla scampi
Gegrillte Scampi

Ferske krabbeklør med salat og aioli
Frische Krabben(scheren) mit Salat und Aioli

Østers pr stk
Austern pro Stück

Vorspeisen kosten zwischen 79 und 105 NOK

Hovedrettar
Hauptgerichte

Grilla breiflabb med sauterte grønnsaker og hummersaus
Gegrillter Seeteufel mit gedünstetem Gemüse und Hummersoße

Rista piggvar med asparges og limmesmørsaus
Gerösteter Steinbutt mit Spargel und Limetten-Buttersoße

Rista uer med smørdampa grønnsaker og portvinsaus
Gerösteter Rotbarsch mit buttergedünstetem Gemüse und Portweinsoße

Smørstekt skolest med aspargesrisotto
Buttergebratener Grenadierfisch mit Spargelrisotto

Grilla laks med sauterte grønnsaker og basilikumsaus
Gegrillter Lachs mit gedünstetem Gemüse und Basilikumsoße

Oksefilet og andeconfit med timiansky
Ochsenfilet und kandierte Ente mit Thymian

Grilla entrecote med rouqefortsaus
Gegrilltes Entrecote mit Rouqefortsose

Grilla kyllingbryst med estragonsaus
Gegrillte Hähnchenbrust mit Estragonsoße

Hauptgerichte kosten zwischen 198 und 240 NOK

Dessertar
Nachspeisen

Creme brulee
Creme Brulee

Krydderkokt fiken med mascarbonekrem
In Kräutern gekochte Feigen mit Mascarbonecreme

Rabarbarsuppe med is
Rabarbersuppe mit Eis

Husets ostekake med fruktsauser og bær
Käsekuchen nach Art des Hauses mit Fruchtsoße und Beeren

Eksotisk frukt med isparfait
Exotische Früchte mit Eisparfait

Marinerte skogsbær med is
Marinierte Waldbeeren mit Eis

Nachspeisen kosten ca. 80 NOK

Also wenn man da keinen Hunger bekommt :wink:
Tomi
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Jürgen Becker » Mo, 11. Nov 2002, 21:06

Hei Charly,

Charly hat geschrieben: Da scheint es Dich ja immer in die schlimmsten Kaschemmen zu verschlagen. Wie Du sehr richtig sagst, haben die Norweger ausgezeichnete Rohwaren und sie verstehen durchaus was draus zu machen, meine ich.


:-))) Ja stimmt, aber auch in Oslo gibt es außer vielleicht dem Bagatelle (hier ist m. E. nur der hervorragend sortierte Weinkeller eher der Bringer zum 2. Mich.-Stern - oder?) keine sehr guten Restaurants. :-)

Ja, für "normalsortierte" Restaurants reicht die Rohwarenqualität aus, aber für eine 2 und 3 Sterne Mich.-Klassifizierung sicherlich nicht; das wissen die Köche von Brimi bis Hellstrøm auch, aber das scheint mir ein betriebswirtschaftliches und logistisches Problem zu sein, entsprechende Top-Rohwaren zu beschaffen - das war übrigens vor 20 Jahren in D das gleiche Problem.

>Nicht umsonst schneiden norwegische Koeche bei Welt- und Europameisterschaften in ihrem Fach nicht immer ganz schlecht ab. In den letzten fuenf Jahren dreimal auf dem Treppchen. Das gibt's wohl nicht fuer Lachs mit Rømmesaus und Potet <

Klar, ich verfolge das auch; auf diesen Treppchen stehen viele Nationalitäten 'rum, aber daraus willst du doch nicht irgendwelche Kochkunst in norwegischen Restaurants ableiten - oder?
Durchgängig nach Mich.-Klassifizierung ein Restaurant zu führen dazu bedarf es allergrößter Anstrengung und vor allen Dingen Kontinuität - insbesondere bei den 2-3 Sterne-Häusern.

