Hit the road

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Re: Hit the road

Beitragvon Kumulus » Fr, 18. Jan 2019, 20:42

22. Tag – 24. August 2018

Es gab in den vergangenen drei Jahren meiner Norwegenreisen immer eine Gemeinsamkeit: das Wetter. Einen Tag vor meiner geplanten Rückreise zeigt sich der Himmel gnädig und (fast) von seiner besten Seite. So auch in diesem Jahr. Zunächst noch etwas bewölkt, doch schon bald klart es auf und die Sonne kommt mit Macht.


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Ich nutze das schöne Wetter für einen Ausflug nach Lesja, knapp 90 Kilometer von Åndalsnes entfernt – die E 136 immer in Richtung Dombås. Die Strecke ist gut zu fahren und ich muss mal wieder achtgeben, mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. Auf so gut ausgebauten Streckenabschnitten, wie die E 136 bei Bjorli fällt mir das manchmal schwer. Aber ich sehe, wie sich die Polizei in der Höhe der Tankstelle mit ihren Messgeräten auf der gegenüberliegenden Straßenseite einrichtet. Das macht mir bewusst, etwas konzentrierter auf die tatsächliche Geschwindigkeit zu achten.

Mein erstes Ziel ist das Lesja Bygdemuseum, ein kleines aber schönes Freilichtmuseum mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Das Museum vermittelt Bauweise, Arbeitsbedingungen und Lebensumstände vergangener Zeiten.


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Leider komme ich auch hier wieder zu spät – das Museum hatte ebenfalls am letzten Sonntag seinen regulären Besuchstag. Ich kann zwar durch die Anlage gehen, aber die Gebäude sind alle verschlossen. Und Hinweise zu den einzelnen Häusern und ihrer Zweckbestimmung finde ich nur noch auf dem Tafeln am Eingang der Häuser. Aber sehenswert ist die Anlage allemal. Ich denke, im Sommer, wenn hier Betrieb herrscht muss es besonders schön sein; vor allem wegen der Größe des Museums auch einen sehr familiären Charakter bekommen.


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Schräg gegenüber dem Bygdemuseum steht die Lesja Kirke auf einem kleinen Hügel. Sie wurde 1749 errichtet und fasst Plätze für 300 Gläubige. Auf den ersten Blick glaubt man, in ihr eine Stabkirche zu erkennen, wie zum Beispiel die in Lom. Aber Lesja Kirke ist eine normale Kreuzkirche aus Holz und sehr schön gelegen.


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Innerhalb der Kirche sollen sich schöne Holzschnitzereien, eine besonders schöne Altartafel und ein hölzernes Taufbecken von 1250 befinden. Leider ist auch hier die Saison zu Ende; die Kirche ist geschlossen. Von innen höre ich allerdings den Klang der Orgel. Dieser Klang begleitet mich bei meinem Rundgang über den Kirchhof.


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Etwas erstaunt bin ich bei dem Grabmal von Hans Anton Hole (1869 – 1963), der neben einem normalen Grabstein und dem seiner Ehefrau Alfhild (mit Relief) auch noch eine Büste von sich selber aufgestellt hat. Im Netz habe ich keine Hinweise zu Biografie von Anton Hole gefunden; aber ein berühmter Künstler, Politiker oder Kaufmann wird er nicht gewesen sein. Ich verkneife mir eine Kommentierung; aber „meins“ wäre das nicht.


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Ich fahre ein kleines Stückchen zurück in Richtung Åndalsnes, vorbei am Wohnhaus von Blakar gård an der E 136 (siehe Bilderrätsel 1964) und biege dann von der Hauptstraße ab in Richtung Lorkverna.


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Die alte Mühle Lorkverna ist eine lebendige, industriehistorische Kulturstätte ganz besonderer Art, die ihren Ursprung bereits im frühen 14. Jahrhundert hatte. Traumhaft schön in einem Kiefernwald gelegen findet man an dem Fluss Lora nach einem kleinen Spaziergang die idyllisch gelegene, historisch und natürlich wunderschön restaurierte Mühlenanlage mit Wirtschafts-, Wohn- und Nebengebäude.

Die Anlage besteht aus Häusern aus dem 18. Jahrhundert. Die Gegend ist ideal zum Spielen und Entspannen für die ganze Familie. Hier stehen Bänke und Tische zwischen gepflegten Blockhäusern. Und in den Sommermonaten, wenn hier Führungen stattfinden, kann man sehen, wie das Wasser in den alten Arbeitsprozessen der verschiedenen Stationen eingebunden war.


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Auf dem Gelände gibt es neben der restaurierten Mühle auch noch die Schmiede, eine Filz- oder Walkmühle, Scheunen und Ställe, Grillplatz und natürlich das Wohnhaus des Müllers.


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Lorkverna ist das ganze Jahr über besuchbar. In der Zeit vom 20. Juni bis 20. August finden jeweils von Freitag bis Sonntag Führungen durch die Anlage statt. Ich war mal wieder zu spät – Nachsaison. Schade eigentlich.


