Endlich war es wieder soweit, unser Urlaub ist in greifbarer Nähe gerückt.
Am Mittwoch mein letzter Arbeitstag, mein Gg holt mich von der Arbeit ab, denn
unser Dachkoffer war die letzten Wochen in der Firma untergestellt.
Dachkoffer rauf und nix wie los, sonst fällt meinem Chef noch was Wichtiges ein.
Unterwegs noch die letzten Einkäufe erledigt, viel war es ja nicht mehr und dann ab nach Hause. Dort angekommen wartet meine Tochter mit ihrem Top Zeugnis, riesige Freude bei allen, einen Durchschnitt von 1,5 in der 9. Klasse Gymnasium… PRIMA…
Beim Anblick meines Gästezimmers wurde mir wieder ganz schwummerig…das alles wieder in unseren Zafi bekommen, nun denn…hat bisher immer geklappt.

Donnerstag sind wir dann in aller Ruhe aufgestanden und haben fertig gepackt, sodass wir in aller Ruhe gegen 16.00 Uhr in Richtung Potsdam zu meinen Eltern gestartet sind.
Da das Wetter mal so richtig bähhh war, sprich 33 ° C im Schatten, stellten wir unsere Tiefkühlbox mit dem Essen in den wohltemperierten Keller. Ansonsten blieb das Auto beladen, was das Gute ist, wenn wir von dort starten.
Am Abend begannen sich dann die Gewitter über Brandenburg zu entladen. Hier kommt die dunkle Front auf uns zu.

Die Nacht schliefen wir mehr recht als schlecht, denn das Zimmer ist direkt unter dem Dach….ergo war es warm…offene Fenster konnten wir auch nicht haben, denn draußen tobte das Gewitter, nur anklappen war möglich, ergo war an einen erholsamen Schlaf nicht zu denken. Ich bekam so um die 4 Stunden Schlaf…. Optimistisch gedacht.
Am Morgen des 21.06 starteten wir gegen 05.30 Uhr und nach einer fast leeren Autobahn kamen wir in aller Ruhe um 08.00 Uhr in Rostock an. Den Fähranleger hatte man auch schon wieder „verlegt“, Scandlines ist kräftig am umbauen. Die Überfahrt war ruhig, kaum einer auf dem Schiff und daher keine lange Schlange am Imbiss. Kaffee und Pommes waren also schnell geholt.


Um 10.00 Uhr Ankunft in Gedser und eine ruhige Weiterfahrt in Dänemark

In Helsingør hieß es noch einmal die Fähre nehmen

Schloss Kronborg hinter uns lassen…

….und in Helsingborg angekommen hieß es immer die E6 hoch.
Schweden im Regen hatten wir auch selten *Ironie*, aber mal im Ernst, ich war heilfroh, Schweden mal in vollem Sonnenschein zu sehen, sms’te das auch schnell meinen Eltern und 20 min später schütte es prompt aus vollen Kübeln. Das blieb auch bis zum Urlaubsort so *grummel*
Gegen 16.30 Uhr durchfuhren wir Göteborg ( mal ohne Stop and Go), 20.00 Uhr Oslo und um 22.30 Uhr ließen wir Lillehammer hinter uns. Ohne viele Pause (zur Erinnerung…es schüttet immer noch) und abwechselndes Fahren, erreichten wir nach 1611 km, um 04.30 Uhr unsere Heimat…Slyngstad!



