Hallo!
Den ganzen negativen Reportagen im Fernsehen (oh mann, ich hab die Planlosen mit den Pferden auch gesehen- abartig!!) steht eine Reportage im Bayerischen Rundfunk entgegen, die ich am 6.1. gehört habe.
Da ging es auch um Auswanderer, sie haben verschiedene Leute vorgestellt die nach Spanien, Irland, Canada, Australien etc. auswandern, Norwegen war ausnahmsweise mal nicht dabei.
Das Bild was dort von den Deutschen Auswanderern geschaffen wurde, entspricht etwa den Forumsbeiträgen hier. Was die Autoren vor allem hervorhoben, war dass vor allem die gehen, die besonders gut ausgebildet sind und viel Engagement aufbringen- oder anders gesagt: ihren Hintern hoch bekommen. Die fehlen dann wieder in der Gesellschaft, weil es auch diejenigen sind die dort neue Ideen voranbringen.
Ausserdem nehmen die Auswanderer (neben dem menschlichen) ein nicht unerhebliches finanzielles Kapital mit in die neue Heimat. Gerade zahlreiche Rentner, die sich in Spanien ein neues Leben schaffen, ziehen enorme Finanzkraft aus D ab.
Die Statistiken sprechen eindeutige Zahlen. 2003 wanderten ofiziell 180.000 Deutsche aus, wahrscheinlich ist eine Zahl von 250.000 (weil sich nicht alle abmelden). Das ist doch Wahnsinn, oder? Das entspricht einer mittelgroßen Stadt!!
Die Autoren kritisierten- und hier bin ich völlig ihrer Meinung- dass die Politik dieses Thema völlig ausspart, obwohl die Zahlen immer dramatischer werden. (Na ja, wenigstens die Medien haben es für sich entdeckt

)
Ob es Arbeitsbedinungen für Forscher oder Ärzte sind oder Familienfreundlichkeit oder sonstwas- Leute wie ich, die sich auch immer aktiv an Veränderungen der Gesellschaft versucht haben, stossen ständig auf taube Ohren und reaktionäre Sesselpupser.
Da hilft die ganze Schuldgefühl-mache nicht, von wegen "Ihr schuldet D doch was!", bleibt gefälligst hier.
Oops, komme ich vom Thema ab und lasse meinen Frust gerade unpassend ab? Na ja, was ich sagen wollte: Lieber Journalist vom Anfang, nimm dir ein Beispiel an deinen Kollegen vom Bayerischen Rundfunk.
Gruss
Stjerneskudd
(die sicherlich keinen Bock darauf hat von Reportern beim Umziehen genervt zu werden!)