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Vom Parkplatz aus gibt es einen schönen Rundweg, der von einem Geschichtsteam schön aufbereitet ist. Er führt zunächst zu der restaurierten Mühlenanlage, geht dann über eine rekonstruierte Brücke über die Lora und führt zu weiteren Stationen schließlich bis zum Lorfossen und auf einem anderen Pfad wieder zurück. Eine schöne Tour für einen Sonntagnachmittags-Spaziergang für die ganze Familie. Besonders schön, der Unterstand und Grillplatz am Lorfossen. Hier kann man es sich gut gehen lassen.


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Die ganze Rundtour geht über ca. 5,5 Kilometer und ist gut zu bewältigen. Wäre dort nicht zwischendurch eine ziemlich steile Passage, die aber mit einem Handlauf gesichert ist, würde ich sie sogar für Kinderwagen und ähnl. empfehlen.


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(Krähenbeere)


Auf dem Rückweg fahre ich noch an der Lesjaverk Kirke vorbei.


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In Lesjaverk gab es bereits im 17. Jahrhundert aufgrund dortiger Eisenvorkommen eine Eisenhütte, die internationale Bedeutung erlangte. Denn das Eisen aus der Hütte war etwas Besonderes, weil es aufgrund des Chromgehalts im Erz rostfrei war. Es war daher im In- und Ausland sowohl für den Schiffbau als auch für den Einsatz in anderen Bergbaubetrieben wie Røros gefragt. Erst nach 1800 ging das Erzvorkommen und damit auch der Siedlungstätigkeit und der Bevölkerung deutlich zurück.

Aber zurück zur Lesjaverk Kirke. Die wurde nämlich 1695 im Zusammenhang mit der Eisenhütte errichtet, aber im Jahr 1855 nach Lesjaskog verlegt und ist heute eine Pfarrkirche. Auf dem Gelände der ehemaligen Kirche wurde nach der Ruhezeit wurde der Holzzaun um den Friedhof abgerissen und versteigert; die Grabhügel nahmen ab. Es sind nur wenige Grabsteine aus Stein geblieben, darunter auch der Besitzer Reinhold Ziegler (1677-1729). Im September 1941 wurde der Friedhof wieder in Betrieb genommen; die Feierlichkeiten fanden unter freiem Himmel statt. Für einen neuen Kirchenbau brauchte es aber noch etwas Zeit. Nach verschiedenen Architektenentwürfen wurde die heutige Kirche 1962 errichtet und im Juli 1964 vom Bischof geweiht.


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Und da ich nun schon mal in der „Ecke“ bin, statte ich der „Kylling bru“ noch einen kurzen Besuch ab. Sieht genauso aus wie im Vorjahr. Die 59 m hohe und 76 m lange Steinbrücke aus Granit wurde in den Jahren 1913 bis 1921 erbaut. Sie ist eine der berühmtesten Bahnbrücken Norwegens und zugleich Wahrzeichen der Raumabanen.


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Schönen Abend,
schönes Wochenende
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Kumulus
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Re: Hit the road

Beitragvon Ronald » Sa, 19. Jan 2019, 13:07

Hallo Martin,

jetzt habe ich mich auch noch durch Deine letzten Berichte „durchgearbeitet“. Hab‘ ganz herzlichen Dank für Deine detaillierten und liebevoll geschriebenen Berichte und die dazugehörigen tollen Fotos!

Aber ich muss schon sagen, so mutterseelenalleine durch die Gegend zu stapfen auf teilweise mehr als nur schwierigen Wegen, das ist schon mutig. Ich hoffe, Du hast immer ein Telefon dabei und auch entsprechenden Empfang!!!

Bei Åmotan hast Du geschrieben:
Zurück in Jenstad genieße ich aus einem Unterstand mit Ledercouch noch eine Weile die Aussicht auf den Wasserfall, die Schlucht sowie die gegenüberliegende Straße, die zur DNT-Hütte Vangshaugen hinauf führt.“

Genau da gegenüber hatte meine Frau 2017 das Foto von den Wasserfällen gemacht auf der Straße an der Kehre.
Gut, dass wir nicht den Weg gemacht haben, den Du gemacht hast, denn sooo sehr sind wir nicht mehr sicher am Kraxeln und gerade wegen der Abgründe. So freuen wir uns dann ein Deinen Berichten.

Und für die nächste Tour in Norwegen, das musst Du vorher schon etwas mehr Kontakt mit dem Wettergott aufnehmen.
Beste Grüße
Ronald
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald
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Re: Hit the road

Beitragvon Kumulus » Sa, 19. Jan 2019, 17:55

Ronald hat geschrieben:Und für die nächste Tour in Norwegen, das musst Du vorher schon etwas mehr Kontakt mit dem Wettergott aufnehmen.



Vielen Dank für deine sehr nette und wertschätzende Rückmeldung, Ronald.

Was das Wetter betrifft muss ich tatsächlich noch ein wenig üben. Oder ich häng mich an euch ran, wenn ihr wieder auf Rundreise geht. Denn den Bildern nach zu urteilen habt ihr immer perfektes Wetter. Manchmal bischen kalt, aber immer sonnig und immer trocken. Oder hast du uns etwas in deinen Berichten vorenthalten?