In der Hoffnung die Hütte ist frei und wir können gleich rein, fuhren wir auf das Gelände. Eine Woche vorher hatte ich ja den Vermieter angerufen und gesagt, wann wir kommen und gefragt, ob die Hütte 1 am Samstagmorgen frei ist. Die Vermieterin, die ein bisschen deutsch versteht, meinte …ja…Hütte to ist frei…nun heißt ja to auf Deutsch 2, ich aber immer Hütte Tui verstanden, was ja dann unsere wäre, nur…stand dort noch ein Auto *grübel*. Na gut, dachten wir, dann hat sich der Mieter doch entschlossen erst Samstag zu fahren, ist ja sein gutes Recht. Hütte 2 war frei, zu mindestens stand dort kein Auto vor. Wir stellten uns daher an den Bootsanleger und pennten noch ein bisschen. Um 08.00 Uhr kam Bewegung in die Hütte und wir glaubten an einen Auszug…denkste…ein Mann winkte uns und wir fuhren hoch, in der Annahme…nun geht es los. Weit gefehlt…. Er erklärte uns, wir sollten in Hütte 2 einziehen, denn vor uns hat jemand irrtümlich die falsche Hütte bezogen und so kam ein „Dreher“ in die ganze Sache und die „Hütte to“ war dann doch mal frei für uns. Da beide Hütten gleich sind und die eine von ihm privat vermietet wird, war uns gar nicht wohl bei der Sache, aber Roger und Marit kamen gegen 10.00 Uhr und nach einer kurzen Erklärung mussten wir doch über dieses Missverständnis schmunzeln.
Wir richteten uns erst einmal häuslich ein und ich brachte die Kaffeemaschine zu „glühen“.
Mein Gg konnte es gar nicht erwarten auf’s Wasser zu kommen, doch es nieselte noch, daher wurde in Ruhe alles an Ruten zusammengebaut und ein kurzes Schläfchen gehalten. Nachmittags hörte es auf von oben zu nässen und er konnte nun endlich los….

Wir hingegen genossen die Ruhe und kramten unsere Bücher raus…..
Der Sonntag begann nass, doch gegen Mittag kam die Sonne und so war wieder relaxen und lesen angesagt. Früh bekamen wir sogar netten Besuch.





Am Montag wollten wir mit unseren Touren beginnen, als erstes standen die Inseln Giske und Godøy bei Alesund auf dem Plan. Das Wetter zeigte sich wieder von seiner miesen Seite, es nieselte leicht. Die Fahrt dauerte ca. 50 min, daher ein nicht so weit entferntes Ziel.
Auf Giske angekommen suchten wir die Kirche und das Vogelreservat. Die Kirche war leider geschlossen, aber außen konnte man sich frei bewegen.





Nach einem schönen Spaziergang und kreischenden Vögeln ging es weiter zur Insel Godøy. Dort hatte ich mir den Leuchtturm Alnes fyr mit seinem Cafe rausgesucht.
Leider war das Wetter immer noch schlecht, daher hielten wir auf dem P-Platz vor dem Leuchtturm und nahmen eine Kleinigkeit zu uns. Aber wir konnten ihn sehen…

..als es ein bisschen besser wurde, machten wir uns, mit einem Schirm bewaffnet, auf. Eine Busgruppe kam auch an und diese gingen auch zum Cafe…*grummel*…nicht das wir keinen Platz mehr bekommen, denn allzu groß ist es ja nicht. Oben angekommen wollten wir erst einmal auf den Leuchtturm. Die Tickets dafür gibt es im Cafe. Es befinden sich auch 2 kleiner Lädchen auf dem Gelände, wo man Miniaturleuchttürme, Wollsachen und Marmeladen kaufen kann.
Die Treppe im Leuchtturm ist sehr steil, auf jeder „Etage“ sind Bilder ausgestellt, die man käuflich erwerben kann und oben angekommen hatte man eine tolle Aussicht.




Die Gäste aus dem Bus machten sich schon wieder auf den Weg zum Bus und wir hatten endlich im Cafe freie Platzwahl. Ein niedliches Cafe, wo wir unsere ersten Sveler aßen.





Die Turmbesichtigung, der Kaffee und beide Sveler kosteten uns zusammen 100 NOK.
Nun endlich kam auch ein bisschen die Sonne raus und wir entschlossen uns zu einem Spaziergang am Meer.




Auf der Rücktour nach Hause kamen wir an steinzeitlichen Artefakten vorbei. Hier zum Beispiel der Hogstein…

hinten rechts neben dem kleinen Leuchtturm

…uns sie hier lag ganz entspannt am Feldrand und ich möchte nicht wissen, was sie gedacht hat, als ein Auto anhielt und ihr die Kamera vor die Nase gehalten wurde.




