Nun sind wir auch wieder zurück, 8 Tage Südnorwegen und erzählen mal ein bisschen.
Freitag Abend aufgebrochen, Auto durchrepariert und bis unters Dach gepackt.
Naja, irgendwann so nach 400 km, kurz nach Hamburg, denk ich so: WOW das Auto brauch aber wenig Sprit ( Benziner, gerade mal nen viertel Tank weg )

Nach nem kurzen Stopp aufm Rastplatz bewegte sich die Tanknadenkein Stück mehr.
OHOH, naja weiter auf gut Glück zur nächsten Tanke, Vollgetankt und siehe da, immer noch die Nadel unten :@ geht’s dann halt ohne Tankanzeige weiter.
Morgens in Hirtshals angekommen hatten wir noch etwas mehr Zeit, tankten nochmal voll ( wo ich dann meine erste Erfahrung mit den Kreditkarten Zapfsäulen machen durfte )schliefen nen bisschen was und warteten aufs Schiff. Das Wetter war grauenhaft, es hat geregnet wie aus Eimern und ganz schön Windig. Endlich dann via Fjord Line und dem Katamaran nach Kristiansand.
Ausruhen war da leider nicht, ganz schön Seegang, also 2 Stunden Bauchgekribbel und Achterbahnfeeling
In Kristiansand angekommen war das Wetter dann auch nicht besser.
Rüber gefahren Richtung Lyngdal und dort in der Pampa unseren Vermieter gesucht.
Sehr schönes kleines Dorf mit paar Häuschen umgeben von Berg See und Bäume.
Wir waren begeistert.
Den Mann den wir dort auf der ``Straße`` trafen, versuchten wir zu fragen wo wir unseren Ansprechpartner antreffen könnten.
Hei, we are searcing for Mr. Op....
WIR KÖNNEN HIER ALLE DEUTSCH

Sehr Lustig

Uns wurde dann alles gezeigt, wir bezogen unsere Hytte und erkundeten die Gegend.
Haben auch direkt auf dem Weg ein paar schöne Steine gefunden.
Bin jetzt mal auf der Suche welche Steine das wohl sind.
Am darauf folgenden Sonntag machten wir uns auf den Weg in Richtung Egersund über die 44 ab Flekkefjord. Sehr schöne Straße mit überwältigenden Aussichten und einige Sehenswürdigkeiten.
In Egersund angekommen haben wir uns ein bisschen umgeguckt. War natürlich nicht all zu viel los, war ja Sonntag. Wunderten uns warum uns so viele Menschen ein lächeln schenkten, bis mir dann auffiel das wir die einzigen mit Regenschirm waren

Von Egersund aus sind wir dann nach Ogna, ein schöner Sandstrand , etwas weiter durch ein paar Felsen wo das Wasser anschlägt. Sehr schön. An der dort gelegenen Imbissbude speisen wir ne leckere Pommes, nen riesen Teller für 50 Kronen.
Auf dem Rückweg zur Hytte suchten wir eigentliche Höhle bei Åna-Sira, gefunden haben wir einen eine sehr schöne und abgelegene Bucht.
Der Montag war ganz Ruhig, Einkäufe getätigt ( was heißt denn : Bloooke , oder so ? Das fragte die Verkäuferin und zeigte mir ne Tüte, welche ich bisher nur unter veske oder bærepose kannte ) und Postkarten geschrieben, unser Bötchen geschnappt und vergebens versucht ein Paar Fische zu fangen, danach noch ne kleine Wanderung bei Kvinesdal.
Dienstag haben wir uns früh auf die Socken gemacht, das Wetter sah relativ stabil aus und so fuhren wir in Richtung Lysebotn um den Kjerak zu besteigen.
Dort angekommen und über die ersten beiden Hügelchen gekrakselt, zog ich mir auch den ersten Sonnenbrand zu. Bis dahin wussten wir noch nicht was uns noch bevorstehen würde.
Je näher wir dem Bolten kamen , desto schlechter würde das Wetter.
Am Bolten angekommen war es schon so nebelig das wir grade so den Rad sehen konnten.
Auf dem Rückweg fing es dann auch noch an zu Regnen, schnell die Wasserfeste Kleidung übergeschmissen und überwiegend vergebens die Markierungen vom Weg gesucht. Stellenweise war es dann so glatt und steil das man schon mal öfters ungewollt auf dem Boden saß.
Fazit, eine sehr schöne Strecke die es in sich hat, aber dafür mit wunderbaren Aussichten belohnt.
So sehr wir auch litten am Kjerak, Mittwoch Morgen war der Regen schnell vergessen.
Geweckt wurden wir von Strahlend blauen Himmel und aufgehender Sonne.
So verbrachten wir dann den Restlichen Tag in Farsund an einem Wunderbar weißem Sandstrand. Etwas entfernt von uns strandeten ein Paar norwegische Jugendliche mit ihrem Motorboot, sie ließen etwas Musik laufen und fuhren gelegentlich ihr Bananabootanhängsel im Meer spazieren