Ronald hat geschrieben:Aber ich muss schon sagen, so mutterseelenalleine durch die Gegend zu stapfen auf teilweise mehr als nur schwierigen Wegen, das ist schon mutig. Ich hoffe, Du hast immer ein Telefon dabei und auch entsprechenden Empfang!!!



Für meine Reisen und meine Wanderungen gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder ich fahre/gehe alleine oder gar nicht. Da mir die Alternative nicht besonders gut gefällt, fahre ich alleine.

Allerdings bin ich seit meinem Sturz 2017 am Åmotan sehr viel vorsichtiger geworden. Bei schlechtem Wetter oder schlechtem Untergrund breche ich auch schon mal eine Wanderung ab, wie zum Beispiel im letzten Jahr zum Ingeborgvatnet.
Natürlich habe ich immer mein Handy und eine vollständig geladene Powerbank dabei. Bleibt noch zu hoffen, dass ich dann auch immer Empfang habe.

Schönes Wochenende
Martin
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Re: Hit the road

Beitragvon Ronald » Sa, 19. Jan 2019, 18:01

Dann wünsch ich Dir weiterhin viel Glück beim Wandern!!!

Beste Grüße
Ronald
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Re: Hit the road

Beitragvon Kumulus » Sa, 19. Jan 2019, 18:32

23. Tag – 25. August 2018

Der Urlaub geht dem Ende entgegen; morgen soll mich die Fjordline wieder nach Dänemark bringen. Für mich bedeutet das heute „Strecke machen“, damit der Weg am morgigen Tag nicht mehr ganz so lang ist.

Also mache ich mich relativ früh auf den Weg von Åndalsnes nach Kongsberg. Ich beabsichtige dort in der Nähe auf dem „Max Camping“ die Nacht zu verbringen und am nächsten Tag die restlichen Kilometer bis nach Langesund zu fahren. Auf alle Fälle bedeutet das heute eine Tour von rund 500 Kilometern und sieben Stunden reine Fahrzeit. Wenn man den Urlaub noch vor sich hat, mag die Vorfreude über solche Strecken hinweghelfen. Aber jetzt, wo es nur noch darum geht, alles Schöne hinter sich zu lassen, fällt es mir dann doch ein wenig schwer.


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Aber es hilft ja nichts. Und so fahre ich die E 136, später die E 6 und die E 16 und biege kurz hinter Kongsberg auf den RV 37 in Richtung Rjukan ab. Die Straße ist weitgehend gut zu fahren. Vor allem der seit Dezember 2016 fertiggestellte vierspurige Ausbau der E6 zu einer kreuzungsfreien und autobahnähnlichen Schnellstraße von Sjoa bis kurz vor Lillehammer mit dem 3.600 m langen Teigkampentunnel und dem 4.300 m langen Hundorptunnel sind eine echte Erleichterung. Allerdings kostet das auch „teuer Geld“. Ich habe das Gefühl, die Mautkameras hängen alle 5 Kilometer an ihren ‚“Galgen“ über der Fahrbahn.


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Gegen 16:30 Uhr bin ich schließlich in Kongsberg angelangt und habe an diesem Tag nur noch wenige Kilometer zu fahren. Es reicht aber auch. Trotzdem fahre ich noch „um die Ecke“, um vor dem Abend noch ein wenig „die Beine zu vertreten“. Dafür habe ich mir eine kleine Wanderung zum „Dusanfossen“, ca. 1,5 Kilometer nördlich vom RV 37 entfernt, die etwa 30 Minuten dauern soll. Bilder vom Wasserfall, die ich im Internet finde, zeigen eine lohnende Tour.
Allerdings muss ich mein Anliegen abbrechen. Der RV 37 ist ab dem Abzweiger „Storaas Gjestegård“ komplett gesperrt und kein Weiterkommen. Und auf die Mehrkilometer zu Fuß habe ich keine Lust. Also zurück und doch gleich das Quartier auf dem „Max Camping“ beziehen.

Auf dem Rückweg mache ich noch eine kurze Pause auf dem Rastplatz am Buvannet


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und finde auf unmittelbar neben dem RV 37 die alte Brücke von Løka über die Jondalselva aus dem Jahre 1924.


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Auf dem Campingplatz beziehe ich ein kleines Blockhaus direkt am Wasser, mache noch einen kurze Runde durch die Botanik in unmittelbarer Nähe und schmeiße zum Abend meinen Grill an.


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Der Abend wird kühl – und die Heizung in der Hütte funktioniert nicht. Der Platzbetreiber bringt mir Heizlüfter, der aber auch nur Lärm macht und lauwarme Luft bläst. Von Gemütlichkeit bin ich an diesem Abend weit entfernt, zumal die Einrichtung alles andere als „gemütlich“ ist. Eher das Gegenteil – alles alt, alles total veraltet, die Kochplatte hat auch schon bessere Tage gesehen und das Geschirr ist ein Sammelsurium aus verschiedenen Jahrzehnten. Zum Glück habe ich meine eigenen Sachen. Mein Fazit: Schlechter geht’s kaum noch.