Der Tag beginnt wieder mal mir Regen und dicken Wolken. Aber das macht nichts, wir wollten ja "nur" nach Molde.
In Molde hatte ich mir die Domkirche, das Romsdalmuseum und Skaret rausgesucht, einen Stadtbummel wollten wir auch mal machen.
Los ging es gegen 10.00 Uhr, wieder nach Vestnes und dann rüber mit der Fähre. In Molde am Hafen haben wir uns einen schönen P-Platz gesucht (gebührenpflichtig)und dann für 2 Stunden bezahlt. Zu erst wollten wir zur Kirche um diese zu besichtigen. Sie wird gerade "saniert", daher scheuten wir uns ein wenig einzutreten. Ein netter älterer Herr bat uns mit einem Wink näher zu kommen und wir gaben uns als deutsche Touristen zu erkennen. In der Kirche selber wurde auch ein wenig gewerkelt. Wir setzten uns hin und ließen alles auf uns wirken, da trat der ältere Herr wieder an uns ran und fing an in einem sehr guten deutsch die Geschichte der Kirche zu erzählen. So spontan...da waren wir baff...
Das Kirchenkreuz mußte im Laufe der Jahre zweimal aus der brennenden Kirche gerettet werden...einmal waren es die "feierwütigen" Norweger, die am 17. Mai ausversehen eine Kanonenkugel in das Gebäude feuerte und dann war es, ein zweites mal in den 1940ziger Jahren, die deutsche Wehrmacht.



Die Besonderheit ist, das diese Kirche einen seperaten freistehenden Glockenturm hat, auf meine Frage, warum...meinte der Herr trocken..."war damals so Mode"

Wir bedankten uns ganz lieb bei ihm und machten uns auf zum Stadtbummel. Auf dem Rathausplatz erwartet uns das Rosenmädchen und weiter Richtung Wasser der Jazzjunge.


das Rosenmädchen

der Jazzjunge
http://www.visitmolde.com/de/Product/?TLp=32345 hier nachzulesen.
Ein bisschen bummelten wir noch durch die Geschäfte, hier und da ein Foto und dann noch ein paar Schälchen (je 30 NOK) Erdbeeren.
Zurück beim Auto aßen wir eine Kleinigkeit, denn es sollte ja noch zum Romsdalmuseum gehen. Es ist super ausgeschildert und ein P-Platz war auch vorhanden. Rein in die Anmeldung und ...Überraschung...kein Eintritt.
Ein Plan geschnappt und dann auf zur Besichtigung.
Das ganze ist eine kleiner Variante des Sunnmøre Museums in Alesund.



Ein niedliches Cafe wurde uns auch empfohlen

Nach dem Rundgang machten wir uns auf die Spur nach "Skaret". Das hatte im im Internet gefunden und freute mich schon drauf.
http://www.visitmolde.com/de/Um-die-Reg ... Lysgarden=
Das ist die Seite...
Aber irgendwie fand ich keine Gewerke, nur die Stua und essen war nicht mein Ansinnen



Nach einem schönen Spaziergang machten wir uns auf den Heimweg. Auf dem Rückweg brachten wir uns von der Fähre die heißgeliebten Sveler zum Kaffee mit und ...die Sonne kam durch.
Der Mittwoch brachte uns auch wieder kein gutes Wetter...diesig und regnerisch. An der Hytte hatten wir eine Ebbe, so tief kannte ich das nicht 2 cm ü. M. Im letzten Jahr waren es mal 8 cm und das war schon tief. Die Boote lagen auf...

Nach einem schönen Frühstück ging es auf nach Alesund, ein Date mit der Webcam und ein bisschen bummeln und shoppen. In unserer Lieblingsbakeri schnell ein Eis geholt und dann ab an den Hafen.



Der wollte was von unserer Waffel

Beim Eisessen rief ich eben schnell meine Kollg. in FFO an, um ihr zu sagen..."Hi Steffi...wir sind da, schnell schieß ein Foto"... dann kam eine SMS...ich solle ihr nicht den Hintern zudrehen...also setzte ich mich zu meiner Großen auf die Bank und es konnte geschossen werden...das Foto...per Webcam (unten links)

Auf der Rücktour machten wir noch schnell an der "Skodjebru" halt und unternahmen dort einen Spaziergang. So viele Jahre sind wir immer vorbei gefahren, immer wollte ich von der alten Brücke ein Bild, jetzt nach der Sanierung zwang ich mich zum Halt.