Charly hat geschrieben: Hier mal ein paar (zugegebenermassen nicht ganz billige) Restaurants in Oslo, die jedoch den Vergleich mit anderen Speisestaetten in andern Hauptstaedten Europas nicht zu scheuen brauchen:


Ich denke, auch die Michelin-Tester sehen das wohl etwas anders in Skandinavien. :-)
Wenn ich mich recht erinnere gibt es in ganz Norwegen 6 Häuser, die sich mit Mich.-Stern schmücken dürfen. Alle 6 Restaurants befinden sich in Oslo, 5 davon mit einem Stern und eines (Bagatelle) mit 2 Sternen.
In Dänemark und Schweden sieht es ähnlich bescheiden aus.

Sogar in D habe ich zum Vergleich, direkt einige 2- und ein 3 -Mich.-Sterne Restaurants um die Ecke - und dort ist wirklich höchste Kochkunst angesagt!
Ein Vergleich mit Restaurants in Norwegen würde kläglich scheitern - die entsprechenden Mich.-Bewertungen sprechen hier Bände!

Übrigens, die Preise für ein Menu im Bagatelle finde ich relativ preiswert im Vergleich zur sonstigen "Gastronomie" im Lande.

>Wenn Du aus einem dieser Lokale unzufrieden herausgehst, dann liegt es eher an Nikotinzerstoerten Geschmacksknospen, aber ganz sicher nicht am Koch. <

Das kommt halt' sehr auf den Anspruch an - das sehen scheinbar auch die Mich.-Tester wohl etwas anders. :-)
Ich kenne die Klimabox im Bagatelle nicht - diesem Laster bin ich noch nicht verfallen - :-), aber ich vermute mal, dass dort auch sehr gute Räucherstängel enthalten sind, die dem gehobenen Bedarf in der Gastronomie angepaßt sind und keinesfalls irgendwelche "Geschmacksknospen" beeinträchtigen dürfen/sollten.

Das zu meinen Eindrücken aus der norwegischen Gastronomie :-)

Grüße nach Tromsø -

Jürgen
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Charly » Mo, 11. Nov 2002, 22:13

Hei Juergen,

ohne dem MICHELIN oder den Testern von GAULT MILLAU ihre Kompetenz in Sachen Gourmetkueche absprechen zu wollen, ist dies jedoch nicht die alleinseligmachende Instanz und Einstufungskategorie, die man gelten lassen sollte.
Die Anzahl von Stern- oder Kochmuetzenpraemierten Lokalen ist nur einer von vielen verschiedenen Aspekten, wenn es gilt die Essensqualitaet von Staedten oder eines Landes zu beurteilen.

Ueber die Qualitaet und Guete der Kochkunst per se ist ja noch nichts ausgesagt, wenn ich eine gewisse Anzahl Sternerestaurants in meiner naeheren Umgebung habe. Auch ich beneide Dich durchaus darum, dass Du nur einen Katzensprung von DIETER MUELLER in Bergisch Gladbach oder der "ZUR TRAUBE" in Grevenbroich entfernt wohnst, aber dies impliziert ja nicht a priori, dass woanders - i specifico in Skandinavien - soviel schlechter gekocht wird.

Besonders weil diese Bewertungen auch immer Modererscheinungen transportieren, die durchaus hinterfragenswert sind. Man erinnere sich nur an die allseits hochgejubelte Nouvelle cuisine - eine Masse fantastisch zubereitetes "nix", fuer extrem viel Geld - die alsbald von regionaler Kueche und jahreszeitlichen Schmankerl abgeloest wurde. Ploetzlich war naemlich Provinzialitaet in und Grossmutters Kueche erlebt nicht erst seit Bio wieder ungaehnte Hoehenfluege.

Dass es also in Oslo und vielleicht ganz Skandinavien nur eine Handvoll Sternerestaurants gibt, ist fuer mich nicht zwangslaefig ein Armutszeugnis, sondern bisweilen vielmehr ein Zeichen, dass manche nicht dem Mainstream verfallen und auch nicht korrumpierbar :twisted: und kritiklos alles nachmachen.