24. Tag – 26. August 2018 – Heimreise

Am nächsten Morgen bestätigt sich mein schlechter Eindruck im Waschraum, in der Dusche und beim Abwaschen in der Küche. Haare im Ausguss der Dusche, dreckiger Herd in der Gemeinschaftsküche und in der Spüle möchte man auch nichts mehr abwaschen.

Aber immerhin ist das Wetter phantastisch


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Nach wenigen Kilometer schaue ich an der Jondalen Kirke nach einem Geocach, den ich gut und leicht finden kann.


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Jondalen Kirke ist eine Langkirche von 1882 und wurde vollständig aus Holz gebaut. 150 Gläubige finden darin Platz. Geschichtlich gibt die Kirche nicht viel her; allenfalls, dass es von der Entscheidung eine Kirche zu bauen bis zur Verwirklichung über 20 Jahre gedauert und dabei drei Planungskomitees verschlissen hat. Die Kirchenglocke wurde 1881 in der Bochumer Gussstahlfabrik in Deutschland gegossen.


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Ich fahre zügig weiter – immer den RV 40, den so genannten „Lågendalsveien“, bis zum Sørlandske hovedvei, der E 18, die vierspurig als Schnellstraße ausgebaut mich fast bis nach Langesund bringt.

Unterwegs mache ich eine kleine Rast am „Brufoss cabin og salmon senter“ – ein Eldorado für Sportfischer, insbesondere auf Lachs und Forelle. Das Areal mit einem kleinen Kiefernwald macht einen schönen Eindruck. Ich glaube, hier kann man gut mit der Familie einen Nachmittag oder als Sportfischer ein ganzes Wochenende verbringen.


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Letzte Station vor dem Anleger der Fjordline ist noch Styrvoll Kirke. Eine schöne kleine Kirche, die ein paar Meter vom RV 40 entfernt den Hang hinauf steht.


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Die Styrvoll-Kirche ist eine Langkirche in Steinsholt und hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert. Allerdings scheint die Datierung etwas, aber 1975 wurde das 800-jährige Jubiläum gefeiert. Das Schiff und der Chor sind aus Stein, während die Veranda und der First (aus den 1870er Jahren) aus Holz gebaut sind.


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Der Rest des Tages und der Rückfahrt ist schnell erzählt. Die Fjordline ist, wie immer, super pünktlich, der Aufenthalt auf dem Sonnendeck der „Bergenfjord“ lohnt, und das Büfett ist wie gewohnt „bescheiden“. Ich mache das nur aus Bequemlichkeit. Dann muss ich mich nicht um einen Sitzplatz bemühen oder gar streiten. Und groß in eine Schlange muss ich mich auch nicht anstellen. Ich habe dieses Mal das Glück im Panorama-Salon ein Platz zu finden. Das ist auf alle Fälle schöner als irgendwo am Rande der Schiffskantine.


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Pünktlich „Leinen Los“ und pünktlich „Festmachen“ in Hirtshals. Dann noch 430 Kilometer und ich freu mich auf mein eigenes Bett – so schön der Urlaub auch war.

Fazit:
Tja, das war 2018 !

Rund 4.900 km insgesamt, davon ca. 3.300 km durch Norwegen, 1.100 km durch Schweden und 460 km durch Dänemark und Schleswig-Holstein. Ich möchte keinen davon missen.

Für die Bewältigung der Strecke vorteilhaft hat sich der Kurztrip mit der Hurtigrute von Svolvær nach Nesna gezeigt, immerhin habe ich dadurch über 500 km Landweg gespart. Allerdings war das unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten keine vernünftige Lösung. Aber Urlaub bedeutet für mich, auch mal unvernünftig zu sein.

Meine Erlebnisse fand und finde ich sensationell; egal ob Båstnäs bilkyrkogård, den Ingeborgfossen in Rognan, den Svatisen in Mo i Rana, der Besuch im Innerdalen, meine Wanderung zum Storvatnet im Demdalen oder in Lesja oder schließlich meine Schnupperwoche auf den Lofoten. Wenn ich heute erklären sollte, wo es mir bisher in Norwegen am besten gefallen hat, komme ich bestimmt ins Grübeln – so viele unterschiedliche Regionen und Schönheiten. Aber für was ich mich auch entscheide, die Lofoten und ihre „Karibik-Strände“ am Atlantik sind phantastisch und traumhaft schön. Meine Wanderung über das Fjell von Utakleiv und Haukland hat mich nachhaltig beeindruckt. Das war großes Kino.

Auf alle Fälle hat diese Reise dafür gesorgt, dass meine Infektion mit dem Norwegenvirus nicht gelindert oder gar gestillt werden konnte. Ganz im Gegenteil – wie ein Parasit frisst sich dieser Virus mehr und mehr in mich hinein und weist mir sogleich den Weg für weitere Reisen.