Am Abend und an unserer Hytte angekommen stiegen wir nochmal in unser Boot mit Angelzeug bepackt. Siehe da, heute hatten wir Glück und fingen binnen 20 min 3 schöne Fische. Ich denke es war Seeforelle oder Saibling , geschmeckt hat er jedenfalls hervorragend.
Donnerstag verbrachten wir in Mandal. Sehr viele schöne weiße Holzhäuser, Wunderschöner Hafen. Hätte mich direkt auf eins der Yachten stürzen können und in Richtung Meer brausen können. Das Wetter und die Atmosphäre dort sind einfach der Hammer
Freitag bestiegen wir den Preikestolen und anschließend besuchten wir den Wasserfall bei Dirdal. Am Preikestolen hatten wir einigermaßen gutes Wetter sodass wir öfters mal einen Blick auf den Fjord erhaschen konnten.
Samstag war es dann Zeit die Hytte zu verlassen.
Ein herzliches Ha det bra an unseren Vermieter und nun ging es weiter.
Unsere Fæhre zurück kommt ja erst Sonntag Abend.
Den Vormittag waren wir dann in Flekkefjord, dort war das Lachsfest in vollem Gange.
Da das Wetter aber immer noch hervorragend war beschlossen wir am Nachmittag schwimmen zu gehen. So entdeckten wir an der 44 einen See mit kleinem Wasserfall und super sauberem Wasser. Schnell wussten wir das das ein beliebter Ort war. Die Norweger kamen, schwammen, fuhren wieder. Die meisten sehr aufgeschlossen und sehr freundlich. So beschlossen wir auch unsere Nacht dort zu verbringen.
Sonntag Morgen wieder bei Sonnenschein erwacht wagte ich direkt einen Sprung ins kalte Nass. Herrlich sag ich euch, wach war ich danach allemal

Unser Proviant hatte sich derweil auf norwegische Kekse und Küchlein minimiert.
Kann das sein das die Norweger auf Zimt stehen ?
Überall ist ja Zimt in solchen leckereien. Erinnerte mich ein bisschen an Weihnachten

Bei 28 Grad und Sonnenschein.
Auf dem Weg nach Kristiansand und der Fähre besuchten wir noch Lindenes.
Wir entdeckten das dort eine Flugshow stattfand. Nach der Besichtigung des Leuchtturmes dort schauten wir uns diese auch noch eine Weile an.
Zur Abendstunde checkten wir leider wieder bei der Fjordline ein. Ab da hieß es wieder Richtung nach Hause

Mit 1,5 Std. Verspätung fuhren wir dann auch auf die Fähre, dort verprassten wir dann noch unsere letzten Kronen.
Weil es Grade auf dem Weg lag schauten wir uns noch Hamburg an.
Komischerweise hatten wir da auch gutes Wetter

Nur auf einmal dann so viel Menschen , Autos und der Trubel.
Diese Hektik war ich echt nicht mehr gewohnt.
Nun sitze ich hier und traure der schönen Zeit hinterher.
Im Hinterkopf das nächste Jahr und es wird bestimmt wieder Norwegen.
Varme hilsener fra Neuss, Chris