In gesundem Mass internationale Einfluesse und Nationaltypisches zu mischen, mal Neues zu wagen - aber dabei nicht die Wurzeln vollends zu vergessen - darin scheint mir die Kunst zu liegen und diesen Balanceakt schaffen viele Restaurants in Norwegen mehr als gut, ohne allzusehr auf Sternemeriten zu schielen.

Als Gegenbeispiel waeren nur unzaehlige Landgasthoefe in der Toskana oder sonstwo in Italien zu nennen, die jeder verneunftige Gourmet - ich gebe zu, ich bin sicher eher mehr Gourmand - einem sternedekorierten Genusstempel vorziehen wird, weil er hier garantiert ein besseres Preis-Leistungsverhaeltnis bekommt als bei Bocuse & Co., bei identischen Gaumenfreuden.

Aber wie gesagt: "De gustibus..."

Wanderer kommst Du nach Tromsø, so seist Du herzlich invitiert.

Schoene Gruesse nach Gummersbach,

Charly
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Stern oder nicht Stern

Beitragvon snowstorm » Mo, 11. Nov 2002, 23:00

Hallo!
Das mit den Restaurants ist so eine Sache. Um Sterne wird meines Erachtens viel Wind gemacht, aber für den Normal-Sterblichen macht es vielleicht nicht soviel Unterschied, ob denn nun noch ein Pfefferkrümelchen dran muß oder nicht.
Es sieht jedenfalls immer toll aus, das muß man lassen.

Ich finde eines schade an der Gastronomie in Norwegen: Es fehlt der Mittelstand. Es gibt fürchterlich billig, so Richtung Gatekjøkken. Und dann das sehr viel Bessere, sprich Hauptgericht nicht unter 200 NOK. Aber wer unter der Woche einfach mal zu faul zum Kochen ist und halt zum Italiener um die Ecke will - mehr oder weniger Fehlanzeige. Pizza ist auf "amerikanische" Art, also 4 cm dick und die Hälfte Luft. Asiatisch ist schwer zu beurteilen, ich kenne ja nur die "deutsche" Art und die ist auch selten authentisch. Griechisch? Türkisch? Mexikanisch? Sporadisch gesichtet.

Was ich eigentlich sagen will: Man hat 15 - 20 Euro und will Essen gehen. Das ist schwierig, denn wie gesagt, der Mittelstand scheint nicht so ausgeprägt zu sein. In Oslo ist das sicher anders, auch wer mittags zum lunch geht hat es recht einfach.

Gruß Patricia
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Jürgen Becker » Di, 12. Nov 2002, 0:28

Thomas M. hat geschrieben:mit solch ausführlichen Antworten hätte ich nicht gerechnet. Weil dieses Thema auf solches Interesse stößt, möchte ich meinen Übersetztungsversuch mal hier kundtun. Bestimmt sind noch etliche Fehler drin



Hallo Thomas,

ich schaue mir immer Speisekarten genau an - das ist erstmal spannend . Das hat oft etwas wie eine Wundertüte...:-)

Deine Übersetzung habe ich „quergelesen“ und hätte noch folgenden Verbesserungsvorschlag:

>Ferske krabbeklør med salat og aioli
Frische Krabben(scheren) mit Salat und Aioli<

Aufgrund des geringen Preises dieser Vorspeise handelt es sich vermutlich um Taschenkrebszangen und nicht um Teile der Scheren von der Riesenkrabbe.

Deutsch: Krabben oder Tiefsseegarnelen = Norwegisch: reker
Deutsch: Taschenkrebs (scheren) = Norwegisch: krabbe (klør)

Somit wäre die treffendere Übersetzung:

Frische Taschenkrebsscheren mit ……

Viele Grüße

Jürgen
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Re: Übersetzungshilfe

Beitragvon Christoph » Di, 12. Nov 2002, 9:26

...es ist zwar erst 8.30 Uhr, aber wenn ich so die Speisekarte lese, bekomme ich richtig Lust, mich durch ein skandinavisches Buffet zu wühlen...

Gruß vom NarVikinger
Christoph
"Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land am Polarkreis (Helgeland)."

frei interpretiert (erweitert) nach einem Zitat von Dr. Ludwig Ganghofer
Christoph
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