Ich bin in meinem Leben noch nie auf irgendetwas oder irgendjemanden neidisch gewesen, weil ich auch weiß, dass hinter den Erfolgen anderer häufig auch „Blut, Schweiß und Tränen“ stecken. Aber auf dieses Privileg unserer Norwegenfreunde in Norwegen zu leben, bringt meinen Gleichmut schon ins Wanken.

So – knapp 5.000 Kilometer und knapp 3.000 € !! Wofür so viel Geld?? Ich verrate es:

Fähren Hin- und zurück
incl. Kabinen und Büfett = 360 €
Fähre Lofoten = 93 €
Hurtigrute = 376 €
Ferienwohnung AirBNB = 471 €
Campinghütten = 625 €
Tanken = 410 €

So, der Rest ging in Eintrittspreise, Kaffee und Kuchen, Maut, Bier, Souvenirs und Lakritzschnecken. Oder so. Auf alle Fälle scheint mir Norwegen nach wie vor erschwinglich zu sein - und sei es durch Wienerbrød mit dem Deal 2 für 1 auf den Lofoten (Zur Erinnerung: 10 NOK für 2 statt 11,90 NOK für eines).

Noch ein/zwei Worte zu meinen Erfahrungen einer Reise mit dem Pkw statt mit einem Gespann. Also:
• Ich bin schneller unterwegs und deutlich manövrierfähiger auf den Fahrten

• Ich brauche deutlich weniger Kraftstoff

• Wer auf Luxus im Urlaub verzichten und sich bescheiden kann lebt in den Cabins ganz gut. Die Hütten sind überwiegend akzeptabel bis gut; in Einzelfällen aber auch mies.

Die Preise für einfache Campinghütten schwanken zwischen 35 und 56 €/Nacht. Gegenüber einem Stellplatz für Caravan und Kosten für einen Reisenden ist der Unterschied manchmal nur 10 €; in der Regel liegt er aber bei 25 €/Nacht und ist damit erwartungsgemäß.

• Betten, Einrichtungen und Ausstattung der Hütten sind allerdings häufig gerade noch akzeptabel. Mehr nicht. Große oder hohe Ansprüche werden nicht befriedigt.

• Das Personal auf den Campingplätzen war immer freundlich und immer hilfsbereit.

• Freier Internetzugang über WLan war häufig nur in Nähe der Rezeption oder den angrenzenden Gemeinschaftsräumen möglich. Ein Aufenthalt dort war aber nie ein Problem.

• Zurück zu den Kosten und Hin zu einer „Milchmädchenrechnung“:
Bei einem 20tägigen reinen Hüttenaufenthalt entstehen bei bescheidenen Ansprüchen Mehrkosten von rd. 500 €. Das hört sich zunächst viel an. Aber ein Miet-Wohnmobil oder ein Miet-Caravan wäre für diesen Preis allenfalls 4 bis 5 Tage zu erhalten.
Auch die Anschaffung eines (gebrauchten) Caravans oder Wohnmobils ist nicht für das 10fache möglich. M. a. W.: 10 Jahre á 20 Tage Skandinavienurlaub in einfachen Campinghütten und mit dem eigenen Pkw kosten gerade mal 5.000 € mehr als ein normaler Campingurlaub mit Zelt oder Wohnwagen (Versicherung und Steuern mal nicht berücksichtigt). Alles im allem scheint mir persönlich ein Hüttenurlaub die wirtschaftlichste Möglichkeit für Ferien in Skandinavien zu sein. Aber das ist schließlich auch eine Frage der persönlichen Einstellung und Wahrnehmung.

Vermisst habe ich allerdings die Möglichkeit, das eine oder andere Mal über Nacht frei zu stehen. Das war mit meinem kleinen Eriba-Touring möglich. Und mit einem Wohnmobil ist das auch immer wieder drin. Nicht dagegen in einem reinen Pkw, wie mein kleiner Golf.

• In Sachen Urlaubsgepäck habe ich auch in diesem Jahr die Erfahrung machen können, dass „Weniger mehr“ ist. Auf meinen Rundreisen habe ich sowieso meine Lieblingspullis und meine Lieblingsshirts an; was braucht es da noch fünf bis sechs Auswahlmöglichkeiten?
Darüber hinaus brauche ich keine Konserven, keine Pasta und Fertigsaucen und all diesen Quatsch. Esse ich sowieso nicht. (Anm.: Ich habe sehr viel gegrillt)
Würstchen im Glas fand ich als Snack zwischendurch gut – würde ich wieder mitnehmen. Naschies auch, Bier und Wein sowieso.
• Abschließend eine Erfahrung, die ich auch habe machen dürfen: Hüttencamping macht einsam. Wenn ich abends vor der Hütte sitze ist das eigentlich ähnlich, wie vor meinem Wohnwagen. Allerdings hat man bei einer Reise mit dem Caravan immer mehr Nachbarn, immer mehr Kontakt, immer mehr Bewunderer und Gesprächspartner. Das fehlt beim Hüttencamping gänzlich.