Daheme angekommen gab es Kaffee und die mitgebrachten Postkarten wurden geschrieben. Leider gab es auch keine nennenswerte Fische. Aber Wäsche wartet auf mich...also wurde die Minna beladen und die durfte dann loslegen. Ich verzog mich mit einem Buch auf die Terasse.
Am nächsten Morgen wollten wir früh raus, denn die Tour führt uns an den Nordfjord..................
Nordfjord, wem sagt das nichts, eine herrliche Gegend.
Als wir früh starteten meinte Petrus uns mit Kaiserwetter belohnen zu müssen, was wir ganz toll fanden. Um kurz nach 07.00 Uhr in der Früh hieß es " auf gehts"...
Die Fähre Magerholm - Sykkylven war schnell erreicht und da meine Große wieder eine halbe Reisepille einnahm, schlief sie sehr oft, so das es an mir war, zu fotografieren.





Unser erstes Ziel war Hornindal. Auf dem Weg dorthin sind wir Rückseitig am Geirangerfjord vorbei gekommen. Dort wird auch ein P-Platz mit Aussichtsplattform gebaut.


Also Horningdal...hört sich erst einmal nicht so bekannt an..oder?...ich stieß beim googlen über einen Link, der mir die Horningdalbrue mit Jungfernstein zeigte und ich dachte, na wenn man schon dran vorbei fährt, kann man auch halten. Also habe ich mir alle Fakten zusammengesammelt, kurz bei StreetView geschaut, wo es ist und in meinen Plan aufgenommen. Wie ich finde, hatte es sich gelohnt. Ein hübscher P-Platz lädt zum verweilen ein (was auch ein Bus mit gefühlten 1000 Touris machte), wir frühstückten, machten einen Spaziergang, kühlten unsere Füße im Fluß und schossen Fotos.

die Brücke

der P-Platz


der Jungferstein mit Blick auf den Honndalsrokken

Um den Jungfernstein ranken sich zwei Mythen...eine besagt, die Braut wird nach der Hochzeit durchgeschoben, passt sie durch, ist sie nicht schwanger. Die zweite: die Sennerinnen werden im Frühjahr duchgeschoben und dann nach Almabtrieb im Herbst. Sollten sie im Herbst nicht mehr durchpassen, weiß man, sie hat es sich auf der Alm gut gehen lassen und der Völlerei gefröhnt.
Als der Bus mit den Touris kam, machten wir uns geschwind auf den Weg nach Kjenndal....das war das zweite Ziel.
In Loen sahen wir die kleine Kirche leider nur von unten...denn dort wurde gebaut und wir kamen nicht hoch.

Weiter ging es am Wasser entlang...



Unterwegs hatte wir einen Stop geplant, durch ein Bilderrätsel bin ich auf diesen Halt gekommen.
Dort war eine Schautafel die an das große Lawinenunglück erinnern soll.
Die Dörfer Nesdal und Bødal wurden duch die Flutwelle zerstört.



Dieses zerdrückte Boot hat es durch die Welle ziemlich weit hochgespült.

Nachdem ich mich dort umgesehen hatte, ging es wieder weiter, eine sehr schmale Straße zum Kjenndalsbreen. Der letzte Teil ist dann auch Mautpflichtig.

Am P-Platz zogen wir uns dann die Wanderschuhe an. Zu sehen war er ja schon...


Nach der Wanderung, die nicht allzu lange dauerte kehrten wir in der Kjenndalstova ein. Ein Käffchen für mich und dann doch zwei Waffeln für das Kind.



Gestärkt und gesättigt ging es weiter...der Nordfjord und seine "Aussichtsplattform" bei Nos warten auf uns. Ich hatte noch eine Wanderung zu den Tvinnefossen im Gepäck, aber auch die Uhr im Auge und das hätten wir so nicht mehr geschafft.

Am Nordfjord angekommen standen schon wieder Busse mit gefühlten Millionen Touris da...gut wir sind auch Touris...aber ... also quetschte ich mich mit dem Auto da auch noch rein und genoss im Endeffekt doch die tolle Aussicht. Nicht zuletzt weil die Busse losfuhren...


Nach unzählig geschossenen Bildern und ausreichender Bestaunung machten wir uns auf den Heimweg.
Das irre daran war eigentlich, ich habe derzeit ein Buch gelesen, was genau von diesem Fjord und seiner Umgebung handelt. Kann ich jedem empfehlen.

Gegen 17.00 Uhr waren wir wieder daheim und genossen den Resttag mit lesen und relaxen.
Abendstimmung im Fjord

...das war der erste Teil....