Zum Schluss noch ein wenig „Street Art“, der mir auf den Lofoten begegnet ist. Ihr seid herzlich eingeladen, zu erraten, wo diese Aufnahmen entstanden sind.


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Danke für eure Geduld, eure freundlichen Kommentare und all das positive Feedback. Im Juni geht’s wieder los.
Und in Kürze erscheint hier von mir noch ein paar Einschätzungen der Campingplätze bzw. Campinghütten, die ich genutzt hatte.

Beste Grüße
Martin
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Kumulus
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Re: Hit the road

Beitragvon Mainline » Sa, 19. Jan 2019, 20:59

Vielen Dank für deinen interessanten Reisebericht. Du hast es ja zu Beginn schon geschrieben, dass sich angesichts der vielen Reiseberichte, die Bilder wiederholen. Trotzdem finde ich es immer wieder spannend, bekanntes aus dem Blickwinkel anderer Reisender zu sehen. Deine Vorbereitungen sind akribisch und dementsprechend entgeht Dir nur wenig auf deiner Reiseroute. Wenn ich hier die Berichte lese, merke ich nicht selten, was ich alles verpasst habe :lol:

Dein Rückblick und die Gedanken zu deiner gewählten Reise/Übernachtungsform haben mir besonders gefallen. Das Thema Campingplatz oder frei Übernachten wird hier ja auch hin und wieder thematisiert. Deshalb bin ich sehr auf deine Beurteilung der Campingplätze und Hütten gespannt.

Und dann wäre ja noch das Privilegs des Lebens in Norwegen :roll:
Da hilft zunächst nur ein Zweiturlaub im Jahr, am besten weit außerhalb der Reisesaison. :lol:

Einen schönen Sonntag wünscht
Gerhard
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Re: Hit the road

Beitragvon syltetoy » Sa, 19. Jan 2019, 21:09

Schade das die Reise nun vorbei ist, aber die war soooo toll und ich habe mich über deine vielen Berichte und Fotos sehr gefreut.
Ich habe den Virus auch, aber für mich reicht der eine Monat den ich jedes Jahr in Trøndelag verbringe ... leben möchte ich nicht in Norge, da würde mir Südschweden besser gefallen .....von dort aus komme ich auch schneller in den Urlaub nach Norge :wink:
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Re: Hit the road

Beitragvon Kumulus » So, 20. Jan 2019, 19:09

Wie bereits erwähnt kommen jetzt noch ein paar Hinweise zu den Campingplätzen und Campinghütten, die ich während der Rundreise genutzt habe. Dabei möchte ich ausdrücklich betonen, dass die Bewertungen rein subjektiv sind und keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit haben.


Töcksfors Camping & fritid
Sandviksvägen
670 10 Töcksfors, Schweden
+46 73 028 24 92
https://tocksforscamping.se/

Google Maps: https://goo.gl/maps/MzAvzjSKPmD2

Ein wahrhaft schöner und gepflegter Platz, der nicht nur für eine Nacht was taugt. Die Lage am .. ist sehr schön. Die Platzbetreiber sprechen deutsch und sind sehr zuvorkommend. Was fehlt ist die Möglichkeit eines Internetanschlusses. „Wir sprechen noch persönlich mit unseren Kunden“ steht deshalb auch über dem Tresen in der Rezeption.

Die Preise empfinde ich als angemessen.

Mein Preis: 450 SEK / Nacht


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Fulufjällsgården
Mörkret 13
790 90 Särna, Schweden
+46 253 170 03
https://www.fulufjallsgarden.se/se

Google Maps: https://goo.gl/maps/jRB9Bj8x47y

Fulufjällsgården ist eigentlich ein bewirtschaftetes Wandererheim, wie die Hütten des DNT in Norwegen. Zusätzlich zu den Zimmern gibt es vier Hütten in unterschiedlicher Größe zu mieten. Im Haupthaus sind Rezeption, ein großer Aufenthaltsraum sowie Toiletten und Dusche. WLan ist auch sehr gut im Haupthaus verfügbar.

Insgesamt macht die Anlage einen guten bis sehr guten Eindruck; die Wirtsleute sind nett und hilfsbereit. Die Hütten machen von außen den Eindruck eines alten Blockhauses, sind aber im inneren renoviert und ansprechend. Sie verfügen über eine kleine Küchenecke mit Wasser, Spüle, Kühlschrank, Gerätschaften und Geschirr.
Die Preise sind günstig.

Mein Preis: 350 SEK/Nacht (Dusche und WLan incl.)


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Gäddede Camping & Stugby
Sagavägen 9
833 98 Gäddede, Schweden
+46 672 100 35
http://www.gaddedecamping.com/


Google Maps: https://goo.gl/maps/LwACcprneMN2


Ein schön gelegener Campingplatz in der „Diaspora Schwedens“ in unmittelbarer Nähe zur Norwegischen Grenze. Auf dem Platz am Kvarnbergsvattnet etliche Dauercamper, aber auch Tagesgäste sind herzlich willkommen, die vorwiegend in Ufernähe ihr Quartier beziehen können. Das ist lobenswert. Anderenorts sind die besten Stellplätze immer von Dauercampern blockiert.

Die sanitären Anlagen könnten mehr als nur einen neuen Farbanstrich vertragen; sie sind veraltet und die Struktur mit Waschbecken auf der einen und Kloschüssel auf der anderen Seite in einer Art „Baracke“ entspricht nicht mehr zeitgemäßer Ausstattung. Wer darüber hinweg sieht findet einen schönen Übernachtungsplatz.
Meine Hütte war auch etwas „gamle“, aber sauber. Die Ausstattung mit kleiner Pantry, eigenem kleinen Schlafraum und Terrasse.

Die Preise sind in Ordnung.

Mein Preis: 400 SEK


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Yttervik Camping- Boat Rental
Sørlandsveien 874
8617 Rana, Norwegen
Telephone: +47 75 16 45 65
http://www.yttervikcamping.no/

Google Maps: https://goo.gl/maps/r5BD7ruvRxy


Meine Bewertung von 2017 kann ich uneingeschränkt wiederholen: ein kleiner und enger Campingplatz mit einer fantastischen Lage direkt am Ranfjorden. Das Sanitär- und Küchengebäude ist relativ neu und sehr ansprechend. In der Küche Abwaschutensilien, TV-Raum und kleiner Terrasse am Fjord.

Es gibt Hütten in unterschiedlicher Größe, Ausstattung und Lage. Entsprechend differenziert sind auch die Preise, die ich als angemessen empfinde. In der von mir gemieteten Hütte gab es außer Wasserkocher, Kanister, Bett, Tisch und zwei Stühle keine weitere Ausstattung. Das ist spartanisch. Aber es war alles sauber. WLan ist inclusive.

Insgesamt ein schöner Platz, den ich empfehlen kann. Einziger Wermutstropfen: Die Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen sind sehr klein und eng.

Mein Preis: 540 NOK / Nacht (Dusche extra)


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Langnes Camping
7800 Grong, Norwegen
+47 476 88 333
http://langnescamping.no/


Google Maps: https://goo.gl/maps/c97AXitzYKL2


Eine große nasse Wiese, unterteilt mit zwei Fahrspuren ist eigentlich alles, was dieser Platz zu bieten hat. Wirkt alles professionell. Die elektrische Versorgung ist modern; die sanitären Einrichtungen zeitgemäß und sauber. Die Hütten sind niegelnagelneu und zweckmäßig aber lieblos eingerichtet. Freie Internetnutzung ist auf dem ganzen Platz verfügbar. Für eine Übernachtung kann ich den Platz sehr empfehlen.

Mein Preis: 550 NOK / Nacht


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Gjøra Kro & Camping
6613 Gjøra
Tel (+47) 71 69 41 49 / 917 37 975
http://www.nisja.no/


Google Maps: https://goo.gl/maps/pyuKGPu8CH72


Gjøra Kro & Camping bekräftigt meinen positiven Eindruck vom Jahr 2017. Ein sehr schöner Platz, der wegen des hohen Baumbestanden sehr schattig wirken kann. Im Sommer vermutlich gar nicht mal so schlecht. Die Einrichtung und auch die Hütten sind älteren Datums, aber sauber und zweckmäßig eingerichtet. Die Heizung funktioniert, nur die elektrische Kochplatte könnte etwas Unterstützung oder mal ein Upgrade vertragen. Die sanitären Einrichtungen sind in Ordnung und sauber; Dusche kostet 5 NOK/4 Minuten. Tagsüber ist die Rezeption in der Nebensaison nicht besetzt; ab 18:00 Uhr kümmert sich eine studentische Hilfskraft um alles. Mehr braucht es nicht.

Ich kann den Platz empfehlen!

Mein Preis: 375 NOK / Nacht


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Mjelva Camping og hytter
6300 Åndalsnes
Telefon: +47 71226450
http://www.mjelvacamping.no/


Google Maps: https://goo.gl/maps/V4kXtcHXFsF2


Auch für diesen Platz gibt es bereits eine Bewertung von mir am Ende meines Berichtes 2017. Daran hat sich im Wesentlichen nichts geändert. Es ist und bleibt ein sehr schön gelegener Platz mit einem wunderschönen Panoramablick ins Isterdalen.

Dusche kostet auch hier extra (10 NOK/6 Minuten); WLan steht mittlerweile kostenfrei auf dem ganzen Platz zur Verfügung. Allerdings ist der Empfang selten perfekt.

Ein Großteil der Hütten hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen. Das findet sich vor allem in der Innenausstattung wieder. Ich kann nicht verstehen, warum man nach etlichen Jahren des „Abkassierens“ nicht mal an eine Renovierung und Modernisierung denkt.

Trotzdem sehr empfehlenswert.

Mein Preis: 525 NOK / Nacht


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Max Camping Jondalen
Jondalsveien 825
3614 Kongsberg
Telefon +4790095025

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Google Maps: https://goo.gl/maps/F3oShQATK7n


Ein schöner gelegener Campingplatz am RV 37 in der Nähe von Kongsberg. Die Lage an der Jondalselva ist traumhaft schön. Der Inhaber ist freundlich und hilfsbereit. Bei den sanitären Anlagen und der Küche muss ich meine Bewertung von 2017 korrigieren. Denn das war alles andere als „in Ordnung“. Küche und Dusche machten eher einen unhygienischen Eindruck; Einrichtungsgegenstände in der Hütte völlig veraltet. Das Bett war durchgelegen; die Heizung war defekt; ein Heizlüfter als Ersatz verursachte nur Lärm und brachte keine Wärme. Aus diesem Grunde finde ich das Preis-/Leistungs-Verhältnis nicht ganz stimmig. Aber immerhin entstehen für Dusche und WLAN keine zusätzlichen Kosten.

Meine Empfehlung: Genau hinsehen.

Mein Preis: 550 NOK / Nacht


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So, jetzt ist aber wirklich Schluss. Ich hoffe, ich konnte ein wenig Freude oder Sehnsüchte machen oder auch Erinnerungen wecken.

Bis dann und demnächst
Liebe Grüße und Danke für all die netten Kommentare und Feedbacks.
Martin
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Kumulus
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Re: Hit the road

Beitragvon CrazyHorse » Mo, 21. Jan 2019, 9:24

Danke für den interessanten und sehr informativen Bericht!

Gruß Matthias
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Re: Hit the road

Beitragvon Julindi » Mo, 21. Jan 2019, 11:07

Herzlichen Dank für diesen sehr ausführlichen Bericht mit den vielen tollen Fotos. Deine Berichte sind stets sehr informativ und ich lese sie gerne :D
Bis nächstes Jahr dann :wink:
Reiseberichte mit Fotos auf http://www.ju-cara.jimdo.com
Julindi
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Re: Hit the road

Beitragvon Karsten » Mo, 21. Jan 2019, 11:39

Wow, vielen Dank für diesen tollen Reisebericht, lieber Martin!
Hat sehr viel Spaß gemacht, von Anfang bis Ende mitzureisen. :)

Einige deiner Stationen kommen mir sogar sehr bekannt vor. :wink:
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Ruut-wieß kritt mer ahnjeboore, en die Weech erinnjelaat,
wer en dä Südkurv opjewaaße, dä blieht ruut-wieß bess en et Jraav.
Karsten
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Re: Hit the road

Beitragvon Michael Oppelt » Mo, 21. Jan 2019, 14:19

Hallo,

als ich Deine "Street Art" Bilder gesehen habe hab ich gedacht: Henningsvaer oder/und Svolvaer. Es gibt sie in beiden Städten. Und unterwegs sieht man auch manche auf alten Scheunen/Häusern.

Grüße

Michael
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Re: Hit the road

Beitragvon Gudrun » Mo, 21. Jan 2019, 21:08

Nach ein paar Tagen Forum-Abstinenz habe ich mich heute über Deinen Bericht "hergemacht". Es war mir eine große Freude mit Dir zu reisen.
Danke auch für Deine Beurteilung der Campingplätze. Deine Rechnung zum WoMo haben wir so ähnlich gemacht und uns letztendlich auch dagegen entschieden. Es muss aber jeder für sich entscheiden, was ihm der größere Luxus eines WoMos wert ist.

Viele Grüße
Gudrun
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Re: Hit the road

Beitragvon Riehli » Mi, 23. Jan 2019, 8:40

Kumulus hat geschrieben:
Das letzte Stück ist mautpflichtig (Visakart: 90 NOK) und endet in einem Ferienhausgebiet und einem großen Wanderparkplatz.




Hallo Kumulus, ne wat für nen schöner Bericht. Klasse geschrieben, informativ und die Bilder erst. Da kommt man ins Schwärmen...
Da ist die beschrieben Tour zum Storvatne auch vorhabe, habe ich gleich eine Frage:

Kann man die von dir beschriebene Maut auch bar bezahlen? In einen Umschlag und durch?
Liebe Grüße
Manuela
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Re: Hit the road

Beitragvon Kumulus » Mi, 23. Jan 2019, 11:12

Riehli hat geschrieben:Kann man die von dir beschriebene Maut auch bar bezahlen? In einen Umschlag und durch?



Zunächst einmal dir und auch allen anderen ein herzliches Dankeschön für die netten Kommentare. Das bestärkt mich darin, dass Berichte gelesen werden und positiv ankommen. Und sei es als Erinnerung an eigenen Unternehmungen oder zur Weckung von Sehnsüchten.


Jetzt aber zu deiner Frage: Die Maut muss an einem Kassenautomaten mit Kreditkarte gezahlt werden. Erst danach öffnet sich die Schranke. Das ist also wie auf dem Tindevegen oder die Fahrt ins Grimsdalen im Dovre Nationapark oder auch die Fahrt über den Aursjøvegen.

Ich denke, diese kleinen Metallbehälter für Münzzahlungen werden künftig immer seltener. Und wehe, man hat dann nicht das passende Kleingeld.

God tur
Martin
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